ChristianHesse

Lot 701 – 750 | Hesse-Auktionen
Lot 701 – 750

701  Per Kirkeby – Ludwig Wittgenstein. Bemerkungen über die Farben.

€ 750

Herausgegeben von G. E. M. Anscombe. Münster, Kleinheinrich 1998. Mit vier Farbradierungen. Originalhalbleinenband im -schuber (Christian Zwang, Hamburg).

Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 190). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und monogrammiert. – Die prachtvollen großformatigen Farbradierungen auf dünnem Japan. – Vortitelblatt mit Bleistiftzeichnung, eigenhändiger Widmung und Signatur von Per Kirkeby für den Vorbesitzer, datiert »Köln 26-9-98«. – Erschienen als Band 3 der von Siegfried Gohr herausgegebenen Reihe »Bilder · Worte | Worte · Bilder«. – Tadellos erhalten.

46,2 : 30,7 cm. [64] Seiten, 4 Radierungen, 4 Zwischenblätter.

702  Stephan Klenner-Otto – E. T. A. Hoffmann. Rath Krespel.

€ 500

Mit Farbradierungen von Stephan Klenner-Otto. Berlin, Serapion vom See 2004. Mit sechs signierten Farbradierungen, davon fünf blattgroß, eine als Verlegervignette. Originalleinenband.

Eins von 20 Subskribentenexemplaren (Gesamtauflage 90). – Der Künstler schuf insgesamt 20 Farbradierungen. Die Edition erschien in vier Versionen von je 15 Exemplaren mit je einer Auswahl von fünf Radierungen. Die Subskribenten konnten individuell eine Folge auswählen, der Name des Subskribenten wurde ins Impressum eingedruckt. – Auf Velin Alt-Worms. – Tadellos.

40,0 : 27,5 cm. 45, [3] Seiten.

703  Gerhart Kraaz. Das Buch Hiob.

€ 750

Zwölf Lithographien. Mit dem Text in der Übersetzung von Martin Luther. Seulberg im Taunus, Paul Robert Wilk [1971]. Zwölf signierte Lithographien und 45 Offsetlithographien im Text. Lose in Originalhalblederkassette (Helmuth Halbach, Königstein).

Exemplar 6 von 100. Diese Auflage wurde laut Werkverzeichnis nicht erreicht und nur noch zum Teil signiert. – Hier alle zwölf Lithographien vom Künstler nummeriert und signiert, beiliegend ein unsignierter zweiter Abzug von Blatt 3. – Die Typographie der Textseiten und die Anordnung der Vignetten stammt von Richard von Sichowsky. – Die Textseiten, illustriert mit den Vignetten nach Zeichnungen des Künstlers, geben den vollständigen Text der Luther-Übersetzung wieder, die zwölf eindrucksvollen Lithographien widmen sich einzelnen Textstellen. – Gedruckt auf Teton-Bütten, die Ätzung der Vignetten übernahm Paul Wilk, der den Privatdruck vertrieb. – Eines der Hauptwerke von Gerhart Kraaz (1909–1971), entstanden kurz vor seinem Tod. »Die Hauptaussage über die Vorstellung des späten Kraaz von einem gelungenen Miteinander von Text und Bild […] nachweislich ohne Vorgaben eines Verlagstypographen« (Birgit Löffler, S. 113). – Sehr schönes Exemplar.

71,0 : 50,5 cm (Blattgröße). [12] Seiten, 13 Lithographien. – Das erste Doppelblatt mit leichter Knickfalte am Falz.

Löffler Bibliographie B 27. – Tiessen III, 29

704  Hermann Naumann – Luthers Tischreden.

€ 300

Zusammengestellt von Jürgen Henkys und mit einem Essay von Walter Jens. – Zehn Punzenstiche von Hermann Naumann. Leipzig, Faber & Faber 2003. Mit 14 Abbildungen nach Punzenstichen, davon zehn ganzseitig. Originalleinenband. Mit zehn losen signierten Punzenstichen und einem Textblatt zur Suite in der Originalleinenkassette.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe A mit zehn signierten, großformatigen Punzenstichen. – Die Stiche auf Hahnemühle-Bütten gedruckt. – Die Suite der seltenen Vorzugsausgabe enthält die ganzseitig im Buch abgebildeten Graphiken, darunter »Der Teufel verursacht Naturkatastrophen«, »Verachtung des Todes«, »Christus zum Teufel – regiere Du!« und »Tischgespräche«. – Hermann Naumann, geboren 1930, hatte sich bereits in den 1950er Jahren der alten und in Vergessenheit geratenen graphischen Technik des Punzenstichs zugewandt. »Über die Jahre blieb neben anderen Techniken der Punzenstich immer faszinierend für mein Werk. Die 14 Punzenstiche zu Luthers Tischreden werden sicher der Abschluß meiner Punzenstiche in zyklischer Form sein« (Vorwort). – Eindrucksvolles Spätwerk des Künstlers und nun ein Beitrag zum Reformationsjubiläum.

25,3 : 17,0 cm. 237, [3] Seiten (Buch), 39,5 : 27,0 cm (Stiche), 41,5 : 28,5 cm (Kassette).

705  Ernst Wilhelm Nay. – Richard Mortensen.

€ 300 ( R7 )

– Geh durch den Spiegel. Folge 19 [und] 20. Köln 1959 und 1960. Mit zusammen fünf Originalgraphiken und zahlreichen Abbildungen. Originalpappbände.

Kataloge zu den Ausstellungen in der Galerie Der Spiegel, Köln. – Eins von 300 bzw. 250 Exemplaren. – I: Mit einer dreiblattgroßen Farblithographie und einer Vernis mou-Radierung, in der Platte monogrammiert. – II. Mit drei Farbserigraphien, eine doppelblattgroß. – Albrecht Fabri zu der Katalogreihe: »Wem ihr Preis also auf den ersten Blick etwas zu hoch erscheint, der mache folgendes kleines Rechenexempel: Er teile die DM 48,–, die z. B. die Nr. 18 kostet, durch 1 Litho plus 2 Radierungen, macht pro Blatt DM 16,–. Das heißt aber doch: ein Holzschnitt, eine Serigraphie, eine Gravüre etc. für das, was man für einen guten Schlips ausgibt« (Albrecht Fabri, 1960).

38,0 : 26,0 cm. [28] Seiten, 2 Graphiken, 1 Plakat; [26] Seiten, 3 Serigraphien. – I. Untere Ecken von schwach gestaucht. Klebebindung an einigen Stellen gelockert. – II. Deckel etwas aufgebogen, Ränder leicht gebräunt.

