ChristianHesse

Pressendrucke und Bibliophile 1900-1945 | Hesse-Auktionen
Pressendrucke und Bibliophile 1900-1945

618  Der Zwiebelfisch.

€ 600

Eine kleine Zeitschrift für Buchwesen und Typographie. Herausgegeben von Franz Blei und Hans Weber. [Erster bis] VII. Jahrgang. München, Hans von Weber 1909–1916. Vier Originalbroschuren, sechs Originalpergamentbände mit reicher Vergoldung.

Vollständige Folge der ersten sieben Jahrgänge, dabei die Bände II bis VII in der nummerierten (aber nicht bezifferten) Luxusausgabe auf besserem Papier und in reich vergoldeten Pergamentbänden. – Die ersten vier Hefte, von denen es keine Vorzugsausgabe gab, lose in den Originalumschlägen, die farbigen Umschläge aller Folgehefte jeweils am Ende der Bände eingebunden. Ab Jahrgang VIII erschien keine Luxusausgabe mehr. – Die von dem Dichter, Literaturkritiker und Herausgeber Franz Blei und dem Verleger Hans von Weber begründete Zeitschrift unternahm den Versuch, auf unterhaltsame und manchmal satirische Art und Weise über Buchwesen, Buchkunst und nahe liegende Themenkreise zu berichten. Entsprechend änderte sich der Untertitel im Laufe der Jahre von » … für Buchwesen und Typographie« zu » … für Geschmack in Büchern und anderen Dingen«. – Das wegen des größeren Formats häufig fehlende Heft 3 des ersten Jahrgangs ist hier vorhanden. – Die Zeitschrift erschien bis 1934 (Jahrgang 24), einige Hefte noch nach Kriegsende (Jahrgang 25, 1946–48). – Optisch und inhaltlich gleichermaßen ansprechend.

21,3 : 15,0 cm, die Hefte 1-4 abweichend. – Heft I/3 angestaubt, ansonsten tadellos.

Dietzel/Hügel 3336

619  Typographie – Hoffmanns Schriftatlas.

€ 150<

Das Schriftschaffen der Gegenwart in Alphabeten und Anwendungen. In Verbindung mit Albert Bruckner, Max Hertwig und Rudolf Koch herausgegeben von Herbert Hoffmann. Stuttgart, Julius Hoffmann 1930. 80 lose, meist zweifarbige Tafeln und ein Textheft, zusammen in Originalhalbleinenkassette.

Erste Ausgabe dieser wichtigen umfassenden Sammlung von Buch- und Druckschriften, geschriebenen Alphabeten, konstruierten Schriften, Marken, Signeten, Initialen u. v. m. Neben einigen historischen Vorbildern sind die namhaftesten Schriftkünstler der Moderne vertreten: Rudolf Koch, Fritz Ehmcke, Walter Tiemann, Paul Renner u. v. m. – Innen tadellos.

36 : 26 cm. VIII Seiten, 80 Tafeln. – Kassette teils lichtrandig.

620  John Dieter Brinks. Drei Monographien zur Buchkunst des frühen 20. Jahrhunderts.

€ 250

Laubach und Berlin, Triton 2000–2007. Mit zahllosen, meist farbigen Abbildungen. Originalleinenbände in Schubern.

I. Vom Ornament zur Linie. Der frühe Insel-Verlag 1899–1924. Ein Beitrag zur Buchästhetik im frühen 20. Jahrhundert. 2000. Mit Beiträgen von Susanne Buchinger, Marcus Haucke, Kurt Ifkovits, Renate Müller-Krumbach, Theo Neteler, Lindsay Newman, Gerhard Schuster, Juergen Seuss, Barbara Stark, Roland Stark, Klaus Weber und dem Herausgeber. – Mit 20 faksimilierten Vorsatzpapieren und Prospekten des Verlages als Beilage in einer Mappe. – II. Das Buch als Kunstwerk. Die Cranach Presse des Grafen Harry Kessler. 2003. Eins von 800 Exemplaren der ersten Ausgabe. – Mit Beiträgen von Renate Müller-Krumbach, Anne Hyde Greet, Lindsay Newman, Thomas Föhl und Gunnar A. Kaldewey und einem Katalog der Presse. – III. Denkmal des Geistes. Die Buchkunst Henry van de Veldes. 2007. – Mit Dokumenationsmaterial und einem illustrierten Katalog. – Für jeden Sammler oder Interessenten der frühen deutschen Buchkunst der Moderne unentbehrliche opulente Standardwerke. – Alle tadellos.

621  Ashendene Press – The Wisdom of Jesus, the Son of Sirach.

€ 1500

Commonly called Ecclesiasticus. Chelsea 1932 [1933]. Mit 178 farbig eingemalten Initialen von Graily Hewitt. Originalpergamentband, rot eingefärbt, mit vergoldetem Rückentitel und hellroten Schließbändern (signiert: W. H. Smith & Son Ltd.). Im Originalschuber.

Eins von 328 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 353). – Gedruckt von C. H. Hornby unter Mithilfe von H. Gage-Cole. – Gesetzt aus der Subiaco-Type, Druck in Rot und Schwarz. – Die 178 Initialen wurden von Graily Hewitt und Mitarbeiterinnen in verschiedenen Größen, Farben und Schattierungen mit der Tuschfeder eingemalt. – Der vorletzte offizielle und zugleich wohl perfekteste Druck der Presse. »In my humble judgment it is one of the most satisfactory books of the Press« (St. J. Hornby). – Großartiges Exemplar der beeindruckenden Ausgabe.

29,5 : 20,0 cm. [2], 182 Seiten, je drei leere Blätter am Anfang und Ende.

Hornby XXXVIII. – Franklin, Ashendene S. 186–197 und 242

622  Eragny Press – Charles Perrault. Deux contes de ma mere loye. La belle au bois dormant & Le petit chaperon rouge.

€ 600

London 1899. Mit Holzschnitten von Lucien Pissarro. Originalpappband mit Buntpapierbezügen, Titel und Fleurons goldgeprägt.

Eins von 200 für den Verkauf bestimmten Exemplaren (Gesamt 224). – Neben zahlreichen Initialen und Zierstücken schuf Lucien Pissarro Holzschnitte für die Titel beider Märchen, der erste doppelblattgroß und mit Gold gehöht, sowie für Titel- und schlussvignette. – Handpressendruck von Lucien und Esther Pissarro. – Gesetzt aus der Vale-Type, gedruckt auf Arnold-Bütten. – 1894 hatte das Ehepaar Pissarro seine eigene Presse gegründet, um sich den lang gehegten Wunsch, eigene Bücher zu drucken, zu erfüllen. Hilfestellung bei der Gründung der Presse gab Charles Ricketts, der Pissarro auch erlaubte, seine »Vale Type« zu benutzen. Der Vertrieb der Eragny Drucke erfolgte bis 1904 über die Vale Press von Charles Ricketts. – Zurückhaltend im schlichten Interimseinband entwickelt das kleinformatige Werk seine wahre Größe im Inneren, in dem feinen Zusammenspiel von erlesener Typographie und den schönen Holzschnitten Pissarros. – Der Druck wurde dem flämischen Dichter Emile Verhaeren gewidmet. – Aus dem Nachlass von Rudolf Alexander Schröder, mit dessen Exlibris (Radierung von Heinrich Vogeler, Rief 88).

