ChristianHesse

Lot 751 – 800 | Hesse-Auktionen
Lot 751 – 800

751  Henri Matisse – Dernières œuvres de Matisse.

€ 900

1950–1954. Paris, Revue Verve 1958. Mit 39 farbigen Lithographien nach Matisse, blatt- und doppelblattgroß, teils gefaltet, und zahlreichen Abbildungen. Illustrierter Originalpappband.

Verve IX, Nos. 35/36. – Druck der Lithographien bei Mourlot. – Der Einband wurde von Henri Matisse eigens für diese Ausgabe der Zeitschrift gestaltet. – Dazu: Henri Matisse. Vence 1944–48. Paris 1948. Mit zahlreichen, teils farbigen Tafeln nach Matisse. Originalpappband mit farbig illustriertem Schutzumschlag. Verve VI, Nos. 21/22. Auch diesen Umschlag und das Frontispiz, beide farbig lithographiert, entwarf Matisse für diese Ausgabe. – Beigabe: Zwei weitere Verve-Ausgaben: Volume V, Nos. 17/18 (Couleur de Bonnard) und Vol. VII, Nos. 25/26 (Picasso a Vallauris 1949–1951).

36,5 : 27,0 cm. 182, [4] Seiten. – Kapitale minimal bestoßen, kleine Schabstelle auf dem Rücken.

752  Sebastian Matta. Come detta dentro vo significando.

€ 8000

Lausanne, Editions Meyer 1962. Mit 25 Radierungen von Sebastian Matta, davon 21 farbig und 16 signiert. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, Leinenchemise und Schuber.

Eins von 80 Exemplaren auf Velin »BFK Rives« (Gesamtauflage 125). – 16 Farbradierungen, davon sechs als Doppelseiten konzipiert, füllen jeweils die gesamte Blattbreite. Neun Vignetten, davon vier einfarbige, wurden in den Text eingedruckt. – Gedruckt bei Fequet et Baudier (Text) und Georges Visat (Radierungen). – Roberto-Sebastian Matta (1911–2002) war in den 1930er Jahren durch die Bekanntschaft mit Garcia Lorca und Dalis Vermittlung zu den Pariser Surrealisten gestoßen und sogleich erfolgreich an deren großen Ausstellungen beteiligt. 1947 wurde Matta zeitweise aus der Gruppe ausgeschlossen, 1959 aber wieder aufgenommen. Seit Anfang der 1960er Jahre lebte und arbeitete der Künstler in Italien. – Eins der schönsten Bücher Mattas.

47,5 : 39,5 cm. 62, [2] Seiten.

Monod 7852

753  Joan Miró – Jacques Dupin. L’issue dérobée.

€ 6000

Paris, Maeght 1974. Mit elf Kaltnadelradierungen, davon neun mit farbiger Aquatinta, Prägedruck und rückseitig mit einfarbiger Radierung, eine mit farbiger Aquatinta als Frontispiz und eine einfarbige auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und -leinenkassette.

Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 220). – Auf Vélin d’Arches. – Im Kolophon von Künstler und Verfasser signiert. – Eines der schönsten Malerbücher Mirós, der hier die vielfältigen Varianten der Radierung meisterhaft kombinierte. Die Graphiken wurden von Adrien Maeght gedruckt. Die dreizehn Gedichte Dupins, der als Schriftsteller und Kunstwissenschaftler gleichermaßen bekannt wurde, wurden bei Fequet-Baudier gesetzt und gedruckt. Auch deren Nummerierung wurde von Miro gezeichnet und von Radierplatten mit Blau in den Text eingedruckt. – Makelloses Exemplar.

33,0 : 50,5 cm. [68] Seiten.

Dupin 687–706. – Cramer 187. – Monod 4112

754  Joan Miró – 15 Hefte »Derrière le miroir«.

€ 750

Paris 1948–1978. Mit zusammen 81 Farblithographien, teils doppel- und dreiblattgroß, teils in Kombination mit Text. Lose Doppelblätter in Originalumschlägen, zusammen in privater Leinenchemise und Schuber.

Vollständige und tadellos erhaltene Folge aller ausschließlich Joan Miró gewidmeten Hefte der legendären Kunstzeitschrift. Weitere elf im DLM-Verzeichnis unter Miró verzeichnete Ausgaben waren Themenhefte mit Arbeiten verschiedener Künstler. – Vorhanden sind folgende Hefte (Anzahl der enthaltenen Lithographien, drei mit * markierte enthielten keine Originallithographien): 14/15 (8), 29/30 (2), 57–59 (12), 87–89 (7), 123 (*), 125/126 (*), 128 (7), 139/140 (8), 151/152 (22), 164/165 (5), 169 (*), 186 (2), 193/194 (3), 203 (3) und 231 (2). – Mit Texten von Tristan Tzara, Aimé Maeght, Michel Leiris, Jacques Prévert, André Pieyre de Mandiargues, Patrick Waldberg, Pierre Alechinsky, Jacques Dupin, Alexandre Circi, Joan Brossa u. a.

Cramer 16, 23, 26, 34, 68, 83, 102, 112, 134, 145, 167 und 239

755  Jacques Prévert und G. Ribemont-Dessaignes. Joan Miró.

€ 300

Paris, Maeght 1956. Mit zehn Lithographien von Joan Miró, davon neun farbigen, zwei auf dem Umschlag. Originalbroschur mit Umschlag.

Gesuchte Monographie mit den schönen Lithographien und den Dichtungen von Prévert und Ribemont-Dessaignes. – Vier der sieben Lithographien im Textteil des Buches sind doppelblattgroß, bei einer handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit der beiden Verfasser und Mirós. – Sehr schönes farbfrisches Exemplar in privatem Schuber.

23,4 : 20,2 cm. 219 Seiten. Mit 10 Lithographien und zahlreichen, teils farbigen Abbildungen.

Cramer 39

756  Fernand Mourlot [und andere]. Joan Miró. Der Lithograph.

€ 1000

[Bände] I [bis] V. Genf, Weber 1972–1992. Mit 36 Farblithographien, teils doppelblattgroß, davon vier auf den Umschlägen, und zahllosen Farbabbildungen. Originalleinenbände mit Schutzumschlag.

Das maßgebliche Verzeichnis des lithographischen Œuvres. – Tadellos erhaltene vollständige Folge, alle in deutscher Ausgabe. – Einleitungen von Michel Leiris, Raymond Queneau, Joan Teixidor, Nicolas und Elena Calas und Patrick Cramer, letzterer erarbeitete auch die späten Kataloge. – Es erschienen französische, englische, spanische und deutsche Ausgaben. – Ohne den abschließenden Band VI, der – wie auch Band V – keine Originallithographien enthielt.

32,8 : 25,5 cm.

