ChristianHesse

Lot 601 – 650 | Hesse-Auktionen
Lot 601 – 650

601  René Auberjonois – C[harles]-F[erdinand] Ramuz. Forains.

€ 300

Avec cinq lithographies originales de René Auberjonois. [Lausanne], Mermod [1928]. Mit fünf Lithographien. Originalbroschur in Chemise mit Rückenschild und Schuber.

Eins von 300 Exemplaren auf Velin von Marais (Gesamtauflage 309). – René Auberjonois (1872–1957) studierte an der École des Beaux-Arts in Paris, 1948 vertrat er die Schweiz auf der Biennale von Venedig, 1955 und 1964 nahm er an der documenta teil. Mit dem Dichter Charles Ferdinand Ramuz war er befreundet.

21,0 : 17,5 cm. 51, [1] Seiten, 5 Lithographien.

Monod 9469. – Rauch 137

602  George Barbier – Paul Verlaine. Fêtes galantes.

€ 600

Illustrations de George Barbier. Paris, H. Piazza 1928. Mit farbig illustriertem Titel und 20 Farbtafeln, teils mit Silber und Gold gehöht, nach Aquarellen von Barbier. Halblederband mit reicher Rückenvergoldung. Deckelfileten und Kopfschnitt vergoldet, marmorierte Vorsatzpapiere. Die illustrierte Originalbroschur eingebunden.

Eins von 175 römisch nummerierten für die USA bestimmten Exemplare (Gesamtauflage 1200). – Auf gelblichem Velin mit dem Wasserzeichen des Verlegers. – Textumrahmungen und Initialen in Grün gedruckt. Alle Blätter, Text und Illustrationen, wurden nur einseitig bedruckt. – Die Gedichtsammlung Verlaines, erstmals 1869 erschienen, hat über Jahrzehnte viele Künstler inspiriert, allein Monod verzeichnet 14 verschiedene Ausgaben. Zu den beliebtesten gehört die vorliegende mit den Art Déco-Illustrationen von Georges Barbier (1882–1932), der vor allem durch seine Vorlagen für die Pariser Zeitschriften »La Gazette du bon ton« und »Journal des Dames et des Modes« sowie seine Kostümentwürfe für die »Ballets Russes« bekannt wurde.

30,5 : 23,5 cm. [2], 100, [4] Seiten, 21 Tafeln. – Stellenweise etwas berieben, das Vordergelenk stärker. – Eine Tafel etwas stock-, eine leicht fingerfleckig. – Vorblatt mit Prägestempel (Sammlermonogramm).

Monod 11092. – Carteret IV, 393

603  Eduard Bargheer – Albert Camus. Der Gast.

€ 600

Mit Originalradierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main, Ars librorum Gotthard de Beauclair 1965. Mit acht Radierungen, davon sieben blattgroß. Lose Doppelblätter in lithographiertem Originalumschlag und -leinenkassette.

Zehnter Ars librorum Druck. – Eins von 50 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen signierten Suite aller acht Radierungen auf Japon nacré; daneben erschienen 260 Exemplare ohne Suite. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf Bütten. – Die buchkünstlerische Qualität der Drucke Gotthard de Beauclairs in ihrer Einheit von meisterhafter Typographie und originalgraphischer Illustration sucht ihresgleichen. »Der Vergleich mit der Cranach-Presse Kesslers ist kaum zu weit hergeholt«, rühmt Jürgen Eyssen.

45,4 : 32,0 cm. 43, [5] Seiten; 8 Radierungen.

Rosenbach 199-206. – Spindler 40.30. – Tiessen 2. – Isphording II, 38. – Eyssen S. 186

604  Eduard Bargheer – Sophokles. Antigone.

€ 800

In der Übersetzung von Karl Reinhardt. Mit zehn Radierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main 1967. Mit neun blattgroßen Radierungen und einer auf dem Vorderdeckel. Lose Doppelblätter in Originalleinenchemise und -kassette.

16. Ars librorum Druck. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen signierten Suite der Radierungen (Gesamtauflage 240). – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Druck der Radierungen, teils in Rötel, von Arndt Maibaum, Berlin. – In Bargheers Œuvre spielt die mediterrane Landschaft, sei sie nun tatsächlich erlebt oder mystisch vorgestellt, besonders auch als Handlungsort der antiken Dramen, eine zentrale Rolle. Nach Jürgen Eyssen bannte Bargheer »die tragische Ausweglosigkeit der antiken Schicksalstragödie in grandiose Masken«. – Dazu: Drei Bleistiftzeichnungen. 1967. Ca. 30 : 25 cm. Signiert und datiert. Vorzeichnung für die Antigone-Radierungen »Waffenszene«, »Haimon« und »Der Seher Theresias«. Jeweils in Passepartout.

44,0 : 31,5 cm (Mappe). 81, [3] Seiten, 10 Radierungen.

Spindler 40.36 und 37. – Tiessen III, 3. – Isphording II, 42. – Rosenbach 242–251. – Eyssen S. 186

605  Eduard Bargheer – Sophokles. Antigone.

€ 400

In der Übersetzung von Karl Reinhardt. Mit zehn Radierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main, Ars librorum 1967. Mit neun blattgroßen Radierungen, davon vier in Rötel gedruckt. Originalleinenband mit einer Radierung auf dem Vorderdeckel. In Originalleinenkassette (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt).

16. Ars librorum Druck. – Eins von 175 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – In Bargheers Œuvre spielt die mediterrane Landschaft, sei sie nun tatsächlich erlebt oder mystisch vorgestellt, besonders auch als Handlungsort der antiken Dramen eine zentrale Rolle. Nach Jürgen Eyssen bannte Bargheer »die tragische Ausweglosigkeit der antiken Schicksalstragödie in grandiose Masken«. – Tadellos.

44,3 : 31,5 cm. 81, [3] Seiten.

Rosenbach 242–251. – Spindler 40.36. – Tiessen III, 3

606  Laszlo Barta – Dante Alighieri. Inferno.

€ 1000

Cinquante-cinq eaux-fortes de Barta. Paris, Éditions de la Cigogne 1938. Mit 53 meist blattgroßen Radierungen im Text, einer doppelblattgroßen als Beilage und einer auf dem Vorderumschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, Leinenchemise und Schuber.

Exemplar I von 18 römisch nummerierten der absoluten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 300), gedruckt auf Japan, mit fünf Vorzeichnungen (statt der im Druckvermerk genannten drei, davon vier Kohle- und eine Bleistiftzeichnung) und zwei Extrasuiten: Eine aller 55 Radierungen in Bister gedruckt, eine in Schwarz gedruckte der 20 verworfenen Radierungen. – Für Laszlo Barta (1902–1961) verzeichnet Monod 13 illustrierte Bücher.

32,8 : 25,2 cm. 306, [6] Seiten, 76 Radierungen, 5 Zeichnungen.

Monod 3405. – Carteret V, 59 (»Intéressante publication«)

607  Horst Battke. Vorzeichnungen, Probedrucke und Radierungen zu »Platon. Das Gastmahl oder Über die Liebe«.

€ 450

1963–1965. Ca. 44 : 30 cm. Alle signiert.

