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Lot 701 – 750 | Hesse-Auktionen
Lot 701 – 750

701  Felix Hoffmann – Adalbert Stifter. Der Heilige Abend.

€ 300

Mit Holzstichen von Felix Hoffmann. Frankfurt am Main, Insel 1960. Mit zehn Holzstichen im Text. Orignalhalbpergamentband mit Wildseiden-Deckelbezügen (Willy Pingel, Heidelberg). Im Schuber.

Eins von 750 Exemplaren, jedoch getrüffelt mit einer signierten Suite von Probedrucken der zehn Illustrationen. Diese lose in einem vom Künstler eigenhändig beschrifteten Papierumschlag. – Die von Stifter unter dem Titel »Bergkristall« in die Sammlung »Bunte Steine« aufgenommene Erzählung erschien zuerst 1845 in der Zeitschrift »Die Gegenwart«. – Druckfrisch.

20,1 : 12,9 cm. 82, [2] Seiten, 10 Holzstiche.

Tiessen 40. – Sarkowski 1676

702  Felix Hoffmann. »Holzstiche zu Thomas Mann ›Der Zauberberg‹«.

€ 300

44 Holzstiche. Um 1960. Ca. 27 : 17 cm. Alle betitelt, teils signiert.

1962 erschien die amerikanische Ausgabe »The Magic Mountain« (New York, The Limited Editions Club) mit 44 ein- und zehn dreifarbigen Holzstichen. Eine deutsche Ausgabe konnten wir nicht nachweisen. – Die hier vorliegende Folge, in einem von Felix Hoffmann eigenhändig mit »28 Holzstiche in Probedrucken zu Thomas Mann ›Der Zauberberg‹, I. Band« betitelten Umschlag, enthält 44 Holzstiche: 29 betitelte einfarbige in kleineren Formaten und zehn signierte farbige ganzseitige sowie fünf farbige Zustandsdrucken (nummeriert und bezeichnet). – »Bei all diesen Arbeiten wird versucht, in der feinen Differenzierung zwischen Hell und Dunkel, in der Vielgestaltigkeit der Darstellung die unterschiedlichen geistigen Ebenen eines Textes, eines Gedankens hervortreten zu lassen, Ahnungen und Visionen sichtbar zu machen. So bekommt auch der Holzstich ›Farbe‹ und malerische Wirkung« (Wendland/Fischer, Felix Hoffmann, Sauerländer 1971).

ca. 27 : 17 cm.

Vgl. Tiessen 43

703  Felix Hoffmann – Apulejus. Amor und Psyche.

€ 600

Mit sechs Radierungen von Felix Hoffmann. Frankfurt am Main 1963. Mit sechs Radierungen, fünf davon ganzseitig. Roter Originalmaroquinband mit goldgeprägtem Rückentitel. In Leinenkassette mit vergoldetem Rückentitel.

Vierter Ars Librorum Druck. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 175). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Die hier erstmals veröffentlichte neue Textbearbeitung Gotthard de Beauclairs stützt sich auf die Übertragung aus dem Lateinischen von Reinhold Jachmann« (Druckvermerk). – Tadelloses Exemplar.

34,7 : 24,2 cm. [2], 38, [4] Seiten.

Spindler 40.24. – Tiessen II, 45

704  Felix Hoffmann – Gottfried Keller. Theatergeschichten. Gretchen und die Meerkatze.

€ 400

Ein Kapitel aus dem Grünen Heinrich. Mit 7 Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. [Aarau] 1969. Mit sieben Farbholzschnitten im Text. Bordeauxroter Kalblederband mit vergoldetem Rückenschild. Im Schuber.

Privatdruck des Schweizerischen Buchdruckervereins anlässlich seines hundertjährigen Bestehens. – Eins von 600 Exemplaren der im Druckvermerk signierten und nummerierten Vorzugsausgabe. Daneben erschienen weitere 900 Exemplare. – Auf Mühlebach-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Schöner privater Handeinband, die Vorzugsausgabe erschien ursprünglich in Halbpergament mit von Hoffmann gestalteten Bezugspapieren.

32,3 : 20,7 cm. 24, [8] Seiten.

Tiessen III, 59

705  Ludwig von Hofmann – Gerhart Hauptmann. Das Hirtenlied.

€ 400

Ein Fragment. Mit siebzehn Bildern, die von Ludwig von Hofmann gezeichnet u. eigenhändig in Holz geschnitten sind. Berlin, Otto von Holten 1922. Mit 17 Textholzschnitten. Grüner Originalmaroquinband, Rückentitel, Deckelvignette, Fileten und Buchschnitt vergoldet (signiert: Bruno Scheer, Berlin).

Eins von 40 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf festem Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 400). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Dritter der fünf bei Otto von Holten veranstalteten Behmer-Drucke. »Damit ging der Drucker über seinen Auftrag als Verwirklicher hinaus und wurde selbst zum Buchunternehmer.« (Schauer I, 195). – »Mit der von Marcus Behmer für Otto von Holten 1919 gezeichneten und bei Gebr. Klingspor, Offenbach/M., geschnittenen Antiqua … gedruckt« (Rodenberg). – Hervorragend schöner, breitrandiger Druck in Grün und Schwarz.

28,3 : 18,8 cm. [2], 48, [2] Seiten. – Rücken ganz schwach verfärbt. Ecken minimal berieben. – Vorsatzblätter mit schmalem Leimschatten, vorn Sammlerstempel.

Rodenberg 244,3

706  Ludwig von Hofmann – Homer. Ilias. – Odyssee.

€ 250

Deutsch von J. H. Voss. Mit Holzschnitten von Ludwig von Hofmann. Berlin, Askanischer Verlag 1923 und 1924. Mit je einem Titelholzschnitt und zusammen 99 Holzschnitten im Text. Originalbroschuren mit vergoldeten Rücken und goldgeprägten Deckelvignetten, zusammen im originalen Schuber.

Fünftes und sechstes Buch der »Behmer-Drucke« bei Otto von Holten. – Jeweils eins von 1000 Exemplaren. – Auf schwerem Zanders-Bütten. – In den Jahren 1920–1924 wurden bei Otto von Holten sechs Bücher unter Verwendung der Behmer-Antiqua gedruckt, abschließend die beiden opulenten Homer-Bände mit den Holzschnitten Ludwig von Hofmanns. Dessen Illustrationskunst wurde von so bekannten deutschen Autoren wie Thomas Mann, Rilke und Hofmannsthal geschätzt und gelobt. Anfang des Jahrhunderts war Hofmann in Weimar mit van de Velde und Kessler in Verbindung gekommen und gehörte zu den ersten Anhängern der von Kessler gegründeten Bewegung »Neues Weimar«. 1919 wurde er beauftragt, die Wandgemälde in der Deutschen Bücherei Leipzig zu gestalten.

30,4 : 25,4 cm. 420, [8] Seiten; 337, [7] Seiten. – Broschurumschläge etwas gebräunt.