Cramer, Mourlot 160, 198, 230 und 249

757  Joan Miró – Michel Leiris et Fernand Mourlot. Joan Miró. Lithographe.

€ 500

Tome I. 1930–1952. Paris, A. C. Mazo pour Maeght Editeur 1972. Mit elf blattgroßen Farblithographien und einer doppelblattgroßen als Umschlag. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Der erste Band des Werkverzeichnisses. – Französische Ausgabe, tadellos erhalten, mit Folienumschlag und Schuber. – Dazu: Alain Jouffroy et Joan Teixidor. Miró Sculptures. – José Pierre et José Corredor-Matheos. Céramiques de Miró et Artigas. – Paris, Maeght 1973 und 1974. Beide mit zahlreichen Abbildungen, »Céramiques« mit zwei Farblithographien. Originalleinenbände mit Schutzumschlag. – Wichtige Werkverzeichnisse zum plastischen und keramischen Werk.

32,5 : 25,5 cm. 231, [9] Seiten.

Cramer 160 und 183. – Mourlot 854 und 857–867 sowie 926/927

758  Joan Miró. Samlade litografier.

€ 3000

Företal av Raymond Queneau. Malmö, Galerie Börjeson 1975. Mit elf blattgroßen Farblithographien und einer doppelblattgroßen als Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -leinenchemise und -leinenkassette.

Eins von 150 Vorzugsexemplaren auf starkem Velin Rives mit zwei zusätzlichen signierten Farblithographien. – Von der schwedischen Ausgabe erschienen laut Druckvermerk 300 Exemplare, offenbar wurden auch einige der 150 Vorzugsexemplare mit schwedischem Text gedruckt (was Cramer und Mourlot unbekannt blieb). – Tadellos erhalten.

33,5 : 25,5 cm. 240, [8] Seiten.

Cramer 198. – Mourlot 1036–1049

759  Ludwig Meidner – Ernst Weiss. Die Feuerprobe.

€ 600

Radierungen von Ludwig Meidner. Berlin, Die Schmiede 1923. Mit fünf Radierungen. Originalhalbpergamentband mit vergoldeter Deckelvignette, Kopfgoldschnitt, Schutzumschlag und Schuber.

Erster Druck der Offizina Fabri. – Erste Ausgabe. – Eins von 75 Exemplaren der römisch nummerierten Ausgabe B (Gesamtauflage 675). – »Dies ist Wirklichkeit, kein Traum. Heute morgens, zwischen fünf und sechs Uhr, wurde auf einem Platz in Berlin ein Mann aufgefunden. Dieser Mann war er, der diesen Bericht schreibt. Er darf sich nicht ›Ich‹ nennen, da er seinen Namen nicht weiß, auch sonst keine Erinnerung an das Vergangene hat« (Anfang des Romans). – »Anfang der zwanziger Jahre […] entstanden viele Portraits der befreundeten Literaten und Künstler und Selbstbildnisse […] Auch der Hauptfigur in dem Roman ›Die Feuerprobe‹ leiht Meidner seine Züge« (Ralph Jentsch). – Sehr schönes Exemplar, durch Schutzumschlag und Schuber auch der lichtempfindliche Einband sehr gut erhalten.

35,5 : 25,0 cm. 114, [2] Seiten. 5 Radierungen. – Vorsätze und Schnitt leicht stockfleckig.

Raabe/Hannich-Bode 328.12. – Lang, Expressionismus 235. – Jentsch 134

760  Alexander Olbricht – H[ans] Ch[ristian] Andersen. Der Garten des Paradieses.

€ 600 ( R7 )

Mit Holzschnitten von Alexander Olbricht. Berlin, Otto von Holten 1920. Mit vier kolorierten Holzschnitten, davon zwei blattgroß, einer als Titelvignette und einer als Bordüre. Originalhalbpergamentband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 20 Vorzugsexemplaren auf Zanders-Bütten und mit den von Olbricht kolorierten Holzschnitten (Gesamtauflage 270). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Das Buch wurde auf Veranlassung von Marcus Behmer auf der Handpresse bei Otto von Holten gedruckt. – Die beiden Künstler hatten 1905 erstmals gemeinsam ausgestellt, 1910 wurden Behmers Arbeiten im Weimarer Atelier von Alexander Olbricht gezeigt. – Tadelloses Exemplar der besonders schönen und breitrandigen Vorzugsausgabe.

20,8 : 25,5 cm. 32, [8] Seiten.

Müller-Krumbach H 87ff. – Weimar 1976, 529

761  Alexander Olbricht – H[ans] Ch[ristian] Andersen. Der Garten des Paradieses.

€ 200

Mit Holzschnitten von Alexander Olbricht. Berlin, Otto von Holten 1920. Mit Holzschnitt-Titelvignette, zwei blattgroßen Holzschnitten und Holzschnitt-Bordüre. Originalhalbleinenband mit vergoldeten Holzschnitt-Deckelvignetten.

Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 270). – Das Buch wurde auf Veranlassung von Marcus Behmer auf der Handpresse bei Otto von Holten gedruckt.

29,8 : 24,0 cm. 32, [8] Seiten.

Müller-Krumbach H 87ff. – Weimar 1976, 529

762  Alexander Olbricht. Stille Musik.

€ 2000

26 Original-Holzschnitte mit Versen deutscher Dichter. Weimar, Reiher 1922. Mit 13 ganzseitigen und 13 Holzschnitten im Text, davon fünf koloriert. Dunkelblauer Originalsaffianlederband; Deckelbordüren und Zierstücke, Rückentitel, Innenkantenfileten und Kopfschnitt vergoldet (signiert: O. Dorfner, Weimar).

Eins von 150 Exemplaren. – Auf Bütten. – Einen Teil der Holzschnitte, die auf der Reiher-Presse gedruckt wurden, kolorierte der Künstler. – Die Einbände fertigte Otto Dorfner, wobei das einzige Vergleichsexemplar, das wir 1994 auf einer Berliner Auktion nachweisen konnten, in Seide gebunden war. – Die feinlinige florale Deckelvignette schwebt förmlich über dem edlen Blauton des geglätteten Leders. – Tadellos erhalten, mit Schutzpapierumschlag und Schuber, dort von Otto Dorfner beschriftet.

22 : 18 cm. [48] Seiten.

Müller-Krumbach H 85ff. – Wiemar 1976, 470ff

763  Alexander Olbricht. Dreissig Radierungen.

€ 2500

Weimar, Reiher 1923. 30 Radierungen und eine Titelvignette, alle koloriert und signiert, sowie ein gestochener Druckvermerk. Roter Originalsaffianlederband mit vergoldeten Titeln, Fileten und Stehkantenbordüren; Kopfschnitt vergoldet (Otto Dorfner, Weimar). Mit Schutzumschlag und Schuber.