Vier Vorzeichnungen, davon ein verworfenes Motiv. Bleistift auf Transparentpapier. Jeweils signiert. Jeweils in Passepartout. – Acht Probedrucke von sieben Radierungen. Auf Bütten. In Passepartouts. – Aristodemos. Als Weißlinienschnitt auf Bütten. Bezeichnet mit »Buchdruck«. – Vollständige Suite aller neun Radierungen auf Japan nacré. Jeweils Exemplar 48/50. Signiert. – Heinz Battke (1900–1966) war in jungen Jahren Schüler von Karl Hofer. Von den Nationalsozialisten als »entartet« abgelehnt, wirkte er seit 1935 in Florenz. Nach Kriegsende kehrte er nach Frankfurt zurück und lehrte an der Städelschule. Die Platon-Radierungen entstanden 1963 und 1964 und zählen zu den reifen Spätwerken. Das Buch erschien 1965 in der Übersetzung von Rudolf Kassner und mit den Radierungen von Horst Battke bei Gotthard de Beauclair als zwölfter Ars librorum Druck. Die Radierungen druckte Hermann Steidle, Essen.

Vorzeichnungen Cüppers 471, 472, 476. – Probedrucke ohne C. 477, C. 475 zweifach. – C. 472. – Suite: C. 470–478

608  Aubrey Beardsley – Aristhophanes [sic!]. Lysistrata.

€ 300

Lustspiel in 3 Akten. Deutsch bearbeitet von J. J. C. Donner. Wien 1913. Mit acht Tafeln nach den Zeichnungen von Aubrey Beardsley. Dunkelroter Originalecrasélederband mit reicher ornamentaler Vergoldung.

Eins von 400 nummerierten Exemplaren. – Verkleinerter Nachdruck der legendären Wiener Ausgabe von 1905. – Die Tafen auf Japanpapier, der Text auf Van Gelder-Bütten. – Die Seltenheit der Ausgabe von 1905 beförderte diesen Nachdruck, von dem 1920 ein weiterer Neudruck erschien. Dieser trug wiederum die Jahreszahl 1913, enthielt aber unter anderem den Schreibfehler »Akte« statt »Akten« auf dem Titel. Die Verunstaltung des Verfassernamens bei der vorliegenden Edition übersahen sowohl Hayn/Gotendorf als auch Stern-Szana. – Hayn/Gotendorf bemerkt zur Erstausgabe: »Die starke Erotik der Abbildungen übertrifft noch die Komödie an zügelloser Derbheit.« Stern/Szana erwähnt, dass Beardsley »seinem Tode nahe, von dem Gedanken an seine erotische Kunstsünde viel geplagt« worden sei.

19,4 : 14,5 cm. 79, [1] Seiten, 8 Tafeln. – Rücken verblasst. – Titelblattränder gebräunt.

Hayn/Gotendorf IX, 23. – Stern-Szana 236/237. – Vgl. Lasner 107 A

609  Marcus Behmer – Honoré de Balzac. Das Mädchen mit den Goldaugen.

€ 600

Deutsche Übertragung von Ernst Hardt. Zeichnungen von Marcus Behmer. Leipzig, Insel 1904. Mit zehn Tafeln und Buchschmuck nach Zeichnungen. Originalpergamentband. Rückentitel, Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet (A. Köllner Buchbinderei Leipzig). Im Schuber.

Eins von 500 Exemplaren. – Gedruckt auf Van Gelder-Bütten, die Illustrationen als Zinkographien auf Japan. – Behmer entwarf auch die große Deckelvignette und die braun-gold gedruckten Vorsatzpapiere. – Nach Oscar Wildes »Salome« die zweite umfangreiche und selbständige buchillustratorische Arbeit des damals gerade 25jährigen Behmer. – Wunderbar frisches Exemplar.

21,9 : 18,0 cm. [14], 91, [5] Seiten. 10 Tafeln. – Eine Seite mit winzigem Einriss.

Haucke 5. – Sarkowski 86. – Schauer II, 45. – Fromm 1533

610  Marcus Behmer – Von dem Fischer un syner Fru.

€ 750

Ein Märchen nach Philipp Otto Runge mit sieben Bildern von Marcus Behmer. Berlin, Otto von Holten 1914. Mit sieben Radierungen, davon vier blattgroß. Originalhalbleinenband mit Deckelschild. Mit Schutzpapierumschlag und dem bedruckten Originalschuber.

Eins von 180 Exemplaren, davon 30 nicht für den Handel, die erste zwölf von den unverstählten Platten. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Satz und Illustrationen entwarf Marcus Behmer. – Auf Holländischem Einhorn-Bütten gedruckt, die Radierungen sowie Titelinitiale und Schlussvignette in Rötel. – Der Text wurde bei Otto von Holten, die Radierungen bei Carl Sabo, beide Berlin, gedruckt. – Fritz Homeyer 1929 in »Philobiblon«: »Eines der schönsten Bücher der Welt« – Hans Loubier: »Buchjuwel« – »Eines der vollkommensten Buchkunstwerke des 20. Jahrhunderts« urteilte Hans Adolf Halbey – »ein Zeugnis erlesenen buchkünstlerischen Geschmacks« (Jürgen Eyssen). – Bemerkenswert schönes Exemplar.

21,8 : 15,7 cm. 26, [6] Seiten.

Haucke 27. – Rodenberg 242. – Schauer II, 44

611  Marcus Behmer – Sechs Märchen der Brüder Grimm.

€ 250

Aus dem Nachlaß zum ersten Male herausgegeben und mit einem Nachwort von Johannes Bolte. Berlin, Brandus [1918]. Mit acht Radierungen im Text, eine blattgroß. Brauner Originalkalblederband. Deckel- und Rückentitel, Deckel- und Innenkantenfileten sowie Kopfschnitt vergoldet (H. Fikentscher).

Dritter Nibelungendruck. – Eins von 260 Exemplaren. – Auf festem Velin. – Gesetzt aus der Cicero Leibniz-Fraktur.

18,8 : 13,5 cm. [1], 33, [5] Seiten. – Rücken etwas verblasst. Ecken leicht beschabt, Ränder minimal berieben. – Klebereste von entferntem Exlibris.

Haucke 30. – Rodenberg 444, 3. – Schauer II, 44

612  Marcus Behmer – Enno Littmann. Vom morgenländischen Floh.

€ 600

Dichtung und Wahrheit über den Floh bei Hebräern, Syriern, Arabern, Abessiniern und Türken von Enno Littmann. Mit Radierungen von Marcus Behmer. Leipzig, Insel 1925. Mit 13 Radierungen im Text, davon drei blattgroß, alle signiert. Originalhalbpergamentband mit Deckelschild. Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 330). – Gesetzt aus der Koch-Frühlingsschrift. – Der Text wurde bei Otto von Holten, Berlin, die Radierungen in Sepia im Bibliographischen Institut, Leipzig, gedruckt. – Auf Bütten. – Einbandentwurf von Marcus Behmer.

19,9 : 14,7 cm. 68, [4] Seiten.

Haucke 56. – Sarkowski 1037. – Schauer II, 45. – Hayn/Gotendorf IX, 186

613  Marcus Behmer – Enno Littmann. Vom morgenländischen Floh.

€ 3000

Dichtung und Wahrheit über den Floh bei Hebräern, Syriern, Arabern, Abessiniern und Türken. Mit Radierungen von Marcus Behmer. Leipzig, Insel 1925. Mit 13 Radierungen, davon drei blattgroß, und einer Vignette. Originalpergamentband mit reicher ornamentaler Vergoldung und blindgeprägten Fleurons sowie Schnittvergoldung (signiert: Bruno Scheer, Berlin). Im Schuber.

Laut handschriftlichem Zusatz des Künstlers eins »von 12 Exemplaren mit Abzügen von den unverstählten Platten« (Gesamtauflage 330). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auch der Einbandentwurf der äußerst seltenen Vorzugsausgabe stammt von Marcus Behmer, der Goldschmuck ist hier noch reicher und beide Deckel wurden, neben Fileten und Bordüren, durch jeweils fünf goldene Flöhe verziert. – Gesetzt aus der Frühling-Schrift von Rudolf Koch. – Druck der Radierungen vom Bibliographischen Institut, Leipzig, des Textes bei Otto von Holten, Berlin. – Das Exlibris für einen unbekannten Sammler wurde von Otto Eckmann entworfen. – Tadelloses, nahezu druckfrisches Exemplar.

