ChristianHesse

Lot 701 – 750 | Hesse-Auktionen
Lot 701 – 750

701  Rudolf Hoflehner – Michel Butor. Tourmente. Aufruhr.

Schätzpreis/Estimate: € 200 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 220

Elf Original-Radierungen von Rudolf Hoflehner Stuttgart, Manus Presse 1968. Mit elf signierten Radierungen. Lose Doppelbogen in Originalleinenchemise und -schuber.

Eins von 45 Exemplaren. – Auf Velin »BFK Rives«. – Enthält in zwei Lagen den französischen Originaltext und die Nachdichtung von Helmut Scheffel. – Nach der Nummerierung der Radierungen wurden nur 40 Exemplare ausgegeben.

24,0 : 21,0 cm. 19, [5] Seiten.

Spindler 161.18

702  Horst Hussel. Frühlingsgeschichten.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 240

Berlin 2006. Mit fünf signierten kolorierten blattgroßen Radierungen und illustriertem Titelblatt. Illustrierter Originalhalblederband (Michael Knop).

Erste Ausgabe. – Jahresgabe 2006/2007 des Berliner Bibliophilen Abends. – Eins von 60 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlichen, lose beigelegten, signierten Radierung (Gesamtauflage 100). – Gesetzt aus der mageren Baskerville, gedruckt auf getöntes Zerkall-Bütten auf der Andante Handpresse. – Die Gesamtherstellung überwachte Uwe Domke. – Tadellos erhalten.

27,3 : 17,6 cm. [40] Seiten.

703  Horst Hussel – Hans-Udo Wittkowski. Die Drucke der Dronte Presse

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 150

sowie Privatdrucke Horst Hussels 1994–2014. Berlin, Dronte Presse 2014. Mit zwei beigelegten signierten Radierungen. Originalbroschur.

Eins von 20 Vorzugsexemplaren mit einer Dronte-Radierung von Horst Hussel, hier zusätzlich eine weitere von Ina Zimmermann. – Die erste wirkliche Bibliographie der Presse, welche der Graphiker Horst Hussel gemeinsam mit Lothar Reher 1993 gegründet hatte. »Die Partnerschaft [mit dem vormaligen künstlerischen Leiter bei ›Volk & Welt‹] überstand gerade den ersten Druck 1994, ab dann war die Dronte ein rein Husselsches Unternehmen […]« (Vorwort). – Namensgeber für die Presse war der als Dodo oder Dronte bekannte, flugunfähige Vogel, der auf den Inseln Mauritius und Réunion vorkam und – als leichte Beute – Ende des 17. Jahrhunderts ausgerottet wurde. – Zwei Beigaben.

704  Ernst Jünger. Sämtliche Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 800

Zuschlag/Hammerprice: € 750

Erste [bis] dritte Abteilung, Band 1 [bis] 22. Stuttgart, Klett-Cotta 1978–2003. Originalhalblederbände mit vergoldeten Rückentiteln und Originalschutzumschlägen. – Widmungsexemplar.

Eins von 250 Exemplaren der in Band 1 signierten Vorzugsausgabe in Halbleder. – Band 1 zusätzlich mit eigenhändiger Widmung »Für Wilfried Weber, der noch mit dem Herzen Buchhändler ist. Mit herzlichem Dank für manche gute Ausstellung: Ernst Jünger. Ostern 1981«. – Vollständig inklusive der vier Supplementbände. Diese zweite Werkausgabe ist die erste Gesamtausgabe der Schriften Jüngers und von ihm bis zu seinem Tod als Ausgabe letzter Hand betreut worden. Sie umfasst Tagebücher, Essays und erzählende Schriften sowie einige verstreute und aus dem Nachlass herausgegebene Texte. – Der bereits 2002 angekündigte Registerband ist bisher nicht erschienen. – Tadellos erhalten.

23,5 : 16,0 cm.

Des Coudres/Mühleisen A 1

705  Ernst Jünger. Siebzig verweht

Schätzpreis/Estimate: € 700

Ausrufpreis/Starting bid: € 460

I [bis] V. Stuttgart, Klett-Cotta 1982–1997. Originalhalblederbände mit vergoldeten Rückentiteln. In Originalschubern.

Erste Ausgaben. – Je eins von 200 bzw. 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe, im Druckvermerk vom Verfasser signiert und in Halbleder gebunden. – Alle erschienenen Bände der Sammlung von Aphorismen, Tagebucheinträgen und Briefen aus den Jahren 1965–1995. – Sehr gut erhalten.

22,8 : 14,8 cm (I und II) und 21,7 : 13,0 cm (III-V).

Des Coudres/Mühleisen B 79/80 (nur I und II)

706  Ernst Jünger. Autor und Autorschaft. – Zwei Mal Halley. –

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Stuttgart, Klett-Cotta 1984 und 1987. Originalhalblederbände mit vergoldeten Rückentiteln und Marmorpapierbezügen (G. Lachenmaier, Reutlingen).

Erste Ausgaben. – Eins von 30 römisch nummerierten (I) bzw. 200 Exemplaren der Vorzugsausgaben, beide vom Verfasser im Druckvermerk signiert.

21,6 : 13,3 cm. 277, [3] Seiten; 100, [2] Seiten.

Nicht mehr bei des Coudres/Mühleisen

707  Ernst Jünger. Eine gefährliche Begegnung.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Stuttgart, Klett-Cotta 1985. Roter Originalkalblederband mit blindgeprägter Deckelvignette und vergoldetem Rückentitel (G. Lachenmaier, Reutlingen). Im Schutzkarton.

Erste Ausgabe. – Eins von 200 Exemplaren der Vorzugsausgabe, im Druckvermerk vom Verfasser signiert und in Leder gebunden.

21,5 : 13,5 cm. 169, [3] Seiten.

Des Coudres/Mühleisen S. 79 »in Vorbereitung«

708  Ernst Jünger. Zeitsprünge.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Ausrufpreis/Starting bid: € 100

Träume. Stuttgart, Klett-Cotta 1990. Mit zwei farbigen Tafeln nach Horst Janssen. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel und Marmorpapierbezug.