Unnummeriertes Belegexemplar neben der Auflage von 50 Exemplaren. – Sehr seltene Folge der meist kleinformatigen Radierungen. – Gedruckt auf Bütten und zart koloriert vom Künstler. – Alexander Olbricht (1876–1942) kam 1899 nach Weimar und studierte an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule. 1902 begegnete er Marcus Behmer, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verband. In den 1920er Jahren war er Professor an der Weimarer Hochschule für bildende Künste. Den Reiher-Verlag gründete Otto Dorfner 1922 und leitete ihn zusammen mit seiner Frau Margarethe, künstlerische Mitarbeiter waren Alexander Olbricht und Walter Klemm. – Tadellos schönes Exemplar.

12,8 : 16,5 cm. 32 Radierungen.

Müller-Krumbach R 148–179. – Weimar 1976, 424–455

764  Max Papart – Michel Bohbot. Naissance des signes.

€ 250

Trois eaux-fortes originales de Max Papart. Paris 1978. Mit drei signierten Farbradierungen mit Prägedruck. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und schwarzer Originalleinenchemise und -schuber.

Eins von 50 Exemplaren auf Velin d’Arches (Gesamtauflage 72). – Erschienen als Band VII von »A Parole Donnée«. – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Max Papart (1911–1994) schuf ein umfangreiches Werk, neben Graphiken vor allem Gemälde und Collagen. Auch seine Radierungen gewinnen durch die zusätzlich verwendeten Techniken wie farbige Aquatinta und Prägedruck bildhaften Charakter. – Tadellos schönes Exemplar.

16,3 : 16,7 cm. [20] Seiten, 3 Radierungen.

765  Pablo Picasso – Robert Desnos. Contrée.

€ 1500

Eau-forte de Picasso. Paris, Robert-J. Godet 1944. Mit einer lose beiliegenden Radierung und 23 Textvignetten nach Radierungen. Originalbroschur in Chemise mit Rückenschild und Schuber.

Eins von 200 Exemplaren auf »Vélin pur-fil Lafuma« (Gesamtauflage 210). – Robert Desnos (1900–1945), Schriftsteller und Journalist, wurde in den 1920er Jahren ein einflussreicher Teil der aufkeimenden surrealistischen Bewegung, angeführt von Breton, Éluard und Soupault. Seine hier vorliegenden Gedichte scheinen, ihren Titeln nach, von der Natur zu handeln, sind im eigentlichen jedoch leidenschaftliche Aufrufe zum Widerstand gegen die deutschen Besetzer. Als Freiheitskämpfer der Résistance wurde Desnos noch vor Erscheinen des Buches 1944 denunziert und von den Nazis verhaftet und deportiert. Er durchlief mehrere Konzentrationslager – 1945, wenige Wochen nach der Befreiung des KZ Theresienstadt, erlag er einer Typhuserkrankung. – »The text is illustrated with 23 reproductions of different parts of the etching so that the reader, in turning the pages, discovers various aspects of the frontispiece« (Goeppert/Cramer, Seite 110).

28,4 : 19,3 cm. 57, [5] Seiten.

Goeppert/Cramer 39. – Bloch 362. – Monod 3702. – Rauch 65

766  Pablo Picasso – Jaime Sabartés. »A los toros« mit Picasso.

€ 1000

Monte-Carlo, André Sauret 1961. Mit vier Lithographien, davon eine farbig, und 103 ganzseitigen, teils farbigen Illustrationen. Grauer Originalleinenband mit Deckelillustration im roten Originalpappschuber.

Exemplar der deutschen Ausgabe, übertragen von U. M. Hemmerich nach der französischen Ausgabe. – Die auf mehr als hundert Tafeln reproduzierten Tuschzeichnungen beschäftigen sich mit zwei zentralen Themen Picassos: Stierkampf und Frauen. – Auf Wunsch des Verlegers schuf Picasso für dieses Werk vier Lithographien und kolorierte dann »Le Picador« mit allen 24 Farben eines Wachsstiftkastens.

25,5 : 32,5 cm. 153, [3] Seiten.

Bloch 1014–1017. – Goeppert/Cramer 113

767  [Pablo] Picasso. Le goût du bonheur.

€ 1800 ( R7 )

Trois carnets d’atelier. Texte de Jean Marcenac. Paris, Éditions Cercle d’Art 1970. Mit 71 Tafeln nach Zeichnungen, davon 26 farbig. Lose Doppelbogen in Originalleinenchemise und -kassette.

Eins von 666 Exemplaren der französischen Ausgabe (Gesamtauflage 1998), jeweils weitere 666 Exemplare erschienen als amerikanische und deutsche Fassung. – Mit einem Vorwort von Jean Marcenac. – Die äußerst feinen Reproduktionen der drei Skizzenblocks aus dem Jahr 1964 besorgte Günther Dietz, Lengmoos, in einem neu entwickelten Druckverfahren. Nachdem Picasso ein in dieser Art gedrucktes Marino Marini-Buch gesehen hatte, lies er sich für eine derartige Reproduktion seiner Bleistift-, Kohle-, Tusche- und Ölkreide-Skizzen begeistern. Picasso überwachte den Druck in Dietz’ Studio persönlich.

33,0 : 25,8 cm. 31, [1] Seiten, 71 Tafeln.

Goeppert/Cramer 148. – Kibbey 169

768  Pablo Picasso. Linolschnitte.

€ 1000

Einleitung Wilhelm Boeck. Stuttgart, Gerd Hatje 1962. Mit 45 Farbtafeln. Originalleinenband im illustrierten Originalschuber.

Erste Ausgabe. – Nach den Originalen aus dem Besitz der Galerie Louise Leiris, Paris. – Durch die zahlreichen Druckgänge mit sattem Farbauftrag erreichen die Tafeln fast die Anmutung von Originalen. – Kibbey: »The volume consists chiefly of exceptional pull-page reproductions«. – Schönes Exemplar.

32 : 39 cm. XIII, [1] Seiten, 45 Farbtafeln, [2] Seiten. – Bezugspapier des Schubers etwas fleckig und mit kleinen Kratzern.

Kibbey 237

769  Pablo Picasso. Linolschnitte.

€ 750

Einleitung Wilhelm Boeck. Teufen, Arthur Niggli 1962. Mit 45 Farbtafeln. Originalleinenband im illustrierten Originalschuber.

Nach den Originalen aus dem Besitz der Galerie Louise Leiris, Paris. – Durch die zahlreichen Druckgänge mit sattem Farbauftrag erreichen die Tafeln fast die Anmutung von Originalen.

32 : 39 cm. XIII, [1] Seiten, 45 Farbtafeln. – Klebebindung an einigen Stellen leicht gelockert.

Vgl. Kibbey 237, der diese Schweizer Teilauflage nicht nennt

770  Georges Bloch. Picasso. Catalogue de l’œuvre gravé et lithographié.

€ 300

Tome I–IV. Bern, Kornfeld 1972–1984. Originalleinenbände mit illustriertem Schutzumschlag.