19,3 : 14,4 cm. 68, [4] Seiten. – Schuber etwas berieben. – Exlibris.

Haucke 56. – Halbey 9. – Sarkowski 1037 VA. – Schauer II, 45

614  Gunter Böhmer – Gabriele d’Annunzio. L’Oleandro.

€ 2000 ( R7 )

Con Litografie di G. G. Boehmer. Verona, Officina Bodoni 1936. Mit 26 Lithographien im Text, gedruckt in Rötel. Originaleinband mit Seidenrücken und Papyrusdeckeln, Rückentitel in Gold geprägt, Deckeltitel in Rot aufgemalt. In Kassette mit handmarmoriertem Papierbezug.

Eins von fünf Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 180), gedruckt auf Japon nacré von Kaji Torinoko und mit einer Suite der Lithographien, gedruckt in Blau auf ebensolchem Japanpapier. – Die Suite in einer Flügelmappe mit dem Bezugspapier der Buchkassette. – Das erste illustrierte Buch der Officina Bodoni von Giovanni Mardersteig. »In Montagnola hatte ich bei meinem lieben Nachbarn Hermann Hesse den jungen Maler und Illustrator Gunter Böhmer kennen gelernt. Proben seines ungewöhnlichen Talentes veranlaßten mich, ihm eine gemeinsame Arbeit vorzuschlagen. Er kam nach Verona und begann, fasziniert von Pierre Bonnards berühmten Lithographien [zu Longus’ »Daphnis et Chloe«, vgl. KatNr. 618], Studien für Randzeichnungen zum ›Oleandro‹ zu machen. Diese, auf Stein übertragen und in Rötel gedruckt, ergaben eine glückliche Einheit von Text und Illustration.« – In Syracus, das in der Dichtung besungen wird, erwarb Mardersteig einige Bogen Papyrus, welche er für den Einband der wenigen Vorzugsexemplare benutzte (»der wohl originellste der Ausgaben der Offizin«). – Die Suite enthält eine Lithographie in zwei Zuständen sowie die nur für den Einband der Normalausgabe benutzte, abgezogen auf Bütten. Die Lithographie von Seite 20 fehlt in der Suite. – Möglicherweise die schönste Illustrationsarbeit des jungen Gunter Böhmer in der bestmöglichen Ausgabe.

36,5 : 26,5 cm. 29, [7] Seiten, 27 Lithographien. – Die Mappenflügel der Suitenmappe mit Einrissen, sonst tadellos.

Schmoller/Mardersteig 40 (alle Zitate von dort). – Rysawy 13. – Schauer II, 137. – Tiessen II, 9

615  Gunter Böhmer – Georg Büchner. Lenz.

€ 450 ( R7 )

Ein Fragment. Zeichnungen von Gunter Böhmer. St. Gallen, Henry Tschudy 1942. Mit 22 Illustrationen nach Zeichnungen, davon zehn blattgroß, eine als Titelvignette und ein Initial. Illustrierter Originalpappband mit -schutzumschlag. Im Schuber. – Widmungsexemplar.

Eins von 300 Exemplaren. – Mit einer sehr schönen blattgroßen aquarellierten Tuschzeichnung (Künstler und Engel) und einer eigenhändigen Widmung des Künstlers für den Mediziner Dr. Theodor Haemmerli-Schindler auf dem Vorblatt. Auch 15 Vorzugsexemplare des Buches sollen, laut Druckvermerk, eine Zeichnung enthalten. – Gunter Böhmer (1911–1986) folgte 1933 Einladung Hermann Hesses nach Montagnola, wo er dann bis zu seinem Tod lebte. Hesse machte Böhmer mit dem Verleger Samuel Fischer bekannt, und er erhielt den ersten Auftrag für die Illustration von Hermann Hesses »Hermann Lauscher«. Es war der Beginn einer großen Karriere als Buchillustrator.

32,0 : 22,5 cm. 61, [11] Seiten. – Kleiner Einriss im Schutzumschlag.

Rysawy 39

616  Gunter Böhmer – Georg Büchner. Lenz.

€ 300 ( R7 )

Ein Fragment. Zeichnungen von Gunter Böhmer. St. Gallen, Henry Tschudy 1942. Mit 22 Illustrationen nach Zeichnungen, davon zehn blattgroß, eine als Titelvignette und ein Initial. Illustrierter Originalpappband mit -schutzumschlag. Im Schuber. – Widmungsexemplar.

Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 315). – Mit zweifarbiger Tuschzeichnung und eigenhändiger Widmung des Künstlers »für Günther Rossipaul mit herzlichem Gruß«.

32,0 : 22,5 cm. 61, [11] Seiten.

Rysawy 39

617  Gunter Böhmer – Das Hohe Lied Salomonis.

€ 300

Mit Zeichnungen von Gunter Böhmer. Heidenheim, Erich Hoffmann 1962. Mit 17 Strichätzungen nach Zeichnungen, davon zehn blatt-, drei doppelblattgroß. Rotbrauner Originalkalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel (Christian Zwang, Hamburg). Im Schuber.

Maecenas-Liebhaberdrucke. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder (Gesamtauflage 1100). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Auf geglättetem Hahnemühle-Kupferdruckbütten gedruckt. – Buchgestaltung von Richard von Sichowsky.

32,7 : 20,1 cm. [36] Seiten. – Ränder kaum merklich berieben.

Tiessen II, 102

618  Pierre Bonnard – Longus. Les pastorales ou Daphnis et Chloé.

€ 2500

Traduction de J. Amyot. Revue, corrigée […] par P.-L. Courier. Lithographies originales de P. Bonnard. Paris, Ambroise Vollard 1902. Mit 150 Lithographien im Text und fünf lithographierten Vignetten. Grüner Maroquinband mit Seidenvorsätzen; Rückentitel, einfache Stehkanten- und fünffache Innenkanten-Fileten sowie der Kopfschnitt vergoldet (signiert: H. Fikentscher, Leipzig 1920). Im Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen – Eins von 200 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten mit dem Wasserzeichen »Daphnis et Chloé« (Gesamtauflage 250). – Neben »Parallèlement« von Paul Verlaine das zweite große Frühwerk des Künstlers, beide erschienen im Verlag seines Freundes und Kunsthändlers Ambroise Vollard. – Der gesamte Text wird auf allen rechten Buchseiten mit einer etwa zwei Drittel des Satzspiegels ausfüllenden Lithographie illustriert. Wie schon in seinen beiden früheren Illustrationsfolgen zeichnen sich Bonnards Lithographien durch eine besondere Weichheit aus, die beim damaligen Publikum allerdings nicht sonderlich ankam: »a public that preferred the sharply defined realism of the professional engraver« (Garvey). – Frühwerk der modernen französischen Buchillustration. – Ehemals Bibliothek Hans Mardersteig, München bzw. Verona (vgl. KatNr. 614).

30,0 : 25,2 cm. [2], X, 294, [6] Seiten. – Rücken stark verblasst. – Wie in Vergleichsexemplaren die Blätter der Lagen 5 und 7 mit teils stärkeren Verfärbungen.

Monod 7262. – Jentsch, Vollard 4. – Garvey 28. – Rauch 22. – Skira 22

619  Francisco Borès – Federico Garcia Lorca. Klage um | Llanto por Ignacio Sánchez Mejias.

€ 250

Linolschnitte von Francisco Borès. Stuttgart, Manus Presse 1964. Mit vier ganzseitigen Farblinolschnitten und zwei einfarbigen Linolschnitten im Text. Originalhalbleinenband im -schuber.

