ChristianHesse

Lot 801 – 850 | Hesse-Auktionen
Lot 801 – 850

801  Ludwig Meidner. Septemberschrei.

€ 2000

Hymnen / Gebete / Lästerungen. Mit vierzehn Steindrucken. Berlin, Paul Cassirer 1920. Mit 14 signierten Lithographien. Originalhalbpergamentband mit Japan-Buntpapierbezügen und Kopfgoldschnitt. Im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren auf handgeschöpftem Van Gelder-Bütten. – Die Lithographien sind Handdrucke der Pan-Presse. – Sowohl als bildender Künstler wie auch als Schriftsteller setzte sich Ludwig Meidner mit dem Krieg auseinander. Die während seines Kriegsdienstes entstandenen Tagebuchaufzeichnungen, von 1916 bis 1918 war er als Dolmetscher in einem Kriegsgefangenenlager, setzte er im vorliegenden Buch um und schuf mit seinem »Septemberschrei« eines der wichtigsten expressionistischen Prosawerke. »Eine Doppelbegabung fürs Literarische und Zeichnerische war der Expressionist par exellance. […] Die Zeichnungen bieten das weite Panorama der für Meidner charakteristischen Eigenarten. Sie werden beherrscht von einer in barbarischer Wildheit sich äußernden Ekstase.« (Lothar Lang, S. 55). – Aus der Bibliothek von Hanns-Conon von der Gabelentz (1892–1977), Museumsdirektor des Staatlichen Lindenau-Museums Altenburg von 1945 bis 1969.

29,9 : 22,5 cm. 75, [4] Seiten, 14 Lithographien. – Exlibris.

Raabe 203.2. – Jentsch 88. – Feilchenfeldt/Brandis 143.0. – Lang 234

802  Gabriela Mistral. Desolacion.

€ 600 ( R7 )

Poemas. New York, Instituto de las Españas en los Estados Unidos 1922. Mit einem Porträt der Dichterin. Weinroter Halbmaroquinband mit Rückenvergoldung und marmorierten Deckelbezügen und eingebundenem Originalumschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Vortitel von Gabriela Mistral (1889–1957) signiert, das Vorblatt mit ihrer eigenhändigen Widmung für die französische Schriftstellerin Thyde Mathilde Monnier (1887–1967). Beide Frauen hatten bereits in jungen Jahren begonnen zu dichten, Thyde Monnier erregte als 19jährige Aufsehen mit ihrem »Sonett an Mistral«. Wohl deshalb übersandte die chilenische Dichterin, die ihr Pseudonym vom Erzengel Gabriel und dem Mittelmeerwind Mistral ableitete, ihr dieses Widmungsexemplar ihres zweiten Gedichtbands. 1922 verließ Gabriela Mistral ihre Heimat und lebte zunächst in Mexiko, später in den USA. 1945 erhielt sie den Literaturnobelpreis.

19,8. : 13,7 cm. [16], 245, [11] Seiten.

803  W. [Vladimir] Nabokoff-Sirin [Nabokov]. König · Dame · Bube.

€ 750 ( R7 )

Ein Spiel mit dem Schicksal. Roman. Autorisierte Übersetzung von Siegfried von Vegesack. Berlin, Ullstein 1930. Originalleinenband mit Titel- und Deckelvignette in Schwarz- und Rot-Prägung.

Erste deutsche Ausgabe von Nabokovs zweitem Roman. – Nach seinem Erstling »Maschenka«, der in deutscher Übersetzung (»Sie kommt – kommt Sie?«) 1928 sehr erfolgreich war, zeigte sich der Ullstein-Verlag auch an dem neuen, noch ungeschriebenen Roman interessiert. Sofort nach Erscheinen der russischen Ausgabe unterzeichnete Nabokov einen Vertrag für die deutsche Ausgabe, mit der auf Empfehlung des Verlages der Schriftsteller Siegfried von Vegesack (1888–1974) beauftragt wurde.

19,5 : 13,5 cm. 265, [7] Seiten. – Leinenband in den Gelenken und an der Unterkante etwas stockfleckig. – Besitzvermerk auf Vorsatzblatt, Titel mit Namensstempel.

804  Der Orchideengarten.

€ 1200

Phantastische Blätter. Herausgegeben von Karl Hans Strobel. Erster [bis] Dritter Jahrgang [alles]. München, Wien und Zürich, Dreiländerverlag 1919–1921. Mit 51 farbigen Originalumschlägen und zahlreichen Illustrationen. Zwei Halbleinenbände der Zeit.

Vollständige Folge aller 54 Hefte der Zeitschrift (darunter drei Doppelhefte). – Die frühe und für das Gebiet der phantastischen Literatur wichtige Zeitschrift ist nicht nur wegen der Texte und Illustrationen sondern besonders wegen der Rezensionen und Anzeigen zu diesem Gebiet von besonderer Bedeutung. – Die Schriftleitung oblag Alf von Cibulka. – Mit Texten von Kasimir Edschmid, Edgar Allen Poe, A. M. Frey, Oskar Maria Graf u. v. a. – Die skurrilen Titelbilder und Illustrationen zeichneten Edwin Henel, Otto Linnekogel, Carl Rabus, Karl Ritter, E. Plaichinger-Coltelli, Sepp Frank, Lore Lepsius u. v. a., der Umschlag von Heft I/5 nach einer Zeichnung von Tom Seidmann-Freud. – Jahrgänge I und III in einem Band, Jahrgang II in einem weiteren. – Insgesamt sehr gut erhalten und so vollständig sehr selten. – Dazu: Tuschzeichnung, wohl von Karl Ritter. 17,5 : 12,0 cm. Wohl für eine Illustration in der Zeitschrift (vgl. Heft II/14, Seite 5).

29,5 : 22,0 cm. – Gelenke etwas verschlissen. – Papierbedingt die Ränder leicht gebräunt.

Dietzel/Hügel 2334. – Laakmann/Tghart 341

805  Emil Orlik. Kleine Aufsätze.

€ 250

Berlin, Propyläen 1924. Mit drei signierten Originalgraphiken sowie acht Tafeln. Originalhalblederband mit vergoldeten Titeln und Vignette.

Erste Ausgabe. – Exemplar »A«, wie die 100 der Vorzugsausgabe mit den drei signierten Originalgraphiken: »Selbstbildnis« (Radierung), »Feluka auf dem Nil« (Radierung) sowie »Drei Frauen auf der Straße« (Farbholzschnitt). – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf fein geripptem Büttenpapier. – Breitrandig. – Das Max Slevogt gewidmete Buch enthält die Aufsätze »Beethoven«, »Leibnizens Bildnisse«, »Kleine Holzschnitte«, Texte über japanische und chinesische Farbendrucke, über Fotografie, Opernausstattung sowie »Aus meinem Leben«. – Mit einem Vorwort von Moritz Heimann.

27,2 : 19,4 cm. 54, [6] Seiten. 3 Graphiken. – Rücken verblasst.