Maßgebliches Verzeichnis des graphischen und keramischen Werkes 1904–1971, in verschiedenen Auflagen. – Mit einem Vorwort von René Wehrli und Einführungen von Georges Bloch. – Die Texte und Inhaltsverzeichnisse in französisch-englisch-deutschem Paralleltext.

29,6 : 24,5 cm.

771  Max Peiffer Watenphul – Goethes Buch Suleika

€ 600

gefolgt vom Schenkenbuch. Dem Westöstlichen Divan entnommen und mit vierzehn auf den Stein gezeichneten Farblithographien versehen von Max Peiffer Watenphul. Frankfurt a. M., Ars librorum Gotthard de Beauclair 1966. Mit 14 Farblithographien, davon fünf blattgroße und eine auf den Vorderdeckel montiert. Lose Doppelblätter in orangefarbener Originalleinenchemise und – halblederkassette.

14. Ars librorum Druck. – Eins von 370 Exemplaren. – Auf Velin d’Arches. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Innerhalb der Auflage existieren verschiedene Einbandvarianten: Maroquin-, Halbpergament- und Leinenbände, hier ein Exemplar in der selteneren Fassung mit losen Bogen in der Leinenchemise. – Mit seinem Verlag »Ars librorum« konnte Gotthard de Beauclair seine Vorstellungen von buchgestalterischer Qualität und dem Buch als Gesamtkunstwerk realisieren. – Tadellos erhalten.

41,0 : 28,5 cm. 37, [3] Seiten.

Watenphul/Pasqualucci D 76–89. – Spindler 41.34 – Tiessen III, 104

772  Jose Guadalupe Posada – La cabra el sastre y sus tres hujos. – Juan Pelotero.

€ 400

– Cuento[s]. Mexico, A. Vanegas Arroyo um 1900. Beide mit drei kolorierten Holzschnitten im Text. Originalbroschuren mit Holzschnitt-Titel auf dem Vorderumschlag.

Seltene Originalausgaben. – Jose Guadalupe Posada lieferte die Illustrationen zu mehreren »Märchen«-Heften des Verlegers Vanegas Arroyo, der damit landesweit für Bekanntwerden des Künstlers sorgte. – Sehr selten. – Beigabe: Posada. Messenger of Mortality. Edited by Julian Rothenstein. London 1989.

14,0 : 9,5 cm. Je [12] Seiten. – II mit kleinem Eckeinriss.

Vgl. Rothenstein 1989, Abb. 227–230

773  Jose Guadalupe Posada. 25 Prints.

€  500

Mexico, La Estampa Mexicana 1942. 25 Holzschnitte. Lose in Originalumschlag und farbiger Originalleinenmappe.

Exemplar 77 einer nicht genannten, aber sicher kleinen Auflage. – Die Holzschnitte (meist ca. 13 : 9 cm, Papier ca. 19 : 14 cm) schuf Posada für verschiedene Zeitschriften und kleinformatige Broschüren. – Auf dünnem Bütten. – Der Umschlag mit montiertem Holzschnitt-Titel, Innenseiten mit Einleitung in Spanisch und Englisch, ebenso die Bildtitel. – Gedruckt von Taller de Grafica Popular. – Sehr gut erhalten, sehr selten.

774  Jose Guadalupe Posada. 50 grabados.

€ 500

Mexico, Instituto Nacional de Bellas Artes y Literatura 1954. 50 Holzschnitte. Mit Textblatt und Beiheft lose in Originalleinenmappe mit Deckelschild.

Exemplar 202/250. – Diese zweite Ausgabe der »50 grabados« druckte Carlos Alvarado Lang. – Das Textheft, gedruckt auf gelbes Japanpapier, enthält die Einleitung »Posada. Sus tiempos, el hombre, su arte« von Fernando Gamboa sowie die Titelliste der Graphiken. – Jose Guadalupe Posada (1854–1913), Kupferstecher, später Karikaturist, gelangte trotz seiner damals in Mexiko durchaus verbreiteten Arbeiten erst posthum zu einiger Anerkennung. Einige Künstler der 1920er Jahre verhalfen ihm zu Ehren, es folgen verschiedene Publikationen in seinem Heimatland.

31,5 : 25,5 cm. 51 Blätter, [12] Seiten.

775  Carl Rabus – C[hristoph] M[artin] Wieland. Oberon.

€ 450

Ein romantisches Heldengedicht – in 12 Gesängen. München, Hesperos [1920]. Mit 18 signierten Radierungen von Carl Rabus, davon eine als Titelblatt. Originalpergamentband mit vergoldeter Deckelvignette, goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 70 Exemplaren in Kalbspergament (Gesamtauflage 350). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Carl Rabus (1898–1983) stellte bereits 1919 in den führenden Galerien aus: Goltz, Thannhauser, Sturm. Er arbeitete für verschiedene Zeitschriften, neben dem »Orchideengarten« auch für »Jugend«, »Querschnitt« und »Eulenspiegel«, lebte und arbeitete in den 1920er Jahren in München, Berlin, Frankreich, Spanien und Italien. 1933 emigrierte er und kehrte erst 1974 nach Deutschland zurück. – Schönes Exemplar.

29,5 : 23,0 cm. 241, [3] Seiten, 18 Radierungen. – Deckel etwas aufgebogen.

Sennewald 20, 3. – Rodenberg 402, 7. – Lang, Expressionismus 280

776  Imre Reiner – Voltaire. La Princesse de Babilone.

€ 300

Bois gravés de Imre Reiner. Bern, Les Belles Feuilles 1942. Mit 24 Holzstichen, gedruckt in Schwarz bzw. Braun, darunter Frontispiz, Vorderdeckelillustration, zwei Vignetten, acht Textholzstiche sowie elf Initialen. Lose Doppelbogen in Originalumschlag und Halbpergamentchemise, Umschlag mit Titelschild. Zusammen im Schuber mit Titelschild.

Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf »Japon Imperial« mit einer Extrasuite aller Holzschnitte (Gesamtauflage 232). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Relativ frühe und zugleich umfangreiche Arbeit innerhalb Imre Reiners langjährigen Schaffens. – Voltaires Märchen, erstmals 1768 in Genf erschienen, wird von ihm »in überaus abwechslungsreicher, doch zurückhaltender Weise mit Holzstichen illustriert, die das Werk rhythmisch auflockern.« (Kritter). – Schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe.

33,2 : 25,8 cm. [2], 115, [5] Seiten; 12 Holzschnitte. – Schuber am Unterrand angeplatzt.

Reiner-Bibliographie III, 8. – Tiessen II, 8. – Kritter 110. – Schauer II, 132

777  Imre Reiner – Hugo von Hofmannsthal. Andreas oder Die Vereinigten.

€ 250

Fragmente eines Romans mit Holzstichen von Imre Reiner. Zürich, Tellurium 1944. Mit zehn Holzstichen, davon acht blattgroß. Pergamentband mit schwarz geprägtem Rückentitel (signiert: Baer).

