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Lot 651 – 700 | Hesse-Auktionen
Lot 651 – 700

651  Das Prisma – Kasimir Edschmid. Die Engel mit dem Spleen.

€ 200

Mit Steinzeichnungen von Robin Genin. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit sieben signierten Lithographien. Weinroter Originalziegenlederband mit Vergoldung (signiert: Handeinband Wübben & Co., Berlin).

Das Prisma, Band 14/15. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 115, [1] Seiten. – Rücken und oberer Rand verblasst.

Sennewald I, 14/15

652  Soncino-Gesellschaft – Jakob Steinhardt. Neun Holzschnitte zu ausgewählten Versen

€ 300

aus dem Buche Jeschu ben Elieser ben Sirah mit einer Einleitung von Arnold Zweig. Berlin, Soncino-Gesellschaft 1929. Mit neun blattgroßen Holzschnitten. Originalhalbpergamentband.

Neunte Publikation der Soncino-Gesellschaft. – Erschienen als Gabe für die Mitglieder anlässlich der Jahresversammlung 1929. – Eins von 800 Exemplaren auf Bütten. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Hebräisch-deutscher Paralleltext. – Die hebräische Drucktype ist ein Originalguss aus alten Matrizen, wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. – Das Buch ist Dr. Siegfried Wolff, dem ersten Vorsitzenden der bibliophilen Gesellschaft, gewidmet. – Blockbuchbindung. – Jakob Steinhardt (1887–1968) studierte an der Akademie der Künste, Berlin, bei Lovis Corinth und Hermann Struck. – Beiliegend: Mitteilungen der Soncino-Gesellschaft. Nr. 4, Februar 1929. Klammergeheftete Originalbroschur. – Beide sehr gut erhalten, äußerst selten.

28,0 : 19,2 cm. [32] Seiten.

Deutsche Bibliophilie 1898–1930, Seite 202

653  Einbände – Hellgrauer Ecrasélederband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 800

mit reicher Deckelvergoldung. – Inhalt: Hegel in seinen Briefen. Ausgewählt und herausgegeben von Richard von Delius. München, Rupprechtpresse für C. F. Hirth 1918.

Drittes Buch der Rupprechtpresse. – Eins von 200 Exemplaren. – Auf Bütten. – Der elegante Einband wird von der üppigen Deckelvergoldung (17 umlaufende Fileten) bestimmt. Der Rückentitel in einer kursiven Groteske wurde wie auch Kopfschnitt, Steh- und Innenkantenfileten vergoldet. – Tadellos erhalten, der Einband mit Schutzpapierumschlag und in Dorfners gefütterter Halbleinenbox.

24,3 : 16,2 cm. 81, [7] Seiten.

Backe S. 118. – Rodenberg 129, 3

654  Einbände – Roter Kalblederband von Otto Dorfner

€ 400

mit ornamentaler Blindprägung. – Inhalt: Hans Christian Andersen. Des Kaisers neue Kleider. Berlin, [Eigenbrödler Verlag] 1920. Mit sechs kolorierten Illustrationen von Charlotte Bud.

Eins von 600 Exemplaren. – Gedruckt bei J. G. Preuß, Berlin, für den (nur auf dem hier nicht mehr vorhandenen Originaleinband genannten) Eigenbrödlerverlag. Für diesen, dem illustrierten Buch stets zugewandten Verlag, illustrierte Charlotte Bud noch ein Märchen der Brüder Grimm. Über den Verlag, der 1919 in Berlin gegründet wurde und nach eigenem Bekunden »hauptsächlich Werke mit Radierungen in nummerierter oder unnummerierter Auflage« edieren wollte, finden sich in den einschlägigen Bibliographien keine Informationen. Nach freundlicher Auskunft von Hermann Staub (Historisches Archiv des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) leiteten u. a. Robert Johndorff, Artur Lokesch, Willy Stuhlfeld sowie Ernst Nicolas und Paul Eipper zeitweise den Verlag. 1930 erfolgte die Umfirmierung in »Deutsch-Schweizerische Verlagsanstalt AG«. 1932 erlosch der Verlag durch Konkurs. – Der Vorderdeckel mit stilisierter Kaiserkrone, die Bünde mit kleinen Zierstücken, Rücken mit dem Verfassernamen, alles in Blindprägung. Kopfschnitt und Innenkantenfilete wurden vergoldet, die Vorsätze aus handmarmoriertem Buntpapier gefertigt. – In der Originalhalbleinenbox Dorfners.

22,0 : 17,5 cm. [16] Seiten. – Deckel minimal stockig.

655  Einbände – Gelber Saffianlederband von Otto Dorfner, Weimar,

€ 600 ( R7 )

(signiert) mit ornamentaler Vergoldung. – Inhalt: Der erwachte Schläfer. Die Geschichte von den drei Derwischen. Potsdam, Müller 1920. Mit zehn montierten Farbtafeln nach Edmund Dulac.

Unikales Exemplar innerhalb der 150 auf starkes graues Handbütten gedruckten Vorzugsexemplare: »Dieses Exemplar wurde in Ganzleder nach einem Entwurf von Otto Dorfner als Sondereinband hergestellt«. Bei diesem Vorzugsexemplar scheint der ursprüngliche Druckvermerk entfallen zu sein, wir finden keinen Hinweis auf den Illustrator (außer seiner Signatur in den Bildern) und auf die Übersetzerin Else von Holländer. – Der Einband des Leiters der Weimarer Bauhausbuchbinderei mit zwei großen vergoldeten Rhomben auf den Deckeln, die Rückenfelder teils ornamental verziert, eines mit dem Rückentitel. Deckel- und Innenkanten mit vergoldeten Fileten, Kopfschnitt vergoldet, Vorsätze aus bronzefarbenem Marmorpapier. – Die schöne Vorzugsausgabe innen tadellos, der Einband mit etwas Patina.

24,3 : 17,0 cm. 107, [3] Seiten, 10 Tafeln. – Rücken etwas nachgedunkelt und, wie beide Deckel, mit kleinen Flecken. – Vorblatt mit Widmung, weiteres mit Kleberest von Exlibris.

656  Einbände – Grauer geglätteter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar,

€ 1500

mit reicher ornamentaler Vergoldung. – Inhalt: Q. Valerius Catullus (Gedichte). Deutsch von Ernst Hohenemser. [Berlin], Officina Serpentis 1922. Mit einer Randleiste, einem Initial und Signet von Ansgar Schoppmeyer nach Entwürfen von Marcus Behmer.

Überaus prächtiger Handeinband Dorfners, der beide Deckel mit ineinander verschlungenen Bordüren verziert. – Rückentitel und -fileten, Kopfschnitt sowie Steh- und Innenkantenfileten vergoldet. – Tadellos erhalten. – Eins von 120 Exemplaren auf Hahnemühle-Bütten (Gesamtauflage 150). – Auf Bütten. – Ganz im Sinne Tieffenbachs, der mit seiner Officina Serpentis anstrebte, »vollkommene Bücher auch durch Übernahme bewährter Gestaltungsformen« (Jürgen Eyssen) zu gestalten, entwarf Marcus Behmer den üppigen Randschmuck des Widmungsblatts nach alten Vorlagen. Seine Vorlagen wurden für diese Ausgabe von Bruno Rollitz in Holz geschnitten und – wie die Kolumnentitel – in Rot gedruckt. –.