19,8 : 13,0 cm. 38, [2] Seiten. – Der Doppeltitel etwas, die angrenzenden Blätter leicht stockfleckig. Im Falz vor dem Titel etwas gelockert.

Tomkinson 62, 5. – Franklin/Turner 262. – Ransom 262, 5

623  Cranach-Presse – Vergil. Eclogen. – Anmerkungen zur Druckgeschichte und Inhaltsverzeichnis.

€ 2000

Einzeldruck auf Pergament. 1926. Zweiseitig bedrucktes Blatt. 32 : 24 cm.

Prominentes Beispiel für die Druckkunst der Cranach Presse und Harry Graf Kesslers Vorstellungen einer perfekten typographischen Umsetzung ihm wichtiger Inhalte: Im ausführlichen Text, sicher einem der längsten Druckvermerke überhaupt, nennt er alle an dem »Jahrhundertbuch« beteiligten Künstler, Schriftschneider und -gießer sowie Papiermacher, erläutert deren Vorlagen und erwähnt zum Schluss die lange Entstehungszeit seines Vergil-Buches von Frühjahr 1914 bis April 1926. Der perfekte Blocksatz erforderte sowohl typographische Meisterleistungen als auch redaktionelle Eingriffe. – Rückseitig das Inhaltsverzeichnis der zehn Eclogen. – Es erschienen, neben den Bütten-Exemplaren zumindest acht Exemplare auf Pergament, das vorliegende Blatt stammt wohl aus dem unvollständigen und vor vielen Jahren aufgelösten Exemplar »B«. – Auf besonders weißem und starkem Pergament gedruckt, bildet das Blatt ein durchaus eigenständiges Kunstwerk. – Tadellos erhalten.

624  Cranach-Presse – Edward Gordon Craig. Vier monogrammierte Holzschnitte zu »Hamlet«.

€ 1000

Weimar um 1926/1930.

I. Soldier with Shield. Act I, Scene 1. – II. Hamlet with Certain. Act I, Scene 2. – III. Rosencrantz and Guildenstern. Act II, Scene 2. – IV. Hamlet in Sea-Gown. Act V, Scene 2. – Auf gelbem Japanpapier. – Edward Gordon Craig (1872–1966) war zunächst als Schauspieler und Regisseur tätig, bevor er sich der Bühnenbildnerei, Kostümentwürfen und Graphik zuwandte. 1912 arbeitete er mit Stanislawski in Moskau an dessen Hamlet-Inszenierung, seiner letzen praktischen Arbeit. Seine ausdrucksstarken figürlichen Holzschnitte waren, neben der von Harry Graf Kessler gestalteten Typographie, das entscheidende Moment für die Entstehung eines der bedeutendsten Bücher des 20. Jahrhunderts. – Die insgesamt 50 Vorzugsexemplare der deutschen und englischen Ausgabe auf Pergament bzw. Japan enthielten Extrasuiten der Holzschnitte. – Dazu: Court Scene, Act I, Scene 2. Holzschnitt auf Pergament. Um 1926/1930. Linker Rand leicht fleckig und geknittert. – Erster Prospekt zur deutschen Ausgabe des »Hamlet«: Einblattdruck in Rot und Schwarz auf Bütten. Mit Initiale von Maillol, dem Craig-Holzschnitt »Der Wächter« und Preisangaben.

Ca. 36 : 24 cm (Blattformate).

625  Cranach-Presse – Edward Gordon Craig. Vier monogrammierte Holzschnitte zu »Hamlet«.

€ 800

Weimar um 1926/1930.

I. King sleeping. Act III, Scene 2. – II. King Claudius. Act IV, Scene 1. – III. Hamlet with Skull (»To be, or not to be, this is the question«). Act V, Scene 1. – IV. A Lord. Act V, Scene 2. – Auf gelbem Japanpapier.

Ca. 36 : 24 cm (Blattformate).

626  Cranach Presse – Probedrucke für vier nicht mehr realisierte Buchprojekte Harry Graf Kesslers.

€ 1800

Weimar 1930.

I. Titus Petronius Arbiter Satyricon. Holzschnitte von Marcus Behmer. Doppelblatt mit dem Text in Latein, gesetzt aus der Johnston-Kursiv, und zwei Holzschnitten, gedruckt in Rot und mit Gold gehöht. Die Kolumnentitel in Blau gedruckt. Maillol-Kessler-Bütten. 26 : 26 cm. Das bei Brinks abgebildete Exemplar. – II. Voltaire, La princesse de Babylone. Holzschnitte von Mariano Andreú. – Doppelblatt mit dem französischen Text, gesetzt aus der Johnston-Kursiv und der Jenson-Antiqua, und einem Holzschnitt. Kolumnentitel in Rot gedruckt. Maillol-Kessler-Bütten. 26,3 : 32,8 cm. Das bei Brinks abgebildete Blatt. – III. Q. Horatius Flaccus. Carmina et Sapphica. Holzschnitte von Aristide Maillol. Drei Seiten, davon zwei auf einem Doppelblatt, mit dem lateinischen Text, gesetzt aus der Johnston-Kursiv, und einem Holzschnitt. Jeweils der Beginn des dritten bzw. vierten Buchs, paginiert 5/6 (noch ohne Holzschnitt) und 7 (mit einem Holzschnitt). Zwei unterschiedliche Büttenpapiere. 17,5 : 11 cm (geschlossen). Kessler plante drei Ausgaben: Jeweils mit lateinischem Text und den Übersetzungen in Deutsch (von R. A. Schröder), Englisch und Französisch. Bei Brinks das Einzelblatt abgebildet. – IV. Longus, Die Liebesgeschichte von Daphnis und Chloe. Übersetzt von Ludwig Wolde. Holzschnitte von Renée Sintenis. – Ein Blatt mit Text aus dem ersten Buch. Kolumnentitel in Rot gedruckt. Auf Bütten. Mit ausradierten Anmerkungen und dem Namenszug von Max Goertz, dem Geschäftsführer der Cranach Presse. Der Probesatz mit 24 Zeilen pro Seite; Kessler schwankte zwischen 33 oder 22 Zeilen. Das Buch erschien 1935 im Verlag Dr. Ernst Hauswedell. – Dieter Brinks nennt in seiner Monographie zur Cranach Presse ein knappes Dutzend geplanter, aber nicht mehr realisierter Buchprojekte Kesslers, von denen sich nur in Einzelfällen Probedrucke erhalten haben. – Dazu: Rilke. Duineser Elegien. Translated by V. and E. Sackville-West. 1929. – Probedruck von vier Seiten (76/77/80/81) auf einem zweifach gefalzten, einseitig bedruckten Bogen, mit zwei ornamentierten Initialen von Eric Gill. Maillol-Kessler-Bütten. 25 : 15 cm. – Die Erkrankung Kesslers im Winter 1930/31 verhinderte eine Fortsetzung der konzipierten Bücher. Zwar wurden im Sommer 1931 noch fünf fertiggestellte Editionen der Presse ausgeliefert, aber bereits ab August erfolgten Entlassungen und am 31. Oktober 1931 schloss eine der bedeutendsten deutschen Privatpressen.

