ChristianHesse

Lot 651 – 700 | Hesse-Auktionen
Lot 651 – 700

651  Raoul Dufy – Fernand Fleuret. Friperies.

€ 300

Poésies ornées de vignettes gravées sur bois par Raoul Dufy et coloriées à la main. Paris, NRF 1923. Mit 21 Holzschnitt-Vignetten, 20 davon koloriert. Illustrierte Originalbroschur.

Eins von 300 Exemplaren auf Papier »raphia naturel« (Gesamtauflage 370). – Die Holzschnitt-Vignetten wurden von Jeanne Rosoy und L. Petitbarat handkoloriert. – »Edition originale et premier tirage recherché« (Carteret).

19,0 : 14,3 cm. 59, [3] Seiten.

Monod 4742. – Rauch 45. – Carteret IV, 162

652  Raoul Dufy – Guillaume Apollinaire. Le Poète assassiné.

€ 450

Lithographie de Raoul Dufy. Paris, Au Sans Pareil 1926. Mit 36 Lithographien, davon 18 blattgroß. Originalbroschur mit vergoldetem Titel in illustrierter Chemise, zusammen im Schuber.

Eins von 380 Exemplaren auf Velin Montgolfier d’Annonay (Gesamtauflage 470). – »A memorial commemorating the eighth anniversary of Apollinaire’s death. The woodcut on the cover is adapted from Dufy’s woodcut ›Le cheval‹ in the 1911 Apollinaire Bestiaire« (Garvey).

28,7 : 23,0 cm. 147, [3] Seiten.

Monod 367. – Rauch 46. – Garvey 92

653  Raoul Dufy – Eugène Montfort. La Belle-Enfant

€ 2500

ou L’Amour à quarante ans. Paris, Ambroise Vollard 1930. Mit 110 Radierungen von Raoul Dufy, davon 16 als Einzelblätter und 94 im Text, teils ganzseitig, teils als Textumrahmung und Vignetten. Lose Doppelblätter in Originalumschlag mit Radierung, Originalhalbpergamentchemise und -schuber.

Eins von 245 Exemplaren auf Vélin d’Arches (Gesamtauflage 390). – Eins der bedeutendsten von Raoul Dufy (1877–1953) illustrierten Bücher. Montforts (1877–1936) Erzählung war bereits 1925 erschienen, 1932 folgte innerhalb der Reihe »Le livre de demain« eine Ausgabe mit Holzschnitten von Daragné. – Am Ende eine Radierung als »Inhaltsverzeichnis« der 16 losen Radierungen. – Die großen, den Satzspiegel und die Zwischentitel teils umschließenden Radierungen Dufys bilden mit dem Text, der aus der erstmals verwendten Grandjean-Schrift gesetzt und in der Imprimerie Nationale gedruckt wurde, eine künstlerische Einheit. – Das schwere, blütenweiße und unbeschnittene Velin verleiht dem Werk, trotz der humorvollen Illustrationen, erhabene Eleganz. – Tadellos erhalten.

33,3 : 25,7 cm. [4], 249, [11] Seiten, 16 Radierungen.

Monod 8340. – Jentsch, Vollard 22. – Rauch 47. – Skira 107. – Carteret IV, 289: »Belle publication de cet artiste de talent; elle est fort cotée«

654  Raoul Dufy – [Jean Anthelme] Brillat-Savarin. Aphorismes et Variétés.

€ 500

Gravures originales à l’eau-forte par Raoul Dufy. Paris, Les Bibliophiles du Palais 1940. Mit 20 blattgroßen Radierungen. Lose Lagen in Originalumschlag und -chemise. Zusammen im Schuber.

Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren »hors commerce« (Gesamtauflage 200). – Gedruckt auf Velin de Rives. – Der französische Schriftsteller und Gastrosoph Brillat-Savarin (1755–1826) widmete sein Hauptwerk »La Physiologie du Goût«, ein Kompendium literarischen, philosophischen und leiblichen Genusses, als »Theoretisches, historisches und zeitgenössisches Werk allen Pariser Feinschmeckern«. Zu den zahlreichen Aphorismen, die von ihm überliefert sind, zählt »Sag mir, was du isst, und ich sag dir, wer du bist«. »This book […] are the most sumptuous of the 20th century to the French haute cuisine« (Garvey).

31,5 : 24,5 cm. 128, [16] Seiten.

Monod 1954. – Rauch 49. – Garvey 95

655  Raoul Dufy – Dessins et croquis. Extraits des cartons et carnets de Raoul Dufy.

€ 250

Paris, Louis Carré 1944. Mit zahlreichen, meist blatt- und doppelblattgroßen Abbildungen. Originalbroschur in -chemise und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 200 Exemplaren auf »Vélin d’Arches« (Gesamtauflage 703). – Der Band, herausgegeben und eingeleitet von dem Pariser Kunsthändler Louis Carré, bei dem Dufy seit 1941 jährlich ausstellte, vereint Zeichnungen aus den Themenkreisen »La Mer; Paysages; Châteuaux; Venise, Côte d’Azur et Roussillon; Tarascon et Alger; Dessins de nus et portrait; Les Courses; Le Théâtre et le Monde; La Musique«. – Die etwa 100 Reproduktionen geben die Zeichnungen in Originalgröße wieder. – Sehr schönes Exemplar.

33,3 : 25,4 cm. [176] Seiten.

Monod 3999

656  André Dunoyer de Segonzac – Roland Dorgelès. [Trilogie].

€ 600

Avec des dessins et des pointes sèches de André Dunoyer de Segonzac. Paris, Éditions de la Banderole und Émile-Paul Frères 1921–1924. Mit insgesamt 23 Radierungen, davon je eine als Frontispiz, und zahlreichen Textillustrationen nach Zeichnungen. Originalbroschuren; jede in Chemise mit Rückenschild und Schuber.

I. Les croix de bois. 1921. Mit zehn Kaltnadelradierungen. Eins von 519 Exemplaren auf getöntem Lafuma-Papier (Gesamtauflage 600). – II. La boule de gui. 1922. Mit fünf Kaltnadelradierungen. Eins von 519 Exemplaren auf getöntem Lafuma-Papier (Gesamtauflage 600). – III. Le cabaret de la belle femme. 1924. Eins von 520 Exemplaren auf »Vergé de Rives« (Gesamtauflage 640). Mit acht Radierungen. – »Segonzac’s first illustrations published from the original plates. […] Segonzac’ had served in the army during the war. For ›Les croix de bois‹, the first volume of a trilogy by Dorgelès, Segonzac executed his first intaglio plates after earlier battle drawings« (Garvey).

Monod 3849, 3843 und 3844. – Rauch 114. – Garvey 279 (nur I)

657  André Dunoyer de Segonzac – Tristan Bernard. Tableau de la Boxe.

€ 750

Illustré de vingt-neuf gravures à l’eau-forte par A. D. de Segonzac. Paris, Edition de La Nouvelle Revue Française [1922]. Mit 29 Radierungen, acht davon blattgroß. Schwarzer Kalblederband mit Blindprägung, farbiger Lederintarsie auf Vorderdeckel und Rücken, goldgeprägtem Rückentitel, Schnittvergoldung und grünen Wildledervorsätzen (signiert: R. Desmules). In Halblederchemise mit Balsaholzbezug und vergoldetem Rückentitel, zusammen im Schuber mit Lederkanten.