806  Pablo Picasso. Suite de 180 dessins.

€ 450

Paris 1954. Mit 13 Farblithographien, davon eine als Titelillustration, und 167 Abbildungen, davon drei farbig, alle nach Zeichnungen von Pablo Picasso. Farbig lithographierter Originalpappband.

Verve. Revue artistique et littéraire. Vol. VIII, No. 29 et 30. – Die Zeichnungen entstanden im Winter 1953/54 in Vallauris. – Die Einbandillustration entwarf Picasso extra für diese Ausgabe. – Enthält auch einen Text von Michel Leiris sowie Einleitungen von Tériade und Rebecca West.

36,0 : 27,0 cm. [184] Seiten, 12 Lithographien. – Gelenke geplatzt, Rücken etwas gebräunt.

Kibbey 266 (amerikanische Ausgabe)

807  Emil Preetorius – Adelbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte.

€ 200

München, Hans von Weber 1907. Mit elf Tafeln in Gelbdruck und 23 Schattenrissen von Emil Preetorius. Türkisfarbener Originalpappband mit goldgeprägter Deckelillustration und Kopfgoldschnitt. – Widmungsexemplar des Künstlers.

Erster Druck des ersten von Preetorius illustrierten Werkes. – Eins von 1100 Exemplaren auf festem Bütten, die Tafeln auf Japan (Gesamtauflage 1200). – Vortitelblatt mit eigenhändiger Widmung des Künstlers »Für Karl und Hanna Wolfskehl […] in Dankbarkeit und Freundschaft | München, 5/XII 1907«. – »Für Emil Preetorius […] war die Illustration ein echtes Bündnis mit literarischen Texten und zugleich sein Eingang und Anfang als Buchgestalter.« (Georg K. Schauer). – Mit einer weiteren Widmung von Hani Heise (?) für den jungen Regisseur Hanns Farenburg »mit den besten Wünschen für die Schlemihl-Inszenierung | Berlin, Weihnachten 1941«. – Dazu: Exemplar der Neuausgabe (Leipzig, Kurt Wolff, 1919?].

24,0 : 16,8 cm. [4], 59, [1] Seiten, 11 Tafeln. – Deckel leicht fleckig, Rücken gebräunt.

Ohr 1. – Schauer I, 209

808  Imre Reiner – Gérard de Nerval. Aurélia.

€ 400

Paris, Alexandre Loewy 1970. Mit 25 signierten blattgroßen Radierungen, eine davon auf dem Umschlag, von Imre Reiner. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, illustrierter Originalpappchemise und -schuber.

Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren »hors commerce« (Gesamtauflage 145). – Gedruckt auf Velin de Rives. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

33,5 : 26,5 cm. [192] Seiten.

Tiessen IV, 38. – Reiner III, 41. – Monod 8635

809  Rainer Maria Rilke. Larenopfer.

€ 1500 ( R7 )

Prag, H. Dominicus 1896. Halbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel und Buntpapier-Deckelbezug. Originalumschlag eingebunden. In privater mit Samt ausgeschlagener Kassette mit vergoldetem Titel.

Erste Ausgabe. – Rilkes zweite selbständige Veröffentlichung, noch mit seinem Vornamen »René« gezeichnet und schon zu seinen Lebzeiten sehr selten. – Bereits 1894 hatte der gerade Neunzehnjährige seinen Erstling »Leben und Lieder« drucken lassen. »Larenopfer«, eine Sammlung von 79 Gedichten, darunter »Auf der Kleinseite«, »Der Hradschin«, »Bei St. Veit«, »Kaiser Rudolf« und »Mittelböhmische Heimat«, wurde bereits Weihnachten 1895 ausgeliefert und bildet eine Abschiedsgabe des Dichters an seine Heimatstadt. Rilke verließ im Folgejahr Prag und zog nach München. – Gedruckt auf feinem Velin. – Der Entwurf des hellblauen Originalumschlags mit der großen ornamentalen Deckelvignette stammt von Valerie von David-Rhonfeld, genannt Vally. Ihr hatte Rilke seinen ersten Gedichtband gewidmet.

15,2 : 8,7 cm. III, [1], 106 Seiten, 1 Anzeigenblatt. – Zwei kleine Buchhändlermarken auf der Innenseite des Umschlags eingeklebt. – Erste und letzte Seiten im Falz neu gefasst.

Mises 2

810  Rainer Maria Rilke. Die Sonette an Orpheus.

€ 450

Geschrieben als ein Grab-Mal für Wera Ouckama Knoop. Leipzig, Insel 1923. Türkisfarbener Maroquinband mit Vergoldung (signiert: Peters · Hahne · Hamburg).

Erste Ausgabe. – Schöner Handeinband der Hamburger Binderei Peters-Hahne: Deckelober- und -unterkanten und die äußeren Innenkanten mit unterschiedlich starken vergoldeten Fileten, Rücken mit vergoldetem Rückentitel und zwei vergoldeten Fleurons. Die Innendeckel und Vorsatzblätter wurden mit Japon nacré bezogen. – Das Werk der Hamburger Buchbinderei, die von 1927 bis 1982 bestand, würdigte 1984 eine Ausstellung in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel.

21,8 : 14,2 cm. [2], 63, [7] Seiten. – Rücken leicht verfärbt.

Mises 100. – Sarkowski 1357

811  Joachim Ringelnatz. Weitab von Lappland.

€ 450 ( R7 )

Berlin, Hermann Birkholz 1922. Mit einem signierten lithographierten Ringelnatz-Porträt von H. E. Linde-Walther und zwei ganzseitigen monogrammierten Lithographien von Paul Haase. Originalbroschur mit Buntpapierbezug.

Zwölfter Erasmusdruck. – Erste Ausgabe. – Eins von 200 Exemplaren. – Das Porträt des Dichters wurde von ihm und dem Künstler signiert. – Das Buch widmete Ringelnatz dem Dichter Arno Holz.

30,0 : 21,5 cm. [20] Seiten. – Bezugspapier an den leicht Rändern gebräunt, am Rücken mit kleinen Fehlstellen.

Kayser/des Coudres 20. – Rodenberg 153, 12

812  Karl Rössing – Nikolaus Gogol. Taras Bulba.

€ 250 ( R7 )

Mit 30 Holzschnitten von Karl Rössing. Wien, Leipzig und München, Rikola 1922. Mit 30 Holzschnitten, davon acht ganzseitig und zwölf als figürliche Initialen, und Holzschnittvorsatzpapieren. Originalhalbpergamentband mit Buntpapierdeckelbezügen und Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf »besserem Papier«, vom Künstler im Druckvermerk signiert und in Halbpergament gebunden. – Gesetzt aus der Ehmcke-Schwabacher und gedruckt unter Aufsicht von F. H. Ehmcke, Rössings Lehrer an der Königlichen Kunstgewerbeschule München, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. – Karl Rössing (1897–1987) gilt als Wiedererwecker des Holzstichs, »einer Technik, die […] im 19. Jahrhundert zur rein mechanischen Wiedergabe von Reproduktionskunst verflacht war.« (Roswitha Mair) – Sehr schönes Exemplar dieser frühen Illustrationsfolge, in der Vorzugsausgabe selten.

