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Lot 751 – 800 | Hesse-Auktionen
Lot 751 – 800

751  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Pierre Dudan. La peur gigantesque de Monsieur Médiocre.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 250

(Histoire folle). Illustrations de Dubout. Monte-Carlo, Éditions du Livre 1947. Mit einem Titelbild und zahlreichen Illustrationen, der farbig illustrierte Originalumschlag eingebunden.

Eins von 1000 Exemplaren auf Velin »BFK Rives«. – Gedruckt bei André Sauret in Monaco. – Unikaler Einband: Leuchtend gelber Halblederband, Rückentitel goldgepägt, Kopfschnitt blau eingefärbt, die Kapitale mit Silberfaden handumstochen, die gelben Bezugspapiere mehrfarbig aquarelliert. – Im Pappschuber. – Albert Dubout (1905–1976) wurde durch Philippe Soupault, dem literarischen Direktor der Pariser Edition Kra, 1929 mit ersten Buchillustrationen beauftragt. Nachdem seine Zeichnungen begeistert angenommen wurden, »bevölkerten« seine skurrilen Typen bald hunderte Bücher. Dubout scheute dabei auch nicht vor den Klassikern der französischen Literatur zurück: Beaumarchais, Mérimée, Rabelais, Villon, Cervantes, Balzac, Racine, Voltaire u. v. a.

24,3 : 15,8 cm. 174, [10] Seiten (einschließlich Umschlag). – Rücken minimal fleckig.

Monod 3992

752  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Molière. La malade imaginaire.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Comédie meslée de musique et de danses. Illustration originale gravée sur cuivre a l’eau-forte par Maurice Leroy. Paris, Aux Dépends d’un Amateur · Paul Durupt 1943. Mit 24 großen Farbradierungen im Text, eine als Frontispiz. Eingebundener Originalumschlag.

Eins von 25 Exemplaren »hors commerce«, monogrammiert vom Verleger, wie weitere 100 Vorzugsexemplare mit einer einfarbigen Suite der Radierungen mit Remarquen (Gesamtauflage 375). – Auf »Velin d’Arches«. – Unikaler Einband: Grüner Halbmaroquinband, Rückentitel und gepunzter und bemalter Kopfschnitt vergoldet, graue Büttenvorsätze, Deckel mit aquarelliertem Büttenpapier bezogen. Die Suite in einer Seidenmappe. – Buch und Suite in Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Der in der ersten Jahrhunderthälfte recht produktive Maurice Leroy (Lebensdaten unbekannt) illustrierte Molières bekannte Komödie in karikierender Art, die damals in der französischen Bibliophilie sehr verbreitet war.

27,8 : 23,0 cm. 129, [5] Seiten. – Rücken etwas verblasst.

Monod 8272 (mit vielen Fragezeichen). – Carteret IV, 285

753  Einbände – Roland Meuter, Ascona – [Henri] Alain-Fournier. Le Grand Meaulnes.

Schätzpreis/Estimate: € 350

Zuschlag/Hammerprice: € 230

Vingt eaux-fortes originales de Palézieux. Lausanne, Henri Kaeser 1947. Mit 20 Radierungen und einer Illustration auf dem eingebundenen Originalumschlag.

Eins von 100 Exemplaren. – Auf festem Velin »Marais«. – Unikaler Einband: Rehbrauner Halblederband mit Oleaographiepapier-Deckelbezügen, Kopfschnitt vergoldet und mit Gravur. – Rückentitel und -filetenmuster in Blindprägung, Rücken mit zweifarbiger Lederapplikation. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Von Alain-Fourniers Roman (deutsch: Der große Kamerad) erschienen seit 1913 unzählige Ausgaben, Monod zählt allein 27 illustrierte auf, ohne die vorliegende zu kennen.

18,8 ; 14,0 cm. 314, [12] Seiten.

Vgl. Monod 75

754  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Bernardin de Saint-Pierre. Paul et Virginie.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

Illustrations de E. Othon Friesz. Gravée sur bois en couleurs par Gérard Angiolini. Paris, Éditions de la Maison Française 1947. Mit 17 Farbholzstichen nach Aquarellen, von den drei blattgroßen einer als Titel. Eingebundener Originalumschlag.

Eins von 300 römisch nummerierten Exemplaren, die für die USA und andere Länder bestimmt waren (Gesamtauflage 800). – Auf »Pur Chiffon Corvol L’Orgueilleux«. – Das zweite Buch der Collection »Le Florilège des Chefs-d’œuvre Français«. – Unikaler Einband: Rotbrauner Halbmaroquinband, Rückentitel und gepunzter Kopfschnitt vergoldet, rotbraune Büttenvorsätze, die Deckel mit Oleographiepapier bezogen. – In Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Einer der berühmtesten französischen Romane, verfasst von dem Rousseau-Verehrer Saint-Pierre (1737–1810) nach seiner Mauritius-Reise. In der langen programmatischen Einleitung schreibt der Verfasser »Ich wünschte, mit der Schönheit der Tropennatur die moralische Schönheit einer kleinen Gesellschaft zu verbinden. Dabei beabsichtigte ich den Beweis von mehreren großen Wahrheiten herzustellen, z. B. von der, dass unser Glück einzig und allein auf einem natur- und tugendgemäßen Wandel beruht«. – Othon Friesz (1879–1949) war in den Pariser Künstlerkreisen bestens vernetzt. Am meisten beeinflusste ihn das Werk von Camille Pissarro.

28,0 : 22,8 cm. [8], [LIV], [2], 146, [4] Seiten. – Rücken leicht verblasst.

Monod 1450

755  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Gustave Flaubert. Trois contes.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

Illustration de André-E. Marty, gravées sur bois en couleurs par Gérard Angiolini. Paris, Éditions de la Maison Française 1948. Mit 28 Farbholzstichen nach Aquarellen, davon vier blattgroße als Frontispiz und Zwischentitel. Eingebundener Originalumschlag.

Eins von 300 römisch nummerierten Exemplaren, die für die USA und andere Länder bestimmt waren (Gesamtauflage 800). – Auf »Pur Chiffon Corvol L’Orgueilleux«. – Das vierte Buch der Collection »Le Florilège des Chefs-d’œuvre Français«. – Unikaler Einband: Olivgrüner Halbmaroquinband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet und mit kleinen floralen Punzen verziert, hellgraue Büttenvorsätze, Deckel mit Oleographiepapier bezogen. – In Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Die drei Märchen von Flaubert, »Un cœuer simple«, »La légende de Saint Julien l’hospitalier« und »Herodias«, illustrierte André Édouard Marty (1882–1974) mit farbenfrohen Art Déco-Aquarellen, die von Gérard Angiolini in Holz gestochen und gekonnt in den opulent gesetzten Text eingefügt wurden.

28,2 : 23,0 cm. Seiten [5]–244, [6] (so komplett). – Rücken minimal verfärbt.

Monod 4722

756  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Auguste Detœuf. Propose de O. L. Barenton »Confiseur«.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Ancien élève de l’École Polytechnique. Paris, Éditions du Tambourinaire 1965. Mit einem Porträt nach Zeichnung von Roger Wild. Originalbroschur in hellbraunem Halblederband mit Oleographiepapierbezügen, Rückentitel vergoldet, Kopfschnitt rot gefärbt (signiert: R. Meuter, Ascona).

