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Lot 601 – 650 | Hesse-Auktionen
Lot 601 – 650

601  Hans Erni – Jules Renard. Histoire naturelles.

Schätzpreis/Estimate: € 900 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 900

Illustrées de lithographies originales en couleurs par Hans Erni. Lausanne, André Gonin 1953. Mit 29 blattgroßen Farblithographien. – Lose Doppelbogen in illustriertem Originalumschlag, -halbpergamentchemise und Schuber. – Widmungsexemplar..

Eins von 199 Exemplaren, hier mit einer eigenhändigen Zeichnung und Widmung des Künstlers auf dem Vortitelblatt und einer Suite von elf Probeabzügen der Farblithographien, davon fünf Zustandsdrucke (Gesamtauflage 250). – Im Druckvermerk von Künstler und Autor signiert. – Auf Rives-Bütten. – Die Naturgeschichten Jules Renards zählen zu seinen bekanntesten Werken, der Aufstieg in den Literatenolymp blieb ihm jedoch versagt. Über sein Verhältnis zum Ruhm sagte er lapidar: »Ich möchte von der Minderheit gelesen und von der Mehrheit gekannt werden.«.

33,5 : 26,5 cm. 207, [5] Seiten, 11 Lithographien.

602  Hans Erni. Kandarenlamento.

Schätzpreis/Estimate: € 900 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 600 ( R7 )

Pferd und Liebende. Zürich, Ernst Scheidegger 1973. Mit neun blattgroßen Radierungen. Zweifach gefaltete Bogen lose in Originalumschlag. Zusammen in Halbpergamentkassette mit Rückenvergoldung.

Erste Ausgabe. – Eins von 96 Exemplaren (Gesamtauflage 105), zudem einige Künstlerexemplare. Hier mit einer erotischen Bleistiftzeichnung und Widmung des Künstlers auf dem Titelblatt. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – »Diese bibliophile Ausgabe enthält: 18 unveröffentlichte handgeschriebene Gedichte in Faksimile, 9 Original-Kaltnadelradierungen auf einem lithographierten Untergrund und 22 handlithographierte Vignetten« (Druckvermerk). – Text und Radierungen wurden auf insgesamt elf zweifach gefalteten Bogen auf der Handpresse im Atelier St-Prex abgezogen. Das Papier wurde eigens für diese Edition in Japan hergestellt.

35,0 : 33,0 cm. 11 Blätter.

Tiessen IV, 79

603  Hans Erni. Gedanken und Gedichte.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 360

Frauenfeld, Huber [1982]. Mit Illustrationen von Hans Erni. Originalhalblederband mit Oleographiepapierbezügen und silbergeprägtem Rückentitel (signiert: R. Meuter, Ascona).

Edition Scheidegger. – Auf dem Vortitelblatt eine eigenhändige signierte Zeichnung von Hans Erni. – Der Schweizer Maler und Graphiker (1909–2015) gestaltete Briefmarken, Banknoten und Medaillen, illustrierte Sachbücher, literarische Werke und Enzyklopädien. Er schuf unzählige Plakate und große Wandbilder, unter anderem für das IOC, die UNO und Unesco.

20,0 : 13,0 cm. 159, [1] Seiten.

604  Max Ernst und Paul Eluard. Les malheurs des immortels.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausrufpreis/Starting bid: € 300

Übertragen aus dem Französischen durch Ulrich Serbser. Köln, Galerie Der Spiegel [1960]. Mit 21 Zinkätzungen nach Collagen von Max Ernst. Originalumschlag mit collagierter Zinkätzung. – Widmungsexemplar.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 335). – Nach der Typographie von Joseph Fassbender gesetzt aus der Mageren Memphis und als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Widmung »Herrn Dr. Gercken, alaaf! Max Ernst« verweist auf die Abstammung des Künstlers: 1922, im Alter von 31 Jahren verließ Max Ernst Köln, wo er 1919 mit Hans Arp und Johannes Theodor Baargeld die Kölner Dada-Gruppe gegründet hatte, und lebte fortan in Paris, später in den USA.

32,7 : 21,5 cm. [52] Seiten. – Oberrand des Vorderdeckels und der Rücken etwas verblasst.

Spindler 153.9. – Vgl. Spies Collagen 138-145 und 147-159

605  Max Ernst – René Char. Dente prompte.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Ausrufpreis/Starting bid: € 800

Poème. Paris, Galerie Lucie Weill 1969. Mit elf farbigen Lithographien nach Collagen von Max Ernst, davon eine auf dem Umschlag. Lose Doppelbogen in Originalumschlag und -kassette.

Eins von 240 Exemplaren (Gesamtauflage 290). – Von Autor und Künstler signiert. – Auf Velin d’Arches. – Die zehn Gedichte von René Char erschienen erstmals 1938 in »Dehors la nuit est gouvernée« unter dem Titel »Versions«.

49,0 : 41,0 cm. [58] Seiten. – Kassette mit Gebrauchsspuren, Ränder berieben. – Umschlaglithographie gebräunt. Lithographien durchschlagend und teilweise mit Abklatsch auf der gegenüberliegenden Seite.

Spies/Leppien A 19c

606  Max Ernst – Lewis Carrolls Wunderhorn.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausrufpreis/Starting bid: € 300

Auswahl der Texte von Max Ernst und Werner Spies. Original-Lithographien von Max Ernst. Stuttgart, manus presse 1970. Mit 36 meist blattgroßen Farblithographien. Blaugrüner Originalseidenband mit Deckelillustration.

Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren. – Auf Vélin d’Arches. – »Lewis Carroll und Max Ernst entsprechen sich in der Art und Weise, wie sie den Betrachter hinter den Spiegel führen.« (Werner Spies im Nachwort). – Tadellos.

33,5 : 25,0 cm. 78, [2] Seiten.

Spindler 161.12. – Spies/Leppien 135 E. – Brusberg/Völker 146. –

607  Max Ernst – Georges Ribemont-Dessaignes. Die Ballade vom Soldaten.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 550

34 Original-Lithographien von Max Ernst. Stuttgart, Manus Presse 1972. Mit 34 Farblithographien, davon 25 blattgroß, und zwei lithographierten Vignetten. Lose Doppelblätter in illustriertem Originalumschlag und hellblauer -leinenchemise und -schuber (H. Wennberg, Leonberg).

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 199 Exemplaren der deutschen Ausgabe (Gesamtauflage je 217 in deutscher, englischer und französischer Sprache sowie einmalig 98 Suitenausgaben). – Im Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – Auf Velin d’Arches. – Druck der Lithographien auf den Pressen von Pierre Chave. – Eines der letzten von Max Ernst geschaffenen Malerbücher mit den eindrucksvollen Farblithographien. – Druckfrisches Exemplar.

40,0 : 30,0 cm. 95, [9] Seiten.

Spindler 161.15. – Vgl. Spies/Leppien 218, Brusberg 176 und Lang, Surrealismus 45 (alle die französische Ausgabe)

608  Max Ernst – Kleist · Brentano · Arnim. Caspar David Friedrich. Seelandschaft mit Kapuziner. Paysage marin avec un Capucin.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 450

Illustriert und ins Französische übertragen von Max Ernst. Zürich, Hans Bolliger 1972. Mit zwei signierten zweifarbigen Lithographien und sechs Illustrationen nach Collagen, alle ganzseitig. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und -schuber. – Widmungsexemplar des Verlegers.