24,4 : 18,6 cm. 148, [4] Seiten.

Eichhorn/Mair 1.10.1

813  Nelly Sachs. Eli

€ 300 ( R7 )

Ein Mysterienspiel vom Leiden Israels. Malmö, Forssell 1951. Originalhalbleinenband.

Erste Ausgabe. – Eins von 200 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Autorin signiert. – Gedruckt in Blau und Schwarz. – Erste Gedichte schrieb Nelly Sachs (1891–1970) mit 17 Jahren. 1921 erschien mit Unterstützung des Schriftstellers Stefan Zweig ihr erster Gedichtband unter dem Titel »Legenden und Erzählungen«, ihre Gedichte wurden in der Vossischen Zeitung, dem Berliner Tageblatt und der Zeitschrift »Jugend« veröffentlicht. Sie wuchs in einer liberal-jüdischen Familie auf, erst 1940 und dann in buchstäblich letzter Minute entschloss sie sich, vor der Bedrohung der Nationalsozialisten zu fliehen und emigrierte nach Schweden. Nelly Sachs, eine der bedeutendsten Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts, erhielt 1966 für ihre lyrischen und dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren, den Nobelpreis für Literatur.

24,9 : 17,9 cm. 74, [4] Seiten. – Rücken gebräunt. Deckel mit Lichtschatten.

Kersten 17

814  Paul Scheerbart. Immer mutig! Ein phantastischer Nilpferderoman mit dreiundachtzig merkwürdigen Geschichten.

€ 250

Erster [und] Zweiter Teil. Minden, J. C. C. Bruns 1902. Mit zahlreichen Vignetten des Verfassers. Blaue Originalpappbände mit goldgedruckten Deckelvignetten.

Erste Ausgabe. – Exemplar der allgemeinen Ausgabe, die vom Verfasser im Druckvermerk »angekündigte« Vorzugsausgabe auf gegerbter Menschenhaut (Preis 50.000 RM) ist dankenswerter Weise nie erschienen. – Gewidmet Max Bruns, dem Verleger des Buches, mit dem Scheerbart mehrere Jahre in Briefkontakt stand.

16,0 : 11,5 cm. [8], 235, [1]; [4], 250, [2] Seiten. – Rücken minimal gebräunt.

Kohnle S. 33. – Raabe/Hannich-Bode 260.10

815  Paul Scheerbart. Jenseits-Galerie.

€ 750

Berlin, Oesterheld 1907. Zehn Strichätzungen nach Zeichnungen. Mit einem Text-Doppelblatt lose in grüner Originalleinenmappe mit rotgeprägtem Titel.

Erste Ausgabe. – Auf Bütten. – Auf dem Titelblatt von Scheerbart in roter Tinte nummeriert »No. 305« und signiert. – Aus Scheerbarts »wissenschaftlicher« Einleitung: »Die zehn vorliegenden Zeichnungen sind Nachbildungen von dem, was wir jenseits der Neptunsbahn entdeckt haben.« Scheerbart bezeichnete diese Zeichnungen von »Asteroïdenbewohnern mit vielen neuen Organen und bisher noch nie gezeigten Gliedmaßen« 1904 als seine bis dato gelungenste Produktion. In der »Jenseits-Galerie« »gibt er seinen Wortträumen in seltsamen surrealen Phantasiewesen, die an Redon erinnern, optischen Ausdruck« (Hans Bolliger). – Scheerbart entwarf und kalligraphierte auch den Titel für den Mappendeckel. – Sehr schönes Exemplar.

29,3 : 19,5 cm. [4] Seiten, 10 Tafeln.

Kohnle S. 37. – Raabe/Hannich-Bode 260.19. – Dokumentations-Bibliothek II, 363

816  Rudolf Alexander Schröder. Lieder an eine Geliebte.

€ 250

Berlin, Verlag der Insel bei Schuster & Löffler 1900. Originalpappband mit Deckelvignette und Rückenschild.

Erste Ausgabe von Schröders zweiter Buchveröffentlichung. – Eins von 300 Exemplaren auf Insel-Bütten (Gesamtauflage 315). – Ein Teil der Auflage erhielt später ein neues Titelblatt mit der Leipziger Verlagsadresse. – Gedruckt bei W. Drugulin, Leipzig. – Die beiden »Tulpenvignetten« und die große »Tulpeninitiale« entwarf der Dichter selbst. – Schönes Exemplar.

18,2 : 12,8 cm. Seiten [3]–72, so aber wohl vollständig.

Sarkowski 1541. – Adolph 2

817  Rudolf Alexander Schröder. Sonette zum Andenken an eine Verstorbene.

€ 500

Probeband mit Andrucken, eigenhändigen Manuskriptseiten, Entwurfszeichnungen und Skizzen. [München 1903/04].

Aus dem Nachlass des Dichters. – Rudolf Alexander Schröder gehörte 1899 neben Heymel und Bierbaum zu den Gründern des Insel-Verlages. – Ca. 150 Blätter holländisches Bütten. – Inhalt: Probedrucke der ersten 24 Sonette (I–XII und Zweites Buch I–XII) mit einigen Abweichungen zu den endgültigen Fassungen, die 1904 im Insel-Verlag erschienen. – Zwei Seiten mit Bleistiftskizzen und Entwurf der Titelvignette, vier weitere Skizzenblätter. – Drei Seiten mit eigenhändigen Gedichtmanuskripten. – Eine Seite mit Musiknoten (Tuschfeder und Bleistift) und kleinem Zierstück. – Schlichter Pappband (28 : 23 cm), mit vielen Leerseiten, Rücken fehlt.

Vgl. Adolph 6 und Sarkowski 1545

818  Rudolf Alexander Schröder – William Shakespeare. Sturm.

€ 200

Deutsch von Rudolf Alexander Schröder. Letzte Fassung. Frankfurt am Main, Gesellschaft der Bibliophilen 1959. Mit neun Illustrationen von Werner Peltzner. Originalpappband. – Widmungsexemplar.

Über die Auflage von 1000 gedrucktes Exemplar mit eigenhändiger Widmung von Schröder »der lieben Nachbarin Weihnachten 1959 in alter Anhänglichkeit«. – Gesetzt aus der Shakespeare-Antiqua von Kleukens, in Rot und Schwarz gedruckt auf der Mainzer Eggebrecht-Presse. – Schönes Exemplar.

30,5 : 22,0 cm. 98, [6] Seiten. – Rücken leicht verfärbt.