Schauer II, 43. – Rodenberg 244, 5 und Anmerkung

707  Louis Icart – [Sidonie-Gabrielle] Colette Willy. L’ingénue libertine.

€ 750 ( R7 )

Eaux-fortes de Louis Icart. Paris, Éditions Excelsior 1926. Mit 20 kolorierten Radierungen und einem Brieffaksimile. Originalinterimsbroschur in Halbleinenchemise und -schuber.

Eins von 500 Exemplaren auf Velin »BFK Rives« (Gesamtauflage 546). – Rückseitig auf dem Titel die Erläuterung zur Trennung der Autorin vom fiktiven Verfasser »Willy«. Unter diesem Pseudonym hatte Sidonie Colette noch vor 1900 erste Romane veröffentlicht. 1909, als der vorliegende Roman erstmals erschien, deutete sich der Welterfolg der Schriftstellerin bereits an. – Carteret verzeichnet für die Jahre 1922–1928 drei illustrierte Ausgaben des Romans und meint für alle, sie seien »estimée et cotée«. – Louis Icart (1888–1950) stieß Anfang der 1920er Jahre mit seinen Graphikausstellungen noch auf geteiltes Echo. Bald darauf war er für große Mode- und Designstudios tätig und finanziell sehr erfolgreich.

33,5 : 26,0 cm. [2], 191, [3] Seiten, 20 Radierungen. – Einige Lagen gelockert.

Monod 3011. – Carteret IV, 109

708  Willy Jaeckel – [Johann Wolfgang von] Goethe. Das Hohelied.

€ 400

Berlin, Euphorion 1923. Mit sieben blattgroßen signierten Radierungen von Willy Jaeckel und neun Schriftholzschnitten von Jan Tschichold. Originalmaroquinband mit Blindprägung und Kopfschnittvergoldung (signiert: Buchb. Meink · Berlin · Euphorion Einband).

Eins von 165 Exemplaren. – Auf Zanders-Hadern-Papier. – Die Radierungen wurden bei Otto Felsing, Berlin, gedruckt. – Der Text der Goethe-Übertragung wurde aus den neun Schriftholzschnitten von Jan Tschichold und aus der Tiemann-Mediaeval gesetzt und bei Poeschel & Trepte, Leipzig, gedruckt. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Durch Jaeckels eindrucksvolle Radierungen, die durch die fein gewischten Grauflächen ganz malerisch wirken, im Zusammenspiel mit Tschicholds großen Titelzeilen und dem Satz aus der Tiemann-Schrift besonders bemerkenswert.

28,2 : 19,3 cm. [32] Seiten. – Ecken berieben, Rücken stärker. – Vorsatzpapier mit Leimschatten und Sammlerstempel. Vier Seiten mit kleinem Einriss am Unterrand (1 cm), erste und letzte mit ganz wenigen schwachen Stockflecken an den Rändern.

Stilijanov-Nedo 96. – Sennewald 23,3. – Horodisch, Euphorion 28

709  Ernst Ludwig Kirchner – Jakob Boßhart. Neben der Heerstraße.

€ 600

Mit Holzschnitten von E. L. Kirchner. Zürich und Leipzig, Grethlein & Co. 1923. Mit 23 Holzschnitten im Text. Roter Originalhalbleinenband mit Originalschutzumschlag, beide mit Holzschnitt.

Erste Ausgabe. – Neben Georg Heyms »Umbra Vitae« und fast gleichzeitig entstanden, sind Boßharts Erzählungen das zweite große illustratorische Werk Kirchners. – Umschlag und Einband in der endgültigen Fassung. – Schönes Exemplar mit dem meist verlorenen Schutzumschlag.

20,0 : 13,5 cm. 434, [6] Seiten. – Umschlag mit winzigen Fehlstellen am oberen Kapital. – Kleine Buchhändlermarke. Ränder, wie meist, papierbedingt gebräunt.

Dube 808 IV/3, 809–831. – Jentsch 143. – Lang, Expressionismus 174

710  Walther Klemm – Johann Wolfgang von Goethe. Reineke Fuchs.

€ 500

Mit Originalholzschnitten von Walther Klemm. Weimar 1916. Mit 47 Holzschnitten, davon 22 monogrammiert und 25 im Text. Originalkalblederband mit blindgeprägter Deckelvignette (Fikentscher, Leipzig).

Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Bütten und im Ganzlederband (Gesamtauflage 650). – Gesetzt aus der Alten Drugulin-Fraktur. – Die Kiepenheuer-Edition bildet einen Höhepunkt der Reineke-Illustrationen im frühen 20. Jahrhundert. – 1913 hatte Klemm Gustav Kiepenheuer kennengelernt: »Wir wurden schnell gute Freunde und er verlegte alsbald meine Holzschnitte […] Vor allem aber hatten es ihm meine 1912 entstandenen Holzschnitte zu Goethes ›Reineke Fuchs‹ angetan. 1916, mitten im ersten Weltkrieg, erschien dann auch der Groß-Folio-Liebhaberband, meisterhaft von Drugulin von den Originalstöcken in den Text gedruckt«. (zitiert nach Berger, Thema, Stil, Gestalt, 763).

38,0 : 28,0 cm. 171, [5] Seiten, 22 Holzschnitte. – Einband berieben und leicht fleckig, Vordergelenk brüchig. – Die ersten drei Blätter an den Rändern gebräunt.

Sennewald 16,2. – Lang, Impressionismus 101

711  Walther Klemm. Zwölf Radierungen zu Boccaccios »Dekameron«.

€ 300

Mit einem Vorwort von Herbert Eulenberg. München, Othmar Kern 1922. Zwölf kolorierte Radierungen, alle signiert und nummeriert. Zusammen mit Textblatt in Originalleinenmappe mit vergoldetem Titel.

Eins von 100 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 120). – Die Radierungen wurden auf der Handpresse in der Offizin Heinr. Wetteroth, München, gedruckt, mit der Hand koloriert und in Passepartouts montiert. – Aus dem Geleittext: »Wer diese leichten, luftig hingeworfenen Blätter mit den anregenden Zeichnungen Klemms in die Hände nimmt und vor seinen Augen vorüberziehen läßt, der greift vielleicht auch einmal wieder zu dem alten, reizvollen Schmöker des Boccaccio, dem Dekameron selber«.

42,0 : 31,5 cm (Mappenformat). 12 Radierungen, [4] Seiten.

Sennewald 22, 4

712  Oskar Kokoschka. Der brennende Dornbusch.

€ 150

Schauspiel (1911). Mörder. Hoffnung der Frauen. Schauspiel (1907). Leipzig, Kurt Wolff 1917. Schwarze Originalbroschur mit lilafarbenem Deckelschild.

Erste Ausgabe, erste Bindequote. – Der jüngste Tag, Band 41. – Mit Leipziger Zensurstempel. – Unbeschnitten, gut erhalten.

21,8 : 13,2 cm.45, [3] Seiten.