Brinks 96, 98, 99 und 102 sowie 87

627  Harry Graf Kessler. Notizen über Mexico.

€ 200

Berlin, F. Fontane 1898. Mit drei Heliogravüren nach Fotografien, einem zweifarbig lithographierten Titel und Buchschmuck nach mexikanischen Mustern. Originalpappband mit Deckelsignet und Rückentitel in Goldprägung.

Erste Ausgabe von Kesslers erster literarischer Veröffentlichung, seinem äußerst erfolgreichen Reisebericht. – Das Titelblatt entwarf Georg Lemmen, der schon ein Jahr später für die Zeitschrift »Die Insel« arbeitete. Kessler zuliebe übernahm Kippenberg Restbestände dieser ersten und einer zweiten Auflage (Berlin, Egon Fleischel 1903) in den Insel Verlag und lieferte sie umgebunden mit dem Insel-Signet auf dem Vorderdeckel aus, noch bevor 1921 eine eigene Nachauflage gedruckt wurde. – Angesichts des heutigen Massentourismus zitieren wir aus Kesslers Einleitung: »Unsere Zeit ist möglicherweise die letzte gewesen, zu der man noch reisen konnte; schon wir kommen kaum noch aus unserer Zivilisation hinaus; das Bild bleibt sich von Weltteil zu Weltteil erstaunlich gleich.«.

21,8 : 14,5 cm. [10], 195, [1] Seiten, 3 Tafeln. – Rücken etwas aufgehellt und mit kleinem Fleck.

Brinks 2. – Sarkowski 903

628  Dreiangeldrucke – Jean Paul. Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wuz in Auenthal.

€ 200

Eine Art Idylle. München, Hans von Weber 1915. Mit zahlreichen Lithographien im Text, vier davon ganzseitig, von Walo von May. Originalpergamentband mit Deckelvignette, Rückenschild und Kopfgoldschnitt.

Zweiter Dreiangeldruck. – Eins von 600 Exemplaren auf Van Gelder-Velin. – Gesetzt aus der Jean Paul-Schrift. – Gedruckt bei Breitkopf & Härtel, Leipzig.

27,7 : 18,7 cm. 109, [3] Seiten.

Rodenberg 416, 2. – Schauer II, 62. – Sennewald 15. – Slg. Achilles 160

629  Eigenbrödler-Verlag – Miguel de Cervantes Saavedra. Leben und Taten des scharfsinnigen Ritters Don Quixote.

€ 400

Einleitung von Heinrich Heine. Mit 32 Kupfern von Daniel Chodowiecki. Erster [bis] Vierter Band. Berlin [1921]. Mit insgesamt 32 Heliogravüren. Blaue Originalkalblederbände mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung und Kopfgoldschnitt.

Eins von 1100 Exemplaren, wie die Vorzugsausgabe in Ganzleder gebunden. – Unbeschnitten. – Der Text wurde von Curt Moreck nach der Tieckschen Übertragung bearbeitet. – Die Ausgabe muss wohl ein Verkaufserfolg gewesen sein: Nur drei Jahre später verlegte der Eigenbrödler-Verlag erneut eine bibliophile vierbändige Cervantes-Ausgabe, diesmal mit 48 Chodowiecki-Kupfern und der Textüberarbeitung von Friedrich Walther. – Alle Bände im originalen Schutzpapier und Schuber, nicht zuletzt deshalb tadellos erhalten.

19,8 : 15,0 cm.

630  Ernst Ludwig-Presse – Franz Werfel. Arien.

€ 350

München, Kurt Wolff 1921. Blaugrüner Originalmaroquinband mit Marmorpapiervorsätzen, reicher Deckelvergoldung, goldgeprägten Rückentiteln und Goldschnitt.

Stundenbücher 9. – Eins von 350 Exemplaren. – Handpressendruck von Christian Heinrich Kleukens, gedruckt in Rot und Schwarz auf Bütten. – Einbandentwurf von Emil Preetorius. – Nahezu tadelloses Exemplar.

18,3 : 12,2 cm. 40, [8] Seiten.

Stürz 35. – Göbel 587. – Rodenberg 77, 9. – Schauer II, 64

631  Insel Verlag – Honoré de Balzac. Menschliche Komödie. I–XVI. – Die dreißig tolldreisten Geschichten, genannt Contes drolatiques. I/II.

€ 1500

– Übersetzt von Felix Paul Greve (und anderen). Leipzig, Insel 1908–1911. Grüne Originalmaroquinbände mit vergoldeten Rückentiteln und Kopfschnittvergoldung.

Jeweils eins von 100 bzw. 200 Vorzugsexemplaren, gedruckt auf Insel-Bütten und gebunden in grünes Maroquin. – Die in Grün gedruckten Titel und Zwischentitel und die Einbände entwarf Eric Gill. – Die Normalausgaben erschienen auf Dünndruckpapier. – In identischer Ausstattung erschienen noch Balzacs »Briefe an die Fremde« und »Physiologie der Ehe«. – Mit Einleitungen von Hugo von Hofmannsthal, Wilhelm Wiegand, Benno Rüttenauer und dem Verfasser selbst. – Sehr schöne Exemplare.

19,0 : 13,0 cm. Mit 2 Porträts.

Sarkowski 69 und 77, jeweils VA. – Vgl. Gill 304

632  Insel Verlag – Immanuel Kant. Sämtliche Werke

€ 300

in sechs Bänden. Leipzig, Insel [1923–1939]. Ziegelrote flexible Originalkalblederbände mit vergoldeten Rücken- und Deckeltiteln und Kopfschnittvergoldung.

Nachauflage der »Großherzog Wilhelm Ernst Ausgabe« ohne diesen Reihentitel. – Herausgegeben von Felix Gross. – Titel und Überschriften entwarf Eric Gill, der auch mehrfach für Kesslers Cranach-Presse tätig war. – Eine der gesuchten Dünndruck-Leder-Werkausgaben des Verlages. – Insgesamt gut erhalten.

Je 16,8 : 10,3 cm. – Deckel schwach berieben. – Je ein Sammlerstempel auf den Vorsätzen, jeweils zwei auf den leeren Vorblättern. Seitenränder minimal gebräunt.

Sarkowski 1460. – Gill 302

633  Insel Verlag – Adalbert Stifter. Gesammelte Werke.

€ 450

Erster [bis] Fünfter Band. Leipzig, Insel 1922–1925. Fünf flexible rote Originalmaroquinbände, Deckelvignette und Rückenverzierung nach Entwurf von Walter Tiemann und wie der Kopfschnitt vergoldet.

Erste Ausgabe unter dem Reihentitel. – Die Einzeltitel (Studien; Der Nachsommer; Witiko; Bunte Steine) waren bereits 1920–1922 mit von Walter Tiemann gestaltet worden, ein Teil der Folgeauflagen wurde mit Reihentitelblättern zur Werkausgabe zusammengefasst. – Nur wenige Exemplare wurden in Leder gebunden. – Schönes Exemplar.

18,8 : 11,8 cm.

Sarkowski 1665

634  Henry van de Velde – Karl Scheffler. Henry van de Velde.

€ 200

Vier Essays. Leipzig, Insel 1913. Originalhalbpergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel, vergoldeten Vignetten und Kopfgoldschnitt (Entwurf von Henry van de Velde).