I: Gabler 60 und 61

706  A. R. Penck – Adalbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte.

€ 200

Göttingen, Steidl 1993. Mit neun farbigen ganzseitigen Abbildungen und Buchschmuck von A. R. Penck. Originalleinenband mit Schwarzprägung. In Originalschutzumschlag und -schuber mit Deckelschild.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer signierten Aquatintaradierung, diese unter Passepartout und gerahmt. – 1966 wurde Ralph Winkler unter dem Pseudonym A. R. Penck (nach dem Geologen und Eiszeitforscher Albrecht Penck) Kandidat des Verbandes bildender Künstler der DDR. Seit 1969 bekam er zunehmend Probleme mit dem Staatssicherheitsdienst der DDR, seine Bilder wurden beschlagnahmt und die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler der DDR (VBK) abgelehnt. 1980 übersiedelte er nach Westdeutschland.

24,3 : 17,0 cm. 68, [4] Seiten. – Schuber leicht fleckig.

707  A. R. Penck – Kiesstraße zwanzig Uhr.

€ 200

Herausgegeben von Jürgen Lentes. Frankfurt, Huss’sche Universitätsbuchhandlung 1993. Mit einer signierten Radierung von A. R. Penck. Originalpappband mit illustriertem Folienumschlag. Im Schuber.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der lose beiliegenden Radierung (Gesamtauflage 200). – Almanach zum zehnjährigen Bestehen der Huss’schen Universitätsbuchhandlung mit Erstdrucken von Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Klaus Wagenbach, H. C. Artmann, Daniil Charms, Gerhart Rühm, Lothar Baier, Sascha Anderson, Horst Hussel, Robert Gernhardt, A. R. Penck, Wolfgang Hilbig u.v.a.

28,7 : 18,0 cm. 321, [7] Seiten, 1 Radierung.

708  Norbert Prangenberg – Rolf Steiner. Andritsena.

€ 300 ( R7 )

Eine Erzählung von Rolf Steiner mit zwölf Linolschnitten von Norbert Prangenberg. Bremen, Bismarck 1988. Mit zwölf ganzseitigen Linolschnitten, davon zehn mehrfarbig. Originalpappband mit Farblinolschnitt auf dem Vorderdeckel. Im Originalschuber.

Eins von 60 Exemplaren (Gesamtauflage 75), wie die fünfzehn römisch nummerierten Luxusexemplare mit einem Aquarell des Künstlers und einem eigenhändigen Gedicht des Verfassers, hier auf dem vorderen Vorsatzblatt. – Die Linolschnitte sind Handabzüge von Tom Flemming, der Druck erfolgte auf Bugra-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Schönes Exemplar des farbenfreudigen Künstlersbuchs.

42,0 : 31,0 cm. [74] Seiten.

709  Arnulf Rainer. Blindzeichnungen 1951–1973.

€ 750

Köln, Wolfgang Hake 1973. Mit einer signierten Farbradierung und zahlreichen Abbildungen. Weiße Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 50 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe mit einer signierten und nummerierten Farbradierung (Gesamtauflage 500). – »1951, zwanzigjährig, begann ich erstmals, Zeichnungen mit geschlossenen Augen anzufertigen. Mein Glaube an die bisherige Kunst war erloschen. Ich war in einer Krise, auf einem Nullpunkt angelangt. Ich wußte nicht wie, was, wozu, warum. Etwas völlig Neues, noch nie gemachtes, schien mir unentbehrlich« (Vorwort).

25,5 : 25,0 cm. [1], 64, [2] Blätter, 1 Farbradierung.

Spindler 158, 33

710  Imre Reiner – Maxim Gorki. Die Geschichte eines Verbrechens.

€ 200

Stuttgart, Julius Hoffmann 1922. Mit sechs Holzschnitten von Imre Reiner. Originalmaroquinband. Rückentitel, Stehkantenbordüren und Schnitt vergoldet.

Vierter Druck der Juniperuspresse. – Eins von 100 Exemplaren. – Sehr frühes Werk des Künstlers, die zweite Illustrationsfolge Imre Reiners (1900–1987). Geboren im damals südungarischen Versec, studierte er in den 1920er Jahren bei F. H. Ernst Schneidler in Stuttgart. Bereits während der ersten Studienjahre erschienen drei Werke innerhalb der dortigen Juniperuspresse. Die Gesamtherstellung lag bei den Werkstätten der Württembergischen Staatlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart.

31,1 : 23,6 cm. 40, [4] Seiten. 6 Holzschnitte. – Vorderdeckel etwas berieben. Kapitale angeplatzt, oberes beschädigt. – Titelblatt und Impressum mit Sammlerstempel.

Reiner-Bibliographie III, 2. – Tiessen II, 2. – Rodenberg 98, 4

711  Imre Reiner – Johann Wolfgang von Goethe. Goethe. Novelle.

€ 800

Mit einem Nachwort von Emil Staiger und Original-Holzstichen von Imre Reiner. Basel, Benno Schwabe 1943. Mit zehn ganzseitigen Holzstichen. Weinroter Oasenziegenlederband mit Vergoldung und eingebundenem Originalumschlag mit Holzstichvignette.

Zweiter Druck der Petri-Presse. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe A auf handgeschöpftem Japan, mit einer Extrasuite von 13 monogrammierten Holzstichen, ebenfalls auf Japan (Gesamtauflage 825). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – In der Extrasuite auch drei vom Künstler für die eigentliche Buchausgabe zurückgezogene Stiche. – Getrüffeltes Exemplar mit einer aquarellierten Tuschzeichnung (betitelt »Goethe Novelle«, 16,0 : 12,5 cm, monogrammiert), montiert in ein eingebundenes Passepartoutblatt. – Ohnehin selten, in dieser Form jedoch ein Unikum.

31,7 : 21,5 cm. 63, [5] Seiten, 13 Holzstiche. – Rücken etwas aufgehellt, Hinterdeckel mit winzigen Kratzern. – Stellenweise einige Stockflecken.

Reiner-Bibliographie III, 9. – Tiessen II, 9. – Schauer II, 132

712  Imre Reiner – Rainer Maria Rilke. Les Roses.

€ 1000

Vingt-cinq eaux-fortes de Imre Reiner. Paris, Alexandre Loewy 1959. Mit 25 blattgroßen signierten Radierungen, eine davon auf dem Umschlag. Weißer Schweinslederband und -Halblederchemise in Halblederkassette.

