ChristianHesse

Lot 801 – 850 | Hesse-Auktionen
Lot 801 – 850

801  Timm Ulrichs. Kunst & Leben.

€ 250

Homburg-Saar, Felix 1993. Mit 30 Abbildungen nach Fotografien. Originalpappband.

Buch zur Ausstellung in der Städtischen Galerie »die welle«, Iserlohn. – Eins von 300 Exemplaren mit einem beigelegten signierten und nummerierten Offsetprint. – »Die Serie ›Kunst und Leben‹ versammelt Bildausschnitte aus Porno-Heften und -Büchern, auf denen – unter anderem – bedeutende Kunstwerke zu sehen sind. […] Die stets quadratischen Ausschnitte selbst bleiben in jedem Fall völlig unangetastet; sie sind weder durch Collage noch Retusche manipuliert worden.« (Vorwort). – Timm Ulrichs (geboren 1940) blickt mit Humor und spöttischer Distanz auf die Welt und den Kunstbetrieb. Der selbsternannte »Totalkünstler« lässt kaum ein Genre aus, er arbeitet mit Film, Fotografie, Konkreter Poesie und schafft Skulpturen im öffentlichen Raum. »Die meisten Künstler sind Facharbeiter, für mich ist Kunst Forschung«.

21 : 21 cm. [68] Seiten.

802  Jan Voss. Im Irrtum.

€ 400

Paris, Galerie Lelong 1991. Fünf farbige Radierungen, zusammen mit Titel- und Textblatt sowie zwei beidseitig bedruckten Notenblätter lose in Originalumschlag und -halbleinenmappe.

Gedruckt auf Rives-Bütten. – Im Druckvermerk von Autoren und Künstler signiert. – Mit Texten von Jean-Christophe Bailly und Jean-Yves Bosseur. – Künstlerbuch, das Graphik, Typographie und Musik (in Form einer Partitur für Klavier und Gesangsstimme) vereint.

34 : 51 cm.

803  Andy Warhol. Index (book).

€ 400

With the assistance of Stephen Shore, Paul Morrissey, Ondine, Nico. Several photographs by Nat Finkelstein, Christopher Cerf, Alan Rinzler […] Factory Fotos by Billy Name. New York, Random House 1967.

Erste Ausgabe des legendären Pop Art-Buches. – Mit allen zehn Faltfiguren und Beilagen: Ritterburg, Ziehharmonika, Flugzeug, Federscheibe »Andy Warhol’s ›The Chelsea Girls’‹«, faltbarer Dodekaeder, Schallplatte, Faltnase, Hunt’s Tomato Past-Dose, Abreißzettel, Luftballon. – »one of the most important and exuberant Pop art objects ever published. From its […] cover to the various pop-ups and […] to the stream-of-consciousness photographs by such artists as Billy Name and Nat Finkelstein, it is also one of the ultimate photobooks-as-objects. It is, in addition, the primary Factory photo album, one of the most authoritative biographies of Warhol and a supreme example of the diaristic photographic mode before there was a considered diaristic mode« (Parr/Badger).

28 : 21 cm. 36 Blätter, davon 2 gefaltet. – Einband leicht berieben. – Luftballon wie meist mit den angrenzenden beiden Seiten verklebt, die Schallplatte lose, die Ziehharmonika verstummt.

Parr/Badger II, 144-145

804  Edition Balance – Kerstin Hensel. Augenpfad.

€ 300

Gotha/Berlin 1994. Mit sieben Lithographien von Angela Hampel, davon eine signiert als Frontispiz, fünf blatt-, eine doppelblattgroß. Originalhalbpergamentband.

Exemplar »e.a.«, laut Druckvermerk erschienen 50 nummerierte Exemplare, weitere zehn waren nicht für den Handel bestimmt. – Im Druckvermerk von Künstlerin und Autorin signiert. – Buchgestaltung von Henry Günther. – Gedruckt auf der Handpresse in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, Druck der Graphiken von Peter Stephan, Grafikwerkstatt Dresden. – Angela Hampel (geboren 1956) lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Dresden. Sie war Gründungsmitglied der Dresdner Secession 89. Henry Günter gründete die Edition Balance 1990 in Berlin und knüpfte damit sowohl an die Tradition von Privatpressen, die das bibliophile Buch mit anspruchsvollem Inhalt dem lieblos gestalteten Massenbuch entgegensetzten, als auch die des Künstlerbuchs der DDR an.

37 : 28 cm. 36, [4] Seiten.

805  The Bear Press – Heinrich von Kleist. Ueber das Marionettentheater.

€ 400

Farbholzschnitte von Hanns Studer. Bayreuth 1990. Originalhalbmaroquinband mit vergoldetem Rückentitel und Batikpapierbezügen (Werner G. Kießig, Berlin). Im Originalschuber.

13. Druck der Bear Press von Wolfram Benda. – Eins von 115 Exemplaren (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Van-Dijck-Antiqua, auf Xuan-Chinapapier gedruckt und als Blockbuch gebunden. – Kleists Text folgt dem Erstdruck von 1810 in den »Berliner Abendblättern«. – Tadellos erhalten.

26 : 15 cm. [2], 37, [3] Seiten.

806  The Bear Press – Ludwig Tieck. Die Gemälde.

€ 400

Radierungen von Eberhard Schlotter. Bayreuth, Bear Press 2005. Mit 19 Radierungen im Text, 16 davon blattgroß. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel und goldgeprägter Deckelvignette. Im Schuber.

35. Druck der Bear Press. – Eins von 113 Exemplaren (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt in der Caslon-Antiqua auf VL-Bütten.

27 : 23 cm. [4], 107, [5] Seiten.

807  Burgart-Presse – Walter Jens. Das A und das O. Die Offenbarung des Johannes.

€ 450

Mit Originalholzschnitten von Karl-Georg Hirsch. Rudolstadt 1991. Mit 20 Holzschnitten im Text, davon sieben blattgroß. Originalhalbpergamentband (Ludwig Vater, Jena).

Erster Druck der Burgart-Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Ausgabe B mit einem zusätzlich beigelegten signierten Holzschnitt (Gesamtauflage 230). – Im Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – Auf Bütten. – Gesetzt aus der Leipziger Antiqua. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Neuübersetzung der Apokalypse erschien zuerst 1987 im Stuttgarter Radius-Verlag. – Jens Henkel schuf mit der Burgart-Presse eine der engagiertesten und (so hoffen und wünschen wir) erfolgreichsten Pressen des späten 20. Jahrhunderts.