In Rot und Schwarz gedruckte und mit vielen holzschnittartigen Vignetten verzierte bibliophile Neuausgabe der Sammlung von kleinen Aufsätzen, Maximen und Aphorismen Detœufs. Auf humorvolle Weise behandelte der Wirtschaftsessayist (1883–1947) in dem erstmals 1937 erschienenen Buch die menschliche Natur, Wirtschaft, Unternehmenführung u. v. m. – Tadellos erhalten.

23,3 : 18,8 cm. 230, [6] Seiten.

757  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Hermann Hesse. Wanderung.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Aufzeichnungen. Mit farbigen Bildern vom Verfasser. Berlin, S. Fischer 1920. Mit 14 farbigen Illustrationen, davon 13 blattgroß und eine auf dem Titel.

Erste Ausgabe. – Vorblatt mit eingeklebtem Blatt mit dem signierten Typoskript »Märzsonne«, datiert »im März 1948«. – Schwarzer Halblederband mit aquarellierten Bezugspapieren. – Rückentitel und eine kleine Punze auf dem Vorderdeckel vergoldet, Kopfschnitt mit Graphit gefärbt. – Im Pappschuber.

22,5 : 18,1 cm. Seiten [5–]117, [1] Seiten. – Vereinzelte kleine Stockflecken, der Einband tadellos.

Mileck II, 40 und V-D, 509

758  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Hermann Hesse. Knulp.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Drei Geschichten aus dem Leben Knulps. Steinzeichnungen von Karl Walser. Berlin, S. Fischer 1922. Mit 16 Lithographien, davon 13 ganzseitig.

Eins von 350 für den Verkauf bestimmten Exemplaren (Gesamtauflage 360). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Auf Bütten. – Die Lithographien wurden auf der Handpresse von M. W. Lassally, Berlin, gedruckt. – Rotbrauner Halbmaroquinband mit Oleographiepapierbezügen, Kopfschnitt vergoldet und mit kleinen floralen Stempeln gepunzt. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – »Die […] Luxusausgabe des Knulp war eine der schönsten bibliophilen Schöpfungen des Verlages und ist seit langem eine große Rarität« (Peter de Mendelssohn, 1970, zitiert nach Badorrek-Hoguth). – Zeitgenössische Kritiker waren ganz anderer Meinung und äußerten sich negativ über den Missklang zwischen Schrift und Bildern.

27,6 : 19,4 cm. [2], 131, [5] Seiten.

Badorrek-Hoguth A 14.1. – Mileck II, 23 A

759  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Hermann Hesse. Orgelspiel.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 2800

Hamburg, Hans Dulk [1940]. Originalbroschurumschlag eingebunden.

Der Text war bereits zu Hermann Hesses 60. Geburtstag 1937 als »Erasmusdruck« erschienen. 1940 verzeichnet Mileck zwei bei Hans Dulk verlegte Ausgaben, die erste (hier vorliegende) wurde bei Ellermann gedruckt. – Unikales Exemplar: Zitronengelber Maroquinband. – Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet, beide Deckel mit blindgeprägten Notenlinien und vergoldeten geprägten Notenzeichen. – Mit Aquarell von Hermann Hesse (über Tuschfeder, Tessiner Häuser, 6 : 6,4 cm, signiert) auf dem Vorblatt. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten.

19,0 : 11,8 cm. [2], 11, [3] Seiten.

Mileck III, 72 (falsche Kollation)

760  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Gunter Böhmer. Zeichnungen zu Hans Carossa’s Gedicht »Der alte Brunnen«.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 260

St. Gallen, Tschudy [1950]. Mit acht montierten Abbildungen nach Zeichnungen, einem Gedichtfaksimile und einer Vignette auf dem eingebundenen Originalumschlag.

Eins von 300 Exemplaren. – Auf Velin. – Die Zeichnungen zu Carossas Gedicht entstanden bereits 1940, die Titelvignette für diese Ausgabe zeichnete Böhmer 1949. – Unikaler Einband: Schwarzer Halbmaroquinband mit Oleographiepapier als Bezug, Rückentitel vergoldet, der Kopfschnitt mit Graphit gefärbt. – Die bibliophile Ausgabe enthält neben den Illustrationen Böhmers das Gedicht in Carossas Handschrift und Transkription.

38,3 : 27,3 cm. [8] Seiten, 8 Tafeln.

Rysavy 68

761  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Pedro de Alarcón. Der Dreispitz.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Mit Zeichnungen von Gunter Böhmer. Winterthur 1965. Mit zwölf ganzseitigen Illustrationen nach Tuschpinselzeichnungen.

Zwölfter Neujahrsdruck der Buchdruckerei Winterthur. – Eins von 700 Exemplaren. – Auf unbeschnittenem Velin. – Unikales Exemplar mit einer zweifarbigen Tuschzeichnung von Gunter Böhmer (20 : 13 cm, signiert): Schwarzer geglätterer Maroquinband. – Rückentitel, Stehkanten- und Kapitalfileten sowie Kopfschnitt vergoldet. – Mit einen Netz doppelter vergoldeter Fileten über den gesamten Einband, Vorderdeckel mit großem Mittelfeld aus Teakholz. – Innendeckel mit anthrazitfarbenem Büttenbezug, schwarze Velourledervorsätze. – In schwarzer Halblederkassette, mit schwarzem Velourleder gefüttert und mit vergoldetem Rückentitel.

21,5 : 15,2 cm. 144, [8] Seiten.

Rysawi 135

762  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Hermann Hesse. Ausgewählte Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 1700

Erster [bis] Sechster Band. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1994.

Dünndruckausgabe, die neben der Prosa (Bände I–IV) auch autobiographische Schriften (V) und ausgewählte Gedichte, Betrachtungen und Briefe an junge Menschen (VI) enthält. – Unikales Exemplar: Gelbe Halbmaroquinbände, Deckelbezüge aus farbigem Tunkpapier, zweifarbig handumstochene Kapitalbändchen. – Alle sieben Bände mit seitlicher farbiger Unterschnittbemalung und jeder mit einer aquarellierten Porträtminiatur von F. Fouche als Vorblatt. – Rückentitel und die über alle sieben Rücken reichende Verzierung vergoldet und mit schwarzer Lederintarsie. – Buchschnitt vergoldet, dabei Kopf- und Fußschnitt gepunzt. – In einer Acrylglaskassette.

18,3 : 11,2 cm. – Rücken leicht und gleichmäßig verblasst, Band VI unten mit kleinem Fleck im schwarzen Leder.

763  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Friedrich Dürrenmatt. Gesammelte Werke

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 2800

in sieben Bänden. Herausgegeben von Franz Joseph Görtz. Zürich, Diogenes 1988.