Smolen/Stammerjohann 41.1.A.1. – Raabe/Hannich-Bode 166.4

713  Oskar Kokoschka – Aristophanes. Die Frösche.

€ 1200

Eine Komödie. Mit zwölf Kaltnadel-Radierungen von Oskar Kokoschka. Frankfurt am Main, Ars librorum 1968. Mit zwölf signierten blattgroßen Kaltnadelradierungen. Lose Doppelbogen in illustrierter Originalhalbleinenchemise und -halblederkassette.

18. Ars librorum Druck. – Eins von 120 Exemplaren der Buchausgabe, von der Suitenausgabe ohne Text erschienen weitere 110. – Auch im Druckvermerk vom Künstler monogrammiert und vom Verleger signiert. – Auf Auvergne-Bütten Richard de Bas.

45,5 : 33,2 cm. [4], 98, [10] Seiten. – Erstes Doppelblatt mit ganz wenigen schwachen Stockflecken.

Wingler/Welz 437–448. – Spindler 40.38. – Tiessen III, 23

714  Oskar Kokoschka. Bild, Sprache und Schrift.

€ 180

Ein Vortrag, herausgegeben als Sonderdruck zur Feier des 1. März 1971. Frankfurt am Main, Edition de Beauclair 1970. Mit einer signierten Kaltnadelradierung. Originalbroschur.

Edition de Beauclair 15. – Eins von 100 Exemplaren, mit der beiliegenden signierten Kaltnadelradierung »Selbstbildnis mit Radiernadel« auf Velin (Gesamtauflage 200). – Diese erweiterte Fassung des Vortrags »Vom Sehen und Gaffen«, den Kokoschka 1947 in der Kunsthalle Basel gehalten hatte, erschien anlässlich seines 85. Geburtstags.

49,5 : 35,0 cm. – Kleine Druckstelle am Umschlagrücken.

Wingler/Welz 469. – Spindler 40, 50

715  Oskar Kokoschka – Siegfried Lenz. Einstein überquert die Elbe bei Hamburg.

€ 1200

Geschichte in drei Sätzen […] mit einem Facsimile der Handschrift, dazu sechs Original-Lithographien von Oskar Kokoschka und einer Betrachtung des Autors über den Künstler. Hamburg, Hoffmann und Campe 1976. Mit sechs signierten Lithographien. Originalhalblederband und -halbleinenchemise in Originalleinenkassette (Helmuth Halbach, Königstein).

Eins von 25 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren auf Barcham & Green-Bütten mit der zusätzlichen Variante der ersten Lithographie, gedruckt auf Japan (Gesamtauflage 155). – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Die Ausgabe erschien zum 90. Geburtstag Kokoschkas und dem 50. von Siegfried Lenz. – Band I mit dem Text von Lenz und dem Faksimile der Handschrift, Band II mit den lose eingelegten Lithographien und der »Betrachtung«. – Handsatz aus der Original-Janson-Antiqua, gedruckt in der Hausdruckerei der D. Stempel AG. – Die Gesamtgestaltung lag bei Heinz Richter und Gotthard de Beauclair.

37,8 : 48,0 cm. 18, [10] Seiten.

Wingler/Welz 500–503. – Tiessen V, 26

716  Alfred Kubin. Nach Damaskus.

€ 350

18 Steinzeichnungen. München, Georg Müller 1922. 18 Lithographien und ein lithographiertes Titelblatt. Zusammen mit den Textblättern lose in Originalhalbpergamentmappe mit goldgeprägtem Rückentitel.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 350). – Gedruckt auf echtem Pan-Bütten. – Die Lithographien entstanden zu August Strindbergs Drama »Till Damaskus«. – Aus dem Vorwort von Alfred Kubin: »Seit 1912 war es einer der Lieblingsgedanken von Georg Müller, Blätter zu einem Strindbergwerk von mir zu bekommen […] kurz vor seinem Tode sprach er wieder von ›unserem Strindberg‹ […] Nach dem Ableben meines Verlegers wollte ich dessen Wunsch, der mir auf einmal wie eine Verpflichtung vorkam, aber allen Ernstes nachkommen«.

39,5 : 30,0 cm (Mappe). [12] Seiten, 19 Lithographien. – Mappe innen leicht stockfleckig. Rücken mit leichten Kleberesten (entferntes Bibliotheks-Schild). Innendeckel mit Stempel und Kleberest. – Ränder der Lithographien leicht gebräunt und minimal brüchig.

Marks A 61. – Raabe 167. – Hoberg, Mappe IV

717  Alfred Kubin – Der Dichter und das Buch.

€ 300

Herausgegeben von Karl Schönberg und Emil F. Tuchmann. Berlin 1930. Mit einer signierten Titellithographie von Alfred Kubin. Halbpergamentband.

Eins von wenigen Exemplaren auf Japanbütten und mit der signierten Lithographie, wohl für den Künstler bestimmt, 300 wurden auf Van Gelder-Bütten gedruckt. – Herausgegeben anlässlich des 25jährigen Bestehens des Berliner Bibliophilen-Abends zum 15. März 1930. – Die Lithographie wurde von Otto Felsing auf der Pan-Presse gedruckt. – Die Existenz dieser »Vorzugsausgabe« blieb den Kubin-Bibliographen unbekannt.

28,4 : 18,6 cm. 58, [6] Seiten. – Einband minimal fleckig. – Vorsatzblatt mit Sammlerstempel, Exemplarnummer im Druckvermerk mit Radierspur.

Marks 121. – Raabe 402. – Deutsche Bibliophilie S. 104

718  Alfred Kubin – Ludwig Tügel. Der Ferner.

€ 300

Mit 8 Zeichnungen von Alfred Kubin. Amsterdam, Alfred Horodisch 1969. Mit acht ganzseitigen Illustrationen. Originalhalbpergamentband.

Erste illustrierte Ausgabe. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 275). – Im Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Die Novelle, 1944 geschrieben, sollte 1949 im Rombach Verlag erscheinen. Der Verlag wurde jedoch liquidiert, die Zeichnungen Kubins erhielt Ludwig Tügel als Aufwandsentschädigung. Der Text war bereits bereits zweimal veröffentlicht, als Erich Weiß die Originalzeichnungen Kubins wiederentdeckte. Alfred Horodisch gab anläßlich des 80. Geburtstages von Tügel diesen Privatdruck heraus, in dem die Zeichnungen erstmals veröffentlicht wurden. – Nahezu verlagsfrisches Exemplar.

28,2 : 18,6 cm. [2], 76, [2] Seiten.