Tableaux Contemporains No. 2. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Auf »Vélin pur fil Lafuma-Navarre«. – Der elegante Einband stammt von René Desmules, einem Mitarbeiter von Paul Bonét. Der originale Broschurumschlag wurde eingebunden.

23,7 : 20,0 cm. 208, [6] Seiten.

Monod 1431. – Rauch 116. – Carteret IV, 71

658  André Dunoyer de Segonzac – Régis Gignoux. L’Appel du Clown.

€ 450

Comédie en un acte. Avec des gravures a l’eau-forte de André Dunoyer de Segonzac. Paris, chez l’Artiste 1930. Mit 25 Radierungen, davon zehn blattgroß, eine als Titelvignette. Lose Doppelbogen in Original-Pergamentumschlag mit illustrierter Cellophanhülle. Im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 135). – »Elle est très rechercheés et très cotée« (Carteret).

33,5 : 26,5 cm. 93, [11] Seiten.

Monod 5373. – Carteret IV, 184. – Rauch 118

659  André Dunoyer de Segonzac – Pierre de Ronsard. Quelques Sonnets.

€ 1200

Eaux-fortes de Dunoyer de Segonzac. Paris 1955. Mit 51 Radierungen, davon zwei auf den Titeln, die übrigen blattgroß. Lose Lagen in Originalumschlag und -chemise. Zusammen im Schuber.

Eins von 120 Exemplaren auf Velin d’Arches mit Wasserzeichen »feuille de ronce« (Gesamtauflage 210). – Pierre de Ronsard zählt zu den wichtigsten Dichtern der französischen Renaissance. Seine stark von Petrarca beeinflussten Sonette gelten als »Höhepunkte der europäischen Renaissance-Lyrik« (H.W. Wittschier. Die Lyrik der Pléiade. 1971). Zahlreiche Künstler haben im Laufe der Jahrhunderte diese Liebesgedichte illustriert. Die zarten Landschaften, Blumen und Frauenfiguren der Radierungen von Dunoyer de Segonzac zählen sicher zu den schönsten dieser Kunstwerke.

32,0 : 16,5 cm. [200] Seiten.

Monod 9925. – Rauch 123

660  Max Ernst – Paul Eluard. Répétitions.

€ 1200

Dessins de Max Ernst. Paris, Au sans pareil 1922. Mit einem farbigen Frontispiz, neun ganzseitigen Illustrationen und einer montierten Deckelvignette, alle nach Collagen von Max Ernst. Rote Originalbroschur in privater Chemise mit Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 350 Exemplaren. – Diese Veröffentlichung von Paul Éluard illustrierte Max Ernst, der ab 1922 in Paris lebte und zu einem wichtigen Vertreter der dortigen Surrealisten wurde, mit elf seiner frühesten surrealistischen Collagen. – »Als Vorlagen zu den Collagen dienten Ernst illustrierende Populärgraphik des 19. Jahrhunderts sowie Holzstichillustrationen aus bebilderter Trivialliteratur und aus belehrenden Büchern und Zeitschriften. […] Ernst hat seine Holzstiche präzise aus dem Vorlagenmaterial herausgeschnitten und technisch perfekt ineinandermontiert und dadurch inhaltlich vollständig umfunktioniert. Die Schnitt- und Klebestellen wurden durch die Reproduktion unsichtbar gemacht. […] Die geklebte Collage hatte für den Künstler untergeordnete Bedeutung. Als Original galt für ihn der Druck mittels Strichklischee« (Lothar Lang, S. 29). – Nahezu perfektes Exemplar der seltenen und frühen Edition.

21,7 : 13,7 cm. 51, [5] Seiten. – Vorderdeckel am Oberrand und Rücken leicht verblasst. – Kleine Druckstelle im Falz.

Monod 4230. – Lang, Surrealismus, 24. – Brusberg 15 B

661  Max Ernst. La Femme.

€ 1500

100 Têtes. Paris, Carrefour 1929. Mit 147 Reproduktionen von Collagen. Neuer dunkelblauer Halblederband mit Rückenvergoldung, die hellblaue Originalbroschur eingebunden.

Erste Ausgabe. – Eins von 900 Exemplaren auf Vélin teinté (Gesamtauflage 1000). – Der erste von drei Bildromanen, 147 Bilder (Strichätzungen nach Collagen) mit begleitenden Bildunterschriften und dem bedeutenden Vorwort von André Breton. – »Breton, Tzara, Aragon und Soupault sahen bereits in den frühen Collagen von Max Ernst eine unmittelbare Bestätigung des Surrealismus, jedoch erst zwischen 1929 und 1934 gelangen dem Künstler die drei großen Meisterwerke der surrealistischen Buchkunst, die Collageromane. […] Der Betrachter sieht sich einer Flut von Bildern gegenüber, die durch die beigegebenen Titel keineswegs begrifflich faßbar werden.« – Max Ernst »ließ seine Collagen drucken, wie ein Schriftsteller seinen Text drucken lässt« (Erhart Kästner, in: Brusberg, Dokumente 3).

26 : 20 cm. [164] Blätter, davon 147 Bildtafeln. – Der eingebundene Umschlag minimal fleckig und geknickt. – Die letzten 12 Blätter mit leichter Knickfalte.

Monod 4310. – Lang, Surrealismus, 26. – Spies/Metken III, 1417–1563. – Brusberg 26 B

662  Max Ernst. Rêve d’une petite fille qui voulut entrer au Carmel.

€ 1500

Paris, Editions du Carrefour 1930. Mit einer großen Abbildung und 78 Tafeln, alle nach Collagen von Max Ernst. Neuer dunkelblauer Halblederband mit Rückenvergoldung, die Deckel der hellblauen Originalbroschur mit Titelvignette beigebunden. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren auf getöntem Velin (Gesamtauflage 1060). – »Max Ernst attackiert und benennt auf dem Hintergrund psychoanalytischer Theorien (Freuds Traumdeutung ) und in Anspielung auf die Nonnenmystik des Mittelalters die sexuelle Ambivalenz des Begriffs der Liebe in der Religion.« (Lothar Lang). – Vortitel mit eigenhändiger Widmung von Max Ernst »Für Otto Freundlich freundschaftlich Max Ernst«. Otto Freundlich (1878–1943), der schon in jungen Jahren in Paris mit Picasso und Braque befreundet war, kehrte 1914 nach Deutschland zurück und gehörte 1919 zu den Mitbegründern der Novembergruppe. Zu dieser Zeit organisierte er mit Max Ernst u. a. die erste Kölner Dada-Ausstellung. Von den Nationalsozialisten als entartet verfolgt, floh er wieder nach Frankreich, wurde dort aber 1943 verhaftet, deportiert und ermordet.

23 : 18 cm. [88] Blätter, davon 78 Bildtafeln. – Der eingebundene Umschlag mit Alterungsspuren, sonst tadellos.