Eins von 333 Exemplaren der Vorzugsausgabe, im Druckvermerk vom Autor signiert. – Gliederung: I/II: Stücke. – III: Stücke und Hörspiele. – IV: Roman. – V: Erzählungen. – VI: Stoffe I–III, Zusammenhänge, Essays und Gedichte. – VII: Essays und Gedichte. – Mit dem Beiheft. – Unikales Exemplar: Weinrote Halbmaroquinbände, Deckelbezüge aus rot-schwarzem Oleographiepapier, dreifarbig handumstochene Kapitalbändchen. – Alle sieben Bände mit seitlicher Unterschnittbemalung von P. Diana: Siebenteiliger farbiger Bilderzyklus mit den Symbolen Tod, Eule und Buch. – Rückentitel und die über alle sieben Rücken reichende Verzierung vergoldet und blindgeprägt, Buchschnitt vergoldet, dabei Kopf- und Fußschnitt gepunzt. – In einer Acrylglaskassette.

18,4 : 11,5 cm. – Rücken etwas verblasst, drei kleine Flecken, ein Band am Kapital mit kleinem Einriss.

764  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Friedrich Dürrenmatt. Der Besuch der alten Dame.

Schätzpreis/Estimate: € 3500

Zuschlag/Hammerprice: € 5500

Eine tragische Komödie. Originallithographien von Hans Falk. Lausanne, André et Pierre Gonin 1964. Mit 20 meist mehrfarbig übermalten Lithographien, davon acht doppelblattgroß. Lithographierter Originalumschlag eingebunden.

Eins von 149 Exemplaren auf Velin »de Rives« (Gesamtauflage 204). – Im Druckvermerk von Autor, Künstler und Verleger signiert. – Gesetzt aus der Bodoni, Handsatz und Druck bei André Kundig, Genf. – Mit gedruckter Dedikation »Dieses Exemplar wurde eigens gedruckt für Alfred La Roche«. – Unikales Exemplar: Roter Maroquinband, Spiegel mit petrolfarbenen, Vorsätze mit rotbraunen Velourlederbezügen, Rückentitel, Stehkantenfileten und Kopfschnitt in Silber. – Beide Deckel »illustriert« mit verschiedenen, teils gefärbten Lederapplikationen und silbergeprägten Fileten und Kreisstempeln. – Halblederkassette mit silbergeprägtem Rückentitel und Leinenbezug, gefüttert mit rotbraunem Velourleder. – Titelblatt mit eigenhändiger Widmung Dürrenmatts. – Der Schweizer Maler und Graphiker Hans Falk (1918–2002) überarbeitete fast jede der insgesamt 4000 Lithographien in seiner Werkstatt mit Temperafarben, Aquarell und teils collagierten Materialien. Das Dürrenmatt-Buch wurde zu Recht zu einem seiner größten Erfolge.

34,8 : 25,5 cm. Seiten [5]–134, [4] (so komplett). – Kassettenrücken ausgeblichen.

765  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Friedrich Dürrenmatt. Die Physiker.

Schätzpreis/Estimate: € 3500

Zuschlag/Hammerprice: € 5500

Originalradierungen von Hans Erni. Lausanne, André und Pierre Gonin [1970]. Mit zwölf blattgroßen Radierungen und einem Prägedruck auf dem eingebundenen Originalumschlag.

Eins von 95 Exemplaren auf Auvergne-Bütten von Richard de Bas (Gesamtauflage 135). – Im Druckvermerk von Autor, Künstler und Verleger signiert. – Gesetzt aus der Plantin, gedruckt bei André Kundig, Genf. – Unikales Exemplar: Marmorierter Pergamenteinband, Rückentitel schwarz geprägt, graue Büttenvorsätze. – Drei Tuschfederzeichnungen von Hans Erni, je eine auf den Deckeln und eine lavierte am Anfang des Buches eingebunden, zwei signiert, eine datiert »92«. – Halbpergamentkassette mit Leinenbezug, gefüttert mit schwarzem Velourleder. – Dieses großartige Buch vereint zwei geniale Schweizer Künstler. Dürrenmatts Text illustrierte Hans Erni mit Zeichnungen, die – wie die Protagonisten des Stückes – zwischen Realität und Traumwelten schweben.

37,8 : 24,8 cm. 112, [4] Seiten.

Tiessen III, 69. – Monod 4137 (die in gleicher Ausstattung und Auflage erschienene französische Ausgabe)

766  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Heinrich von Kleist. Penthesilea.

Schätzpreis/Estimate: € 5000

Zuschlag/Hammerprice: € 8000

Ein Trauerspiel. Mit zehn Kaltnadel-Radierungen von Oskar Kokoschka. Frankfurt am Main, Edition de Beauclair 1970. Mit zehn signierten Radierungen, eine als Titelvignette wiederholt.

Edition de Beauclair 14. – Eins von 100 Exemplaren auf Auvergne-Bütten von Richard-de-Bas (Gesamtauflage 150). Das Wasserzeichen verbindet das Signet der Edition de Beauclairs mit dem Monogramm des Künstlers. – Die Radierungen, die hier zwischen die Textblätter gebunden sind, entstanden 1969 und wurden von Hermann Steidle in der Folkwang-Offizin Essen gedruckt. – Der Text, nach der durchgesehenen Erstausgabe von 1808, wurde aus der Janson-Antiqua gesetzt und in den Werkstätten der Trajanus-Presse gedruckt. – Unikales Exemplar: Schwarz-roter geglätteter Maroquinband, Rückentitel und Filetenmuster auf dem Vorderdeckel in Blindprägung, eine Filetenreihe, die Stehkantenfileten und der Kopfschnitt wurden vergoldet. Die handumstochenen Kapitale in Schwarz-Weiß-Rot. – Innenspiegel und Vorsätze, wie auch die Innenseiten der Halblederkassette mit schwarzem Wildleder bezogen. – Kokoschkas Radierungen beschreiben »ganz in Übereinstimmung mit Kleist das Drama als Personifizierung des Antiklassischen […] Günter Busch bezeichnete das Werk als ›die kühnste und wahrste Anverwandlung von Antike in ein Gegenwärtiges.‹« (Markus Müller, in Slg. Classen). – Tadellos erhaltene Ausgabe in einem imposanten Einband des Schweizers Roland Meuter, auf dem wir den Wandel der deutschen Nationalfarben wiederfinden.

48,0 : 36,5 cm. [2], 123, [3] Seiten, 10 Radierungen.

Wingler/Welz 454–463. – Spindler 40.49. – Tiessen IV, 25. – Slg. Classen 40

767  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Thomas Mann. Der Tod in Venedig.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Ausrufpreis/Starting bid: € 1700

Einleitung: Wolfgang Koeppen. Die Beschwörung der Liebe. Nachwort: Terence James Reed. Dichternöte – ein Spiel mit Leben und Tod. Textvarianten aus der früheren Fassung. Unterreit bei Wasserburg 1993. Mit acht signierten Radierungen von Kurt Steinel.