Eins von 30 römisch nummerierten Exemplaren »h.c.« mit Widmung von Annemarie und Hans Bolliger, wie die 77 Vorzugsexemplare mit zwei signierten Lithographien, gedruckt in zwei Farbstellungen (Blau-Schwarz und Grau-Schwarz) (Gesamtauflage 607 Exemplare). – Auf Velin von BFK Rives. – Der Text von Arnim und Brentano entstand unter dem Eindruck des Gemäldes von Caspar David Friedrich. Heinrich von Kleist überarbeitete die erste Fassung stark und veröffentlichte den Text in den von ihm herausgegebenen »Berliner Abendblättern«. – Max Ernst übertrug die Texte erstmals in Französische und illustrierte das Werk mit sechs Collagen. – Nachwort von Werner Spies. – Tadellos erhalten.

33,7 : 26,0 cm. 33, [3] Seiten.

Spies/Leppien 219 I und II C. – Brusberg/Völker 174

609  Max Ernst – Jean Giraudoux. Judith.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 450

Tragödie in drei Akten. Lithographien von Max Ernst und Dorothea Tanning. Stuttgart, manus presse 1972. Mit je sechs ganzseitigen farbigen Lithographien beider Künstler. Lose Doppelbogen in Originalleinenchemise und -schuber (H. Wennberg, Leonberg).

Eins von 500 Exemplaren. – Im Druckvermerk von beiden Künstlern signiert. – Übersetzung von Hans Feist und Otto F. Best. – Die Lithographien von Max Ernst entstanden nach Bühnenbildentwürfen, die von Dorothea Tanning nach Kostümentwürfen zu »Judith«.

41,6 : 29,7 cm. 49, [3] Seiten.

Spies/Leppien A 28 C. – Spindler 161,14

610  Peter Schamoni. Max Ernst. Maximiliana.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Ausrufpreis/Starting bid: € 500

Die widerrechtliche Ausübung der Astronomie. L’exercice illégal de l’astronomie. The illegal practice of astronomy. Hommoge [sic!] à Dorothea Tanning. München, Bruckmann 1975. Mit einer signierten und nummerierten Farblithographie von Max Ernst und zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit silbergeprägtem Titel. Im Schuber.

Eins von 69 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Daneben 33 Künstlerexemplare. – Die grüne Fondfarbe wurde bei der Herstellung der Lithographie mit gedruckt. – Die Begleittexte in Französisch und Deutsch.

24 : 23 cm. [1], 89 Seiten, 1 Lithographie.

Nicht mehr bei Spies/Leppien

611  Expressionismus – Der Bildermann.

Schätzpreis/Estimate: € 2000

Zuschlag/Hammerprice: € 1400

[ab Nummer 3:] Steinzeichnungen für das deutsche Volk. Herausgegeben von Paul Cassirer. Erster Jahrgang, No. 1 [bis] 18 [alles]. Berlin, Paul Cassirer 1916/1922. Mit zahlreichen meist blattgroßen Lithographien. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel.

Vollständige Folge dieser »berühmten graphischen Zeitschrift« (Paul Raabe), mit allen 18 Beilagen, eines der wenigen Exemplare in Halbpergament. – Auf Velin. – Die Halbmonatsschrift, die in Nachfolge der »Kriegszeit« erschien, stand dem Expressionismus näher als die Vorgängerin. – In den 18 Heften und Beilagen finden sich insgesamt 85 meist blattgroße Lithographien von Ernst Barlach, Oskar Kokoschka, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Max Liebermann, Max Slevogt (der auch die Titelvignette entwarf), Heinrich Zille und Käthe Kollwitz sowie Rudolf Großmann, August Gaul, Ottomar Starke, Willi Jaeckel und Walther Klemm. Die Texte, meist Originalbeiträge stammen von Stefan Zweig, Robert Walser u. a. – Jede Nummer bestand aus einem Doppelblatt und einem Beilageblatt, letztere sind hier am Ende eingebunden. – Mit dem Vortitel und dem Zwischentitel »Lieder des Bildermann« vor den Beilagen. – »›Der Bildermann‹ will weite Kreise mit der Kunst in unmittelbare Fühlung bringen« (Paul Cassirer, 1916 im Börsenblatt, zitiert nach F./B.). – 1922 zeigte Cassirer die hier vorliegende Ausgabe an: »Den kleinen Rest dieser im Jahre 1916 erschienenen graphischen Zeitschrift habe ich in einen Halbpergamentband binden lassen.«.

36,5 : 28,5 cm. [112] Seiten. – Tadellos schönes Exemplar.

Söhn, HDOG 106. – Feilchenfeldt/Brandis Z 4.X. – Raabe, Zeitschriften 27. – Barlach (8): Schult 75–82. – Kirchner (3): Dube L 315C, 328C, 308. – Kokoschka (7): Wingler/Welz 78–84. – Slevogt (12 und 18): Söhn 23 c und 24–35. – Erich Heckel (4, Dube L 241 III B, 229 II, 242 II B). – Otto Mueller (1): Karsch 66. – Zille (7): Rosenbach 48 b, 49–54

612  Der Ziegelbrenner.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 1600

Herausgabe, Schriftleitung und Inhalt: Ret Marut. 1. [bis] 4. Jahr, Heft 1 [bis] 26/34. München, Ziegelbrenner 1917–1920. Zwölf rote Originalbroschuren.

Abgesehen vom abschließenden Heft 35/40 vollständige und sehr gut erhaltene Folge dieser seltenen, »denkwürdigen und einmaligen Zeitschrift« in den Original-Umschlägen. – »Der ›Ziegelbrenner‹ schlug wie eine Bombe in die Gehege der durch die Weltkriegszensur zahm und willig gewordenen Presse ein. Ret Marut setzte sich mit bis dahin für unmöglich geglaubter Kühnheit über alle Zensurvorschriften hinweg. Er wurde der demokratische Wolf in der Schafherde der Kriegspresse, der mutige Agent der Menschenrechte inmitten einer zitternden Schar von Kriegsanleihen-Propagandisten« (G. Ohly in der Faksimile-Ausgabe). – Heft 9–14: »Zensur. Alle Aufsätze, Besprechungen und Komödien, die während des Krieges dem Ziegelbrenner von der Zensur gestrichen wurden«. – Etwa zwei Jahrzehnte nach dem ersten Heft der »Fackel« von Karl Kraus wählte Ret Marut nicht von ungefähr dieselbe programmatische Umschlagfarbe. – Zunächst vierteljährlich erschienen, folgten bald zusammengefasste Mehrfachnummern: Heftfolge: 1, 2, 3, 4, 5–8, 9–14, 15, 16/17, 18/19, 20–22, 23–25, 26–34. – Dazu: Dublette von Heft 3.

21,0 : 11,8 cm. – Vorderumschlag von Heft 1 und einige Umschlagränder leicht gebräunt, ebenso papierbedingt die Seitenränder einzelner Hefte.