39 : 28 cm. 55, [1] Seiten.

Kästner/Lübbert A 75.1 c

808  Burgart-Presse – Annerose Kirchner. Zwischen den Ufern.

€ 200

Holzrisse von Werner Wittig. Rudolstadt 1991. Mit sieben Holzrissen, alle blattgroß, einer farbig und signiert. Originalhalbpergamentband im -halbleinenschuber (Ludwig Vater, Jena).

Zweiter Druck der Burgart-Presse Jens Henkel. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit dem siebten, farbigen Holzriss, einem Handabzug des Künstlers (Gesamtauflage 230). – Im Druckvermerk von Dichterin und Künstler signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Werner Wittig (geboren 1930 in Chemnitz) studierte, gefördert durch den Direktor der Chemnitzer Kunstsammlungen Friedrich Schreiber-Weigand, an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, unter anderem bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer. In den 1970er Jahren entwickelte er die Technik des Holzrisses. – Annerose Kirchner (geboren 1951) veröffentlicht seit 1974 Lyrik und Prosa. – Tadellos.

37 : 30 cm. [26] Seiten.

809  Burgart Presse – Zwanzig Jahre Burgart.

€ 300

Vorzugsausgabe des Almanachs. Rudolstadt 2009. Mit 40 signierten und meist orginalgraphischen Arbeiten verschiedener Künstler im Postkartenformat, montiert auf 20 Blatt grauen Karton. Originalsamteinband mit Deckelmedaillon.

Eins von 45 römisch nummerierten Belegexemplaren für die Mitwirkenden (Gesamtauflage 75). – Album mit 40 originalgraphischen Grüßen von Autoren, Künstlern und Verlegern zum Jubiläum der Burgart-Presse. – Enthält Arbeiten von Christiane Baumgartner, Matthias Biskupek, Frank Eißner, Felix Martin Furtwängler, Sabine Golde, Wolgang Henne, Karl-Georg Hirsch, Helge Leiberg, Michael Morgner, Thomas Ranft, Horst Sakulowski, Klaus Süß, Ulrich Tarlatt, Max Uhlig, Kay Voigtmann, Steffen Volmer u. a. – Das Textblatt mit Inhaltsverzeichnis und Druckvermerk ist beigelegt.

28 : 22 cm.

810  Edition Graphischer Zirkel – 18 x 12.

€ 2500

Alle 58 Bände der Reihe. Wien 1993–2009. Jeder Band mit zahlreichen Graphiken, größtenteils handkoloriert. Originalpappbände mit Buntpapierbezug und Deckelschild.

58 Bände der Reihe, alles bisher Erschienene. – Alle in kleiner Auflage erschienen, signiert und nummeriert. – Sechs Bände in Vorzugsexemplaren (78, 85, 99, 105, 118 und 127) mit mindestens einer zusätzlichen Graphik, ein Autorenexemplar (77). – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Reihe »18 x 12« bildet eine in sich geschlossene Folge von gleich gestalteten Bänden, die in dem titelgebenden Format, ihrem Musterpapier und dem aufgeklebten Titelschild an die berühmte Insel-Bücherei erinnern. Erich Fitzbauer (geboren 1927) studierte Germanistik, Philosophie und Anglistik und war Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitschriften und Zeitungen. 1957 gründete er in Wien die Internationale Stefan Zweig-Gesellschaft, deren Präsident er bis 1964 war. Seit 1973 betreibt Fitzbauer die Edition Graphischer Zirkel. Den Anstoß dazu gab die aus seiner Sicht gegebene bewusste Vernachlässigung des bibliophilen Buchs seitens der großen Verlage und seine Vorliebe für illustrierte Bücher. Er arbeitet als Maler, Graphiker, Illustrator, Schriftsteller, Verleger und Drucker. In seiner Edition erscheinen fast ausschließlich Erstdrucke in Bild und Text, viele von ihm selbst geschrieben und illustriert. Die »18×12«-Bände wurden innerhalb aller Ausgaben der Edition Graphischer Zirkel nummeriert. – So geschlossen wurde die Reihe bisher nur sehr selten angeboten.

18 : 12 cm. – Einige Rücken leicht verblasst.

811  Kaldewey Press – Paul Celan. Todesfuge.

€ 450

New York und Düsseldorf 1984. Mit sechs Papierschnitten von Mischa Kuball. Schwarzer Originalpappband mit montierten Titelschildern (Christian Zwang). Im Originalschuber.

Edition Kaldewey 9. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 70). – Die Papierschnitte auf Fabriano-Bütten, die Texte auf Transparentpapier gedruckt. – Der erste Celan-Band Kaldeweys. – »Der heute international anerkannte concept art Künstler war damals 23 Jahre alt. Es gelang ihm auf Anhieb ein ausserordentlich schönes Buch, in dem er dieses wohl grösste Gedicht der deutschen Literatur nach 1945 in der Sprache bildender Kunst begleitet« (Gunnar A. Kaldewey).

38 : 28 cm. [54] Seiten. – Schuber mit leichten Bereibungen.

Spindler 168.15. – Dubansky/Strauss 27 (Abb.) und 105. – Kat. WLB Stuttgart 34

812  Kaldewey Press – Samuel Beckett. Quatre Poèmes · Four Songs.

€ 2000

Compositions Bun-Ching Lam. New York, Poestenkill 1986. Mit sechs in Grün gedruckten Radierungen von Bun-Ching Lam. Grüner flexibler Originalholzdeckelband mit schwarzem Lederücken und Intarsien (signiert: Jean de Gonet). Mit dem Suitenumschlag in Originalchemise und -schuber.

Edition Kaldewey 11. – Erste Buchausgabe. – Eins von zehn Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe im Gonet-Einband und im Druckvermerk außer von der Künstlerin auch von Samuel Beckett signiert. – Mit einer signierten Extrasuite der Radierungen, gedruckt in Rot auf Chinapapier. – Das Buch auf Velin mit dem Wasserzeichen »Poestenkill Tower«. – Das letzte zu Lebzeiten Becketts erschienene Buch mit seinen vier Gedichten in Französisch und Englisch. »Als er beim Signieren das ungewöhnliche, dreieckige Format des Buches sah, schmunzelte er und sagte: »We can use it as a weapon … as a weapon against the critics!« (zitiert nach Kat. WLB Stuttgart). – Die Radierungen des Komponisten zeigen Ausschnitte aus der Notenpartitur. Die beiliegende CD mit einer Aufnahme der Vertonungen, auf der Hülle mit eigenhändiger Widmung der Komponistin.

