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Lot 801 – 822 | Hesse-Auktionen
Lot 801 – 822

801  Klaus Zylla – Thomas Bernhard. Die Irren. Die Häftlinge.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Gedichte. Klaus Zylla · Zeichnungen. Berlin, Galerie auf Zeit 1994/1997. Mit 25 ganzseitigen Serigraphien, davon sechs farbig übermalt, signiert und datiert »97«. Originalhalbleinenband mit montierter Titelserigraphie auf dem Vorderdeckel.

Eins von 80 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Auf schwerem Kupferdruckpapier. – Der gesamte Text, geschrieben von Zylla, und alle Illustrationen wurden serigraphiert. Durch die sechs in Gouache übermalten Blätter, die von Exemplar zu Exemplar wechselten, entstanden 80 Unikatbücher. – Erschienen anlässlich der gleichnamigen Ausstellung in der »Galerie auf Zeit«, die im Dezember 1994 eröffnet wurde. Die Auflage wurde erst im Laufe der Folgejahre fertiggestellt. – Beilage: Ausstellungsplakat. Serigraphie und Offset. Eins von 100 signierten Exemplaren.

52,5 : 76,5 cm. [28] Seiten.

Katalog Würth 2003, Seite 116ff

802  Klaus Zylla – Bertolt Brecht. Vom Mitmensch.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 250

Zeichnungen Klaus Zylla. [Berlin,] Galerie auf Zeit 1997. Mit Siebdrucken nach Zeichnungen und Handschrift. Originalpappband im illustrierten -schuber (Markus Rottmann).

Eins von 50 Exemplaren. – Impressum vom Künstler signiert. – Herausgegeben von Thomas Günther. – Serigraphiert nach der Handschrift und den Zeichnungen von Klaus Zylla. – Der Text von Bertold Brecht wurde zum ersten Mal 1927 in seiner »Hauspostille« veröffentlicht. – »Zylla schuf zuerst ein Unikat-Buch mit wilden Figuren und überschwänglicher Sinnlichkeit. Ich zeigte es Barbara Schall, der Tochter von Bertolt Brecht. Als Inhaberin der Rechte wachte sie gewöhnlich streng über das Werk ihres Vaters, doch das Zylla’sche Unikat überzeugte sie auf Anhieb« (Thomas Günther).

43,0 : 29,5 cm. [20] Seiten.

Katalog Würth 2003, Seite 107. – Isphording II, 205

803  Klaus Zylla – Ernst Jünger. Weiße Nächte.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Vorwort Heino Schwilk. Grafik und Schrift Klaus Zylla. Berlin, Galerie auf Zeit 1997. Mit elf signierten blattgroßen Serigraphien. Weißer Originalleinenband mit serigraphiertem Vorderdeckel. Im Originalschuber mit Deckeltitel.

Eins von 103 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Der Text wurde nach der Handschrift Klaus Zyllas serigraphiert. – Die Texte sind den Kapiteln »Weiße Nächte« und »Opium« aus Ernst Jüngers Buch »Annäherungen. Drogen und Rausch« entnommen.

46,0 : 34,4 cm. [28] Seiten.

Katalog Würth 2003, Seite 120ff

804  Klaus Zylla – Antonin Artaud. Fragmente eines Höllentagebuchs.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausrufpreis/Starting bid: € 300

Serigraphien und Text von Klaus Zylla. Berlin, Edition L’imagination au pouvoir 1998. Mit 32 blattgroßen Farbserigraphien. Illustrierter Originalhalbleinenband.