28,0 : 20,5 cm. [4], 84, [4] Seiten.

Backe/Köppen 38. – Rodenberg 111. – Eyssen Seite 92

657  Einbände – Rostroter geglätteter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 800

mit reicher Blindprägung. – Inhalt: Hans Sachsens ausgewählte Werke. Gedichte. Dramen. Leipzig, Insel 1923. Mit 43 Textillustrationen und elf auf gefalteten Tafeln, alle nach Holzschnitten, alle koloriert.

Auch einige Exemplare der zweiten Auflage (7.–10. Tausend) wurden als Vorzugsausgabe koloriert. – Band 1 mit zwei ausfaltbaren Notenbeilagen und einer Tafel mit Handschriftfaksimile. – Die Abbildungen nach Holzschnitten von A. Dürer, H. S. Beham, J. Amann u.a. – Beide Bände in einem eleganten Dorfer-Einband, dieser tadellos erhalten und in gefütterter Originalbox. – Beide Deckel mit reicher geometrischer Verzierung aus blindgeprägten Fileten, Steh- und Innenkanten mit vergoldeter Filete. – Rückentitel in blindgeprägten Frakturtypen.

23,7 : 14,0 cm. XI, [3], 317, [1] Seiten, 13 Tafeln; [8], 354, [6] Seiten. – Kassettenfutter etwas stockfleckig.

Sarkowski 1386 B

658  Einbände – Schwarzer Kalblederband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 800

mit Vergoldung und blau-goldenen Marmorpapiervorsätzen. – Inhalt: Der Babylonische Talmud in Auswahl übertragen und erläutert von Jakob Fromer. Berlin, Brandus [1924?]. Mit einem blau-gold lithographierten Doppeltitel und ebensolcher Kopfvignette.

Erste Ausgabe dieser Übertragungen, die im Auftrag des Verlages von 1919 bis 1923 entstanden. – Otto Dorfner verzierte den Vorderdeckel mit einem vergoldeten Davidstern, den geläufigen Kreuzen auf christlichen Gesang- und Gebetsbüchern nicht unähnlich. Rückentitel und Bordüren sowie der Kopfschnitt ebenfalls vergoldet. Das Blau-Gold der Vorsatzpapiere zitiert die Farben des schönen Doppeltitels. – Sehr schön erhalten.

17,0 : 12,1 cm. 580, [4] Seiten.

659  Einbände – Senffarbener geglätteter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 600

mit ornamentaler Blindprägung und vergoldeten Fileten. – Inhalt: Hans Christian Andersen. Das Märchen von den Zwölfen mit der Post. Leipzig und Zerkall 1925. Mit Buchschmuck und Vignetten von Ellen Beck.

Nummeriertes Exemplar. – Auf Bütten. – Jahresgabe der Leipziger Druckerei Schelter & Giesecke und der Papierfabrik Renker in Zerkall. – Die Druckleitung hatte Georg Belwe inne, gesetzt wurde der kleine Text aus F. H. E. Schneidlers neuer Schwabacher. – Nur die rechten Seiten mit Text, darüber je eine in Grün gedruckte Kopfvignette, rückseitig je eine, ebenfalls grüne, Vignette. – Die Deckelränder mit einer breiten Bordüre aus vielen kleinen blindgeprägten Dreiecken. Kopfschnitt, Steh- und Innenkanten vergoldet. Mit Schutzpapierumschlag in der Originalhalbleinenbox Dorfners.

19,5 : 13,7 cm. [32] Seiten.

660  Einbände – Wolfram Suchier. Prinz Eugen als Bibliophile.

€ 450

Weimar, Lothar Hempe 1928. Mit einem Porträt und einer Wappendarstellung. Brauner geglätteter Maroquinband; Deckeltitel, Fileten und Kopfschnitt vergoldet (Otto Dorfner, Weimar).

Vierter Centodruck. – Unnummeriertes Exemplar, laut Druckvermerk wurden die ersten fünf der insgesamt 100 Exemplare in Maroquin gebunden. – Der Einband blieb unsigniert, stammt jedoch aus dem Nachlass von Otto Dorfner.

21,3 : 17,5 cm. 30, [2] Seiten, 1 Tafel.

661  Einbände – Leuchtend roter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 500

mit Vergoldung. – Inhalt: Hans Wahl. Wieland und Napoleon. Weimar, Axel Duncker 1933. Mit drei Lichtdrucktafeln, davon zwei koloriert.

Sechster Centodruck. – Über die Auflage von 100 Exemplar hinaus gedruckt. – Auf Antik Van Gelder-Bütten. – Die Illustrationen nach dem Kupferstich »Wieland und Napoleon« von Hans Veit Schnorr von Carolsfeld, einem zeitgenössischen Wieland-Porträt und einem faksimilierten Dekret. – Ebenso schön wie selten.

25,5 : 19,5 cm. 45, [3] Seiten, 3 Tafeln. – Rücken mit kleinen Stockflecken.

Günther/Zeilinger 2659

662  Einbände – Blau-roter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 800

mit reicher Vergoldung. – Inhalt: Jahrbuch der Einbandkunst. Herausgegeben von Erhard Klette. Vierter Band. Leipzig, H. Haessel 1937. Mit zahlreichen Abbildungen auf 64 Tafeln.

Der letzte von vier erschienenen Bänden. Das ambitionierte Projekt wurde 1927 eröffnet. – Druckvermerk: »Dieses Exemplar wurde für Otto Dorfner auf handgeschöpftem Bütten abgezogen«. – Prachtvoll gebunden in dunkelblaues und ziegelrotes Maroquinleder, beide Deckel mit breiter umlaufender Filetenvergoldung, die sich auf den fünf Rückenfeldern wiederholt. Innenkanten mit dreifacher vergoldeter Filete, Spiegel mit grau gefärbtem Pergament bezogen, die Vorsätze aus grauem Bütten. Zweifarbig handumstochene Kapitalbändchen, Kopfschnitt vergoldet. – Tadellos erhalten, in Schutzpapierumschlag und dem samtgefütterten Schuber mit blauen Lederkanten. – Mit Beiträgen und Abbildungen zur Einbandkunst, unter anderem von Adolf Schmidt, Ilse Schunke, Otto Dorfner, Hermann Herbst und vielen anderen. – Die Tafeln mit Abbildungen alter Einbände und Arbeiten von Otto Fratzscher, Albin Heumer, Heinrich Engel, Otto Dorfner, Franz Weiße, Bruno Scheer, Emil Kretz u. a., darunter auch »symbolbeladene« Prachteinbände für offizielle Stellen des Dritten Reiches.

31,2 : 23,0 cm. VIII, 216, [1] Seiten, 64 Tafeln.

663  Einbände – Sechs grüne Buntpapiereinbände von Eva Aschoff mit rot-schwarz kalligraphiertem Pergament-Rückenschild.

€ 600

– Inhalt: Annette von Droste-Hülshoff. Sämtliche Werke. Erster [bis] Vierter Band [in sechs Teilen]. München, Georg Müller 1925. Mit sechs Porträttafeln.