Monod 4320. – Lang, Surrealismus 28. – Spiess/Mettken IV, 1587–1666. – Brusberg 30 B

663  Max Ernst. Une semaine de bonté

€ 3000

ou Les sept éléments capitaux. Roman. Premier [–] Dernier [cinquième] cahier. Paris, Jeanne Bucher 1934. Mit 182 Tafeln nach Collagen und Zeichnungen von Max Ernst. Fünf Originalbroschuren in Violett, Grün, Rot, Blau und Gelb. Im Originalschuber mit grünem Deckelbild und Rückentitelschild.

Erste Ausgabe eines der Hauptwerke des Surrealismus, »the largest of Ernst’s inventive collage novels« (Castleman). – Eins von 800 Exemplaren auf Papier »Navarre«, jeder Band und der Schuber von Hand nummeriert (Gesamtauflage 816). – »Die ›Semaine de bonté‹ hat ihren Namen ironisch […] denn die Themen dieser fünf Bände kreisen um Verfolgung, Terror (es ist das Jahr 34 von Paris aus gesehen), um Katastrophen, Wassereinbrüche, Feuer, Verhexung, Überfall und Verbrechen. […] Da ist es, als ob die Sicherheit, welche das Lebensgefühl der ›belle époque‹ ausmacht, wie eine Eisdecke springe, sie splittert. Charme schlägt um in Entsetzen. […] Es sind böse Capriccios.« (Erhart Kästner in: Maler machen Bücher. München 1981). – »Im Gegensatz zu seinen früheren, additiv konstruierten dadaistischen Collagen dekonstruiert er hier – in seiner surrealistischen Phase – das Vorgefundene.« (Sybille Bock im Katalog der französischen Malerbücher der Sammlung Classen). – Erst in der Reproduktion der collagierten Ausschnitte aus »Gebrauchsliteratur des 19. Jahrhunderts […] in der die Schnittstellen und Farbnuancen der verschiedenen Teile nicht mehr zu erkennen sind, […] wurde jedes Bild vereinheitlicht und so erhielt der ganze Roman seine stilistische Einheit« (Béatrice Hernad in »Papiergesänge«). – Insgesamt sehr schön erhalten.

28,0 : 22,5 cm. – Die Rücken der Hefte 1–4 verblasst, Vorderdeckel von Heft 2 mit kleinem Eckknick.

Lang, Surrealismus 30. – Papiergesänge 58. – Castleman 161. – Monod 4323. – Katalog Classen 17. – Brusberg 35 B

664  Max Ernst – Leonora Carrington. La dame ovale.

€ 300

Avec sept collages par Max Ernst. Paris, GLM 1939. Mit acht ganzseitigen Illustrationen nach Collagen. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 500 Exemplaren auf Velin (Gesamtauflage 535). – Die in England geborene Künstlerin Leonora Carrington (1917–2011) studierte in Paris und lernte dort 1937 Max Ernst kennen, mit dem sie bis zu dessen Verhaftung 1940 nach der Besetzung Frankreichs zusammenlebte. 1938 nahm sie bereits an der berühmten Surrealisten-Ausstellung in Paris teil. – Entgegen dem Titel und mancher Bibliographie enthält das schmale Heft acht ganzseitige Illustrationen.

19,2 : 14,2 cm. [56] Seiten. – Blattränder minimal gebräunt.

Lang, Surrealismus 32. – Monod 2301

665  Max Ernst – Les malheurs des immortels.

€ 600

Révélés par Paul Eluard et Max Ernst. Paris, La Revue Fontaine 1945. Mit 21 ganzseitigen Collagen-Holzstichen von Max Ernst. Originalbroschur, Titel in Grün und Schwarz.

Eins von wenigen Exemplaren »H.C.«, dieses wie 50 Vorzugsexemplare auf »pur fil du Marais« (Gesamtauflage 1860 und die Belegexemplare). – Das Gemeinschaftswerk, eines der frühesten Zeugnisse des Surrealismus, erschien in kleinster Auflage erstmals 1922. »Das […] erste Beispiel einer so weitreichenden Zusammenarbeit zwischen Ernst und Eluard, daß der Maler – wie durch Werner Spies nachgewiesen – zum Mitautor der Texte wurde. […] Die Illustrationen repräsentieren den Übergang Ernsts von Dada zu Surrealismus« (Lothar Lang). – Sehr schönes Exemplar, auf dem ungleich besseren Papier sehr selten. – Dazu: Eins von 1300 Exemplaren auf getöntem Velin.

22,3 : 16,5 cm. [48] Seiten. – 5 Blätter im unbeschnittenen Unterrand mit Stockflecken.

Monod 4242. – Lang, Surrealismus 25

666  Max Ernst – Lewis Carroll. La chasse au snark.

€ 300

Crise en huit épisodes. Traduction nouvelle de Henri Parisot. Illustrations de Max Ernst. Paris, Éditions Premières, L’age d’or 1950. Mit acht blattgroßen Strichätzungen nach Zeichnungen. Rote Originalbroschur, Vorderdeckel mit Illustration, ebenfalls von Max Ernst.

Eins von 750 Exemplaren (Gesamtauflage 750). – Die erste Ausgabe dieser Übersetzung erschien unillustriert 1940. – Wie Tenniels Illustrationen zu Carrolls Alice-Büchern gelten auch die von Henry Holiday zur Originalausgabe von 1876 als Vorläufer der surrealistischen Buchillustration. Dass sich Max Ernst auch diesem Text Carrolls zuwandte, war naheliegend. – Schönes unbeschnittenes Exemplar.

16,9 : 13,1 cm. 69, [3] Seiten.

Monod 2307. – Lang, Surrealismus 37

667  Max Ernst – Kurt Schwitters. La loterie du jardin zoologique.

€ 400

Traduit de l’allemand par robert Valançay et accompagné de »Fiat Modes«, 8 dessins de Max Ernst. Paris, L’Age d’Or Le Pas Perdus 1951. Mit acht ganzseitigen Illustrationen. Originalbroschur, Vorderdeckel mit Illustrationen von Max Ernst.

Erste Ausgabe, einige Übertragungen waren vorab in der Zeitschrift »K« erschienen. – Eins von 500 Exemplaren auf Alfama Papier (Gesamtauflage 550). – Die acht reproduzierten Lithographien entstanden 1919 und waren die erste graphische Folge des Künstlers und sein Beitrag zu Dada Köln, das er mit Alfred Grünwald gegründet hatte. Die Mappe erschien seinerzeit im Kölner Schlömilch-Verlag. – Mit einem »Naschwort« des Übersetzers (»Merz-Dichten ist eine schöne Taetigkeit so schoen als Essen, als Merz-Essen«).

16,4 : 12,3 cm. 77, [3] Seiten.

Monod 10217. – Bolliger 14. – Vgl. Spies/Leppien 7

668  Max Ernst – Samuel Beckett. Aus einem aufgegebenen Werk.

€ 3000

Original-Radierungen von Max Ernst. Stuttgart, Manus Presse 1967. Mit drei signierten Farbaquatintaradierungen. Zusammen mit sechs Doppelblättern in Originalumschlag und Originalleinenkassette mit montiertem Deckelschild.

Eins von 45 Exemplaren (Gesamtauflage 55). – Die Radierungen, eigentlich eine Radierung in drei verschiedenen Farbstellungen, wurden von Georges Visat auf Japanpapier Kozu gedruckt. – Die Variation der Radierung entspricht dem dreifachen Text, der im englischen Original und in französischer sowie deutscher Übersetzung, von Ludovic und Agnès Janvier bzw. Erika und Elmar Tophoven enthalten ist. – Der Text wurde bei Belser, Stuttgart, gesetzt und auf Hahnemühle-Bütten gedruckt.