Vierter Druck der Antinous Presse. – Eins der zehn Rohbogenexemplare (Gesamtauflage 115). – Im Druckvermerk vom Künstler sowie Wolfgang Koeppen und Terence James Reed, den Verfassern von Vor- und Nachwort, signiert. – Auf Hahnemühle Kupferdruck-Bütten. – Unikales Exemplar: Pergamentband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet, Kapitale mit schwarzem Leder umfasst, graue Roma-Bütten-Vorsätze. – Vorderdeckel mit Tuschfederzeichnung, Vorblatt mit Bleistiftzeichnung, beide von Kurt Steinel, formatfüllend und signiert. – Mit blau eingedruckten Absatzzeichen (Venezianischer Löwe). Satz aus der Bibeltype der Centaur bei SchumacherGebler, gedruckt in der Offizin Haag-Drugulin auf Hahnemühle-Bütten. – Der Text folgt dem Erstdruck in der »Neuen Deutschen Rundschau« von 1912, die Varianten zum Hundertdruck und den nachfolgenden Editionen (siehe KatNrn. 534f.) werden ausführlich kommentiert. – Tadellos, in Holzfurnierschuber mit Pergamentkanten.

38,4 : 31 cm. 95, [5] Seiten, 1 Zeichnung.

Slg. Classen 93. – Arnold, Wolfenbüttel 2004 1960

768  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Das Hohe Lied.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 3200

Das schönste der Lieder Salomos. Zürich und Stuttgart, Flamberg 1964. Mit 22 Farbholzschnitten von Felix Hoffmann, davon neun ganzseitig.

Eins von 400 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Die Typographie gestaltete Max Caflisch. Handsatz und Druck auf Zerkall-Kupferdruck-Bütten in der Buchdruckerei Aargauer Tagblatt, Aarau. Der Text folgt der Übersetzung der Zürcher Bibel. – Unikaler Einband: Dunkelblauer Maroquinband, Rückentitel, Steh- und Innenkantenfileten vergoldet, zweifarbig handumstochenes Kapital. – Beide Deckel mit farbigen Lederintarsien und vergoldeten Filetenzeichnungen. – Spiegel mit rotem Büttenbezug, Vorsätze mit grünem Wildleder. – In Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel, die Innenseiten mit grünem Wildleder bezogen. – Felix Hoffmann war für Jahrzehnte einer der bekanntesten und produktivsten Buchillustratoren der Schweiz.

33,5 : 22,0 cm. [48] Seiten.

Tiessen II, 50

769  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Jorinde und Joringel.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 340

Ein Märchen der Brüder Grimm. Mit sieben Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. Basel, Birkhäuser 1969. Mit sieben blattgroßen Farbholzschnitten. Roter Halblederband mit aquarelliertem Bezugspapier, Rückentitel vergoldet, Kopfschnitt rot gefärbt.

Eins von 600 römisch nummerierten Exemplaren für »Freunde des Birkhäuser Verlages« (Gesamtauflage 1800) – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Tadellos.

28,5 : 18,5 cm. [24] Seiten.

Tiessen III, 58

770  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Die Bergpredigt nach Matthäus.

Schätzpreis/Estimate: € 3000

Zuschlag/Hammerprice: € 5400

Schrift und Buchmalerei von Klaus-Peter Schäffel. Basel 1997. Handschrift auf Pergament, mit einer halbseitengroßen Miniatur und 19 ornamentierten Initialen, alle in Farbe und mit Gold gehöht, sowie Randzeichnungen und Zierwerk.

Unikales Exemplar: Schwarzbrauner Ecrasélederband, Rückentitel, Deckelornamente und Fileten vergoldet. – Braune Wildseidenspiegel und -vorsätze. – In olivgrüner Halbleder-Seiden-Kassette, Rückentitel vergoldet, Innnendeckel mit brauner Wildseide gefüttert. – Der Basler Kalligraph und Typograph Klaus-Peter Schäffel (geboren 1966) schrieb und illuminierte seit den 1990er Jahren mehrere alte Textvorlagen in Anlehnung an die großartigen Vorbilder des Mittelalters. Beachtenswert sind, neben der präzisen Kalligraphie und den Marginalien in Perlschrift, seine humorvollen Randzeichnungen, hier z. B. zum Gleichnis vom Splitter im fremden Auge und dem Balken im eigenen. – Als Textvorlage diente die Kölner Bibel von 1618.

22,8 : 14,0 cm. [28] Seiten, 2 leere Blätter. – Deckel leicht bombiert.

771  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Ludwig Tieck. Des Lebens Überfluss.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 440

Eine Novelle. Bern, Alain Berlincourt 1961. Mit sechs Originalzeichnungen und eingemaltem Buchschmuck von Angela Colombo. Dunkelblauer Wildseidenband mit Lederrückenschild und gepunzter Kopfschnittvergoldung.

Eins von 290 Exemplaren auf Zerkall-Bütten. – Im Druckvermerk vom Verleger monogrammiert und nummeriert. – Unikales Exemplar: Das ursprünglich nicht illustrierte Buch schmückte die Mailänder Künstlerin Angela Colombo (geboren 1942) mit einigen seitenfüllenden zart kolorierten Tuschfederzeichnungen und kleinen pastellfarbenen Farbstiftvignetten auf allen Textseiten. Die Künstlerin, die viele Jahre an der Brera Academy of Fine Arts in Mailand Ornamentzeichnen unterrichtete, schuf eine Reihe von Unikatbüchern. – Roland Meuters Einband, einer der seltenen in Seide gebundenen, ziert eine kleine Tuschzeichnung, die er vignettenartig in den Vorderdeckel einließ. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten.

15,8 : 9,5 cm. 116, [8] Seiten.

Zur Künstlerin: www.caldarelli.it/angelacolombo/bio.htm

772  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Joseph von Eichendorff. Mondnacht.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Bayreuth, The Bear Press 2000. Mit 17 ganzseitigen Farbholzschnitten von Hanns Studer.

26. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 113 Exemplaren (Gesamtauflage 150). – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf VL-Bütten. – Unikaler Einband: Nachtblauer Halbmaroquinband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet. – Deckelbezüge aus blau aquarelliertem Bütten, Vorderdeckel in Gold und Schwarz illustriert. – In Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Hans Studer, laut Horst Hussel »Ikone der Schweizer Buchkultur«, gründete 1953 in Zürich die XYLON-Vereinigung internationaler Holzschnittkünstler. – Tadellos erhalten.

28,4 : 19,5 cm. [6], 103, [11] Seiten.

773  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Von dem Fischer un syner Fru.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 3200

Märchen der Gebrüder Grimm. Köln, Donkey-Press 1981. Mit acht signierten Farblinolschnitten von Eduard Prüssen und drei vielfach wiederholten Linolschnittvignetten.

Zwölfter Handpressendruck der Donkey-Press. – Eins von 45 Exemplaren. – In der plattdeutschen Originalfassung von Philipp Otto Runge. – »Fleißig von Anfang bis Ende handgemacht«. – Auf Bütten gedruckt und als Blockbuch gebunden. – Unikales Exemplar: Grüner Ecrasélederband, Rückentitel goldgeprägt, Kopfschnitt versilbert, Kapitalbändchen mit rotem Leder umfasst. – Deckelillustrationen nach Entwurf des Künstlers mit farbigen Lederapplikationen. Mit einer eingebundenen Gouache von Eduard Prüssen (Von dem Fischer un syner Fru, 25 : 18 cm, signiert und datiert »98«, betitelt). – In grüner Halblederkassette. – Eduard Prüssen (geboren 1930) gründete die Donkey Press 1962, seit 1967 erschienen seine Handpressendrucke, stets mit eigenen Originalgraphiken.