Eins von 20 römisch nummerierten Künstlerexemplaren, wie die Vorzugsausgabe mit zwei Extrasuiten der Radierungen, in Schwarz auf Japon nacré und in Rot auf Hosho Papier. Alle Radierungen der Suiten und im Buch sowie der Druckvermerk vom Künstler signiert (Gesamtauflage 150). – Getrüffeltes Exemplar aus dem Nachlass des Künstlers mit folgenden Beilagen: Sechs Originalzeichnungen (Aquarell, Mischtechnik, vier Tuschzeichnungen), signiert und datiert. – Gedruckt auf Auvergne-Bütten. – Jede Radierung mit einem Textblatt mit dem Titel und dem Gedicht. – Die eleganten Einbände wurden möglicherweise in der Legatoria Artistica Ascona angefertigt.

32,7 : 26,0 cm. [108] Seite, 50 Radierungen, 6 Zeichnungen.

Reiner-Bibliographie III, 19. – Tiessen II, 19

713  Imre Reiner – Rainer Maria Rilke. Les Roses.

€ 450

Vingt-cinq eaux-fortes de Imre Reiner. Paris, Alexandre Loewy [1959]. Mit 25 ganzseitigen Radierungen, eine davon auf dem Umschlag. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, Balsaholzchemise und -schuber.

Eins von 105 Exemplaren (Gesamtauflage130). – Druck auf handgeschöpftem Bütten »Auvergne à la main«.

33,8 : 27,1 cm. [108] Seiten. – Chemise stärker, einige Seiten schwach stockfleckig. Innenseite des Umschlags und Impressum mit Sammlerstempel.

Reiner-Bibliographie III, 19. – Tiessen II, 19

714  Imre Reiner – Gottfried Keller. Der Grillenfang

€ 150

mit Holzstichen von Imre Reiner. Hamburg 1962. Mit 15 Holzstichen. Illustrierter Originalpappband im Schuber (Christian Zwang).

Eins von 150 Exemplaren. – Auf Zerkall-Bütten. – »Aus dem dritten Buch das fünfzehnte Kapitel der späten Fassung des Grünen Heinrich von Gottfried Keller« (Druckvermerk).

22,5 : 12,7 cm. [36] Seiten.

Tiessen II, 23

715  Imre Reiner – Adalbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte.

€ 180

Mit neun Holzstichen von Imre Reiner. Frankfurt am Main und Bern, Ars librorum 1964. Mit neun Holzstichen im Text, davon einer blattgroß. Illustrierter Originalleinenband im -schuber.

Neunter Ars librorum Druck. – Eins von 215 Exemplaren (Gesamtauflage 250). – Gedruckt auf Japan. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Dazu: Ali Baba und die vierzig Räuber. Übertragen von Enno Littmann. Mit Holzstichen von Imre Reiner. Frankfurt am Main, Insel 1961. Mit neun Holzstichen, davon einer blattgroß. Illustrierter Originalleinenband. Im -schuber. Eins von 750 Exemplaren. – Beide im Druckvermerk vom Künstler signiert, beide tadellos erhalten.

20,9 : 12,8 cm. 85, [3] Seiten. – 20,3 : 12,7 cm. 89, [3] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 28 und 21. – Tiessen II, 26 und 20. – Spindler 40.29 und Sarkowski 11

716  Imre Reiner – Aristophanes. Der Frieden.

€ 800

Eine Komödie. Übertragen von Ludwig Seeger. Mit neunundzwanzig Holzstichen von Imre Reiner. Ruvigliana, Eigenverlag 1965. Mit 29 Holzstichen im Text. Hellbrauner Kalblederband in Leinenkassette.

Eins von 80 Exemplaren (Gesamtauflage 86), im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Getrüffeltes Exemplar aus dem Nachlass des Künstlers mit folgenden Beilagen: Kolorierte Zeichnung, signiert und mit »Der Frieden« betitelt. – Suite aller 29 Holzstiche auf hauchdünnem Japan, alle signiert, datiert, betitelt und mit »Probeabzug«, teils auch »von der unfertigen Platte« bezeichnet. – Vier weitere Holzstiche, teils auf dünnem Japan, alle signiert, datiert, betitelt und mit »Probeabzug« bezeichnet. – Die Typographie stammt von Max Caflisch, gedruckt wurde bei Benteli, Bern, auf handgeschöpftem glatten Velin. – Das Buch tadellos, Kassette unten mit kleiner Druckstelle.

39,5 : 27,0 cm. 88, [8] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 32. – Tiessen II, 29

717  Imre Reiner – Aristophanes. Die Vögel.

€ 600

Übertragen von Christian Voigt mit 37 Holzstich-Illustrationen von Imre Reiner. Hamburg, Maximilian-Gesellschaft 1965. Mit 37 Holzstichen im Text, davon acht blattgroß. Schwarzer Saffianlederband; Vorderdeckelillustration mit blauer Lederapplikation und Illustration in Rotprägung, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Legatoria Artistica Ascona 1972, Entwurf Martin Jaegle Ascona). In gefütterter Halblederkassette.

Unikates Exemplar mit zwei beigelegten aquarellierten Tuschezeichnungen. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die farbenfrohen Aquarelle überraschen in ihrem Gegensatz zu den – zumindest auf den ersten Blick – strengen Holzstichen. – Das Buch erschien als Jahresgabe der Maximilian-Gesellschaft für 1964 in einer Auflage von 1500 Exemplaren. – Die Typographie stammt von Richard von Sichowsky. – Druck als Blockbuch bei Hans Christians, Hamburg, auf Hahnemühle Kupferdruckpapier. – Schöner Einband, der in der 1965 von J. Stemmle gegründeten »Legatoria Artistica« entstand. Aus ihr ging später die Stiftung »Centro del bel libro Ascona« hervor. – Tadellos erhalten. – Aus Familienbesitz Erben Dr. Ernst Hauswedell.

32,6 : 24,5 cm. [2], 120, [6] Seiten, 2 Zeichnungen.

Reiner-Bibliographie III, 33. – Tiessen II, 30. – Spindler 49.13

718  Imre Reiner – Hesiod. Werke und Tage.

€ 600

Aus dem Griechischen übertragen von Albert von Schirnding. Mit zweiunddreißig Holzstichen von Imre Reiner. München, Carl Hanser 1966. Mit 31 Holzstichen im Text und einem auf dem Vorderdeckel. Originalhalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalschuber.