Eins von 140 Exemplaren (Gesamtauflage 220). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Das Gedicht in der spanischen Originalfassung der »einzigen berechtigten deutschen Übersetzung« von Enrique Beck. Garcia Lorca widmete die Dichtung Encarnación López Júlvez, der Tänzerin »L’Argentinita«, die in seinem ersten Theaterstück aufgetreten war. Durch sie hatte er den Matador Mejias kennengelernt, der 1934 bei einem Stierkampf umkam. Garcia Lorcas »Llanto« gilt als eine der besten Elegien der spanischen Dichtung. – Francisco Borès (1898–1972), mit Picasso und Matisse befreundet und von diesen beeinflusst, erlangte in seinem Heimatland erst in seinen letzten Lebensjahren Anerkennung. – Schöner und großzügig gestalteter Pressendruck mit den Linolschnitten in leuchtender Farbigkeit.

57,5 : 41,5 cm. 37, [3] Seiten. – Deckelkanten minimal berieben, der Schuber mit Lagerspuren.

Spindler 161.3

620  Georges Braque – Elf Hefte »Derrière le miroir«.

€ 200

Paris, Maeght 1947–1967. Mit zahlreichen, teils farbig lithographierten, Abbildungen nach Arbeiten von Georges Braque. Originalumschläge in privater Leinenchemise und Schuber.

Vollständige und tadellos erhaltene Folge aller ausschließlich Georges Braque gewidmeten Hefte der legendären Kunstzeitschrift. Weitere zehn im DLM-Verzeichnis unter Braque verzeichnete Ausgaben waren Themenhefte mit Arbeiten verschiedener Künstler. – Vorhanden sind folgende Hefte: 4, 25/26, 36–38 (2. Auflage), 48/49, 71/72, 85/86, 115, 135/136, 138, 145/146 und 166. – Die für die Hefte 4 und 135/136 im DLM-Verzeichnis genannten Originallithographien sind bei Vallier nicht verzeichnet. – Dazu: Fünf (von sechs) Bazaine-Heften der Reihe. Paris 1949–1981. Mit zusammen 29 Farblithographien. Originalumschläge. Vorhanden Nos. 23, 55/56, 170, 197 und 215. – Beigabe: Alechinsky. DLM 247.

621  Georges Braque – Jean Paulhan. Braque le patron.

€ 450

Genf und Paris, Éditions des Trois Collines (Gérard Cramer) 1947. Mit zwei Farblithographien, eine auf dem Umschlag, eine als zweiteilige Textvignette und 57 montierten ganzseitigen Abbildungen, davon eine farbig. Originalbroschur mit -umschlag, in Chemise und Schuber.

Eins von 65 Exemplaren auf »Vélin du Marais« (Gesamtauflage 90). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Die Neuausgabe des Textes von Paulhan, der bereits 1945 erschienen war, erhielt nun einen umfangreichen Tafelteil. – Tadellos schönes Exemplar. – Mit dem Ankündigungsblatt des Verlegers Cramer für diese Ausgabe, das die irreführende Angabe »ohne Originalgraphik« in der Hatje-Bibliographie widerlegt.

29,3 : 21,8 cm. 181, [19] Seiten.

Vallier 28. – Mourlot 16 un 17. – Hatje Bücher VI. – Vgl. Monod 8901

622  Georges Braque. Cahier 1917 – 1947 [et] 1947 – 1955.

€ 750

Paris, Maeght 1948 und [1956]. Mit zahlreichen lithographierten Tafeln. Farbig lithographierter Originalumschlag in dunkelblauer Leinenkassette. – Widmungsexemplar.

Eins von 750 Exemplaren auf Velin du Marais im kleineren Format (Gesamtauflage 845, eine ungezählte Auflage ohne Originalgraphik erschien in deutlich kleinerem Format). – Erste Ausgabe. – Mit der Fortsetzung, die Braques Sentenzen aus den Jahren 1949 bis 1955 enthält. – Beide Hefte wurden von Braque kalligraphiert und illustriert und bei Mourlot lithographisch gedruckt. – Mit einer aquarellierten eigenhändigen Widmung des Künstlers »A J. Paulhan bien amicalement ces persées chemin faisant 7 Juin 1948« auf dem Vorblatt. Jean Paulhan (1884–1964) war nach Kriegsende zusammen mit Sartre Mitarbeiter der Zeitschrift »Les temps modernes«. – Die Titellithographie der 95 Vorzugsexemplare wurde hier in veränderter Farbstellung auf dem Umschlag verwendet. Bei dem neu kalligraphierten Titel schrieb Braque versehentlich »1917–1947«. – Beilage: Englische Übersetzung von Bernard Frechtman.

39,0 : 28,5 cm. [100 bzw. 24] Seiten. – Umschlagkanten brüchig und nachgefärbt.

Hatje Bücher VII b (von c). – Vallier 37. – Vgl. Monod 1890

623  Georges Braque. Cahier 1917 – 1947 [et] 1947 – 1955.

€ 400

Paris, Maeght 1948 und [1956]. Mit zahlreichen lithographierten Tafeln. Lose Doppelblätter in farbig lithographiertem Originalumschlag, bemalter Leinenchemise und Schuber.

Eins von 750 Exemplaren auf Velin du Marais im kleineren Format (Gesamtauflage 845, eine ungezählte Auflage ohne Originalgraphik erschien in noch kleinerem Format). – Erste Ausgabe. – Mit der Fortsetzung, die Braques Sentenzen aus den Jahren 1949 bis 1955 enthält. – Beide Hefte wurden von Braque kalligraphiert und illustriert und bei Mourlot lithographisch gedruckt. – Die Titellithographie der 95 Vorzugsexemplare wurde hier in veränderter Farbstellung auf dem Umschlag verwendet. Bei dem neu kalligraphierten Titel schrieb Braque versehentlich »1917–1947«.

39,0 : 28,5 cm. [100 bzw. 24] Seiten.

Hatje Bücher VII b (von c). – Vallier 37. – Vgl. Monod 1890

624  Georges Braque – René Char. Le soleil des eaux.

€ 1500

Spectacle pour une toile des pêcheurs, illustré par Georges Braque. Paris, H. Matarasso 1949. Mit vier ganzseitigen Radierungen, davon eine mehrfarbig als Frontispiz. Lose Bogen in Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 170 Exemplaren auf Velin du Marais (Gesamtauflage 200). – Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – René Char (1907–1988) schrieb dieses Stück 1946. Er lernte Georges Braque 1947 in Avignon kennen und es entwickelte sich eine lebenslange, enge Freundschaft, die mehrfach in gemeinsamen Künstlerbüchern zum Ausdruck kam. – In Chars großem Abgesang auf die den beiden Künstlern noch vertraute »alte« Provence taucht erstmals in Braques graphischem Œuvre das Vogelmotiv auf, das für sein Spätwerk charakteristisch werden sollte.

28,9 : 23,0 cm. 146, [2] Seiten. – Ganz vereinzelte leichte Stockflecken. – Der 2. Bogen auf abweichendem Papier gedruckt.

Vallier 47. – Hatje Bücher IX. – Rauch 105. – Garvey 35. – Monod 2631. – Benoit, Char 33

625  Pierre Reverdy. Braque.

€ 1500

Une aventure méthodique. Paris, Fernand Mourlot [und Maeght] 1949. Mit einer kolorierten Farblithographie, 26 Lithographien im Text und zwölf Farblithographien nach Gemälden. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und -leinenkassette, beide mit Vignette nach Zeichnung Braques.