Erste Ausgabe. – Eins von 500 Exemplaren, weitere 30 waren nicht für den Handel bestimmt. – Vom Verfasser im Druckvermerk signiert. – Als Blockbuch gebunden.

21,6 : 13,3 cm. 41, [7] Seiten, 2 Tafeln.

Nicht mehr bei des Coudres/Mühleisen

709  Anselm Kiefer. Die Donauquelle.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Köln, Michael Werner 1978. Fotografische Tafeln in Originalleinenband.

Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 575). – Künstlerbuch mit 36 doppelblattgroßen Abbildungen nach Schwarz-Weiß-Fotografien, erschien zur gleichnamigen Ausstellung in Kölner Galerie.

30,2 : 20,5 cm. [80] Seiten.

710  Anselm Kiefer. Hoffmann von Fallersleben auf Helgoland.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Groningen 1980. Fotografische Tafeln. Originalhalbleinenband.

Eins von 500 Exemplaren. – Mit 40 doppelblattgroßen Schwarz-Weiß-Fotografien. – Anlässlich der Ausstellung im Museum Groningen erschienen.

30,2 : 21,5 cm. [80] Seiten. – Vorderdeckel gebräunt, hinterer am Rand.

711  Anselm Kiefer. Watercolours 1970–1982

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

with notes on the plates by Anne Seymour. London, Anthony d’Offay 1983. Mit 32 Farbtafeln. Originalleinenband im Originalkarton.

Eins von 850 nummerierten Exemplaren. – Im Editionsvermerk vom Künstler signiert. – Der Band präsentiert 32 Aquarelle, alle blattgroß abgebildet und mit ausführlicher Beschreibung.

28,8 : 33,6 cm. [148] Seiten. – Vorderdeckel leicht fleckig.

712  Jeff Koons.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Ausrufpreis/Starting bid: € 660

Edited by Hans Werner Holzwarth. With Texts by Katy Siegel, Ingrid Sischy, Eckhard Schneider and Statements by Jeff Koon. Köln u. v. a., Taschen 2007. Mit zahlreichen farbigen fotografischen Abbildungen, meist ganzseitig. Farbig bedruckter Originalleinenband mit applizierten Folienobjekten auf den Deckeln. In der roten Originalleinenkassette mit Titelaufdruck in Silberfolie.

Eins von 1600 stempelnummerierten und vom Künstler signierten Exemplaren. – Gewichtige Monographie über den amerikanischen Künstler. Neben biographischen Essays, Ausstellungsverzeichnis und Bibliographie beeindruckt der voluminöse Band vor allem mit hunderten Abbildungen der Werke Jeff Koons’ aus den Schaffensperioden seit 1979. – Texte in Englisch, Deutsch und Französisch. – Tadellos erhalten.

44,5 : 33,5 cm. 605, [1] Seiten.

713  Ute Langanky – Thomas Kling. wolkenstein. mobilisierun’.

Schätzpreis/Estimate: € 250 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Ute Langanky. Linoldrucke. Münster, Kleinheinrich 1997. Mit zehn ganzseitigen ein- und mehrfarbigen Linolschnitten. Lose Doppelbogen in Originalumschlag und Originalholzschuber.

Eines von 100 Exemplaren. – Auf Verlin »BFK Rives«. – Von Autor und Künstlerin signiert. Ute Langanky (geboren 1957) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, u. a. bei Gerhart Richter und Alfonso Hüppi. In künstlerischer Zusammenarbeit mit Thomas Kling entstanden seit 1993 mehrere Künstlerbücher und Mappenwerke. – Verlagsfrisches Exemplar.

40,0 : 30,5 cm. [28] Seiten.

714  Bernhard Luginbühl. Buminell.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Ausrufpreis/Starting bid: € 660

Für Ursi. Eine Zwergrenaissance. Zürich, Renée Ziegler 1967. Mit vier signierten Lithographien sowie 18 Lithographien, teils farbig, teils mehrseitig, und neun Fotolithographien. Originalpergamentband in schwarzem Originalleinenschuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 220) mit der signierten Extrasuite. – Auf dem Titelblatt vom Künstler signiert. – Die Lithographien wurden von Luginbühl 1966/67 direkt auf den Stein gezeichnet und von Casserini, Thun, gedruckt. – Mit dem Beilagezettel. – Bernhard Luginbühl (1929–2011) ist neben Tinguely der sicher bedeutendste Schweizer Plastiker des 20. Jahrhunderts.

34,0 : 26,0 cm. [40] Seiten, 1 zweifach gefaltete Lithographie, 4 Lithographien. – Schuber leicht berieben.

715  Peter Malutzki – Ilse Aichinger. Fünf Vorschläge

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 550

mit Collagen von Peter Malutzki. [Lahnstein], FlugBlatt-Presse 1996. Mit 25 Originalcollagen. Originalleinenband mit Papierintarsien auf dem Vorderdeckel und Rückenschild (Ines von Ketelhodt).

Unikatbuch. – Es wurden insgesamt zwölf Exemplare hergestellt. – Handsatz und Buchdruck von Peter Malutzki. – Die Flugblatt-Presse wurde 1980 von Peter Malutzki, Heidi Hübner und Manfred Prochotta gegründet. Anfänglich wurden Einblattdrucke verlegt, die dem Verlag auch den Namen gaben. – Dazu: Engel. Fotografien von Ines von Ketelhodt. Gedichte von Rafael Alberti aus dem Spanischen übertragen von Fritz Vogelsang. 1995. Leporellobuch. Eins von 50 Exemplaren, im Druckvermerk von der Fotografin signiert.

716  Gerhard Marcks – Aesop Tierfabeln des Aesop.

Schätzpreis/Estimate: € 150 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 100 ( R7 )

Köln, Lempertz 1980. Mit 35 Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text, davon sieben Initialen, sowie einem Holzschnitttitel. Originalhalbpergamentband mit Holzschnitttitel. Im Schuber.

Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 700) der Neuausgabe durch Henrik Hanstein, mit einem beigegebenen signierten Separatabdruck des Holzschnitts »Wolf« (Lammek 484.12). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Übertragen von August Hausrath. – Gedruckt auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten. – Sehr schönes Exemplar.

33,4 : 23,4 cm. 31, [5] Seiten.

Lammek 484.1–33

717  Christoph Meyer – Ingeborg Bachmann. Im Gewitter der Rosen.

Schätzpreis/Estimate: € 2800 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 2000 ( R7 )

Malerunikat Christoph Meyer. Berlin, B.L.4 2011. 16 blattgroße Zeichnungen (farbige Tuschen) mit Kalligraphie und Collage und vier farbige Walzzeichnungen. Roter Originalhalblederband mit montierten Farbdrucken auf den Deckeln.

Unikatbuch. – Tadellos. – Das Gedicht eröffnete 1953 mottogleich Ingeborg Bachmanns ersten Lyrikband »Die gestundete Zeit«.

51,3 : 33,0 cm. [16] Seiten.

718  Christoph Meyer – Joachim Ringelnatz. Was die Irre sprach.

Schätzpreis/Estimate: € 2500 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 1900

Mit Zeichnungen von Christoph Meyer [Berlin 2011]. Zehn Seiten mit Kalligraphie, Zeichnungen und farbigem Walzendruck. Schwarzer Originalleinenband mit silbergeprägtem Titel (Christian Klünder, Berlin).

Undatiertes Unikatbuch. – Schon bei diesem Unikatbuch verwendete der Künstler die Technik des Walzendrucks, mit dessen Hilfe er die großformatigen Büttenblätter in horizontal laufenden Streifen einfärbte. Durch Übermalungen, handgeschriebene Texte und Zeichnungen wirken die Farbflächen nun als Hintergrund. – Künstlerbücher des Berliner Zeichners, Graphikers und Gründers der Alligator Presse, Christoph Meyer (geb. 1954), befinden sich unter anderem im Besitz der National Library Dublin und der Akademie der Künste Berlin. – »Christoph Meyer hat mit einem Gespür für signalhafte Texte eine besondere Form des Künstlerbuchs geschaffen. Seine den Texten an die Seite gestellten Bilder sind keine Illustrationen, sondern Parallelprozesse. Die tiefgründige Energie mitunter nur eines einzigen Satzes hat er auf unverwechselbare Weise in farbige Bilder übersetzt, die die getrennte Autorenschaft bezeugen. Der bildende Künstler und die Dichtung, zwei verschiedene Felder des poetischen Denkens in einem Buch miteinander verbunden führen zu einer eigenwilligen Form, die man mit Freude durchblättert« (Eugen Blume, Leiter des »Hamburger Bahnhofs – Museum für Gegenwart«, 2015).

31,0 : 45,5 cm. [10] Seiten.

719  Christoph Meyer – Anna Achmatowa. Stanzen.

Schätzpreis/Estimate: € 600 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 400 ( R7 )

Berlin, B.L.4 Edition 2014. Mit drei ganzseitigen Radierungen und farbigen Walzzeichnungen von Christoph Meyer. Originalbroschur.

Edition mote 10. – Eins von 20 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert, nummeriert und datiert »5. Jan. 2015«. – Mit zwei Strophen in russischer Sprache, die zweite in deutscher Übersetzung. Vorblatt mit englischer Nachdichtung beider Strophen. – Anna Achmatova (1889–1966) war in den Zeiten der russischen Revolution erfolgreich und anerkannt, ab 1922 wurde sie allerdings nicht mehr publiziert und gehörte mit ihrer Familie zu den Verfolgten der Stalinzeit. Demzufolge: »Im Kreml leben ist unmöglich. Er ist verseucht von bestialischen Baszillen: der Panik des Boris, des Ingrimms aller Iwans, der Hybris des Betrügers – anstatt von Volkes Recht«. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

28,7 : 24,5 cm. [14] Seiten.

720  Christoph Meyer – Paul Celan. Schreib dich nicht.

Schätzpreis/Estimate: € 750 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 500 ( R7 )

Berlin, B.L.4 Edition 2014. Mit drei ganzseitigen farbigen Radierungen und farbigen Walzzeichnungen von Christoph Meyer. Originalleinenband.

Edition mote 9. – Künstlerexemplar »(E. A.) V« neben einer Auflage von zehn Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – Auf Velin, als Blockbuch gedruckt und gebunden. – »Den wenigen Textzeilen stehen auf drei Seiten in großem Schriftsatz drei Farbradierungen gegenüber, die in ihrem außerordentlich tonigen, zugleich jede Spur der Linie aufzeichnenden Druck wie in das Papier tätowiert, in die Haut des Buches eingeritzt erscheinen. […] Die ›edition mote‹ erfordert ein eindringliches Sehen. Das biblische Gleichnis vom Splitter in dem Auge des Bruders und dem Balken in dem eigenen Auge […] verschiebt sich in den imaginären Splitter, der das Sehen irritiert, verlangsamt und anhält in der Betrachtung von Bild und Schrift.« (Michael Lailach, Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin).

29,5 : 25,0 cm. [16] Seiten.

721  Christoph Meyer – Paul Celan. Tübingen, Jänner.

Schätzpreis/Estimate: € 750 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 500 ( R7 )

Berlin, Aligatorpresse 2016. Mit vier ganzseitigen mehrfarbigen Zeichnungen (Filzstift und Tusche) von Christoph Meyer. Originalleinenband (Thomas Zwang, Hamburg) mit eingefärbtem und eigenhändig betiteltem Umschlag.

Edition mote 12. – Eins von 30 Exemplaren, wobei durch die Originalarbeiten jedes Exemplar ein Unikat darstellt. Laut Druckvermerk wurden weitere zehn Exemplare als »Edition de Luxe« ausgegeben. – Im Druckvermerk vom Buchkünstler zweifach signiert, datiert und nummeriert »Nr. 11 / 2016« und »Unikat Mai 2017«. – Auf Velin von Magnani, als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Das Gedicht Celans entstand nach seinem Tübingenbesuch 1961.

