ChristianHesse

Lot 751 – 800 | Hesse-Auktionen
Lot 751 – 800

751  Thomas Mann. Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Der Memoiren erster Teil. Berlin und Frankfurt a. M., S. Fischer 1954. Originalbroschur.

Erste Ausgabe der endgültigen Fassung. – »Leseexemplar […] Unkorrigierter Abzug. Nur für persönlichen Gebrauch.« – Vor der Druckfreigabe wohl nur in kleiner Auflage erschienen.

19,0 : 11,5 cm. 441, [1] Seiten. – Rücken verblasst. Einband etwas angestaubt, leicht fleckig. – Papierbedingt gebräunt.

Vgl. Potempa D 12.3.2

752  Thomas Mann. Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Der Memoiren erster Teil. Berlin und Frankfurt a. M., S. Fischer 1954. Originalkalblederband mit goldgeprägter Signatur auf dem Vorderdeckel, Rückenvergoldung und zwei Rückenschildern. In gefüttertem Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe der endgültigen Fassung, erschienen innerhalb der Stockholmer Gesamtausgabe. – Eins von 500 signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, die anlässlich des 80. Geburtstages Thomas Manns erschien. Dieser notierte am 21.II.1955 in sein Tagebuch: »Ruhigeres Wetter. 1/2 8 auf. Viel Post. Ganzleder-Ausgabe des Krull in 450 Exemplaren zu signieren!«. – Die erste Anregung zu seinem Buch erhielt er bereits 1905 durch die Erinnerungen des rumänischen Hochstaplers und Betrügers Manolescu.

19,0 : 11,5 cm. 441, [3] Seiten. – Rücken minimal verfärbt.

Potempa D 12.3.2

753  Thomas Mann. Theodor Fontane.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 900

[Berlin 1929]. Originalhalbpergamentband.

6. Gabe des »Fontane Abend«. – Eins von nur 75 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Autor signiert. – Handpressendruck der Officina Serpentis. – Thomas Mann hielt den Vortrag 1928 in der Lessing-Hochschule, Berlin. Theodor Fontane galt besonders dem jungen Thomas Mann als konstante Richtgröße für sein eigenes Frühwerk.

25,3 : 16,8 cm. 14, [4] Seiten. – Einband und Seiten leicht stockfleckig.

Potempa G 371.1. – Backe/Köppen 149. – Rodenberg 590

754  Thomas Mann. Lessing und der Pastor.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 500

– In: Rotary München. Die Münchner Rotarier ihren Freunden und Gästen zur Charterfeier 7. Februar 1929. [München 1929]. Mit Unterschriftenfaksimiles und drei Bildtafeln. Brauner Originalseidenband im Schuber.

Erstdruck des Auszugs aus der »Rede über Lessing«, die Thomas Mann im Januar 1929 in der Preußischen Akademie der Künste in Berlin gehalten hatte. – Exemplar 81 einer sicher sehr kleinen Auflage. – Thomas Mann gehörte 1928 neben Bruno Frank, Emil Hirsch, Emil Preetorius, Alfred Walterspiel und Karl Wolfskehl zu den 41 Gründungsmitgliedern von Rotary München. Das Buch vereint Transkriptionen ihrer Stammbuchblätter. – Bereits im April 1933 schloss der Club Thomas Mann wie auch zahlreiche andere rotarische Freunde – Juden, Sozialisten, der NSDAP-Missliebige – aus. – Seltenes Dokument der frühen rotarischen Bewegung in Deutschland. – Tadellos erhalten.

18,0 : 24,0 cm. 57, [1] Blätter.

Potempa G 396.1

755  Thomas Mann – Heinrich Mann.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Fünf Reden und eine Entgegnung zum sechzigsten Geburtstag. Berlin, Gustav Kiepenheuer 1931. Originalbroschur.

Erste Buchausgabe des Vortrags »Vom Beruf des deutschen Schriftstellers in unserer Zeit. Ansprache an den Bruder«, den Thomas Mann am 27. März 1931 anlässlich einer Feier in der Preußischen Akademie der Künste zu Berlin gehalten hatte. – Weitere Beiträge von Max Liebermann, Adolf Grimme, Gottfried Benn und Lion Feuchtwanger sowie Heinrich Mann, auch diese erschienen vorab oder zeitgleich in Zeitungen und Zeitschriften.

20,3 : 12,4 cm. 57, [3] Seiten.

Potempa G 486.2, Lohner/Zenner 2.46, Zenker 482.2

756  Die Rappen.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 2600

Jahrbuch 1937. Wien, Bermann-Fischer 1937. Illustrierter Originalpergamentband.

Erster und einziger Almanach des Verlags. – Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten und im Ganzpergamenteinband (Gesamtauflage 3000). – Buchschmuck von Fritz Neugebauer. – Enthalten sind Beiträge, Vorabdrucke und Nachdrucke von Thomas Mann, Alfred Döblin, Hugo von Hofmannsthal, Harry Graf Kessler, Robert Musil, Arthur Schnitzler, Jakob Wassermann, Carl Zuckmayer, Paul Valery, Bernhard Shaw, Annette Kolb u.v.a. – »Ein Jahr nach seiner Gründung legt der Bermann-Fischer Verlag seinen ersten Almanach vor, mit dem er durch Mannigfaltigkeit und Eigenart des Gebotenen dem Leser Freude zu bereiten hofft, darüber hinaus aber die Absicht verfolgt, ein Gesamtbild der dichterischen Kräfte zu geben, die er vertritt und die Gesamtheit des Publikums, an das er sich wendet, fester um das Wirken dieser Kräfte zusammenzuschließen. Jedermann weiß von den außerordentlichen Schwierigkeiten, die in der heutigen hochpolitisierten Welt der Führung eines Verlagsunternehmens entgegenstehen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, der Sache der Kunst, der Sache des Geistes zu dienen« (Vorwort). – Beiliegend Dedikationskarte des Verlegers. – Beigabe: Exemplar der Normalausgabe.

19,5 : 13,0 cm. 133, [3] Seiten. – Deckel leicht aufgebogen.

757  Die Rappen.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Jahrbuch 1937. Wien, Bermann-Fischer 1937. Illustrierte Originalbroschur. – Widmungsexemplar.

Erster und einziger Almanach des Verlags. – Exemplar der Normalausgabe, jedoch mit eigenhändiger Widmung des Verlegers »Für Frl. Emmi Wallner Dr. Bermann-Fischer Wien d. 21. XII. 37«. – Buchschmuck von Fritz Neugebauer. – Enthalten sind Beiträge, Vorabdrucke und Nachdrucke von Thomas Mann, Alfred Döblin, Hugo von Hofmannsthal, Harry Graf Kessler, Robert Musil, Arthur Schnitzler, Jakob Wassermann, Carl Zuckmayer, Paul Valery, Bernhard Shaw, Annette Kolb u.v.a.

19,5 : 13,0 cm. 133, [3] Seiten. – Umschlag etwas fleckig.

758  Thomas Mann – Mass und Wert.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 270

Zweimonatsschrift für freie deutsche Kultur. Herausgegeben von Thomas Mann und Konrad Falke. 1. [–] 3. Jahrgang und Sonderheft. Zürich, Oprecht 1937–1940. 18 Originalbroschuren.