39 : 40 cm. [28] Seiten.

Spindler 168.17. – Dubansky/Strauss 77 (Abb.) und 105. – Kat. WLB Stuttgart 36

813  Kaldewey Press – John Ashbery. Not a First

€ 1000

with drawings by Jonathan Lasker. New York, Poestenkill 1987. Mit drei ganzseitigen Bleistift- und Fettkreidezeichnungen. Schwarzer Originalpappband mit Deckelblindprägung und silbergeprägtem Rückentitel (Christian Zwang, Hamburg). In hellgrauer Originalchemise und Originalhalbleinenschuber.

Edition Kaldewey 13. – Eins von 45 Exemplaren (Gesamtauflage 65). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. »Beide waren mit dem Werk des anderen wohl vertraut« (Gunnar Kaldewey, in Kat. Stuttgart). – Gedruckt auf eigens für diese Edition geschöpftem Bütten der Papiermühle Gunnar Kaldeweys. Die Bogen blieben vollkommen unbeschnitten und wurden einseitig bedruckt bzw. bemalt. Durch die Originalzeichnungen, die der amerikanische Abstrakte Jonathan Lasker (geboren 1948) für jedes Exemplar schuf, entstanden »unique multiples«. Als Vorlage für die Blindprägung des Einbandes diente Laskers Gemälde »Beat the system«. – Der Text des jüngst verstorbenen amerikanischen Dichters (1927–2017), der zu den bedeutendsten der amerikanischen Gegenwartsliteratur gehörte, wurde hier erstmals veröffentlicht. – Tadellos erhalten. – Die Einschätzung von Mindell Dubansky gilt vorbehaltlos für alle Kaldewey Editionen: »Few people have had the luxury to spend time alone with and handle the Kaldewey/Zwang books […] It is only by spending time alone with the books, and not through the glare of an exhibition case, or in photographic reproductions, that the books can be fully seen and appreciated« (Crossing Borders, S. 62).

30 : 44 cm. [9] Blätter. – Auf der letzen Seite knappe Bleistiftangaben (des Verlegers?).

Spindler 168.19. – Dubansky/Strauss S. 80 (Abb.) und S. 106. – Kat. WLB Stuttgart 38

814  Kaldewey Press – Pablo Neruda. 20 Poemas de Amor y 1 Canción desperada.

€ 750

Ilustrado por Kim Keever. New York, Poestenkill 1989. Mit 25 Farblinolschnitten, teils ganzseitig, davon ein dreiteiliger als Titelbild. Gelb-grüner Originalpappband mit Japanpapierbezug und Deckelschild (Christian Zwang). In Originalchemise und -schuber.

Edition Kaldewey 15. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 70). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Gedichte und die illustrierenden Linolschnitte wurden auf weißes Hadernpapier gedruckt, dessen Breite von Gedicht zu Gedicht zunimmt und erst mit der letzten Dichtung das Buchformat erreicht. – Zusammen mit den Zwischentitelblättern ergibt sich ein Buchfächer, der mit einem auf drei Bogen Transparentpapier gedruckten Linolschnitt eröffnet wird. – »Eine der umfangreichsten Produktionen der Presse, welche über 10 000 Druckgänge benötigte. Mit den farbenprächtigen, kraftvollen Illustrationen von Kim Keever zugleich eines der erfolgreichsten Bücher der Presse« (Gunnar A. Kaldewey).

43 : 56 cm. [106] Seiten.

Dubansky/Strauss 83 (Abb.) und 107. – Kat. WLB Stuttgart 40

815  Kaldewey Press – Paul Celan. Sand aus den Urnen.

€ 750

An Artist Book by Mischa Kuball. New York, Poestenkill 1994. Mit 13 Acrylübermalungen auf Blindprägungen. Schwarzer Originalpappband mit Deckelschild (Craig Jensen, Austin/Texas). In Originalchemise und -schuber.

Edition Kaldewey 22. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 65). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Druck des Textes parallel in Braille-Schrift auf grauem -Papier. – Die Metallplatten vom Künstler bemalt. – Zweiter Band des langjährigen Celanprojektes. – »Wir liessen den ganzen Text zuerst in Braille setzen, ausgehend von Mischa Kuballs Idee, dass Blindheit genauso wenig mitteilbar sei wie das Geschehen des Holocaust« (Gunnar Kaldewey).

28 : 28 cm. [60] Seiten, 2 Textblätter aus Transparentpapier (Titel und Druckvermerk).

Dubansky/Strauss 108. – Kat. WLB Stuttgart 47

816  Kaldewey Press – Chuang Tsu. Dreams of a Butterfly.

€ 450

Translation from the ancient Chinese and Calligraphy by Bun-Ching Lam. New York, Poestenkill 1995. Mit acht kolorierten Radierungen von Gunnar Kaldewey. Gelb-schwarzer Originalpappband mit Silberdruck (Thomas Zwang). In Originalchemise und -schuber.

Edition Kaldewey 24. – Eins von 40 Exemplaren. – Von Bun-Ching Lam und dem Künstler signiert. – Auf Chinapapier. – »Die Seiten des Buches durch Doppelfalzungen wie Schmetterlingsflügel zusammengefügt.« (Gunnar Kaldewey). Englischer und chinesischer Text, gegenläufig gedruckt, das Impressum in der Mitte des Buches. – Tadellos erhalten.

31 : 31 cm. [40] Seiten.

Dubansky/Strauss 89 (Abb.) und 109. – Kat. WLB Stuttgart 49

817  Kaldewey Press – W[illiam] B[utler] Yeats. The Gyres (Source of imagery).

€ 1500

New York, Poestenkill 1995. Mit sechs, teils mehrfarbigen, Holzschnitten und einem Metallschnitt von Richard Tuttle. Schwarzer Originalkalblederband (Thomas Zwang, Hamburg). In Originalchemise und -schuber.

Edition Kaldewey 25. – Eins von zehn Exemplare der Luxusausgabe (Gesamtauflage 60). – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Chinapapier, das teilweise mit Tee eingefärbt wurde, und in Leder gebunden. Nur diese Luxusexemplare ziert eine kleine eingelegte Doublure in Rot und Gold nach Entwurf von Richard Tuttle auf dem vorderen Innendeckel. – Die seltsame Faltung der beiden Papierarten (Gunnar Kaldewey: »wie Teppichknoten ineinander verwoben«) und die enge Verbindung von Wort und Bild durch die auffaltbaren Seiten des Buches erzeugen nach Aussage Richard Tuttles »a flow, an interior energy … to find space on the page«. – Sehr selten.