Eins von 200 Exemplaren für Subskribenten (Gesamtauflage 230). – Dieser einzige Roman Hugo von Hofmannsthals entstand zwischen 1907 und 1927 und blieb Fragment. Ein Vorabdruck des Texts erschien 1930 in der Zweimonatsschrift »Corona«.

21,2 : 13,0 cm. 168, [8] Seiten. – Exlibris. – Kleiner Sammlerstempel auf einem Vorblatt und hinterem Vorsatz. Durchgehend leicht, teils stärker stockfleckig.

Reiner-Bibliographie III, 11. – Houghton Library Catalogue 35

778  Imre Reiner – Rainer Maria Rilke. Les Roses.

€ 900

Vingt-cinq eaux-fortes de Imre Reiner. Paris, Alexandre Loewy 1959. Mit 25 blattgroßen signierten Radierungen, eine davon auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, Balsaholzchemise.

Eins von 10 Vorzugsexemplaren mit zwei Extrasuiten der Radierungen, in Schwarz auf Japon nacré und in Rot auf Hosho Papier (Gesamtauflage 150). – Gedruckt auf Auvergne-Bütten. – Jede Radierung mit einem Textblatt mit dem Titel und dem Gedicht. – Die Gedichte erschienen, herausgegeben aus dem Nachlass, erstmals 1927. Mises’ Rilke-Bibliographie verzeichnet die vorliegende als »eine weitere Einzelausgabe, die – durch ihre Vollkommenheit und Schönheit ausgezeichnet – hier erwähnt sei«.

32,7 : 26,0 cm. [108] Seiten, 50 Radierungen, 6 Zeichnungen.

Reiner-Bibliographie III, 19. – Tiessen II, 19. – Mises 112 Anmerkung

779  Imre Reiner – Rainer Maria Rilke. Les Roses.

€ 300

Vingt-cinq eaux-fortes de Imre Reiner. Paris, Alexandre Loewy [1959]. Mit 25 ganzseitigen Radierungen, eine davon auf dem Umschlag. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, Balsaholzchemise und -schuber.

Eins von 105 Exemplaren (Gesamtauflage 130). – Druck auf handgeschöpftem Bütten »Auvergne à la main« von Richard-de-Bas.

34 : 27 cm. [108] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 19. – Tiessen II, 19

780  Imre Reiner – Peter Schlemihls wundersame Geschichte.

€ 450

Mitgeteilt von Adalbert von Chamisso. Mit neun Holzstichen von Imre Reiner. Frankfurt am Main und Bern, Ars librorum 1964. Mit neun Holzstichen im Text, davon einer blattgroß. Hellbrauner Kalblederband mit Rückenschild und -chemise, zusammen im Originalleinenschuber.

Neunter Ars librorum Druck. – Eins von 35 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren mit einer Suite der Holzstiche auf Japan, alle signiert (Gesamtauflage 250). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Japan. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Chamissos wundersame Geschichte inspirierte im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte wiederholt Künstler zu Illustrationen. – Druckfrisch.

20,9 : 12,8 cm. 85, [3] Seiten.

Spindler 40.29. – Tiessen II, 26

781  Imre Reiner – Johann Wolfgang [von] Goethe. Chinesisch-Deutsche Jahres- und Tageszeiten.

€ 300

Mit Radierungen von Imre Reiner. Ascona, Centro del bel libro 1969. Mit 14 blattgroßen Radierungen und einer Holzschnittvignette. Lose Doppelblätter in Leinenkassette mit Lederrückenschild mit goldgeprägtem Titel.

Eins von 75 Exemplaren (Gesamtauflage 140). – Die großen Radierungen wurden wurden im Atelier Lafranca jeweils auf ein Doppelblatt gedruckt, gegenüberstehend der entsprechende Text. Die Typographie stammt vom Künstler selbst. – Auf handgeschöpftem ungebleichtem Velin von Richard-de-Bas.

42,7 : 31,0 cm. 19 Doppelblätter.

Reiner-Bibliographie III, 40. – Tiessen III, 37

782  Imre Reiner – Heinrich von Kleist. Sul teatro di marionette.

€ 400

Acquaforti di Imre Reiner. Rovio, Edizioni Rovio 1980. Mit sieben signierten ganzseitigen Aquatintaradierungen. Lose Doppelbögen in Originalumschlag und Schuber.

Eins von 20 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 119). – Nicht nur der Druckvermerk, sondern auch alle sieben Radierungen signiert. – Gesetzt aus der Garamond. – Gedruckt auf Velin d’Arches. – Die Ausgabe erschien im Auftrag des Centro del bel libro, Ascona.

33,8 : 26,0 cm. 47, [9] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 50. – Tiessen V, 42

783  Auguste Rodin – Ovide. Elegies amoureuses.

€ 750

Ornées par Aug. Rodin. Paris, Phlipp für André Gonin 1935. Mit 32 Holzstichen von J.-L. Perrichon nach Zeichnungen von Rodin, davon neun ganzseitig und eine als Titelvignette, und einem von ihm signiertem Holzschnitt. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Eins von 200 Exemplaren, jedoch in der Ausstattung der 50 Vorzugsexemplare: Gedruckt auf Hanfbüttenpapier mit Wasserzeichen »Maillol-Gonin« und mit dem signierten Rodin-Porträt. Das vorliegende Exemplar mit zwei im Druckvermerk (und in den Bibliographien) nicht erwähnten zusätzlichen Holzstichen von Perrichon nach Rodin, beide von Perrichon monogrammiert, einer mit seinem eigenhändigen Zusatz »Planche refusé pour les Elégies Amoureux d’Ovide«. – Das Konzept zu dem Buch entstand bereits 1900. – Mit einem Vorwort von Georges Grappe und Abbé Bazzins »Preface du traducteur« von 1662. – Perrichon setzte Rodins anmutige, teils aufreizende Zeichnungen meisterhaft in Holzstiche um. – Dass Rodins Zeichnungen genauso gut einen Text von Catull, Petronius oder Pierre Louÿs illustrieren könnten, wie Carteret anmerkt, schmälerte weder dessen (»admirables esquisses«) noch unsere Bewunderung.

29,5 : 20,0 cm. [16], 96 Seiten, 3 lose Holzschnitte. – Stellenweise einige Stockflecken.

Monod 8806. – Skira 311. – Carteret IV, 309

784  Karl Rössing – Emil Kugler. Hausmärchen der Kuglerkinder.

€ 200

Mit 25 Holzschnitten von Karl Rössing. Berlin, Furche Verlag 1920. Mit einem Holzschnitt-Titel und 24 großen bildlichen Holzschnitt-Initialen. Buntpapierpappband mit Deckel- und Rückenschild. – Widmungsexemplar für seinen Lehrer Fritz Helmuth Ehmcke.