40,0 : 30,0 cm. 23, [1] Seiten, 3 Radierungen. – Kassettendeckel innen mit kleinem Besitzerstempel.

Spies/Leppien 112 B. – Brusberg/Völker 115

669  Max Ernst – Lewis Carrolls Wunderhorn.

€ 300

Auswahl der Texte von Max Ernst und Werner Spies. Original-Lithographien von Max Ernst. Stuttgart, manus presse 1970. Mit 36 meist blattgroßen Farblithographien. Blaugrüner Originalseidenband mit Deckelillustration.

Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren. – Auf Vélin d’Arches. – »Für die Arbeit an Carrolls ›Wunderhorn‹ vervollkommnete M. E. eine selbstentwickelte grafische Produktionsmethode, die er seither beibehielt: ebenso langwierig wie ergiebig, erlaubte (und verschleierte) sie die gleichzeitige Anwendung aller Techniken von der Collage bis zur freien Zeichnung« (Brusberg/Völker). – »Lewis Carroll und Max Ernst entsprechen sich in der Art und Weise, wie sie den Betrachter hinter den Spiegel führen. Nicht mit Magie und Automatismus, sondern mit einer luziden Kenntnis vom Labyrinth« (Werner Spies im Nachwort).

33,5 : 25,0 cm. 78, [2] Seiten. – Sehr gut erhalten, im Originalschuber.

Spies/Leppien 135 E. – Brusberg/Völker 146. – Spindler 161.12

670  Max Ernst – Kleist · Brentano · Arnim. Caspar David Friedrich. Seelandschaft mit Kapuziner. Paysage marin avec un Capucin.

€ 200

Illustriert und ins Französische übertragen von Max Ernst. Zürich, Hans Bolliger 1972. Mit einer Lithographie als Frontispiz und sechs Abbildungen nach Collagen. Originalbroschur.

Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 607). – Auf Velin von BFK Rives. – Der Text von Arnim und Brentano entstand unter dem Eindruck des Gemäldes von Caspar David Friedrich. Heinrich von Kleist überarbeitete die erste Fassung stark und veröffentlichte den Text in den von ihm herausgegebenen »Berliner Abendblättern«. Max Ernst übertrug die Texte erstmals ins Französische und illustrierte das Werk mit sechs Collagen. – Nachwort von Werner Spies.

33,7 : 26,0 cm. [4], 33, [7] Seiten. 1 Lithographie.

Spies/Leppien 219 I B

671  Max Ernst – Georges Ribemont-Dessaignes. La ballade du soldat.

€ 750

34 Original Lithographs by Max Ernst. Vence, Pierre Chave & Kenneth Nahan [1972-]1989. Mit 34 Farblithographien, davon 25 blattgroß, und zwei lithographierten Vignetten. Lose Doppelblätter in illustriertem Originalumschlag und hellblauer -leinenchemise und -schuber.

Eins von 199 Exemplaren der englischen Ausgabe, darüber hinaus 18 nicht für den Handel bestimmte Exemplare. – Im Auflagenvermerk von Max Ernst und Ribemont-Dessaignes signiert, da dieser Bogen bereits 1972 gedruckt vorlag. – Die französische und deutsche Ausgabe erschienen 1972. Pierre Chave hatte damals die Lithographien für die Gesamtauflage aller drei Varianten auf die Bögen gedruckt, ebenso die Titelseite und die Seite für die Nummerierung. Erst 1989 wurden die englischen Texte in die Bögen eingedruckt und das Werk – nach dem Tod des Dichters (1884–1974) und des Künstlers (1891–1976) – vollendet. – Eines der letzten von Max Ernst geschaffenen Malerbücher mit den eindrucksvollen Farblithographien. – Sehr schönes Exemplar.

39,7 : 29,5 cm. [4], 95, [7] Seiten. – Eine Schuberseite minimal fleckig.

Vgl. Spies/Leppien 218, Brusberg 176 und Lang, Surrealismus 45 (alle die französische Ausgabe)

672  Max Ernst – Zwei Monographien, eine mit Widmung, eine mit Graphik.

€ 300

Paris 1958 und 1976. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Originalleinenbände, einer mit -schutzumschlag.

I. Patrick Waldberg. Max Ernst. Paris, Pauvert 1958. Vortitel mit eigenhändiger, zweisprachiger Widmung von Künstler und Verleger. – II. Edward Quinn. Max Ernst. Paris, Cercle d’Art 1976. Mit der gefalteten Farblithographie »Deux oiseaux« (31,3 : 56,8 cm, im Stein signiert).

25,0 : 21,5 cm. 443, [5] Seiten. – 32,0 : 30,0 cm. 442, [2] Seiten, 1 Lithographie.

673  Fautrier – Eluard a Fautrier.

€ 300

Paris, Jean-Paul Ledeur und Castor Seibel 1984. Zehn Seiten farbiges Faksimile und eine signierte Fotografie. Lose in Originalumschag und -kassette. – Widmungsexemplar des Herausgebers.

Eins von 84 Exemplaren, hier das für den Kölner Galeristen Gerd Reinz (1930–2013), mit Dedikation im Druckvermerk und eigenhändiger Widmung des Herausgebers unter dem Vorwort. – Mit Vorworten von Jean-Paul Ledeur und dem Herausgeber Castor Seibel. – Druckvermerk vom Herausgeber monogrammiert, Umschlag und Kassette von ihm mit Bleistift betitelt. – 20 Jahre nach dem Tod des Künstlers publizierte Castor Seibel das faksimilierte Gedicht, das Paul Eluard 1944 Fautrier gewidmet hatte. – Gedruckt im Atelier Bordas auf Velin. – Jedem Exemplar wurde ein Jean Fautrier-Porträtfoto von Pierre Argillet beigelegt (1962, 31 : 24 cm, signiert und nummeriert).

33,5 : 25,3 cm. [28] Seiten, 1 Fotografie.

674  Londa und Conrad Felixmüller. ABC.

€ 6000

Ein geschütteltes, geknütteltes Alphabet in Bildern mit Versen. Dresden 1925. Mit zweifarbigem Titelholzschnitt und 15 kolorierten Holzschnitten. Orangefarbener Leinenband mit dem montierten Titelholzschnitt auf dem Vorderdeckel in orange-blauer Leinenkassette.