Marks A 232

719  Pierre Laprade – Henry Bourgerel. L’Embarquement pour Cythère.

€ 400 ( R7 )

Élégie en cinq actes. Illustrations de Pierre Laprade. Paris, Jacques Beltrand 1929. Mit 20 farbigen Holzstichen nach Zeichnungen, davon neun blattgroß. Halbfranzband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 200 Exemplaren. – Das Exemplar des Künstlers, gedruckt für Pierre Laprade mit dessen eigenhändiger Widmung für »Madame Louise Gebhard Cann une tu hommage et tas amité«. – Pierre Laprade (1875–1931) wurde an der Ecole des Beaux-Arts und der Académie Carrière ausgebildet. 1900 kaufte Ambroise Vollard Laprades erste Arbeit. Im selben Jahr lernte er Henri Matisse und die zukünftigen Fauves kennen, mit denen er 1905 im Salon d’Automne ausstellte. Laprade war ein produktiver Illustrator – er illustrierte Werke von Paul Valéry, Jean de la Fontaines, Paul Verlaines, Gustave Flaubert und Guy de Maupassant. – 1930, also kurze Zeit nach diesem Buch und der Widmung für die Schriftstellerin und Kunstkritikerin , erschien die Laprade-Monographie von Louise Gebhard Cann.

31,8 : 24,3 cm. 150, [12] Seiten. – Ecke unten vorn bestoßen.

Monod 1778. – Carteret IV, 78

720  Pierre Laprade – Marcel Proust. Un Amour de Swann.

€ 300

Eaux-fortes originales de P. Laprade. Paris, N. R. F. 1930. Mit 26 Radierungen im Text, eine davon als Titelvignette. Pappband mit Rückenschild, zusammen mit Suitenmappe in originaler Halbpergamentkassette.

Erste illustrierte Ausgabe. – Eins von 45 Exemplaren auf Japon impérial mit einer Suite der Radierungen auf Japan (Gesamtauflage 348). – Druck des Textes in Rot und Schwarz, die Radierungen im Text in Rötel, die Suite in Schwarz gedruckt.

28,3 : 20,0 cm 239, [9] Seiten, 26 Radierungen.

Monod 9329. – Rauch 13

721  Pierre Laprade – Gérard de Nerval. Sylvie.

€ 250

Illustrations de Pierre Laprade. Paris, Ambroise Vollard 1938. Mit 38 farbigen Abbildungen nach Radierungen. Lose Lagen in in Originalumschlag und -chemise. Zusammen im Schuber.

Eins von 220 Exemplaren auf Vergé d’Arches (Gesamtauflage 250 ).

33,0 : 25,7 cm. 96, [6] Seiten.

Monod 8668. – Jentsch, Vollard 31

722  Henri Laurens – Théocrite [Theokrit]. Les idylles.

€ 750

Illustrations de Henri Laurens. Paris, Tériade – Éditions Verve 1945. Mit 38 teils blattgroßen Holzschnitten nach Henri Laurens. Lose Bogen in Originalumschlag mit goldgeprägtem Relief nach Laurens. In Originalhalbleinenchemise und -schuber.

Eins von 170 Exemplaren auf »Vergé d’Arches« (Gesamtauflage 220). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Holzschnitte, gedruckt in Rotbraun, fertigte Théo Schmied nach Zeichnungen von Henri Laurens. »Henri Laurens liebte die griechische Dichtung und fand einen adäquaten Illustrationsstil, der entfernt […] an griechische Vasenbilder erinnert […] Mit den Illustrationen zu Theokrits Idyllen taucht zum ersten Mal der Holzschnitt in dem Schaffen von Laurens auf« (Völker). – Beigabe.

33,5 : 25,5 cm. 112, [4] Seiten.

Völker 20. – Carteret IV, 377. – Monod 10630. – Skira 195

723  Henri Laurens – Lucien de Samosate [Lukian von Samosata]. Loukios ou l’ane.

€ 900

Bois originaux de Henri Laurens. Paris, Tériade 1947. Mit 68 teils zweifarbigen Holzschnitten, davon 24 blattgroß und einer auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Eins von 210 Exemplaren (Gesamtauflage 270). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Vélin d’Arches. – »[…] das am reichsten ausgestattete Buch von Henri Laurens. Die Illustrationen begleiten den Text nicht nur, sondern bilden mit diesem auch eine optische Einheit« (Völker).

29.7 : 21,2 cm. [8], 88, [8] Seiten. – Wenige Seiten stockfleckig.

Völker 24. – Monod 7471. – Rauch 126. – Garvey 157 Anmerkung

724  Henri Laurens – Lucien de Samosate [Lukian von Samosata]. Dialogues.

€ 1500

Gravures sur bois originales de Henri Laurens. Paris, Tériade [1951]. Mit 24 Farbholzschnitten, acht farbigen Holzschnitt-Textvignetten und einer doppelblattgroßen Tafel. Lose Lagen und Blätter in illustriertem Originalumschlag und Chemise mit Rückenschild. Zusammen im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 210 Exemplaren (Gesamtauflage 275). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Vergé d’Arches. – Der Text in einer Übersetzung von Émile Chambry. – »In his use of several blocks for tonal and linear effects, Laurens shows a remarkable technical virtuosity.« (Garvey).

39,5 : 29,0 cm. – Äußerste Ränder mit wenigen winzigen Stockflecken.

Monod 7469. – Rauch 127. – Garvey 157

725  Henri Laurens – Homer. L’Odyssée.

€ 500

Chants V et VI. Paris, Creuzevault 1952. Mit 14 Holzschnitten von Henri Laurens. Lose Lagen in illustriertem Originalumschlag, -halbpergamentchemise mit vergoldetem Rückentitel und Schuber.

Eins von 125 Exemplaren auf Vergé de Montval (Gesamtauflage 175). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Ins Französische übersetzt von Victor Bérard. – »Die strengen Umrisse der Holzschnitte harmonieren mit dem Druckbild: Sie lockern die Textblöcke auf und vermögen Atmosphäre zu erzeugen. Die Holzschnitte der Meereswesen sind die letzte Auseinandersetzung mit dem Elementaren, ein Thema, das Laurens seit 1932 beschäftigt hat.« (Völker).

32,3 : 22,0 cm. [60] Seiten. – Schuber etwas stockfleckig.

Monod 6079. – Garvey 158

726  Henri Laurens – W[illiam] Saroyan. Contes.

€ 400

Illustrés de bois originaux par Henri Laurens. Paris, Les 100 Bibliophiles de France et d’Amérique 1953. Mit zehn Holzschnitten, fünf davon zweifarbig. Lose Doppelbogen in farbig illustriertem Originalumschlag und Chemise mit vergoldetem Rückentitel. Zusammen im Schuber.

Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 147). – Auf »Papier Vergé« von Richard de Bas. – Von Künstler und Verleger im Druckvermerk signiert. – Übersetzung und Einleitung von Anne Green. – Henri Laurens (1885–1954), einer der führenden französischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts, war Autodidakt und stark von der kubistischen Bewegung beeinflusst, was sich auch in der hier vorliegenden graphischen Arbeiten widerspiegelt.

28,0 : 20,5 cm. 67, [13] Seiten.

Monod 10167. – Rauch 128

727  Edy Legrand – Anatole France. Nos enfants. Balthasar.

€ 600

Compositions d’Edy Legrand, gravées sur bois par A. et P. Baudier. Paris, Calmann-Lévy 1925. Mit 66 Holzstichen, davon neun blattgroß. Originalmaroquinband. Rückentitel, Deckelkantenfileten und Kopfschnitt sowie die breiten floralen Innenkantenbordüren vergoldet. Originalbroschurumschlag eingebunden. – Widmungsexemplar des Verlegers für den Künstler.