34,0 : 25,5 cm. [12] Seiten.

722  Bruce Nauman. LA Air.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 300

[New York], Multiples Inc. 1970. Zehn ganzseitige Farboffsetlithographien. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Mit der faksimilierten Signatur Naumans auf dem Hinterdeckel. – »L A Air« dokumentiert die Luftverschmutzung von Los Angeles als eine Art toxische Farbfeldtheorie. – Bruce Nauman (geboren 1941), amerikanischer Konzeptkünstler, studierte zunächst Mathematik und Physik, wechselte dann aber zur Kunst an der University of California. »Sonnenuntergänge, Blumen, Landschaften: Solche Dinge treiben mich nicht dazu, irgend etwas zu tun. Ich will sie einfach in Ruhe lassen. Mein Werk gründet in meiner Frustration über die ›condition humaine‹. Und darin, wie Menschen sich weigern, andere Menschen zu verstehen« (Bruce Nauman 1988, art-in.de).

30,5 : 30,5 cm. [12] Seiten.

723  Imre Reiner – [Johann Wolfgang von] Goethe. Novelle.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Ausrufpreis/Starting bid: € 600

Mit einem Nachwort von Emil Staiger und Original-Holzstichen von Imre Reiner. Basel, Benno Schwabe 1943. Mit zehn ganzseitigen Holzstichen, davon neun signiert. Originalpappband mit -umschlag im -schuber.

Zweiter Druck der Petri-Presse. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe A auf handgeschöpftem Japan (Gesamtauflage 825), mit einer signierten Extrasuite von 13 Holzstichen. Die Extrasuite beinhaltet auch drei vom Künstler für die Buchausgabe zurückgezogene Stiche. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Wir konnten kein weiteres Exemplar nachweisen, in dem die Stiche im Buch signiert wurden. – Mit einer Farbstiftzeichnung auf dem Vorblatt, blattfüllend und signiert, sowie als weitere Beilage: Sieben Holzstiche (Probeabzüge). 1942. Signiert, datiert und bezeichnet. Auf dünnem Japan. Vier der Holzstiche aus dem Buch und alle drei verworfenen.

33,0 : 22,0 cm. 63, [5] Seiten, 20 lose Holzstiche. – Die Buchseiten minimal stockfleckig.

Reiner-Bibliographie III, 9. – Tiessen II, 9. – Schauer II, 132

724  Imre Reiner – Charles Dickens. Die Geschichte des Handlungsreisenden.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Ausrufpreis/Starting bid: € 100

Zürich 1945. Mit Vignetten und vier blattgroßen farbigen Illustrationen von Imre Reiner. Originalbroschur mit farbiger Umschlagillustration. – Widmungsexemplar..

Eins von 90 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Mit eigenhändiger Widmung für den Typographen »Fritz Genzmer zum Gruß I. Reimer ’48«. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Das Buch wurde als Übungsarbeit an der Kunstgewerblichen Abteilung der Gewerbeschule der Stadt Zürich gedruckt.

27,0 : 19,5 cm. 30, [4] Seiten. – Umschlagrücken eingerissen. Ränder leicht gebräunt. – Untere Ecken schwach geknickt, eine stärker.

Reiner-Bibliographie III, 13. – Tiessen II, 13

725  Imre Reiner – Adalbert von Chamisso. Ali Baba und die vierzig Räuber.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 140

Übertragen von Enno Littmann. Mit Holzstichen von Imre Reiner. Frankfurt am Main, Insel 1961. Mit neun Holzstichen im Text, davon einer blattgroß. Illustrierter Originalleinenband im -schuber (Willy Pingel, Heidelberg).

Eins von 750 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

20,2 : 12,7 cm. 89, [3] Seiten. – Rücken etwas verblasst.

Reiner-Bibliographie III, 21. – Tiessen II, 20. – Sarkowski 11

726  Imre Reiner. [Acht Aquatintaradierungen zu Aristophanes] »Die Vögel«.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 480

Vor 1964. Ca. 37,5 : 27,0 cm. Signiert und bezeichnet.

Alle in Rot gedruckt, auf Japan und bezeichnet mit »Probeabzug (Die Vögel)«. – Im Auftrag der Maximilian-Gesellschaft plante Imre Reiner Illustrationen für Aristophanes’ Dichtung »Die Vögel«. In einem unikaten Künstlerexemplar des Buches, dem unter anderem sechs Probedrucke von Radierungen beilagen (unsere Auktion 12, KatNr. 1314), notierte der Künstler: »Es war meine Absicht, das Buch in diesem Format zu planen und mit Radierungen zu illustrieren, die Umstände wollten es anders. Statt Radierungen machte ich Holzstiche u. somit änderte sich auch das Format«. Die bekannte Jahresgabe der Maximilian-Gesellschaft für 1964 enthielt schlussendlich 37 Holzstiche Imre Reiners.

Vgl. Reiner-Bibliographie III, 33

727  Imre Reiner. Aristophanes / Die Vögel.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 140

Radierung. 1962. 20,5 : 18,6 cm (51,0 : 34,7 cm). Signiert, datiert, betitelt und bezeichnet.

»Probedruck (keine Auflage)«. – Auf Velin. – Für die nicht realisierte Radierfolge zu Aristophanes’ »Die Vögel«. Für die Buchausgabe schuf Reiner 1964 Holzstiche.

728  Imre Reiner – Paul Appel. Garten im Herbst.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Acht zumeist zweifarbige Original-Lithographien zu einer Gedichtfolge. Frankfurt am Main und Bern, Ars librorum 1964. Mit acht blattgroßen und signierten Lithographien, davon sechs zweifarbige. Originalhalblederband im -schuber.