Eins von 50 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Übersetzung des Textes aus »Le pèse-nerfs« stammt von Gerd Henniger. – Gedruckt von Thomas H. Weber im Atelier Herzattacke. – Auf Zerkall-Bütten. – Die Serigraphien vereinen die Bilder und den von Zylla handgeschriebenen Text. – »Einerseits wird die poetische und literarische Botschaft mit dem zugleich konkretesten wie abstraktesten Mittel – der Schrift – in die Anschaulichkeit übersetzt, andererseits lösen sich die Mittel der Malerei – Form und Farbe – gleichzeitig immer mehr von der dingverhafteten Darstellung bis hin zu rein ungegenständlichen Bildern. […] Klaus Zylla gehört ganz einfach zu jenen hellsichtigen künstlerischen Geistern, die dem lebenslänglichen Hiersein dadurch standhalten, dass sie sich Bilder vom versteckten Irrsinn machen, den wir in unserem närrisch-betriebsamen Alltag übersehen.« (Jörn Merkert, in: Klaus Zylla, Bilder und Künstlerbücher in der Sammlung Würth, Künzelsau 2003).

29,0 : 44,0 cm. [34] Seiten.

Katalog Würth 2003, Seite 124ff

805  Klaus Zylla – Sinn Wahn stiftend all …

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Gedichte und Fragmente von Maximilian Barck. Lithographien von Klaus Zylla. Berlin, Edition Maldoror 1999. Mit sechs signierten Farblithographien. Originalleinenband mit montierter Lithographie auf dem Vorderdeckel (Markus Rottmann).

Eins von 70 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Satz von Rainer Tschernay aus der Caslon. – Den Text druckte Klaus Regel, die Lithographien Steffen Tschesno. – Aus Hahnemühle-Velin »Alt Worms«. – Dazu: Eberhard Häfner. Ballade a la Baise. Berlin, Edition Maldoror 2003. Mit sechs signierten Radierungen von Klaus Zylla. Originalpappband. Eins von 20 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 50). Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert.

40,0 : 34,3 cm. [16] Seiten. 6 Lithographien.

806  Klaus Zylla – Eberhard Häfner. Ballade a la Baise.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Mit sechs Radierungen von Klaus Zylla. Berlin, Edition Maldoror 2003. Mit sechs signierten Radierungen. Originalpappband.

Eins von 20 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 50). – Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Dazu: Klaus Zylla. – Sinn Wahn stiftend all … Gedichte und Fragmente von Maximilian Barck. Lithographien von Klaus Zylla. Berlin, Edition Maldoror 1999. Mit sechs signierten Farblithographien. Originalleinenband mit montierter Lithographie auf dem Vorderdeckel. Eins von 70 Exemplaren. Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

38,2 : 28,5 cm. [16] Seiten, 6 Radierungen.

807  Klaus Zylla – Thomas Brasch. Den eigenen Worten aus dem Sinn.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 260

Gedichte. Klaus Zylla · Zeichnungen. Berlin, Galerie auf Zeit 2004. Mit 25 ganzseitigen Serigraphien und zwölf serigraphierten Textblättern. Originalpappband mit serigraphierter Deckelillustration (Markus Rottmann).

Eins von 30 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Illustrationen auf starkem Büttenkarton, die zwölf Gedichte in Rot auf Transparentpapier serigraphiert. – Die farbigen Vorsätze mit einem Begleittext »Der andere Thomas« des Herausgebers Thomas Günther.

50,0 : 35,0 cm. [28] Seiten, [12] Blätter.

808  Klaus Zylla – Egon Günther. Fritz und Lou betreten den Raum – eine Liebesgeschichte –

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

oder Friedrich und Lou – ein Traktat. Grafik Klaus Zylla. Berlin, Galerie auf Zeit 2007. Mit 16, meist ganzseitigen Serigraphien. Originalhalbleinenband mit serigraphierter Deckelvignette (Markus Rottmann).

Eins von 40 Exemplaren (Gesamtauflage 60). – Im Impressum von Autor und Künstler signiert. – »Die Idee dieses Künstlerbuches geht zurück auf das Friedrich-Nietzsche-Filmprojekt ›Das Messer (Nietzsche – Liebe, Tod, Verklärung)‹ von Egon Günther. Der hier vorliegende Prosatext wurde – in Form dieser Erstveröffentlichung – eigens für dieses Buch geschrieben. Durchaus beabsichtigte orthografische Eigenheiten folgen den Intentionen des Autors« (Druckvermerk). – Auf ungefalzten Velinbögen. Zylla zeichnete seine Illustrationen auf Andruckbogen eines spanischen Kataloges, dessen Textfragmente mitserigraphiert wurden.