Eins von 250 Exemplaren auf Ingres-Bütten von Hahnemühle (Gesamtauflage 350), jedoch eins der seltenen kolorierten. Nach Angaben von Gerhart Söhn und Erinnerungen Conrad Felixmüllers wurden nur etwa zehn Exemplare eigenhändig koloriert, das vorliegende mit eigenhändiger Widmung »für Herrn Dr. des Coudres coloriert! Conrad Felixmüller«. – Das sehr persönlich gehaltene ABC entstand in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und war so konzipiert, dass der Künstler alle Arbeitsschritte selbst durchführen oder zumindest überwachen konnte. Auf dem ersten Holzschnitt die Söhne Luca und Titus, die ihrem Vater beim Holzschneiden zuschauen. Die nächsten 13 Holzschnitte zeigen jeweils ein Buchstabenpaar mit einem dazu passenden Vers, für das Schlussblatt porträtierte Felixmüller den Drucker Zielinski, der das Buch bei Emil Bode, Dresden, druckte. – »Die Bilder mit ihren kantigen, kräftigen Formen und den leuchtenden, kontrastreichen Farben gehören zu den letzten Werken der expressionistischen Phase von Felixmüller« (Künstler illustrieren Bilderbücher). – Sehr schönes Exemplar, der spätere Einband und die Kassette »zitieren« die Farben des Titelholzschnitts. – Ehemals Sammlung Dr. Hans Peter de Coudres (1905–1977).

24,3 : 30,8 cm. 16 Blätter, das erste leer. – Kassettendeckel leicht berieben.

Söhn 348–363. – Jentsch 154. – Knorr, Gulliver in Dresden 530, – Stuck-Villa I, 351 und II, 182. – Katalog Oldenburg 170

675  Felixmüller – Gerhart Söhn. Conrad Felixmüller. Das Graphische Werk 1912–1977.

€ 150

Zweite verbesserte Auflage. Mit einer Einführung von Friedrich W. Heckmanns. Düsseldorf, Edition Gerhart Söhn 1987. Mit zwei Holzschnitten und zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit Schutzumschlag.

Eins von 200 Exemplaren der Vorzugsausgabe dem eingebundenen Werbeprospekt für »Jahr des Malers« und zwei weiteren eingebundenen Holzschnitten (Gesamtauflage 450). – Das Standardwerk für das graphische Œuvre Felixmüllers. – Dazu: Conrad Felixmüller – Zum 75. Geburtstag des Malers. Katalog Pfalzgalerie Kaiserslautern 1972. Mit vier signierten Holzschnitten, davon je einer auf dem Vorder- bzw. Hinterumschlag der Originalbroschur.

28,6 : 22,0 cm. 248 Seite, 2 Holzschnitte, 1 Prospekt. – Umschlag der Beigabe etwas fleckig.

Söhn 480, 644 und 694 sowie 423 b, 506 f, 647 c und 671 b II

676  Hans Fischer – [Jean de] La Fontaine. Fables choisies.

€ 800

Illustrées par Hans Fischer. Lausanne, André Gonin 1948. Mit 87 Steinradierungen, davon eine als Frontispiz, 86 im Text. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -halbpergamentchemise und -schuber. – Widmungsexemplar mit zusätzlicher Zeichnung.

Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 300). – Auf Vélin »pur fil du Marais«. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Vorblatt mit Widmungszeichnung und Widmung, signiert und datiert 1948. – Beilagen: Eigenhändiger Brief Fischers an die Sammlerin »Voila – le chat en question. […] Ich habe nur noch diesen Probedruck […]« und die erwähnte Steinradierung »Le cochet, le chat et le souriceau« (signiert, betitelt und mit »6/V« bezeichnet). – Der Schweizer Graphiker Hans Fischer (1909–1958) wurde im selben Jahr durch sein Katzenbuch »Pitschi« bekannt. – Die Technik der Steinradierung, die Fischer für seine Zeichnungen nutzte, kombiniert den Flachdruck vom Stein mit der Feinlinigkeit der Radierung. – Das Buch erschien als zehnter und letzter Band der von André Gonin und Jean Graven herausgegebenen »Collection des Flambeaux«. – Sehr schönes, getrüffeltes Exemplar.

26,8 : 20,0 cm. 125, [7] Seiten.

Tiessen II, 10. – Scheidegger S. 283

677  Hans Fischer – [Jean de] La Fontaine. Fables Choisies.

€ 450

Illustrées par Hans Fischer. Lausanne, Editions André Gonin 1948. Mit 87 Textillustrationen nach Zeichnungen. Lose Doppelbogen in Originalumschlag und -halbpergamentchemise. Zusammen im Schuber.

Eins von 250 Exemplaren, jedoch getrüffelt mit elf signierten Skizzenblättern. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Hans Fischer (1909–1958), Schweizer Maler und Graphiker, studierte an der Ecole des Beaux-Arts et Arts industriels in Genf und besuchte die Kunstgewerbeschule in Zürich. 1955 erhielt er den Graphikpreis der Biennale von São Paulo, Brasilien.

26,5 : 19,5 cm. 125, [11] Seiten.

Tiessen II, 10

678  Johnny Friedlaender und Carl Orff. Exercices.

€ 750

Stuttgart, manus presse 1964. Mit acht signierten Farbradierungen von Johnny Friedlaender und 16 serigraphierten »musikalischen Gedanken« von Carl Orff. Originalbroschur mit -umschlag und -leinenmappe.

Exemplar »h.c.«, neben der Auflage von 120 nummerierten Exemplaren. – Im Druckvermerk von Carl Orff signiert.– Auf Velin d’Arches. – Mit einer zweisprachigen Einleitung von Gilles Lapouge. – Mit Widmung »Für HAP Grieshaber Weihnachten 1964 Waltraut + Roland Hänssel« (Gründer der Manus Presse). Nur ein Jahr später erschien in der Manus Presse Grieshabers künstlerische Auseinandersetzung mit Carl Orffs »Carmina Burana« (siehe KatNr. 681).

50,0 : 33,0 cm. 20 Blätter. – Broschurumschlag stärker, einige Blätter leicht stockfleckig.

Schmücking 258–265. – Nicht bei Spindler

679  Bruno Goldschmitt – Johann Wolfgang von Goethe. Faust.

€ 1000

Der Tragödie zweiter Teil in fünf Akten. München, Julius Schröder 1923 (1922–1925). Mit 20 blattgroßen Radierungen von Bruno Goldschmitt. Späterer schwarzer Saffianlederband mit üppiger ornamentaler Vergoldung und allseitiger Schnittvergoldung. In schwarzer Saffianlederkassette, mit rotem Samt ausgeschlagen, Oberteil mit Pergamentbezug und kalligraphiertem Titel, Kantenvergoldung.

Meisterwerke der Weltliteratur mit Originalgraphik, Band 14. – Eins von 200 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Bruno Goldschmitt (1881–1964) schuf neben einem umfangreichen Holzschnittwerk auch Fresken und kunstgewerbliche Arbeiten. 1923 wandte er sich der Radierung zu (vgl. Rodenberg S. 337). – Das vorliegende Exemplar in einem beeindruckenden, jedoch unsignierten Handeinband mit aufwändiger Kassette.

40,5 : 30,0 cm. 247, [5] Seiten. – Sorgfältig gereinigt und wohl neu eingebunden. – Das erste und letzte Blatt im Falz etwas gebräunt, unten rechts durchgehend leichter und kleiner Wasserrand.

Sennewald 23–25

680  HAP Grieshaber. Osterritt.

€ 900

Text von Riccarda Gregor-Grieshaber. Köln, Galerie Der Spiegel 1964. Mit 39 Holzschnitten, teils mehrfarbig und doppelblattgroß, davon einer auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und -kassette mit gelbem Büttenbezug.