Band 4 der 24-bändigen Werkausgabe »Œuvres complètes illustrées«, die von 1925 bis 1935 erschien und von verschiedenen Künstlern illustriert wurde. – Auf Van Gelder Zonen-Bütten mit der Signatur des Verfassers als Wasserzeichen. – Die Holzstiche, meist als große Kopfvignetten der einzelnen Kapitel, wurden auf getöntes Chinapapier gedruckt und aufgewalzt. – Das erste von 60 römisch nummerierten Verlegerexemplaren (Verkaufsauflage 1500), hier mit eigenhändiger Dedikation »Exemplaire d’Artiste offert à Mr. Edy Legrand | Calmann-Levy«. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und dieses Exemplar, als wären die reizenden Holzstiche nicht schon Zierde genug, mit zwölf signierten, meist blattgroßen Tuschzeichnungen von Edy Legrand getrüffelt. Häufig griff der Künstler dabei Motive der gedruckten Illustrationen auf. – Mustergültig ediert mit bibliographischen Anmerkungen.

27,0 : 20,5 cm. [8], 366, [6] Seiten. – Rücken verblasst. – Die Zeichnungen waren ehemals durch kleine Papierstreifen markiert, von diesen leichte Bräunungen am Oberrand.

Vgl. Monod 4927 und Carteret IV, 171

728  Edy Legrand – Dante Alighieri. L’Enfer.

€ 400

Traduction nouvelle de S. et L. Martin-Chauffier. Illustrations de Edy Legrand. Paris, Éditions de la Pléiade J. Schiffrin 1930. Mit 35 Heliogravüren nach Zeichnungen. Originalbroschur.

Eins von 100 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 1410), gedruckt auf Van Gelder-Bütten und mit einer Suite der Illustrationen. Das vorliegende Exemplar wie die ersten zehn Vorzugsexemplare zudem mit einer Originalzeichnung (Tusche und Tempera, signiert, in Passepartout). Die Zeichnung und die Suite in einer grünen Maroquinmappe mit reicher Deckelvergoldung. – Erschienen als Band V der Reihe »Les chefs-d’œuvre illustrés«. – Möglicherweise aus dem Nachlass des Künstlers.

24,2 : 17,2 cm. 217, [5] Seiten, 35 Tafeln. – Die Suitenmappe am Rücken berieben und verfärbt. 4 Blätter der Suite mit Knickfalte, 1 gebräunt.

Monod 3402. – Carteret V, 59

729  Edy Legrand – Dante Alighieri. La Divine Comédie.

€ 450

Traduction nouvelle d’André Doderet. Illustrée de deux cents dessins d’Edy-Legrand. – André Doderet. Dante et son époque. Paris, Union Latine d’Éditions 1938. Mit zahlreichen teils doppelblattgroßen Lichtdrucken nach Zeichnungen. Vier schwarze Originalmaroquinbände mit rotgeprägtem Rückentitel, Kopfschnitt und Schuber mit Lederkanten.

Eins von 50 Vorzugsexemplaren auf Japon nacré (Gesamtauflage 7.000), im ersten Band eine originale Tuschzeichnung als zusätzliches Frontispiz. – Die Ausgabe enthält die drei Bücher »L’Enfer«, »Le Purgatoire« und »Le Paradis«. Zu jedem Buch schuf Legrand eine Titelzeichnung, zu den insgesamt 100 Gesängen je eine doppelblattgroße und eine den Zwischentitel rahmende Tuschzeichnung. – Gedruckt in Schwarz und je einer Schmuckfarbe (Rot, Blau, Grün). – Der Ergänzungsband mit der Dante-Monographie, zahlreichen Faksimiles, Erläuterungen zum Text und einem Personenverzeichnis. – Dazu: Werbeband für die vorliegende Ausgabe mit Abbildungsmustern, Satzproben, Informationen zu Künstler, Herausgeber, Preisen usw. Ebenfalls in schwarzes Maroquin gebunden, Innendeckel mit Mustern der vier oben beschriebenen Buchrücken.

22,5 : 18,5 cm. Je ca. 470 Seiten. – Tadellos erhalten.

Monod 3396. – Carteret V, 59 »Rechercheée en reliure d’éditeur«

730  Edy Legrand – Les Fioretti. Les petites fleurs de Saint François d’Assise.

€ 450

Quartre Considérations sur les Stigmates […] Illustrés par Edy Legrand. Tome I [et] II. Paris, Tradition du Livre 1964. Mit 100 Tafeln nach Zeichnungen und Aquarellen, davon 37 farbig, einige doppelblattgroß. Schwarze Originalmaroquinbände, Rückentitel, Vorderdeckelverzierung und Kopfschnitt vergoldet (Engel, Malakoff).

Eins von 50 Exemplaren der ersten Vorzugsausgabe auf Velin »Arjomari Licorne« und mit einer beigelegten Temperazeichnung (Kreuzigungsszene, 33 : 26 cm, signiert, datiert) sowie einem eigenhändigen Brief des Künstlers zu seinen Franziskus-Illustrationen. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Von dem monumentalen Werk erschienen insgesamt sagenhafte 5.426 nummerierte Exemplare. – Neben der berühmten Legendensammlung »Fioretti« enthält Band II weitere Texte von und über den Heiligen Franziskus. – Einleitung und Übersetzungen von Père Adalbert Hamman, Vorwort von Daniel-Rops. – Die große Zeichnung in einer schwarz-gelben Leinenmappe. – Spätwerk des durch zahlreiche Buchillustrationen bekannt gewordenen Edy Legrand (1892–1970).

32,8 : 26,0 cm. 270, [2]; 249, [3] Seiten.

731  Georges Lepape – Maurice Maeterlinck. L’oiseau bleu.

€ 600

Féerie. Avec quatorze aquarelles originales de Georges Lepape. – Georges Lepape. Décors et Costumes pour ›L’Oiseau bleu‹ de Maurice Maeterlinck. Avec une préface de Gérard d’Houville. Paris, Le Livre 1925 und 1927. – Mit pochoirkolorierten Vignetten und Tafeln nach Aquarellen. Zwei Pappbände mit Buntpapier-Deckelbezügen und Lederrückenschild (signiert: W. Bommer, Basel).