64,5 : 52,5 cm. [34] Seiten.

809  Eremiten-Presse – Broschur.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Nummern 1–100, meist in den signierten Vorzugsausgaben, in 92 Bänden. Düsseldorf 1969–1980. Mit zahlreichen, teils farbigen Originalgraphiken. Originalbroschuren, meist illustriert.

Umfangreiche Folge, bis zum Jubiläumsband 100 nahezu vollständig – es fehlen nur die Nummern 31 und 95. – Von den meisten Bände erschien eine von Autor und/oder Künstler signierte Vorzugsausgabe. In dieser Art hier 29 Bände, weitere vier in der absoluten Vorzugsausgabe mit einer beigelegten signierten Originalgraphik. – Mit Texten von Gerd Hoffmann, Christa Reinig, Peter O Chotjewitz, Gerhard Rühm, Ernst Jandl, Martin Walser, Gabriele Wohmann, Christoph Meckel, Max Maetz, Mascha Kaleko, Friederike Mayröcker u. a. m. – Sehr gut erhalten. – Eine Beigabe.

19,0 : 12,5 cm.

810  Eremiten-Presse – 19 Werke der Presse.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 580

Stierstadt 1957–1967.

Interessantes Konvolut mit einigen sehr seltenen und frühen Ausgaben: I. Günter Bruno Fuchs. Nach der Haussuchung. Gedichte und Holzschnitte. 1957. Mit fünf blattgroßen Klischeedrucken und einem sechsten auf dem Umschlag. Originalbroschur. – II. Ali Schindehütte. Hampelmaennleins Koerperschule. [1962]. Mit 13 Linolschnitten und einem weiteren auf dem Umschlag. Originalwellpappeinband. Eins von 100 Exemplaren. Auf Packpapier gedruckt. Eine der frühesten eigenständigen Veröffentlichungen Schindehüttes. Widmung auf dem Titelblatt. – III. Publius Ovid Naso. Metamorphosos. 1966. Mit acht farbigen Maschinenmalereien (Materialdrucken) von Hannelore Köhler. Eins von 350 Exemplaren. Deutsch nach Aloys Blumauer. Delikatessen, herausgegeben von Dieter Huelsmanns, 1. – IV. Stierstädter Gesangbuch. Böse Lieder. Herausgegeben von Friedolin Reske. 1968 [1967]. Mit 21 Originalgraphiken, meist farbige Offsetlithographien, von Jäger, Endrikat, Degenhardt, Schultze u. a. – 15 weitere Werke (Liste auf Anfrage).

Spindler 1.112, 175, 242 u. 244. – Reske 92, 176, 214 und 231

811  Eremiten-Presse – 32 Werke der Presse,

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

teils in signierter Vorzugsausgabe, teils mit beigelegter signierter Extragraphik. Düsseldorf 1971–1982. Meist mit originalgraphischen Illustrationen. Originalbroschuren.

Alle in kleinen, teils nummerierten Auflagen erschienenen. – 19 Ausgaben im Druckvermerk von Autor und/oder Künstler signiert, davon sechs als Vorzugsausgaben. – Unter den Autor/inn/en Gabriele Wohmann (7), Marie Luise Kaschnitz (4), Bele Bachem (2), Margarete Hannsmann (2) u. a., die Illustrationen von Christoph Meckel, Klaus Endrikat, Axel Hertenstein, Bernhard Schultze, HAP Grieshaber u. a. – Meist als Blockbücher gedruckt und gebunden. – Sehr gut erhalten. – Vollständige Titelliste auf Anfrage.

30 : 21 cm.

812  Eremiten-Presse – Christa Reinig. Die Ballade vom blutigen Bomme.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Original-Linol- und Holzschnitte von Christoph Meckel. Düsseldorf 1972. Mit acht doppelblattgroßen signierten Originalgraphiken. Illustrierter Originalhalbleinenband.