Erste kritische Gesamtausgabe der Werke, herausgegeben von Karl Schulte Kemminghausen in Verbindung mit Bertha Badt und Kurt Pinthus. – Die Buchrücken unter dem Bezugspapier aus Pergament, das an den Kapitalen sichtbar bleibt. Kapitalbändchen aus rotem Leder. – Typische Einbandarbeit der Freiburger Buchbinderin, wohl in den 1930er Jahren entstanden. Eva Aschoff (1900–1969) studierte Anfang der 1920er Jahre an der Stuttgarter Kunstakademie bei F. H. E. Schneidler Kalligraphie und in der Buchbinderei bei Wilhelm Schlemmer, dem Bruder von Oskar Schlemmer. Wichtige handwerkliche Impulse gewann sie bei Frieda Thiersch. In Freiburg/Br. eröffnete sie 1928 eine eigene Buchbinderei, die sie bis kurz vor ihrem Tod betrieb. – »Eva Aschoffs eigener Schwerpunkt, jedenfalls Fülle und Reichtum ihres Schaffens, liegt auf einem Gebiet, für das es keinen rechten Namen gibt, wir sagen ›Buntpapier‹. […] Hieraus hat sich etwas wohl durchaus Einmaliges entwickelt […]« (Gerhard Bonhoff, in: Imprimatur NF II, S. 20). Berühmt wurde Eva Aschoff sowohl für ihre kalligraphische Kunst als auch für die handgefärbten Buntpapiere. Beide Elemente verbinden die vorliegenden Einbände auf das Schönste. – Dazu: Siegfried Reinhard Büge. Der Pappband. Hamburg [1975]. Nummeriertes Exemplar der Sonderausgabe. Diese wurden vom Verfasser handgebunden, das Bezugspapier stammt von Ingeborg Börgeson, Schweden. Lederrückenschild. Auf Seite 33 Abbildung der obigen Ausgabe.

20,3 : 14,0 cm. – Kopfschnitt leicht fleckig.

Hagen, Handbuch 1

664  Einbände – Hellbrauner Rindslederband von Otto Gurbat (signiert).

€ 450

– Inhalt: Spinoza. Vom Weg der Erkenntnis. Mit Versen des Angelus Silesius. Zusammengestellt von Carl Gebhardt. Frankfurt 1929.

Otto Gurbat (1887–1975) arbeitete seit den 1920er Jahren als Buchbinder, publizierte aber auch zu graphischen Techniken und Papierherstellung. Er war Mitglied des Bundes »Meister der Einbandkunst«. – Mit einem Ausstellungsschild »Entw. + Ausf. O. Gurbat« des Instituts für angewandte Kunst, das 1952 und 1953 als Ausgliederung der 1946 gegründeten Kunsthochschule Berlin-Weißensee existierte. – In seiner reduzierten Gestaltung beeindruckende Arbeit Gurbats. – In gefüttertem Schuber mit Lederkanten. – Das Buch wurde 1929 als drittes Werk der Frankfurter Gutenbergpresse gedruckt. – Eins von 400 Exemplaren.

26,8 : 18,7 cm. [8], 39, [5] Seiten.

665  Einbände – Canticum Canticorum.

€ 1800

The Song of Songs. With thirty Lithographs by Gerhart Kraaz. Frankfurt am Main, Ars Libri 1962. Mit 28 Lithographien im Text, eine lose beiliegend. Weinroter Maroquinband von Roland Meuter, Ascona, mit vergoldeten Titeln in Halblederkassette mit Rückenvergoldung.

Eins von 200 Exemplaren der englischen Ausgabe mit einer beigelegten Lithographie (englische Gesamtauflage 250, nach einer Anmerkung im Kraaz-Werkverzeichnis wurde der größte Teil dieser englischen Ausgabe mangels Nachfrage von de Beauclair eingestampft). – »The Berkeley Version of the Songs of Songs has been chosen for this edition and is here printed with the permission of the Zondervan Publishing House in Grand Rapids, Michigan« (Druckvermerk). – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Gerhard Kraaz’ Hohes Lied war der erste Druck Gotthard de Beauclairs in seinem Verlag »Ars librorum«, der anfangs noch unter »Ars libri« firmierte, und zugleich die erste größere buchkünstlerische Arbeit des Künstlers (1909–1971). – Zwei weitere Lithographien zierten die Deckel des Originaleinbands. – Tadellos erhalten, prachtvoll gebunden.

47,6 : 32,4 cm. [2], 40, [4] Seiten. 1 Lithographie. – Letzte Doppelseite mit Abklatsch (von Lesezeichen?).

Löffler B8 c. – Spindler 40.21

666  Einbände – Voltaire. Dunkelroter Originalmaroquinband von Roland Meuter

€ 1800

mit Deckelillustration in Lederapplikation, Blindprägung und vergoldeten Fileten. Rückentitel, Stehkantenfileten und Kopfschnitt (gepunzt) vergoldet. Mit Halbledermappe in Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel. – Inhalt: Imre Reiner – Voltaire. La Princesse de Babilone. Bois gravés de Imre Reiner. Bern, Les Belles Feuilles 1942. Mit zwölf teils blattgroßen Textholzschnitten, gedruckt in Schwarz bzw. Braun, und elf zweifarbigen Holzschnitt-Initialen. Bern, Les Belles Feuilles 1942. Mit zwölf teils blattgroßen Textholzschnitten, gedruckt in Schwarz bzw. Braun, und elf zweifarbigen Holzschnitt-Initialen. Dunkelroter Originalmaroquinband mit Deckelillustration in Lederapplikation, Blindprägung und vergoldeten Fileten. Rückentitel, Stehkantenfileten und Kopfschnitt (gepunzt) vergoldet (signiert: R. Meuter, Ascona). Mit Halbledermappe in Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel.

Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren »hors commerce«, wie die 30 Vorzugsexemplare auf Japon Imperial und mit einer Extrasuite aller Holzschnitte. – Eine der frühesten Arbeiten Imre Reiners. – Sehr selten und hier in einem Handeinband Roland Meuters. Ein nahezu identischer Einband zu dieser Ausgabe findet sich in der Sammlung der Barbara Achilles-Stiftung Hamburg (Katalog 2012, Nr. 423 mit Abbildungen). – Voltaires Märchen, erstmals 1768 in Genf erschienen, wird von Reiner »in überaus abwechslungsreicher, doch zurückhaltender Weise mit Holzstichen illustriert, die das Werk rhythmisch auflockern.« (Kritter). – Tadellos erhalten.

32,0 : 25,5 cm. [6], 115, [11] Seiten.

Reiner III, 8. – Tiessen II, 8. – Kritter 11

667  Max Klinger – Klinger · Beethoven.

€ 750

XIV. Kunstausstellung der Vereinigung Bildender Künstler Österreichs Secession Wien. Wien 1902. Mit 16 blattgroßen Holzschnitten und reichem Buchschmuck, alles meist zweifarbig gedruckt. Originalbroschur mit dem orangefarbenen Bezugspapier der Wiener Werkstätte.