I. Mit einem Frontispiz und zwölf großen Kopfvignetten, je eine zu den zwölf Szenen des Stücks. Eins von 400 Exemplaren (Gesamtauflage 460). – II. Mit 61 kolorierten Tafeln, davon sieben doppelseitig, nach den Bühnenbild- und Figurinenentwürfen. Das erste von nur zehn Exemplaren auf Japan (Gesamtauflage 230). – Die Originalumschläge, beide mit einer pochoirkolorierten Deckelvignette, sind beigebunden. – Georges Lepape (1887–1971) entwarf die hier aufwendig gedruckten Dekorationen und Kostüme bereits 1923 für eine Aufführung des Balletts am Theater von Cora Laparcerie. Nachdem er 1920 an der Epochalen Ausstellung im Musée des Arts Décoratifs« teilgenommen hatte, gewann Lepape auch internationale Berühmtheit. 1926 arbeitete er auf Einladung von Condé Nast einige Monate für die Zeitschrift »Vogue« in New York. – »Der blaue Vogel« ist eine Geschichte über das Leben, das Erwachsenwerden und die Suche nach dem Glück und handelt von den Kräften der Einbildung. »Der Text ist aber auch – das hat Stanislawski wie Meyerhold und Max Reinhardt, der 1912 am Deutschen Theater die deutsche Erstaufführung herausbrachte, daran gereizt – einer über das Theater. Denk’ dir was, dann hast du das: Diese Auskunft des Stücks fasst schließlich zusammen, worauf jeder Vorgang auf einer Bühne und ebenso das Zuschauen baut.« (Frankfurter Rundschau, zitiert nach felix-bloch-erben.de).

24,0 : 17,5 cm. 212, [6] Seiten; X, 61 Tafeln, 2 Blätter.

Monod 7111 (etwas ungenau)

732  Max Liebermann – 54 Steindrucke zu kleinen Schriften von Heinrich von Kleist.

€ 500 ( R7 )

Berlin, Bruno Cassirer 1917. Mit 54 Lithographien, davon zwei ganzseitig, und zwei lithographierten Initialen. Originalpergamentband mit lithographierter Vorderdeckelvignette, vergoldetem Rückentitel und Kopfschnittvergoldung. Im privaten Leinenschuber.

Eins von 250 Exemplaren auf Handbütten (Gesamtauflage 270). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Liebermanns Lithographien illustrieren 21 Anekdoten des Dichters. – »Es ist das erste Mal, daß der große Maler auch als Illustrator vor die Öffentlichkeit tritt. […] Liebermann hat Kleist mit Menzelischer Laune aufgefaßt, hat aber zugleich in meisterhafter Weise seinen eigenen Illustrationsstil gefunden […] Von den Schwierigkeiten, die der Krieg dem Buchgewerbe bereitet, ist in diesem Werke nicht zu spüren« (Verlagswerbung).

33 : 25 cm. 74 (paginiert 76) Seiten. – Deckel minimal verzogen.

Schiefler 226-282. – Schauer II, 86

733  Aristide Maillol – Emile Verhaeren. Belle Chair.

€ 400

Onze Poèmes […] illustrés de trois bois originaux et de douze lithographies par Aristide Maillol. Paris, Édouard Pelletan 1931. Mit zwölf Lithographien, davon eine blattgroß, und drei Holzschnitt-Vignetten. Originalbroschur mit -umschlag. In Chemise mit Rückenschild und Schuber.

Eins von 150 Exemplaren auf holländischem Bütten (Gesamtauflage 225). – Die Gedichte Verhaerens, die Schönheit des weiblichen Körpers huldigend, wurden von Aristide Maillol kongenial illustriert.

30,0 : 23,9 cm. 34, [6] Seiten.

Monod 11016. – Rauch 139

734  Aristide Maillol – Longus. Les Pastorales ou Daphnis et Chloé.

€ 700

Version d’Aymot revue et complétée par P.-L. Courier. Bois originaux d’Aristide Maillol. Paris, Philipp Gonin 1937. Mit 48 Textholzschnitten und sieben Holzschnitt-Initialen. Rostroter Maroquinband und Maroquinchemise mit zwei Rückenschildern, zusammen in Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 500 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Bütten mit Maillols Wasserzeichen. – Mit einer in schwarz auf Bütten gedruckten Suite aller 46 Holzschnitte – zwei Vignetten wurden im Buch wiederholt verwendet – und 15 ornamentierten Initialen auf einem Blatt. – »Small in scale, it is perhaps the most harmonious of Maillol’s illustrated books« (Garvey). – Kaum eine Holzschnittfolge Maillols ist anmutiger als die zu der Erzählung von der unschuldigen Liebe der Hirtenkinder Daphnis und Chloe. »Sensual, sometimes erotic but in the best sense of both terms Maillol […] is a perfect illustrator of ancient and modern classics […] the predominant feeling that emanates from the wood engravings is one of tenderness« (W. J. Strachan). – Schönes Exemplar mit Suite, die Einbände von klassischer Eleganz.

22,0 : 14,0 cm. [12], 217, [15] Seiten, 47 Holzschnitte. – Der erste Holzschnitt der Suite mit Abklatsch der Lederlaschen der Chemise.

Carteret IV, 243. – Rauch 141. – Garvey 174. – Vgl. Guérin 76–127

735  Aristide Maillol – Longus. Les Pastorales ou Daphnis et Chloé.

€ 400

Traduction d’Aymot. Revue et complétée par P.-L. Courier. Bois originaux d’Aristide Maillol. Paris, Philipp Gonin 1937. Mit Holzschnitten im Text. Rehbrauner Maroquinband mit Fileten-, Rücken- und Kopfschnittvergoldung. Im Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 500 Exemplaren der französischen Originalausgabe, zeitgleich druckte Gonin auch eine englische und eine deutsche Ausgabe. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der originale Vorderumschlag wurde eingebunden. – Auf Bütten mit Maillols Wasserzeichen. – »Sensual, sometimes erotic but in the best sense of both terms […]« (W. J. Strachan). – Tadellos erhalten und elegant gebunden.

22,0 : 13,5 cm. [8], 217, [7] Seiten.

Carteret IV, 243. – Rauch 141. – Garvey 174

736  Aristide Maillol – Publius Vergilius Maro. Les Géorgiqves.

€ 1000

Texte latin et version française de l’Abbé Jacques Delille, gravures sur bois d’Aristide Maillol. Tomes prémier et séconde. Paris, Philippe Gonin 1937–1943 (1950). Mit 122 Holzschnitten im Text. Halblederbände mit vergoldetem Rückentitel. Jeweils im Schuber mit vergoldeter Deckelvignette.

Eins von 750 Exemplaren. – Auf Maillol-Gonin-Bütten mit den beiden schönen Wasserzeichen. – Die Holzschnitte in der Mehrzahl groß und in der Formensprache des späten Maillol, eine Reihe kleine, fast zierstückartige, und einige Initialen. Die letzten Holzschnitte entstanden erst kurz vor Maillols Tod. – Eines der schönsten Bücher des französischen Künstlers. Sein künstlerisch reifstes Werk ergänzt seine Holzschnitte zu Vergils »Eclogen«, die bereits 1913–1926 für die Cranach-Presse entstanden. Kesslers Plan, auch die »Georgika« mit Holzschnitten Maillols zu drucken, konnte nicht mehr realisiert werden. – Dazu: Vier Blätter mit insgesamt sechs Holzschnitten auf Bütten, in Rot gedruckt und mit Monogrammstempel.