Erste Ausgabe. – Eins von 180 Exemplaren. – Außergewöhnlich schönes und originell gestaltetes Künstlerbuch. Die Schnitte wurden jeweils in ein asymmetrisch gefalztes Büttenblatt gedruckt, auf der Außenseite jeweils Text und Nummerierung. – Auf festem Velin. – Handsatz aus der Block schmal, gedruckt von Rolf Dettling, gebunden bei Emil Weiland. – Dazu: Es braust mein Blut in blühender Brunst. Originalholzschnitte von Peer Wolfram zu Texten von Richard Wagner. Düsseldorf 1974. Mit 14 signierten Holzschnitten. Illustrierter Originalhalbleinenband. Eins von 200 Exemplaren. Die Holzschnitte entstanden bereits 1965. Abgedruckt auf gefalzte weiße Maschinenbüttenblätter, die Texte in Blau auf fliederfarbenem Papier. – Beigabe: Zehn weitere Editionen der Presse. 1967–1983. Unter anderem zwei signierte Erstausgaben von Gerhard Rühm.

33,5 : 24,5 cm. – Unterkante minimal bestoßen.

Spindler 90.19 und 90.25. – Reske 299 und 334

813  Kaldewey Press – John Eric Broaddus. Sphinx and the bird of paradise.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 750

Düsseldorf und New York, Edition Gunnar A. Kaldewey 1981–1991. 14 Blätter mit Ausschnitten, teils mit Farbkopien beklebt. Originalpappband mit montiertem Deckelbild, in Chemise mit silbergeprägtem Rückentitel und Schuber.

Edition Kaldewey 3. – Erste Ausgabe. – Eins von 20 Exemplaren im Pappband (Gesamtauflage 25 von 30 gedruckten). – John Eric Broaddus war ein exzentrischer Performance Künstler, der durch seine Kostüme die New Yorker Disco Szene (Studio 54 etc.) in Erstaunen setzte. Ausserdem machte er sehr sorgfältig ausgeführte und farbenprächtige Unikat-Bücher. Dieses ist das einzige Buch zu seinen Lebzeiten, welches in einer – wenn auch kleinen – Auflage erschien. Durch die komplizierten Ausschnitte in den Seiten, die John Eric nur selber ausführen konnte, zog sich die Herstellung über Jahre hin. Er starb 1990 an Aids, nur 5 Exemplare waren fertig, die ich als Vorzugsausgabe in Leder binden liess«. (Gunnar A. Kaldewey). Bei den übrigen Exemplaren blieben die letzten drei Seiten unbeschnitten. – Mit datiertem Schenkungsvermerk des Herausgebers.

30,9 : 28,9 cm. 14 Blätter, [4] Seiten. – Innenseite der Chemise mit kleiner Schabstelle.

Dubansky/Strauss 69 und 103. – Kat. WLB Stuttgart 29

814  Kaldewey Press – ABC.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 1600

New York 1983. 26 Typographiken und eine Serigraphie. Hellgrauer Originalkalblederband mit Silberprägungen (Christian Zwang). In der grauen Originalleinenbox.

Laut Druckvermerk eins von 15 der »Special Edition« (Gesamtauflage 42). – Mit einer in Silber gedruckten Serigraphie (Poestenkill Tower) auf Folie, mit Sprühlack in drei Farben getönten Vorsatzpapieren und den 26 Typographiken zu den Buchstaben des Alphabets in Blau und Violett, bei den »special copies« gedruckt auf grünes, gelbes und rosafarbenes Luftpostpapier (onion skin paper) von Edgeworth. – Das erste Buch von Gunnar Kaldewey, welches er im Turm seines Landsitzes druckte. Er hatte zahlreiche alte Schriften und ebenso das dünne, grellfarbige Papier von einer Druckerei in Saratoga Springs erworben. Das Buch bildet eine »typographische tour de force«. Nach Erinnerung Kaldeweys im Stuttgarter Katalog wurden von der Special Edition laut Gunnar Kaldewey nur fünf Exemplare korrekt gebunden. – Eine der seltensten Ausgaben der Kaldewey Press. – Am Ende mit Widmung »Pauline | aus den Poestenkiller Anfängen das schönste Buch | Dein Paul«.