39 : 39 cm. [56] Seiten.

Dubansky/Strauss S. 90 (Abb.) und S. 109 und Kat. WLB Stuttgart 50

818  Kaldewey Press – Richard Tuttle. One Voice in four Parts.

€ 800

New York, Poestenkill 1999. Mit acht farbigen Serigraphien, montiert zu einem Leporelloobjekt. Lose in Originalchemise und -schuber.

Edition Kaldewey 29. – Eins von 55 Exemplaren (Geamtauflage 66). – Druckvermerk vom Künstler und den weiteren Beteiligten signiert. – Gemeinschaftsprojekt nach Richard Tuttles Konzept »to make a book as theater … to explore and explode the genre«. – Inspiriert von einer Lesung Anne Waldmans schuf Tuttle vier Zeichnungen. Während einer Perfomance in Poestenkill wurden diese von einer Schminkkünstlerin aus Shanghai auf das Gesicht des Theaterregisseurs Chen Shi-zeng aufgetragen und dessen Bewegungen gefilmt und fotografiert. Tuttle wählte acht Bilder aus, die dann auf Chinapapier gedruckt wurden. Mit von Tuttle aquarellierten Bordüren wurden diese Serigraphien und acht Textblätter mit der Dichtung Anne Waldmans zu einem lampionartigen Objekt montiert. – Innendeckel der Chemise mit einem Lageplan der Perfomance, Anmerkungen Tuttles und dem Druckvermerk.

44 : 30 cm.

Nicht mehr bei Dubansky/Strauss. – Kat. WLB Stuttgart 53

819  Kaldewey Press – Friedrich Hölderlin. Nachtgesänge.

€ 450

Set into music and with four etchings by Bun-Ching Lam. New York, Poestenkill 2000. Mit vier montierten Radierungen. Lose Doppelbogen in Originalleinenkassette (Judi Conant).

Edition Kaldewey 31. – Eins von 30 Exemplaren (Gesamtauflage 37). – Von der Komponistin im Druckvermerk signiert. – Auf blau eingefärbtem Hadernpapoer der Kaldewey Press. – »Letzte Gedichte Hölderlins, die er vor der Umnachtung schrieb, in der Vertonung für Sopran und Ensemble. Die CD mit der Uraufführung im Cross Sound Festival in Alaska. Die Radierungen zeigen Noten der Vertonung und kompositorische Textskizzen« (Gunnar A. Kaldewey).

47 : 25 cm. [20] Seiten.

Kat. WLB Stuttgart 55

820  Kaldewey Press – Paul Celan. Wolfsbohne.

€ 1000

New York 2001. Mit vier montierten Radierungen von Gunnar A. Kaldewey. Lose Doppelbogen in Originalpappchemise mit vergoldetem Rückentitel.

Edition Kaldewey 34. – Eins von 40 Exemplaren (Gesamtauflage 47). – Vom Künstler/Drucker/Herausgeber im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf braunem Japanpapier aus Zedernbaumrinde, die Radierungen auf Kozo Japan. – »Ergreifendes, grosses Gedicht, welches Celan nicht zu seinen Lebzeiten veröffentlichte, zwischen 1959–65 geschrieben« (Gunnar A. Kaldewey). – Sein insgesamt 50. Buch widmete Gunnar Kaldewey wiederum Paul Celan, nachdem 1984 bereits »Todesfuge« (KatNr. 811) und 1994 »Der Sand aus den Urnen« (KatNr. 815) erschienen waren.

51 : 21 cm. [24] Seiten.

Kat. WLB Stuttgart 58

821  Kaldewey Press – Lafcadio Hearn. Insect-Musicians.

€ 750

New York, Poestenkill 2001. Mit acht aquarellierten Illustrationen von Gunnar A. Kaldewey und einer CD. Originalpappband mit braunen altem Kozopapierbezug und Deckelschild (Thomas Zwang). In Originalchemise und -schuber.

Edition Kaldewey 35. – Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 40 Exemplaren (Gesamtauflage 46). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und mit seinem japanischen Siegel. – Der Text auf blau gesprenkeltem Japanpapier, die Illustrationen auf hauchdünnem langfasrigem Seidenpapier mit Gold- und Silbersprenkeln. – »Das Buch lebt insbesondere von den beiden ungewöhnlich schönen, ganz leichten Japanpapieren. Lafcadio Hearn war um die letzte Jahrhundertwende einer der großen Vermittler japanischen Lebens für den Westen. Die Liebe und der Handel mit musikmachenden Insekten [Grillen, Käfer, Zikaden] in Japan ist Jahrhunderte alt.« (Gunnar Kaldewey). Die CD mit einer Aufnahme musizierender Insekten in Poestenkill. – Die Gold-Silber-Papiere erinnern nicht zufällig an die Gestaltung der Lafcadio Hearn-Ausgabe mit Buchschmuck von Emil Orlik (siehe KatNr. 561).

26 : 27 cm. [24] Seiten.

Kat. WLB Stuttgart 59

822  Kaldewey Press – Gunnar A. Kaldewey. Trees.

€ 600

New York, Poestenkill 1988. Mit 17 Metallschnitten auf koloriertem Hintergrund. Auf sieben doppelt gefalteten Bogen mit Rosenholz geklammert (Thomas Zwang). In Originalholzkassette mit Deckelbild (Shahin, Albany).

Kaldewey Press 6. – Eins von 40 Exemplaren (Gesamtauflage 61). – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Das rauhe, sehr starke Japanpapier fertigte Shusaku Tomi speziell für dieses Buchprojekt. Durch die doppelte Faltung bildet jeder Bogen sechs Seiten. – Mit einem Text Gunnar A. Kaldeweys.

49 : 22 cm (geschlossen). [42] Seiten.

Nicht mehr bei Spindler. – Dubansky/Strauss 98 (Abb.) und 112. – Kat. WLB Stuttgart 17

823  Kaldewey Press – Gunnar A. Kaldewey. The Desert.

€ 600

New York, Poestenkill 1989. Sieben Radierungen, kombiniert mit verschiedenfarbigem Buchdruck und einer Folienapplikation. Sandfarbener Originalpappband in Originalleinenkassette.