Dietzel/Hügel 3310

613  Musikblätter des Anbruch. – [ab 1929:] Anbruch.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

[Untertitel ab 1928:] Monatsblätter für moderne Musik. VIII. [bis] XII. Jahrgang. Wien, Universal Edition 1926–1930. Mit Musiknoten, Abbildungen nach Fotografien und einigen Illustrationen. Fünf Halbleinenbände mit vergoldeten Rückentiteln.

Vollständige Teilfolge der mittleren Jahrgänge. – Die Zeitschrift wurde 1919 als Seitenstück der expressionistischen literarischen Zeitung »Der Anbruch« von deren Herausgeber gegründet und erschien bis 1937. Ab dem 3. Jahrgang übernahm Paul Stefan die Schriftleitung. »Der ›Anbruch‹ ist […] eine der wichtigsten Quellen zur Erkenntnis der Entwicklung der Neuen Musik in der Zeit zwischen den Kriegen […] die einzige deutsche Zeitschrift, in der rückhaltlos für die Musik der Wiener Schule eingetreten werden konnte. [… 1938 erhielt die Zeitschrift …] die unter der maßgeblichen Mitarbeit von Theodor W. Adorno auch ein außerordentliches intellektuelles Niveau erreicht hatte, auf der […] Ausstellung ›Entartete Kunst‹ einen bevorzugten Platz […]«. Nach dem Anschluss Österreichs wurde die Zeitschrift eingestellt. – Mit Beiträgen von Theodor Adorno (16, u. a. zu Gustav Mahler und zu Tonaufzeichnungsgeräten), Max Brod (Erinnerung an Leos Janacek), Ernst Krenek, Arnold Schönberg, Kurt Weill (»Zum Jazz«), Statistiken, Notenbeispielen, internationalen Kritiken von Adolf Wiessmann, Boris Assafieff u. v. a. – Die ersten drei Bände u. a. mit den Themenheften »Tanz in dieser Zeit« (u. a. Wigman, Palucca, Duncan), »Musik und Maschine« (u. a. Laszlo Moholy-Nagy »Musico-mechanico, mechanico-optico«), »Oper« (mit sechs Illustrationen von Carry Hauser), »Das Klavierbuch« und »Gesang«. – Mit zahlreichen überaus spannenden Anzeigen zu Musikliteratur, Tanzschulen, Aufführungen u. v. m. – Jeder Jahrgang umfasst zehn Ausgaben, teils als Doppelhefte erschienen, jeder Jahrgang mit Register. – Gut erhalten.

22,8 : 14,9 cm. Zusammen etwa 2000 Seiten. – Exlibrisstempel.

Dietzel/Hügel 2061. – Raabe, Zeitschriften 37 Anmerkungen

614  Morgenrot.

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 80

Jahrgang I, Nr. 1. Kiel 1922. Mit drei blattgroßen Linolschnitten und vier Linolschnittvignetten von Albert Nuernberger. Gefalzter Druckbogen.

Sehr seltene Hauszeitschrift der Vereinigung der Schüler der Kunstgewerbeschule Kiel, die 1907 gegründet worden war. – Kein Nachweis im KVK, auch über Albert Nürnberger konnten wir keine biographischen Daten ermitteln. – Unter dem Einleitungstext die programmatische Vignette »Hört uns«, auf der letzten Seite »Dennoch«. – Gedruckt bei Chr. Haase & Co, Kiel.

25,0 : 17,0 cm. 8 Seiten. – Stockfleckig.

615  Esteban Fekete – Zwei von ihm originalgraphisch illustrierte Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 380

1971 und 1984. Mit zusammen elf Farbholzschnitten. Originalleinenbände mit montierter Deckelillustration.

I. Anton Tschechow. Rothschilds Geige. Erzählung. Offenbach am Main, Edition Volker Huber 1971. Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 160). – II. Ursula Paschke. For Sale oder die Reise nach Bundoran mit acht Farbholzschnitten. Mülheim/Ruhr, Edition Anonyma 1984. Esteban Fekete zum 60. Geburtstag. Eins von 140 Exemplaren (Gesamtauflage 190). – Die Holzschnitte wurden von den Originalstöcken auf der Handpresse gedruckt. – Beigabe: Esteban Fekete. Werkverzeichnis der Druckgraphik, Band I und II.

I. 34,4 : 22,5 cm. 20, [6] Seiten. Rücken mit ganz schwacher Schmutzspur. – II. 33,2 : 30,9 cm. [56] Seiten.

Paschke 309–311 und 448–455

616  Ian Fleming. The Spy who loved me.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 270

With Vivienne Michel. London, Jonathan Cape 1962. Mit einer doppelseitigen Illustration. Dunkelbrauner Originalpappband mit Leinenstrukturprägung, silbergeprägtem Rückentitel und Deckelvignette in Blind- und Silberprägung. Mit dem farbigen Originalschutzumschlag nach Richard Chopping.

Erster Druck der ersten Ausgabe. – Flemings neunter James Bond-Roman wird aus der Sicht der jungen Kanadierin Vivienne “Viv” Michel erzählt. – Nahezu makelloses Exemplar.

19,4 : 13,0 cm. 221, [3] Seiten. – Schnitt etwas angestaubt.

617  Ian Fleming. You only live twice.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 270

London, Jonathan Cape 1964. Dunkelbrauner Originalpappband mit Leinenstrukturprägung, silbergeprägtem Rückentitel und japanischer Schriftzeile in Goldprägung auf dem Vorderdeckel. Mit dem farbigen Originalschutzumschlag nach Richard Chopping.

Erster Druck der ersten Ausgabe. – Der elfte Bond-Roman, verfilmt 1967 mit Sean Connery und Mie Hama als Bond-Girl Kissy Suzuki. – Tadelloses Exemplar.

19,4 : 13,0 cm. 255, [1] Seiten.

618  Paul Fort. Eigenhändiges Manuskript »Les enchanteurs.

Schätzpreis/Estimate: € 1000 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 670 ( R7 )

Médée. Merlin. Bulbul. Les Rois Mages. = Suivis des ›Heures de guerre‹. 1918.« 251 Blätter. Grüner Maroquinband der Zeit auf fünf Bünden, Rückentitel, Stehkantenfileten und breite Innenkantenbordüren vergoldet. Im Schuber.

Paul Fort (1872-1960) zählt neben Paul Verlaine und Stéphane Mallarmé zu den bedeutendsten französischen Dichter des Symbolismus. Seine Gedichte wurden u. a. von Arthur Honegger (1916), Jean Absil (1935), Henri Dutilleux (1938) und später Georges Brassens vertont. – Die vorliegende Reinschrift umfasst 251 in dünne Büttenpassepartouts montierte Blätter und war wohl ein Geschenk des Dichters an den Dramatiker, Übersetzer und Kritiker Léon Guillot de Saix (1885–1964). Auf das ersten Vorblatt montiert findet sich seine eigenhändige Dedikation, auf den Folgeblättern eine eigenhändige Briefkarte von Guillot de Saix an Paul Fort, ein eigenhändiger Brief des Dramatikers André de Lorde (1871–1942) und ein Verlagsprospekt mit der Einladung zur Subskription. – Dazu: Paul Fort. Les enchanteurs. Paris, Mercure de France 1919. Halbpergament der Zeit mit Rückenschild, Kopfgoldschnitt, Originalumschlag eingebunden. Erste Ausgabe. Eins von 123 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf »Papier de Hollande«. Mit eigenhändiger Widmung für den großen Bibliophilen und »Censeur de la Banque de France« Charles Freund-Deschamps.