31,2 : 22,0 cm. [20] einseitig bedruckte Doppelblätter. – Kassettenrücken etwas verfärbt.

Spindler 160.12

774  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Edgar Allan Poe. The Raven. Le Corbeau.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 1500

Traduit par Charles Baudelaire. With Linocuts by Eduard Prüssen. Köln, Donkey-Press 2000. Mit Linolschnittporträt und 18 blattgroßen zweifarbigen Linolschnitten. Blauer Originalecrasélederband, Vorderdeckel mit intarsiertem schwarzem Leder, Rückentitel und Kopfschnitt versilbert. Im blauen Leinenschuber mit Lederkanten.

38. Edition der Donkey-Press. – Eins von fünf römisch nummerierten Exemplaren der »special edition« (Gesamtauflage 55). – »In the special leather-bound edition there are further original illustrations«, hier vier signierte Tuschfederzeichnungen, lose in blauer Leinenmappe, diese zusammen mit dem Buch in blauem Leinenschuber mit Lederkanten. – Eduard Prüssen wagte sich hier an einen der bedeutendsten Texte des Symbolismus, der mit den Illustrationen von Édouard Manet (1875) am Beginn des modernen Künstlerbuches stand. – Text und Linolschnitte in Blau und Schwarz auf Zerkall-Bütten gedruckt, als Blockbuch gebunden. – Die große Vorderdeckelillustration entwarf Prüssen selbst, Roland Meuter prägte dessen Monogramm »EP« daneben. Jeder der fünf Einbände ist ein Unikat.

33,0 : 20,0 cm. [44] Seiten. – Rücken etwas verfärbt.

775  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Jean de La Fontaine. Sämtliche Fabeln.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Illustriert von Grandville. München, Artemis & Winkler 1992. Mit zahlreichen Illustrationen.

Dritte Auflage dieser zweisprachigen Ausgabe mit der deutschen Übersetzung von Ernst Dohm und Gustav Fabricius. – Anmerkungen von Hermann Lindner. – Dünndruckausgabe. – Unikales Exemplar: Halblederband mit OIeographiepapierbezügen. – Rückentitel, Kapitalfileten und Buchschnitt vergoldet, Kopf- und Fußschnitt gepunzt. – Seitliche Unterschnittbemalung von A. Colombo zu »Der Rabe und der Fuchs«. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten.

19,3 : 11,8 cm. 1131, [1] Seiten. – Rücken etwas ausgeblichen und minimal fleckig.

776  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Henry Jaeger. Der Sieger

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 800

oder Weit ist der Weg nach Marathon. Mit sechs Lithographien von Alban Welti. Ascona 1993. Mit sechs Farblithographien.

Eins von zehn Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe mit einer signierten und nummerierten Suite der Lithographien, jeweils auf ein gefalztes Doppelblatt gedruckt, und einer Originalzeichnung (Aquarell über Bleistift, 29 : 19 cm, signiert und datiert). – Die gesamte Auflage (65 Exemplare) wurde auf Velin d’Arches gedruckt. – Handsatz aus der Monotype-Garamond, Druck vom Bleisatz auf einer Andruckpresse. – Unikaler Einband: Leuchtend roter Saffianlederband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet, dreifarbig handumstochene Kapitale. – Vorderdeckel mit Punzenmuster in Blind- und Goldprägung und mit einem eingelassenen Acrylglasobjekt, das einen Durchblick auf die roten Wildledervorsätze gewährt. – Suite und Zeichnung in Leinenmappe, diese mit dem Buch in roter Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel und mit rotem Wildleder gefüttert. – Die Ascona-Presse wurde 1985 von den beiden Buchbindern Josef Weiß und Roland Meuter gegründet. »Angeregt durch die Vereinigung der Oltner Bücherfreunde und insbesondere durch Gunter Böhmer, der ursprünglich den 1. Druck der Presse illustrieren wollte, aber 1986 verstarb« (Albert Spindler).

30,0 : 20,3 cm. [32] Seiten, 6 Lithographien.

777  Einbände – Dunkelblauer genarbter Ganzlederband von Rudolf Schmid

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 600

(monogrammiert »R 1989 S«) mit montierten farbigen Fäden. – Inhalt: Robert Descharnes. Die Eroberung des Irrationalen. Dali –Sein Werk, sein Leben. Köln, DuMont 1984. Mit ca. 900 meist farbigen Abbildungen sowie 230 dokumentarischen Fotos.

Auf dem Vorderdeckel bilden die intarsierten Fäden ein Spinnennetz, in dessen Mitte erkennt man das bei Dali immer wiederkehrende Motiv eines Zifferblatts als vergoldete Vignette. Den Rücken ziert der Schriftzug »Dali«, den hinteren Deckel ein bewölkter Horizont. Der Schnitt ist in Regenbogenfarben mit Buntstift bemalt. Mehrere farbige Vorsatzpapiere deuten einen Broschurumschlag an, vorn mit einem Dali-Porträt, hinten mit dessen nachempfundener Signatur geschmückt. Im Spiegelpapier monogrammiert. – Die große Dali-Monographie anlässlich des 80. Geburtstag des Künstlers hier in einem unikalen Einband des Münchner Buchbinders Rudolf Schmid.

36,0 : 26,5 cm. [2], 455, [1] Seiten.

778  Einbände – Blauer Lederband von Jan Perutka, mit Lederapplikationen.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 320

– Inhalt: Wolfgang Koeppen. Romanisches Café. Mit einer Originalradierung von Eberhard Lorenz. Garching, Antinous-Presse 1990.

Außergewöhnlich, aber für Jan Perutka typisch gestalteter Handeinband des tschechischen Kunstbuchbinders: Der Vorderdeckel mit einer formatfüllenden mehrschichtigen Collage verschiedenfarbiger, teils handgefärbter Lederzuschnitte. – Rückentitel in Silber auf Blau geprägt. – Vorsätze und Schuber mit blauen Oleographiepapieren bezogen. – Im Schuber mit Lederkanten. – Koeppens Text erschien hier als erster Druck der Prosa-Blätter der Antinous-Presse von Matthias Loidl. – Eins von 120 ursprünglich in Oleographiepapier gebundenen Exemplaren (Gesamtauflage 125). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler sowie hier zusätzlich vom Buchbinder signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten.

32,0 : 22,3 cm. [12] Seiten.

Andere Arbeiten von Jan Perutka unter https://www.bibliofilie-edice33.cz/home/

779  Einbände – Straelener Manuskripte 1–10.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 260

Erstveröffentlichungen zeitgenössischer Poesie des Auslands 1984–1990. Straelen 1991. Zehn Hefte und eine Einleitung in Pergamentdurchstichheftung (Mechthild Lobisch).