Erste Auflage. – Gedruckt auf Zanders-Bütten. – Das Buch erschien zum 50. Geburtstag Henry van de Veldes. Bei der Feier im Nietzsche-Archiv hielt Karl Scheffler die Festrede, hier als vierter Essay aufgenommen. – Schönes Exemplar. – Dazu: Henry van de Velde. Die Renaissance im modernen Kunstgewerbe. Berlin, Bruno und Paul Cassirer 1901. Originalpappband. – Henry van de Velde. Essays. Leipzig, Insel 1910. Originalbroschur mit goldgeprägter Deckelvignette. Aus der Bibliothek von Max Sidow (Schriftsteller, 1897–1965). – Alle Einbände entwarf van de Velde.

22,3 : 13,9 cm. 100, [4] Seiten. – Die erste Beigabe mit Bibliotheksschildern und Stempeln.

Brinks, van de Velde 107, 58 und 94. – Weber 64 A, 31 und 57 A

635  Henry van de Velde – Sechs Bücher mit von ihm entworfenen Einbandgestaltungen.

€ 800

1900–1938. Originalleinenbände mit Farb- und Goldprägung, eine Originalbroschur mit zweifarbiger Vignette.

Neben den Prachtausgaben, z. B. Nietzsche für den Insel Verlag und Ledereinbände für Kleinstauflagen, entwarf Henry van de Velde Zeit seines Lebens auch Einbandgestaltungen für verschiedene Verlage. – I. Sam Saenger. John Ruskin. Sein Leben und Lebenswerk. Strassburg [1900]. – II. Hermann Muthesius. Stilarchitektur und Baukunst. Wandlungen der Architektur im XIX. Jahrhundert und ihr heutiger Standpunkt. Mülheim/Ruhr 1902. – III. Rudolf Eucken. Einführung in eine Philosophie des Geisteslebens. Leipzig 1908. Nur dieses 18. Tausend im van de Velde-Einband. – IV. Adolf Damaschke. Geschichte der Nationalökonomie. Eine erste Einführung. Vierte erweiterte Auflage. Jena 1910. Nur diese Auflage im van de Velde-Einband. – V. Helene Kröller-Müller. Beschrouwingen over Problemen in de Ontwikkeling der moderne Schilderkunst. Den Haag 1925. – VI. Gids door het Rijskmuseum Kröller-Müller. Otterlo 1938. Originalbroschur. Die bei Weber abgebildete Umschlagvariante. – Alle sehr gut erhalten.

Brinks 49, 60, 77, 90, 142 und 182. – Weber 27, 32, 46, 54, 78 und 106

636  Georg Müller Verlag – [Gédéon] Tallemant de Reaux. Geschichten.

€ 300 ( R7 )

Erster [und] Zweiter Band. Deutsch von Otto Flake. München 1913. Mit insgesamt 40 Porträttafeln. Originalmaroquinbände mit reicher Vergoldung (Hübel & Denck).

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 100 Vorzugsexemplaren auf Van Gelder-Bütten. – Buchausstattung von Paul Renner. – Tallemant de Reaux (1619–1692) sammelte über Jahre »Historiettes«, Beobachtungen der Pariser Sitten zur Zeit Ludwigs XIII. und zu Beginn der Regierung Ludwigs XIV. Sein Werk blieb weitgehend unbekannt, erst 1834/1835 veröffentlichte der Besitzer der Original-Handschrift die erste Ausgabe, die für einen Skandal sorgte, die wenig schmeichelhaften Salongeschichten widersprachen dem idealisierten Bild von Frankreichs »Grand Siècle«. – Sehr schöne Exemplare.

21,7 : 15,0 cm. 410, [2], 20 Tafeln; 426, [2] Seiten, 20 Tafeln. – Exlibris.

Hayn/Gotendorf IX, 570

637  Obelisk-Drucke – Zwei Drucke der Reihe.

€ 250

München, Drei Masken Verlag 1923. Mit zahlreichen Originalgraphiken im Text. Reich vergoldete Originalhalblederbände (signiert: Hübel & Denck, Leipzig).

Neunter und zehnter Obelisk.-Druck. – IX: Christoph Martin Wieland. Musarion oder Die Philosophie der Grazien. Mit zwölf radierten Vignetten von Hans Gött. – X: Goethe. Hermann und Dorothea. Mit Lithographien von Werner Schmidt, 20 im Text, eine als Titel und zahlreiche als Vignetten. – Je eins von 250 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 340). – Im Druckvermerk vom jeweiligen Künstler signiert. – Beide erschienen in der Reihe »Vorzugsausgaben Deutscher Meistererzählungen mit Originalgraphik«.

Ca. 28 : 19 cm. – Druck IX minimal berieben, beides aber sehr schöne Exemplare.

Rodenberg 448, 9 und 10

638  Officina Bodoni – [Lorenzo Montano]. San Zeno · Vescovo · Patrono di Verona.

€ 500

Verona 1937. Mit drei Holzschnitten von Gunter Böhmer, einer davon auf dem Titel. Originalpergamentband mit vergoldetem Deckelsignet, goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt. Im Schuber.

Unikal gebundenes Verlegerexemplar (einer ohnehin kleinen Auflage) für Hans Mardersteig, mit dessen vergoldeten Initialen auf dem Vorderdeckel (Gesamtauflage 50). – Gedruckt auf Magnani Bütten, gesetzt aus der 16pt Zeno Antiqua, die hier erstmals verwendet wurde. – Die Holzschnitte Böhmers zeigen die Statue des Heiligen und die Reliefbilder seiner Wunder in der Veroneser Basilica. – Italienischer Originaltext einer Erzählung von Lorenzo Montano über das Leben und die Wunder des Schutzpatrons von Verona. – »Dieser kleine Druck ist die erste Probe einer Schrift, welche für ein damals geplantes aber später nicht ausgeführtes ›Missale Romanum‹ geschnitten worden ist. […] Der Text wurde auf meine Bitte von Lorenzo Montano geschrieben, […] meine Schrift wurde in der Folge nach dem Namen des Heiligen Zeno genannt. Von diesem Druck an fanden die Handpressen ihre endgültige Aufstellung in meinem Haus.« (Schmoller/Mardersteig, S. 52f).

26,3 : 18,2 cm. 13, [5] Seiten.

Schmoller/Mardersteig 41. – Rysavi NB 2

639  Officina Bodoni – Fünf Drucke.

€ 1200

Verona 1928–1968.

I. Antonio Cippico. Musa limitaris. 1928. Originalpergamentband. Eins von 115 Exemplaren auf Fabriano Bütten (Gesamtauflage 147). Gedichte in italienischer Sprache. Einer der ersten Drucke Mardersteigs in Verona. – II. [Edward James]. Carmina Amico. Opus Quintum. 1932. Originalhalbpergamentband mit Kleisterpapierbezug. Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 150). Sonette von Edward James im englischen Originaltext. – III. Giosue Carducci. Visioni d’Italia. Hellgelber Seideneinband in aquarelliertem Pappschuber. Probeband, schlussendlich wurde nur in ein Exemplar gedruckt, anlässlich der Hochzeit von Romualdo Borletti und Luisa Tosi, einem der gesellschaftlichen Höhepunkte im Mailand dieses Jahres, edierte Mardersteig diese Auswahl aus Dichtungen des ersten italienischen Literaturnobelpreisträgers mit Illustrationen von Gunter Böhmer. – IV. Benedetto Croce. Aesthetica in nuce. Verona, Vanni Scheiwiller 1966. Originalhalbpergamentband. Eins von 200 Exemplaren. – V. Jorge Guillén. Suite italienne. 1968. Originalhalbpergamentband. Eins von 50 römisch nummerierten Verlegerexemplaren (Gesamtauflage 105). Spanischer Originaltext der Gedichte, gedruckt zum 75. Geburtstag des Dichters.