Zweiter Hanser Pressendruck. – Eins von 13 römisch nummerierten Künstlerexemplaren, im Druckvermerk von Imre Reiner signiert und nummeriert (Gesamtauflage 190). – Getrüffeltes Exemplar aus dem Nachlass des Künstlers mit folgenden Beilagen: Vier Zeichnungen, davon eine aquarelliert, alle signiert und mit »Hesiod« bezeichnet, datiert 1946/47. – Fünf Holzstiche, alle signiert, teils mit »Hesiod« und »Probeabzug« bezeichnet, teils auf Japan gedruckt. – Handsatz aus der Centaur-Antiqua. – Gedruckt auf handgeschöpftem Hahnemühle-Bütten. – Tadellos erhalten.

40,4 : 31,0 cm. 50, [6] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 35. – Tiessen III, 32. – Spindler 63.2

719  Imre Reiner – Hesiod. Werke und Tage.

€ 120

Aus dem Griechischen übertragen von Albert von Schirnding. Mit zweiunddreißig Holzstichen von Imre Reiner. München, Hanser 1966. Mit 31 Holzstichen im Text und einem auf dem Vorderdeckel. Originalhalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalschuber.

Zweiter Hanser Pressendruck. – Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 190). – Handsatz aus der Centaur-Antiqua. – Gedruckt auf handgeschöpftem Hahnemühle-Bütten.

40,4 : 31,0 cm. 50, [6] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 35. – Tiessen III, 32. – Spindler 63.2

720  Imre Reiner – Eduard Mörike. Lucie Gelmeroth.

€ 300

Novelle. Mit sechzehn Holzstichen von Imre Reiner. Frankfurt am Main, Ars librorum 1966. Mit vierzehn Holzstichen im Text sowie einer Titel- und einer Schlussvignette. Grün-gelber illustrierter Originalleinenband mit rot-goldenem Lederrückenschild (Helmuth Halbach, Königstein) im Originalschuber.

15. Ars librorum Druck. – Eins von 75 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Extrasuite aller 16 Holzschnitte sowie einem zusätzlichen signierten Holzstich (Gesamtauflage 675). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Hahnemühle-Bütten von Johannes Weisbecker, Frankfurt am Main. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Sehr schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe.

29,0 : 17,8 cm. 35, [5] Seiten, 17 Holzstiche. – Kleiner Sammlerstempel auf Vorsatz, Titelblatt und rückseitig auf 15 der 17 Suitenblätter.

Reiner-Bibliographie III, 36. – Tiessen III, 33. – Slg. Berge 122. – Isphording II, 41. – Spindler 40.35

721  Imre Reiner – Heinrich von Kleist. Sul teatro di marionette.

€ 300

Acquaforti di Imre Reiner. Rovio, Edizioni Rovio 1980. Mit sieben ganzseitigen Aquatintaradierungen. Lose Doppelbögen in Originalumschlag und Schuber.

Eins von 99 Exemplaren (Gesamtauflage 119). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Garamond. – Gedruckt auf Velin d’Arches. – Die Ausgabe erschien im Auftrag des Centro del bel libro, Ascona.

33,8 : 26,0 cm. 47, [9] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 50. – Tiessen V, 42

722  Imre Reiner – Friedrich Hölderlin. Mein Eigentum.

€ 450

Quindici acqueforti di Imre Reiner. Prefazione di Ottavio Besomi. Rovio, Edizioni Rovio 1985. Mit 15 Aquatintaradierungen. Originalbüttenbroschur in -kartonchemise und illustriertem -schuber.

Eins von 33 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 132). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf getöntem Magnani-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Radierungen entstanden bereits 1965, wurden aber erst 20 Jahre später publiziert. – Enthält auch eine italienische Übertragung von Hölderlins Gedicht. – Tadellos erhalten.

32,3 : 23,2 cm. 25, [1] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 53. – Tiessen VI, 46

723  Imre Reiner – Roland Reiner. Blumen und Früchte in Holzstichen von Imre Reiner.

€ 300

Eine chronologische Darstellung. Zum 90. Geburtstag des Künstlers am 18. August 1990. Bern, Benteli 1990. Mit einem losen Holzstich und 70 ganzseitigen Abbildungen. Originalhalbleinenband mit Deckelvignette.

Exemplar 1 von 195, somit eins der 50 nicht für den Handel bestimmten. – Mit einer Einleitung des Sohnes von Imre Reiner, zahlreichen Abbildungen sowie einer Bibliographie der Bücher und Mappenwerke, Ausstellungsverzeichnis und Biographie. – Das Exemplar des Herausgebers in besonderer Ausstattung: Beigelegt wurde eine Originalzeichnung Imre Reiners (Aquarell und farbige Tuschen, 31,4 : 21,7 cm, signiert und datiert »1970«). Die Zeichnung in eine Seiden-Passepartoutmappe montiert, diese zusammen mit dem Buch in großer, dunkelbrauner Leinenkassette.

27,5 : 21,5 cm. 187, [5] Seiten, 1 Holzstich. Kassette: 49,0 : 34,0 cm.

724  Dieter Roth. Poeterei.

€ 1800

Doppelnummer 3/4 der Halbjahresschrift für Poesie und Poetrie. Herausgegeben von Dieter Roth und Rudolf Rieser. Stuttgart, Hansjörg Mayer 1968[-72]. Mit Collage und einem beigelegten »Original-Hammel«, beide monogrammiert. Weiße Originallederbroschur.

Eins von 230 Exemplaren, jedes von Roth im Druckvermerk mit grünem Filzstift signiert, nummeriert und datiert »68«. Laut Dobke wurden nur etwa 40 Exemplare in die im Druckvermerk angegebene »Zickel-Embryohaut« gebunden, die restlichen in andere Lederarten. – Nummer 3 mit der Collage »Originalrhein« (Fotoausschnitt), Nummer 4 mit dem beigelegten »Original-Hammel«, ein in Folie verschweißtes Stück Hammelfleisch. – Beide Originale monogrammiert und datiert »D. R. 68«. – Mit dieser Doppelnummer wurde die Zeitschrift abgeschlossen, die 1969 erschienene Nummer 5 enthielt nur Auszüge aus 1 und 2 und erschien als Band 15 der »Gesammelten Werke«. – Nummer 3 auf starkem Karton, Nummer 4 als Blockbuch gedruckt.