Kaldewey Press 7. – Eins von 40 Exemplaren (Gesamtauflage 45). – Auf Kaldewey Press-Bütten mit dem »Poestenkill Tower«-Wasserzeichen. – Mit zwei beiliegenden Audiokassetten mit Tonaufnahmen aus den kalifornischen Wüsten, die der Künstler mehrere Jahre lang bereist hatte. – Tadellos.

26 : 56 cm. [10] Blätter, davon eins gefaltet.

Dubansky/Strauss 54 (Abb.) und 112. – Kat. WLB Stuttgart 18

824  Kaldewey Press – 15 Kyoto Gardens.

€ 450

New York, Poestenkill 1998. Mit 30 farbigen Metall- und Holzschnitten von Gunnar A. Kaldewey. Grüner Originalpappband mit Goldpapierauflage und zwei montierten Go-Steinen in Plexiglasrahmen (Thomas Zwang, Hamburg). In Originalchemise und -schuber.

Kaldewey Press 14. – Eins von 40 Exemplaren (Gesamtauflage 52). – Auf Kozo Papier. – Die blattgroßen amorphen Schnitte in Schwarz, Silber und Grün gedruckt, die Texte in Rot auf Pergamentpapier. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Das Buch entstand nach einem dreimonatigen Aufenthalt in Kyoto. – Mit eigenhändiger Widmung des Verlegers für die Vorbesitzer.

32 : 23 cm. [40] Seiten.

Kat. WLB Stuttgart 24

825  Leipziger Drucke – Leipziger Bibliophilen-Abend e. V. Zehn Jahre.

€ 200

Eine Festschrift. Herausgegeben von Herbert Kästner. Leipzig 2001. Mit 14 signierten Originalgraphiken, eine davon doppelblattgroß, und zahlreichen Abbildungen. Originalpappband im -schuber.

Eins von 300 Exemplaren. – Festschrift anlässlich des zehjährigen Bestehens des Leipziger Bibliophilen-Abends. – Mit Holz-, Kupfer-, Acryl- und Linolstichen, Lithographien, Radierungen und typographischen Blättern von Baldwin Zettl, Karl-Georg Hirsch, Walter Schiller, Gert Wunderlich, Hans Ticha und anderen. – Mit einem Mitglieder- und Veranstaltungsverzeichnis sowie einer Bibliographie der Publikationen von 1990 bis 2000.

33 : 20 cm. 100 Seiten, 14 Graphiken.

826  Otto Rohse Presse – Gottfried Benn. Die Insel.

€ 600

Holzstiche von Otto Rohse. Hamburg 1962. Mit vier Holzstichen im Text, einer blattgroß. Graugrüner Originaloasenziegenlederband; Rückentitel und zahlreiche Deckelfileten in Blindprägung (Christian Zwang). Im Schuber.

Zweiter Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 130 Exemplaren (Gesamtauflage 150), allerdings eines von ganz wenigen im Ledereinband. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Satz aus der Schneidler-Mediaeval. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten.

31 : 18 cm. [24] Seiten. – Rücken etwas verfärbt.

Hack/Schwarz 1.02. – Spindler 44.7

827  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. Venezianische Skizzen.

€ 100

Vorzeichnungen für die Kupferstiche zu J. W. Goethes Briefen aus Venedig. – Einführender Essay von Berthold Hack. Mit einer Übersicht über die Bildinhalte. Hamburg 1980. Originalleinenbände mit Rücken- und Deckelschildchen (Christian Zwang). Zusammen im Schuber.

Unnummerierter Druck der Otto Rohse Presse. – Insgesamt erschienen 400 deutsche und 75 englischsprachige Exemplare, jeweils mit einem zusätzlichen Kupferstich (der hier nicht vorliegt). – Handsatz aus der Garamond. – Gedruckt auf Hahnemühle-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

27 : 24 cm. [2], 25, [3]; [20] Seiten. – Vorsätze und Titelblatt mit kleinem Sammlerstempel.

Hack/Schwarz 1.54. – Spindler 44.32

828  Otto Rohse – Heinrich von Kleist. Das Erdbeben in Chili.

€ 250

Holzstiche von Otto Rohse. Hamburg 1981. Mit elf Holzstichen, davon drei blattgroß. Handgebundener perlgrauer Originaloasenziegenlederband mit Negativ-Blindprägung (Christian Zwang, Hamburg). Im Originalschuber.

13. (ungezählter) Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 45 Exemplaren der Vorzugsausgabe im Ledereinband mit zwei beigelegten signierten Holzstichen. Darüber hinaus erschienen 300 Exemplare in Pappbänden für den Deutschen Bücherbund. – Vom Künstler signiert und nummeriert. – Gesetzt aus der Janson-Antiqua. – Kleists Erzählung geht auf das historische Ereignis, das verheerende Erdbeben in der chilenischen Hauptstadt im Jahr 1647 zurück, dem mehr als ein Drittel der Stadtbevölkerung zum Opfer fiel.

26 : 19 cm. [5]–38, [4] Seiten. – Rücken leicht verfärbt.

Hack/Schwarz 1.13. – Spindler 44.18

829  Otto Rohse Presse – Griechische Epigramme aus fünfzehn Jahrhunderten.

€ 150

Mit Holzstichen von Otto Rohse. Hamburg 1988–1990. Mit insgesamt sechs Holzstichen im Text. Originalbroschuren, zusammen im Schuber mit blindgeprägtem Pressensignet.

28. bis 32. Druck der Otto Rohse Presse. – Kleine Drucke, Serie II: I. Philosophia. – II. Physis. – III. Symposion. – IV. Eros. – V. Thanatos. – Je eins von 85 (Heft 1 von 90), insgesamt wurden 150 Exemplare gedruckt. – In den Druckvermerken vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Schneidler-Mediaeval und Amsterdamer Garamont. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Tadellos erhalten.

26 : 19 cm.

Hack/Schwarz 1.28–1.32

830  Otto Rohse Presse – Kretische Reise.

€ 350

Kupferstiche, Holzstiche und Skizzen von Otto Rohse. Hamburg 1989. Mit zwei Holzstichen, sechs Kupferstichen und 20 blattgroßen Illustrationen. Originalhalblederband mit zwei farbigen Kupferstichen auf den Deckeln (Christian Zwang). Im Schuber mit Blindprägung.

34. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Neben den Bildern Otto Rohses enthält der Band Philipp Hackerts »Über die Landschaftsmalerei« und Goethes Anmerkungen zu Hackerts Fragmenten.