Der seltenste und gesuchteste Wiener Secessionskatalog, der einzige mit Originalgraphiken. – In Orange und Schwarz auf Bütten gedruckt. – Erschienen anlässlich der ersten öffentlichen Ausstellung von Max Klingers Beethoven-Plastik. Diese fand, nach siebzehnjähriger Arbeit an dem Monument, im April/Juni 1902 in einem eigenen Raum des Secessionsgebäudes statt. Unter Leitung von Josef Hoffmann wurden alle Ausstellungsräume aus diesem Anlass von Secessions-Künstlern zu einem Gesamtkunstwerk umgestaltet. Der für diese Ausstellung geschaffene Beethovenfries von Gustav Klimt zählt heute zu dessen Hauptwerken und den Höhepunkten des Wiener Jugendstils.– Mit Holzschnitten von Ferdinand Andri, Rudolf Jettmar (2), Friedrich König (2), Max Kurzweil, Maximilian Lenz, Wilhelm List, Elena Luksch-Makovsky (2), Karl Moll, Koloman Moser, Felician von Myrbach, Emil Orlik (2) und Ernst Stöhr sowie zahlreichen, meist zweifarbig gedruckten Initialen und Künstlermonogrammen, alle entworfen von Secessions-Mitgliedern. – Enthält unter anderem als Titel die verkleinerter zweifarbiger Wiedergabe des Ausstellungsplakates von Alfred Roller, zwei Lagepläne, Auszüge aus Klingers »Malerei und Zeichnung«, Verzeichnis der Aussteller und Secessions-Mitglieder sowie viele Anzeigen.

17,8 : 15,5 cm. 85, [13] Seiten. – Bindung teils etwas gelockert. – Die Broschur war zwischenzeitlich eingebunden, Papierreste auf dem Rücken.

668  Joseph von Divéky – E. T. A. Hoffmann. Klein Zaches, genannt Zinnober.

€ 600

Ein Märchen. Mit Nachwort von Ed. Castle und Zeichnungen von Joseph von Divéky. Wien und Leipzig, Rosenbaum 1911. Mit 20 ganzseitigen Illustrationen, zehn figürlichen Initialen und neun Schlussvignetten, alle nach Zeichnungen. Originalpergamentband, Deckelvignette, Rückentitel, Fileten und Kopfschnitt vergoldet, Schließbänder aus schwarz-weiß-kariert gewebten Seidenbändern (signiert: Wiener Werkstätte).

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 30 Vorzugsexemplaren auf Kaiserlich Japan und von der Wiener Werkstätte in Pergament gebunden, die weiteren 270 Exemplare erschienen in einem außerhalb der Werkstätte gearbeiteten Ledereinband. – Josef von Divéky (1887–1951) zählte zu den wichtigsten Mitarbeitern der Wiener Werkstätte. Er illustrierte eine Reihe von Büchern, bekannt wurden vor allem seine leuchtend-farbigen Illustrationen zu Heines Tanzpoem »Doktor Faust«. – Die Vorsatzpapiere in Grün, Blau und Schwarz lithographiert.

18,2 : 13,3 cm. 205, [3] Seiten. – Titelblatt mit Besitzvermerk »Evelyn Landing, 1913 NJ«.

Schweiger, Wiener Werkstätte S. 260. – Sennewald 11, 1 (ungenau)

669  Max Linde. Edvard Munch.

€ 300 ( R7 )

Neue Ausgabe. Berlin, Friedrich Gottheiner 1905. Mit einem dreifarbigen Klischeedruck sowie zwölf Abbildungen, teils auf Farbtafeln. Originalbroschur mit montiertem Deckelbild.

Frühe Ausgabe einer der ersten Monographien über Edvard Munch (1863–1944). – Das Heft enthält u. a. einen dreifarbigen Klischeedruck auf Bütten nach dem Farbholzschnitt »Begegnung im Weltall«, der zeitgleich entstandene Farbholzschnitt »Das Herz« ist auf der ersten Tafel reproduziert. – Der Lübecker Kunstsammler und Mäzen Max Linde hatte engen Kontakt zu dem norwegischen Künstler, der ab 1902 oft Gast in der »Lindeschen Villa« war und dort für längere Zeit lebte und arbeitete. Eins der Hauptwerke Munchs ist das Gemälde »Die Söhne des Dr. Linde«.

27,5 : 22,0 cm. 14, [2] Seiten, 6 Tafeln.

Vgl. Schiefler 134/135

670  Henri de Toulouse-Lautrec – Théodore Duret. Lautrec.

€ 900 ( R7 )

Paris, Bernheim-Jeune 1920. Mit einer Radierung, einer Lithographie und 36 Tafeln nach Gemälden und Zeichnungen. Neuer grüner Halblederband mit Kammkleisterpapierbezug; Originalumschlag mit der in Grün gedruckten Deckelillustration eingebunden. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe dieser wichtigen, reich illustrierten Monographie. – Exemplar »H.C.«, wie weitere 100 Exemplare auf Velin d’Arches (nummerierte Gesamtauflage 200). – Mit der Radierung »Portrait de Tristan Bernard« und der Lithographie »L’Argent«. – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung des wichtigen Kunstkritikers »A mon ami Nicolle«.

26,3 : 20,8 cm. [4], 124, [8] Seiten. – Tafelränder gebräunt, sonst sehr schön.

671  Franz von Bayros – Die sechzehnte Ehefreude.

€ 250

Eine Satire auf die fünfzehn Freuden der Ehe. Übersetzung und Urtext. Wien, Dr. Rud. Ludwig 1909. Mit Buchschmuck von Franz von Bayros. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Titel (signiert: Wiener Werkstätte). – Widmungsexemplar

Eins von 575 Exemplaren (Gesamtauflage 600). – Gedruckt auf Strathmore-Japan. – Text in Deutsch und Französisch, Übersetzung von E. K. Blümml und J. Latzenhofer. – Das französische Original dieser Satire auf Antoine de La Sales fünfzehn Freuden erschien 1866 in Paris. – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung des Übersetzers Emil Karl Blümml für den Schriftsteller Otto Schabbel »zur frdl. Erinnerung an die letzten Febertage 1908«.

16,5 : 11,5 cm. 43, [1] Seiten. – Das marmorierte Bezugspapier etwas verblasst.

Hayn/Gotendorf IX, 340 »Selten!«

672  Samuel Beckett. Dramatische Dichtungen in drei Sprachen.

€ 400 ( R7 )

Suhrkamp, Frankfurt am Main 1981. Originallederband mit Rückenvergoldung.

Im Druckvermerk vom Autor signiert. – Einmalige Luxusausgabe beider Teile in einem Band, anlässlich des 75. Geburtstags von Samuel Beckett. – Dünndruckausgabe. – Französische Originalfassung, englische und deutsche Übersetzung.

20,9 : 13,5 cm. 529, 423, [11] Seiten.

673  Max Beckmann. Ebbi.

€ 200 ( R7 )

Eine Komödie. Leipzig, Reclam 1984. Mit einer Radierung und sechs ganzseitigen Abbildungen nach Radierungen. Originalpappband mit -schuber.