24,8 : 14,2 cm. [24], [44] Seiten. – Die Beilage – wie nicht anders zu erwarten – etwas geruchsintensiv. Schwacher Abklatsch auf der Lederinnenkante des Hinterdeckels. Das Leder mit einigen Gerbfehlern, einem Hautloch, leicht berieben und fleckig.

Dobke F 5. – Spindler 28, 53. – Archiv Sohm S. 74

725  Friedrich Meckseper – Rolf Schmücking. Meckseper.

€ 200

Werkverzeichnis der Radierungen 1956–1975. – Radierungen 1976–1980. Nachtrag zum Werkverzeichnis. – Braunschweig, Galerie Schmücking 1977 und 1981. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband und -broschur.

Band I im unnummerierten Nachdruck von 1977 (Auflage 1.000), der Nachtrag in erster Auflage, diese im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Band I mit eigenhändiger Widmung des Künstlers. – Dazu: Friedrich Meckseper. Sonnenuhr. Radierung, Kaltnadel und Aquatinta. 1970. 15,0 : 13,5 cm (24,7 : 21,7 cm). Signiert und datiert. In dem Ausstellungskatalog »Ölbilder 1969–1970« der Galerie Brockstedt, Hamburg. Eins von 500 Exemplaren. Schmücking 126.

27,0 : 21,0 cm. 229, [3] und 59, [1] Seiten.

726  Bernard Schultze – Dieter Hülsmanns. Poesie der Grausamkeit.

€ 300 ( R7 )

Ein Text mit Originalradierungen von Bernard Schultze. Hannover, Galerie Brusberg 1964. Mit sechs signierten Radierungen, davon eine farbig. Lose Blätter in Originalhalblederkassette.

Eins von 40 Exemplaren (Gesamtauflage 50). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Auf Kupferdruckkarton. – Drei Radierungen stehen einzeln auf je einem Bogen, die übrigen jeweils kombiniert mit Textpassagen. – Die Gesamtausstattung der Edition entwarf Hans Weckerle.

31,5 : 62,0 cm (Kassette). 13 Blätter. – Kassettenkanten mit einzelnen Schabstellen. – Das letzte Blatt mit Eckknick.

Heuer 71–76. – Spindler 162.3

727  Daniel Spoerri – Dr. Schnabel’s Totentanz.

€ 500

Karlsruhe, Ariadne Buchdienst 1989. Sieben signierte Originalgraphiken und ein Textheft lose in Originalhalbleinenkassette.

Eins von 100 Exemplaren. – Alle Graphiken von den Künstlern signiert. – Mit teils farbigen Serigraphien von Marianne Eigenheer, Elisabeth Masé, Daniel Spoerri (Froschtotentanz, in Zusammenarbeit mit der Redaktion, von Spoerri kopfstehend signiert und betitelt »foco foco«) und Federico Winkler sowie einer Fotografie von Hannes Vogel, einer Offsetlithographie von Werner Merkhofer und einer Fotolithographie von Karl Heinz Müller Paternion. – Im Textheft Beiträge von Martina Roda Becher, Frank Geerk, Guido Bachmann u. a.

45,0 : 34,5 cm (Kassette). [28] Seiten.

728  Ferdinand Springer – Reden und Gleichnisse des Tschuang-Tse.

€ 200

Übertragen von Martin Buber. Mit fünf mehrfarbigen Radierungen von Ferdinand Springer. Frankfurt am Main, Edition de Beauclair 1970. Mit fünf signierten blattgroßen Farbradierungen. Lose Doppelblätter in Originalwildseidenkassette (Helmuth Halbach, Königstein).

Edition de Beauclair 11. – Eins von 120 Exemplaren. – Auf Auvergne-Bütten. – Gesetzt aus der Walbaum-Antiqua.

44,0 : 29,0 cm (Kassette). 44, [4] Seiten. – Vereinzelt leicht stockfleckig, die erste, leere Seite stärker betroffen. – Sammlerstempel auf Innendeckel und im Druckvermerk.

Höfchen 252-256. – Spindler 40, 47 (irrtl. als 14. Druck bezeichnet). – Tiessen IV, 10

729  Walter Stöhrer – Walter Aue. Berliner Romanze.

€ 600

Mit sechs Radierungen von Walter Stöhrer. Köln, Wolfgang Hake 1966. Mit sechs signierten Kaltnadelradierungen. Weiße Originalbroschur.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den signierten Radierungen (Gesamtauflage 200). – Entgegen dem Druckvermerk dort nicht vom Autor signiert. – Tadelloses Exemplar.

25,0 : 25,0 cm. [60] Seiten, 6 Radierungen.

Spindler 158, 21. – Bose 1966.1 a–f

730  Hans Ticha – E. T. A. Hoffmann. Klein Zaches genannt Zinnober.

€ 120

Ein Märchen. Berlin, Aufbau 1976. Mit 38 farbigen Illustrationen, 21 ganzseitig. Roter Originalkalblederband mit Deckelvignette und Rückenschild in Blau und Gold. Im farbig illustrierten Schuber.

Exemplar einer nicht gezählten Vorzugsausgabe in schönem Ganzledereinband. – Hans Ticha illustrierte Hoffmanns Märchen in gewohnt skurriler Art, seine Bilderfindungen und Geschöpfe erzählen fast eine eigene Geschichte. – Schönes Exemplar.

20,3 : 14,5 cm. 156, [4] Seiten.

Frank, Ticha 16

731  J[ohn] R[onald] R[euel] Tolkien. Der Herr der Ringe.

€ 1000 ( R7 )

Aus dem Englischen übersetzt von Margaret Carroux. Erster [bis] Dritter Band. Stuttgart, Hobbit Presse im Ernst Klett Verlag 1969–1970. Mit drei zweifarbigen Faltkarten. Grüne Originalhalblederbände mit marmorierten Papierbezügen und goldgeprägten Rückentiteln. Zusammen im Originalschuber.

Erste deutsche Ausgabe. – Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe in Halbleder. – Inhalt: Die Gefährten. – Die zwei Türme. – Die Rückkehr des Königs. – Enttäuscht von manch anderer Übersetzung, bot Tolkien persönliche Hilfe an und Margaret Carroux arbeitete mit ihm gemeinsam an der deutschen Fassung. Durch Tolkiens Tod 1973 gelang eine solch direkte Einflussnahme nur noch bei der Übersetzung ins Dänische.

22,0 : 14,2 cm. 491, [1]; 406, [2], 482, [2] Seiten, 3 gefaltete Karten. – Kanten leicht berieben.