Vollständiges, gut erhaltenes Exemplar der wichtigen Exilzeitschrift. – Unter den Autoren finden sich neben Thomas Mann René Schickele, Oskar Maria Graf, Alfred Doeblin, Robert Musil, Hermann Hesse, Alfred Einstein, Walter Benjamin (Berliner Kindheit um Neunzehnhundert), Jean-Paul Sartre, Ödön von Horvath, Ernst Weiß u. v. m. – Der Herausgeber Thomas Mann ist als Autor in nahezu jedem Heft vertreten, wichtig sind u. a. die Erstdrucke der fünf Vorabauszüge aus »Lotte in Weimar« und der Vorträge über Wagner und Goethes Faust. – Das Sonderheft von 1938 (Thomas Mann, Vom zukünftigen Sieg der Demokratie) in zweiter Auflage. – Beigabe: Bibliographie einer Zeitschrift. Bearbeitet von Volker Riedel. Berlin, Aufbau 1973.

22,3 : 14,8 cm. Das Sonderheft minimal größer und mit Schutzumschlag. – Der Schutzumschlag leicht bestoßen, sonst sehr gut erhalten.

Potempa Register S. 881

759  Thomas Mann. Ein Briefwechsel.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Ausrufpreis/Starting bid: € 600

New York, Rotograph [1937]. Gefalztes Doppelblatt.

Sehr seltene Variante, wahrscheinlich zeitgleich mit der Broschurausgabe des Zürcher Oprecht Verlages erschienen. – Im Dezember 1936 verfasste Thomas Mann eine (unveröffentlichte) »Äußerung zu meiner Ausbürgerung«, um den Jahreswechsel antwortet er mit dem hier abgedruckten Brief dem Dekan der philosophischen Fakultät der Universität Bonn, der ihn über die Aberkennung der Ehrendoktorwürde informiert hatte. Diese »klassische Analyse des Wahnsinns ›Nationalsozialismus‹, eine Anklage von prophetischer Wucht, und oft in prophetischer Sprache« (Das Neue Tagebuch, Paris) wurde in verschiedenen Tarndrucken auch in Deutschland verteilt. – Vorliegende Version kann Potempa nur im TM-Archiv und im Frankfurter Exilarchiv nachweisen.

27,8 : 21,5 cm. [4] Seiten. – Vormals mehrfach gefaltet, an den Rändern gebräunt und mit leichten Läsuren und kleinen Einrissen.

Potempa G 632.2

760  Thomas Mann – Going, going, gone! Rare Book Auction.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 550

Hotel Plaza, New York, December 8, 1938. Illustrierte Originalbroschur.

Der Katalog einer Wohltätigkeitsauktion, die durch den Sammler A. S. W. Rosenbach zugunsten deutscher Emigranten ausgerichtet wurde. – Mit einem Vorwort von Thomas Mann (Foreword, translated by Kathryn Swift), der sein Manuskript »Richard Wagner und der Ring der Nibelungen« stiftete, und einer Einleitung von Albert Einstein. – In der Versteigerung kamen Stundenbücher, mehrere Bibeln sowie Werke und Manuskripte von William Blake, Benjamin Franklin, Emma Lazarus, Alexander Pope u. v. a. zum Ausruf. – Die Katalogbeschreibungen stammen von John F. Fleming. – Teils mit notierten Zuschlagpreisen. – Mit den Namenslisten der Committee-Mitglieder und Einlieferer. – Sehr selten.

23,2 : 15,3 cm. 47, [1] Seiten, 1 Blatt (Gebotsformular). – Umschlagränder leicht gebräunt.

Nicht bei Potempa

761  Thomas Mann. Fünf Erstdrucke

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

von Vorträgen in englischer Sprache Washington, Library of Congress 1942–1950. Originalbroschuren.

I. The Theme of the Joseph Novels. 1942/1943. – II. The War and the Future. 1944. – III. Germany and the Germans. 1945. – IV. Nietzsche’s Philosophy in the Light of contemporary Events. 1947. – V. Goethe and Democracy. 1950. – Vollständige Reihe aller Vorträge, die Thomas Mann nach den Übersetzungen von Konrad Katzenellenbogen (I), Agnes E. Meyer (II), Erika Mann (III) und ungenannten in den Jahren 1942 bis 1949 in englischer Sprache im Coolidge Auditorium in der Library of Congress, Washington hielt. – Gedruckt vom U. S. Government Printing Office. – Dazu: Thomas Mann’s Addresses. Delivered at the Library of Congress 1942–1949. Washington 1963. Originalbroschur. Erste Sammelausgabe aller fünf Vorträge.

23,0 : 15,0 cm. – Ränder etwas gebräunt, teils mit kleinem Lichtrand. Vorderumschlag von III mit kleiner Fehlstelle.

Potempa G 821.1 [nennt kein Druckdatum], 860.1, 922.1, 975.1 und 1038.4 und B 82

762  Thomas Mann. Stockholmer Gesamtausgabe der Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 2000

Zuschlag/Hammerprice: € 1500

[Zehn Bände.] Wien, Berlin und Frankfurt am Main 1949 – 1955. Hellbraune Originalkalblederbände mit schwarz-rotem Rückenschild und vergoldeten Titeln, teils Kopfschnittvergoldung.

Zehn Bände aus der Stockholmer Gesamtausgabe in einer bibliographisch nicht nachweisbaren Einbandvariante, identisch gestaltet erschien 1955 eine Vorzugsausgabe von »Felix Krull«. Es könnte sich also um ein nicht ausgeführtes Vorhaben einer Vorzugs-Werkausgabe handeln. Eine zwölfbändige Auswahlausgabe in identischen Ledereinbänden stiftete der S. Fischer Verlag dem Thomas-Mann-Archiv. – I. Lotte in Weimar. – II. Doktor Faustus. – III. Der Zauberberg. – IV. Buddenbrooks. – V. Der Erwählte. – VI/VII. Joseph und seine Brüder. Zwei Bände. – VIII. Altes und Neues. – IX. Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. – X. Königliche Hoheit.

18,4 : 12,2 cm. – Alle Rücken minimal verfärbt, der von IV stärker verblasst und etwas fleckig. – Bei II fehlen Vortitel- und Titelblatt, sowie die letzten 4 Seiten des Textes.

Potempa A 4

763  Thomas Mann – Gunter Böhmer. Thomas Mann an seinem achtzigsten Geburtstag. Malernotizen.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Herausgegeben von Bernhard Zeller. Konstanz, Rosgarten 1958. Mit ganzseitigen Abbildungen, eine nach einem Aquarell, 20 nach Zeichnungen. Illustrierte Originalbroschur. – Widmungsexemplar mit Zeichnung.

Vorblatt mit formatfüllender Tuschzeichnung Böhmers, dem Thomas Mann aus dem Himmel auf den schützend aufgespannten Schirm spuckt. – Mit Widmung des Künstlers für einen Schweizer Sammler. – 1955 hatte Thomas Mann seinen 80. Geburtstag gefeiert und starb zwei Monate später.

23,5 : 20,8 cm. 30, [2] Seiten. – Ränder leicht gebräunt.

Rysavy 103

764  Thomas Mann. Beim Propheten.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Mit Zeichnungen von Gunter Böhmer und einem Nachwort von Klaus Gerth. Hannover, Erich W. Hartmann 1982. Mit Abbildungen nach Zeichnungen. Originalbroschur mit illustriertem Umschlag.