33 : 24 cm. [42] Seiten.

Hack/Schwarz 1.34

831  Otto Rohse – Rose Ausländer. So sicher atmet nur der Tod.

€ 200

Gedichte. Auswahl von Helmut Braun und Karl-Georg Flicker. Holzstich von Otto Rohse. Pfaffenweiler 1983. Mit einem ganzseitigen Holzstich und einer Holzstich-Titelvignette. Originalpappband.

Erster gezählter Druck der Pfaffenweiler Presse. – Eins von 375 Exemplaren (Gesamtauflage 575). – Im Druckvermerk von Dichterin und Künstler signiert. – Handsatz von Bernd Schaub, Druck von Rolf Dettling. – Auf Van Gelder-Bütten. – Zehn Jahre nach Gründung der Presse erschien deren erster gezählter Druck, in dem Otto Rohses Signet, das er 1974 entworfen hatte, erstmals vom Originalstock gedruckt wurde. Der Holzstich im Text entstand eigens für diese Ausgabe.

28 : 18 cm. 51, [9] Seiten.

Spindler 91.23

832  Otto Rohse. Europäisches Denkmalschutzjahr 1975.

€ 350

Sechs signierte Kupferstiche, fünf Originalbriefmarken, ein eigenhändiger Editionsvermerk. [Hamburg] 1974. Lose in Originalmappe mit Büttenpapierbezug und blindgeprägtem Rückentitel.

Eins von 25 Exemplaren auf Japanpapier. – Die Kupferstiche, die 1974 entstanden, zeigen Ansichten bzw. Gebäude aus Berlin, Alsfeld, Rothenburg ob der Tauber, Xanten, Trier sowie die Zitadelle Spandau. Die ersten fünf Motive wurden zum Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 als Briefmarke herausgegeben. – Die Kupferstiche und die Tafel mit den fünf montierten Briefmarken jeweils in Passepartout. – Das beiliegende Doppelblatt mit eigenhändigem und signiertem Editionsvermerk. – Tadellos erhalten.

Format Kupferstiche ca. 10 : 14 cm, Mappe : 36 : 26 cm.

Nicht bei Schwarz/Zeiske

833  Otto Rohse. Europa-Marken 1978.

€ 350

Fünf signierte Kupferstiche, drei Originalbriefmarken, eigenhändiger Editionsvermerk. [Hamburg] 1977. Lose in Originalmappe mit Büttenpapierbezug und blindgeprägtem Rückentitel.

Eins von 25 Exemplaren auf Japanpapier. – Die Kupferstiche mit Ansichten der Rathäuser Bamberg (zwei Varianten), Regensburg (zwei Varianten) und Esslingen. – Jeder Kupferstich und das Blatt mit den drei Originalbriefmarken (farbiger Stichtief- und Offsetdruck) jeweils in Passepartout. Das beiliegende Doppelblatt mit eigenhändigem und signiertem Editionsvermerk.

Format Kupferstiche ca. 9 : 13 cm, Mappe : 36 : 26 cm. – Textblatt mit geknickter Ecke, sonst tadellos.

Nicht bei Schwarz/Zeiske

834  Otto Rohse. Wedding. – Wilmersdorf. – Neukölln.

€ 300

Folge von drei teils mehrfarbigen Kupferstichen. 1985–1987. 27 : 35 cm (48 : 64 cm). Signiert und bezeichnet, rückseitig teils betitelt.

Aus der zwölfteiligen »Berlin«-Folge, die im Auftrag der Sparkasse Berlin die westlichen Stadtteile der damals noch geteilten Stadt vorstellte. – Je ein mehrfarbiger Abzug auf grünlichem Japanbütten, bezeichnet mit »E.A.« und rückseitig betitelt. – In der Originalhalbleinenmappe mit Deckelschild. – Die zwölf Kupferstiche wurden, beschnitten und mittig gefalzt, auch in dem 22. Druck der Otto Rohse Presse publiziert. – Tadellos erhalten.

Schwarz/Zeiske 139, 151 und 153. – Vgl. Hack/Schwarz 1.22

835  Otto Rohse. Wedding. – Wilmersdorf. – Neukölln.

€ 300

Folge von drei teils mehrfarbigen Kupferstichen. 1985–1987. 27 : 35 cm (48 : 64 cm). Signiert und bezeichnet, rückseitig teils betitelt.

Aus der zwölfteiligen »Berlin«-Folge, die im Auftrag der Sparkasse Berlin die westlichen Stadtteile der damals noch geteilten Stadt vorstellte. – Je ein Abzug von der ungeschabten Platte, gedruckt in Schwarz bzw. Grün auf unterschiedlichen Papieren, jedes Blatt nummeriert »2/5«. – In der Originalhalbleinenmappe mit Deckelschild. – Die zwölf Kupferstiche wurden, beschnitten und mittig gefalzt, auch in dem 22. Druck der Otto Rohse Presse publiziert. – Tadellos erhalten.

Schwarz/Zeiske 139, 151 und 153. – Vgl. Hack/Schwarz 1.22

836  Otto Rohse. Bilder aus Ostpreussen.

€ 250

Kupferstiche von Otto Rohse. [1993–1994]. 14 signierte Kupferstiche, in verschiedenen Farben gedruckt. Lose in Originalhalbleinenchemise mit montiertem Kupferstich.

Eins von 150 Exemplaren. – Jedes Blatt vom Künstler signiert, nummeriert und rückseitig bezeichnet. – Druck in verschiedenen Farben auf Kupferdruck-Bütten.

41 : 29 cm (Mappenformat). 14 Kupferstiche.

Schwarz/Zeiske 247-261

837  Otto Rohse. Branitz. [Park und Schloß Nr. 3].

€ 500

Zwei Radierungen und ein farbiger Kupferstich. Signiert und nummeriert.

Eins von nur drei Exemplaren. – »Abzüge von der ungeschabten Platte und Schwarzabzüge«. – Vorzugsausgabe zu Mappe 3 der Folge »Park und Schloß«. – Der Kupferstich auf getöntem Bütten, die Radierungen auf Velin. – Kupferstich in Passepartout. – In der Originalhalbleinenmappe, Deckelschild eigenhändig betitelt und nummeriert. – Die aufwändig edierte Publikation »Park und Schloß« umfasste insgesamt elf Mappen mit jeweils ca. sechs Blättern: eins mit einer radierten Ansicht des jeweiligen Schlosses und begleitendem Text sowie fünf meist mehrfarbigen Kupferstichen bzw. Radierungen. – »Rokoko-, Barock- und Landschafts-Parks aus den verschiedenen Gegenden und mit der Phantasie und Leidenschaft der unterschiedlichen Gartengestalter entwickelt, sollen in diesen graphischen Blättern ihren Ausdruck finden« (Verlags-Ankündigung).