35,5 : 26,5 cm. [4, 1], 250 Blätter. – Exlibris Vicomte Clair.

619  Sepp Frank – Johann Wolfgang von Goethe. Balladen.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Mit 34 Radierungen von Sepp Frank. Berlin, Paul Graupe 1919. Mit 14 ganzseitigen und 20 Textradierungen und Vignetten sowie Vorsatzpapieren mit Radierungen. Originalhalbpergamentband mit vergoldeter Deckelvignette.

Eins von 80 Exemplaren auf Kaiserlich Maschinen-Japan (Gesamtauflage 117). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Druck bei Otto von Holten, Berlin, und Heinrich Wetteroth, München. – Julius Schröder begründete mit diesem Band die Reihe »Meisterwerke der Weltliteratur mit Original-Graphik«, die ab Band III im eigenen Verlag am Tegernsee erschienen. – Die meisten seiner Editionen enthielten Radierungen von Sepp Frank, der wegen seines düsteren und geheimnisvollen Stils zu den markantesten Buchillustratoren der 1920er Jahre zählt (und dennoch nicht bei Sennewald verzeichnet ist). – Schönes Exemplar.

32,7 : 25,8 cm. 102, [6] Seiten. – Einband leicht stockfleckig. Untere Ecken leicht gestaucht.

Rodenberg 432, 1

620  Max Frisch. Jürg Reinhart.

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 80

Eine sommerliche Schicksalsfahrt. Roman. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt 1934. Ziegelroter Originalleinenband mit Verzierungen in Schwarz und Gold.

Erste Ausgabe des Erstlingswerks.

19,5 : 12,3 cm. 242, [2] Seiten. – Rücken etwas verblasst.

621  Fritz Fröhlich. Shakespeare: Macbeth. 10 Illustrationen.

Schätzpreis/Estimate: € 750 ( R19 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 500 ( R19 )

Zehn Zeichnungen (Tusche bzw. Kohle). Um 1940/45. Ca. 12 : 18 cm. Monogrammiert, betitelt und nummeriert.

Unpublizierte Folge des österreichischen Malers und Graphikers Fritz Fröhlich (1910–2001), der seit 1948 an den Ausstellungen der von Alfred Kubin wiedergegründeten Innviertler Künstlergilde beteiligt war. Nach seinem Studium an der Wiener Akademie begann er 1937 als freischaffender Künstler zu arbeiten. 1938 vernichtete ein Atelierbrand sein Frühwerk fast vollständig. In den späteren Nachkriegsjahren wandte sich Fröhlich einem gegenständlichen Kubismus zu. – Die zehn Zeichnungen auf Transparent bzw. verschiedenen Büttenpapieren sind jeweils in ein Passepartout montiert. Am Unterrand sind sämtliche Blätter mit einer Bildnummer »2b/1[–]10« und einem Titel mit Verweis auf die Szene im Stück versehen. Nach dem kalligraphierten Inhaltsverzeichnis illustrieren die Zeichnungen die Hexenszene, Lady Macbeth und den König nach der Tat, die drei Erscheinungen, Lady Macbeth schlafwandelnd und das aufgespießte Haupt Macbeths. – Alle zehn Passepartouts und das Textblatt in einer einfachen Pappumschlagmappe mit Tuschfederdeckelvignette.

622  Hans Fronius – Georg Trakl. Helian.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 260

Mit fünf Original-Lithographien von Hans Fronius. Frankfurt am Main [1963]. Mit fünf montierten blattgroßen Lithographien, alle signiert. Originalpappband mit montiertem Deckel- und Rückenschild (Willy Pingel, Heidelberg).

Fünfter Ars librorum Druck. – Exemplar 58 von 99 Exemplaren. – »Helian«, wohl eine Anspielung auf Verlaines »armen Lelian« »… ist mir das Teuerste und Schmerzlichste, was ich je geschrieben« (Trakl 1913). – »Der deutschsprachigen Dichtung hatte eine ihrer größten Sternstunden geschlagen« (Otto Basil, Georg Trakl. 1965, S. 127).

51,5 : 37,0 cm. 12, [4] Seiten.

Rethi L 146–151. – Spindler 40.25

623  Hans Fronius. Ein Landarzt.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Fünf Lithographien zu der Erzählung von Franz Kafka. Hildesheim, Schrift und Bild 1966. Fünf signierte Lithographien. Mit fünf Textblättern lose in Originalhalbleinenmappe.

Eins von 100 Exemplaren, ferner 15 Künstlerexemplare. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Die Lithographien tragen die Titel »Der Aufbruch«, »Rosa und der Knecht«, »Die Wunde«, »Das Gespräch« und »Die Heimfahrt«. – Mit dem vollständigen Text der Erzählung und einem Vorwort von Hans A. Halbey. – Tadellos erhalten.

58,0 : 42,8 cm (Mappe).

Rethi 186–190 und Publikationen 55

624  Ernst Fuhrmann. Der Geächtete.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Roman. Friedrichssegen/Lahn, Folkwang-Auriga 1931. Originalpappband. – Mit Besitzvermerk von Raoul Hausmann.

Erste Ausgabe, die seltene Originalausgabe. – Ernst Fuhrmann war als Verwalter für den geschlossenen Verkauf des Nachlasses von Karl Osthaus an das Essener Museum verantwortlich. – Von Hausmann auf dem Titelblatt mit Bleistift signiert und datiert »Juli 1931«. Raoul Hausmann bedankte sich am 31.7.1931 in einem Brief an Fuhrmann: »selbstverständlich behalte ich das mir übersandte Buch ›Der Geächtete‹. Es ist, wie jedes Ihrer Bücher, bedeutend und bedeutungsvoll. Nur hätte ich es nie einen Roman genannt, wenn es auch kein Roman ist. Dieser bio-morphologische Ablauf kann nicht mehr mit Begriffen gedeckt werden, die schliesslich aus der Unterhaltungsliteratur stammen.« (nach der Durchschrift des Briefes im Besitz der Berlinischen Galerie, Kopie liegt bei).

23,3 : 15,8 cm. [4], 182, [4] Seiten. – Einband minimal fleckig, innen makellos.

625  Paul Gauguin. Noa Noa.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 750

Voyage de Tahiti. [Faksimile des Manuskripts]. Herausgegeben von Julius Meier-Graefe. München, R. Piper 1926. Mit zahlreichen, meist montierten farbigen Abbildungen nach Aquarellen, Holzschnitten und Fotografien. Originalraffiabasteinband mit Deckel- und Rückentitel.

45. Druck der Marées-Gesellschaft. – Eins von 320 Exemplaren im Strohbasteinband (Gesamtauflage 400). – Bereits in den Jahren 1897 und 1901, während Gauguins zweitem Tahiti-Aufenthalt, veröffentlichte Charles Morice, der an der Entstehung des Werkes beteiligt war, erste Teile. »Meanwhile, Gauguin recopied and amplified his manuscript, adding watercolors, woodcuts, and an occasional photograph. The latter manuscript, now in the Louvre, is the basis for this facsimile« (Eleanor M. Garvey). Die Druckqualität dieser Edition mit ihren prachtvollen und farblich fein differenzierten Reproduktionen und der durch Einklebung der Bilder entstandenen Authentizität, blieb unübertroffen. – Der Editionsvermerk im Innendeckel eingeklebt. – Beigabe: Dasselbe. Stockholm 1947. Originalhalbleinenband mit illustriertem -schutzumschlag.