819  Otto Schubert – Johann Wolfgang von Goethe. Reineke Fuchs.

€ 400 ( R7 )

Zwölf Gesänge. Mit Rahmen, Initialen und Bildern gezeichnet und radiert von Otto Schubert. München, Marées-Gesellschaft R. Piper & Co. 1921. Mit 42 Radierungen, davon 33 blattgroß, und zwölf radierten Initialen. Originalpappband mit Deckel- und Rückenschild.

30. Druck der Marées-Gesellschaft. – Eins von 185 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 250). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Druck der Radierungen von Alfred Ruckenbrod, Berlin, des Textes Jakob Hegner, Hellerau. – Otto Schubert (1892–1972) studierte an der Dresdner Kunst- und Gewerbeschule und wurde dort Bühnenmaler. Nach ersten Erfolgen mit Illustrationsfolgen wurde er Mitglied der Dresdner Sezession und kam in Kontakt zu den Verlegern Piper und Flechtheim. Ein Großteil seiner Arbeiten wurde bei der Bombardierung Dresdens 1945 zerstört.

25,0 : 21,5 cm. 302, [2] Seiten. – Rücken gebräunt, Einband etwas fleckig.

Rodenberg 370. – Schauer II, 88. – Sennewald 21, 1

820  Anna Seghers. Das siebte Kreuz.

€ 750 ( R7 )

Roman aus Hitlerdeutschland. Mexiko, El Libro Libre 1942. Originalpappband.

Erste deutsche Ausgabe. – Einer der bedeutendsten Romane der deutschsprachigen Exilliteratur, der die Flucht aus einem nationalsozialistischen Konzentrationslager schildert. – Anna Seghers begann 1938 im Exil in Südfrankreich mit der Arbeit an diesem Roman. Bereits 1939 erschien das erste Kapitel in der Moskauer Zeitschrift »Internationale Literatur« und ebenfalls 1942 die vollständige englische Ausgabe in den USA. – Sehr schönes Exemplar. – Dazu: Lion Feuchtwanger. Unholdes Frankreich. Mexiko, El Libro Libre 1942. Originalbroschur. Erste deutsche Ausgabe, ein Jahr zuvor erschien die englische Übersetzung »The Devil in France«. Leicht abgegriffen.

19,7 : 15,7 cm. [3–]468, [4] Seiten, so vollständig.

Exilarchiv 5396 und 1431. – Melzwig 657.1 (nur I)

821  [Hugo Sonnenschein]. Die Legende vom weltverkommenen Sonka.

€ 200

Leipzig, Zürich, Wien, E. P. Tal 1920. Illustrierter Originalpappband.

Erste Ausgabe. – Hugo Sonnenschein (1889–1953) publizierte seine Gedichte unter dem Pseudonym »Sonka«. – »Ichgott, Geuse Einsam:/Judenjunge, Slowakenkind/Kulturbastard«, so charakterisierte sich Sonka selbst. Als radikaler Pazifist wurde er im Ersten Weltkrieg mehrfach inhaftiert, war nach 1918 in linksoppositionellen Gruppen tätig und Gründungsmitglied der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei. Als er gegen Trotzkijs Verbannung protestierte, wurde er aus der Partei ausgeschlossen. Nach der deutschen Besetzung des Landes wurde er verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Sonnenschein überlebte den Faschismus – und ging im Stalinismus zugrunde: Im Mai 1945 wurde er in Prag wegen angeblicher Kollaboration mit den Nazis verurteilt und starb acht Jahre später im Zuchthaus.

23,3 : 15,5 cm. 40, [4] Seiten. – Kanten schwach berieben.

Raabe/Hannich-Bode 282.7

822  Carl Sternheim. Tabula Rasa.

€ 300 ( R7 )

Ein Schauspiel. Leipzig, Kurt Wolff 1916. Originalhalbpergamentband mit Kopfgoldschnitt.

Als Manuskript gedruckt. »Ich verbiete die Aufführung dieses Schauspiels für die Kriegszeit. Carl Sternheim.« – Eins von 1000 Exemplaren. – Archivexemplar des Kurt Wolff Verlags, München, mit eingeklebter Archivmarke auf dem Vorsatz, dort ebenso Exlibris Carl Winter, Heidelberg (Mitinhaber des Winter-Verlags). – Beiliegend eigenhändiger Schenkungsvermerk von Carl Sternheim: »Rudolf von Richter (?) für ein schönes Pastellbild von mir. Berlin 11/11 1929«.

26,3 : 20,0 cm. 132, [4] Seiten. – Einband fleckig. Ecken leicht bestoßen. Oberes Kapital gestaucht. – Hinteres Innengelenk gebrochen.

Raabe/Hannich-Bode 291.20

823  Hermann Struck. Die Kunst des Radierens.

€ 300

Ein Handbuch. 10.–14. Tausend. Berlin, Paul Cassirer 1923. Mit vier Originalgraphiken. Schwarzer Originalleinenband mit goldgeprägter Deckelillustration.

Fünfte Auflage, unter Mitwirkung von Karl Schwarz bearbeitet. – Mit Radierungen von Max Liebermann (»Eislaufen«, Achenbach 59c ) und Hermann Struck (»Marc Chagall«), einer Lithographie von Oskar Kokoschka (»Sitzende Frau«, Wingler/Welz 159) und einem Holzschnitt von Ernst Barlach (»Verliebte Reverenz«, Schult 223). – Hermann Struck, selbst Künstler, liefert einen bis heute grundlegenden Überblick über Technik und Werkzeug, künstlerische Entwicklung und herausragende Beispiele der Radierkunst. – Tadellos erhalten.

25,4 : 19,5 cm. 331, [1] Seiten. 4 Graphiken.

Söhn HDOG 265

824  Eduard Stucken. Grotesken.

€ 300

Fünfzig Originallithographien. Berlin, Erich Reiss [1923]. 50 ganzseitige in Grün gedruckte Lithographien. Originalpergamentband mit vergoldeten Titeln und Kopfschnittvergoldung.

Eins von 20 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe auf handgeschöpftem Zandersbütten (Gesamtauflage 75). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf der Handpresse von H. Birkholz, Berlin. – Eduard Stucken (1865–1936) war ein erfolgreicher Schriftsteller, besonders sein vierbändiger Roman »Die weißen Götter« (1918–1922) machten ihn populär. Seine hier versammelten, wahrhaft grotesken, bildlichen Einfälle stellen ein Unikum in seinem Œuvre dar. – Als Einleitung ein Gedicht von Stucken (»War’s meiner Seele Hölle […]«). – Tadellos erhalten.

25,0 : 20,5 cm. [54] Blätter.

Halbey, Reiss 23:18

825  Ernst Toller. Hoppla, wir leben.

€ 300

Ein Vorspiel und fünf Akte. Potsdam, Gustav Kiepenheuer 1927. Originalpappband. – Mit zwölf Schauspielersignaturen.