Erste Ausgabe. – Eins von 250 Exemplaren. – Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Auf Vélin d’Arches. – Das Werk geht auf eine Initiative des Pariser Druckers Fernand Mourlot zurück, der es aber noch vor Abschluss aller Arbeiten an den Galeristen Maeght abtrat. – Die Farblithographie, die als Frontispiz fungiert, wurde teils von Hand koloriert. Die 26 einfarbigen Lithographien bilden Kopfvignetten und Textillustrationen zu Reverdys Studie. Der Tafelteil enthält zwölf Farblithographien nach Gemälden Braques aus den Jahren 1944 bis 1947. – Von der Verfärbung einiger Seitenränder abgesehen, tadelloses Exemplar.

[116] Seiten. – Einige Doppelblätter an einem Seitenrand stockfleckig, ein Blatt mit Knick im Unterrand.

626  Georges Braque – Francis Ponge. Cinq sapates.

€ 2000

Eaux-fortes de Georges Braque. Paris 1950. Mit fünf Aquatintaradierungen. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und Leinenkassette.

Eins von 95 Exemplaren (Gesamtauflage 101). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Auf »Chiffon d’Auvergne« von Richard de Bas. – Erste Ausgabe. – »Dieses Buch verdient, in Schwarz und Weiß gedruckt zu werden«, hatte Braque gelobt. Auf der Subkriptionseinladung wurde der in Frankreich wohl eher unbekannte Begriff »Sapate« erläutert: Besonders in Italien und Spanien bezeichnet er ein wertvolles Geschenk, das in einem viel weniger wertvollen Gegenstand überreicht wird, beispielsweise eine Zitrone mit einem großen Diamanten darin« (vgl. Valliers Anmerkung). – Das Werk erschien im Eigenverlag des Künstlers, gedruckt wurde es bei André Tournon und Georges Visat. Braque widmete es seinem Freund René Char.

41,8 : 28,5 cm. [2], 50, [4] Seiten. – Der Umschlag und vereinzelte Seiten leicht stockfleckig, 2 Doppelblätter großflächiger betroffen.

Vallier 62. – Hatje Bücher XII. – Rauch 107. – Garvey 37. – Monod 9227

627  [Georges] Braque. Carnets intimes.

€ 450

Paris, Verve 1955. Mit zahlreichen meist ganzseitigen Abbildungen nach Braque, teils bei Mourlot als Lithographien gedruckt. Farbig lithographierter Originalpappband.

Verve VIII, No. 31 et 32. – Die reich bebilderte Ausgabe der berühmten Kunstzeitschrift enthält neben den hervorragend gedruckten Tafeln Texte von Will Grohmann, Antoine Tudal und Rebecca West. – Dazu: Georges Braque. Cahier 1917–1947. Paris, Maeght 1948. Mit zahlreichen lithographierten Tafeln. Lose in farbig lithographiertem Originalumschlag (vgl. KatNr. 622). Eins von 750 Exemplaren. – Carl Einstein. Georges Braque. Paris, Éditions des chroniques du jour 1934. Mit zahlreichen Tafeln. Originalbroschur. Beilage: Ausstellungsliste Braque. Rosenberg & Helft, London 1938.

628  Georges Braque – Jean Paulhan. Les paroles transparentes.

€ 1500

Lithographies originales de Georges Braque. Paris, Les Bibliophiles de L’Union Française 1955. Mit vier farbigen Lithographien und zwölf lithographierten Vignetten, davon eine auf dem Umschlag, einige wiederholt abgedruckt. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, -halbpergamentchemise und -schuber, beide mit Goldbrokatpapierbezug. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 nummerierten und namentlich dedizierten Exemplaren, hier für Sylvain Blondin (Gesamtauflage 132). – Das Vortitelblatt mit eigenhändiger Widmung und Zeichnung von Georges Braque »Pour Joie et Sylvain Blondin«, datiert 1956. – Druckvermerk von Künstler und Verfasser sowie dem Vorsitzenden der Bibliophilenvereinigung, die das Künstlerbuch edierte, signiert. – Auf Auvergne-Papier von Richard de Bas. – Tadellos erhalten.

44,8 : 35,0 cm. 84, [8] Seiten.

Vallier 102. – Mourlot 40–44. – Hatje Bücher XV. – Rauch 109. – Monod 8909

629  Georges Braque. Espaces.

€ 750

13 Dessins, Lavis, Aquarelles. Préface André Verdet. Paris, Au Vent d’Arles 1957. 13 Lithographien nach Werken von Georges Braque, davon zwölf farbig. Mit dem Textheft lose in der Originalhalbleinenmappe mit montiertem farbigem Titelbild.

Eins von 300 Exemplaren, im Druckvermerk des Texthefts von Braque signiert. – Gedruckt von Daniel Jacomet auf Bütten von Richard de Bas, der Text auf grünlichem Bütten. – Die schöne und selten vollständig angebotene Folge enthält Arbeiten von 1928 bis 1956. Sie ist ein herausragendes Beispiel für die Fertigkeiten der französischen Drucker bei farblithographischen Reproduktionen. Einige Tafeln verzaubern durch die Anmutung von Handkolorit.

51,2 : 41,5 cm.

Monod 1891

630  Georges Braque – Saint-Pol-Roux. Août.

€ 2000

Paris, Louis Broder 1958. Mit vier Aquatintaradierungen, davon eine zweifarbig und eine in Blau gedruckt. Lose Bogen in Originalumschlag, zusammen in -leinenkassette mit Deckel- und Rückenschild.

Eins von fünf im Druckvermerk nicht erwähnten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage der Buchausgabe somit 145). – Beim Auflagenvermerk vom Künstler signiert. – Auf handgeschöpftem Auvergne-Bütten von Richard de Bas, gedruckt bei Crommelynck et Dutrou (Radierungen) bzw. Fequet et Baudier (Text). – Werner Hofmann zitiert zu den »Wandlungen« der Braque’schen Bildelemente Fisch, griechischer Profilkopf, Vogel und Teekanne den Künstler: »›Vergessen wir die Dinge, betrachten wir die Beziehungen‹, hat Braque einmal geschrieben. Wer dazu den Formschlüssel gefunden hat, dessen wanderndes Auge findet […] reiche, unerschöpfliche Nahrung. Ihre scheinbar einfache Lesbarkeit trügt. Sie verlangen ein fleißiges, vergleichendes Auge.« (G.B. Das graphische Werk. Stuttgart 1961, S. XVIII). – Tadellos schönes Exemplar.

26,8 : 33,8 cm. 41, [15] Seiten.

Vallier 135 (nennt irrtümlich 5 Radierungen). – Hatje Bücher XXIV. – Garvey 41. – Monod 10084

631  Georges Braque. Grands livres illustrés.

€ 120

Poème de Antoine Tudal. Texte de Roger Vieillard. Paris, Adrien Maeght 1958. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur mit Farblithographie auf dem Vorderdeckel.

Eins von 900 Exemplaren. – Verzeichnis der 24 bis dahin erschienenen von Braque illustrierten Bücher.

21,0 : 23,8 cm. 29, [3] Seiten.

Vallier 134. – Hatje Bücher XXVII

632  Georges Braque. Pour le plaisir et l’amitié. XX pensées.

€ 750

Alès, PAB 1958. Mit einer signierten Farblithographie. Originalbroschur.