31,8 : 24,2 cm. [4], 204 [recte 210] Seiten. – Der Einband unten durch Feuchtigkeit leicht verzogen, minimal fleckig und der Bast am Rücken etwas verschlissen und angeplatzt.

Garvey 115 (mit ganzseitiger Abbildung). – Monod 5158. – Skira 129. – Dokumentations-Bibliothek II, 586 (irrtümlich als 6. Druck der Marées-Gesellschaft bezeichnet)

626  Stefan George. Pilgerfahrten.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 2600

Wien 1891. Moderne graue Büttenbroschur mit schwarzgeprägtem Rückentitel und Schuber.

Erste Ausgabe des zweiten Gedichtbandes von Stefan George. – Eins von 100 Exemplaren. – Für den Verfasser gedruckt bei Vaillant-Carmanne in Lüttich. – Auf hell rötlichem Bütten. – Der transparente und mit dem Titel bedruckte Originalvorderumschlag beigebunden. – Ein Jahr nach Erscheinen des Bandes lernten sich George und Hofmannsthal in Wien kennen. Ihm widmete George die 1898 erschienene zweite Ausgabe »im Gedenken an die Tage schöner Begeisterung«. – Respektvoll nachgebundenes, schönes Exemplar.

20,2 : 15,0 cm. [4], 44, [4] Seiten.

Landmann 6

627  Stefan George – Jean Paul. Ein Stundenbuch für seine Verehrer.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 380

Deutsche Dichtung, herausgegeben und eingeleitet von Stefan George und Karl Wolfskehl. Berlin, Blätter für die Kunst 1900. Mit Buchschmuck von Melchior Lechter. Originalbroschur. – Widmungsexemplar von Friedrich Gundolf.

Erste Ausgabe. – Eins von 400 Exemplaren auf Bütten. – Gedruckt in Rot, Blau und Schwarz bei Otto von Holten, mit dem frühen und feinlinigen Buchschmuck von Melchior Lechter. – In der Reihe »Deutsche Dichtung« erschienen noch »Goethe« und »Das Jahrhundert Goethes« (siehe die folgende KatNr.), 1910 dann alle drei in öffentlicher Ausgabe und mit Bandnummerierung. – Mit eigenhändiger Widmung des Germanisten und George-Vertrauten Friedrich Gundolf für den Kunsthistoriker Rudolf F. Burckhardt »als freundschaftliches Andenken Berlin Juni 1901«. »Ruedi« Burckhardt war mit Gundolf in Berlin befreundet und wurde später Konservator des Historischen Museums in Basel. Innendeckel mit seinem Exlibris.

20,3 : 15,0 cm. 97, [7] Seiten. – Rücken gebräunt und mit Fehlstellen, Vorderumschlag lose. – Unbeschnitten, Ränder leicht gebräunt. Vorblätter mit eingeklebtem Gundolf-Porträt und längeren Anmerkungen Burckhardts zum »Edeljuden Gundelfinger … Er war der Liebling von Stefan George« und über Jean Paul.

Landmann 141. – Raub A 31

628  Stefan George – Das Jahrhundert Goethes.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 250

Deutsche Dichtung, herausgegeben und eingeleitet von Stefan George und Karl Wolfskehl. Berlin, Blätter für die Kunst 1902. Mit einem Doppeltitel und Buchschmuck von Melchior Lechter. Pergamentband mit Rückenschild. Rückenfileten und Kopfschnitt vergoldet (Micarelli & Nalli, Rom). Der Originalumschlag mit der goldenen Deckelvignette wurde eingebunden.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 303). – In der Reihe »Deutsche Dichtung« erschienen noch »Jean Paul« (siehe die vorherige KatNr.) und »Goethe«, 1910 dann alle drei in öffentlicher Ausgabe und mit Bandnummerierung. – Druck in Blau und Schwarz bei Otto von Holten, Berlin. – »Der name Goethe beherrscht ein ganzes dichterisches jahrhundert […] es wird offenbar, dass der garten der deutschen verskunst nach dieser lichtung sich nicht ärmer sondern in umso deutlicherer Pracht erweist« (Einleitung). – Mit Dichtungen von Klopstock, Schiller, Hölderlin, Novalis, Brentano, Eichendorff, Platen, Heine, Lenau, Hebbel, Mörike und Conrad Ferdinand Meyer, »verfasser, deren ton ihnen so eignet, dass er keines andren sein könnte«. – Schönes Exemplar.

20,3 : 14,7 cm. 181, [3] Seiten.

Landmann 186. – Raub A 42

629  Stefan George – Zeitgenössische Dichter.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 2600

Übertragen von Stefan George. Erster [und] Zweiter Band. Berlin, Bondi 1905. Originalpergamentbände mit goldgeprägten Rücken- und Deckeltiteln und -signet. Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe der George-Übertragungen. – Exemplar 6 von sechs der Vorzugsausgabe auf Japanpapier und in Pergamenteinbänden. – Gedruckt in der Stefan George-Schrift von Otto von Holten, Berlin. – Die gesamte Buchgestaltung (Einbände, Titelblätter und Zierzeichen) lag in den Händen von Melchior Lechter, den George seit 1897 als Buchkünstler verpflichtet bzw. gewonnen hatte. – Mit Dichtungen von Rossetti, Swinburne, Dowson, Jacobsen, Kloos Verwey, Verhaeren, Verlaine, Mallarmé, Rimbaud, de Regnier, d’Annunzio und dem polnischen Symbolisten Rolicz. – Tadellos erhalten und sehr selten.

20,5 : 15,3 cm. 110, [8]; 113, [7] Seiten.

Landmann 237. – Raub A 53

630  Yvan Goll. Multiple femme.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 1100

Poèmes. Paris, Collection Caractères 1956. Mit acht blattgroßen Holzschnitten von Hans Arp. Farbig illustrierte Originalbroschur. – Widmungsexemplar von Claire Goll.

Erste Ausgabe, eins von nur wenigen Exemplaren. Die im Druckvermerk angegebene Auflage von 50 Exemplaren wurde nach Aussage von Claire Goll nicht ausgedruckt, da der Verleger bankrott ging (vgl. Arntz). – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung von Claire Goll, der Witwe des Dichters, für die belgische Romanistin »Emilie Noulet et à son grand poète«. Emilie Noulet war seit 1937 mit dem katalanischen Dichter Josep Carner verheiratet. – Die zahlreichen Bleistiftanmerkungen stammen wohl von Emilie Noulet. – Beilage: Maschinengeschriebener Brief von Claire Goll mit eigenhändiger Unterschrift. Rundschreiben an die Mitglieder der »Societe des Amis d’Yvan Goll«. Mit Originalumschlag, adressiert an »Emilie Noulet de Carner«.

19,0 : 14,3 cm. [2], 38, [4] Seiten. – Umschlagrücken leicht gebräunt, Vorderdeckel mit leichten Radierspuren.