32,5 : 24,0 cm. [12], 174, [12] Seiten; [12], 154, [10] Seiten. – Teils leicht stockfleckig.

Monod 11339. – Rauch 144. – Garvey 175

737  Aristide Maillol – J[oseph]-S[ébastien] Pons. Concert d’été.

€ 400

Gravures de Aristide Maillol. Paris, Flammarion 1945. Mit 26 Textholzschnitten, einer davon als Titelvignette. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, -halbleinenchemise und -schuber.

Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf »papier pur fil de Lana« mit einer Suite der Holzschnitte auf Japan (Gesamtauflage 305). – Erstausgabe der Lyrik über das Roussillon des katalanischen Dichters Joseph-Sébastien Pons (1886–1962), der Aristide Maillol sehr nahe stand.

29,0 : 23,0 cm. 148, [8] Seiten, 26 Holzschnitte. – Umschlagdecke gebräunt. Schnitt mit einigen kleinen Stockflecken.

Monod 9234

738  Aristide Maillol – Lucien de Samosate [Lukian von Samosata]. Dialogues des Courtisanes.

€ 2000

Paris, Henry Creuzevault und Diane Vierny 1948. Mit 35 Lithographien von Aristide Maillol, sieben davon ganzseitig. Halblederband mit blindgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 50 Exemplaren mit einer Suite der Lithographien in Rötel (Gesamtauflage 275). – Gedruckt auf handgeschöpftem Spezial-Hanfpapier, gefertigt bei Canson und Montgolfier, mit dem MK-Wasserzeichen. – Die wunderbare Illustrationsfolge zu den klassisch-amourösen Dialogen des Lukian wurde vier Jahre nach Maillols Tod von dessen Lebensgefährtin Dina Vierny, die ihm gleichzeitig Modell war, herausgegeben. – Den Druck überwachte Pierre Brivage, die Lithographien wurden unter Aufsicht Fernand Mourlots von Hand in den Text eingedruckt. Die Steine wurden nach Fertigstellung des Drucks zerstört. – Besonders die sieben blattgroßen Akte zählen in ihrer feinlinigen, nuancierten Darstellung zu den schönsten Arbeiten des »Paintre-Sculpteur«. – Die Extrasuite wurde beigebunden, der originale Umschlag liegt bei, zusammen im originalen Schuber.

40,0 : 30,5 cm (Folio). – [6], 93, [5] Seiten, 35 Lithographien.

Monod 7468

739  René Magritte – Comte de Lautréamont (Isidore Ducasse). Les Chants de Maldoror.

€ 300

Illustrations de René Magritte. Brüssel, La Boetie 1948. Mit 76 Strichätzungen nach Zeichnungen, davon zwölf blattgroß auf Tafeln, sechs als Initialen. Illustrierte Originalbroschur.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – In nummerierter Auflage erschienen. – René Magritte (1898–1967) war nach Schließung der Surrealisten-Galerie »Le Centaure« 1930 wieder nach Brüssel gezogen. In den Folgejahren entstanden Freundschaften zu André Breton, Paul Éluard, Joan Miró, Hans Arp und später auch zu Salvador Dalí. – Sehr schönes Exemplar, »das am aufwendigsten illustrierte Buch des Malers« (Lang, S. 63).

25 : 19 cm. 190, [10] Seiten, 12 Tafeln. – Am Rücken unauffällig restaurierte Fehlstellen. – Unbeschnitten, sehr gut erhalten.

Monod 6900. – Lang, Surrealismus 66

740  Édouard Manét – Edgar Allan Poe. Les poèmes.

€ 450

Traduction en prose de Stéphane Mallarmé. Avec portrait et illustrations par Édouard Manet. Paris, Léon Vanier 1889. Mit acht Lithographien nach Manet, davon eine auf dem Umschlag und eine mit dem Porträt des Dichters, sowie einer Holzstichillustration. Originalbroschur mit illustriertem Originalpergaminumschlag.

Erste Ausgabe dieser bedeutenden Übertragungen und zugleich die erste illustrierte Ausgabe. – Bereits 1875 war Poes Gedicht »The Raven« in der Übertragung »Le Corbeau« von Mallarmé mit sechs Lithographien Manets erschienen. Sie wurden für die vorliegende Ausgabe im Buch und auf dem Umschlag in verkleinerter Fassung reproduziert. – Unbeschnittene Originalbroschur.

24 : 16 cm. XII, 167, [1] Seiten, 7 Tafeln. – Umschlag stockfleckig und mit kleinen Randläsuren. – Gelegentlich etwas stockfleckig.

Monod 9178. – Skira 222

741  Gerhard Marcks – Aesop Tierfabeln des Aesop.

€ 150

Köln, Lempertz 1980. Mit 35 Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text, davon sieben Initialen, sowie einem Holzschnitttitel. Originalhalbpergamentband mit Holzschnitttitel. Im Schuber.

Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 700) der Neuausgabe durch Henrik Hanstein, mit einem beigegebenen signierten Separatabdruck des Holzschnitts »Wolf« (Lammek 484.12). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Übertragen von August Hausrath. – Gedruckt auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten. – Sehr schönes Exemplar.

33,4 : 23,4 cm. 31, [5] Seiten.

Lammek 484.1–33

742  Marcoussis – Paul Eluard. Lingères légères.

€ 250

Paris, Pierre Seghers 1945. Mit einer Porträtradierung von Marcoussis. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 650 Exemplaren auf »Vélin du Marais« (Gesamtauflage 685). – Titelkalligraphie und Zierstücke im Text wurden in Rot gedruckt. – Die Radierung von Louis Marcoussis, ein Porträt des Dichter Eluard, entstand bereits 1936. Marcoussis starb auf der Flucht aus dem besetzten Teil Frankreichs 1941.

22,5 : 16,8 cm. [32] Seiten.

743  Albert Marquet – [Charles] de Brosses. Séjour à Venise.

€ 600

Quatre lettres du Président de Brosses. Avec 31 gravures a l’eau-forte d’Albert Marquet. Paris, Èditions Textes Prétextes 1947. Mit 31 Radierungen, fünf davon koloriert. Dunkelgrüner Maroquinband mit vergoldeten Innenkantenbordüren, goldgeprägtem Rückentitel und Kopfschnittvergoldung. In Halblederchemise und Schuber.

Eins 240 Exemplaren auf »Vélin de Lana« (Gesamtauflage 300). – Der nach einem Aquarell farbig illustrierte Originalumschlag wurde eingebunden. – Die kolorierten Radierungen und farbig gedruckte Initialen eröffnen jeweils ein neues Kapitel. – Albert Marquet (1875–1947) studierte an der École des Beaux-Arts, wo er 1890 Henri Matisse kennenlernte, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Er gilt als einer der Mitbegründer des Fauvismus. Angeregt durch seine vielfältigen Reiseeindrücke entwickelt Marquet seinen ausgeprägten persönlichen Stil, seine Malweise setzt die Tradition des Impressionismus fort, Hafenbilder spielen eine große Rolle in seinem Œuvre.