732  Hann Trier – Henri Focillon. Lob der Hand.

€ 450

Mit zwölf Original-Radierungen von Hann Trier. Köln, Galerie Der Spiegel 1962. Mit zwölf Radierungen, teils Aquatinta, teils Vernis-mou, davon fünf zweifarbig und zwei doppelblattgroß. Originalpergamentumschlag mit goldgeprägtem Titel.

Eins von 45 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe auf Hahnemühle-Bütten, im Druckvermerk vom Künstler signiert (Gesamtauflage 315). – Der 1934 verfasste Text des französischen Kunsthistorikers und -theoretikers wurde von Gritta Baerlocher übersetzt. Hann Trier fand in ihm »seine künstlerischen Vorstellungen sprachlich formuliert. […] Der Druck auf Transparentpapier sollte das für Trier so bedeutende Rechts-Links-Problem unterstreichen sowie auf das Spiegelbildphänomen hinweisen« (Uta Gerlach-Laxner). – Nur die insgesamt 65 Vorzugsexemplare auf Bütten enthalten neben den auf Transparentpapier reproduzierten Zeichnungen auch die originalen Radierungen, die lose eingelegt wurden. – Aus Familienbesitz Erben Dr. Ernst Hauswedell.

37,5 : 24,7 cm. [60] Seiten, 13 illustrierte Doppelblätter, 12 Radierungen. – Die Ränder der Transparentblätter etwas gebräunt.

Gerlach-Laxner G 68 (mit farbiger Abbildung von Blatt 2 auf dem Schutzumschlag). – Spindler 153, 21

733  Tomma Wember. Drei Künstlerbücher.

€ 200

Krefeld ohne Jahr.

I: Ich und Du Buch. Eins von 100 nummerierten und monogrammierten Exemplaren. Ca. 80 Blätter mit Spielanleitungen für zwei sich gegenübersitzende Personen, jede mit Stein, Stift und Wein und dem gemeinsam zu nutzenden Buch ausgestattet. – II: Essen und Trinken. Eins von 100 nummerierten und monogrammierten Exemplaren. Drei mehrteilige Spielanleitungen, entstanden 1960, für zwei bzw. drei Personen. Lose in Originalumschlag. – III:Lese-Gelage für 4 Personen mit Namen. Originalbroschur. – Alle tadellos erhalten und mit eigenhändiger Widmung für den Vorbesitzer. Die Künstlerin und »Spieleerfinderin« Tomma Wember (1919–2008) war die Ehefrau des Krefelder Museumsdirektors Paul Wember, dem zuliebe sie ihre künstlerischen Ambitionen nur abseits der Öffentlichkeit auslebte.

Verschiedene Formate. Zusammen mit einem Brief der Künstlerin in eigenhändig adressierter Versandtasche.

734  Hans Peter Willberg. Die siebenundzwanzig aleatorischen Verwandlungen von Text und Bild,

€ 400

die sich beim Druck von Yoriks Betrachtungen über verschiedene wichtige und angenehme Gegenstände mit den sechzehn Holzstichen von Hans Peter Willberg ergaben, samt der Suite. Ohne Ort 1972. Mit 16 signierten Holzstichen. Lose in Originalkassette.

Eins von acht Exemplaren. – Neben der Buchausgabe, die 1972 von der Maximilian-Gesellschaft herausgegeben wurde. – Vom Künstler ediert, wohl nicht im Handel. – Mit eigenhändigem Titelblatt, dieses signiert und datiert. – Die Kassette enthält alle sechzehn Holzstiche, jeder signiert und auf einem Doppelblatt rechts neben einer Textseite, und eine Zusammenstellung von 27 Doppeldrucken verschiedener Text- und Bildseiten. – Alle Blätter ungefalzt und rückseitig unbedruckt. – Die Kassette mit Doppeldruck-Textseiten bezogen und kalligraphiertem Titel. – Hans Peter Willberg (1930–2003) studierte u. a. an der Kunstakademie Stuttgart, war freischaffender Buchgestalter und 1975–1996 Geschäftsführer der Stiftung Buchkunst.

23,2 : 27,0 cm (Kassette). 44 Blätter. – Bezugspapier am Kassettenrücken gebräunt.

Vgl. Tiessen IV, 9

735  Horst Keller. Fritz Winter.

€ 200

München, F. Bruckmann 1976. Mit einer signierten Farbserigraphie und zahlreichen ganzseitigen, teils farbigen, Abbildungen. Senfgelber Originalleinenband im -schuber.

Exemplar »H.C.«, wie die 200 der Vorzugsausgabe mit einer signierten Farbserigraphie. – Reich illustrierte Monographie des Bauhaus-Schülers Fritz Winter (1905–1976). Als Gründungsmitglied der Künstlergruppe »ZEN 49«, die sich in der Tradition des Blauen Reiters verstand und sich in einer bildlichen Wiedergabe eines auf das Geistige abhebende Weltbild manifestierte, hatte er sich bereits während seiner dortigen Ausbildung von den Ideen des Bauhauses distanziert und vertrat zeitlebens eine mehr der Malerei zugewandte »L’Art-pour l’Art«-Einstellung.

26,3 : 21,4 cm. 48, 128 Seiten, 1 Serigraphie.

736  Mappenwerke und Konvolute – Das Kunstwerk. The Work of Art.

€ 750 ( R19 )

22 Originalgraphiken. 1965–1970. 26 : 21 cm. Alle signiert.

Je eins von 100 Exemplaren, alle nummeriert und signiert. – Als Beilage zu den Vorzugsausgaben der legendären Zeitschrift »Das Kunstwerk« erschienen. – Vorhanden sind folgende Hefte mit loser Graphik: Jahrgang XIX, 1-3, 5/6, 7, 9 und 10/12; XX, 5/6, 7/8, 9/10; XXI, 1/2, 3/4, 5/6; XXII, 3/4, 5/6, 7/8 und sechs Graphiken ohne die dazu gehörigen Hefte. – Mit 16 Farbserigraphien von Otto Herbert Hajek, Thomas Bayrle und Bernhard Jäger, Klaus Bendixen, Jason Seley, Bernd Damke, Hans Nagel, Eduard Micus, Mary Baumeister, Erwin Bechthold, Amadeo Gabino und Gianni-Emilio Simonetti sowie Rune Mields, Hans Baschang (s/w), Bernhard Engert, Raimund Girke und Klaus Heider; vier Farblithographien von Bernd Berner, René Bertholo, Jaroslav Serpan und Fritz Koenig sowie einer Radierung von Erich Hauser und einem Farbholzschnitt von Hans Martin Erhardt. – Auf verschiedenen Papieren und Kartons.