Eins von 95 Exemplaren, vom Verleger Benoît nummeriert und monogrammiert. – Auf Velin d’Arches. – Die doppelblattgroße Farblithographie, von Braque im Unterrand signiert, druckte Mourlot in Paris. – Bereits 1951 hatte der Verleger P. A. Benoit sieben Gedanken Braques in kleinster Auflage, damals noch ohne Illustration publiziert. Diesmal wählte er zwanzig Sentenzen aus Braques »Cahier« und druckte sie auf schmale Kartonstreifen, die am Unterrand eingeheftet wurden. Die zweifarbige Lithographie illustriert dadurch alle Textzitate. – Sehr gutes Exemplar in privater Chemise mit Schuber.

28,2 : 20,0 cm. 16 »Seiten«.

Vallier 136. – Mourlot 52. – Hatje Bücher XXV

633  Erich Büttner. Ein Berliner Bilderbuch.

€ 600

Siebenundzwanzig Lithographien und ein sehr schöner Text dazu. Berlin, Fritz Heyder 1924. Mit 27 kolorierten und großteils signierten Lithographien, davon 16 ganzseitig. Blauer Originalhalblederband mit lithographiertem und aquarelliertem Bezugspapier. – Widmungsexemplar.

Exemplar »I A« mit langer eigenhändiger Widmung des Künstlers für Heinrich Zille, dem Büttner das Berlin-Buch bereits durch die letzte Lithographie, ein Porträt Zilles, gewidmet hatte. In dem langen Widmungstext schildert Büttner launig die unzulängliche Ausführung der Lithographien (»recht teuer und wenig-gut gedruckt […] Etwas Spaß ist hoffentlich für die übrige Welt doch noch daran. Ärgern soll sich keiner mehr … das habe ich und der Verleger schon genug getan.«) Der von Büttner und dem Verleger Heyer signierte Text datiert 19.XII.1924. – Die detaillierten Berlinansichten entstanden in den Jahren 1906–1921, sind auf Chinapapier gedruckt und koloriert und wurden teils zwischen den Text (11) und teils auf Tafeln (16) aufgewalzt. – Der Druckvermerk nennt 110 Exemplare, von denen in den ersten 30 alle Lithographien signiert wurden, hier blieben drei Lithographien unsigniert. – Ob des Ärgers über die unzulängliche Ausführung der ersten Exemplare wurde das Projekt wohl nie fortgeführt, wir konnten außer diesem Exemplar aus dem Nachlass Zilles (Stempel »Eigentum Walter Zille«, der Sohn des Künstlers) via KVK nur noch ein weiteres (Exemplar Nr. 2) in der Bibliothek des Leo Baeck Institutes nachweisen. – Beilage: Erich Büttner. Eigenhändiger Brief an den Verleger Heyder. Berlin, 21.XII. 1924. Zwei Seiten. »Je öfter ich mir mein Berl. Bilderbuch anschaue je weniger bin ich mit zufrieden. […] Also nochmals anfangen mit dem Bilderdruck, geht nicht anders. […] An den Ruinen meines B. B. weihnachtlich Ihr Büttner«.

32,8 : 25,0 cm. 47, [1] Seiten.

634  Marc Chagall. Dessins pour la Bible.

€ 2500

Paris, Verve 1960. Mit 47 Lithographien, davon 24 farbigen und einer weiteren doppelblattgroßen Farblithographie auf dem Originalpappband.

Die zweite »Chagall-Bibel«, erschienen als Nr. 37/38 der Reihe »Verve«. – Nachdem in der Reihe bereits eine Ausgabe mit Heliogravüren der Bibel-Radierungen erschienen war, entstanden 1958/59 weitere Zeichnungen zur Bibel. Der vorliegende Band enthält die Reproduktionen dieser Zeichnungen auf 96 Tafeln, diesmal bereichert um 24 Farblithographien und diese rückseitig mit einfarbigen Lithographien. – Der einleitende Text stammt von Gaston Bachelard, am Ende mit Erläuterungen zu den 96 Tafeln.

36 : 27 cm. [18], 96, [16] Seiten, 24 Lithographien. – Kapitale und Ecken minimal berieben. – Auf dem vorderen Vorsatzblatt Schabspur von getilgtem Sammlerstempel.

Cramer 42. – Mourlot 230–277

635  Marc Chagall – Jacques Lassaigne. Chagall.

€ 750

Paris, Maeght 1957. Mit 15 meist farbigen Lithographien von Marc Chagall, davon eine auf dem Umschlag. Originalbroschur mit -umschlag.

Erste Ausgabe. – Die bekannte Chagall-Monographie schildert Leben und Werk des Künstlers und illustriert seine künstlerische Entwicklung und die Einflüsse auf sein Werk mit zahlreichen Abbildungen. – Die Lithographien wurden bei Mourlot, Paris gedruckt.

23,5 : 20,0 cm. [2], 11–177, [3] Seiten, 14 Lithographien. – Oberrand des Umschlags kaum merklich gebräunt, unten kleiner Einriss (1 cm).

Cramer 34. – Mourlot 192-205 und 207

636  Marc Chagall – Julien Cain, Fernand Mourlot und Charles Sorlier. Chagall Lithographe.

€ 2000

Bände I–VI (alles Erschienene). Monte-Carlo, André Sauret 1960–1986. Mit insgesamt 28, meist farbigen Lithographien, davon vier auf den Umschlägen, und zahllosen, meist farbigen Abbildungen. Originalleinenbände mit -schutzumschlag.

Werkverzeichnis der Lithographien von 1922 bis 1985, vollständige Reihe, Bände II und V in deutscher Sprache, die anderen in Französisch. – Das lithographische Werk bildet den Schwerpunkt innerhalb des künstlerischen Schaffens Chagalls, der Katalog wurde maßgeblich von »seinem« Drucker Mourlot erarbeitet und in den originalgraphischen Teilen von diesem gedruckt. – Mit Vorworten von Marc Chagall (Band I), Fernand Mourlot (II), Julien Cain (III), Charles Sorlier (IV), Robert Marteau (V) und Roger Passeron (VI). – Die Bände I und II mit je elf Lithographien im Buch, die Bände III und IV mit je einer Lithographie als Frontispiz, alle vier mit originallithographischen Umschlägen. Die Bände V und VI enthalten keine Originallithographien. – Unverzichtbares Œuvreverzeichnis in üppiger Ausstattung und tadelloser Erhaltung.

33,0 : 25,0 cm. – Schutzumschlag vereinzelt minimal bestoßen.

Cramer 43, 56, 77 und 94

637  Marc Chagall – Fernand Mourlot und Charles Sorlier. Chagall Lithographe.

€ 750

[Band I]. Monte Carlo, André Sauret 1960. Mit zwölf Lithographien, eine davon als Umschlag. Originalleinenband mit Schutzumschlag. Im Schuber.

Französische Ausgabe. – Aus dem maßgeblichen Werkverzeichnis der Lithographien von Marc Chagall. – Mit einem Vorwort von Marc Chagall. – Katalog und Erklärungen von Fernand Mourlot und Charles Sorlier. – Sehr gut erhalten.

32,5 : 25,0 cm. 220, [2] Seiten, 11 Lithographien.

Cramer 43. – Mourlot 281–292

638  Chagall.

€ 600

Derrière le miroir 235. Paris, Maeght 1979. Mit zwei Farblithographien, eine doppelblattgroß und eine auf dem Umschlag, und 20 teils farbigen blatt- und doppelblattgroßen Abbildungen. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -papchemise und -schuber.

Eins von 150 Vorzusgexemplaren auf Velin. – Mit den beiden Zirkus-Lithographien »Sonne mit rotem Pferd« und, auf dem Vorderumschlag, »Der grüne Akrobat«. – Mit einem Text von Vercors und großformatigen Abbildungen der zwanzig zwischen 1977 und 1980 entstandenen Gemälde. – Tadellos.

38,0 : 28,0 cm. [4], 31, [5] Seiten.