Vierter Druck der Dürer-Presse. – Eins von 100 Exemplaren für den Reclam Verlag Leipzig, weitere 100 wurden für die Büchergilde Gutenberg gedruckt (Gesamtauflage 250). – Mit der Radierung »Dostojewski II« von Max Beckmann, gedruckt von der Originalplatte durch Thomas Ranft auf Hahnemühle-Bütten und rückseitig mit dem Nachlassstempel und Signatur Peter Beckmanns. – Die erste Ausgabe von Beckmanns Komödie erschien 1924, gedruckt in der Wiener Johannis-Presse. – Die bibliophile Neuausgabe der Leipziger Dürerpresse verwendet im Gegensatz zur damaligen Ratio-Latein von F. W. Kleukens eine Grotesk, die die moderne Zeitlosigkeit des Textes und die Unvergänglichkeit des graphischen Zyklus verdeutlichen. – Tadellos erhalten.

29,7 : 21,4 cm. 42, [6] Seiten, 6 Tafeln.

Hofmaier 187 D. – Spindler 67.5

674  Max Beckmann – Stephan Lackner. Der Mensch ist kein Haustier.

€ 450

Drama. Mit sieben Originallithographien von Max Beckmann. Paris, Editions Cosmopolites 1937. Mit sieben Lithographien und einer Titelvignette. Originalbroschur mit Deckelvignette.

Erste Ausgabe. – Exemplar der unnummerierten Auflage. – Der unter dem Namen Ernest Gustave Morgenroth 1910 in Paris geborene Autor erwarb 1933 das erste Gemälde des Künstlers. Den Illustrationsauftrag für das 1934 entstandene Stück übernahm Beckmann 1936; nach 1938 wurde er, mittellos im holländischen Exil, von Stephan Lackner finanziell unterstützt. – Schönes Exemplar.

21,7 : 13,7 cm. 111, [1] Seiten, 7 Lithographien.

Hofmaier 323-329. – Jentsch 168

675  Hans Bellmer – Bellmer-Graphik

€ 200 ( R7 )

Köln, Studio 69 1970. Mit zahlreichen teils farbigen Abbildungen. Illustrierte Originalbroschur im Seidenumschlag und Schuber.

Eins von 120 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer signierten Radierung. – Enthält die zehn reproduzierten Blätter des Zyklus »à Sade« in zwei Fassungen, zwölf Blätter von »Madame Edwarda« und die Folge »Peteite Traité de Morale«. – Der erste Katalog des Kölner »Studio 69« erschien anlässlich der Ausstellung »Ars Erotica«. – Mit einem Text von Horst Albert Glaser.

21,2 : 17,0 cm.

676  Gottfried Benn. Probleme der Lyrik.

€ 300 ( R7 )

3. Auflage. Wiesbaden, Limes 1954. Originalbroschur mit Umschlag.

Vortrag in der Universität Marburg am 21. August 1951. – Auf dem Vorsatzblatt signiert »Gottfried Benn 15. VIII. Flensburg.« – »In der allerletzten Zeit stößt man bei uns auf verlegerische und redaktionelle Versuche, eine Art Neutönerei in der Lyrik durchzusetzen, eine Art rezidivierenden Dadaismus, bei dem in einem Gedicht etwa sechzehnmal das Wort ›wirksam‹ am Anfang der Zeile steht, dem aber auch nichts Eindrucksvolles folgt, kombiniert mit den letzten Lauten der Pygmäen und Andamanesen […]« (Seite 10).

19,7 : 14,0 cm. 48 Seiten.

Vgl. Lohner/Zenner 2.110 (EA 1951)

677  Otto Julius Bierbaum. Mein ABC.

€ 150

Offenbach, Gebrüder Klingspor 1908. Mit 26 ornamentierten Initialen von Heinrich Vogeler, in Gold gedruckt. Leinenband mit dem eingelassenem illustrierten Originalvorderdeckel.

Mit Erlaubnis Otto Julius Bierbaums mit Vogeler-Initialen und Breitkopf-Fraktur für einige Freunde gedruckt. – Die Texte stammen aus »Neubestellter Irrgarten der Liebe« (Insel 1906). – Besonders innen fast druckfrisch erhalten.

15,8 : 14,0 cm. [30] Seiten.

Neteler 197

678  Rudolf Borchardt. Villa.

€ 250

Leipzig, [Insel]1908. Originalpappband mit Buntpapierbezügen.

Erste Buchausgabe. – Privatdruck im Auftrag von Alfred Walter Heymel. – Eins von 100 Exemplaren, das vorliegende für Rudolf Alexander Schröder, womit drei Protagonisten der »Insel« versammelt wären. – Breitrandiger Druck auf Bütten bei E. Haberlandt, Leipzig. – Dazu: Rudolf Borchardt. Pamela. Komödie in drei Akten, (nach Goldoni) neu erfunden. München 1934. Originalpappband (Rücken fehlt). Zweiter Bodmer-Druck. Eins von 100 Exemplaren.

24,5 : 19,0 cm. 43, [5] Seiten. – Rücken fehlt. – Stockfleckig.

Sarkowski 202

679  Rudolf Borchardt – Cornelius Tacitus. De situ moribus et populis Germaniae. Deutschland. Rudolf Borchardt.

€ 400

Lose gefalzte Bogen. 29 : 19 cm. Bremen 1914.

Probedrucke zum zweiten Druck der Bremer Presse. – Von Anna Simons, Schülerin des weltbekannten englischen Schriftkünstlers Edward Johnston, die nun auch zum Mitarbeiterkreis in Bremen zählte, stammen die beiden Titel, die Initiale »D« am Anfang des deutschen Textes und das von ihr abgewandelte Pressensignet Schröders. Wie der Erstling der Presse gesetzt aus der von Willy Wiegand entworfenen und von Louis Hoell geschnittenen 16pt-Antiqua, der ersten eigenen Schrift der Presse. – Vorhanden sind zwei Varianten des Titels und des lateinischen Inhaltsverzeichnisses (einmal Blocksatz, einmal mit Zeilenumbrüchen) sowie ein zwölfseitiger gehefteter Bogen, bei dem der Titel nur mit Bleistift geschrieben wurde, die Seiten I bis III noch ohne Initiale »G«, sowie die vollständige Borchardt-Nachdichtung. – Aus dem Nachlass von Rudolf Borchardt.

680  Algernon Charles Swinburne. Songs before Sunrise.

€ 400

London, Chatto & Windus 1909. Originalhalbleinenband mit zwei Titelschildern.

Eins von 650 Exemplaren auf Aldwych-Bütten für den Verkauf in England und den USA, weitere zwölf wurden auf Pergament gedruckt. – Druck der Florence Press, die Initialen in Rot. – Vorsatzblatt mit eigenhändiger »Versöhnungs-«Widmung von Alfred Walter Heymel für Rudolf Borchardt: »Sind Verstimmungen im Wege | Leg sie weg und ueberlege | Dass nach eines Jahres Frist | Alles gut und anders ist | s[einem] l[ieben] Borchardt Weihnachten 1909«. – Titelblatt mit Rudolf Borchardts eigenhändigem Monogramm »RB | München XII MCMX«. – Zehn Jahre später erschienen bei Ernst Rowohlt Borchardts Swinburne-Nachdichtungen.

25,7 : 19,5 cm. IX, [1], 209, [3] Seiten. – Einband leicht fleckig. – Vorsätze und Vorblätter leicht stockfleckig.

Tomkinson 85, 4. – Ransom 278, 4

681  Alfred Walter Heymel. Die Fischer

€ 200

und andere Gedichte. Berlin, Verlag der Insel bei Schuster & Loeffler 1899. Mit Buchschmuck von E. R. Weiß. Originalhalbpergamentband mit Goldschnitt.