737  ZERO.

€ 400

Herausgeber und Redaktion Heinz Mack und Otto Piene. Vol. 3. Düsseldorf 1961. Mit fünf Originalarbeiten und zahlreichen, teils blattgroßen Abbildungen nach Fotografien. Schwarze Originalbroschur.

Originalausgabe. – Die letzte Nummer der 1958 gegründeten Zeitschrift. – Für die Beteiligten »bedeutete ›Zero‹ den Abschied von einer als ›trüb‹ erlebten Nachkriegszeit. […] ›ZERO Vol. 3‹ publizierte eine Reihe wichtiger Beiträge dazu, wie zum Beispiel das ›Sahara-Projekt‹ von Heinz Mack. Alle Künstler wurden futurisierend als ›Dynamo‹ vorgestellt, und Uecker prophezeite: ›Projektionen von heute sind Verhälntnisse von morgen‹« (Thomas Kellein, in Archiv Sohm, S. 65). – Mit Beiträgen von und über Fontana, Klein, Piene, Castellani, Arman, Rainer, Mack, Tinguely, Aubertin, Manzoni, Bury, Uecker u.a. – Mit den Originalarbeiten von Yves Klein (halbverbranntes Blatt und Blattfragment), Jean Tinguely und Otto Piene (weißes Blatt mit gestanztem Loch), Tinguely (eingeklebter Sonnenblumenkern mit Pflanzanleitung) und Daniel Spoerri (eingeklebtes Streichholz mit pyromanischer Gebrauchsanleitung). – Der hintere Umschlagdeckel wurde gelocht. – Sehr schönes Exemplar.

20,0 : 21,0 cm. [296] Seiten, 4 Blätter mit den Kunstwerken.

Archiv Sohm, Abbildung 95

738  Otto Piene. Lichtballett

€ 350

und Künstler der Gruppe Zero. München, Galerie Heseler 1972. Mit insgesamt sieben Originalgraphiken. Illustrierte Originalbroschur mit Folienumschlag.

Eins von 1000 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 1300). – Mit zwei Farbserigraphien von Otto Piene, davon eine auf dem Umschlag, und je einer Graphik von Günter Uecker (Prägedruck), Rupprecht Geiger (Farbserigraphie), Hermann Goepfert, Heinz Mack und Oskar Holweck. – Die Graphiken eingebunden und gefaltet, jede mit Namensstempel des Künstlers. – »Vor fünfzehn Jahren, 1957, ist die Gruppe Zero entstanden; vor sechs Jahren, 1966, aufgelöst – aber sie geistert weiter durch die Welt. Ich betrachte das Denken, Tun und Treiben des Zero von damals als Versprechen auf die Zukunft von damals – das ist die Gegenwart von heute« (Otto Piene, Vorwort).

28,0 : 21,3 cm. 67, [1] Seiten, 6 Graphiken.

739  Wien.

€ 150

Bildkompendium Wiener Aktionismus und Film. Herausgegeben von Peter Weibel unter Mitarbeit von Valie Export. Frankfurt am Main, Kohlkunstverlag 1970. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur.

Eins von 2000 Exemplaren, hier von der beteiligten Künstlerin Valie Export auf dem Titel signiert. – Mit umfangreichem Bildmaterial zur Wiener Aktionskunst ausgestattetes Standardwerk. Mit Bildbeiträgen zu Hermann Nitschs »Blutorgel«, »Fest des psychophysischen Naturalismus« und verschiedenen Aktionen aus den Jahren 1965 bis 1969. – Der Anhang mit wichtigen bio-bibliographischen Angaben. – Sehr gut erhalten.

29,7 : 21,0 cm. [1], 298, [17] Seiten.

740  Plakatkunst – The Street Wall Journal.

€ 200

Volume I, No. 1, 2 and 3. – Free New University Conference. New York 1970. Vier Einblattdrucke.

Vollständige Folge der frühesten Ausgaben, laut WorldCat alles Erschienene. – 1970 erreichten die Proteste gegen den Vietnamkrieg und die Ausweitung der Kampfhandlungen in Kambodscha und Laos einen neuen Höhepunkt. Anfang Mai riefen verschiedene Gruppierungen zu einem landesweiten Generalstreik der Studenten auf. Die Plakatzeitschrift erläutert die Beweggründe (»Why we strike«, eine gleichnamige Broschüre liegt bei), verweist auf verschiedene Veranstaltungen und nennt Telefonnummern des Koordinierungskomitees, der Anwaltsvereinigung und einer Notfallzentrale. – Nummer 3 ist dem Kampf und der Verfolgung der »Black Panthers Party« gewidmet; im Rahmen der Proteste waren am 1. Mai 1970 auf dem Campus der Kent State University in Ohio vier Studenten erschossen worden. – Seltene Dokumente der Antikriegsbewegung in den U.S.A.

55 : 43 cm. – Zusammen 4 Blätter. No. 1 auf weißem Papier.

741  Plakatkunst – The Street Wall Journal.

€ 200

Volume I, No. 1, 2 and 3. – Free New University Conference. New York 1970. Vier Einblattdrucke.

Vollständige Folge der frühesten Ausgaben. – Nummer 1 auf orangefarbenem Papier.

55 : 43 cm. – Zusammen 4 Blätter. – Ränder teils leicht geknickt.

742  Plakatkunst – The Street Wall Journal.

€ 200

Volume I, No. 1, 2 and 3. New York 1970. Drei Einblattdrucke.

Ohne das Blatt »Free New University Conference«.

743  Otto Rohse – [Carl Mikael Bellman. Trinklieder].

€ 180

[Hamburg] 1950. Mit sieben Textholzschnitten von Otto Rohse. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückenschild.

Eins von 20 Exemplaren, »Für meine Freunde […] im Juni 1950 gesetzt, geschnitten und gedruckt«. – Druck in der Landeskunstschule Hamburg, auf Zerkall-Bütten. – Das ursprünglich nur geheftete Frühwerk des Künstlers wurde erst nachträglich aufgebunden. – Tadellos.

31,7 : 20,5 cm. [12] Seiten (wie bei zwei Vergleichsexemplaren).

Hack/Schwarz 2.02. – Spindler 44.2

744  Otto Rohse – Friedrich Rückert. Fünf Versmärchen für Kinder.

€ 150

Mit Holzstichen von Otto Rohse. Hamburg 1954. Mit 21 Holzstichen im Text und einem auf dem Vorderdeckel. Originalpappband.