Erste Einzelausgabe. – Eins von 50 Exemplaren der vom Künstler signierten Vorzugsausgabe. – Erschienen anlässlich des 25jährigen Bestehens der Buchhandlung Erich W. Hartmann, Hannover. – Die Novelle, 1904 geschrieben, wurde erstmals in »Neue Freie Presse« vom 22. Mai 1904 abgedruckt, 1914 erschien sie dann in »Das Wunderkind«. – In der Vorzugsausgabe sehr selten.

21,2 : 18,3 cm. 41, [3] Seiten.

Potempa E 19.2. – Rysavy 156

765  Konrad Balder Schäuffelen. Thomas Mann. Gladius dei.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Novelle. 1975. Ca. 250 gerollte Blätter (»Textlose«) in bedruckter Originalholzbox.

Erste und einzige Einzelausgabe. – Schäuffelens Lotterie Romane 2. – Eins von 50 Exemplaren. – Auf dem Titelschild im Kassettendeckel vom Künstler Konrad Balder Schäuffelen monogrammiert. – Die Erzählung war 1902 in der Wiener Wochenschrift »Die Zeit« erschienen, ein Jahr später dann in »Tristan«. Das originelle Buchobjekt erschien anlässlich des 100. Geburtstags von Thomas Mann. – Sehr selten.

15,0 : 11,0 : 5,5 cm.

Nicht bei Potempa, vgl. E 14 1–7

766  Thomas Mann. Der Kleiderschrank.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausrufpreis/Starting bid: € 300

Eine Geschichte voller Rätsel. Mit Holzstichen von Andreas Brylka. Garching 1991. Mit zwei ganzseitigen Holzstichen. Originalhalblederband mit Oleographiepapierbezügen (Werkstatt Roland Meuter).

Zweiter Druck der Prosa-Blätter der Antinous-Presse Matthias Loidl. – Eins von 30 Vorzugsexemplaren in Halbleder und mit einer beigelegten signierten Suite der beiden Holzstiche auf Japan (Gesamtauflage 145). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Wohl die erste Einzelausgabe der 1898 entstandenen Erzählung (vgl. Potempa E 10). – Tadellos.

33,0 : 23,8 cm. [2], 17, [5] Seiten, 2 Holzstiche.

767  Klaus Mann. 21 Erstausgaben,

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 650

dabei Klaus Manns Erstlingswerk. 1925–1943. 19 Originalleinenbände, zwei Broschuren.

I. Vor dem Leben. Erzählungen. Hamburg, Gebrüder Enoch 1925. – II. Anja und Esther. Ein romantisches Stück in sieben Bildern. Berlin, Oesterheld & Co. 1925. – III. Der fromme Tanz. Abenteuerbuch einer Jugend. Hamburg, Gebrüder Enoch 1926. – IV. Kindernovelle. Hamburg, Gebrüder Enoch 1926. – V. Heute und Morgen. Zur Situation des jungen geistigen Europas. Hamburg, Gebrüder Enoch 1927. – VI. Anthologie Jüngster Lyrik. Geleitwort von Stefan Zweig. Hamburg, Gebrüder Enoch 1927. – VII. Anthologie Jüngster Prosa. Herausgegeben von Erich Ebermeyer, Klaus Mann, Hans Rosenkranz. Berlin, J. M. Spaeth 1928. – VIII. Erika und Klaus Mann. Rundherum. Mit 25 Reise-Photographien. Deckelillustration von Rudolf Großmann. Mit acht Fototafeln. S. Fischer 1929. – IX. Alexander. Roman der Utopie. Leipzig, S. Fischer 1929. – X. Anthologie Jüngster Lyrik. Neue Folge. Geleitwort von Rudolf G. Binding. Hamburg, Gebrüder Enoch 1929. – XI. Abenteuer. Novellen. Leipzig, Reclam 1929. – XII. Auf der Suche nach einem Weg. Berlin, Transmare 1932. – XIII. Kind dieser Zeit. Berlin, Transmare 1932. – XIV. Treffpunkt im Unendlichen. Roman. Leipzig, S. Fischer 1932. – XV. Escape to Life. Illustrated. Boston, Houghton Mifflin 1939. – XVI. The other Germany. New York, Modern Age Books 1940. – XVII. The Turning Point. Thirty-five Years in this Century. New York, L. B. Fischer 1942. – XVIII. Heart of Europe. An Anthology of Creative Writing in Europe 1920–1940. Edited by Klaus Mann and Hermann Kesten. New York, L. B. Fischer 1943. – XIX. André Gide and the Crisis of Modern Thought. New York, Creative Age Press 1943. – XX. André Gide. Die Geschichte eines Europäers. Zürich, Steinberg 1948. Erste deutsche Ausgabe. – XXI.Der Wendepunkt. Ein Lebensbericht. Frankfurt am Main, S. Fischer 1952. Erste deutsche Ausgabe.

Einige Gebrauchsspuren, teilweise gebräunt.

Grunewald 45, 47, 67, 69, 85, 94, 96, 119, 121, 122, 135, 171, 194, 197, 539, 620, 681, 699, 700, 934 und 963

768  Klaus Mann. Fluch und Segen.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Fragment einer Kantate aus dem Nachlaß. Herausgegeben von Uwe Naumann. Schriesheim, Edition Frank Albrecht 1997. Mit einem Frontispiz nach einer Radierung von Inge Jastram. Originalleinenband.

Erste Ausgabe. – Vierter Druck der Edition Frank Albrecht. – Eins von 50 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der signierten Radierung von Inge Jastram (Gesamtauflage 260). – Faksimileausgabe der bis dato unveröffentlichten Manuskripte »Fluch und Segen«, »Lied von den verlorenen Gesichtern« und »Der Erwartete« aus dem Nachlass in der Monacensia, Stadtbibliothek München. – Tadellos erhalten.

34,2 : 25,2 cm. 63, [1] Seiten, 1 Radierung; 107, [1] Seiten.

769  Robert Mapplethorpe – Arthur Rimbaud. A Season in Hell.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Translated by Paul Schmidt. With Photogravures by Robert Mapplethorpe. New York, The Limited Editions Club 1986. Mit acht Fotogravuren. Weinroter Originalziegenlederband mit schwarz geprägten Titeln. Im gefütterten Originalleinenschuber.

Eins von 1000 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Künstler und Übersetzer signiert. – Buchgestaltung von Ben Shiff. – Breitrandiger Pressendruck auf Bütten, Druck der Fotogravuren auf handgeschöpftem Kupferdruck-Papier, beides von Magnani. – Robert Mapplethorpe (1946–1989) begann 1972 als Autodidakt zu fotografieren, er fertigte bis dahin hauptsächlich Collagen aus Gemälden und Fundstücken aus Magazinen. Um hierfür eigene Bilder zu kreieren, fotografierte er zunächst mit einer Polaroid-Kamera. 1977 hatte er erste Ausstellungen in New York, 1988 – ein Jahr vor seinem Tod – folgte die große Retrospektive im Whitney Museum of Modern Art. – »Mapplethorpes vielfältiges Werk – homoerotische Bilder, Blumenstillleben, Kinderbilder, Auftragsporträts, Mixed-Media-Skulpturen – verbindet die Konstanz seiner Herangehensweise und Technik. Die Oberflächen seiner Drucke bieten eine scheinbar endlose Abstufung von Schwarz und Weiß, Schatten und Licht, und unabhängig vom Thema sind seine Bilder sowohl elegant als auch provokativ« (vgl. guggenheim.org).