Schmoller/Mardersteig 26, 39, (–), 143 und 152

640  Officina Bodoni – Drei Drucke.

€ 800

Verona 1941–1952.

I. Rainer Maria Rilke. Lettres à une amie Vénetienne. 1941. Mit einer Titelradierung von Mario Vellani-Marchi. Originalpergamentband. Im Originalschuber. – Enthält 34 Briefe Rilkes an Mimi Romanelli und ihren Bruder Pietro, meist in französischer, zwei in deutscher Sprache. – II. Giovanni Boccaccio. Il Ninfale Fiesolano. Con le figure di una perduta edizione fiorentina del Quattrocento ora riuniteda vari libri del Cinquecento e reincise in legno. 1942. Mit 22 Holzschnitten im Text. Originalpergamentband. Eins von 110 Exemplaren. – Der schöne Handpressendruck Mardersteigs vereint den italienischen Originaltext der Dichtung mit den Holzschnitten Fritz Kredels, die dieser nach Bartolomeo di Giovannis Vorbildern schuf. – III. Giovanni Boccaccio. The Nymphs of Fiesole with the Woodcuts made by Bartolomeo di Giovanni for a lost Quattrocento edition […]. 1952. Mit 23 Holzschnitten im Text. Originalhalbpergamentband mit Kleisterpapierbezügen. Eins von 225 Exemplaren auf Fabriano-Bütten. Englische Ausgabe.

Vereinzelt stockfleckig.

Schmoller/Mardersteig 46, 52 und 102. – Mises 200. – Salter 1.110.1 und 1.110.2

641  Officina Bodoni – Terenz. Andria oder Das Mädchen von Andros.

€ 400

Eine Komödie. Übertragen von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit fünfundzwanzig Illustrationen von Albrecht Dürer. Verona 1971. Mit 25 Holzschnitten von Fritz Kredel. Originalhalbpergamentband; Rückentitel, Deckelfileten und -vignette vergoldet. Im Originalleinenschuber.

Eins von 160 Exemplaren (Gesamtauflage 170). – Gesetzt aus der 1954 von Giovanni Mardersteig entworfenen Dante-Schrift. – Auf Magnani-Bütten. – Die Illustrationen zur Andria wurden von Albrecht Dürer für eine in Basel geplante Terenzausgabe auf Holzstöcke gezeichnet, jedoch nie geschnitten. Nach den im Kunstmuseum Basel aufbewahrten Originalstöcken wurden die Zeichnungen von Fritz Kredel auf neue Stöcke übertragen und erstmals geschnitten. – Die Textrevision besorgte Rudolf Hagelstange. – Tadellos.

35,0 : 25,5 cm. 119, [5] Seiten.

Mardersteig/Schmoller 174. – Spindler 42.9. – Salter 1.360.3

642  Das Prisma – Oscar Wilde. Der Geburtstag der Infantin

€ 200

und andere Märchen. Mit Steinzeichnungen von Ludwig Kainer. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1922. Mit neun signierten Lithographien. Türkisfarbener Originalziegenlederband mit Vergoldung (signiert: H. Sperling, Leipzig).

Das Prisma, Band I/II. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Die Reihe »Das Prisma« erschien 1922/23 in Verlag Hans Heinrich Tillgner, Berlin. Alle fünfzehn Ausgaben enthielten signierte blattgroße Originallithographien und Textillustrationen, bis Band 7 auch illustrierte Titelblätter. Die Vorzugsausgaben von jeweils 100 Exemplaren, auf echtem Bütten gedruckt, wurden in einheitlichem Stil in Ziegenleder gebunden, mit vergoldeten Deckelvignetten, -bordüren, Kopfschnittvergoldung und Marmorpapiervorsätzen. Die blattgroßen Lithographien wurden vom jeweiligen Künstler signiert. – Laut Sennewald betrug die Gesamtauflage jeweils 300 Exemplare.

27,0 : 18,0 cm. 139, [1] Seiten. – Rücken und Deckel (an den Rändern) schwach verfärbt, hinterer mit kleinen Flecken. – Handschriftlicher Eintrag auf dem Vortitelblatt.

Sennewald I, 1/2

643  Das Prisma – Theodor Storm. Eeckenhof.

€ 200

Mit Steinzeichnungen von Friedrich Winkler-Tannenberg. Berlin Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit sechs signierten Lithographien. Tiefblauer Originalziegenlederband mit Vergoldung.

Das Prisma, Band 4. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 64, [4] Seiten.

Sennewald I, 4

644  Das Prisma – Charles Dickens. Londoner Bilder.

€ 200

Mit Steinzeichnungen von Rahel Szalit-Marcus. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit fünf signierten Lithographien. Brauner Originalziegenlederband mit Vergoldung (signiert: Wübben & Co., Berlin).

Das Prisma, Band 5. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 109, [3] Seiten. – Rücken minimal verblasst.

Sennewald I, 5

645  Das Prisma – Diego Hurtado di Mendoza. Die Abenteuer des Lazarillo von Tormes.

€ 200

Mit Steinzeichnungen von Paul Kleinschmidt. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit sechs signierten Lithographien. Schwarzer Originalziegenlederband mit Vergoldung (signiert: Wübben & Co., Berlin).

Das Prisma, Band 6. – Unnummeriertes Belegexemplar, in gleicher Ausstattung wie die 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 67, [5] Seiten. – Rücken etwas verfärbt.

Sennewald I, 6

646  Das Prisma – Franz von Pocci. Kasperlkomödien.

€ 200

Mit Steinzeichnungen von Alphons Woelfle. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1922. Mit sechs signierten Lithographien. Orangefarbener Originalziegenlederband mit Vergoldung (signiert: H. Sperling, Leipzig).

Das Prisma, Band 7. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 139, [1] Seiten. – Rücken kaum merklich verfärbt.

Sennewald I, 7

647  Das Prisma – Jakob Wassermann. Die Gefangenen auf der Plassenburg.

€ 200

Mit Steinzeichnungen von Kurt Werth. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit sechs signierten Lithographien. Brauner Originalziegenlederband mit Vergoldung (signiert: Handeinband Wübben & Co., Berlin).

Das Prisma, Band 8. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 68, [4] Seiten. – Rücken verblasst.

Sennewald I, 8

648  Das Prisma – Arnold Zweig. Gerufene Schatten.

€ 150

Mit Steinzeichnungen von Klaus Richter. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit vier signierten Lithographien. Brauner Originalhalblederband mit Rückenschild.

Das Prisma, Band 9. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe, abweichend von den übrigen Exemplaren in Halbleder gebunden, jedoch im Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 62, [2] Seiten. – Rücken berieben, Ecken bestoßen. Oberes Kapital beschädigt.