Eins von 300 Exemplaren. – Erschien anlässlich der Tagung der Maximilian-Gesellschaft in Hamburg 1954. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Druck der Landeskunstschule im Auftrag der Grillen-Presse.

21,7 : 12,4 cm. 29, [4] Seiten.

Hack/Schwarz 4.67

745  Otto Rohse. 18 Holzstiche zu Antigone oder Roman auf Kreta.

€ 400

19 [sic!] Holzstiche. 1957. 29,0 : 23,0 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 11/XX. – Auf Japanbütten. – Die Holzstiche entstanden 1957 als Illustrationen zu Claire Saint-Solines gleichnamigem Buch, das 1958 in der Büchergilde Gutenberg erschien und Abdrucke von Galvanos enthielt. – Carl Vogel nennt für die meisten Stiche eine Auflage von 50 Exemplaren, einzelne wurden 1964 nochmals für zehn Kassettenausgaben abgezogen. – In Originalumschlag aus Roma-Bütten mit typographischem Titel und handschriftlich nummeriert. – Tadellos.

Vogel 141–159. – Vgl. Hack/Schwarz 4.03

746  Otto Rohse – [Marianne und Otto Rohse]. Pet, der Fisch.

€ 200

Eine Bildgeschichte. Hamburg, Grillen-Presse 1960. Mit 16 Holzstichen von Otto Rohse. Originalpappband mit farbiger Deckelillustration (Christian Zwang). Im illustrierten Schuber.

Sechster Druck der Grillen-Presse. – Eins von 150 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Zerkall-Bütten. – Die Holzstiche zur Geschichte vom Fisch, der fliegen lernte, entstanden in den Jahren 1954 bis 1959. – »Der Holzstecher hat in seinem Metier die Meisterschaft erreicht« (Schwarz, S. 29).

13,0 : 18,4 cm. [28] Seiten. – Rücken etwas verfärbt, am Gelenk angeplatzt. – Vorsatz und Druckvermerk mit Sammlerstempel.

Schwarz 2.13. – Tiessen II, 10. – Spindler 43, 8

747  Otto Rohse Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Briefe aus Venedig.

€ 500

Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1963–1964. Mit 21 Kupferstichen, davon sieben doppelblattgroß, darunter einige wiederholte. Flexibler Originalpergamentband (Christian Zwang, Hamburg). Im Originalschuber mit gestochenem Signet der Presse (Entwurf: Hermann Bunz).

Vorab-Exemplar des ersten Drucks der Otto Rohse Presse. Mit eigenhändigem »Impressum«, dort als »Arbeits-Exemplar« bezeichnet und 1984 dem Vorbesitzer gewidmet und signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten, als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Wohl noch vor Fertigstellung aller 19 Kupferstiche entstandener Musterband, in dem acht Kupferstiche wiederholt und in wechselnden Kombinationen der Platten abgedruckt wurden. – Der 1925 in Insterburg geborene Künstler studierte an der Landeskunstschule Hamburg bei Richard von Sichowsky und übernahm 1961 ein Lehramt an der Werkkunstschule Offenbach. 1962 gründete er seine eigene Presse in Hamburg.

27,3 : 23,4 cm. [56] Seiten.

Hack/Schwarz 1.01. – Spindler 44.6. – Tiessen II, 14. – Schwarz/Zeiske 1, 2, 3, 4, 6, 9, 10 und 14

748  Otto Rohse Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Pandora.

€ 300

Hamburg 1965. Mit einem Kupferstichsignet von Werner Bunz und zwei Kupferstichen von Otto Rohse auf dem Einband. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel (Christian Zwang). Im Originalschuber.

Fünfter Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Handsatz aus der Cicero Garamond der D. Stempel AG. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten.

26,2 : 19,3 cm. 42, [2] Seiten.

Hack/Schwarz 1.05. – Spindler 44.10. – Isphording II, 773

749  Karl-Georg Hirsch – Drei der ersten von ihm illustrierten Bücher.

€ 150

1965–1966. Mit Holzstichen und Illustrationen nach Zeichnungen. Originaleinbände.

I. Willi Bredel. Marcel, der junge Sansculotte. Berlin, Kinderbuchverlag 1965. Mit 14 Illustrationen nach Federzeichnungen, davon zwölf ganzseitig. Illustrierter Originalpappband. Das erste von Karl-Georg Hirsch illustrierte Buch, erschienen in der Reihe »Robinsons billige Bücher«. – II. M. J. Saltykow-Stschedrin. Wie ein Bauer zwei Generäle ernährte. Leipzig 1965. Mit zwölf Holzstichen, davon einer auf dem Einband. Originalpappband. Diplomarbeit des Künstlers, vorgelegt an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Als Blockbuch gebunden. Ausgezeichnet als eines der »Schönsten Bücher des Jahres«. – III. Arne Leonhardt. Im Dämonenwald. Berlin, Neues Leben 1966. Mit sieben Illustrationen nach Federzeichnungen. Illustrierte Originalbroschur. Erschienen in der Reihe »Das neue Abenteuer«. – II mit dem Acrylstich-Exlibris des Vorbesitzers von Karl-Georg Hirsch. – Zwei Beigaben (K./L. A 33.1 und A 54.1). – Karl-Georg Hirsch (geboren 1938) studierte von 1960 bis 1965 an der berühmten Leipziger Hochschule, in dieser Zeit entstanden erste Holzstiche und Zeichnungen. Bereits seine Diplomarbeit (siehe oben) fand breite Anerkennung.

Verschiedene Formate. – Rücken von II leicht gebräunt. – Vorderumschlag von III mit kleinem Besitzvermerk.

Kästner/Lübbert A 1, 2 und 5. – II: Seyfert/Weise S. 181

750  Karl-Georg Hirsch – Franz Fühmann. Androklus und der Löwe.

€ 100

Berlin, Kinderbuchverlag 1966. Mit 18 zweifarbigen Illustrationen nach Federzeichnungen, davon 16 ganzseitig. Farbig illustrierter Originalpappband.

Erste Ausgabe. – Die kleinen Trompeterbücher, Band 54. – Frühe Illustrationsfolge des Künstlers und zugleich eins der inzwischen seltensten Kinderbücher von Franz Fühmann. – Tadellos schönes Exemplar.

14,7 : 10,7 cm. 78, [2] Seiten.

Kästner/Lübbert A 4