43,5 : 28,0 cm. [30] Blätter. – Vorderdeckel am Seitenrand leicht verfärbt, ansonsten tadellos.

von Lucius 63. – Dubansky/Strauss 95 und 111. – Kat. WLB Stuttgart 14. – Spindler 168.4

815  Kaldewey Press – Marguerite Duras. Hiroshima mon amour.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Synopsis sur un papier original de Ann Sperry. New York 1985–1986. Mit Papiergüssen. Lose Doppelblätter in Originalleinenkassette mit vergoldetem Deckelsignet.

Edition Kaldewey 10. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 60). – Im Druckvermerk von der Künstlersin signiert. – Auf rosa Papier, mit roten und grauen Einschlüssen, teils geschnitten und gefaltet, mit Gold belegt, geschöpft von Ann Sperry und Gunnar Kaldewey. – Marguerite Duras’ Drehbuch beschreibt das Erleben, Erinnern und Erleiden der traumatisierten Protagonistin dieser ebenso kunstvollen wie intensiven Anklage gegen den Krieg. Der Film gilt als Meisterwerk der Nouvelle Vague, Duras erhielt dafür einen Oscar. Die Entwürfe von Ann Sperry erfassen anschaulich den Ernst, die Trauer und Sinnlichkeit des Textes. – Letzte Seite Widmung »Für Pauline 17/4/87 NYC Dein Paul«.

49,2 : 32,5 cm. [32] Seiten.

von Lucius 165. – Dubansky/Strauss 74 und 105. – Kat. WLB Stuttgart 35. – Spindler 168.16

816  Quetsche – Gilgamesch.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 380

Ein Epos aus Babylonien-Assyrien. Helge Leiberg Hochdruckätzungen & Übermalungen. Witzwort 1996. Mit farbigen Illustrationen und Übermalungen, vier davon doppelblattgroß, eine signiert. Originalpappband mit bemaltem Deckelschild (Ricarda Rau, Darmstadt). Im Schuber.

26. Druck der Quetsche. – Exemplar 4 von insgesamt 22 Exemplaren, davon 17 für den Verkauf. – Vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Für die Übermalungen wurden Probedrucke für das Helge Leiberg-Buch »Arno Schmidt. Tina« verwendet.

44,1 : 31,1 cm. [56] Seiten.

817  Quetsche – Theodor Fontane. Landpartien.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 1600

Harald Metzkes. Lithografien. Witzwort 1999. Mit drei signierten Aquarellen, zwei doppelblattgroßen farbigen und elf blattgroßen einfarbigen Lithographien. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel (Markus Rottmann, Berlin). Im Schuber.

32. Druck der Quetsche. – Eins von acht Exemplaren der Vorzugsausgabe A. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gedruckt auf Rivoli-Papier. – Die Zwischentitel und eine durchgehende Zierlinie wurden farbig gedruckt.

27,5 : 16,7 cm. 173, [11] Seiten, 3 Aquarelle. – Rücken etwas verfärbt-.

818  Herbert Post-Presse – Hugo von Hofmannsthal. Ein Brief.

Schätzpreis/Estimate: € 120 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 80

Mit einem Nachwort von Hartmut Zelinsky. München 1966. Originalpappband mit Lederrückenschild (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt).

Eins von 80 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Verleger signiert. – Die Titelschrift ist ein Holzschnitt von Herbert Post. – Gesetzt aus der Post-Mediaeval, gedruckt von Carl-Ottmar Schönhuth, Bad Mergentheim, auf handgeschöpftem englischen Bütten. – Der »Chandos-Brief« von Hofmannsthal wurde 1902 erstmals in der Zeitschrift »Der Tag« abgedruckt. In dem fiktiven Antwortschreiben von Philipp Lord Chandos an Francis Bacon schildert er sein lyrisches Verstummen.