Rabbe/Hannich-Bode 86.47. – Hagenbach B 176. – Arntz 206–213. – Monod 5565 (verwirrend ungenau)

631  Eugen Gomringer [und] Heinz-Günter Prager. Identitäten.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 260

Köln, Constantin Post 1981. Mit 81 ganzseitigen Zinkographien von Heinz-Günter Prager. Weißer Originallederband mit Blindprägung und bedrucktem Pergaminumschlag, im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 13 Exemplaren der Vorzugsausgabe im Ledereinband. – Von Verfasser und Künstler im Druckvermerk signiert. – Heinz-Günter Prager übernahm auch die Gesamtgestaltung des Buches. Die Dichtungen Gomringers jeweils auf der rechten Seite, links die Graphiken.

27,5 : 27,5 cm. [168] Seiten. – Umschlag und das weiße Leder mininal verfärbt.

632  Konkrete Poesie. Poesia concreta.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 2700

Herausgeber Eugen Gomringer. [Hefte] 1–11 [alles Erschienene]. Frauenfeld, Eugen Gomringer Press 1960–1964. Elf rote Originalbroschuren.

Selten so vollständig. – Von einem der wichtigsten Vertreter der konkreten Poesie herausgegebene Reihe mit folgenden Einzeltiteln:1. Eugen Gomringer. 5 mal 1 konstellation. – 2. Helmut Heissenbüttel. texte ohne komma. – 3. Ideogramme, idéogrammes ideograms ideogramas. – 4. Gerhard Rühm. konstellationen. – 5. Claus Bremer. tabellen und variationen. – 6. Carlo Belloli. texte poème poème texte. – 7. Ferreira Gullar. livro-poema. – 8. Ernst Jandl. klare gerührt. – 9. Edwin Morgan. starryveldt. – 10. Friedrich Achleitner. schwer schwarz. – 11. Claus Bremer. ideogramme. – Aus Gomringers Heft 1 widmen wir allen ungerufenen Zensor|inn|en folgende Passage: »baum mann hund berg wolke | frau land haus«.

20,8 : 14,8 cm. Je etwa 32 Seiten. – Rückenfalze verblasst. – Ränder papierbedingt etwas gebräunt, insgesamt aber sehr gut erhalten.

Archiv Sohm 233

633  Luchterhands Loseblatt Lyrik.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Lieferung 1 [bis] 26. Herausgegeben von Elisabeth Borchers, Günter Grass und Klaus Roehler. Neuwied und Berlin, Luchterhand 1966–1970. 182 lose, teils rein typographisch gestaltete, teils farbig illustrierte Blätter in 26 Originalumschlägen.

Vollständige Folge der berühmten Lyrik-Anthologie der 1968er. – Alle zwei Monate erschien eine Lieferung, bestehend aus sieben schmalformatigen Einblattdrucken in einem Umschlag. – Gedruckt wurden jeweils 3000 Exemplare, die Zahl der Abonnenten schwankte, einzelne Hefte waren schon nach kürzester Zeit vergriffen. – Die Reihe wurde 1970 wohl vorwiegend wegen finanzieller Verluste eingestellt, jedoch erschreckte die Herausgeber wohl auch der Umfang: »Insofern geht Luchterhands Loseblatt Lyrik an Übergewicht zugrunde.« (Schlusswort der Herausgeber). – Mit Gedichten von Ilse Aichinger, Wolf Biermann, Ernesto Cardenal, Günter Eich, Adolf Endler, Günter Grass (eins signiert), Sarah Kirsch, Günter Kunert, Christoph Meckel, Christa Reinig, Gabriele Wohmann u. v. a. und Illustrationen von Uwe Bremer, Günter Bruno Fuchs, Natascha Ungeheuer, Arno Waldschmidt u. a. – Mit den Inhaltsverzeichnissen zu Lieferung 1–14 und 1–26. – 2 Beigaben.

50,0 : 18,3 cm. 182 Blätter, 26 Umschläge.

634  Festbündel zum 60. Geburtstag des Buchhändlers Wendelin Niedlich.

Schätzpreis/Estimate: € 450 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 340

Zusammengetragen aus Grußadressen, Gedichten, Radierungen und Lithographien, Fotografien, Postkarten, Collagen, Scherenschnitten, einer leeren Seite und sonstigen Äußerungen der 60 Künstler, Dichter und Literaten. Gifkendorf, Merlin 1987. 60 Blätter. Zusammen mit Textblatt lose in Originalhalbleinenmappe.

Eins von 60 Exemplaren der Vorzugsausgabe der selten gewordenen, von Horst Brandstätter herausgegebenen Festschrift mit signierten Beiträgen von H. C. Artmann, Uwe Bremer, Peter O. Chotjewitz, Reinhard Döhl, Helmut Eisendle, H. M. Enzensberger, Johannes Grützke, Helmut Heissenbüttel, Ernst Jandl, Janosch, Walter Jens, Wolfgang Koeppen, Friederike Mayröcker, F. Meckseper, Gerhard Rühm, Konrad Balder Schäuffelen, Albert Schindehütte, Dietrich Segebrecht, Johannes Vennekamp, Klaus Wagenbach, Arno Waldschmidt u.a. – 30 Exemplare kamen in den Handel, die restlichen 30 Exemplare wurden dem Geburtstagskind zur freien Verfügung gestellt (Gesamtauflage 1000). – Hans Magnus Enzensberger verweigerte das Signieren einer so große Anzahl Exemplare, beiliegend die Kopie eines Briefes mit seiner Unmutsbekundung. – Wendelin Niedlich (geboren 1927) »vereinte in seiner Buchhandlung das Interesse für die künstlerische Moderne und für linke Theorie. […] 1966 gründete er ein „Kritisches Jahrbuch“ und hing die Texte, die dort erschienen, in seinem Schaufenster aus. Er sprach vom „Schaufenster als kleinem Kampfmittel“, und so verwundert es nicht, dass er, kurzfristig, von der Polizei beobachtet wurde wegen des Verkaufs pornografischer Schriften und der Beschimpfung von Franz Josef Strauß: auch Anklageschriften, Urteile und Schmähschriften waren nun im Schaufenster zu lesen. […] Lange bevor man an städtisch unterstützte Dichterlesungen und Literaturhäuser dachte, veranstaltete er an den legendären Donnerstagabenden Lesungen mit Autoren, die seine Freunde waren […]« (Hannelore Schlaffer, Das Wunder von Stuttgart, Stuttgarter Zeitung, 30.8.2017).

25,5 : 19,5 cm. 60 Blätter.

635  Weilheimer Hefte zur Literatur.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 760

Heft 1 [bis] 59. Weilheim 1980–2005. Einige mit Illustrationen und Abbildungen. Originalbroschuren.