Erste Ausgabe. – Neben der Normalausgabe erschienen 20 Vorzugsexemplare auf Japan in Ganzpergament. – Gedruckt auf Insel-Bütten. – Buchschmuck von Emil Rudolf Weiß: Titelblatt, Widmungsblatt für Bierbaum, Zwischentitel mit Vignetten, zahlreiche Initialen, Bordüren, Deckel und Vorsatzpapiere. – Das Buch wurde zeitgleich mit dem ersten Heft der »Insel« im Oktober 1899 ausgeliefert. – Dazu: Alfred Walter Heymel. Zwölf Lieder. Leipzig, Insel 1905. Mit illustriertem Doppeltitel und Einbandzeichnung von Karl Walser. Illustrierte Originalbroschur mit vergoldetem Deckeltitel. Erste Ausgabe. Eins von 500 Exemplaren auf Insel-Bütten (Gesamtauflage 530). – Eine der frühesten Illustrationsarbeiten von Karl Walser.

17,8 : 12,2 cm. [8], 94, [2] Seiten. – Ohne das Deckelschild, sonst schönes Exemplar.

Sarkowski 726 und Sarkowski 732. – Badorrek-Hoguth B 30. – Schauer II, 57

682  [Alfred Walter Heymel]. An meinen Traumgeist.

€ 250

Sieben Gesänge von ***. August 1913. Leipzig, Insel 1914. Originalhalbpergamentband.

Erste Ausgabe. – Eins von 50 Subskribentenexemplaren, hier Nr. 41 für Rudolf Alexander Schröder. – Auf Hadern-Bütten.

28,5 : 21,5 cm. [16] Seiten. – Innen wie »meist« stark stockfleckig.

Sarkowski 725

683  Walter Benjamin – Marcel Proust. Im Schatten der jungen Mädchen. – Die Herzogin von Guermantes.

€ 400

[Band I und II]. – Übersetzt von Walter Benjamin und Franz Hessel. Berlin, Die Schmiede [1926] und München, Piper 1930. Weiße Originalleinenbände, einer mit Blaudruck, zwei mit Rotdruck, alle drei mit den Originalschutzumschlägen.

Auf den Spuren der verlorenen Zeit, Zweiter und Dritter Roman. – Prousts Hauptwerk, sein siebenbändiger Roman »À la recherche du temps perdu«, erschien im französischen Original von 1913 bis 1927, zum Teil erst nach Prousts Tod. Erst 1926 wagte man sich in Deutschland an eine Übersetzung, nach Rudolf Schottländers »Der Weg zu Swann« folgten die beiden vorliegenden, die einzigen in den kongenialen Übertragungen von Walter Benjamin und Franz Hessel. Alle weiteren deutschen Bände folgten erst nach Kriegsende. – Den Umschlag und die Einbandgestaltung zu Band I, der innerhalb der Reihe »Die Romane des XX. Jahrhunderts erschien, entwarf Georg Salter. Der Piper Verlag übernahm die Einbandgestaltung fast unverändert, die Umschläge zierte nun aber ein Porträtfoto des Autors. – Tadellos erhaltene Exemplare, mit den seltenen Umschlägen und auch diese mit nur minimalen Alterungsspuren.

18,2 : 10,2 cm. 683, [5]; 432; 398, [2] Seiten.

Fromm V, 20882. – Holstein, Salter 125. – Slg. Leinweber 187 und 189, der die Seltenheit der Umschläge betont. – Speck, Proust 162 (mit Abbildung eines abweichenden Umschlags auf S. 236)

684  Walter Benjamin. Ursprung des deutschen Trauerspiels.

€ 750

Berlin, Ernst Rowohlt 1928. Schwarzer Originalleinenband mit goldgeprägten Titeln.

Erste Ausgabe. – Gedruckt bei Poeschel & Trepte, gesetzt aus der Schwabacher Fraktur. – »Entworfen 1916 · Verfaßt 1925 · Damals wie heute meiner Frau gewidmet«. – Das als Habilitationsschrift geplante Werk wurde zeitgleich mit Benjamins, ebenfalls bei Rowohlt erschienenem, Buch »Einbahnstraße« ausgeliefert. – Unter Benjamins »abgeschlossenen Werken wohl das gewichtigste« (Gesammelte Schriften I/3, 868, zitiert nach Leinweber). – Sehr schönes Exemplar.

22,4 : 14,8 cm. 257, [3] Seiten. – Einige Blätter unten mit unbedeutendem Eckknick.

Leinweber 13

685  Pierre Bonnard – Longus. Les pastorales ou Daphnis et Chloé.

€ 3000

Traduction de J. Amyot. Revue, corrigée […] par P.-L. Courier. Lithographies originales de P. Bonnard. Paris, Ambroise Vollard 1902. Mit 151 Lithographien im Text. Grüner Maroquinband mit Seidenvorsätzen; Rückentitel, Stehkantenfileten und fünffache auf den Innenkanten sowie Kopfschnitt vergoldet (signiert: H. Fikentscher, Leipzig 1920). Im Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen – Eins von 200 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten mit dem Wasserzeichen »Daphnis et Chloé«. – Neben »Parallèlement« von Paul Verlaine das zweite große Frühwerk des Künstlers, beide erschienen im Verlag seines Freundes Ambroise Vollard. – Bonnards Lithographien zeichnen sich einmal mehr durch eine besondere Weichheit aus, die meisten füllen großformatig je etwa zwei Drittel der rechten Buchseiten aus. – Insgesamt sehr schönes Exemplar dieses Frühwerks der modernen französischen Buchillustration.

30,0 : 25,2 cm. [2], X, 294, [6] Seiten.

Garvey 28. – Rauch 22. – Skira 22. – Bouvet 75. – Monod 7262

686  Farouche a quatre feuilles.

€ 900 ( R7 )

[Avec textes par] André Breton, Lise Deharme, Julien Gracq, Jean Tardieu. [Paris,] Grasset 1954–1955. Schwarzer Pappband mit eingebundenem Originalvorderumschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe dieser Sammlung. Sie enthält drei Radioessays (Breton, Alouette du parloir. – Deharme, Le vrai jour. – Gracq, Les yeux bien ouverts) und den für diese Ausgabe verfassten Text »Madrépores ou L’Architect imaginiare« von Jean Tardieu. – Auf dem Vortitelblatt mit eigenhändiger Dedikation von Lise Deharme und den farbigen Signaturen aller vier Autoren. – Unnummeriertes Autorenexemplar auf Velin de Lana (Gesamtauflage 1477).

19,0 : 14,2 cm. 139, [5] Seiten. – Hintergelenk angeplatzt. – Titelblatt leicht fleckig.

687  Max Brod. Abenteuer in Japan.

€ 300

Roman. Amsterdam, Allert de Lange 1938. Originalbroschur mit illustriertem Umschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Titelblatt mit eigenhändiger Widmung »Für Rudolf und Grete Thomas herzlichst Max Brod | Otto Brod«. – Das Buch entstand unter Mitarbeit von Max Brods Bruder Otto. – Dazu: Zwei signierte Erstausgaben von Max Brod: Der Bräutigam. Berlin, Axel Juncker [1912]. Originalpappband. Orplidbücher 4. – Erlöserin. Ein Hetärengespräch. Berlin, Ernst Rowohlt 1921. Originalbroschur. – Beide 1967 von Max Brod signiert. – Beigabe: Otto Brod. Die Berauschten. Roman. Leipzig und Wien, E. P. Tal 1934. Originalleinenband. Erste Ausgabe.