Sennewald I, 9

649  Das Prisma – Alfred Döblin. Blaubart und Miß Ilsebill.

€ 150

Mit Steinzeichnungen von Karl Rabus. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit vier signierten Lithographien. Grüner Originalziegenlederband mit Vergoldung (signiert: Handeinband Wübben & Co., Berlin).

»Das Prisma«, Band 10. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Druckvermerk vom Autor signiert. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 86, [2] Seiten. – Rücken und Ränder verfärbt und etwas berieben.

Sennewald I, 10

650  Das Prisma – Ernst Weiss. Hodin.

€ 200

Mit Steinzeichnungen von Nicolai Pusirewski. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit vier signierten Lithographien. Brauner Originalziegenlederband mit Vergoldung (signiert: Handeinband Wübben & Co., Berlin).

Das Prisma, Band 13. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Druckvermerk vom Autor signiert. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 56, [2] Seiten. – Rücken verblasst.

Sennewald I, 13

651  Das Prisma – Kasimir Edschmid. Die Engel mit dem Spleen.

€ 200

Mit Steinzeichnungen von Robin Genin. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit sieben signierten Lithographien. Weinroter Originalziegenlederband mit Vergoldung (signiert: Handeinband Wübben & Co., Berlin).

Das Prisma, Band 14/15. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Siehe auch KatNr. 642.

27,0 : 18,0 cm. 115, [1] Seiten. – Rücken und oberer Rand verblasst.

Sennewald I, 14/15

652  Soncino-Gesellschaft – Jakob Steinhardt. Neun Holzschnitte zu ausgewählten Versen

€ 300

aus dem Buche Jeschu ben Elieser ben Sirah mit einer Einleitung von Arnold Zweig. Berlin, Soncino-Gesellschaft 1929. Mit neun blattgroßen Holzschnitten. Originalhalbpergamentband.

Neunte Publikation der Soncino-Gesellschaft. – Erschienen als Gabe für die Mitglieder anlässlich der Jahresversammlung 1929. – Eins von 800 Exemplaren auf Bütten. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Hebräisch-deutscher Paralleltext. – Die hebräische Drucktype ist ein Originalguss aus alten Matrizen, wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. – Das Buch ist Dr. Siegfried Wolff, dem ersten Vorsitzenden der bibliophilen Gesellschaft, gewidmet. – Blockbuchbindung. – Jakob Steinhardt (1887–1968) studierte an der Akademie der Künste, Berlin, bei Lovis Corinth und Hermann Struck. – Beiliegend: Mitteilungen der Soncino-Gesellschaft. Nr. 4, Februar 1929. Klammergeheftete Originalbroschur. – Beide sehr gut erhalten, äußerst selten.

28,0 : 19,2 cm. [32] Seiten.

Deutsche Bibliophilie 1898–1930, Seite 202

653  Einbände – Hellgrauer Ecrasélederband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 800

mit reicher Deckelvergoldung. – Inhalt: Hegel in seinen Briefen. Ausgewählt und herausgegeben von Richard von Delius. München, Rupprechtpresse für C. F. Hirth 1918.

Drittes Buch der Rupprechtpresse. – Eins von 200 Exemplaren. – Auf Bütten. – Der elegante Einband wird von der üppigen Deckelvergoldung (17 umlaufende Fileten) bestimmt. Der Rückentitel in einer kursiven Groteske wurde wie auch Kopfschnitt, Steh- und Innenkantenfileten vergoldet. – Tadellos erhalten, der Einband mit Schutzpapierumschlag und in Dorfners gefütterter Halbleinenbox.

24,3 : 16,2 cm. 81, [7] Seiten.

Backe S. 118. – Rodenberg 129, 3

654  Einbände – Roter Kalblederband von Otto Dorfner

€ 400

mit ornamentaler Blindprägung. – Inhalt: Hans Christian Andersen. Des Kaisers neue Kleider. Berlin, [Eigenbrödler Verlag] 1920. Mit sechs kolorierten Illustrationen von Charlotte Bud.

Eins von 600 Exemplaren. – Gedruckt bei J. G. Preuß, Berlin, für den (nur auf dem hier nicht mehr vorhandenen Originaleinband genannten) Eigenbrödlerverlag. Für diesen, dem illustrierten Buch stets zugewandten Verlag, illustrierte Charlotte Bud noch ein Märchen der Brüder Grimm. Über den Verlag, der 1919 in Berlin gegründet wurde und nach eigenem Bekunden »hauptsächlich Werke mit Radierungen in nummerierter oder unnummerierter Auflage« edieren wollte, finden sich in den einschlägigen Bibliographien keine Informationen. Nach freundlicher Auskunft von Hermann Staub (Historisches Archiv des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) leiteten u. a. Robert Johndorff, Artur Lokesch, Willy Stuhlfeld sowie Ernst Nicolas und Paul Eipper zeitweise den Verlag. 1930 erfolgte die Umfirmierung in »Deutsch-Schweizerische Verlagsanstalt AG«. 1932 erlosch der Verlag durch Konkurs. – Der Vorderdeckel mit stilisierter Kaiserkrone, die Bünde mit kleinen Zierstücken, Rücken mit dem Verfassernamen, alles in Blindprägung. Kopfschnitt und Innenkantenfilete wurden vergoldet, die Vorsätze aus handmarmoriertem Buntpapier gefertigt. – In der Originalhalbleinenbox Dorfners.

22,0 : 17,5 cm. [16] Seiten. – Deckel minimal stockig.

655  Einbände – Gelber Saffianlederband von Otto Dorfner, Weimar,

€ 600 ( R7 )

(signiert) mit ornamentaler Vergoldung. – Inhalt: Der erwachte Schläfer. Die Geschichte von den drei Derwischen. Potsdam, Müller 1920. Mit zehn montierten Farbtafeln nach Edmund Dulac.

Unikales Exemplar innerhalb der 150 auf starkes graues Handbütten gedruckten Vorzugsexemplare: »Dieses Exemplar wurde in Ganzleder nach einem Entwurf von Otto Dorfner als Sondereinband hergestellt«. Bei diesem Vorzugsexemplar scheint der ursprüngliche Druckvermerk entfallen zu sein, wir finden keinen Hinweis auf den Illustrator (außer seiner Signatur in den Bildern) und auf die Übersetzerin Else von Holländer. – Der Einband des Leiters der Weimarer Bauhausbuchbinderei mit zwei großen vergoldeten Rhomben auf den Deckeln, die Rückenfelder teils ornamental verziert, eines mit dem Rückentitel. Deckel- und Innenkanten mit vergoldeten Fileten, Kopfschnitt vergoldet, Vorsätze aus bronzefarbenem Marmorpapier. – Die schöne Vorzugsausgabe innen tadellos, der Einband mit etwas Patina.

24,3 : 17,0 cm. 107, [3] Seiten, 10 Tafeln. – Rücken etwas nachgedunkelt und, wie beide Deckel, mit kleinen Flecken. – Vorblatt mit Widmung, weiteres mit Kleberest von Exlibris.

656  Einbände – Grauer geglätteter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar,

€ 1500

mit reicher ornamentaler Vergoldung. – Inhalt: Q. Valerius Catullus (Gedichte). Deutsch von Ernst Hohenemser. [Berlin], Officina Serpentis 1922. Mit einer Randleiste, einem Initial und Signet von Ansgar Schoppmeyer nach Entwürfen von Marcus Behmer.