Sechster Ars librorum Druck. – Vom Künstler im Druckvermerk eigenhändig als »mein Belegexemplar« bezeichnet, signiert und datiert. – Mit einer prächtigen blattfüllenden signierten Aquarell-Tusche-Zeichnung auf dem Vorsatzblatt und folgenen Beilagen: Zwei farbige Zeichnungen (Aquarell, Fettkreide, Tusche) und Probeabzug einer Lithographie aus dem Buch auf Japan, alle drei signiert, teils datiert und bezeichnet. – Wie bei den Vorzugsexemplaren hat der Künstler in seinem Belegexemplar alle Lithographien signiert. – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Auf Velin »BFK Rives«. – Sehr schönes, unikates Exemplar.

31,5 : 38,7 cm. [20] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 30. – Tiessen II, 28. – Spindler 40.26

729  Imre Reiner – Eduard Mörike. Lucie Gelmeroth.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Novelle. Mit sechzehn Holzstichen von Imre Reiner. Frankfurt am Main, Ars librorum 1966. Mit 16 Holzstichen. Weinroter Originalmaroquinband mit Rückenschild und goldgeprägter Titelvignette (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt). In Originalhalblederkassette mit Rückenschild.

15. Ars Librorum Druck. – Eins von 10 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer Extrasuite aller 16 Holzschnitte und einem zusätzlichen 17. Holzstich (Gesamtauflage 675). – Eines der seltenen Exemplare in weinrotem Maroquin (lt. Spindler nur 25 Exemplare). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Tadellos.

29,0 : 17,8 cm. 35, [5] Seiten, 16 Holzstiche. – Kassette am Rand leicht verblasst.

Reiner-Bibliographie III, 36. – Tiessen III, 31. – Spindler 40.35. – Isphording II, 41. – Slg. Berge S. 122

730  Imre Reiner – Äsopische Fabeln.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 800

Älteren Überlieferungen nacherzählt und herausgegeben von Gotthard de Beauclair. Mit achtzehn von den Originalstöcken gedruckten Linolschnitten von Imre Reiner. Frankfurt am Main, Trajanus-Presse 1968. Mit acht signierten blattgroßen Linolschnitten und zehn Linolschnitt-Vignetten. Handgebundener Pappband mit Holzstich-Deckelschild. In Leinenkassette.

Im Druckvermerk von Imre Reiner signiert und eigenhändig als »mein Exemplar« bezeichnet. – In Rot und Schwarz auf grünes Fabriano-Bütten gedruckt und als Blockbuch gebunden. Die zehn Vignetten wurden Ton-in-Ton in die Textseiten eingedruckt. – Größerformatig als die Exemplare der Auflage. – Beiliegend: Acht Farbstiftzeichnungen (Vorzeichungen/Skizzen zu den Linolschnitten). 1964. Ca. 26 : 31 cm. Signiert und datiert. – Nachgebunden: Acht Linolschnitte (Probedrucke). 1964–66. Ca. 22 : 27 cm. Signiert, datiert, als »Probeabzug« bezeichnet, vier betitelt. Zwei in Rot, sechs in Schwarz gedruckt, auf dünnem Japanpapier und auf Büttenblätter montiert. – Unikum.

28,5 : 32,5 cm. [24] Seiten, 16 Blätter.

Reiner-Bibliographie III, 37. – Tiessen III, 34. – Spindler 40.19

731  Imre Reiner – Johann Wolfgang [von] Goethe. Chinesisch-Deutsche Jahres- und Tageszeiten.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Ausrufpreis/Starting bid: € 660

Mit Radierungen von Imre Reiner. Ascona, Centro del bel libro 1969. Mit 14 blattgroßen Radierungen und einer Holzschnittvignette. Lose Doppelblätter in Leinenkassette mit Lederrückenschild mit goldgeprägtem Titel.

Eins von 14 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer signierten Suite aller 14 Radierungen, gedruckt in Rötel auf Japon nacré, und einer Originalzeichnung (Vers XII, Aquarell und Fettkreide, 24 : 16 cm, signiert, datiert »65« und bezeichnet). Insgesamt erschienen von dem Buch nur 120 Exemplare. – Die großen Radierungen jeweils in Schwarz auf ein Doppelblatt gedruckt, gegenüberstehend der entsprechende Text. – Die typographische Gestaltung übernahm Imre Reiner selbst, gesetzt und gedruckt wurde in der Tipografia Moderna, Locarno, auf handgeschöpftem ungebleichtem Velin von Richard-de-Bas. – Innen tadellos erhalten.

42,7 : 31,0 cm. 18 Doppelblätter, 14 Radierungen, 1 Aquarell. – Kassette am Rücken mit leichtem Wasserrand.

Reiner-Bibliographie III, 40. – Tiessen III, 37

732  Imre Reiner – [Johann Wolfgang von] Goethe. Das Märchen.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Mit Holzstichen von Imre Reiner. Basel, Petri Presse 1972. Mit 21 Holzstichen, einer auf dem Titel, 20 im Text. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel. In Originalkassette mit Buntpapierbezug. – Widmungsexemplar.

Eins von 20 römisch nummerierten für den Künstler reservierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (insgesamt 80 Exemplare) auf handgeschöpftem Umbria-Bütten und mit einer Extrasuite der 20 Stiche in Rötel auf Shiohara-Japan. Die Exemplare 81–280 wurden auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten gedruckt und unterschiedlich gebunden. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Poliphilus-Antiqua. – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung des Künstlers.

36,2 : 26,2 cm. 61, [7] Seiten. – 5 Holzstiche der Suite leicht stockfleckig.

Reiner-Bibliographie III, 42. – Tiessen IV, 39

733  Imre Reiner. [Sieben Radierungen zu] Die Erfindung des Saitenspiels und des Gesangs.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

1979. 20,8 : 15,8 cm (39,5 : 32,0 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 42/55. – Auf Japan. – Erschienen als Extrasuite zur Vorzugsausgabe von Salomon Gessners »Die Erfindung des Saitenspiels und des Gesangs. Fünf Idyllen«. Dieser zehnte Druck der Edition Tiessen enthielt drei Radierungen, den 55 Vorzugsexemplaren wurden sieben weitere beigelegt.