Erste Ausgabe. – Eins von 350 Exemplaren (Gesamtauflage 500). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Holzschnitte wurden teils mehrfarbig auf weißes Hahnemühle-Bütten, teils in Gold, Silber und Weiß auf schwarzes und rotes Papier gedruckt. – Neben dem nur kurze Zeit später entstandenen »Totentanz« eine der umfangreichsten Bildfolgen Grieshabers und zugleich eine seiner schönsten und fröhlichsten. – Umschlag und Blätter tadellos.

33,5 : 28,5 cm. 42 Doppelblätter.

Fuerst 64/52–90. – Fichtner/Bartelke 34. – Spindler 153.27

681  HAP Grieshaber – Carl Orff. Carmina burana.

€ 1800

HAP Grieshaber. Jacques Prévert. Stuttgart, Manus Presse 1965. Mit 14 blattgroßen Farbholzschnitten von HAP Grieshaber, davon einer dreifach verwendet. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und Originalleinenkassette.

Eins von 200 Exemplaren (Gesamtauflage 240). – Im Druckvermerk von Künstler und Komponist signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Die Noten und Textzeilen wurden nach der Handschrift Carl Orffs lithographiert. – Am Ende das Gedicht »Carmina burana« von Jacques Prévert. – Ein Farbholzschnitt wurde für diese Ausgabe in Ocker und Rot auf den Umschlag und in Grün und Blau zweifach auf die Innendeckel der Leinenkassette gedruckt. – Die Sackleinenkassette, angefertigt von H. Wennberg, Stuttgart, wurde mit einem dreifarbigen Holzschnitt bedruckt. – Siehe auch KatNr. 678.

58,5 : 39,5 cm. 29, [3] Seiten.

Fürst 65/41–54. – Fichtner/Bartelke 182. – Spindler 161.7. –

682  HAP Grieshaber – Pablo Neruda. Die Höhen von Macchu Picchu.

€ 400

Übertragung aus dem Spanischen von Rudolf Hagelstange. Mehrfarbige Original-Holzschnitte von HAP Grieshaber. Hamburg, Hofmann und Campe 1965. Mit zehn Farbholzschnitten, davon zwei doppelblattgroße lose beigelegt, die übrigen meist blattgroß im Text. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel. Zusammen mit dem Beiheft in der Originalleinenmappe mit Holzschnittdeckelvignette.

Eins von 190 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren, die auf Pescia-Bütten gedruckt und von Dichter und Künstler signiert wurden (Gesamtauflage 1.000 Exemplare). –Gedruckt in der Stamperia Valdonega, Verona. – Das Beiheft enthält die spanische Originalfassung sowie einen Text von Ernst Kreuder und einen Kommentar von Jürgen von Stackelberg.

43,7 : 33,0 cm (Mappenformat). 34, [2] Seiten, 2 lose Holzschnitte. Beiheft: 26, [2] Seiten.

Fürst 65/100–110 a. – Fichtner/Bartelke 180. – Spindler 119, 32

683  HAP Grieshaber. Der Rhein.

€ 300

Texte von Heinrich Böll und Albrecht Fabri. Köln, Galerie Der Spiegel 1965. Mit fünf signierten Holzschnitten und 16 Tafeln. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den lose beigelegten, signierten Holzschnitten auf Japan (Gesamtauflage 1000). – Die Publikation erschien anlässlich der Einweihung der Bildwand im Foyer der Städtischen Bühnen Bonn. – Die Wiedergaben der 3 x 13 Meter großen Holzwand wurden auf schwarze Kartonblätter und den ebenfalls schwarzen Einband gedruckt.

40,3 : 27,3 cm. [16] Blätter, drei Doppelblätter Holzschnitte.

Fuerst 65/111–115. – Fichtner/Bartelke 179

684  HAP Grieshaber. Die rauhe Alb.

€ 300

Stuttgart, Manus Presse 1968. Mit zwölf Holzschnitten, sechs davon farbig, und 20 Lithographien sowie 14 Faksimiles nach älteren Holzschnitten und einem Porträt. Originalleinenband mit farbigen Deckelillustrationen nach einem Holzschnitt.

Erste Ausgabe. – Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 550). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Grieshabers opulente Liebeserklärung an seine schwäbische Heimat umfasst Beispiele aus seinem gesamten graphischen Œuvre, bemerkenswert neben den frühen Holzschnitten aus den 1930er Jahren auch die 20 Lithographien, eine von ihm eher selten angewandte Technik. – Mit einem Text von Margarete Hannsmann. – Tadellos schönes Exemplar.

40,7 : 50,7 cm. 22 Seiten, 12 Holzschnitte, 20 Lithographien, [2] Seiten.

Fuerst 68/63–94 b. – Fichtner/Bartelke 68. – Spindler 161.10

685  HAP Grieshaber – Rudolf Hagelstange. Ein Gespräch über Bäume.

€ 400

Neun Farbholzschnitte von HAP Grieshaber. München, Bruckmann 1971. Mit neun signierten Farbholzschnitten. Originalleinenband mit -schutzumschlag mit wiederholtem Holzschnitt. Im Originalschuber mit Deckelschild.

Erste Ausgabe. – Eins von 50 Vorzugsexemplaren mit den signierten Holzschnitten (Gesamtauflage 555). – Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Eine kritische künstlerisch-literarische Auseinandersetzung über den Vietnam-Krieg, die auf das Brecht-Zitat »Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über soviele Untaten einschließt«, Bezug nahm.

47,5 : 38,0 cm. [19] Blätter.

Fuerst 71/27–35 und 72/129. – Fichtner/Bartelke 204. – Spindler 119.37

686  Juan Gris – Armand Salacrou. Le Casseur d’Assiettes.

€ 1800

Pièce en un acte. Ornée de Lithographies par Juan Gris. Paris, Galerie Simon 1924. Mit fünf Lithographien, eine davon auf dem Umschlag. Originalbroschur in Chemise mit Rückenschild und Schuber.

Eins von 10 römisch nummerierten Exemplaren »de Chapelle« (Gesamtauflage 110). – Von Künstler und Autor im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf Velin d’Arches. – Die Lithographien im Stein monogrammiert. – Das zweite Buch, das Juan Gris im Auftrag seines Freundes und Patrons Kahnweiler illustrierte. – »Gris’ second second book commissioned by his friend and patron Kahnweiler, for whom he illustrated five books. Their first collaboration was on Max Jabob’s ›Ne coupez pas mademoiselle‹ (1921)« (Garvey, Seite 90).

25,0 : 19,5 cm. [70] Seiten.

Monod 10091. – Rauch 98. – Garvey 125

687  George Grosz – Edgar Firn [d. i. Karl Doehmann]. Bibergeil.

€ 450

Pedantische Liebeslieder. Berlin, A. R. Meyer [1919]. Originalbroschur mit Vorderdeckelillustration von George Grosz.

Erste Ausgabe. – Eins von 1.000 Exemplaren. – Erschienen innerhalb der von Alfred Richard Meyer herausgegebenen »Lyrischen Flugblätter«. – Karl Doehmann zählte nach Walter Mehring Anfang der 1920er Jahre zu »den ganz heterogenen und wunderlichsten Personen«, »ein durchaus seriöser Gelehrter, Sanskritkenner und in den Mußestunden der ›Dada-Daimonides‹ der ›Bibergeil‹-Sonette« (in Berlin Dada, zitiert nach »Das Lachen Dadas«, Seite 240). Mit George Grosz verband Doehmann eine enge Freundschaft, gemeinsam veranstalteten sie einige Berliner Dada-Abende. In den lyrischen Reimen von »Bibergeil« huldigt er dem »Zentralthema der zwanziger Jahre, der Hure und der exzentrischen Metropole« (Hanne Bergius).