34,5 : 23,4 cm. 29, [3] Seiten. – Rücken gebräunt.

Spindler 54.24

819  Rabenpresse Grit Anton – H. C. Artmann. Der handkolorierte Menschenfresser.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 220

Mit elf farbigen Holzschnitten von Grit Anton. Leipzig 1991. Mit neun ganzseitigen Farbholzschnitten sowie Holzschnittvorsätzen und -deckelvignette. Originalpappband.

Eins von 22 Exemplaren. – Von der Künstlerin im Impressum signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Alle Arbeiten an dem Buch wurden von Grit Anton in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig selbst ausgeführt. Dort hatte sie 1990 Diplomarbeiten vorgelegt. Die Artmann-Edition entstand während ihres Meisterstudiums und wurde von der Stiftung Buchkunst mit einer »lobenden Anerkennung« ausgezeichnet. – Tadellos.

28,5 : 24,5 cm. [30] Seiten.

Seyfert/Weise S. 207

820  Rabenpresse Grit Anton – Ernst Jandl. Gedichte.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Mit Holzschnitten von Grit Anton. Leipzig 1992. Mit zehn, meist blattgroßen Farbholzschnitten. Originalpappband mit Japanpapierbezug.

Eins von 40 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Sämtliche Arbeiten an dieser Buchausgabe besorgte Grit Anton in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. – Die Gedichte wurden aus Ernst Jandls »Dingfest« ausgewählt. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Ausgezeichnet als eins der schönsten Bücher des Jahres 1992.

42,7 : 30,7 cm. [44] Seiten, 4 Zwischenblätter.

Seyfert/Weise S. 208

821  Sisyphos Presse – Franz Fühmann. Dreizehn Träume.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Mit sechs Originallithographien von Nuria Quevedo. Hamburg, Hoffmann und Campe 1985. Mit sechs signierten Lithographien. Originalpappband mit violettem Rücken und Rückentitel in Schwarzprägung, Deckel mit schwarzem Büttenbezugspapier. Im Originalschuber und -kassette (Dorfner-Werkstatt, Weimar).

Erster Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 330). – Die Auflage erschien zum Teil in der Edition Leipzig, zum Teil bei Hoffmann und Campe. – Der Text wurde von Hand gesetzt und auf grauem Bugra-Bütten gedruckt, die Lithographien auf Hahnemühle-Kupferdruckkarton. – Die buchkünstlerische Gestaltung leitete Volker Küster, Hamburg. – Mit diesem Werk begründete der Verlag Edition Leipzig eine der anspruchsvollsten Pressen der ehemaligen DDR. – Die Texte wählte Franz Fühmann (1922–1984) aus den seit 1960 entstandenen Traumtagebüchern aus. Der Autor verstarb vor dem Erscheinen des Bandes. – »Ein Realist, der niemals aufhörte, seine Träume der Wirklichkeit auszusetzen. Er ist darin weit gegangen. Und dass er sich an seinem Lebensende als Gescheiterten ansah, heißt nur, dass er die trügerischen Illusionen allen (scheinbaren) Gelingens endgültig hinter sich gelassen hat.« (Gunnar Decker in »Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie«, Rostock 2009).

35,5 : 25,4 cm. 51, [1] Seiten. – Schuber mit schwachem Lichtrand.

Spindler 66.1. – Nicht bei Schöpke

822  Sisyphos-Presse – Wolfgang Kohlhaase. Erfindung einer Sprache.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 210

Mit fünf Originallithographien und vier Federzeichnungen von Bernhard Heisig. Leipzig, Faber & Faber 2005. Mit fünf signierten Lithographien und vier Illustrationen auf den Textblättern. Lose in Originalleinenkassette.

15. Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 112). – Herausgegeben von Elmar Faber. – Die Lithographien wurden auf der Taborpresse, Berlin, gedruckt.

49,0 : 37,5 cm. 7, [1] Seiten, 5 Lithographien.