29,3 : 19,9 cm. XII, 87, [10] Seite, 8 Fotografiken.

770  Franz Marc. Briefe, Aufzeichnungen und Aphorismen.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Erster [und] Zweiter Band. Berlin, Paul Cassirer 1920. Mit insgesamt 40 Tafeln, davon fünf farbig. Originalwildlederbände mit vergoldeten Titeln und Kopfgoldschnitt.

Eins von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe im Wildledereinband. – Der Tafelband gibt originalgetreu das letzte Skizzenbuch aus dem Felde in Lichtdruck wieder, der Textband enthält fünf farbige Lichtdrucke (einer doppelblattgroß) nach Zeichnungen von Franz Marc.

24,2 : 17,0 cm. 144, [4] Seiten; [6] Seiten, 35 Tafeln. – Gelenke an den Kapitalen berieben, oben etwas eingerissen. – Vorsätze etwas gebräunt, mit wenigen Stockflecken und handschriftlicher Notiz. Eine Tafel im Falz mit Filmoplast überklebt.

Feilchenfeld/Brandis 139.0

771  Charles Martin – Jean de La Fontaine. Contes et nouvelles en vers.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

Illustrés par Charles Martin. Premier [et] Deuxiéme Volume. Paris, Librairie de France 1930. Mit 64 Tafeln, davon 32 pochoirkoloriert. Dunkelrote Halblederbände mit rot-goldenen Marmorpapierbezügen und -vorsätzen; Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 350 Exemplaren der dritten Vorzugsausgabe auf Vélin d’Arches (Gesamtauflage 3412). – Splendide Ausgabe mit den schönen Illustrationen von Charles Martin (1884–1934), der zu den Illustratoren der bekannten Pariser Jugendstil-Modezeitschriften »Gazette du Bon Ton«, »Journal Des Dames et Des Modes« und der frühen »Vogue« zählte. Auch in seinen La Fontaine-Bildern gelingt ihm die Balance zwischen karikierendem Humor und frivoler Anzüglichkeit. – Der Buchschmuck in Türkis gedruckt. – Schönes Exemplar, die originalen Umschläge wurden eingebunden.

28,5 : 23,8 cm. [8], 249, [9]; XX, [2], [6], 361, [23] Seiten. 27 und 37 Tafeln.

Monod 6685

772  Gerhard Marcks – Philipp Otto Runge. Von dem Fischer un syner Fru.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 110

Hamburg, Grillen-Presse 1955. Mit elf Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text. Schwarz-grüner Originalbüttenpappband mit Schutzumschlag und Schuber.

Fünfter Druck der Grillen-Presse. – Eins von 830 Exemplaren, davon 650 für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft Hamburg. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Satz aus der Garamond der Lettergieterij Amsterdam. – Gedruckt auf Hahnemühle Kupferdruck-Bütten. – Tadellos schönes Exemplar.

23,7 : 17,7 cm. 21, [5] Seiten.

Lammek 486, 1–11. – Spindler 43.7 und 49.5. – Schauer II, 154

773  Frans Masereel – Victor Hugo. Notre-Dame de Paris.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Translated by Jessie Haynes. With a critical Introduction by Andrew Land and with Wood-Cut Illustrations by Frans Masereel. Volume One [and] Two. [New York], Limited Edition Club 1930. Mit 23 Holzschnitten, davon zwölf blattgroß, sowie einer (vierfach verwendeten) Holzschnitt-Vignette. Zwei Originalbroschuren. In Pappchemise und -schuber.

Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – Eins von 1500 Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Velin d’Arches. – Mit einem Frontispiz in Band I und je zwei Holzschnitten zu den elf Büchern des Textes; die kleine Notre-Dame-Vignette wurde auf beiden Titelblättern und beiden Umschlägen verwendet. – Gedruckt von R. Coulouma, Paris-Argentueil für die New Yorker Bibliophilenvereinigung. – Unbeschnittenes Exemplar in den Originalbroschuren, nach französischer Sitte überließ man die Wahl des Buchbinders dem Käufer. – Schönes Exemplar, erstaunlicherweise illustrierte Masereel nur diese englische Übersetzung.

25,5 : 19,7 cm. [4], XXIX, [1], 308, [2] und [4], 376, [2] Seiten. – Broschurumschläge etwas gebräunt.

Ritter C a 46

774  Ernst Matthes

Schätzpreis/Estimate: € 150 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 100

1878 – 1918. Als Privatdruck herausgegeben von Magdalene Blohm und Peter Hirschfeld. Hamburg 1929. Mit einer montierten Porträtfotografie und 31 montierten Tafeln, davon 13 farbig. Originalhalbpergamentband mit kalligraphiertem Rückentitel.

Eins von 70 Exemplaren. – Aus Anlass des zehnten Todestages des Künstlers erschienene bibliophile Ausgabe. Mit einem biographischen Vorwort von Peter Hirschfeld. 1927 schrieb Gottfried Sello anlässlich der ersten größeren Retrospektive in der Bremer Kunsthalle: »Eine Gedächtnisausstellung für einen Künstler, der in keiner Kunstgeschichte auch nur erwähnt ist, der vor 1914 lange in Paris gelebt hat und 1918 gefallen ist. Ernst Matthes hat kein abgeschlossenes Werk hinterlassen, aber ein hinreißendes Fragment […]« (zeit.de). – Selten.

28,7 : 22,8 cm. 14, [2] Seiten, 32 Tafeln. – Vorderdeckel minimal fleckig.

775  André Maurois. La vie de Disraëli.

Schätzpreis/Estimate: € 3000 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 2000 ( R7 )

Eigenhändiges Manuskript. Um 1925/26. 206 Blätter.

Das vollständige Manuskript für den biographischen Roman des elsässischen Schriftstellers und Historikes André Maurois (1885–1967). Das Leben des britischen Staatsmanns und Premierministers Benjamin Disraeli, Lord Beaconsfield, wurde nach der 1928–30 erschienenen deutschen Übersetzung auch hierzulande ein großer Erfolg und sorgte für die Bekanntheit des Dichters in Deutschland. – Das vorliegende Manuskript ist schon genau gegliedert in die Kapitel der drei Teile des Buches, weist aber noch viele Korrekturen und Anmerkungen auf. Noch finden sich auch Abweichungen, zumindest bei der Benennung und Nummerierung der Kapitel. – In Maurois’ zarter Handschrift mit blauer Tinte auf liniertes Papier geschrieben. Alle Blätter einseitig beschrieben und vom Dichter kapitelweise paginiert. – Mit zwei grünen Kartondeckeln, der vordere mit eigenhändigen Zitaten und Anmerkungen (u. a. »pour Valéry«), gebunden von E. Levitzky in braunes Ecraséleder, Rückentitel, Steh- und Innenkantenfileten und Kopfschnitt vergoldet. Lederspiegel, vorn mit großer goldgeprägter floraler Monogrammvignette. Orangefarbene Seidenvorsätze. – Tadellos erhalten, in Schuber mit Lederkanten und Marmorpapierbezügen. – »Beigabe«: André Maurois. La vie de Disraëli. Paris, Bernard Grasset 1927. Halblederband mit reicher Rücken- und Kopfschnittvergoldung, Originalumschlag eingebunden. – Widmungsexemplar der ersten Auflage. Exemplar 799 der Ausgabe C auf Velin pur Chiffon. – Mit eigenhändiger, schwer lesbarer Widmung mit dem Disraëli-Zitat »La vie est trop courte pour être petite«.