Vgl. Reiner-Bibliographie III, 49

734  Imre Reiner – Friedrich Hölderlin. Mein Eigentum.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Quindici acqueforti di Imre Reiner. Prefazione di Ottavio Besomi. Rovio, Edizioni Rovio 1985. Mit 15 Aquatintaradierungen. Originalbüttenbroschur in -kartonchemise und illustriertem -schuber.

Eins von 33 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 132), wie die 33 Vorzugsexemplare mit einer signierten Extrasuite der Radierungen, gedruckt in Rot auf schwerem Velin. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf getöntem Magnani-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Radierungen entstanden bereits 1965, wurden aber erst 20 Jahre später publiziert. – Enthält auch eine italienische Übertragung von Hölderlins Gedicht.

32,3 : 23,2 cm. 25, [1] Seiten, 15 Radierungen. – Chemisenrücken leicht ausgeblichen.

Reiner-Bibliographie III, 53. – Tiessen VI, 46

735  Imre Reiner – Roland Reiner. Blumen und Früchte in Holzstichen

Schätzpreis/Estimate: € 100

Ausrufpreis/Starting bid: € 66

von Imre Reiner. Eine chronologische Darstellung. Zum 90. Geburtstag des Künstlers am 18. August 1990. Bern, Benteli 1990. Mit 70 Abbildungen auf Tafeln. Originalpappband mit montiertem Deckelbild.

Eins von 195 Exemplaren, davon 145 im Handel. – Mit einem lose beigelegten Holzstich mit Trockenstempel.

27,5 : 21,5 cm. 187, [5] Seiten.

736  Otto Rohse. [16 Holzstiche zu] Pet, der Fisch.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 440

1954–1959. Ca. 10 : 16 cm (21 : 29 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 5/50. – Vollständige Folge der Holzstiche, die 1960 als sechster Druck der Grillenpresse in »Pet, der Fisch. Eine Bildgeschichte von Otto Rohse« erschienen. – Auf Japan, alle auf Büttenunterlage und in Passepartout montiert. Zusammen in Halbleinenmappe mit montierter Holzstich-Deckelvignette. – »Der Holzstecher hat in seinem Metier die Meisterschaft erreicht« (Schwarz, S. 29). – Dazu ein zweiter, dreifarbiger Abzug vom ersten Holzstich (Vogel 88), signiert, gedruckt in Grün, Blau und Violett.

Vogel 88–89, 91–101, 243, 244 und 246

737  Otto Rohse. [Neun] Holzstiche zu ›Die Bost‹.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 270

1956. 28,5 : 22,5 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 6/XX. – Auf Japan. – Vollständige Suitenausgabe der neun Holzstiche, die 1956 in »Die Geschichte des Hauses ›Die Bost‹« erschienen. Die Buchausgabe, entstanden für Renata Klée Gobert, wurde bei Gustav Petermann, Hamburg, gedruckt. – Zusammen in handschriftlich nummeriertem und betitelten Büttenumschlag.

Vogel 129–137

738  Otto Rohse. [Vier Holzstiche zu] Gottfried Benn, »Die Insel«.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

1962. Ca. 10 : 16 cm, Papiermaße unterschiedlich. Signiert.

Unnummerierte Abzüge auf Japan. – Eine Auflage von 50 Exemplaren wurde für die Kassettenausgabe dieses zweiten Drucks der Otto Rohse-Presse gedruckt. – Zusammen in Originalbüttenumschlag mit Deckelschild.

Äußerste Ränder schwach gebräunt.

Vogel 274–277

739  Otto Rohse. Zum Physiologus.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 260

13 Holzstiche. 1999. Ca. 23 : 21 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 8/30. – Auf Japan. – Suitenausgabe zum 49. Druck der Otto Rohse Presse, dort zwölf Holzstiche im Buch, einer auf dem Einband. – In getöntem Büttenumschlag mit Titelaufdruck und Nummerierung.

740  Otto Rohse. Sechs Holzstiche.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

1954–1959. Alle signiert.

Holzstiche: I. Flugsamen. 1954/1972. – II. Auf einmal wird das Wasser kalt: […] Der Fischkönig […]. 1955/1971. – III. Konzert. 1957/1962. – IV. Steilufer. 1959/1972. – V. Graue Hähne. 1959/1972. – VI. Blick über die Stadt (Bielefeld). 1959/1972. – I und III-VI in den späteren Abzügen für die Griffelkunst, II im gemeinsamen Druck für die Büchergilde. – Dazu: Drei Kupferstiche, einer farbig. Signiert.

Vogel 62, 100/101, 169, 228, 230 und 253

741  Otto Rohse Presse – Das Portrait des Dichters.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Holzstiche von Otto Rohse. Münster, Frankfurt am Main und Hamburg, Edition Buchhandlung Poertgen, Herder und Otto Rohse Presse 1978–1983. Insgesamt sechs signierte Holzstich-Blätter in Halblederkassette.

Erstes bis sechstes Blatt der Reihe. – Die Einzelblätter mit abweichender Nummerierung. – Gesamtauflage der einzelnen Titel 450, später 300 und teils auch englische Ausgaben. – Zu jedem Text entstanden mehrere Stiche, die jeweils auf ein Blatt gedruckt wurden; die sechs Teile wurden einzeln vertrieben. – Textauswahl, Redaktion und Anmerkungen von Bertold Hack. – Enthält: I. Annette von Droste-Hülshoff, Hochzeitsbräuche im Münsterland, zwölf Stiche. – II. Goethe in Frankfurt. Zitate aus Dichtung und Wahrheit, dem Westöstlichen Divan, sowie aus Briefen aus dem Umkreis der Gerbermühle, zwölf Stiche. – III. Schiller und das Nationaltheater. Zitate aus Schillers Vorlesung vom 26. Juni 1784: Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich bewirken?, zwölf Stiche. – IV. Friedrich Hölderlin, Zitate aus Briefen, zwölf Stiche. – V. Goethe und Shakespeare. Goethes Rede zum ›Schäkespears Tag‹, 14. Oktober 1771, zehn Stiche. – VI. James Joyce, Polaer Notizbuch, sieben Stiche. – Die Reihe wurde fortgesetzt.