Erste Ausgabe, die Holzstiche entstanden bereits 1917. – Vorsatzblatt mit eigenhändiger Widmung »S. lb. Professor Ehmcke in Dankbarkeit zu eigen. | Karl Rössing | Dezember 1920 | Mein erstes illustiertes Buch!« – Von 1913 bis 1917 hatte Rössing an der Kunstgewerbeschule München studiert, unter anderem bei Fritz Helmuth Ehmcke. »Zu dieser Lehrerpersönlichkeit entwickelte Rössing eine besondere Zuneigung, die von Ehmcke erwidert wurde […] Neben ihrer Verbundenheit im Rahmen des ›Ehmcke-Kreises‹ und dessen Organ ›Das Zelt‹ unterhielten Lehrer und Schüler einen regen Briefwechsel, der erst mit dem Tod von Ehmcke endete.« (Roswitha Mair, in der K.R.-Bibliographie, Rudolstadt 1991, S. 31). – Der Band enthält sechs Märchen mit je vier Abschnitten, jeder wird mit einer Initiale eröffnet.

18,6 : 13,8 cm. 124, [4] Seiten. – Rücken und Vordergelenk etwas angeplatzt. – Vorderer Vorsatz mit leichtem Wasserrand.

Eichhorn/Mair 1.21

785  [Friedrich] Schiff. Maskee.

€ 1000

A Shanghai Sketchbook. [Shanghai, Eigenverlag?, um 1940]. Mit kolorierten, teils blattgroßen Illustrationen. Leporello mit pinkfarbenen Originalseidendeckeln.

Aus einer »limited and numbered edition«, auf dem Titel signiert. – Die in Schwarz gedruckten Karikaturen wurden vom Künstler koloriert und sind auf die starken Leoprellokartons mit Leinenfälzen aufgezogen. – Der Wiener Künstler Friedrich Schiff (1908–1968) lebte lange in Shanghai, wo die vorliegenden reizenden Karikaturen entstanden. »Schiff sympathisiert aber auch mit der leidenden chinesischen Bevölkerung. Er setzt diesen sozial so Benachteiligten in seinem Werk ein Denkmal – zeichnet Kulis, Altwarensammlerinnen, Blumenmädchen, Straßenakrobaten, Bettler und Prostituierte« (schiff-galerie.at).

26,7 : 19,0 cm. 22 Leporelloblätter, davon 20 mit Illustrationen. – Ränder und Falze leicht stockfleckig. – Deckel und Seiten teils mit Griffspuren.

786  Werner Schmidt – Honoré de Balzac. Las Maranas.

€ 400

Eine Novelle. Mit Bildern von Werner Schmidt. München, Münchner Drucke 1923. Mit lithographiertem Titelblatt und zahlreichen Lithographien im Text. Hellroter Originalecrasélederband mit Fileten-, Rücken- und Kopfschnittvergoldung (signiert: G. Keilig, München).

Dritter Münchner Druck. – Eins von zehn Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder (Gesamtauflage 200). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf schweres weißes Bütten. – Übersetzung von Lucy von Jacoby.

26,7 : 20,3 cm. 99, [7] Seiten. – Rücken minimal verfärbt.

Rodenberg 437, 3. – Fromm I, 1583

787  Otto Schubert. Bilderbuch für Tyll und Nele.

€ 1000

München, Verlag der Marées-Gesellschaft R. Piper 1920. 23 blattgroße Farbholzschnitte, einschließlich des Titels, und eine Farbholzschnitt-Vignette. Geheftet zwischen Originalhalbpergamentdeckel mit blauer Durchstichsheftung. Titel in Blaudruck, blindgeprägte Deckelvignette.

27. Druck der Marées-Gesellschaft. – Eins von 235 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 300). – Handpressendruck von Jakob Hegner, Hellerau, unter Aufsicht des Künstlers. – Der Text, vom Künstler verfasst, wurde von ihm in die Holzstöcke einbezogen. – Das Bilderbuch mit Darstellungen aus dem Leben der Tiere wurde von ihm für die Kinder Henry van de Veldes angefertigt. Schubert studierte von 1906–09 an der Kunstgewerbeschule in Dresden und arbeitete 1913–14 bei Hegenbarth in Dresden. Er war Mitbegründer der Dresdener Sezession. – Tadelloses Exemplar.

50,5 : 36,0 cm. [25] Blätter.

Rodenberg 369, 27. – Jentsch 84. – Lang 310. – Sennewald 20, 9. – Stuck-Villa II, 297. – Katalog Lindenau-Museum 3845–3868

788  Richard Seewald. 24 Lithographien zu Francis Jammes Der Hasenroman.

€ 800

[Leipzig, Kurt Wolff 1916].

Die Originalmappe mit Deckelschild enthält alle 22 Lithographien des Buches, gedruckt auf Japan, alle signierte und jeweils in Passepartout montiert, und drei (!) kolorierte Lithographien auf festerem Papier: Zwei für Einbandvarianten verwendete und die Schlussvignette. – Möglicherweise die Suitenmappe zu einem der 30 besonderen Vorzugsexemplare auf Bütten. – Der Naturmystiker Francis Jammes (1868–1938) versetzt in dem 1903 in Paris erschienenen »Le roman du lièvre« sein Lesepublikum in die Seele eines Hasen. Auf einem seiner Streifzüge begegnet er Franz von Assisi, dem einzigen Menschen, der ihm keine Angst einjagt. Von ihm erhält er den Auftrag, den Tieren den Weg ins Paradies zu zeigen. – Die deutsche Übersetzung von Jakob Hegner erschien in Kurt Wolffs Reihe »Die graphischen Bücher«. – Bei Jentsch, der das Buch 1916 datiert und die Suite nicht erwähnt, und in dem Vergleichsexemplars aus dem Nachlass (Loidl I, 189) fehlte die dritte kolorierte Lithographie (Einbandvariante).

28,5 : 21,5 cm. 25 Lithographien.

Jentsch L 12–35. – Göbel 372

789  Armand Séguin – Louis [Aloysius] Bertrand. Gaspard de la nuit.

€ 750

Fantaisies a la manière de Rembrandt et de Callot. Illustrations d’Armand Séguin. Paris, Ambroise Vollard 1904. Mit 213 Holzschnitten im Text und zwei weiteren als Frointispiz und auf dem Umschlag. Brauner Ecrasélederband mit Vergoldung (signiert: Ourvand).