Erste Ausgabe. – Wohl 1987 bei einer Aufführung des Toller-Stücks von Willi Schmidt einem »aufmerksamen Zuschauer« gewidmet. Dieser sammelte, teils in den Folgejahren, auf dem Titel- und Widmungsblatt Signaturen der mitwirkenden Schauspieler Boy Gobert, Werner Hinz, Wilhelm Borchert, Helmut Wildt, Martin Heldt, Jürgen Thormann, Bernhard Minetti u. a.

18,5 : 12,3 cm. 141, [3] Seiten.

Raabe/Hannich-Bode 303.12

826  Gustaf Gründgens. Wirklichkeit des Theaters.

€ 300 ( R7 )

Einbandzeichnung von Theo Otto. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1953. Originalleinenband. – Widmungsexemplar.

»In diesem Buch sind Aufzeichnungen, Ansprachen, Reden und Vorträge vereinigt, mit welchen [Gustaf Gründgens] seine Tätigkeit in zwei Jahrzehnten begleitet hat. […] Die äußeren Erfolge, die diesen Weg ständig begleiteten, waren ihm offenbar nicht die ausreichende Bestätigung« (Einleitung). – Auf dem Vortitelblatt die eigenhändige Widmung für (Marianne Hoppe?) »Peppeline das erste Buch 6.12.53«. – Gründgens war seit 1934 Theaterintendant. Sein »wahres Ich« verbarg er so weit er konnte hinter den vielen Bühnenfiguren. »Ich habe nur eines gewollt in meinem ganzen Leben: Schauspieler sein« (Ewig Mephisto, Die Welt 6.10.2013).

19,0 : 12,0 cm. 215, [1] cm. – Rückendeckel etwas fleckig.

827  Kurt Tucholsky. Rheinsberg.

€ 250

Ein Bilderbuch für Verliebte. Mit einer Vorrede zum fünfzigsten Tausend. Mit Kupfern von Kurt Szafranski. Berlin, Axel Juncker [1921]. Mit sechs blattgroßen Radierungen und zwei radierten Vignetten. Farbig illustrierter Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 750 Exemplaren auf Velin (Gesamtauflage 1.000) der Jubiläumsausgabe. – Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – »Tucholskys erstes und unbeschwertestes Buch [EA 1912], das […] einer seiner größten Erfolge wurde, hat die Freude am Da-Sein, am Jung-Sein und an der Liebe zum Thema, der sich jedoch die wehmütige Einsicht hinzugesellt, daß dem Liebenden auch in der intensivsten Begegnung die letzte Erfüllung versagt bleibt.« (KLL X, 8157).

21,3 : 15,5 cm. 101, [3] Seiten. – Deckel gebräunt und etwas stockfleckig. Ecken bestoßen und berieben, Rücken verfärbt.

Bonitz/Wirtz C 1.3

828  Paul Valéry. Essai sur Stendhal.

€ 300 ( R7 )

Paris, Jacques Schiffrin Éditions de la Pléiade 1927. Originalbroschur. – Widmungsexemplar.

Erste, bibliophile Einzelausgabe. – Eins von 30 römisch nummerierten Exemplaren »hors commerce« (Gesamtauflage 341), welche von Valery namentlich dediziert wurden, hier »à Monsieur Charles Salomon sympathique hommage de Paul Valéry«. Hierbei handelte es sich wohl um den französischen Übersetzer Charles Alphonse Salomon (1862–1935). – Auf »Velin à la Cuve B. F. K.« Mit blau eingedruckten Initialen und typographischen Verzierungen von René Ben Sussan. – Der umfangreiche Essay erschien zeitgleich innerhalb der Stendhal-Werkausgabe von Édouard Champion (siehe KatNr. ## 769) als Vorwort zu »Lucien Leuwen«.

24,3 : 17,8 cm. 102, [14] Seiten. – Umschlagrücken restauriert. – Ganz vereinzelte Seiten stockfleckig.

829  Stendhal [Marie-Henri Beyle]. Œuvres complètes.

€ 1200

Pupliées sous la direction d’ Édouard Champion [de l’année 1919: et] Paul Arbelet. 34 tomes. Paris, Librairie Ancienne Honoré Champion 1913–1934. Mit zahlreichen Tafeln und Faksimiles. Dunkelblaue Halbmaroquinbände mit vergoldeten Rückenfileten, zwei braun-goldenen Rückenschildern und Kopfschnittvergoldung.

Erste Gesamtausgabe, mit Anmerkungen und Kommentaren. – Exemplar 128, eins von 100 der dritten Vorzugsausgabe auf holländischem Bütten mit einer zusätzlichen Suite aller Tafeln auf Japon Impérial (Gesamtauflage 1235). – Vor dem Ersten Weltkrieg begonnen und sogleich wieder unterbrochen, erschienen insgesamt 32 Bände mit Werken sowie fünf Bände mit Biographie und Bibliographie. Es fehlen hier die 1938–1940 erschienenen abschließenden drei Bände »Promenades dans Rome«. Jeder Band mit Faksimiles der Titelblätter der Originalausgaben und einigen Bildtafeln und Porträts. – Werke: Vie de Henri Brulard (2), Rome, Naples et Florence (2), La vie de Rossini (2), Le rouge et noir (2), Journal (5), Histoire de la peinture en Italie (2), Racine et Shakespeare (2), Armance (1), De l’amour (2), Lucien Leuwen (4), Vie de Napoléon (1), Mémoires sur Napoléon (1), Mémoires d’un touriste (3). – Supplemente: Adolphe Paupe. La vie littéraire de Stendhal. – Henrio Cordier. Bibliographie Stendhalienne. – Paul Arbelet. La jeunesse de Stendhal (2). – Makellos, inhaltsreich und dekorativ.

22,3 : 14,3 cm, ca. 160 cm »breit«. – Die Rücken der sieben zuletzt erschienenen Bände in minimal abweichendem Blauton, einige andere minimal verblasst.

830  Emil Rudolf Weiß. Drei Monate in Spanien.

€ 200

Zeichnungen und Aufzeichnungen eines Malers. Berlin, Maximilian-Gesellschaft 1931. Mit zahlreichen in den Text eingedruckten Lithographien des Verfassers. Originalpappband mit lithographiertem Titel.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft. – Im Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Emil Rudolf Weiß (1875–1942) war von 1910 bis zu seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten 1933 Professor an der Berliner Kunstgewerbeschule. In diesen Jahrzehnten schuf er ein immenses buchkünstlerisches Œuvre (Schriften, Buchschmuck, Einbandentwürfe usw.). Im Frühjahr 1923 hatte ihm Georg Hartmann, Inhaber der Bauerschen Gießerei, die Spanien-Reise finanziert, von der hier in Wort und Bild berichtet wird. – Satz aus der 1929 von Emil Rudolf Weiß für die Bauersche Druckerei entworfenen Weiss Antiqua und Kursiv. – Auf Zanders-Papier, die Lithographien in Schwarz und Rötel gedruckt. – Exlibris Rudolf Schwabe (Basler Musikjournalist und Verleger).