Eins von 40 Exemplaren der Vorzugsausgabe, von Dichtern und Übersetzern signiert und im Handeinband von Mechthild Lobisch. – Seit 1984 erschienen in unregelmäßigen Abständen die großformatigem Hefte der Lyrikreihe. 1990 wurde Mechthild Lobisch, damals Dozentin an der Akademie für Gestaltung und Design der Handwerkskammer München, auf die Reihe aufmerksam und regte die Sammelausgabe mit allen zehn Heften an. – Enthält Dichtungen und Nachdichtungen von Judith Herzber, Sándor Csoóri, Hone Tuwhare, Frantisek Andrascik, Steefan van den Bremt u. a. in Übersetzungen von Maria Csollany, Irmela Brender, Jörn Ebeling, Jochen Lanksch u. a. – Für den außergewöhnlichen Einband wurden die zehn Ausgaben auf geschlitzte gelbe Pergamentstreifen geheftet, die durch die anthrazitfarbenen Pappdeckel gezogen und verankert wurden. Ohne Leimung und ohne Abdeckung am Rücken lässt der Sammelband die ursprünglichen Hefte noch sichtbar. – Mechthild Lobisch wurde 1995 an die Kunsthochschule Burg Giebichenstein berufen, wo sie 1997 das Otto-Dorfner-Institut gründete und bis 2006 leitete. – Tadellos.

42,0 : 30,0 cm. [132] Seiten, heftweise paginiert.

780  Berliner Handpresse – Felicitas Hoppe. Drei Kapitäne.

Schätzpreis/Estimate: € 180

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Berlin, Berliner Handpresse 1988. Mit sieben Farblinolschnitten von Ingrid Jörg. Farbig illustrierter Originalpappband.

101. Druck der Berliner Handpresse. – Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert und nummeriert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

34,5 : 33,4 cm. 21, [1] Seiten.

781  Edition Augenweide – Des Kaisers Bart.

Schätzpreis/Estimate: € 180

Zuschlag/Hammerprice: € 120

Halle/Bernburg 1990. Mit Originalgraphik. Illustrierter Originalpappband in -pappmappe.

Eins von 30 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 150). – Mit farbigen Zinkographien von Frieder Heinze (vier), Ulrich Tarlatt (zwei + Titelblatt) und Klaus Süß (drei + Einbandillustration), alle signiert. – Typographie von Thomas Glöß. – Mit Textbeiträgen von Hans-Ulrich Prautzsch, Peter Huckauf, Jörg Kowalski, Thomas Böhme, Florian Felix Weyh und Wilhelm Bartsch.

36,8 : 30,0 cm.

782  Eremiten-Presse – Günter Bruno Fuchs. Spiel- & Polterbuch.

Schätzpreis/Estimate: € 800

Zuschlag/Hammerprice: € 650

Holzschnitte nebst Goldener Worte für den Tag. [Stierstadt im Taunus] 1965. Mit 16 signierten Holzschnitten, davon drei farbigen, einer auf dem Titel, einer auf dem Vorderdeckel. Originalwellpappbroschur im Originalversandkarton.

Erste Ausgabe. – Eins von 99 Exemplaren. – Alle Holzschnitte und der Druckvermerk vom Künstler signiert. – Wohl eines der schönsten und originellsten Materialbücher des Verlages, das noch heute, nach einem halben Jahrhundert, von unverminderter Modernität zu sein scheint. – Sehr selten geworden.

35,0 : 27,5 cm. 17 Blätter.

Spindler 1.239. – Reske 207 (mit Abbildung)

783  Edition Graphischer Zirkel – 18 x 12.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Ausrufpreis/Starting bid: € 800

Alle 58 Bände der Reihe. Wien 1993–2009. Jeder Band mit zahlreichen Graphiken, größtenteils handkoloriert. Originalpappbände mit Buntpapierbezug und Deckelschild.

58 Bände der Reihe, alles bisher Erschienene. – Alle in kleiner Auflage erschienen, signiert und nummeriert. – Sechs Bände in Vorzugsexemplaren (78, 85, 99, 105, 118 und 127) mit mindestens einer zusätzlichen Graphik, ein Autorenexemplar (77). – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Reihe »18 x 12« bildet eine in sich geschlossene Folge von gleich gestalteten Bänden, die in dem titelgebenden Format, ihrem Musterpapier und dem aufgeklebten Titelschild an die berühmte Insel-Bücherei erinnern. Erich Fitzbauer gründete 1957 in Wien die Internationale Stefan Zweig-Gesellschaft, deren Präsident er bis 1964 war. Seit 1973 betreibt er die Edition Graphischer Zirkel, in der fast ausschließlich Erstdrucke in Bild und Text, viele von ihm selbst geschrieben und illustriert, erscheinen. Die Bandzählung der »18×12«-Reihe erfolgte innerhalb aller Ausgaben der Edition Graphischer Zirkel. – So geschlossen wurde die Reihe bisher nur sehr selten angeboten.

784  John Gerard – A. R. Penck. Papier · Rapier · Kapier · Klavier.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Rheinbach-Hilberath 1994. Zwei Papiergüsse und vier Typendrucke. Drei fadengeheftete Doppelblätter in gelbem Originalbüttenumschlag.

Eins von 30 Exemplaren. – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Das Künstlerbuch entstand in Zusammenarbeit mit dem Papierkünstler John Gerard. Penck selbst oder Gerard nach dessen Vorlagen goss schwarze Farbe in die noch flüssige Papiermasse auf dem Schöpfsieb. – Das Gedicht wurde in leuchtendem Gelb, der Farbe der chinesischen Kaiser, gedruckt.

785  John Gerard – Trans.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 300

A series of 7 tableaux by Fritz Best made in collaboration with John Gerard. Berlin 1998. Farbige Siebdrucke und Graphiken auf gefärbtem Papier. Leporello mit schwarzen Originalleinendeckeln.

Eins von nur 20 Exemplaren. – Vom Verfasser im Druckvermerk signiert. – Das starke Büttenpapier wurde von John Gerard noch während des Schöpfvorgangs eingefärbt und mit Collagen und Bildabklatschen »illustriert«. – Die Textpassagen wurden von Radierungen eingedruckt. – Fritz Best, geboren 1964 in London, lebt und arbeitet seit 1985 mit Unterbrechungen in Deutschland.

37,7 : 31,8 cm. [7] Doppelseiten.

786  John Gerard. A Definition of a Square.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Fünf farbige Papiergüsse. 1999. 40,0 : 40,0 cm. Signiert und datiert.

Nach Angaben des Vorbesitzers nur in einer Auflage von fünf Exemplaren erschienen. – John Gerard, geboren 1955 in Michigan/USA, lebt und arbeitet seit 1984 in Deutschland. »Kreativer und experimenteller Umgang mit diesem Medium [Papier] bedeutet für John Gerard nicht nur künstlerischen Eingriff in den Schöpfungsvorgang oder Verarbeitung bereits vorhandener Papiere durch Reißen, Collagieren und andere Techniken. Seine Auseinandersetzung mit dem Material beginnt auf elementarster Ebene – bei der Papierfaser selbst« (www.gerard-paperworks.com). – In fünf quadratische Büttenblätter goss Gerard noch während des Schöpfvorgangs verschiedene Bronzefarben. – Lose in Originalleinenmappe mit blindgeprägtem Deckeltitel.

787  Dieter Grauer – Odysseas Elytis. Das Monogramm.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Übertragen von Barbara Vierneisel-Schlörb und Antigone Kasolea. Rom und Florenz 1990. Mit zwei signierten Farblithographien des Verfassers. Weinroter Originalkalblederband mit Deckelvignetten in Negativ-Blindprägung nach Zeichnung des Verfassers und vergoldetem Rückentitel (P. Bruscoli, Florenz).