28,3 : 23,4 cm. 76, [16] Seiten. – Exlibris.

Monod 1995 (abweichend)

744  Alberto Martini – Dante Alighieri. La Divina Commedia.

€ 500

Novamente illustrata da artisti italiani. A cura di Vittorio Alinari e riveduta nel teso da Giuseppe Vandelli. Seconda edizione rinnovata. Florenz, Giorgio & Piero Alinari 1922. Mit drei Lithographien von Alberto Martini und einer von Emilio Notte, alle signiert und nummeriert, sowie zahlreichen montierten Lichtdrucken nach Gemälden und Zeichnungen verschiedener Künstler. Originalhalbleder-Holzdeckelband mit Goldpapierauflage und Bemalung.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den signierten Lithographien. – Das Werk war erstmals 1902 erschienen und veranschaulichte die Dante-Rezeption in der bildenden Kunst Italiens im ausgehenden 19. Jahrhundert. – Die Vorzugsexemplare der Neuausgabe kombinieren diesen Bilderreigen mit vier Originalen der italienischen Moderne: Ein recht klassisches Dante-Porträt von Emilio Notte (1891–1982) als Frontispiz und drei Lithographien des Prä-Surrealisten Alberto Martini (1876–1954). – Die Originalgraphiken wurden auf weiße Büttenblätter montiert und dort signiert und nummeriert, die Lichtdrucke auf braune Kartonblätter.

31,8 : 26,0 cm. [4], 263, [1] Seiten. – Gelenke beschabt. – Innengelenke gebrochen. Ränder schmal gebräunt, teils Abklatsch der braunen Tafeln.

745  Frans Masereel. Die Sonne.

€ 500

63 Holzschnitte. München, Kurt Wolff 1920. Mit 63 blattgroßen Holzschnitten. Grüner Originalmaroquinband. Rückentitel, Steh- und Innenkantenfileten sowie Buchschnitt vergoldet.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 50 vom Künstler signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Kaiserlich Japan (Gesamtauflage 800). – Masereels Holzschnitte entfalten auf dem samtig glänzenden Japanpapier einen besonderen Reiz. – Sehr schönes Exemplar.

17,4 : 12,5 cm. [68] Blätter.

Ritter B a 7.I. – Göbel 536

746  Frans Masereel. Acht Original-Holzschnitte zu Hemingway Der Alte Mann und das Meer.

€ 300

Hamburg, Johannes Asmus [1962]. Acht signierte Holzschnitte. Mit Titelblatt lose in Originalumschlag und -schuber.

Sonderausgabe der acht Holzschnitte zu Hemingways Erzählung. – Eins von 100 Exemplaren auf Japan-Bütten, sämtliche Blätter vom Künstler signiert. – Jeweils in Passepartout montiert. – Tadellos.

23,3 : 16,5 cm. [4] Seiten, 8 Holzschnitte.

Ritter B a 56

747  Wassili Masjutin – Alexander Blok. Die Zwölf. – Dwenadzat.

€ 200

Berlin, Newa 1921 und [1923]. Mit je fünf ganzseitigen Illustrationen, davon eine auf den Vorderdeckeln. Zwei Originalhalbleinenbände.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Die deutsche Nachdichtung stammt von W. E. Groeger, die russische Fassung mit den Illustrationen Masjutins erschien erst zwei Jahre später. – Mit Vorworten des Übersetzers bzw. des Illustrators. – »Das Spätwerk Bloks, mit dem der Dichter Weltruhm erlangte, beschreibt den Todeskampf der durch die Revolution zertrümmerten bürgerlichen Gesellschaft.« (KNLL II, 790).

25,5 : 19,5 cm. 34, [2] bzw. [6], 22, [4] Seiten, je 4 Tafeln. – Einbände etwas fleckig und berieben. – Deutsche Ausgabe: Bindung gelockert.

Oestmann 11 und 11a

748  Sandor Bortnjik – Alexander Blok. A Tizenkettő.

€ 300

(ungarisch: Die Zwölf). A fametszetek Bényi Sándor minkája. Berlin, Vereinigung Internationaler Verlagsanstalten 1923. Mit zehn ganzseitigen Holzschnitten. Farbig illustrierte Originalbroschur.

Sehr seltene Ausgabe, die erste Übersetzung ins Ungarische und illustriert von einem der wichtigsten ungarischen Avantgarde-Künstler, Sandor Bortnjik. Die Propaganda-Holzschnitte erschienen zeitgleich mit einer Ausstellung in der Berliner Galerie Nierendorf in der Wiener Zeitschrift »Einheit«. Um Verfolgungen in seiner Heimat nach Niederschlagung der ungarischen Revolution zu vermeiden, publizierte Bortnjik unter dem Decknamen »Bényi«. – Das ausführliche Vorwort zu Leben und Werk des 1921 verstorbenen Dichter schrieb Leo Trotzki. Die Übersetzungen aus dem Russischen stammen von Sarolta Lányi (Dichtung) und Lajos Magyar (Vorwort).

18,5 : 13,4 cm. 61, [3] Seiten. – Broschurdeckel lose, Rücken fehlt fast vollständig. – Alle Blätter lose, papierbedingt stark gebräunt und mit brüchigen Rändern, diese teils mit kleinen Verlusten. Handschriftliche Notiz auf der Titelblattrückseite.

Vgl. Lexikonok (ungarische Online-Biographie)

749  Roger Passeron. André Masson.

€ 600

Graphik. Stuttgart, Belser 1973. Mit drei Farblithographien und zahlreichen Tafeln und Abbildungen. Originalleinenband im -schuber und Originalleinenmappe.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit fünf großformatigen signierten und nummerierten Graphiken als Beigabe in Leinenchemise: einer Suite der drei Lithographien, einer zusätzlichen vierten und einer Radierung (Gesamtauflage der deutschen Ausgabe: 700). – Im Druckvermerk vom Künstler monogrammiert. – Die Lithographien wurden bei F. Mourlot, Paris, die Radierung bei Crommelynck gedruckt. – Tadellos erhaltenes Vorzugsexemplar des maßgeblichen Verzeichnisses des graphischen Œuvres.

36,0 : 29,5 cm. 179, [1] Seiten. 4 Lithographien, 1 Radierung. – Schuber mit schwachem Lichtrand.

750  Henri Matisse – Dernières œuvres de Matisse.

€ 1200

1950–1954. Paris, Revue Verve 1958. Mit 39 farbigen Lithographien nach Matisse, blatt- und doppelblattgroß, teils gefaltet, und zahlreichen Abbildungen. Illustrierter Originalpappband.

Verve IX, Nos. 35/36. – Druck der Lithographien bei Mourlot. – Der Einband wurde von Henri Matisse eigens für diese Ausgabe der Zeitschrift gestaltet.

36,5 : 27,0 cm. 182, [4] Seiten. – Gelenke an den Kapitalen minimal berieben, sonst makellos.