Eins von 20 Exemplaren der ersten Vorzugsausgabe auf »Japon ancien«, jedoch ohne die im Druckvermerk erwähnte Suite der Holzschnitte (Gesamtauflage 350). – Die Holzschnitte wurden nach Entwürfen Armand Séguins von Tony, Jacques und Camille Beltrand geschnitten. Sie illustrieren die Zwischentitel der sieben Kapitel und die Textanfänge und bilden die zahlreichen Vignetten. – »Wenn je ein französischer Dichter der Vorstellung des ›armen Poeten‹ entsprochen hat, dann könnte es Louis oder – wie er sich selber nannte – Aloysius Bertrand gewesen sein. Obwohl er bereits mit einundzwanzig Jahren von berühmten Kollegen wie Victor Hugo bewundert wurde, gelang es ihm bis zu seinem frühen Tod nicht, seinen einzigen Gedichtband ›Gaspard de la Nuit‹ zu veröffentlichen. Ein erster Verleger machte Bankrott, bevor das Buch erscheinen konnte, der zweite verschob es von Jahr zu Jahr, bis der Autor darüber starb. […] Es war Charles Baudelaire, der zehn Jahre nach seinem Tod die Wiederentdeckung einleitete. Im Vorwort zu seinen eigenen Prosagedichten ›Le Spleen de Paris‹ spricht er von dem ›geheimnisvollen und leuchtenden Vorbild‹ Aloysius Bertrands, das er mindestens zwanzig Mal studiert habe, bevor er es wagte, etwas Gleichartiges zu versuchen. Nach Baudelaire waren es unter anderen Mallarmé, Rimbaud, Henri Michaux, Francis Ponge und René Char, die das Prosagedicht weiterentwickelten, und André Breton verpasste dem Autor des ›Gaspard de la Nuit‹ den Ehrentitel eines ›Surrealisten der Vergangenheit‹« (Gernot Krämer, 2003, auf deutschlandfunk.de). 60 Jahre nach seinem Tod erschienen in schneller Folge mehrere illustrierte Ausgaben, darunter die vorliegende, auch typographisch anspruchsvolle, bei Ambroise Vollard. Armand Séguin (1869–1903), mittellos verstorben wie der Dichter, erlebte die Ausführung seiner Entwürfe nicht mehr. – Prächtiger Einband mit besonders reicher Innenkantenvergoldung und marmorierten Vorsätzen. Deckelränder und Rückenfelder, Steh- und Kapitalkanten mit vergoldeten Fileten, Kopfschnitt vergoldet, das feine Japanpapier sonst unbeschnitten. Im Schuber mit Lederkanten.

25,5 : 19,0 cm. XXX, 310, [4] Seiten.

Monod 1493. – Jentsch, Vollard 6. – Carteret IV, 71 »Intéressante publication«

790  Hermann A. Sigg – Das Hohelied von Salomo.

€ 300

Lithographien von Hermann A. Sigg. Zürich, Arta 1968. Mit zahlreichen, meist blattgroßen Lithographien. Lose Doppelblätter in Originalpappdecke, -halbpergamentchemise und -schuber. – Widmungsexemplar mit Zeichnungen und Probedrucken.

Erste und einzige Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 30 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 250). – Auf Bütten von »Richard-de-Bas«. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Beilage, teils mit Widmung für ein Sammlerpaar: Zwei lavierte Tuschfederzeichnungen (33 : 25 cm, beide signiert und datiert) sowie drei Probedrucke (alle signiert und mit Widmungen, datiert 1967, 1969 und 1970). – Hermann A. Sigg (geboren 1924) studierte 1944–1947 in Zürich, u. a. bei Johannes Itten.

33,0 : 25,5 cm. 70, [10] Seiten.

791  Max Slevogt – Sindbad der Seefahrer.

€ 500 ( R7 )

33 Originallithographien von Max Slevogt. Berlin, Bruno Cassirer 1908. Mit 33 Lithographien im Text. Originalpergamentband mit farbiger Deckelillustration und Schnittvergoldung. Im Originalschuber mit Titelschild.

Eins von 300 Exemplaren. – Im Auflagenvermerk vom Künstler signiert. – Auf Kupferdruckpapier. – Schönes Exemplar.

36 : 28 cm. [2], 59, [3] Seiten. – Erste und letzte Seiten schwach stockfleckig.

Sievers/Waldmann 37–69. – Rümann 92 a. – Schauer II, 85 (mit Abbildung). – Lang, Impressionismus 187

792  Max Slevogt – James Fenimore Cooper. Lederstrumpf-Erzählungen

€ 900

Mit Original-Lithographien von Max Slevogt. Aus dem Urtext übersetzt und bearbeitet von Karl Federn. Berlin, Paul Cassirer 1909. Mit 312 Lithographien, davon 52 blattgroß. Taubenblauer Originalleinenband; Rückentitel, Fileten und Deckelvignette vergoldet.

Erster Druck der Pan-Presse. – Eins von 250 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 310). – Der Titel, alle Überschriften und die typographischen Initialen wurden von Emil Rudolf Weiß gezeichnet. Seine Frakturtypen-Initialen wurden über die etwa 5 : 5 cm großen »Initialzeichnungen« Slevogts gedruckt. – Den Einband und die blau-schwarzen Vorsatzpapiere entwarf Karl Walser. – Druck des Textes von Imberg & Lefson, Berlin, die Lithographien auf der Pan-Presse als deren erste Edition gedruckt. Alle Lithographien wurden von Slevogt direkt auf den Stein gezeichnet. – »The Leather Stocking Tales« wurden von J. F. Cooper (1789–1851) nach dem Vorbild von Johann Adam Hartmann (1748-1836) geschrieben, der 1764 von Edenkoben in der Pfalz nach Amerika ausgewandert war und zu dem berühmten Trapper Lederstrumpf wurde. – »Im Lederstrumpf ist Slevogt auf das vollkommenste Herr der Mittel einer malerisch suggestiven Kreidezeichnung […] In Umfang wie an Bedeutung steht Slevogts Lederstrumpf unerreicht da in der Geschichte der neueren Buchillustration« (Curt Glaser, in: Die Graphik der Neuzeit, S. 489ff., zitiert nach Caspers).

47,0 : 36,0 cm. [8], 473, [7] Seiten. –.

Sievers/Waldmann 90–401. – Rümann 14 a. – Caspers 3.1. – Feilchenfeldt/Brandis 35.0.B. – Lang, Impressionismus 188. – Rodenberg 452, 1

793  Max Slevogt – C[arl] Witt. Die tapferen 10000.

€ 300

Mit Federzeichnungen von M. Slevogt. [Berlin], Bruno Cassirer [1921]. Mit 34 Federlithographien, davon eine als Titel und eine weitere ganzseitig. Originalkalblederband mit lithographierter Deckelvignette.

Eins von 400 Vorzugsexemplaren. – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Philologe Karl Witt (1815–1891) wurde wegen seiner liberalen Ansichten nach einer Denunziation suspendiert und verdingte sich als Privatlehrer in Königsberg. In der Einleitung rühmt E. Hoffmann seine Erzählkunst »[…] und wer ihn nicht gehört hat, möchte man sagen, hat nie einen Erzähler gehört.« – Zu Witts Nachdichtungen zählt auch die hier vorliegende Adaption von Xenophons »Die Anabasis des Kyros«, die Slevogt originell und meisterhaft illustrierte. In der Vorzugsausgabe wurden die Lithographien bei M. W. Lassally mit der Handpresse in den Text eingedruckt.