Eins von 150 Exemplaren. – Auf Bütten. – Im Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Der Text entstand 1972 und wurde 1984 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. 1979 erhielt Elytis (1911–1996) den Literaturnobelpreis.

29,5 : 20,5 cm. [28] Seiten, 2 Lithographien. – Zwei winzige Kratzspuren auf dem Vorderdeckel.

788  Wolfgang Henne. Öligwestbaden Westbadbörse.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Leipzig 2000. Mit einer kolorierten Serigraphie, zwei Foliendrucken, 13 Illustrationen, eine signiert, und acht Textblättern, teils mit Collagen. Illustrierte Originalbroschur mit Durchstichheftung.

Exemplar 12/50, laut handschriftlichem Zusatz »1 von 2 Exemplaren in einem Metallkoffer« mit einem beigelegten Objekt (Badehose). – Erschienen als Band 58 (75) der »Neuen deutschen Bodensatzbibliothek«. – Tadellos. – Wolfgang Henne (geboren 1949) studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Bereits 1987 begann er mit der Edition der »Bodensatzbücher«, 1992 folgte die »Neue deutsche Bodensatzbibliothek«, in der bis 2013 177 Bände ediert wurden.

20,7 : 32,5 cm (Buch). – 33,5 : 24,0 : 4,5 cm (Koffer).

789  Wolfgang Henne – Neue deutsche Bodensatzbibliothek.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Ausrufpreis/Starting bid: € 330

Fünf Ausgaben. Leipzig 1997–2005. Durchgehend farbig illustriert und serigraphiert, teils koloriert und einige Blätter signiert, teils mit montierten Fotografien. Illustrierte Originalbroschuren mit Durchstichheftung.

Band 36 (53): Säulenheilige. 1997. – Band 60 (77): Begleitbuch zur Ausstellung »Winterspalten« mit Michael Kunert in Coburg, mit zwei Zeichnungen von Michael Kunert. 2001. – Band 64 (81): Spieleköpfe im Pollenflug. Begleitbuch zur Ausstellung im Museum Schloss Burgk. 2001. – Band 86 (103): Ohne Titel. 2004. – Band 101 (118). Ohne erkennbaren Titel. 2005. – Je eins von 50 nummerierten Exemplaren.

21,0 : 34,0 cm. Je ca. 50 Blätter. – Tadellos erhalten.

790  Ronald King & Roy Fischer. Anansi Company.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Ausrufpreis/Starting bid: € 2200

A collection of thirteen hand-made wire and card rod-puppets animated in colour and verse. London, Circle Press 1992. Mit 13 beweglichen Bildassemblagen aus Messingdraht, Kunststoff und Papier, durchgehend mit farbig serigraphierten Texten und Illustrationen. Lose Bogen in Originalumschlag und der mehrfarbigen Originalleinenkassette.

Eins von 120 Exemplaren, zehn weitere erschienen als Belegexemplare. – Auf Vélin d’Arches. – Im Druckvermerk von beiden Künstlern signiert und zudem mit eigenhändiger Widmung für den Vorbesitzer, datiert »Mainz 2006«. – Diese siebte Gemeinschaftsarbeit der beiden Künstler basiert auf Material von Walter Jekyll’s »Jamaican Song and Story« von 1907. Diese bekannten Erzählungen über die karibische Kultur und die dortigen Mythen von Anansi, dem Spinnenmensch, wurden von Roy Fischer in moderne Verse übertragen. – Die beweglichen Puppen von Ronald King können Ziehbildern gleich im Buch, aber auch außerhalb wie in einem Puppentheater bewegt werden. – Das Buch besteht aus dreizehn doppelgefalteten (»french-folded«) Bogen sowie einigen Doppelblättern mit Titel, Druckvermerk und Einleitung. – Makellos erhalten.

40 : 29 cm. [60] Seiten, Kassette: 45 : 34 : 11 cm.

791  Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst – Die verbrannte Taube.

Schätzpreis/Estimate: € 180

Zuschlag/Hammerprice: € 180

Zwölf jiddische Gedichte. Leipzig 1968. Mit 15 ein- und mehrfarbigen Radierungen, zwei nur als Prägedruck, von Rainer Herold. Originalpergamentband mit schwarzgeprägtem Rückentitel. Im Originalhalbleinenschuber.

Eins von ursprünglich 50 Exemplaren. Der Großteil dieser ohnehin kleinen Auflage wurde zudem durch einen Brand vernichtet. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf unterschiedlichen Büttenpapieren als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Auswahl jiddischer Lyrik, nachgedichtet von Werner Günzerodt, wurde dem 25. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto gewidmet. – Rainer Herold (geboren 1940) studierte an der Leipziger Hochschule bei Bernhard Heisig und war später in Berlin Meisterschüler von Werner Klemke. – Die Gesamtgestaltung und die Einbandarbeiten übernahm Kurt Stein, den Satz Dieter Weise.

27,4 : 18,9 cm. [46] Seiten. – Vorderdeckel mit auffälliger, materialbedingter Verfärbung im Pergament.

Seyfert/Weise S. 184 (zählt nur 12 Radierungen)

792  Leipziger Bibliophilen-Abend – Karl Mickel. Das Marmorbild.

Schätzpreis/Estimate: € 100

Zuschlag/Hammerprice: € 70

Leipzig 2000. Mit zwei signierten Farbradierungen von Thomas Ranft. Fadengeheftete Originalbroschur.

24 x 34 Blätter zu Literatur und Grafik, Heft 30, das letzte Heft der 1985 (noch zu DDR-Zeiten) gegründeten Reihe. – Eins von 50 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Künstler und der Buchgestalterin signiert. – Der Text ist ein Auszug aus Mickels »Lachmunds Freunde«. – Montierte Faksimiles des Typoskripts und eines Begleitbriefes des im Jahr 2000 verstorbenen Verfassers.

34,0 : 24,0 cm. [8] Seiten, 2 Radierungen.

793  Leipziger Drucke – Bertolt Brecht. Freiheit und Democracy

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 360

oder Der anachronistische Zug. Mit sechs Kupferstichen von Baldwin Zettl. Leipzig, Leipziger Bibliophilen-Abend 2006. Sechs signierte Kupferstiche in losen Doppelblättern. In Originalkassette.

16. Leipziger Druck. – Eins von gerade einmal zehn Vorzugsexemplaren mit einem zusätzlichen Rötel-Druck des ersten Kupferstichs, vom Künstler signiert, nummeriert, datiert und betitelt (Gesamtauflage 180). – Die Texte wurden in Rot und Schwarz auf transparentes Papier gedruckt, die Kupferstiche auf Bütten. – Gesamtgestaltung von Gert Wunderlich, von ihm im Druckvermerk signiert. – Mit einer CD »Der anachronistische Zug. Ballade für Gesang, Klavier und Schlagzeug«, mit einer Aufnahme von 1957, auf der Paul Dessau seine Vertonung des Brecht-Gedichts vorträgt. – Tadellos erhalten.