Überaus prächtiger Handeinband Dorfners, der beide Deckel mit ineinander verschlungenen Bordüren verziert. – Rückentitel und -fileten, Kopfschnitt sowie Steh- und Innenkantenfileten vergoldet. – Tadellos erhalten. – Eins von 120 Exemplaren auf Hahnemühle-Bütten (Gesamtauflage 150). – Auf Bütten. – Ganz im Sinne Tieffenbachs, der mit seiner Officina Serpentis anstrebte, »vollkommene Bücher auch durch Übernahme bewährter Gestaltungsformen« (Jürgen Eyssen) zu gestalten, entwarf Marcus Behmer den üppigen Randschmuck des Widmungsblatts nach alten Vorlagen. Seine Vorlagen wurden für diese Ausgabe von Bruno Rollitz in Holz geschnitten und – wie die Kolumnentitel – in Rot gedruckt. –.

28,0 : 20,5 cm. [4], 84, [4] Seiten.

Backe/Köppen 38. – Rodenberg 111. – Eyssen Seite 92

657  Einbände – Rostroter geglätteter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 800

mit reicher Blindprägung. – Inhalt: Hans Sachsens ausgewählte Werke. Gedichte. Dramen. Leipzig, Insel 1923. Mit 43 Textillustrationen und elf auf gefalteten Tafeln, alle nach Holzschnitten, alle koloriert.

Auch einige Exemplare der zweiten Auflage (7.–10. Tausend) wurden als Vorzugsausgabe koloriert. – Band 1 mit zwei ausfaltbaren Notenbeilagen und einer Tafel mit Handschriftfaksimile. – Die Abbildungen nach Holzschnitten von A. Dürer, H. S. Beham, J. Amann u.a. – Beide Bände in einem eleganten Dorfer-Einband, dieser tadellos erhalten und in gefütterter Originalbox. – Beide Deckel mit reicher geometrischer Verzierung aus blindgeprägten Fileten, Steh- und Innenkanten mit vergoldeter Filete. – Rückentitel in blindgeprägten Frakturtypen.

23,7 : 14,0 cm. XI, [3], 317, [1] Seiten, 13 Tafeln; [8], 354, [6] Seiten. – Kassettenfutter etwas stockfleckig.

Sarkowski 1386 B

658  Einbände – Schwarzer Kalblederband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 800

mit Vergoldung und blau-goldenen Marmorpapiervorsätzen. – Inhalt: Der Babylonische Talmud in Auswahl übertragen und erläutert von Jakob Fromer. Berlin, Brandus [1924?]. Mit einem blau-gold lithographierten Doppeltitel und ebensolcher Kopfvignette.

Erste Ausgabe dieser Übertragungen, die im Auftrag des Verlages von 1919 bis 1923 entstanden. – Otto Dorfner verzierte den Vorderdeckel mit einem vergoldeten Davidstern, den geläufigen Kreuzen auf christlichen Gesang- und Gebetsbüchern nicht unähnlich. Rückentitel und Bordüren sowie der Kopfschnitt ebenfalls vergoldet. Das Blau-Gold der Vorsatzpapiere zitiert die Farben des schönen Doppeltitels. – Sehr schön erhalten.

17,0 : 12,1 cm. 580, [4] Seiten.

659  Einbände – Senffarbener geglätteter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 600

mit ornamentaler Blindprägung und vergoldeten Fileten. – Inhalt: Hans Christian Andersen. Das Märchen von den Zwölfen mit der Post. Leipzig und Zerkall 1925. Mit Buchschmuck und Vignetten von Ellen Beck.

Nummeriertes Exemplar. – Auf Bütten. – Jahresgabe der Leipziger Druckerei Schelter & Giesecke und der Papierfabrik Renker in Zerkall. – Die Druckleitung hatte Georg Belwe inne, gesetzt wurde der kleine Text aus F. H. E. Schneidlers neuer Schwabacher. – Nur die rechten Seiten mit Text, darüber je eine in Grün gedruckte Kopfvignette, rückseitig je eine, ebenfalls grüne, Vignette. – Die Deckelränder mit einer breiten Bordüre aus vielen kleinen blindgeprägten Dreiecken. Kopfschnitt, Steh- und Innenkanten vergoldet. Mit Schutzpapierumschlag in der Originalhalbleinenbox Dorfners.

19,5 : 13,7 cm. [32] Seiten.

660  Einbände – Wolfram Suchier. Prinz Eugen als Bibliophile.

€ 450

Weimar, Lothar Hempe 1928. Mit einem Porträt und einer Wappendarstellung. Brauner geglätteter Maroquinband; Deckeltitel, Fileten und Kopfschnitt vergoldet (Otto Dorfner, Weimar).

Vierter Centodruck. – Unnummeriertes Exemplar, laut Druckvermerk wurden die ersten fünf der insgesamt 100 Exemplare in Maroquin gebunden. – Der Einband blieb unsigniert, stammt jedoch aus dem Nachlass von Otto Dorfner.

21,3 : 17,5 cm. 30, [2] Seiten, 1 Tafel.

661  Einbände – Leuchtend roter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 500

mit Vergoldung. – Inhalt: Hans Wahl. Wieland und Napoleon. Weimar, Axel Duncker 1933. Mit drei Lichtdrucktafeln, davon zwei koloriert.

Sechster Centodruck. – Über die Auflage von 100 Exemplar hinaus gedruckt. – Auf Antik Van Gelder-Bütten. – Die Illustrationen nach dem Kupferstich »Wieland und Napoleon« von Hans Veit Schnorr von Carolsfeld, einem zeitgenössischen Wieland-Porträt und einem faksimilierten Dekret. – Ebenso schön wie selten.

25,5 : 19,5 cm. 45, [3] Seiten, 3 Tafeln. – Rücken mit kleinen Stockflecken.

Günther/Zeilinger 2659

662  Einbände – Blau-roter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar, (signiert)

€ 800

mit reicher Vergoldung. – Inhalt: Jahrbuch der Einbandkunst. Herausgegeben von Erhard Klette. Vierter Band. Leipzig, H. Haessel 1937. Mit zahlreichen Abbildungen auf 64 Tafeln.

Der letzte von vier erschienenen Bänden. Das ambitionierte Projekt wurde 1927 eröffnet. – Druckvermerk: »Dieses Exemplar wurde für Otto Dorfner auf handgeschöpftem Bütten abgezogen«. – Prachtvoll gebunden in dunkelblaues und ziegelrotes Maroquinleder, beide Deckel mit breiter umlaufender Filetenvergoldung, die sich auf den fünf Rückenfeldern wiederholt. Innenkanten mit dreifacher vergoldeter Filete, Spiegel mit grau gefärbtem Pergament bezogen, die Vorsätze aus grauem Bütten. Zweifarbig handumstochene Kapitalbändchen, Kopfschnitt vergoldet. – Tadellos erhalten, in Schutzpapierumschlag und dem samtgefütterten Schuber mit blauen Lederkanten. – Mit Beiträgen und Abbildungen zur Einbandkunst, unter anderem von Adolf Schmidt, Ilse Schunke, Otto Dorfner, Hermann Herbst und vielen anderen. – Die Tafeln mit Abbildungen alter Einbände und Arbeiten von Otto Fratzscher, Albin Heumer, Heinrich Engel, Otto Dorfner, Franz Weiße, Bruno Scheer, Emil Kretz u. a., darunter auch »symbolbeladene« Prachteinbände für offizielle Stellen des Dritten Reiches.