30,6 : 23,5 cm. [8], 157, [3] Seiten.

Söhn 347–380. – Rümann 109 b

794  Max Slevogt – Gabriel Ferry. Der Waldläufer.

€ 300

Mit Steinzeichnungen von Max Slevogt. Nach der Übertragung von Julius Hoffmann. Berlin, Propyläen [1921]. Mit einer signierten Radierung als Frontispiz und 66 Lithographien im Text, davon neun blattgroß. Grüner Originalkalblederband mit vergoldetem Rückentitel, goldgeprägten Bordüren und Kopfgoldschnitt.

Eins von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der signierten Radierung »Der Waldläufer«, die übrigen 1.200 Exemplare enthielten eine signierte Lithographie. – Die Radierung wurde auf Japan gedruckt. – Gedruckt von der Reichsdruckerei Berlin in einer alten Frakturschrift. – Schönes Exemplar.

33 : 26 cm. [2], 359, [9] Seiten, 1 Radierung. – Rücken leicht verfärbt.

Söhn 405–471. – Rümann 20 a. – Lang, Impressionismus 209 (ungenau)

795  Max Slevogt – Karl Immermann. Tulifäntchen.

€ 400

Ein Heldengedicht in drei Gesängen. Mit Radierungen von Max Slevogt. Berlin, Propyläen 1923. Mit 20 Radierungen, davon 13 blattgroß, die Titelradierung signiert. Grauer Originalmaroquinband mit vergoldeter Deckelvignette, Rücken- und Kopfschnittvergoldung. Im Schuber.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer signierten Extrasuite aller 33 Radierungen, jeweils den Radierungen im Text vorgebunden. – Die Suite auf dünnem Japan, der Text und die dortigen Radierungen auf Bütten.

23,5 : 17,0 cm. 165, [3] Seiten, 33 Radierungen. – Vorsätze, Schnitt und einige Seiten etwas stockfleckig.

Rümann 47 a. – Schauer II, 85. – Lang, Impressionismus 222

796  Max Slevogt – [Jakob und Wilhelm Grimm]. Die zwei Brüder.

€ 400

Ein Märchen. Mit neunundzwanzig Steinzeichnungen. Berlin, Bruno Cassirer [1924]. Mit 29 Lithographien, eine davon blattgroß als Titel. Illustrierter Originalpergamentband mit Kopfgoldschnitt.

Eins von 400 Exemplaren auf Bütten. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Lithographie vom Titelblatt wurde für den Deckel nochmals verwendet.

34,8 : 25,0 cm. 39, [5] Seiten.

Rümann 28 a. – Söhn 696–724 b

797  Marcel Slodki – Hans Janowitz. Asphaltballaden.

€ 200

Mit sechzehn Lithographien von Marcel Slodki. Berlin, Die Schmiede 1924. Mit 16 Lithographien, vier davon blattgroß. Originalleinenband.

Laut Druckvermerk eins von 75 Exemplaren der Ausgabe B, die Lithographien aber unsigniert. – Marcel Slodki (1892–1943), der u. a. Mitarbeiter in Franz Pfemferts »Die Aktion« war, wurde 1943 von den Nazis nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. – Hans Janowitz (1890–1954) leitete mit Trude Hesterberg in Berlin die »Wilde Bühne«, ein Ensemblekabarett im Souterrain des »Theater des Westens«. Seinen größten Erfolg hatte er allerdings zusammen mit Karl Mayer als Autor des Stummfilms »Das Kabinett des Dr. Caligari«.

31,5 : 24,5 cm. 73, [7] Seiten. – Einband verfärbt.

Hermann/Schmitz 78

798  Ferdinand Springer – Platon. The Symposium of Socrates.

€ 450

With eight original engravings by Ferdinand Springer. Stuttgart, Belser, for The Friends of Socrates 1937. Lose Doppelbogen und acht signierte Radierungen in Originalumschlag und Chemise. Zusammen im Schuber. – Widmungsexemplar.

Eins von 150 Exemplaren, von denen mehr als die Hälfte während des Zweiten Weltkriegs beim Verlag während einer Bombardierung Stuttgarts zerstört wurden). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und, vierzig Jahre nach Erscheinen, »Gotthard de Beauclair in Freundschaft gewidmet«. – Auf Holländischem Bütten, unaufgeschnitten. – Die erste graphische Folge Ferdinand Springers (1907–1998), der in den 1930er Jahren im legendären »Atelier 17« von Stanley W. Hayter die Technik der Radierung erlernte und dort in Kontakt mit den französischen Surrealisten kam. 1936 stellte Springer erstmals in Paris aus, dann 1937 zusammen mit Alexander Calder und Salvador Dalí in New York. – Breitrandiges unbeschnittenes Exemplar. – Sehr gut erhalten.

33,4 : 26,5 cm. 90, [6] Seiten, 8 Radierungen.

Höfchen 6–13

799  Ferdinand Springer – Reden und Gleichnisse des Tschuang-Tse.

€ 250

Übertragen von Martin Buber. Mit fünf mehrfarbigen Radierungen von Ferdinand Springer. Frankfurt am Main, Edition de Beauclair 1970. Mit fünf signierten blattgroßen Farbradierungen. Lose Doppelblätter in Originalwildseidenkassette (Helmuth Halbach, Königstein).

Edition de Beauclair 11. – Eins von 120 Exemplaren. – Auf Auvergne-Bütten. – Gesetzt aus der Walbaum-Antiqua.

44,0 : 29,0 cm (Kassette). 44, [4] Seiten.

Höfchen 252-256. – Spindler 40.47 (irrtl. als 14. Druck bezeichnet). – Tiessen IV, 10

800  Ottomar Starke – Carl Sternheim. Mädchen.

€ 450

Mit vierzehn Lithographien von Ottomar Starke. Leipzig, Kurt Wolff Verlag 1917. Mit 17 Lithographien, davon sechs im Text und elf auf Tafeln. Schwarzer Maroquinband mit Deckel- und Rückenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe dieser Sammlung. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Leder, innerhalb dieser kleinen Auflage gab es mindestens zwei Einbandvarianten. – Auf Bütten. – Enthält die Erzählungen »Anna«, »Geschwister Stork« und »Meta« (erschien bereits 1916 in »Der jüngste Tag«) – Die Verfasserin der ersten Erzählung war Thea Sternheim, die Ehefrau des Dichters. – Sehr schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe.

25,5 : 17,0 cm. [4], 150, [6] Seiten, 11 Tafeln.

Hayn/Gotendorf IX, 560. – Raabe/Hannich-Bode 291.25. – Sennewald 17,5. – Göbel 348