Raabe/Hannich-Bode 45.52 sowie 11 und 30. – Exilarchiv 745

688  Elias Canetti. Die Blendung.

€ 600 ( R7 )

Roman. Wien, Leipzig, Zürich, Herbert Reichner 1936 [1935]. Originalleinenband mit zweifarbiger Deckelillustration von Alfred Kubin.

Erste Ausgabe von Canettis einzigem Roman, einem der großen und wichtigsten des 20. Jahrhunderts. – »›Die Blendung‹ war Teil einer geplanten ›Comédie Humaine an Irren‹, acht Romane über acht Figuren, […] sieben von ihnen gingen zugrunde, eine blieb am Leben. Die Maßlosigkeit meines Unternehmens trug ihre Strafe in sich, doch war die Katastrophe, in der es endete, nicht komplett, etwas – es heißt heute ›Die Blendung‹ – ist davon übrig geblieben.« (Elias Canetti in »Die Fackel im Ohr«). – Anregungen zum Geschehen des Romans erhielt er durch den Brand des Wiener Justizpalastes 1927 und während eines Berlin-Aufenthaltes 1928/29. – Schönes Exemplar.

21,0 : 13,8 cm. 560 Seiten. – Einige Seiten mit kaum sichtbarer Knickfalte (Herstellungsfehler?).

Wilpert/Gühring 4. – Marcks A 167

689  Hans Carossa. Der Gang zum Grünen Schuh.

€ 400 ( R7 )

Aus einer Jugendgeschichte. Olten, 1952. Ziegelroter Originalnigerlederband mit Rücken-, Deckel- und Kopfschnittvergoldung (signiert: Hugo Peller, Solothurn). Im Originalschuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe. – 54. Veröffentlichung der Oltner Bücherfreunde. – Eins von 35 römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe mit eigenhändigem, signierten Gedicht auf dem Vorblatt und in Ganzleder (Gesamtauflage 755). – Auf Zerkall-Bütten. – Tadelloses Exemplar.

20 : 13 cm. 78, [6] Seiten. – Rücken kaum merklich verblasst.

Wilpert/Gühring 33

690  Joseph Conrad. Youth: A Narrative

€ 750

and two other Stories. Edinburgh und London, William Blackwood and Sons 1902. Grüner Originalleinenband mit ornamentalen Deckelvignetten und Titeln in Gold und Schwarz.

Erste Buchausgabe, erster Druck, die Anzeigenblätter am Ende datiert »10/02«. – Alle drei Erzählungen waren zuvor in »Blackwoods Magazine« erschienen. – »Im Kreis der beiden anderen Novellen […] mit denen Conrad diese Erzählung zu einer Art Triptychon der Lebensalter zusammenschloß, gibt ›Youth‹ unverkennbar den reinsten Klang. Die Präzision der Detailbeobachtungen, die distanzschaffenden Zwischenbemerkungen des gealterten Erzählers Marlow, die den hymnischen Rhythmus gleichsam skandieren, machen den Rückblick auf das verlorene Paradies der Jugend nur noch bedeutungsträchtiger.« (KNLL IV, 158).

19,4 : 14,0 cm. [8], 375, [1], 32 Seiten. – Leicht fleckig und bestoßen. – Vorblatt mit Besitzvermerk 1906.

Cagle A7 a(1)

691  Lovis Corinth – Saul und David.

€ 800

Die beiden Bücher Samuelis mit Original-Lithographien von Lovis Corinth. Berlin, Propyläen 1923. Mit einer signierten Radierung und insgesamt 28 Lithographien, davon 23 blattgroß. Dunkelroter Originalhalbmaroquinband mit vergoldeten Titeln.

Eins von 100 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe mit der signierten Radierung (Gesamtauflage 300). – Im Druckvermerk von Corinth signiert. – Auf getöntem Einhorn-Bütten von J. W. Zanders. – Illustrationen zu biblischen Texten stehen am Anfang und Ende von Corinths buchkünstlerischem Schaffen: 1910 und 1911 schuf er für Cassirers Pan-Presse Lithographien zu »Das Buch Ruth« und »Das Hohe Lied«, »Saul und David« und »Die Sündfluth« entstanden in seinen letzten Lebensjahren. – »In stimmungsvolle Dunkelheit fällt das Licht auf dramatische Szenen, wobei einzelne Motive, wie die männlichen und weiblichen Aktfiguren, dem Bildrepertoire des Künstlers entnommen sind« (Papiergesänge).

39,0 : 29,5 cm. 146, [6] Seiten. 1 Radierung. – Kanten minimal berieben, Hinterdeckel mit größerer Schabstelle. – Vorsätze etwas stockfleckig.

Müller 746–774. – Lang, Impressionismus 42 (mit originellem Druckfehler). – Papiergesänge 40 mit ganzseitiger Abbildung der Radierung)

692  Salvador Dali. Verborgene Gesichter.

€ 350

Roman. Frankfurt am Main, S. Fischer 1973. Mit zwei ganzseitigen Illustrationen nach Dali. Originalsackleinenband mit Goldpapiervorsätzen und Schließschnüren, im Originalkorkschuber.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe, auf dem Vortitelblatt vom Künstler signiert und in dem aufwendigen Objektbucheinband. – Aus dem Englischen übersetzt von Rolf Hermstein.

25,5 : 18,5 : 8,5 cm (Korkschuber). 381, [3] Seiten.

693  Otto Dix – Sylvia von Harden. Die italienische Gondel.

€ 500

Gedichte. Berlin, Hoboken-Presse [1927]. Mit einer montierten Fotografie nach dem Porträtgemälde von Otto Dix als Frontispiz. Originalpappband.

Erste Ausgabe. – Eins von 25 von Dichterin und dem Künstler signierten Vorzugsexemplaren (Gesamtauflage 105). – Die expressionistische Dichterin Sylvia von Harden (1894–1964) hatte 1920 ihren ersten Gedichtband veröffentlicht, ebenfalls nur in kleinster Auflage. In Berlin lernte sie Anfang der 1920er Jahre Otto Dix kennen. 1926 porträtierte er sie in einem seiner wichtigsten Gemälde, das für den Gedichtband fotografiert verwendet wurde. »Die beiden interessantesten Typen für seine Bildnisse fand Dix aber im Romanischen Café in dem baltischen Dichter Ivar von Lücken und der Schriftstellerin Sylvia von Harden. [… Sie gehörte zu] den Dekadenten und Morbiden, die die Rolle des Bürgerschrecks übernommen hatten. […] Sylvia war stolz auf ihr Bildnis. Als es mehr als dreißig Jahre später Jean Cassou für das Musée d’Art Moderne in Paris ankaufte, kostümierte sie sich wie ehedem und ließ sich vor ihm farbig fotografieren« (Fritz Löffler, Otto Dix, 1982, S. 75 und Tafel 88).