23,3 : 19,5 cm (Manuskript-Band); 20,5 : 14,5 cm. 341, [5] Seiten. Rücken gebräunt.

776  Friederike Mayröcker. Variantenverzeichnis,

Schätzpreis/Estimate: € 500 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 350

oder Abendempfindung an Laura. Bonn, Edition Octopus | Okeanus Presse 1989. Lose Blätter und Audiokassette. Zusammen in illustrierter Originalleinenkassette mit Gold- und Schwarzprägung.

Eins von 33 Exemplaren (Gesamtauflage 35). – Herausgegeben anlässlich Friederike Mayröckers 65. Geburtstags. – Im Druckvermerk von der Autorin signiert. – Die Prosa wurde eigens von der Autorin hierfür geschrieben und auf der Handpresse gedruckt. – Die Kassette entstand unter Verwendung der Zeichnung »Kerzenmensch« von Friederike Mayröcker. – Mit Text- und Kunstbeiträgen (»Ornithologisch-Poetische Hommage«) von Marcel Beyer, Ernst Jandl, Gerhard Rühm, Oskar Pastior, HG Kestel, Konrad Balder Schäuffelen u. v. a. – Audiokassette: »Friederike Mayröcker. Kölner Lesung 1988«.

43,5 : 31,0 cm (Kassette). 27 Kartonblätter, 33 Blätter, 1 Audiokassette.

777  Walter Mehring. Seemanns-Chor.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Lied. Musik von Willy Engel-Berger. Wien, Wiener Boheme Verlag [um 1925]. Notenheft, ein Doppel- und ein Einzelblatt mit farbiger Titelillustration von Anto Carte.

W.B.V. 1027. – Mehrings »Seemann-Choral« wurde zuerst 1920 in der Weltbühne abgedruckt. Ohne Nennung des Autors verbreitete sich das Lied und »überlebte« sogar das Dritte Reich. – Hier als Einzelausgabe mit Sing- und Klavierstimme, die Titelillustration stammt von dem belgischen Künstler Anto Carte (1886–1954) und ist im Druck signiert und datiert »1924«. – Mit Stempel »Ehrenexemplar – unverkäuflich« und Besitzerstempel.

33,5 : 27,0 cm. [6] Seiten. – Etwas fleckig, vereinzelte Anstreichungen.

778  Hans Meid – Honoré de Balzac. Dunkle Geschichten.

Schätzpreis/Estimate: € 180

Zuschlag/Hammerprice: € 140

Erster [und] Zweiter Band. München, Georg Müller 1918. Mit je sechs Radierungen von Hans Meid (I) und Wilhelm Thöny (II). Rote Halblederbände mit Rücken- und Kopfschnittvergoldung (signiert: Albert Günther, Wien). Zusammen im Schuber mit Lederkanten.

I. Der Staatsanwalt und andere Novellen. – II. Das Lebenselixier und andere Novellen. – Je eins von 1000 Exemplaren. – Übersetzt von Gisela Kühn-Etzel. – Sehr schöne Exemplare.

24,0 : 17,0 cm. 186 Seiten, 6 Radierungen; 221, [3] Seiten, 6 Radierungen. – 1 Seite mit kleinem Einriss.

Fromm I, 1416. – Meid: Jentsch XXI und 67–72

779  Felix Meseck – Novalis [Friedrich von Hardenberg]. Das Märchen aus Heinrich von Ofterdingen.

Schätzpreis/Estimate: € 180

Ausrufpreis/Starting bid: € 120

Radierungen von Felix Meseck. München, Piper 1920. Mit zehn Radierungen sowie radierter Titel- und Schlussvignette und einer radierten Initiale. Originalhalbmaroquinband mit Rückenschild und -vergoldung.

26. Druck der Marées-Gesellschaft. – Eins von 185 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 250). – Schöner breitrandiger Pressendruck auf kräftigem Bütten.

35,5 : 25,0 cm. [60] Seiten.

Rodenberg 369, 29. – Sennewald 20,4

780  Robert Motherwell – Octavio Paz. Tres poemas. Three poems.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 2500

Litografias por / Lithographs by Robert Motherwell. New York, The Limited Editions Club 1987. Mit 27 Lithographien. Originalleinenband mit einer Lithographie auf dem Vorderdeckel, in Originalleinenkassette.

Eins von 750 Exemplaren (Gesamtauflage 820). – Im Druckvermerk vom Künstler monogrammiert und vom Verfasser signiert. – Gedruckt auf »mould made paper« von C. E. Magnani, die Lithographien auf verschiedene Japanpapiere gedruckt und aufgewalzt. – Großartiges Malerbuch mit 27 Lithographien des amerikanischen Künstlers Robert Motherwell (1915–1991), der im Laufe seines Lebens nur vier Bücher originalgraphisch illustrierte. Die drei Gedichte des Literaturnobelpreisträgers Octavio Paz erschienen bereits 1979, das dritte Gedicht ist Motherwell gewidmet. – Für die Ausgabe des New Yorker Bibliophilenclubs wurden die Texte von Hand aus der Bodoni der Bauerschen Gießerei gesetzt und je ein Gedicht bei Wild Carrot Letterpress, Stamperia Valdonega und Heritage Printers gedruckt. Der spanische Text wurde in Rot, die englischen Nachdichtungen in Schwarz gedruckt. – Die Lithographien druckte Trestle Editions (Bruce Porter) von Aluminiumplatten.
Inhalt:
»Nocturno de San Ildefonso / « mit acht Lithographien auf »Japan Ganpi«
»Vuelta / Return« mit sieben Lithographien auf Japan Yame, davon drei nahezu doppelblattgroß
»Piel / Sonido del mundo · Skin / Sound of the World« mit elf Lithographien auf Japan Masa Dosa, davon eine nahezu doppelblattgroß und vier zweifarbig gedruckt
Tadellos schönes Exemplar des hervorragenden Künstlerbuchs.

55,0 : 46,0 cm. [132] Seiten.

Engberg/Banach 387.1–27

781  Movens.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 220

Dokumente und Analysen zur Dichtung, bildenden Kunst, Musik, Architektur. In Zusammenarbeit mit Walter Höllerer und Manfred de la Motte herausgegeben von Franz Mon. Wiesbaden, Limes 1960. Mit zahlreichen Tafeln und Abbildungen. Originalleinenband mit -schutzumschlag. – Mit Widmungen aller drei Herausgeber.

Erste Ausgabe dieser seinerzeit vielbeachteten Bestandsaufnahme der Schnittmengen der zeitgenössischen Kunst in ihren vielfältigen Bewegungen. – Etwa drei Jahrzehnte später widmeten die drei Herausgeber dem Vorbesitzer das Buch auf je einer der ersten Seiten: »zur Erinnerung an die Lesung in Berlin am 1.3.91 | Franz Mon«. – »Donnerwetter! Ein seltenes Buch gefunden! Berlin, Akademie der Künste am 1.11.88 | Walter Höllerer«. – »Manfred de la Motte am 7.12.92 K. Shiraga-Eröffnung bei Georg Nothelfer« mit René Char-Zitat.