Mappe: 46 : 39 cm.

838  Otto Rohse. Schönbusch. Park und Schloß [Nr. 6].

€ 500

Vier Radierungen und zwei farbige Kupferstiche. 1996. Signiert und nummeriert.

Eins von nur drei Exemplaren. – »Abzüge von der ungeschabten Platte und Schwarzabzüge«. – Vorzugsausgabe zu Mappe 6 der Folge »Park und Schloß«. – Auf unterschiedlich gefärbten Bütten- und Japanpapieren, alle signiert und nummeriert. – Zwei Graphiken in Passepartouts. – In der Originalhalbleinenmappe, Deckelschild eigenhändig betitelt und nummeriert.

46 : 39 cm (Mappe).

839  Otto Rohse. Tiefurt. Park und Schloß Nr. 8.

€ 500

Drei Radierungen und drei farbige Kupferstiche. 1996. Signiert und nummeriert.

Eins von nur drei Exemplaren. – »Abzüge von der ungeschabten Platte und Schwarzabzüge«. – Vorzugsausgabe zu Mappe 8 der Folge »Park und Schloß«. – Auf unterschiedlich gefärbten Bütten- und Japanpapieren, alle signiert und nummeriert. – Drei Graphiken in Passepartouts. – In der Originalhalbleinenmappe, Deckelschild eigenhändig betitelt und nummeriert.

46 : 39 cm (Mappe).

840  Quetsche – Theodor Storm. Der kleine Häwelmann.

€ 1200

Holzschnitte von Gisela Mott-Dreizler. Witzwort 2013. Mit 20 doppelblattgroßen und zwei blattgroßen Farbholzschnitten. Bemalter Originallederband (Michael Knop, Berlin).

67. Buch der Quetsche. – Eins von acht Exemplaren der Vorzugsausgabe A im Unikateinband und mit einem beigelegten signierten Farbholzschnitt (Gesamtauflage 40). – Die farbenprächtigen Holzschnitte von Gisela Mott-Dreizler füllen die gesamten Seiten aus und bilden sowohl ganzseitige Illustration als auch Untergründe für den von Klischees gedruckten Text. – Auf starkem Hahnemühle-Bütten. – Im Laufe von 25 Jahren erschienen in Reinhard Scheubles »Quetsche« von Theodor Storm: Bulemanns Haus (19), Die Regentrude (27), Der Schimmelreiter (28), Pole Poppenspäler (41), Hinzelmeier (51), Landschaften (53) und als bisher letzter der vorliegende Band. – Verlagsfrisches Exemplar in der Originalleinenkassette.

38 : 25 cm.

841  Serapionsbrüder – E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann.

€ 2500

Mit Farbradierungen von Stephan Klenner-Otto. Berlin, Serapion vom See 2008. Mit sechs signierten blattgroßen Farbradierungen und einer signierten radierten Velegervignette. Handgebundener Halbleder-Pergamentdeckelband (signiert R. Meuter) mit je einer farbigen Tuschzeichnung von Stephan Klenner-Otto auf beiden Deckeln. Im seidengefütterten Schuber mit Holzfurnierbezügen und Lederecken.

Eins von 40 Exemplaren, im Eigentlichen eins von zehn mit diesen Radierungen. Es existieren vier verschiedene Serien mit je sechs der insgesamt 25 Radierungen, weitere 20 Exemplare mit sechs von den Subskribenten individuell ausgewählten Radierungen und 15 Künstlerexemplare (Gesamtauflage 75). – Gesetzt aus der Walbaum-Antiqua, gedruckt auf schwerem Alt Worms-Velin. – Die Radierungen drucke Dieter Béla, Berlin. – Der Text folgt der Erstausgabe in »Die Nachtstücke« (1817), deren Orthographie und flüchtige Zeichensetzung wurden beibehalten. – Die Auflage wurde laut Druckvermerk von Michael Knop gebunden, das vorliegende Exemplar allerdings in einem unikaten Einband von Roland Meuter, Ascona. Beide Deckel ziert eine große farbige Tuschfederzeichnung des Illustrators Stephan Klenner-Otto: Auf dem Vorderdeckel der Protagonist der Erzählung und kalligraphierter Titel, auf dem Hinterdeckel ein Porträt des Verfassers. Beide Zeichnungen monogrammiert »SKO« und datiert »2009«. – Der Serapion-Verleger Michael Duske edierte 2004 bereits Hoffmanns »Rath Krespel« mit Radierungen von Klenner-Otto, 2006 folgte »Ritter Gluck« mit Radierungen von Horst Hussel. – Tadellos erhalten.

39 : 27 cm. 59, [5] Seiten.

842  Sonnenberg-Presse – Andrea Lange – Jurek Becker. Das Parkverbot.

€ 200

Mit Holzschnitten von Andrea Lange. Chemnitz 1999. Mit fünf blattgroßen Farbholzschnitten und zwei doppelblattgroßen Holzschnitten auf den Vorsätzen. Originalleinenband.

Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Das Buch entstand auf Anregung des 1999 ausgeschriebenen Otto-Dilscher-Preis. – Handsatz aus der 20pt Bodoni, gedruckt auf Hahnemühle-Bütten »Alt Worms«. – Satz-, Druck- und Bindearbeiten durch Andrea Lange.

40 : 28 cm. [16] Seiten.

843  Sonnenberg-Presse – Andrea Lange – Der süße Brei.

€ 200

Ein Märchen nach den Brüdern Grimm. Mit Holzschnitten von Andrea Lange. Chemnitz, Sonnenberg-Presse 2000. Mit sechs, meist doppelseitigen Farbholzschnitten. Originalpappband mit Farbholzschnitt als Bezugspapier.

Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Ingres-Büttenpapier. – Handsatz aus der Placard 60pt, Druck von Text und den kombinierten Holzschnitten auf der Zylinder-Andruckpresse durch die Künstlerin. – Alle Exemplare wurden in den Werkstätten der Leipziger HGB als Blockbuch gebunden. – Tadellos erhalten.

39 : 30 cm. [14] Seiten.