30,4 : 43,3 cm. [28] Seite, 7 Kupferstiche.

794  Leipziger Bibliophilen-Abend e. V. Zehn Jahre. – Das zweite Jahrzehnt.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 270

– Herausgegeben von Herbert Kästner. Leipzig 2001 und 2011. Mit zusammen 27 signierten Originalgraphiken. Originalpappbände im -schuber.

Je eins von 300 Exemplaren. – Festschriften, jeweils mit Mitglieder- und Veranstaltungsverzeichnis sowie Bibliographie der Publikationen. – Mit 14 bzw. 13 signierten Originalgraphiken von Baldwin Zettl, Karl-Georg Hirsch, Walter Schiller, Gert Wunderlich, Hans Ticha, Horst Hussel, Klaus Süss, Volker Stelzmann, Sabine Golde und anderen. – Tadellos erhalten.

795  The Limited Editions Club – Arthur Miller. Death of a Salesman.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Ausrufpreis/Starting bid: € 330

Certain private Conversations in two Acts and a Reqiuem. With five Etchings by Leonard Baskin. New York 1984. Mit fünf Radierungen. Rostbrauner Originalziegenlederband mit vergoldetem Rückentitel.

Eins von 1500 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Buchgestaltung von Ben Shiff. – Der Text wurde auf der Wild Carrot Letterpress auf Magnani-Bütten gedruckt, die Radierungen von Bruce Chandler auf der Heron Press.

27,5 : 21,0 cm. [8], 164 Seiten, 5 Radierungen.

796  The Limited Editions Club – Günter Grass. The Flounder.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Written and illustrated by Günter Grass. Translated by Ralph Manheim. Volume I [to] III. New York 1985. Mit zahlreichen zweifarbigen Illustrationen nach Radierungen. Originalhalblederbände mit montiertem Deckelschild, zusammen im Leinenschuber mit Rückenschild.

Eins von 1000 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Autor/Künstler signiert. – Buchgestaltung von Ben Shiff. – Gedruckt in Rot und Schwarz auf der Wild Carrot Letterpress.

26,5 : 28,5 cm.

797  The Limited Editions Club – Samuel Beckett. Nohow on.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Ausrufpreis/Starting bid: € 1000

With Etchings by Robert Ryman. New York 1989. Mit sechs Aquatintaradierungen. Schwarzer Originalziegenlederband mit vergoldeten Titeln. In gefütterter Originalleinenkassette mit Lederrückenschild (signiert: Carol Joyce).

Eins von 550 Exemplaren – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Buchgestaltung von Ben Shiff. – Gedruckt auf der Shagbark Press auf Magnani-Papier, die Radierungen auf Velin d’Arches. – Die Aquatintaradierungen von Robert Ryman (geboren 1930), der als Vertreter der Analytischen Malerei gilt und sich in seiner Arbeit als Künstler vielfältig mit der Farbe Weiß auseinandergesetzt hat, sind typisch für seine Besessenheit von Licht und räumlichen Beziehungen und ihre körnigen, milchweißen Oberflächen sind eine perfekte Visualisierung von Becketts illusionistischen und paradoxen Kurzgeschichten. Die kurzen Texte »Company«, »Ill see, Ill said« und »Worstward Ho« erschienen erstmals Anfang der 1980er Jahre und hier vereint unter dem Titel »Nohow«. »Die von Ryman bevorzugte äußerste Sparsamkeit der künstlerischen Mittel zeigt Verwandtschaft mit der späten Sprache des Dichters Beckett, der sie fast bis zur Grenze des Schweigens löscht. Endlose, subtilste Unterscheidungen werden im Text sowie im Bild wahrnehmbar« (Papiergesänge).

27,5 : 19,0 cm. [8], 128, [14] Seiten, 6 Radierungen.

Papiergesänge 161. – Castleman 201

798  The Limited Editions Club – Friedrich Dürrenmatt. Oedipus.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Ausrufpreis/Starting bid: € 100

Photogravures by Marie Cosindas. Translated by Leila Vennewitz. Foreword by the Author. New York 1989. Mit zwei Heliogravüren. Originalhalblederband in -leinenschuber.

Erste englische Ausgabe von Dürrenmatts Oedipus-Version. – Eins von 650 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Verfasser und der Fotografin signiert. – Gedruckt auf Magnani-Bütten, die beiden Heliogravüren auf Velin d’Arches. – Die Fotografin Marie Cosindas (1925–2017) zählte zu den wichtigsten Fotokünstlern der USA. Als eine der ersten Fotografinnen widmete das MoMA ihr eine Einzelausstellung. – Mit dem Beileger zum Buch.

37,2 : 27,2 cm. XV, [1], 41, [7] Seiten, 2 Heliogravüren. – Rücken leicht verblasst, sonst tadellos.

799  The Limited Editions Club – Ernest Hemingway. The Old Man and the Sea.

Schätzpreis/Estimate: € 350

Ausrufpreis/Starting bid: € 230

Photogravures by Alfred Eisenstaedt. Introduced by Charles Scribner. New York 1990. Mit fünf Fotogravuren. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel. In gefütterter Originalleinenkassette.

Eins von 600 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Buchgestaltung von Ben Shiff. – Der Text wurde auf Magnani-Papier gedruckt, die Fotogravuren nach den Originalfotos von 1952 auf Arches-Bütten. – Die Fotos entstanden für die im »Life«-Magazin veröffentlichte Novelle. Seit früher Jugend war Alfred Eisenstaedt (1989–1995) leidenschaftlicher Fotograf. Zunächst freier Mitarbeiter des »Berliner Tageblatts«, avancierte er Ende der 1920er Jahre zum Fotojournalisten. 1935 emigrierte er in die USA und wurde schnell einer der Starreporter von »Associated Press«. Er fotografierte für »Harper’s Bazaar«, »Vogue« und »Life«. Allein für »Life« lieferte er 92 Titelfotos und zahlreiche Bildreportagen sowie oftmals prämierte Kriegsberichte. 1950 wurde er »Photographer of the Year«.

26,2 : 38,8 cm. VIII, [2], 81, [5] Seiten, 5 Fotogravuren.

800  The Limited Editions Club – Walt Whitman. Song of Open Road.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausrufpreis/Starting bid: € 300

With Photogravures by Aaron Siskind. New York 1990. Mit sechs Heliogravüren. Schwarzer Originalhalblederband mit dunkelgrünen Leinendeckelbezügen, im Leinenschuber.

Eins von 550 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Velin von Magnani, die Fotogravüren druckte auf Velin »Richard des Bas«. – Aaron Siskind (1903–1991) zählt mit seiner abstrakt-expressionistischen Fotografie zu den wichtigsten US-amerikanischen Künstlern der Nachkriegszeit. »[…] in den 1940er-Jahren wendet sich Siskind endgültig ab von der erzählerischen Fotografie und interessiert sich fortan nurmehr für die formalen Bezüge zwischen Licht, Struktur und Materialität« (Bruce Silverstein, zitiert nach Koetzle, S. 370). – Nahezu tadelloses Exemplar dieses Spätwerks.

44,3 : 27,5 cm. [24] Seiten, 6 Heliogravüren.