25,7 : 32,7 cm.

Spindler 44.33. – Hack/Schwarz 1.56–60 und 62

742  Otto Rohse – Heinrich von Kleist. On puppet-shows.

Schätzpreis/Estimate: € 2000

Zuschlag/Hammerprice: € 2000

Copper engravings by Otto Rohse. Translated by David Paisey. Hamburg 1991. Mit fünf Kupferstichen, drei blatt-, zwei doppelblattgroß und mehrfarbig. Bordeauxroter Originalmaroquinband mit blindgeprägtem Rückentitel, beide Deckel mit ganzflächigen Blindprägungen vom Liniensatz (Christian Zwang). Im Originalschuber mit blindgeprägtem Pressensignet.

36. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von fünf Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe mit einer signierten Extrasuite aller fünf Kupferstiche in separater Mappe, das Buch im roten Ledereinband (Gesamtauflage 75). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert und nummeriert. – Makellos erhaltenes Exemplar. – »Allerdings, gerade in der Beziehung von Text und Bild, Typographie und Illustration ist das ›Marionettentheater‹ ein Lehrstück außerordentlichen Ranges; beide sind auf einfachste, vollkommene Weise einander zugeordnet und aufeinander bezogen. […] Das mit großen Kupfern illustrierte ›Marionettentheater‹ fand spontan das Interesse von Kennern und Liebhabern, die in diesem Buch eines der Meisterwerk der Buchkunst unseres Jahrhunderts erkannten.« (Bertold Hack zur deutschen Fassung; in Hack/Schwarz S. 50). – Dazu: Otto Rohse. Marionetten. Kupferstich. 1969(?). 28,3 : 17,4 cm (47,7 : 32,0 cm). Signiert und nummeriert. Zwei Abzüge, beide nummeriert »3/5«, einer in grün auf grünlichem Japan, einer in Rot auf Litho-Bütten. Der Kupferstich stellt einen variierten Ausschnitt des linken Bilddrittels von »Marionetten II (Scene)« (S./Z. 69) dar, ist aber bei Schwarz/Zeiske nicht verzeichnet.

35,6 : 26,7 cm. [20] Seiten, 5 Radierungen.

Hack/Schwarz 1.36. – Schwarz/Zeiske 68–72. – Isphording II, 801

743  Otto Rohse. Toscanische Pflanzen.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 420

14 farbige Kupferstiche. 1987. 39,0 : 28,0 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 10/45. – Auf getöntem Japanbütten. – Lose in Originalhalbleinenmappe mit grauem Roma-Büttenbezug und Deckelschild.

Schwarz/Zeiske 157–170. – Vgl. Hack/Schwarz 1.23

744  Otto Rohse. Provence.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 700

[28] Kupferstiche und [elf] Radierungen. 1991–1994. 38,5 : 28,3 cm. Signiert und datiert.

Exemplar 22/30. – Auf französischem Kupferdruckkarton, teils mehrfarbig, teils mit Tonplatte gedruckt. Die meisten Blätter vom Künstler rückseitig betitelt. Das Titelblatt mit der radierten Vignette mit Widmung des Künstlers. – Vollständige Folge die im Wesentlichen im Herbst 1991 und Frühsommer 1992 in Mérindol-Les-Oliviers entstand. Für die »Provence«-Folge wandte sich Otto Rohse der Radierung zu. – 1994 erschienen 35 der Graphiken in dem 47. Druck der Otto Rohse Presse »Provence. Im mittäglichen Frankreich« (siehe die folgende KatNr.). – Lose in der Originalhalbleinenmappe mit dem erstem Kupferstich, gedruckt auf Ingres-Bütten, auf dem Vorderdeckel. – Makellos erhalten.

Schwarz/Zeiske 214–244 und 263–270

745  Otto Rohse Presse – Provence.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 1900

Im mittäglichen Frankreich. 34 Kupferstiche und Radierungen von Otto Rohse. Mit Texten von Malern und Dichtern, Forschern und Reisenden. Hamburg 1994. Mit 34 blattgroßen farbigen Graphiken, teils mehrfarbig, teils mit Tonplatte gedruckt. Dunkelgrüner Original-Oasenziegenlederband. Rückentitel und die große Titelillustration auf dem Vorderdeckel in Negativ-Blindprägung (Thomas Zwang, Hamburg).

47. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 80 in Leder gebundenen Exemplaren, weitere 20 wurden in Pappe gebunden. – Mit einem signierten Separatabzug des Kupferstichs, der bei den Pappbänden auf dem Bezugspapier verwendet wurde. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Satz aus der Amsterdamer Garamont. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Makelloses Exemplar.

31,0 : 19,4 cm. 143, [5] Seiten.

Nicht mehr bei Hack/Schwarz

746  Otto Rohse – Sigill.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Blätter für Buch und Kunst. Folge I-XIII in 42 Heften [alles Erschienene]. Hamburg 1969–1999. Mit zahlreichen, teils farbigen Originalgraphiken und Abbildungen. Originalbroschuren.