25,5 : 19,5 cm. [36] Seiten. – Berieben, Rücken abgeplatzt. – Stellenweise etwas fleckig.

Raabe/Hannich-Bode 102.2

694  Alfred Döblin. Nocturno.

€ 450

Los Angeles, Pazifische Presse 1944. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Eins von 150 vom Verfasser signierten Vorzugsexemplaren in Halbleder (Gesamtauflage 250). – Privatdruck, herausgegeben von Ernst Gottlieb und Felix Guggenheim. – Auf beiden Seiten des Vorsatzblatts formatfüllender eigenhändiger Brief an den Herausgeber Gottlieb: »dieses Exemplar mit Dank für Sie, den Mitherausgeber der Reihe«. Döblin erläutert die Situation von Erwin und Lucie, zwei Figuren aus seinem Roman »November 1918«, der nach Kriegsende erschien.

25,0 : 16,8 cm. [6], 55, [3] Seiten. – Rücken berieben, kleine Einrisse am oberen Kapital fixiert.

Exilarchiv 1114. – Huguet 73. – Raabe/Hannich-Bode 58.38

695  Albert Ehrenstein. Mein Lied. – Zweites Exemplar zu # 302

€ 250

1900 – 1931. Oskar Kokoschka. Acht Zeichnungen. Berlin, Ernst Rowohlt 1931. Mit acht lithographierten Zeichnungen. Originalpergamentband mit -schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren, hier einer der sehr seltenen Halbpergamentbände. – »Dieser große Sammelband, der […] den echten Freunden der Dichtung und Geistesfreiheit dargeboten wird, vereinigt Albert Ehrensteins Lyrik aus all seinen Jahres- und Lebenszeiten, aus Heimat, Wanderwelt, geschauter und geträumter Ferne, dem Diesseits und Jenseits des eigenen Herzens. […] In einer Zeit, die kaum noch weiß, was ein Dichter ist, was er als Richter seiner Zeit und als unmittelbarer Bekenner des ewig Zeitlosen bedeutet, wird uns dieses Versbuch zum kostbarsten Besitz, um so kostbarer, als acht lithographierte Zeichnungen von Oskar Kokoschka, dem Meister und gefühlsverwandten Freund, die Verse begleiten« (Franz Hessel, Umschlagtext).

24,6 : 16,3 cm. [8], 344, [12] Seiten, 8 Tafeln. – Schutzumschlag minimal fleckig.

Raabe/Hannich-Bode 62.21

696  Max Ernst. Œuvre-Katalog.

€ 300

Herausgegeben von Werner Spies. [Band 1 bis 6]. Houston, Menil Foundation, und Köln, DuMont Schauberg 1975–1998. Mit einer Farblithographie und zahllosen Abbildungen. Originalhalbleinenbände mit je zwei -schutzumschlägen, alle im Originalschuber.

Der vollständige Catalogue raisonné des graphischen und malerischen Œuvres. – Band 1: Das graphische Werk. Bearbeitet von Helmut R. Leppien unter Mitarbeit von Winfried Konnertz, Hans Bolliger und Inge Bodesohn. – Bände 2–6: Werke. Bearbeitet von Werner Spies, Sigrid und Günter Metken. 1906–1925, 1925–1929, 1929–1938, 1939–1953 und 1954–1963.

Der äußere Schutzumschlag von Band I am Rücken gebräunt. – Sonst tadellos.

697  Friedrich Feigl – Alfons Paquet. Die Botschaft des Rheines.

€ 200

Mit drei Originallithografien von Friedrich Feigl. Hamburg, Adolf Harms 1922. Originalhalbpergamentband mit Rückenvergoldung (Johannes Larink, Hamburg).

Dritter Druck der »Schönen Rarität«, herausgegeben von Niels Heuer. – Das erste von 50 Vorzugsexemplaren auf handgeschöpftem Zanders-Bütten (Gesamtauflage 250). – Im Druckvermerk vom Autor signiert. – Gedruckt auf der Wilhadi-Handpresse, Hamburg. – Friedrich Feigl (1884–1965) studierte an der Prager Kunstakademie. Im Frühjahr 1905 wurde er wegen »kunstrevolutionärer Umtriebe« der Hochschule verwiesen. 1910 ging Feigl nach Berlin, wo er an der Ausstellung der Neuen Sezession 1911 und 1912 teilnahm. Nach der Besetzung Prags durch die Deutschen misslang ein Fluchtversuch, er wurde in ein Lager in Westfalen verschleppt. Auf Intervention des Artist’s Refugee Committee und des britischen Konsulats in Köln konnten die Eheleute Feigl nach England emigrieren. Während der Naziherrschaft wurden über 20 Bilder des Künstlers aus deutschen Museen entfernt.

32,7 : 24,2 cm. [30] Seiten.

698  Lion Feuchtwanger. Wahn

€ 250 ( R7 )

oder der Teufel in Boston. Ein Stück in drei Akten. Los Angeles, Pazifische Presse, und New York, Mary S. Rosenberg 1948. Halblederband mit vergoldetem Rückentitel, im Stil des Originals.

Erste Ausgabe. – Der letzte Privatdruck der Pazifischen Presse. – Eins von 250 Exemplaren der vom Autor signierten Vorzugsausgabe. – Siehe KatNr. LFDNR 398.

23,7 : 16,2 cm. 108, [4] Seiten. – Rücken und Vorsätze erneuert, neu gebunden.

Exilarchiv 1443

699  Bruno Frank. Twelve Thousand.

€ 450 ( R7 )

A Play in three Acts. Translated from the German by William A. Drake. New York, Alfred A. Knopf 1928. Originalpappband mit Deckel- und Rückenschild. – Widmungsexemplar.

Erste englischsprachige Ausgabe von Bruno Franks Schauspiel »Zwölftausend«, das 1927 bei Rowohlt erschienen war. – The Theatre Today, edited by George Jean Nathan, Volume 2. – Mit eigenhändiger Widmung des Autors für Herbert Günther: »So gut, wie Herr Nathan behauptet, ist das Stück keineswegs. Dies weiss, infolge Klugheit, Ihr herzlich grüßender Bruno Frank«. – »Zwölftausend« handelt vom Soldatenverkauf, von einem jener schmutzigen Geschäfte, die im 18. Jahrhundert von deutschen Landesherren mit dem Leben ihrer Untertanen betrieben wurden. – Beiliegend: Fragment des originalen Schutzumschlags.

19,5 : 13,3 cm. 86, [4] Seiten. – Rücken verblasst, Deckel mit schwachem Lichtrand.

700  Willi Geiger – Fjedor Dostojewski. Nasser Schnee.

€ 750 ( R7 )

Übertragen von Isa Janthur. Mit Radierungen von Willi Geiger. Berlin, Franz Schneider [1924]. Mit insgesamt neun Radierungen, sechs davon signiert und je eine Titel- und Schlussvignette sowie eine Initiale. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt (E. A. Enders, Leipzig).

Eins von 200 Exemplaren einer einmalige Privatauflage (Druckvermerk). – Impressum vom Künstler signiert. – Breitrandiger Druck auf chamoisfarbenem Papier.

27,2 : 19,0 cm. 94, [2] Seiten, 7 Radierungen. – Ecken und Kanten schwach berieben.

Lang, Expressionismus 75