Vollständige Folge aller bis 2005 erschienenen Ausgaben. – Jeweils eins der nummerierten Vorzugsexemplare (Auflage 70–140 innerhalb der Auflage von 1800–2000). Diese Vorzugsexemplare wurden auf Bütten gedruckt vom jeweiligen Autor signiert (zwei Hefte waren ohne Signatur konzipiert). – Seit 1980 findet im Gymnasium der oberbayrischen Stadt Weilheim jährlich eine Autorenlesung statt. Ziel dieses Literaturprojekts ist »die Hinführung zur Gegenwartsliteratur und damit die Leseförderung der Schülerinnen und Schüler in einer Zeit, in der das Lesen von Büchern längst nicht mehr zu den selbstverständlichen Gepflogenheiten des Familienlebens oder des Erwachsenwerdens zählt, aber als die bedeutendste Kulturtechnik unbestritten bleibt« (Homepage des Gymnasiums). – Autoren: Ilse Aichinger, Hans Werner Richter, Wolfgang Hildesheimer, Peter Huchel, Reiner Kunze, Ernst Jandl, Walter Kempowski, Loriot, Hilde Spiel, Hans Mayer, Martin Walser, Adolf Muschg, Tangred Dorst, Golo Mann, Michael Ende, Siegfried Lenz, Guntram Vesper, Wolf Biermann, Hans Magnus Enzensberger, Thomas Hürlimann, Günter Grass, Lothar-Günther Buchheim, Günter de Bruyn, Sarah Kirsch, Wole Soyinka, Günter Kunert u. v. a.

Meist 20,8 : 12,8 cm, meist ca. 20-30 Seiten. – Sehr gut erhalten.

636  Günter Grass. Die »Danziger Trilogie«.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Die Blechtrommel. Roman. – Katz und Maus. Eine Novelle. – Hundejahre. Roman. – Berlin, Darmstadt und Neuwied am Rhein, Luchterhand 1959–1963. Originalleinenbände mit illustriertem Schutzumschlag.

Erste Ausgaben. – Durch die Erzählkunst von Günter Grass wurde Danzig zu einem Ort von weltliterarischem Rang. »Die große Danzig-Saga, als deren zweites, aber gewiß nicht letztes Stück ›Katz und Maus‹ sich darstellt, ist eine Suche nach dem verlorenen Raum. Unerreichbar und unerschöpflich, doch deutlich wie Vineta in der Flut, liegt Danzig auf dem Grund dieser Prosa da.« (Hans Magnus Enzensberger). – Dazu: Zwei Fotografien (Grass am Schreibpult und Grass beim Schreiben im Hof), aufgenommen wahrscheinlich Ende der 1950erJahre in Frankreich, als Grass von 1956 bis 1959 mit der Schweizer Tänzerin Anna Margareta Schwarz in Paris lebte.

20,5 : 14,0 cm. – Der erste Schutzumschlag leicht gebräunt, der zweite unten mit kleinem Einriss.

637  Günter Grass. Es war einmal ein Land.

Schätzpreis/Estimate: € 100

Ausrufpreis/Starting bid: € 67

Lyrik und Prosa · Schlagzeug und Perkussion. Texte zur Lesung von Günter Grass. Zwei Schallplatten mit ausgewählten Texten […] mit Perkussionsmusik von Günter ›Baby‹ Sommer. Göttingen, Steidl 1987. Mit neun Abbildungen nach Fotografien. Originalleinenband, zusammen mit zwei Schallplatten in der Originalleinen-Holz-Kassette mit montiertem Deckelbild.

Erste Ausgabe. – Die Aufnahmen mit Auszügen aus »Die Blechtrommel« und »Die Rättin« entstanden 1986.

638  Günter Grass. Die Blechtrommel.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Ausrufpreis/Starting bid: € 100

Roman. – Günter Grass liest »Die Blechtrommel.« 23 CDs. Göttingen, Steidl 1999. Originalleinenband mit Schutzumschlag, Originalkassette mit 23 CDs und Originalbroschur. Zusammen in illustrierter Originalkassette.

Eins von 2000 Sonderexemplaren. – Herausgegeben anlässlich des 40. Jubiläums der Erstausgabe. – Mit einem Essay von Jürgen Manthey. – Vollstände Lesung des Romans, gesprochen von Günter Grass. – Dazu: Günter Grass. Die Vorzüge der Windhühner. Gedichte. Mit drei Originallithographien und sieben Illustrationen von Johannes Grützke. Leipzig, Faber & Faber 1995. Illustrierter Originalleinenband. Die graphischen Bücher, Band 8.

27,0 : 21,5 cm (Kassette).

639  Günter Grass. Zeichnungen und Texte 1954–1977.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Herausgegeben von Anselm Dreher. Textauswahl und Nachwort von Sigrid Mayer. Darmstadt und Neuwied, Luchterhand 1982. Mit 87 Abbildungen. Originalleinenband mit -schutzumschlag. Im Schuber.

Das bildnerische Werk des Schriftstellers Günter Grass, Band I. – Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe C mit einer beigelegten signierten Radierung. Es erschienen sechs Vorzugsausgaben, jede mit einer anderen Radierung und jeweils in 150 Exemplaren. – 1984 folgte »Radierungen und Texte 1972 – 1982«. – Tadellos erhalten.

40,5 : 32,5 cm. 133, [3] Seiten, 1 Radierung.

640  Günter Grass. The Flounder.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausrufpreis/Starting bid: € 170

Written and illustrated by Günter Grass. Translated by Ralph Manheim. Volume I [to] III. New York, The Limited Editions Club 1985. Mit zahlreichen zweifarbigen Illustrationen nach Radierungen. Originalhalblederbände mit montiertem Deckelschild, zusammen im Leinenschuber mit Rückenschild.

Eins von 1000 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Autor/Künstler signiert. – Buchgestaltung von Ben Shiff. – Gedruckt in Rot und Schwarz auf der Wild Carrot Letterpress.

26,5 : 28,5 cm.

641  Günter Grass. Fundsachen für Nichtleser.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 180

Göttingen, Steidl 1997. Mit zahlreichen farbigen blattgroßen Illustrationen von Günter Grass. Originalleinenband mit farbig illustriertem Schutzumschlag. Zusammen mit Suitenmappe in Originalkassette.

Eins von 400 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer Suite der 116 Abbildungen in vergrößertem Format (Offsetdrucke auf Tafeln), diese lose mit Deckblatt (dort signiert und nummeriert) in Originalkartonmappe. – Auf dem Titelblatt vom Autor/Künstler signiert und nummeriert.

45,0 : 35,0 cm (Kassette). 239 [1] Seiten; 117 Blätter.

642  Günter Grass. Mein Jahrhundert.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausrufpreis/Starting bid: € 170

Göttingen, Steidl 1999. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen nach Zeichnungen von Günter Grass. Originalleinenband mit farbig illustriertem Schutzumschlag. Im Originalschuber mit Deckelschild.

Eins von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit drei beigelegten signierten und nummerierten farbigen Graphikblättern. – Auf dem Titelblatt von Autor/Künstler signiert. – »Für jedes Jahr des 20. Jahrhunderts erzählt Günter Grass eine Geschichte. Zusammen fügen sie sich zu einem facettenreichen Panorama dieser an Großartigkeiten und Schrecknissen so reichen Zeit« (steidl.de).

31,5 : 25,0 cm. 409, [7] Seiten.