25,3 : 21,5 cm. 200 Seiten, Bildtafeln. – Schnitt leicht fleckig. Schutzumschlag mit Falzeinriss.

782  Hermann Naumann – Luthers Tischreden.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Zusammengestellt von Jürgen Henkys und mit einem Essay von Walter Jens. – Zehn Punzenstiche von Hermann Naumann. Leipzig, Faber & Faber 2003. Mit 14 Abbildungen nach Punzenstichen, davon zehn ganzseitig. Originalleinenband. Mit zehn losen signierten Punzenstichen und einem Textblatt zur Suite in der Originalleinenkassette.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe A mit zehn (und hier zusätzlich weiteren sieben) signierten Punzenstichen auf Hahnemühle-Bütten. – Die Suite der seltenen Vorzugsausgabe enthält die ganzseitig im Buch abgebildeten Graphiken, darunter »Der Teufel verursacht Naturkatastrophen«, »Verachtung des Todes«, »Christus zum Teufel – regiere Du!« und »Tischgespräche«. Durch die zusätzlichen Graphiken liegen diesem Exemplar sogar die Originale zu allen 14 Abbildungen im Buch vor (davon drei doppelt). Die sieben zusätzlichen Stiche signiert, bezeichnet mit »Selbstdruck Punzenstich«, betitelt und datiert. – Hermann Naumann, geboren 1930, hatte sich bereits in den 1950er Jahren der alten und in Vergessenheit geratenen graphischen Technik des Punzenstichs zugewandt. »Über die Jahre blieb neben anderen Techniken der Punzenstich immer faszinierend für mein Werk. Die 14 Punzenstiche zu Luthers Tischreden werden sicher der Abschluß meiner Punzenstiche in zyklischer Form sein« (Vorwort). – Eindrucksvolles Spätwerk des Künstlers in einer unikaten Variante.

25,3 : 17,0 cm. 237, [3] Seiten (Buch), 39,5 : 27,0 cm (Stiche), 41,5 : 28,5 cm (Kassette).

783  Ernst Wilhelm Nay. Eigenhändige Ansichtskarte mit Unterschrift.

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 100

Ronchi/Toscana, Juni 1967 (Poststempel).

An Hans G. Grassmann, den zweiten »Haus- und Hängemeister«, der von 1927–1972 für den Kölner Kunstverein tätig war. – Dankt für Glückwünsche zu seinem 65. Geburtstag. – Ab Anfang der 1950er Jahre wurde Köln Lebens- und Arbeitsmittelpunkt Ernst Wilhelm Nays. Hier entstanden seine berühmten Scheibenbilder. – Mit Ansicht der Villa Irene im toskanischen Rochi, wo Nay offenbar seinen Geburtstag gefeiert hatte. – Die knappe Adressierung ergänzte Nay noch mit Bleistift um den Zusatz »Josef Haubrich Hof«, dem gerade eröffneten Domizil des Kunstvereins, benannt nach dessen langjährigem Vorstandsmitglied. – In Passepartout montiert.

784   William Nicholson The Owl.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

A Miscellany. No. 1, 2 [and] The Winter Owl. London 1919 und 1923. Mit 32 meist farbigen Tafeln. Farbig lithographierte Originalbroschur bzw. -pappbände.

Vollständige Folge der englischen Literaturzeitschrift, von der im Gründungsjahr zwei (Mai und Oktober) Ausgaben und erst 1923 der abschließende Band »The Winter Owl« erschienen. – Enthält Beiträge in Wort und Bild von Max Beerbohm, Siegfried Sassoon, T. E. Lawrence, John Doyle, Enoch Soames, Robert Graves, John Crowe Ransome, John Masefield, John Galsworthy, Thomas Hardy, Walter de la Mare, Rockwell Kent, Vachel Lindsay, Edwin Lutyens, William Nicholson, etc. – Die ersten beiden Ausgaben erschienen bei Martin Secker, der Schlussband bei Cecil Palmer, alle wurden gedruckt bei Vincent Brooks, Day & Son. Die Umschlagillustration entwarf William Nicholson, der neben Robert Graves als Herausgeber genannt wurde. – Heft 1 als Vorzugsausgabe mit einem Extrablatt mit 18 Originalsignaturen von Thomas Hardy, Max Beerbohm, John Galsworthy, William Nicholson, Siegfried Sassoon u. a. Beiträgern zur Zeitschrift.

31,5 : 25,5 cm., [2], 29, [1]; [2], 54, [4]; 60 Seiten. 10, 12, 10 Tafeln. – Band 2 und 3 leicht bestoßen, Rücken von Band 2 etwas angeplatzt. Band 1 (Broschur) in Originalschuber.

785  Blinky Palermo – Heinz Gappmayr. Visuelle Gedichte.

Schätzpreis/Estimate: € 5000

Zuschlag/Hammerprice: € 6500

Palermo. Fünf Miniaturen. Duisburg, Guido Hildebrandt 1972. Mit fünf signierten Farbfolien-Prägedrucken. Originalbroschur.

Hundertdruck XII. – Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Autor, die Graphiken vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Aquarellbütten. – Blinky Palermo (1943-1977) (eigentlich Peter Heisterkamp) studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie und war Meisterschüler von Joseph Beuys und Teilnehmer der Biennalen in São Paulo und Venedig sowie der Documenta. Seine Werke sind in den bedeutenden Museen der Welt vertreten.

39,7 : 26,8 cm. 28 Blätter.

Spindler 157.12

786  Max Papart – Pierre Tilman. Espace étranglé.

Schätzpreis/Estimate: € 400 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 250 ( R7 )

Eaux-fortes de Max Papart. Pointes sèches de Jean-Pierre Le Boul’ch. Ohne Ort, 1967. Mit zwei Aquatintaradierungen, eine signiert, und zwei Kaltnadelradierungen, alle ganzseitig und mit dem Text auf losen Doppelblättern in Originalumschlag und -schuber.

Eins von 90 Exemplaren, weitere zehn als Belegexemplare. – Auf Vélin d’Arches. – Im Druckvermerk von beiden Künstlern und dem Dichter signiert. – Max Papart signierte und nummerierte die zweite Aquatintaradierung. – Schönes Exemplar. – Pierre Tilman. L’esclavage n’a pas été aboli. Bagnols-sur-Cèze, Editions Chambelland 1970. Mit einer signierten Radierung von Max Papart. Originalbroschur. Erste Ausgabe. Eins von 30 Exemplaren, weitere drei als Belegexemplare, auf Vélin d’Arches. Unaufgeschnitten.

10,5 : 18,2 cm. [26] Blätter. – 18,8 : 11,9 cm. 73, [3] Seiten, 1 Radierung. Radierung linksseitig etwas gebräunt (Abklatsch).

787  Max Papart – Michel Bohbot. Des mots contre le vent.

Schätzpreis/Estimate: € 400 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 250 ( R7 )

Trois gravures originales de James Coignard, Max Papart, Shoichi Hasegawa. Braine-le-Comte, Lettera Amorosa 1974. Mit drei signierten Farbradierungen, eine mit Prägedruck. Lose Doppelblätter in Originalumschlag.