Cramer 110. – Mourlot 945 und 946

639  Chagall.

€ 600

[Derrière le miroir 246]. Paris, Maeght 1981. Mit einer doppelblattgroßen Farblithographie, 14 ganzseitigen Farbabbildungen und einigen Abbildungen im Text. Lose Doppelblätter in farbig illustriertem Originalumschlag, -pappchemise und -schuber.

Eins von 150 Vorzugsexemplaren auf Velin. – Mit der schönen doppelblattgroßen Farblithographie »Der Maler und sein Abbild«, Chagall vor der Silhouette von Paris. – Mit einem Text von Jacques Dupin »Sur quatorze lithographies de Chagall« in Französisch und Englisch. Die 14 »großen Lithographien« (Mourlot 971–984) entstanden auf Anregung Aimé Maeghts und wurden 1980 in dessen Galerie ausgestellt. Es waren die letzten graphischen Arbeiten Chagalls, die er verlegte. – Tadellos erhalten.

38,0 : 28,0 cm. [4], 23, [13] Seiten.

Cramer 111. – Mourlot 992

640  Antoni Clavé – Roger Passeron. Antoni Clavé.

€ 200

L’œuvre gravé 1939–1976. Fribourg, Office du livre 1977. Mit drei Farblithographien, eine davon doppelblattgroß, und zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Eins von 1680 Exemplaren der dreisprachigen Vorzugsausgabe mit drei eingebundenen Lithographien. – Werkverzeichnis der Graphik. – Die Lithographien auf Velin d’Arches.

36,0 : 30,0 cm. 177, [1] Seiten.

641  Lovis Corinth – Jonathan Swift. Gullivers Reise ins Land der Riesen.

€ 500

Eine Reise nach Brobdingnag. Nach dem Englischen des Jonathan Swift. Mit 25 Original-Lithographien von Lovis Corinth. Berlin, Propyläen 1922. Mit 25 Lithographien, davon zehn ganzseitig. Roter Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel und Kopfschnittvergoldung.

Eins von 175 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe mit der signierten Radierung »Gulliver im Kampf gegen die Wespen«, gedruckt auf Kaiserlich Japan (Gesamtauflage 400). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Text und Illutrationen auf Bütten, wobei die Lithographien von Hermann Birkholz auf der Handpresse abgezogen wurden. – Den schönen und hier tadellos erhaltenen Einband entwarf Hugo Steiner-Prag.

34,0 : 28,0 cm (Quart). Seiten 3-75, 2 Blätter. Mit 1 Radierung und 25 Lithographien, davon 10 ganzseitigen.

Müller 641–666. – Schauer II, 87

642  Lovis Corinth – Saul und David.

€ 750

Die beiden Bücher Samuelis mit Original-Lithographien von Lovis Corinth. Berlin, Propyläen 1923. Mit einer signierten Radierung und insgesamt 28 Lithographien, davon 23 blattgroß. Dunkelroter Originalhalbmaroquinband mit vergoldeten Titeln.

Eins von 100 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe mit der signierten Radierung (Gesamtauflage 300). – Im Druckvermerk von Corinth signiert. – Auf getöntem Einhorn-Bütten von J. W. Zanders. – Illustrationen zu biblischen Texten stehen am Anfang und Ende von Corinths buchkünstlerischem Schaffen: 1910 und 1911 schuf er für Cassirers Pan-Presse Lithographien zu »Das Buch Ruth« und »Das Hohe Lied«, »Saul und David« und »Die Sündfluth« entstanden in seinen letzten Lebensjahren. – »In stimmungsvolle Dunkelheit fällt das Licht auf dramatische Szenen, wobei einzelne Motive, wie die männlichen und weiblichen Aktfiguren, dem Bildrepertoire des Künstlers entnommen sind« (Papiergesänge).

39,0 : 29,5 cm. 146, [6] Seiten. 1 Radierung. – Kanten minimal berieben, Hinterdeckel mit größerer Schabstelle. – Vorsätze etwas stockfleckig.

Müller 746–774. – Lang, Impressionismus 42 (mit originellem Druckfehler). – Papiergesänge 40 mit ganzseitiger Abbildung der Radierung)

643  Oskar Dalvit – Ein Lebensbuch.

€ 800

Eine Folge farbiger Holzschnitte von Oskar Dalvit und F. Hofstetter. Zürich, Verlagsgemeinschaft der Brunnenhof 1940–1942. 34 Holzschnitte, davon 28 farbig, alle in Passepartouts. Lose zusammen mit kordelgehefteter Originalbroschur in Originalleinenkassette mit Deckelschild.

Das erste von 70 nummerierten Exemplaren, getrüffelt mit drei Gouachen von Oskar Dalvit (Vorzeichnungen für drei Holzschnitte) und 17 doppelten Abzügen, teils in Farbvarianten. – Alle Holzschnitte auf Japan gedruckt. – Das opulente Werk wurde bereits 1940 angekündigt und enthielt endgültig 34 Holzschnitte. Die Folge ist gegliedert in die fünf Kapitel »Paradies«, »Der Trieb«, »Der Weg«, »Weisheit« und »Das Ziel«. Jedes Kapitel wird durch einen einfarbigen »Symbol«-Holzschnitt von F. Hofstetter und eine zweifarbig gedruckte »Schrifttafel« mit Zitaten aus »jenen apokryphen Sprüchen Jesu, die erst um die Jahrhundertwende aufgefunden wurden«, eingeleitet. Es folgen drei bis acht mehrfarbige Holzschnitte, von denen drei von F. Hofstetter, die übrigen von Oskar Dalvit stammen. Mit Ausnahme der Schrifttafeln und zwei der Symbole sind alle Holzschnitte signiert, meist mit »Handabzug« bezeichnet und mit dem Stempel der Verlages versehen. – Der Schweizer Künstler Oskar Dalvit (1911–1975) arbeitete zunächst als Werbegraphiker und seit 1936 als freischaffender Maler. Er gehörte neben dem Mystiker Alfons Rosenberg (1902-1985), der als jüdischer Emigrant keine Arbeitsbewilligung in der Schweiz hatte und deshalb unter dem Pseudonym F. Hofstetter publizierte, zu den Gründern der »Verlagsgemeinschaft der Brunnenhof«. In den Holzschnitten des »Lebensbuches« machte sich eine durch die Auseinandersetzung mit C.G. Jungs Lehre resultierende Akzentuierung des Psychologisierenden bemerkbar. Dalvits Werk löste sich in der Folge vom Naturvorbild. Er fand, beeinflusst von Paul Klee und Wassily Kandinsky, zu einem eigenen Stil mit abstrakten Formen und Farbgebung. – Durch die Originalarbeiten, neben drei Gouachen auch ein nicht verwendeter Holzschnitt, unikales Exemplar. – Vom Künstler erworben und langjährig in einer Schweizer Privatsammlung.

39,0 : 32,5 cm. [16] Seiten, 51 Holzschnitte, drei Zeichnungen. – Kassette am Gelenk eingerissen.

644  Oskar Dalvit – Ein Lebensbuch.

€ 450 ( R7 )

Eine Folge farbiger Holzschnitte. Zürich, »Der Brunnenhof« 1940/41. 34 Holzschnitte, davon 28 farbig, alle unter Passepartout. Lose zusammen mit kordelgehefteter Originalbroschur in Originalleinenkassette mit Deckelschild.