Vollständige Folge der exklusiven Zeitschrift der Otto Rohse Presse. – Einige Hefte in der Vorzugs-, einige in der Suitenausgabe, jedoch meist ohne die beigelegten großformatigen Graphiken. – Die von Otto Rohse herausgegebene Zeitschrift widmet sich den Themenkreisen Graphik, Buchillustration und Gelegengheitsgraphik und stellt junge Künstler vor. Durch ihre typographische Gestaltung und zahlreiche originalgraphische Beiträge gewann »Sigill« eine von anderen (wenn überhaupt vergleichbaren) Publikationen unerreichte Qualität. – Mit Beiträgen von und über sowie Graphiken Arbeiten von Otto Rohse, Marcus Behmer, Friedrich Ahlers-Hestermann, Edwin Scharff, Karl Rössing, Roswitha Quadflieg, Gerhard Marcks, Jürgen Brodwolf, Chr. Nieß, Ernst Ludwig Kirchner (zur Entstehung seiner Umbra vitae-Holzschnitte) und vielen anderen. – Enthält auch die Werkverzeichnisse von Otto Rohses Holzstichen und Kupferstiche sowie Werner Bunz’ Römische Alphabete und Sonderhefte über Karl Rössing (mit vollständiger Holzstichfolge »Traumblätter«). – Beilage: Zehn weitere signierte Kupferstiche von Otto Rohse.

29,8 : 19,2 cm (Hefte). – Einige Rücken etwas gebräunt. Die vorhandenen Beilagen nicht kollationiert.

Hack/Schwarz 3 (bis Folge X). – Spindler 44.35 (bis IX/1)

747  Dieter Roth. Gesammelte Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 3000

Ausrufpreis/Starting bid: € 2800

Band 1 [bis] 20, 36 [und] 38 [bis] 40. Köln, London, Reykjavik, später auch Stuttgart 1969–1985. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Ausstanzungen u. a. Farbig illustrierte Originalbroschuren, zwei in Originalkassette, vier Hefte in einem Schuber.

Nahezu vollständiges Exemplar der Werkausgabe des Künstlers, die in großen Teilen seine frühesten, meist nur in kleinsten Auflagen erschienenen Publikationen wiedergibt. Folge 1 (1–20) hier vollständig, von Folge 2 (es erschienen 35–40) hier 36 und 38–40 vorhanden. – Inhalt: 1. Zwei Bilderbücher. 1976. – 2. ideogramme. 1971. – 3. bok 2a und bok 2b. 1973. – 4. bok 4a und bok 5. 1972. – 5. bok 3a. 1971. – 6. bok 3c. 1971. – 7. bok 3b und bok 3d. 1974. – 8. 2 books. 1976. – 9. stupidogramme. 1975. – 10. daily mirror. 1970. – 11. snow. 1970. – 12. Copley Buch. 1972. – 13. scheisse. 1972. – 14. die blaue flut. 1973. – 15. poetrie 5 bis 1. 1969. – 16. Munduculum. 1975. – 17. 256 clouds. 1976. – 18. kleinere werke teil 1. 1971. – 19. kleinere werke teil 2. 1971. – 20. bücher und grafik. teil 1. 1972. – 36. 96 picadillies. 1977. – 38. kleinere werke teil 3. 1980. – 39. kleinere werke teil 4. 1985– 40. bücher und grafik. teil 2. 1979. – Die Bände erschienen meist in einer Auflage von 1000 Exemplaren, einige auch 1200, davon waren meist 100 Exemplare als signierte und abweichend gebundene Vorzugsausgaben konzipiert. – Sehr gut erhalten.

Meist 23,0 : 17,0 cm.

Dobke, Bücher + Editionen, Seite 147ff

748  Dieter Roth. Frische Scheisse

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausrufpreis/Starting bid: € 170

oder: Die Korrumpierung der Germanistik (das kommt von Döhl) oder: Die Korrumpierung des Döhl (das kommt von der Germanistik) oder: Die Germanistik der Korrumpierung (das kommt von Rot) oder: Die Germanistik des Rot (das kommt von der Korrumpierung). [Reiykjavik, Hansjörg Mayer 1972]. Farbig illustrierte Originalbroschur.

Unnummeriertes, unsigniertes Exemplar. Laut Dobke wurden neben 200 nummerierten und signierten Exemplaren 20 Autorenexemplare verlegt. – Der Umschlag mit fünffarbigem Siebdruck etwas größer als der Buchblock.

26, 7 : 19,5 cm. Seiten 265–472.

Dobke D5. – Conzen 27

749  Dieter Roth. Unterm Plunderbaum (die Sonetten 195?–1979)

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 300

= Das Weinen no. 2 = das Wähnen, Band. 2B (Tränenmeer 5). Stuttgart und London, Edition Hansjörg Mayer 1979. Originalbroschur mit von Dieter Roth in Gelb und Orange bemalten Deckeln.

Eins von 200 Exemplaren. – Im hinteren Innendeckel vom Künstler signiert und nummeriert. – Unaufgeschnitten.

17,3 : 12,3 cm. [528] Seiten. – Rücken verblasst.

Dobke, Bücher J 6

750  Nelly Sachs. Ein maschinengeschriebener Brief mit Paraphe »Li« und ein Typoskript sowie sechs eigenhändige Briefe bzw. Briefkarten und eine eigenhändige Kunstpostkarte, alle mit Unterschrift.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Ausrufpreis/Starting bid: € 660

Stockholm, 4. XII. 1940 und 1953–1968. Zusammen 15 Seiten.

Alle an die schwedische Künstlerin Carlotta Jönsson (1909–1979). Diese hatte 1927–1932 in Berlin an der Kunstakademie studiert und war dann in ihre Heimat zurückgekehrt. Nelly Sachs gelang es durch Vermittlung ihrer Brieffreundin Selma Lagerlöf und der schwedischen Königsfamilie 1940, in letzter Minute, Nazideutschland zu verlassen. Noch im Jahr ihrer Ankunft im schwedischen Exil lernte sie die Künstlerin Jönsson kennen, deren Bild »Friedhof am Meer« Nelly Sachs zu einem Gedicht inspirierte. Hier das Gedichttyposkript »Für Carlotta | Kirchhof am Meer« und der Begleitbrief. – Mit diesem Brief begann eine intensive Brieffreundschaft, die fast bis zum Lebensende der Dichterin währte. Die hier vorliegenden Briefkarten und Briefe spiegeln häufig die schweren Erkrankungen wider, der klagende Ton scheint Teil ihres Werkes – der Klage über ein größeres Leid. – Mit sechs eigenhändig adressierten Kuverts.