31,2 : 23,0 cm. VIII, 216, [1] Seiten, 64 Tafeln.

663  Einbände – Sechs grüne Buntpapiereinbände von Eva Aschoff mit rot-schwarz kalligraphiertem Pergament-Rückenschild.

€ 600

– Inhalt: Annette von Droste-Hülshoff. Sämtliche Werke. Erster [bis] Vierter Band [in sechs Teilen]. München, Georg Müller 1925. Mit sechs Porträttafeln.

Erste kritische Gesamtausgabe der Werke, herausgegeben von Karl Schulte Kemminghausen in Verbindung mit Bertha Badt und Kurt Pinthus. – Die Buchrücken unter dem Bezugspapier aus Pergament, das an den Kapitalen sichtbar bleibt. Kapitalbändchen aus rotem Leder. – Typische Einbandarbeit der Freiburger Buchbinderin, wohl in den 1930er Jahren entstanden. Eva Aschoff (1900–1969) studierte Anfang der 1920er Jahre an der Stuttgarter Kunstakademie bei F. H. E. Schneidler Kalligraphie und in der Buchbinderei bei Wilhelm Schlemmer, dem Bruder von Oskar Schlemmer. Wichtige handwerkliche Impulse gewann sie bei Frieda Thiersch. In Freiburg/Br. eröffnete sie 1928 eine eigene Buchbinderei, die sie bis kurz vor ihrem Tod betrieb. – »Eva Aschoffs eigener Schwerpunkt, jedenfalls Fülle und Reichtum ihres Schaffens, liegt auf einem Gebiet, für das es keinen rechten Namen gibt, wir sagen ›Buntpapier‹. […] Hieraus hat sich etwas wohl durchaus Einmaliges entwickelt […]« (Gerhard Bonhoff, in: Imprimatur NF II, S. 20). Berühmt wurde Eva Aschoff sowohl für ihre kalligraphische Kunst als auch für die handgefärbten Buntpapiere. Beide Elemente verbinden die vorliegenden Einbände auf das Schönste. – Dazu: Siegfried Reinhard Büge. Der Pappband. Hamburg [1975]. Nummeriertes Exemplar der Sonderausgabe. Diese wurden vom Verfasser handgebunden, das Bezugspapier stammt von Ingeborg Börgeson, Schweden. Lederrückenschild. Auf Seite 33 Abbildung der obigen Ausgabe.

20,3 : 14,0 cm. – Kopfschnitt leicht fleckig.

Hagen, Handbuch 1

664  Einbände – Hellbrauner Rindslederband von Otto Gurbat (signiert).

€ 450

– Inhalt: Spinoza. Vom Weg der Erkenntnis. Mit Versen des Angelus Silesius. Zusammengestellt von Carl Gebhardt. Frankfurt 1929.

Otto Gurbat (1887–1975) arbeitete seit den 1920er Jahren als Buchbinder, publizierte aber auch zu graphischen Techniken und Papierherstellung. Er war Mitglied des Bundes »Meister der Einbandkunst«. – Mit einem Ausstellungsschild »Entw. + Ausf. O. Gurbat« des Instituts für angewandte Kunst, das 1952 und 1953 als Ausgliederung der 1946 gegründeten Kunsthochschule Berlin-Weißensee existierte. – In seiner reduzierten Gestaltung beeindruckende Arbeit Gurbats. – In gefüttertem Schuber mit Lederkanten. – Das Buch wurde 1929 als drittes Werk der Frankfurter Gutenbergpresse gedruckt. – Eins von 400 Exemplaren.

26,8 : 18,7 cm. [8], 39, [5] Seiten.

665  Einbände – Canticum Canticorum.

€ 1800

The Song of Songs. With thirty Lithographs by Gerhart Kraaz. Frankfurt am Main, Ars Libri 1962. Mit 28 Lithographien im Text, eine lose beiliegend. Weinroter Maroquinband von Roland Meuter, Ascona, mit vergoldeten Titeln in Halblederkassette mit Rückenvergoldung.

Eins von 200 Exemplaren der englischen Ausgabe mit einer beigelegten Lithographie (englische Gesamtauflage 250, nach einer Anmerkung im Kraaz-Werkverzeichnis wurde der größte Teil dieser englischen Ausgabe mangels Nachfrage von de Beauclair eingestampft). – »The Berkeley Version of the Songs of Songs has been chosen for this edition and is here printed with the permission of the Zondervan Publishing House in Grand Rapids, Michigan« (Druckvermerk). – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Gerhard Kraaz’ Hohes Lied war der erste Druck Gotthard de Beauclairs in seinem Verlag »Ars librorum«, der anfangs noch unter »Ars libri« firmierte, und zugleich die erste größere buchkünstlerische Arbeit des Künstlers (1909–1971). – Zwei weitere Lithographien zierten die Deckel des Originaleinbands. – Tadellos erhalten, prachtvoll gebunden.

47,6 : 32,4 cm. [2], 40, [4] Seiten. 1 Lithographie. – Letzte Doppelseite mit Abklatsch (von Lesezeichen?).

Löffler B8 c. – Spindler 40.21

666  Einbände – Voltaire. Dunkelroter Originalmaroquinband von Roland Meuter

€ 1800

mit Deckelillustration in Lederapplikation, Blindprägung und vergoldeten Fileten. Rückentitel, Stehkantenfileten und Kopfschnitt (gepunzt) vergoldet. Mit Halbledermappe in Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel. – Inhalt: Imre Reiner – Voltaire. La Princesse de Babilone. Bois gravés de Imre Reiner. Bern, Les Belles Feuilles 1942. Mit zwölf teils blattgroßen Textholzschnitten, gedruckt in Schwarz bzw. Braun, und elf zweifarbigen Holzschnitt-Initialen. Bern, Les Belles Feuilles 1942. Mit zwölf teils blattgroßen Textholzschnitten, gedruckt in Schwarz bzw. Braun, und elf zweifarbigen Holzschnitt-Initialen. Dunkelroter Originalmaroquinband mit Deckelillustration in Lederapplikation, Blindprägung und vergoldeten Fileten. Rückentitel, Stehkantenfileten und Kopfschnitt (gepunzt) vergoldet (signiert: R. Meuter, Ascona). Mit Halbledermappe in Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel.

Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren »hors commerce«, wie die 30 Vorzugsexemplare auf Japon Imperial und mit einer Extrasuite aller Holzschnitte. – Eine der frühesten Arbeiten Imre Reiners. – Sehr selten und hier in einem Handeinband Roland Meuters. Ein nahezu identischer Einband zu dieser Ausgabe findet sich in der Sammlung der Barbara Achilles-Stiftung Hamburg (Katalog 2012, Nr. 423 mit Abbildungen). – Voltaires Märchen, erstmals 1768 in Genf erschienen, wird von Reiner »in überaus abwechslungsreicher, doch zurückhaltender Weise mit Holzstichen illustriert, die das Werk rhythmisch auflockern.« (Kritter). – Tadellos erhalten.

32,0 : 25,5 cm. [6], 115, [11] Seiten.

Reiner III, 8. – Tiessen II, 8. – Kritter 11