38,2 : 28,0 cm. Seiten [5]–215, [5], so vollständig.

Schauer II, 39

831  Josef Weisz – [Johann Wolfgang von] Goethe. Faust.

€ 400 ( R7 )

Tragödie. Erster [und] Zweiter Teil. Mit Bildern von Josef Weisz. München, Hugo Schmidt 1920. Mit 34 Illustrationen nach Lithographien. Originalpergamentbände mit Blindprägung und Vergoldung. In den Originalschubern mit Rückenschild.

Je eins von 150 Exemplaren auf Bütten. – Textrevision von Kurt Moreck. – Josef Weisz (1894–1969) gehörte »zu den Künstlern, die vorübergehend in eine epigonale Beziehung zur expressionistischen Illustration geraten waren« (Lang, S. 31). Er studierte bei F. H. Ehmcke an der Münchner Kunstgewerbeschule. Weisz’ buchkünstlerisches Werk umfasst 35 Arbeiten, die zwischen 1919 und 1962 entstanden. Sein wohl bekanntestes Werk ist die vierbändige Mappenfolge »Blumen der Alpen« mit insgesamt 100 Holzschnitten. – Tadellos erhalten.

31,4 : 23,4 cm. 157, [2]; 236 Seiten, 34 Tafeln. – Die Farbe des Pergaments beider Bände unterschiedlich.

Lang, Expressionismus 362

832  Hendrik N. Werkman – [Psalmen

€ 500

130, 43, 94 und 12 in der Übersetzung von Martin Buber]. [Heerenveen], De Blauwe Schuit Dezember 1942. Mit drei farbigen Materialdrucken, davon einer auf dem Originalumschlag.

Eins von 75 Exemplaren, die gesamte Auflage kam aus nachfolgenden Gründen nicht in den Handel. – Der niederländische Avantgardegraphiker Werkman (1882–1945) gründete 1923 das Magazin »The Next Call«. Während der deutschen Besatzung verteilte er im Untergrund an Freunde seine von Widerstand geprägten Hefte »De blauwe Schuit« (Die blaue Barke). Die etwa 40 erschienenen kleinen Hefte setzte, illustrierte und druckte er mit einfachsten Mitteln, die »Bilder« zum Beispiel von zugeschnittenen Gummiwalzen. – Kurz vor Kriegsende wurde Werkman verhaftet und von der SS zwei Tage vor der Befreiung Groningens ermordet. Seine Werkstatt und alle Drucke wurden beschlagnahmt und bei der Explosion eines Munitionslagers vernichtet. – HAP Grieshaber bewahrte ihn mit seiner »Hommage a Werkman« (siehe die folgende KatNr.) jahrzehntelang vor dem Vergessen.

26,5 : 16,2 cm. [8] Seiten. – Umschlag unten mit drei Braunflecken, innen etwas stockfleckig. Heftfaden gerissen.

Hot printing 42 g18

833  Hommage à Werkman.

€ 400

Herausgegeben von HAP Grieshaber und anderen. Stuttgart, Fritz Eggert 1957/58. Mit 31 teils farbigen Originalgraphiken von HAP Grieshaber und anderen. Originalhalbleinenband mit farbiger Deckelillustration.

Eins von 1000 Exemplaren. – Achalm-Druck 1. – HAP Grieshaber initiierte 1957 diesen typographisch aufwendigen Druck in Zusammenarbeit mit Studenten der Akademie Karlsruhe und erinnert damit an Hendrik Nicolaas Werkman, den niederländischen Avantgarde-Künstler und -Büchermacher. Bei experimentellen Arbeiten mit Lettern aus Blei und Holz, aber auch mit druckfernen Objekten – wie etwa Türscharnieren – entdeckte er die künstlerische und symbolische Kraft der Buchstaben und erfüllte sie mit neuem visuellen Leben. – Mit elf den Originalen angenäherten Wiedergaben von »De Blauwe Schuit« sowie Beiträgen und Originalgraphiken von H. L. Greve, HAP Grieshaber, A. Henkels, W. Martin, W. Sandberg, R. Ubac, H. Antes u. a. sowie Erstdrucken von Briefen Werkmans an A. Henkels. – Tadellos erhalten.

29,5 : 20,5 cm. [284] Seiten, 46 Blätter mit farbigen Abbildungen nach Werkman, 31 Graphiken, 1 Fotoabbildung, 1 Faksimile. – Vorsatzblatt mit kleinem Besitzvermerk.

Spindler 119.16. – Fichtner/Bartelke 155. – Fürst I, 57/14-19. – Dokumentations-Bibliothek VI, 94 (nennt 400 nummerierte Exemplare)

834  Käte Wilczynski – Waldemar Bonsels. Kyrie eleison.

€ 200 ( R7 )

Berlin, Eigenbrödlerverlag 1922. Mit sechs signierten Radierungen von Käte Wilczynski. Handgebundener blauer Originalkalblederband mit reicher Vergoldung.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den signierten Radierungen (Gesamtauflage 510). – Im Druckvermerk von Künstlerin und Verfasser signiert. – Auf Bütten. – Druck bei Otto von Holten, Berlin. – Herausgegeben vom Künstlerdank (Clauss-Rochsstiftung). Diese Vereinigung zur Unterstützung durch den Krieg in Not geratener Künstler »ohne Unterschied der Religion, Konfession, Nationalität und politischen Gesinnung« wurde kurz vor Kriegsende durch die Militärärzte Rochs und Clauß gegründet. Käte Wilczynski war möglicherweise die Ehefrau des Geschäftsführers der Stiftung, dem Schriftsteller Karl Wilczynski. – Waldemar Bonsels 1908 erstmals veröffentlichte Schilderung eines Sexualmordes wurde 1910 vom Landgericht München verboten, 1912 veröffentlichte er seine bis heute bekannteste Erzählung »Die Biene Maja«. – Schönes Exemplar der Vorzugsausgabe.

22,8 : 15,3 cm. [6], 54, [6] Seiten, 6 Radierungen. – Rücken leicht verfärbt. Ränder minimal berieben, Deckel mit wenigen schwachen Kratzspuren.

Hayn/Gotendorf IX, 76

835  Karl Wolfskehl. Ulais.

€ 600

Berlin, Verlag der Blätter für die Kunst 1897. Originalbroschur, Vorderumschlag mit Illustration von Melchior Lechter. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe von Wolfskehl lyrischem Erstling. – Eins von 200 Exemplaren auf gelblichem Bütten (Gesamtauflage 207). – Vortitel mit eigenhändiger Widmung Wolfskehls: »Dem verehrten Onkel seiner Hanna Herrn J. J. de Haan in herzlicher Erinnerung. Karl Wolfskehl München MCM«. – Hanna Wolfskehl (1878–1965), Tochter des in Darmstadt tätigen niederländischen Dirigenten Willem de Haan, heiratete 1898 Karl Wolfskehl, der im George-Kreis aktiv war. – Die frühe buchkünstlerische Arbeit Lechters steht in ihrer dekorativen Symbolik vollgültig neben Lechters Einbandzeichnungen für Stefan Georges »Das Jahr der Seele«, das im gleichen Jahr erschien. – Unbeschnittenes Exemplar.