Eins von 64 Exemplaren (Gesamtauflage 80). – Auf Vélin d’Arches. – Drei Texte, jeder einem der beteiligten Künstler gewidmet. – Die Radierungen jeweils auf einem Doppelblatt gedruckt, signiert und nummeriert. Die Radierung von Coignard mit Prägedruck und übermalt.

21,0 : 14,8 cm. [16] Seiten, 3 Radierungen. – Vorderumschlag leicht gebräunt und mit kleinem Fleck.

788  Max Papart – Michel Bohbot. Naissance des signes.

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 200 ( R7 )

Trois eaux-fortes originales de Max Papart. Paris 1978. Mit drei signierten Farbradierungen mit Prägedruck. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und schwarzer Originalleinenchemise und -schuber.

Eins von 50 Exemplaren auf Velin d’Arches (Gesamtauflage 72). – Erschienen als Band VII von »A Parole Donnée«. – Auf Vélin d’Aches. – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Max Papart (1911–1994) schuf ein umfangreiches Werk, neben Graphiken vor allem Gemälde und Collagen. Auch seine Radierungen gewinnen durch die zusätzlich verwendeten Techniken wie farbige Aquatinta und Prägedruck bildhaften Charakter. – Tadellos schönes Exemplar.

16,3 : 16,7 cm. [20] Seiten, 3 Radierungen.

789  Jürgen Partenheimer – Cees Nooteboom. De slapende goden. Les dieux dormants. Jürgen Partenheimer. Sueños y otras mentiras.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Ausrufpreis/Starting bid: € 800

Gent, Ergo Press 2005. Mit zwei farbigen blattgroßen Lithographien und Illustrationen von Jürgen Partenheimer. Farbig illustrierte Originalbroschur im Acrylglasschuber.

Eins von 24 Exemplaren der niederländisch-französischen Ausgabe, weitere 24 erschienen mit deutschem Paralleltext. – Mit einer signierten Suite der beiden Lithographien. – Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Gedruckt auf Velin »Saunders Waterford«. – Ein Künstlerbuch, »in which the minimalism of Partenheimer is juxtaposed to Nooteboom’s ›poetry of place‹« (Webseite der Ergo Press). – Tadellos erhalten.

28,5 : 38,7 cm. [52] Seiten.

790  Julius Pascin – Heinrich Heine. Aus den Memoiren des Herrn von Schnabelewopsky.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Mit lithographischen Zeichnungen von Julius Pascin. Berlin, Paul Cassirer 1910. Mit 36 Lithographien, davon acht blatt- und eine doppelblattgroß, sechs koloriert. Originalseidenband mit Vorderdeckelillustration unter Passepartoutausschnitt; vergoldet.

Vierter Druck der Pan-Presse. – Eins von 250 Exemplaren auf Old Stratford Papier (Gesamtauflage 310). »Es war, wenn ich mich recht erinnere, das erste kostbare Buch der ›Pan-Presse‹, die wir gegründet hatten. Seine Bilder illustrierten Heine nicht nur, sondern schufen auch eine ganz neue Welt voll von übermütigem Witz, Grazie, Kühnheit und zartesten Linien.« (Wilhelm Herzog, zitiert nach Feilchenfeldt/Brandis). – Das Buch war Paul Cassirers »Diskussionsbeitrag« zu der aus antisemitischen Gründen umstrittenen Errichtung eines Heine-Denkmals in Düsseldorf. – In privater Leinenkassette.

31,5 : 24,0 cm. [4], 83, [3] Seiten. – Einband etwas angestaubt. – Zwischen zwei Lagen im Falz gebrochen.

Rodenberg 452, 4. – Feilchenfeldt/Brandis 96.0. A. – Lang, Impressionismus 151

791  Otto Piene – Rose Ausländer. Inventar.

Schätzpreis/Estimate: € 700

Zuschlag/Hammerprice: € 950

Otto Piene. 4 mehrfarbige Siebdrucke. Duisburg 1972. Mit vier signierten Farbserigraphien, eine davon auf dem Umschlag. Originalbroschur mit illustriertem Papier- und Folienumschlag im Originalschuber.

Hundertdruck XIII. – Eins von 100 Exemplaren. – Die Graphiken vom Künstler, das Impressum von der Autorin signiert. – Auf Kupfertiefdruckbütten gedruckt und als Blockbuch gebunden.

39,2 : 26,5 cm. [32] Seiten. – Buchblock oben vom Umschlag gelöst.

Spindler 157.13

792  Martin E. Philipp – Friedrich Schlegel. Lucinde.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 320

Mit Radierungen von Martin E. Philipp. [1920]. Mit radiertem, signiertem Titelblatt und sieben Radierungen auf Tafeln. Illustrierter Originalseidenband.

Eins von 200 nummerierten Exemplaren. – Erschienen als Privatdruck für Freunde des Künstlers. – Die Radierungen in der Platte monogrammiert. – Martin Erich Philipp (1887–1978) studierte an der Dresdner Kunstakademie. Seine Vorliebe für Frivoles und erotische Illustrationen brachte ihm den Ruf als »Interpret lüsterner Sinnlichkeit« ein. Das Radieren war sein Meisterfach, »hier schuf er einen eleganten Linienstil, der die modischen Vorlieben seiner Zeit zu einer hohen künstlerischen Form steigerte« (Gert Claußnitzer in »M. E. Philipp, Das druckgraphische Werk«).

23,5 : 15,5 cm. [6], 162, [6] Seiten, 8 Radierungen. – Kanten unmerklich berieben.

Hayn/Gotendorf IX, 531. – Götze C 2

793  Martin E. Philipp – Heinrich Heine. Die Bäder von Lucca.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Mit sieben Radierungen von Martin E. Philipp. Heidelberg, Richard Weissbach 1921. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel.

Eins von 200 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Radierungen wurden von O. Felsing in Leipzig »nach persönlichen Angaben des Künstlers« (Druckvermerk) auf der Handpresse gedruckt. – Auf Zanders-Bütten. – Alle Radierungen in der Platte bezeichnet »MEPH Okt. 1918«. – Philipp gilt als einer der renommiertesten Graphiker der erotischen Kunst. Er schuf zahlreiche Exlibris.

31,7 : 23,7 cm. 75, [5] Seiten. – Ränder schwach berieben. – Hintere Seiten am Unterrand mit schwachem Feuchtigkeitsfleck.

Sennewald 21. – Götze C 3

794  Imre Reiner – John Donne. The Poems.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 340

Selected, introduced, and annotated by Frank Kermode. Wood engravings by Imre Reiner. Cambridge, The Limited Editions Club 1968. Mit 32 Holzstichen im Text. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel. In gefütterter Kassette mit Lederrücken.

Eins von 1500 Exemplaren, hier im Druckvermerk vom Künstler signiert und als »my own copy 19. IX. 68« bezeichnet. – Mit einer signierten Suite aller 32 Holzstiche in Probedrucken (»proof«) auf Japan, einer davon farbig und »for Donne« bezeichnet, alle montiert auf nachgebundene Büttenblätter.

28 : 17 cm. [2], 198, [2] Seiten, XXIV, [2], 32 Holzstiche.

Tiessen III, 36

795  Gerhard Richter. Atlas.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 220

Herausgegeben von Fred Jahn. Mit einem Text von Armin Zweite. München, Fred Jahn 1989. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit illustriertem Schutzumschlag.