Eins von 70 Exemplaren. – Alle auf Japan gedruckt, mit »Handabzug« bezeichnet, dem Stempel der Presse versehen und unter Passepartouts montiert. – »In fünf Kapitel ist dieses Buch gegliedert. Sie stellen im Kreislauf eine Entwicklung vom Dunkeln, Träumenden zum Hellen, Klaren dar. […] Die fünf Kapitel – aus je drei bis acht mehrfarbigen Bildern bestehend – werden knapp zusammengefaßt und gedeutet durch ein schwarz-weißes Symbol. Diese fünf Zeichen versinnbildlichen die Entfaltung des Lebensbaums – des immer grünenden, durch alle Wandelzustände zur Vollendung reifenden Lebens« (Vorwort).

39,0 : 32,5 cm. [16] Seiten, 34 Holzschnitte. – Kassette am Gelenk eingerissen. – Alle Blätter, teils stärker, stockfleckig.

645  Oskar Dalvit – Christian Morgenstern. Galgenlieder.

€ 400

Mit vierzehn Radierungen von Oskar Dalvit. Zürich, Arcade-Presse 1968. Mit 14 Radierungen, davon 13 signiert, sechs farbig, eine als Titelvignette. Originalhalbpergamentband. Rückentitel und Deckelvignette vergoldet. Im Schuber.

Neunter Druck der Arcade-Presse. – Eins von zehn Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlich lose beigelegten Farbradierung, signiert und nummeriert (Gesamtauflage 140). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Handpressendruck auf handgeschöpftem Rives-Bütten.

17,7 : 16,7 cm. 70, [6] Seiten, 1 Radierung.

646  E[dgar] Degas. Monotypes.

€ 300

Texte de Denis Rouart. Paris, Quatre Chemins Editaret 1948. Mit 40 Heliogravüren, davon zehn farbig und dreißig im Duoton-Verfahren. Originalbroschur.

Eins von 500 für den französischen Markt bestimmten Exemplaren, die ersten 500 wurden für Shoman, New York gedruckt. – Auf Velin »Marais«. – Die Gravüren außerordentlich fein gedruckt und mit Prägerand versehen. – Wie in vielen anderen Exemplaren sind einige Tafeln stark gebräunt, vermutlich ein Herstellungs- oder Lagerfehler.

31,2 : 23,5 cm. [16] Seiten, 40 Tafeln. – Einige Blätter gelockert, Buchblock lose im Umschlag.

647  Maurice Denis – Paul Verlaine. Sagesse.

€ 1200

Images en couleurs de Maurice Denis. Gravées sur bois par Beltrand. Paris, Ambroise Vollard 1911. Mit zahlreichen, meist kolorierten, Holzschnitt-Illustrationen. Lose Lagen in Originalumschlag mit vergoldetem Deckeltitel. In Leinenchemise und Schuber.

Eins von 210 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten mit Wasserzeichen »Sagesse« (Gesamtauflage 250). – Aufwendig gestalteter Druck, die Holzschnitt-Initialen in unterschiedlichen Farben gedruckt, die Illustrationen sämtlich koloriert. – »Denis draw these illustrations, his first, in 1889 and exhibited them with the ›Indépendants‹ in 1891, where their influence was conciderable, although they where not published for twenty years. A decided braek with the usual narrative style of 19th century illustration is seen in the asymmetrical pages. The flatness, simplification, and linear quality create a tense and expressive mood, forecasting the Art Nouveau style« (Garvey). – Belle publication très recherchée et cotée« (Carteret).

28,8 . 22,8 cm. 100, [4] Seiten. – Einige Seiten mit wenigen Stockflecken.

Jentsch, Vollard 8. – Monod 11143. – Rauch 12. – Garvey 77. – Carteret IV, 395

648  Robert Delaunay – Joseph Delteil. Allo! Paris!

€ 1800

Avec vingt lithographies par Robert Delaunay. Paris, Éditions des Quatre Chemins 1926. Mit 20 Lithographien. Originalbroschur.

Eins von 300 Exemplaren auf Velin d’Arches (Gesamtauflage 365). – Das einzige von Robert Delaunay originalgraphisch illustrierte Buch und eins der schönsten Paris-Bücher überhaupt. – »Whereas some of the lithographs are straightforward pictorial views of Paris, others, such as the Eiffel Tower and St. Séverin, are tensely Cubist in character, recalling Delaunay’s paintings of these subjects in 1909–12« (Eleanor M. Garvey). – Joseph Delteil (1894–1978) lebte in den 1920er Jahren in Paris, verkehrte in den dortigen Surrealisten-Kreisen und hatte in dieser Zeit erste literarische Erfolge. 1924 veröffentlichte er zusammen mit Delaunay in dem einzig erschienenen Heft der von Yvan Goll herausgegeben Zeitschrift »Surréalisme«. – Sehr schönes Exemplar.

28,3 : 22,9 cm. Seiten [5-]110, [6] (so vollständig).

Mondod 3581. – Garvey 72. – Skira 60

649  Paris 1937.

€ 1000

A la gloire de Paris ce livre dédie par la Municipalité Parisienne a été écrit, illustré, gravé et imprimé l’an MCMXXXVII. Paris, J.-G. Daranges 1937. Mit 62 Radierungen, davon 31 ganzseitig. Lose Doppelblätter in farbig illustriertem Originalumschlag und rot-blauer -kassette.

Eins von 200 Exemplaren für Subskribenten, weitere 300 wurden für den Freiverkauf gedruckt. – Auf Velin von Rives. – Gedruckt am 14. Juli 1937, Text in Schwarz, Rot und Blau. – Prachtvolles Werk zur Pariser Weltausstellung 1937, anlässlich derer das Palais de Chaillot erbaut wurde. – 31 Texte mit je einer Radierung als Frontispiz und einer als Kopfvignette. – Mit ganzseitigen, in der Platte signierten Radierungen von Henri Matisse (»La Cité-Notre-Dame«, Duthuit 248, zum Text »Paris vue de la cité« von André Suarès), Maurice de Vlaminck (»La Rue de la Glacière«, Walterskirchen 146, zum Text »La Montagne Sainte-Geneviève« von Georges Duhamel), A. Dunoyer de Segonzac, Othon Friesz, André Derain, Van Dongen, Raoul Dufy, Luc-Albert Moreau, Pierre Bonnard, Eduard Vuillard, Gromaire u. v. a. – Texte von Paul Valéry, Jean Giraudoux, Pierre Mac-Orlan, Colette u. v. a. – Mit farbig lithographiertem Titelblatt. Die Kassette in den Farben der Stadt entwarf Rose Adler. – Katalin von Walterskirchen lobt das Werk in ihrem Eintrag im Vlaminck-Werkverzeichnis: »Il faut remonter aux grandes époques du livre français, au XVIIe et au XVIIIe siècles, pour retrouver l’équilament de ce ›Paris 1937‹ splendide bilan littéraire et artistique des Maîtres de notre époque«.

36,0 : 28,0 cm. [28], 294, [10] Seiten. – Die Kassette etwas berieben, innen sehr schön.

Monod 8849

650  Albert Dubout – François Rabelais. Gargantua. – Pantagruel.

€ 250

Illustrations de Dubout. Paris, Gibert Jeune 1937–1939. Mit insgesamt 213 meist farbigen Illustrationen. Drei Halblederbände mit Rücken- und Kopfschnittvergoldung.

Jeune Librairie d’Amateurs. – Eins von 3000 Exemplaren. – Gedruckt 1935–1937 von Colouma, pochoirkoloriert von E. Charpentier. – Albert Dubout (1905–1976) illustrierte zahlreiche Bucheinbände, Schallplattenhüllen und Bücher, z.B. von Beaumarchais, Mérimée, Rabelais, Villon, Cervantes, Balzac, Racine, Voltaire, Rostand, Poe und Courteline, schuf Film- und Theaterplakate sowie Theaterkulissen.

26,0 : 21,0 cm.

Monod 9381