21,8 : 16,8 cm. 78, [2] Seiten. – Der unbeschnittene Japanumschlag etwas braunfleckig. – Ränder etwas angestaubt, erste und vor allem letzte Seite etwas fleckig.

Raub A 10. – Landmann 82

836  Julius Zimpel – Max Glass. Don Juans Puppen.

€ 300

Potsdam, Gustav Kiepenheuer 1923. Mit neun signierten Tafeln nach Steinradierungen von Julius Zimpel. Grüner Originalmaroquinband mit reicher Vergoldung (Otto Dorfner, Weimar).

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den signierten Lithographien und in Ganzleder gebunden (Gesamtauflage 250). – Auf Bütten. – »Die Bilddrucke nach Steinradierungen von Julius Zimpel fertigten Christoph Reißers Söhne in Wien«. – Julius Zimpel (1896–1925), ein Neffe von Gustav Klimt, war Schüler von Koloman Moser und Dagobert Pesche und wurde 1923 künstlerischer Leiter der Wiener Werkstätte. »Von der Wahl des Papiers an bis zum Pressen des fertigen Buches besorgte er alles selbst. In ihm verkörperte sich das Ideal des Buchkünstlers«, charakterisierte ihn Max Roden (zitiert nach Sennewald). – Reizendes Büchlein, ganz im Wiener Stil. Jede Textseite mit Kopf- und Fußstegbordüre, die feinlinigen Radierungen Zimpels in Sepia gedruckt.

15,5 : 10,5 cm. 255, [1] Seiten, 9 Tafeln. – Rücken teils leicht verblasst.

Sennewald 23,1

837  Stefan Zweig. Abschied von Rilke.

€ 500 ( R7 )

Eine Rede. Tübingen, Rainer Wunderlich [1927]. Originalpappband. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung des Verfassers für »Max Hermann-Neisse herzlichst ergeben Stefan Zweig«. – Rilke war am 29. XII. 1926 im Sanatorium in Valmont verstorben. Der Dichterfreund Stefan Zweig hielt die Gedenkrede am 20.II.1927 im Münchner Staatstheater. Sie wurde »in der Unmittelbarkeit ihres ersten Ausdrucks wiedergegeben«. – Aus der Bibliothek Victor Achter, mit dessen »markantem« Exlibris. – Sehr selten.

19,2 : 11,7 cm. 30, [2] Seiten. – Rücken gebräunt.

Klawiter C 1 (datiert 1928). – Mises 1124

838  Gerhard Altenbourg – Theodor Däubler. Ein Lauschender auf blauer Au.

€ 300

Mit Zeichnungen von Gerhard Altenbourg. München, Graphikum Heinrich Mock 1963. Originalhalbpergamentband mit montiertem Deckelschild.

Dichter und Zeichner, Band 1. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer signierten Lithographie (Gesamtauflage 300). – »Die Originalzeichnungen und die vom Künstler handgeschriebenen Texte wurden als Kontaktdrucke – ohne fotografische Reproduktion – in Kleinoffset gedruckt und handgebunden«. – Auf Bütten. – Die vier Gedichte Däublers erschienen zuerst 1910 in »Das Nordlicht«. – Dass Signatur, eigenhändige Nummerierung und der Prägestempel des Künstlers auf einem kleinen Zettel in den Druckvermerk eingeklebt wurden, ist der Trennung von Künstler und Buch durch den Mauerbau geschuldet. Nur ein Jahr später wurde Altenbourg wegen Vergehen gegen DDR-Zollgesetze zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, ein Schicksal, dass später auch andere Künstler und Schriftsteller ereilte, die in Westdeutschland publiziert hatten. – Sehr gutes Exemplar.

22,0 : 33,0 cm. [1], 32, [1] Seiten. – Vorsatzblatt mit kleiner Quetschfalte.

Janda Bücher 63/30 und L 85

839  Ingeborg Bachmann. Briefe an Felician.

€ 300

Mit acht Kupferaquatinta-Radierungen von Peter Bischof. München, Piper 1991. Mit acht ganzseitigen Farbradierungen. Lose Bogen in Originalmoiréseidenkassette.

Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit einem zusätzlichen signierten Abzug einer Radierung in anderer Farbstellung (Gesamtauflage 160). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Velin d’Arches. – Als Schrift wurde ein Nachguss der Walbaum-Antiqua in den Originalmatrizen von 1800 verwendet. – »Die vorliegenden Briefe meiner Schwester Ingeborg, nicht unterzeichnet, nie abgeschickt, an ein imaginäres ›Du‹, einmal ›Lieber, Geliebter‹, ›Mein einziger Freund‹, ›Ferner Freund‹ und schließlich an ›Felician‹ gerichtet, stammen aus den Jahren 1945/46« (Vorwort von Isolde Moser, der Schwester der Schriftstellerin); »unsäglich pubertäre Briefe an Felician, die Ingeborg Bachmann als 19-Jähriger unterlaufen waren« (Reinhard Baumgart und Peter Hamm, Die Zeit, 5.10.2000).

40,5 : 31,0 cm. 49, [3] Seiten, 1 Radierung. – Der Kassettenrücken etwas verblast. – Innen tadellos bis auf die rückseitigen Klebespuren bei der losen Radierung.

840  Thomas Bernhard. Auf der Erde und in der Hölle.

€ 900 ( R7 )

Gedichte. Salzburg, Otto Müller 1957. Schwarzer Originalkunststoffumschlag mit Titeln in Gelb und Rot.

Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung Bernhards. – Auf Vélin. – Tadellos erhalten. – Sehr selten. – Dazu: Vier Erstausgaben von Thomas Bernhard: I. Amras. Frankfurt am Main, Insel 1964. – II. Verstörung. Roman. Frankfurt am Main, Insel 1967. – III. An der Baumgrenze. Erzählungen. Salzburg, Residenz 1969. – IV. Ave Vergil. Gedicht. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1981. – Originaleinbände, außer I mit Schutzumschlag, Gelenke von I leicht angeplatzt.

19,2 : 11,0 cm. 125, [2] Seiten. – Tadellos erhalten.

Dittmar 8 sowie 26, 37, 44 und 89

841  Thomas Bernhard. Frost.

€ 400 ( R7 )

Frankfurt am Main, Insel [1983]. Originalleinenband mit -schutzumschlag und -bauchbinde.

Faksimile der Erstausgabe, verlegt anlässlich des 20. Erscheinungsjahres. – Eins von 1000 vom Autor signierten und nummerierten Exemplaren. – »Ich halte das Buch für eine der stärksten Talentproben, für eines der aufwühlendsten und eindringlichsten Prosawerke, die seit Peter Weiss von einem Autor der jüngeren Generation vorgelegt worden sind.« (Carl Zuckmaier, »Die Zeit« 1963, zitiert nach Dittmar, S. 52). – Sehr schönes Exemplar.