643  Günter Grass. Zunge zeigen.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Göttingen, Steidl 2000. Mit meist doppelblatgroßen Illustrationen nach Zeichnungen von Günter Grass. Originalleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Im Schuber mit Deckelschild.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigegebenen signierten Lithographie. – Erste Auflage der Neuausgabe im größeren Format und in besserer Ausstattung. Grass’ literarisch und mit dem Zeichenstift festgehaltene Eindrücke seiner Reise nach Indien waren erstmals 1988 bei Luchterhand erschienen. – »Mit Schopenhauer, Lichtenberg und Fontane im Reisegepäck hat sich Günter Grass von August 1986 bis Januar 1987 der Wirklichkeit Kalkuttas ausgesetzt: den Slums zwischen Müllbergen, den Schläfern auf nächtlichen Straßen, den Bettlern und Sterbenden, den Ratten, Krähen und heiligen Kühen. Das Zeigen der Zunge, mit dem die schwarze Göttin Kali ihre Scham bekundet, wurde dem wie zwanghaft Hinsehenden zum Zeichen, in dessen Namen Grass zeichnete und schrieb« (Steidl.de). – Tadellos erhalten, die Vorzugsausgabe kam seinerzeit faktisch nicht in den Handel.

31,5 : 24,8 cm. 236, [12] Seiten, 1 Lithographie.

644  Günter Grass. Küchenzettel.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 1100

Sieben Lithographien. 2001. 46 : 51 cm (53,5 : 71,0 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar XIV/LXX, eins der vollständigen Mappenwerke, jeweils 70 arabisch nummerierte Exemplare der Lithographien wurden als Einzelblätter vertrieben. – Auf Hahnemühle-Bütten, gedruckt von Christian Müller in der Werkstatt für künstlerischen Steindruck, Leipzig. – Herausgegeben vom Kunsthaus Lübeck. – Die Lithographien mit der Grass-typischen Symbiose aus Bild und Schrift sind wie folgt betitelt: »Schweinekopfsülze«, »Worüber ich schreibe«, »Zum Fürchten«, »Askese«, »Bei Kochfisch Agnes erinnert«, »Als vom Butt nur die Gräte geblieben war« und »Bohnen und Birnen«. – Die Texte umfassen die gesamte Zeit seines schriftstellerischen Wirkens, von »Askese« aus dem Lyrikband »Die Vorzüge der Windhühner« von 1956 bis zum Erstdruck von »Als vom Butt nur die Gräte geblieben war«. – Zusammen mit Titel, Druckvermerk und drei Textblättern mit den vollständigen Texten, darunter der lose in der roten Originalleinenmappe mit lithographiertem Deckelschild. – Tadelloses Exemplar.

645  Günter Grass. Letzte Tänze.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Göttingen, Steidl 2003. Mit blattgroßen Illustrationen von Günter Grass. Originalleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Im Schuber mit Deckelschild.

Hans Christian Andersens Märchen – gesehen von Günter Grass. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer lose beigegebenen signierten Lithographie (»Letzte Tänze«). – Auf dem Titelblatt vom Autor/Künstler signiert. – Dazu: Schatten. Hans Christian Andersens Märchen – gesehen von Günter Grass. Göttingen, Steidl 2004. Mit zahlreichen, teils blattgroßen, Illustrationen von Günter Grass. Originalleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Im Schuber mit Deckelschild. Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer lose beigegebenen signierten Lithographie (»Andersens Reisegepäck«). Auf dem Titelblatt vom Autor/Künstler signiert.

31,5 : 24,8 cm. 95, [1] Seiten, 1 Lithographie; 278, [2] Seiten, 1 Lithographie.

646  Günter Grass – Hans Christian Andersen. Der Schatten.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Andersens Märchen – gesehen von Günter Grass. Göttingen, Steidl 2004. Mit zahlreichen, teils blattgroßen Illustrationen von Günter Grass. Originalleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Im Schuber mit Deckelschild.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer lose beigegebenen signierten Lithographie (»Der standhafte Zinnsoldat«). – Auf dem Titelblatt vom Autor/Künstler signiert. – Dazu: Günter Grass. Letzte Tänze. Göttingen, Steidl 2003. Mit blattgroßen Illustrationen von Günter Grass. Originalleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Im Schuber mit Deckelschild. Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer lose beigegebenen signierten Lithographie (»Letzte Tänze«). Auf dem Titelblatt vom Autor/Künstler signiert.

31,5 : 24,8 cm. 278, [2] Seiten, 1 Lithographie; 95, [1] Seiten, 1 Lithographie.

647  Günter Grass. Der Schatten. Skyggen.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 900

Zehn Lithographien zu Märchen von Hans Christian Andersen. 2005. 53,5 : 39,5 cm. Signiert und nummeriert.

Eins von 120 Exemplaren. – Das Mappenwerk entstand in Zusammenarbeit mit der Königlich Dänischen Botschaft in Berlin aus Anlass des 200. Geburtstags von Hans Christian Andersen. – Ediert vom Kunsthaus Lübeck und der Galerie M Bogense. – Die Lithographien zu den Märchen »Der Schatten«, »Däumelinchen«, »Der fliegende Koffer«, »Das Feuerzeug«, »Der Halskragen«, »Die kleine Meerjungfrau«, »Des Kaisers neue Kleider«, »Der standhafte Zinnsoldat«, „Die Nachtigall« und »Die wilden Schwäne«. – Mit einem lithographiertem Titelblatt und dem Inhaltsverzeichnis lose in der Originalleinenmappe.

648  Günter Grass. Beim Häuten der Zwiebel.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Drei Lithographien. 2006. 27,0 : 35,0 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar XII/LV. – Auf Velin. – Mappenwerk, ediert vom Kunsthaus Lübeck anlässlich der Erstausgabe von Grass’ autobiographischem Roman. – Mit dem Titelblatt lose in der Originalleinenmappe. – Dazu: Günter Grass. Beim Häuten der Zwiebel. Göttingen, Steidl 2006. Originalleinenband mit Schutzumschlag. Erste Ausgabe. Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten signierten Lithographie. Zusammen in Originalleinenkassette.

649  Günter Grass. Dummer August.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 120

Göttingen, Steidl 2007. Mit teils blattgroßen Illustrationen. Illustrierter Originalleinenband im Schuber mit Deckelschild.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer lose beigegebenen signierten und nummerierten Lithographie. – Auf dem Titelblatt vom Autor/Künstler signiert. – Die Gedichte, Lithographien und Zeichnungen entstanden im Sommer und Herbst 2006.

30,4 : 24,5 cm. 79, [1] Seiten, 1 Lithographie.

650  George Grosz – Oskar Kanehl. Die Schande.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Gedichte eines dienstpflichtigen Soldaten aus der Mordsaison 1914–18. Berlin-Wilmersdorf, Die Aktion 1922. Originalbroschur mit Deckelillustration von George Grosz.

Erste Ausgabe. – Die Aktions-Lyrik, Band 7. – Der letzte Band der Reihe, alle weiteren geplanten und teils schon angekündigten Projekte zerschlugen sich. – Oskar Kanehl (1888–1929) war Kampfgefährte des Aktion-Herausgebers Franz Pfemfert. Alle drei von ihm erschienenen Lyriksammlungen illustrierte George Grosz.

22,0 : 13,6 cm. 30, [2] Seiten. – Oberrand von Umschlag und Titelblatt etwas geknittert. Zwei Exlibris-Stempel auf Titel, hinterer Unschlag mit Namenszug, mit drei kleinen Bleistiftanmerkungen.

Lang 32. – Raabe/Hannich-Bode 150.3 (mit Abbildung). – Raabe, Zeitschriften 149, 7