21,7 : 16,2 cm. [16] Seiten, einschließlich des mitbedruckten Umschlags.

Lang, Grosz 5. – Raabe, Zeitschriften 144.58. – Josch D 19

688  George Grosz – Richard Huelsenbeck. Doctor Billig am Ende.

€ 200

Ein Roman. Mit acht Zeichnungen von George Grosz. München, Kurt Wolff 1921. Mit acht ganzseitigen Illustrationen. Blauer Originalhalbleinenband mit roten Deckeln, blau-goldener Vignette und vergoldetem Rückentitel.

Erste Ausgabe. – Richard Huelsenbeck (1892–1974) gehörte mit Tristan Tzara, Hugo Ball und Hans Arp zur Gruppe der Zürcher Dadaisten. 1917 schuf er mit Raoul Hausmann eine Berliner Dada-Gruppe. – Sein Roman von Doctor Billig spielt im Berlin der Nachkriegszeit. Neben Kriegsgewinnlern und Schiebern bewegt Billig sich zunehmend selbstbefreit als »wildgewordener Spießer«. – Tadellos erhalten.

24,8 : 19,0 cm. 128, [4] Seiten.

Lang, Grosz 17. – Raabe/Hannich-Bode 132.10. – Göbel 532

689  George Grosz – Pierre Mac Orlan. Port d’eaux-mortes.

€ 200

Récit orné de huit lithographies originales de George Grosz. Paris, Au sans pareil 1926. Mit acht Lithographien. Originalbroschur.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 1000 Exemplaren auf Velin Lafuma (Gesamtauflage 1260). – Mac Orlans Kriminalgeschichte aus den Hafenkneipen in Brest und den Londoner Docks regte Grosz 1925 zu einer Folge von acht Tuschfederzeichnungen an. Die Lithographien im Buch wurden wahrscheinlich im Umdruckverfahren hergestellt, im Nachlass des Künstlers befinden sich die Vorzeichnungen im Maßstab 1:1 mit Einfassungslinien. Alle im Stein signiert. – »An example of Grosz’s satirical illustration in which he savagely attacked society after World War I« (Garvey).

21,1 : 16,2 cm. [2], 80, [2] Seiten, 8 Lithographien. – Umschlag teils stark gebräunt. – Unbeschnitten, innen sehr schön.

Lang 48. – Dückers B IV, 1-8. – Garvey 129. – Monod 7571

690  George Grosz. Abrechnung folgt!

€ 2500 ( R7 )

57 politische Zeichnungen. Berlin, Malik 1923. Mit 57 ganzseitigen Illustrationen nach Zeichnungen. Originalhalbpergamentband mit vergoldeten Titeln und Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Vorzugsexemplaren, auf Bütten gedruckt und von George Grosz im Druckvermerk signiert. – In den Zeichnungen aus in den Jahren 1922/23 karikiert Grosz die herrschenden Kreise und den Militarismus der Weimarer Republik, kritisiert soziale Gegensätze und Wirtschaft, Politik, Militär und Klerus. – Aus der Bibliothek von Wilhelm Kesten, mit dessen gestochenem Exlibris. – Sehr schönes Exemplar der gesuchten Vorzugsausgabe.

27,7 : 20,0 cm. 61, [3] Seiten.

Lang, Grosz 39. – Malik 75. – Hermann 150 b

691  George Grosz. Hintergrund.

€ 400

17 Zeichnungen zur Aufführung des »Schwejk« in der Piscator-Bühne. Berlin, Malik 1928. Titelblatt und 17 Tafeln. Lose in gelber illustrierter Originalmappe.

Erste Ausgabe. – Auf fein geripptem Bütten. – Vollständiges Exemplar. In einem Teil der Auflage fehlen die Blätter 2, 9 und 10, die in Folge der gegen Grosz und Wieland Herzfelde erhobenen Anklage wegen Gotteslästerung bei vielen Exemplaren beschlagnahmt und nach Prozessende und Urteilsspruch vernichtet wurden. – Grosz’ Zeichnungen entstanden im Zusammenhang mit der von Brecht und Piscator gemeinsam dramatisierten Fassung von Haseks Roman. Für die Aufführung wurde ein Trickfilm produziert, der im Bühnenhintergrund gezeigt wurde. – Dazu: Dubletten der Blätter 4, 5, 8, 14, 15 und 16 in der Variante ohne Textzeile. Diese auf stärker geripptem Bütten.

17,5 : 26,5 cm. 18 + 6 Blätter. – Umschlaglaschen im Falz eingerissen und mit kleinen Randknicken und -einrissen. – Titelblatt mit winzigem Eckknick.

Dückers M VI, 1–17. – Lang, Grosz 51. – Hermann 165. – Malik 165

692  George Grosz – Zwei frühe französische Monographien.

€ 300

Paris 1924 und 1927. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschuren.

I. Italo Tavolato. Georg [sic!] Grosz. Rom, Valori Plastici 1927. Mit 32 ganzseitigen Abbildungen. Einleitender Text von George Besson. – II. Marcel Ray. George Grosz. Paris, Crès 1927. Mit einem Fotoporträt, 30 Tafeln und zehn ganzseitigen Abbildungen. – Beide in erster Ausgabe, der französische Text des italienischen Futuristen Tavolato erschien auch im Pariser Verlag Cres.

19,5 : 14,0 cm. 13, [3] Seiten, 32 Tafeln. – 19,5 : 15,0 cm. 70, [8] Seiten, 31 Tafeln.

693  [Karl-Heinz] Hansen-Bahia. Holzschnittfolge über das Leben und die Taten des Prinzen Eugen.

€ 400

Wien und München, Anton Schroll 1963. 16 signierte und nummerierte Holzschnitte, zusammen mit Titelblatt und Inhaltsverzeichnis in Originalleinenkassette.

Eins von 40 Exemplaren. – Handdrucke auf Japan und in Passepartouts montiert.

39,5 : 31,5 cm (Mappenformat). 16 Holzschnitte, [4] Seiten.

Kothé 246

694  Hansen-Bahia. Zweiundzwanzig farbige Holzschnitte zu »Lukian Die Hetärengespräche«.

€ 400

22 Farbholzschnitte. 1971. 53 : 39 cm. Alle signiert.

Exemplar 48/50. – Die Mappenausgabe mit den unbeschnittenen und ungefalzten Holzschnitten erschien zur Vorzugsausgabe des Buches. – Buch und Suite wurden gedruckt bei Hans Christians und ediert von Dr. Ernst Hauswedell, Hamburg. – Zusammen mit Titelblatt lose in der Originalleinenmappe. – Der gebürtige Hamburger Karl-Heinz Hansen (1915–1978) wanderte aus dem Nachkriegsdeutschland nach Brasilien aus. Seit 1947 war er autodidaktisch als Holzschneider tätig und ließ sich Mitte der 1950er in Salvador-Bahia nieder. Jorge Amado fügte dem Namen des Künstlers als Ehrung »Bahia« hinzu. Durch sein Leben unter Fischern, Matrosen, Händlern und Bettlern empfing er wesentliche künstlerische Impulse, seine damals entstandenen Holzschnitte druckte er auf einer kleinen Handpresse.