Der Umfang von Gerhard Richters Arbeit »Atlas der Fotos, Collagen und Skizzen« hat sich seit der letzten Ausstellung 1976 auf knapp 500 Tafeln erweitert. Vorliegender Katalog dokumentiert die Ausstellungen im Lenbachhaus, München, 1989 und Museum Ludwig, Köln, 1990. – Dazu: Gerhard Richter. Landscapes. Ostfildern-Ruit, Cantz 1998. Originalpappband mit Schutzumschlag. – Beide vom Künstler auf dem Vorsatzblatt signiert. – Beigabe: Gerhard Richter. Bilder 1963–2007. Ausstellungskatalog National Art Museum of China, Beijing, 2008.

32,0 : 24,5 cm. 232, [4] Seiten.

796  Gerhard Richter.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Band I [bis] III. Ostfildern 1993. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschuren, zusammen im Schuber.

I. Katalog der Ausstellung 1993/94 in Paris, Bonn, Stockholm und Madrid. – II. Texte von Benjamin H. D. Buchloh, Peter Gidal und Birgit Pelzer. – III. Werkübersicht. Catalogue raisonné 1962–1993. – Band I mit eigenhändiger Widmung von Gerhard Richter auf dem Titelblatt. – Dazu: Gerhard Richter. Herausgegeben von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Mit einem Essay von Armin Zweite und dem Werkverzeichnis 1993–2004. 2005. Originalpappband. Auf dem Vortitelblatt vom Künstler signiert. Fortsetzung des Werkverzeichnisses.

797  Der Zeichner Hans Theo Richter.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausrufpreis/Starting bid: € 170

[Herausgegeben von der] Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung. Dresden 1999. Mit zahlreichen ganzseitigen Farbabbildungen. Originalpappband mit Büttenbezug und illustriertem Originalschutzumschlag.

Eins von 30 nummerierten Vorzugsexemplaren mit einer beigelegten Tuschzeichnung (Skizze Zwei Enten, 10 : 19 cm, auf Bütten, rückseitig mit dem Nachlass-Stempel). – Ausstellungskatalog der Galerie Pels-Leusden – Villa Grisebach. – Tadellos erhalten. – Dazu: Werner Schmidt. Hans Theo Richter. Zum 60. Geburtstag anlässlich der Ausstellungen in der Deutschen Akademie der Künste Berlin und dem Dresdner Kupferstichkabinett. 1962. Originalpappband mit illustriertem Umschlag. Vom Künstler signiert und 1991 vom Verfasser gewidmet. Mit dem Werkverzeichnis der Lithographien.

28,4 : 23,7 cm. 96 Seiten.

798  Rainer Maria Rilke. Die Sonette an Orpheus.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 2000

Geschrieben als ein Grab-Mal für Wera Ouckama Knoop. Leipzig, Insel 1923. Grüner Halblederband mit vergoldetem Rückentitel. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Auf einem vorgehefteten Büttenblatt die eigenhändige Widmung des Dichters »Á Madame Cella Delavrancea Lahovary hommages dévonés«, signiert und datiert »Paris, en mars 1923«, also für die rumänische Klaviervirtousin Delavrancea (1887–1991), die damals in dritter Ehe mit Philippe Lahovary verheiratet war. Die Tochter des rumänischen Dichters Barbu Ștefănescu Delavrancea galt als musikalisches Wunderkind. Im September 1944, kurz vor Kriegsende, dedizierte die Musikerin das Buch dem Philosophen Mircea Aurel Vulcănescu (1904–1952). – Die »Sonette« erschienen im März 1923, kurz vor den »Duineser Elegien«. Rilke versandte damals eine ganze Reihe von Widmungsexemplaren, auch aus der öffentlichen Ausgabe. – Dazu: Vom Alleinsein. Ein Brief R. M. Rilkes. Frankfurt am Main [1951/52]. Originalleinenbroschur. Erste Ausgabe des 1915 geschriebenen Briefes an Jomar Förste, mit einem Nachwort von Gotthard de Beauclair. Zweiter Druck der Trajanus-Presse. Eins von 500 nummerierten Exemplaren für die Gesellschaft der Bibliophilen. Erste Veröffentlichung in der Palatino-Kursiv von Hermann Zapf. Ehemals Sammlung Helmut Goedeckemeyer.

22,3 : 14,0 cm. 63, [1] Seiten. – Bünde leicht berieben, Vorsätze erneuert. – Minimal stockfleckig.

Mises 100 und 212. – Sarkowski 1357

799  Rainer Maria Rilke. Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 800

Geschnitten von Hermann Schardt. Essen 1933. Mit 13, teils ganz- bzw. doppelseitigen Textholzschnitten. Flexibler ziegelroter Saffianlederband mit vergoldetem Titel. Im Schuber.

Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Eindrückliche Arbeit, die ihren Reiz aus der gestalterischen Einheit von Schrift und Bild gewinnt. Sowohl Text als auch Illustrationen wurden von Hermann Schardt entworfen und in Holz geschnitten. – Schardt (1912–1984) war seit 1935 Lehrer an der Essener Kunstgewerbeschule und ab 1948 Direktor der dortigen Folkwang Werkkunst-Schule. – Für seinen somit noch in seiner Ausbildung in Essen entstandenen »Cornet« erhielt er 1935 den 1. Dürerpreis der Stadt Nürnberg (Vollmer IV, 174). – Wohl nur in kleiner Auflage erschienen. – Auf Japon nacré gedruckt und als Blockbuch gebunden. – Sehr selten und tadellos erhalten.

23,5 : 23,8 cm. 22 unnummerierte Seiten.

Nicht bei Ritzer u. Mises

800  Robert Ryman – Samuel Beckett. Nohow on.

Schätzpreis/Estimate: € 2000

Zuschlag/Hammerprice: € 1300

With Etchings by Robert Ryman. New York, The Limited Editions Club 1989. Mit sechs Aquatintaradierungen. Schwarzer Originalziegenlederband mit vergoldeten Titeln. In gefütterter Originalleinenkassette mit Lederrückenschild (signiert: Carol Joyce).

Eins von 550 Exemplaren – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Buchgestaltung von Ben Shiff. – Gedruckt auf der Shagbark Press auf Papier von Magnani. – Die Radierungen wurden auf Arches-Bütten gedruckt. – Die Aquatintaradierungen von Robert Ryman (geboren 1930), der als Vertreter der Analytischen Malerei gilt und sich in seiner Arbeit als Künstler vielfältig mit der Farbe Weiß auseinandergesetzt hat, sind typisch für seine Besessenheit von Licht und räumlichen Beziehungen und ihre körnigen, milchweißen Oberflächen sind eine perfekte Visualisierung von Becketts illusionistischen und paradoxen Kurzgeschichten. Die kurzen Texte »Company«, »Ill see, Ill said« und »Worstward Ho« erschienen erstmals Anfang der achtziger Jahre, hier vereint unter dem Titel »Nohow«. »Die von Ryman bevorzugte äußerste Sparsamkeit der künstlerischen Mittel zeigt Verwandtschaft mit der späten Sprache des Dichters Beckett, der sie fast bis zur Grenze des Schweigens löscht. Endlose, subtilste Unterscheidungen werden im Text sowie im Bild wahrnehmbar« (Papiergesänge).

27,5 : 19,0 cm. [8], 128, [14] Seiten, 6 Radierungen.

Papiergesänge 161. – Castleman 201