844  Sonnenberg-Presse – Andrea Lange – Werner Heiduczek. King Lear.

€ 180

Mit Holzschnitten von Andrea Lange. Chemnitz 2000. Mit fünf Farbholzschnitten, davon drei doppelblattgroß. Originalpappband mit Büttenpapierbezug.

Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Ingres-Bütten, als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Handsatz aus der 60pt Placard, gedruckt auf einer Zylinder-Andruckpresse. – Die Einbände entstanden in den Werkstätten der Leipziger HGB. – Der Autor wurde durch eine Erzählung seines Enkels zu dem Text angeregt, der wiederum die Künstlerin zu ihren Graphiken inspirierte.

43 : 30 cm. [18] Seiten.

845  Sonnenberg-Presse – Andrea Lange – Es war noch kein März.

€ 180

9 Holzschnitte von Andrea Lange zu Gedichten von Silvio Pfeuffer. Kemberg 2005. Neun signierte Holzschnitte, davon sieben zweifarbig. Mit dem Textheft und einem Schriftblatt lose in Originalmappe und -schuber.

Eins von nur neun Exemplaren. – Jeder Holzschnitt signiert, datiert, nummeriert und betitelt. – Die Holzschnitte auf Saunders Waterford. – Die Graphiken entstanden als Reprovorlage der Illustrationen für einen 2005 erschienenen Gedichtband von Silvio Pfeuffer. – Den neun Exemplaren der Suitenausgabe liegt jeweils ein Exemplar des LyrikHefts 2 mit ausgewählten Gedichten Pfeuffers bei. Das Heft im Druckvermerk und ebenso die Mappe von der Künstlerin signiert.

40 : 30 cm (Mappe).

846  Sonnenberg-Presse – Andrea Lange – Artur Schütt. Ein Haus.

€ 120

Kemberg 2006. Mit 14 signierten Farbholzschnitten, davon sechs blattgroß. Originalbroschur mit Holzschnittumschlag.

Eins von 15 Exemplaren. – Auf starkem Saunders Waterford-Bütten. – Im Druckvermerk von Andrea Lange signiert und nummeriert. – Das Buch entstand in einem Kurs für Holzschnitt wohl anlässlich der 6. Speyerer Literaturtage. Der Text wurde von den Kursteilnehmern von Hand gesetzt und auch illustriert, wobei die Holzschnitte teils über den Text gedruckt wurden. Mit Holzschnitten von Marion Berthold, Ingeborg Kunna, Gundula Munteanu, Felix und Birgit Pahlow, Hans-Uwe Weyand und Andrea Lange. – Es existiert auch eine ausschließlich von Andrea Lange illustrierte Version (siehe die vorherige KatNr).

39 : 30 cm. [16] Seiten.

847  Sonnenberg-Presse – Andrea Lange – Artur Schütt. Ein Haus.

€ 150

Mit sechs Farbholzschnitten von Andrea Lange. Kemberg 2006. Mit sechs signierten blattgroßen Farbholzschnitten. Originalbroschur mit Holzschnittumschlag.

Eins von 20 Exemplaren. – Auf starkem Saunders Waterford-Bütten. – Jeder Holzschnitt signiert, datiert und nummeriert. – Das Buch entstand in einem Kurs für Holzschnitt wohl anlässlich der 6. Speyerer Literaturtage. Der Text wurde von den Kursteilnehmern von Hand gesetzt und auch illustriert (siehe die folgende Katalognummer). Bei der hier vorliegenden Auflage illustrierte nur Andrea Lange, die ihre Holzschnitte jeweils den Texten gegenüber stellt. – Editions- und Druckvermerk hier von der Künstlerin handgeschrieben, nummeriert und signiert. – Tadellos erhalten.

39 : 30 cm. [16] Seiten.

848  Sonnenberg-Presse – Andrea Lange – Das Hohelied.

€ 300

Mit Holzschnitten von Andrea Lange. Aus dem Hebräischen von Alisa Stadler. Mit einem Nachwort von Rainer Stöckli. Kemberg, Sonnenberg-Presse 2011. Mit 21 meist farbigen Holzschnitten, 15 blatt- und sechs doppelblattgroß. Originalpappband mit einem der doppelblattgroßen Holzschnitte, dieser zweigeteilt auf dem Schuber wiederholt.

Eins von 30 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Velin. – Handsatz und Handdruck durch die Künstlerin, unterstützt durch Klaus Arnold. – Die fulminante Ausgabe eines der meist illustrierten Texte der Weltliteratur entstand auf Anregung von Hubert Witt, die Holzschnitte stammen meist aus den Jahren 1999 und 2003. – Andrea Lange wurde 1970 in Dresden geboren. Von 1992 bis 2000 studierte sie an der HGB Leipzig. 1998 gründete Lange zusammen mit Bettina Haller in Chemnitz die Sonnenberg-Presse, die 2001 ins brandenburgische Kemberg verlegt wurde. – Tadellos.

40 : 35 cm. 64 Seiten.

849  Sonnenberg-Presse – Andrea Lange – Drei Drucke der Sonnenberg-Presse.

€ 250

Kemberg 2003 und 2009.

I. Erich Kästner. Das letzte Kapitel. Mit Holzschnitten von Andrea Lange. 2003. Eins von 33 Exemplaren. Leporellobuch, signiert und nummeriert. – II. Birgit Reichert. Immer im April. Mit einem Holzschnitt der Autorin. 2003. Eins von 30 Exemplaren. Blockbuch, signiert und nummeriert. – III. Bettina Wegner. Lied vom Messer. Mit Holzschnitten von Katrin Stangl und Farbholzschnitten von Andrea Lange. 2009. Eins von 54 Exemplaren. Leporellobuch, von beiden Künstlerinnen signiert. – Alle tadellos erhalten.

850  Susanne Theumer – Imre Kertész. Ich – ein anderer.

€ 200

Textauszüge mit Originalradierungen von Susanne Theumer. Halle/Saale 2006. Mit 13 Radierungen, davon elf blatt- und zwei vignettengroß. Originalpappband im -schuber, beide mit montierter radierter Deckelvignette.

Eins von drei Exemplaren »e.a.« neben der Auflage von auch nur 15 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Gesetzt aus der Neuzeit-Grotesk. – Hergestellt in den Werkstätten der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein. – Die Einbände schuf Andreas Richter. – Susanne Theumer wurde 1975 in Halle geboren. Nach ihrem Studium an der Burg Giebichenstein war sie 2004 dort Meisterschülerin. – Tadellos.

42 : 30 cm. [32] Seiten.