19,6 : 12,5 cm. 357, [3] Seiten.

Dittmar 21 Anmerkung

842  Thomas Bernhard. Amras.

€ 700 ( R7 )

Frankfurt am Main, Insel 1964. Schwarzer Originalpappband.

Erste Ausgabe. – Auf dem Vortitelblatt vom Autor signiert. – Mit dem beigelegten Ankündigungsblatt des Verlags für »Amras« und »Frost«. — Man spricht heutzutage so viel von einer neuen Prosa, welche die Zwangsherrschaft der vorgeprägten erzählerischen Formen abschütteln müsse. Hier ist sie.« (Günter Blöcker, FAZ 1964, zitiert nach Dittmar).

19,5 : 11,8 cm 78, [2] Seiten.

Dittmar 26

843  Thomas Bernhard. An der Baumgrenze.

€ 600 ( R7 )

Erzählungen. Zeichungen Anton Lehmden. Salzburg, Residenz 1969. Mit zwölf blattgroßen Illustrationen. Originalleinenband mit -schutzumschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Auf dem Vortitelblatt mit eigenhändiger Widmung des Autors.

19,3 : 11,7 cm. 94, [2] Seiten.

Dittmar 44

844  Thomas Bernhard. Der Stimmenimitator.

€ 600 ( R7 )

Frankfurt am Main, Suhrkamp 1978. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – Auf dem Vortitelblatt vom Autor signiert. – Dazu zwei weitere signierte Werke: I. Der Keller. Eine Entziehung. Residenz Verlag 1976. Zweite Auflage. – II. Beton. Suhrkamp 1982. Zweite Auflage.

19,5 : 12,0 cm. 179, [1] Seiten. – Rücken und Klappendeckel von I gebräunt.

Dittmar 77

845  Thomas Bernhard. Alte Meister.

€ 400 ( R7 )

Komödie. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1985. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – Auf dem Vorsatzblatt vom Autor signiert. – Verlagsfrisches Exemplar.

19 : 12 cm. 310, [2] Seiten.

Dittmar 105

846  Joseph Beuys – Adam R. Lynen. Kentaurenfährte.

€ 200

Logbuch eines Vagabunden. München, Kindler 1963. Originalleinenband mit Schutzumschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe der ersten und zugleich einzigen Buchveröffentlichung Adam Rainer Lynens (geboren 1923). Über diesen engen Freund von Joseph Beuys ist wenig bekannt geworden. Der Verleger Helmut Kindler beantwortete 1986 eine Anfrage bedauernd abschlägig »Lynen war ein Aussenseiter, von dem wir bald nichts mehr gehört haben.« Erst der Hinweis auf eine gemeinsam mit Joseph Beuys ausgerichtete Ausstellung in Krefeld führt den Vorbesitzer auf die richtige Fährte: Hans van der Grinten schreibt 1995 ausführlich von diesem frühen Freund aus den Nachkriegsjahren, dem Taufpaten von Beuys’ Sohn Wenzel. Beuys wäre am Erscheinen der ›Kentaurenfährte‹ entscheidend beteiligt gewesen und habe sich oft in der von Lynen bei Krefeld errichteten Hütte aufgehalten. – Mit den beiden erwähnten Originalbriefen, dem Katalog und der Lynen-Widmung ein sicher begehrenswertes Seitenstück für viele Beuys-Sammler.

19,2 : 12,0 cm. 452, [4] Seiten.

Siehe auch Heiner Stachelhaus, Joseph Beuys (Düsseldorf 1987)

847  Wolfgang Bier – Franz Kafka. In der Strafkolonie.

€ 400 ( R7 )

Mit sechs Originalradierungen und fünfzehn Abbildungen nach Lederzeichnungen von Wolfgang Bier. Berlin, Anabis 1979. Farbig illustrierter Originalpappband in illustriertem Lederumschlag.

Eins der 25 römisch nummerierten nicht für den Handel bestimmten Exemplare der Vorzugsausgabe D mit sechs beigelegten signierten und nummerierten Radierungen und einer als Einband gestalteten Lederzeichnung (Gesamtauflage 1140). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Wolfgang Bier (1943–1998) gilt als einer der wichtigsten Eisen-Plastiker der 1980er und 1990er Jahre. Damals war er Professor für Bildhauerei an der FH Aachen. »Ich mache meistens Köpfe. Denn im Kopf, am Kopf, im Gesicht, in dessen Bewegungen und Zuckungen entsteht das, widerspiegelt sich das, was die Menschen so faszinierend macht. So bewundernswert, geheimnisvoll, unverständlich, widersprüchlich, grauenhaft« (Kunstspaziergang, schwaebisch-hall.de).

30,2 : 21,2 cm. [8], XXX, [5], 30, [6] Seiten, 6 Radierungen.

848  Gunter Böhmer – Jeremias Gotthelf. Die schwarze Spinne.

€ 250 ( R7 )

Mit Zeichnungen von Gunter Böhmer. Zürich, Fretz und Wasmuth 1942. Mit 45 teils blattgroßen Illustrationen. Originalbroschur mit illustriertem -umschlag. In Leinenchemise.

Neunter Zürcher Druck. – Unnummeriertes Exemplar, wie die Vorzugsausgabe mit einer zusätzlich beigelegten signierten Farblithographie (Gesamtauflage 1000).

39,0 : 29,0 cm. 122, [6] Seiten, 1 Lithographie.

Rysawi 40

849  Paul Celan. Gedichte.

€ 300 ( R7 )

Eine Auswahl. 9. bis 13. Tausend. Frankfurt am Main, S. Fischer 1965. Originalbroschur.

S. Fischer Schulausgaben, Texte moderner Autoren. – Auf dem Titelblatt vom Autor signiert. – Auswahl und Anmerkungen von Klaus Wagenbach, unter Mitarbeit des Autors.

18,4 : 11,3 cm. 78, [2] Seiten. – Ränder minimal berieben. – Zeitungsporträt auf den Innendeckel geklebt.

Glenn B06 (EA 1962)

850  Hans Fronius – Rudolf Borchardt. Das Buch Joram.

€ 250

Frankfurt am Main, Trajanus-Presse 1962. Mit sieben blattgroßen Vetrographien von Hans Fronius. Originalleinenband vergoldetem Rückentitel.

13. Druck der Trajanus-Presse. – Eins von 200 Exemplaren (Gesamtauflage 275). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf starkem, getönten Trajanus-Bütten. – Die Illustrationen wurden von Glasplatten gedruckt, auf die Fronius sie mit Tusche gezeichnet hatte.

40,5 : 28,0 cm. 37, [3] Seiten.

Spindler 40.13. – Tiessen II, 37. – Rethi Bücher 40