Kothé S. 22. – Tiessen IV, 16

695  Josef Hegenbarth. Zeichnungen zu fünf Shakespeare-Dramen.

€ 300

Berlin, Rütten & Loening 1957. Mit 135 ganzseitigen Illustrationen. Originalhalblederband mit aufgesetzten Pergamentdeckeln. Im Originalschuber.

Eins von 20 Exemplaren der sehr seltenen Vorzugsausgabe, die vom Künstler signiert und von Beate Glum, Berlin, gebunden wurde. – Mit Zeichnungen zu »Der Widerspenstigen Zähmung«, »König Richard III.«, »Ein Sommernachtstraum«, »Macbeth« und »Der Sturm«. – Mit Erläuterungen und einem Nachwort von Wolfgang Balzer. – Dazu: Giambattista Basile. Das Ziegenantlitz […] mit acht Lithographien von Josef Hegenbarth. Berlin 1960. Originalpappband mit Büttenbezug. Eins von 150 Exemplaren. Jahresgabe des Berliner Bibliophilenabend. – Josef Hegenbarth. Goethes Balladen. Zehn Federzeichnungen. Berlin, Archivarion 1949. Mit 15 Tafeln. Originalhalbleinenband. Eins von 300 Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler signiert. Archivarion-Kunstbibliothek Band I/6.

28,8 : 20,0 cm. 305, [5] Seiten. – Rücken minimal verblasst. Innen und beide Beigaben tadellos.

Löffler D 47, 58 und 18

696  Fritz Löffler. Josef Hegenbarth.

€ 200

Dresden, Verlag der Kunst 1959. Mit einem Frontispiz nach einer Fotografie und zahlreichen, teils farbigen, Abbildungen. Blauer Originalschweinslederband mit Deckelillustration und Kopfgoldschnitt. Im Schuber mit Lederkanten.

Eins von 100 Exemplaren der in Leder gebundenen Vorzugsausgabe, »diese Ausgabe entstand für Riks-Bokhandeln AB Stockholm«. – Werkverzeichnis der Graphiken, Buchillustrationen und Mappenwerke.

26,4 : 19,8 cm. 265, [5] Seiten. – Vorderdeckel mit winzigen Stockflecken.

697  Arminius Hasemann. Vierundzwanzig Original-Holzschnitte zu dem Werke »Himmel und Hölle auf der Landstraße«.

€ 1800

Berlin und Leipzig, B. Behr (Friedrich Feddersen) [1915]. 24 signierte Holzschnitte und ein Titelblatt, lose in Originalpergamentmappe mit einem wiederholten Holzschnitt auf dem Deckel.

Exemplar 4 von 50 der »Liebhaber-Ausgabe«. – Gedruckt unter Aufsicht des Künstlers, jeder Holzschnitt noch mit einer Remarque. – Auf grauem »Van Geldern Zonen«-Bütten. – Blattweise signiert und nummeriert. – Die früheste und bekannteste graphische Folge des Künstlers, die eindrückliche Suitenausgabe ist sehr selten, zumal in der Originalmappe. – Arminius Hasemann (1888–1979) begab sich noch vor dem Ersten Weltkrieg auf zwei mehrmonatige Wanderungen. Die erste führte ihn nach Florenz und Venedig, die zweite, ähnlich einer Walz, durch den Schwarzwald, die Schweiz, Italien, Nordafrika und Spanien. Hasemann verdiente sich seinen Unterhalt als Lautenspieler. Der Kriegsausbruch überraschte ihn in Paris und er kehrte nach Deutschland zurück. Die Eindrücke der Reisen spiegeln sich im vorliegenden Holzschnittzyklus und dem gleichnamigen Buch »Himmel und Hölle auf der Landstraße«. »[…] ein eminent ausdrucksvoller, mit höchst prägnanten Mitteln arbeitender, echt holzschnittmäßiger Stil vereinigt sich in […] dieser Folge mit quellender Phantasie der Erfindung und der scharfen Beobachtung eines genialen Bohémientums zu z. T. ganz rein abgeklärten künstler. Wirkungen« (Thieme/Becker).

Blattformate ca. 34 : 25 cm. – Der Pergamentumschlag etwas fleckig und mit Randeinriss, die Blätter tadellos.

Kat. Lindenau-Museum 1265–1288. – Vgl. Sennewald 15

698  Thomas Theodor Heine – Friedrich Hebbel. Judith.

€ 750

Eine Tragödie in fünf Akten. München, Hans von Weber 1908. Mit zehn Tafeln und zehn Vignetten im Text von Thomas Theodor Heine. Blauer Originalkalblederband mit reich vergoldeten Deckeln, Rücken- und Kopfschnittvergoldung. Im Schuber mit Deckelschild.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Kaiserlich Japan (Gesamtauflage 1100). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auch den Einband entwarf Thomas Theodor Heine. – »Die an Beardsley erinnernde überschlanke Titelfigur, die sich vom abgeschlagenen Haupt des Holofernes abwendet, ist zu einer der meistverbreiteten Jugendstilillustrationen geworden« (Alfred Langer, in: »Jugendstil und Buchkunst«, Leipzig 1994). – Schönes Exemplar.

21,8 : 18,2 cm. [2], 71, [1] Seiten, 10 Tafeln. – Ränder und Rücken minimal verfärbt. Schwache Bereibungen an Kanten, Ecken und Hinterdeckel.

Schauer II, 10

699  Felix Hoffmann – Werner Bergengruen. Die drei Falken.

€ 300

Eine Novelle. Mit Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. Frankfurt am Main, Trajanus-Presse 1956. Mit neun Farbholzschnitten, davon vier blattgroß. Rehbrauner Maroquinband mit geometrischer Blindprägung und Kopfgoldschnitt (signiert: W. Schaffner, Rheinfelden). Im Schuber.

Siebter Druck der Trajanus-Presse. – Eins von 350 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler und Autor signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten mit dem Wasserzeichen der Trajanus-Presse. – »In Bergengruens männlicher Novelle […] verbinden sich die Flächen seiner farbigen Holzschnitte auf hohen Oktavseiten mit einem großen Grad der Palatino von Zapf« (Schauer I, 249). – Das eigentlich nicht seltene Buch hier in einem schönem unikalem Handeinband.

28,5 : 18,5 cm. [4], 61, [7] Seiten.

Tiessen 23. – Spindler 40.7. – Schauer II, 141 (mit Abbildung)

700  Felix Hoffmann. Dialog.

€ 300

33 Etüden auf Holz nach Theaterskizzen. [Aarau] 1960. 33 signierte Holzschnitte. Lose mit dem Textblatt in Originalumschlag.

Exemplar 19/30. – Geschnitten im Winter 1959/60 und […] auf der eigenen Handpresse abgezogen. – Auch das Textblatt signiert. – Auf verschiedenen Büttenpapieren abgezogen. – Selten und tadellos erhalten.

27,5 : 21,0 cm.

Tiessen, Hoffmann 38