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Pressendrucke und Buchkunst seit 1945 | Hesse-Auktionen
Pressendrucke und Buchkunst seit 1945

760  Gotthard de Beauclair – Trajanus-Presse – Das Evangelium des Johannes.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 420

Griechisch und Deutsch. Frankfurt am Main 1960. Anthrazitfarbener Originalkalblederband mit ornamentaler Blindprägung und grün-goldenem Rückenschild (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalpappschuber.

Elfter Druck der Trajanus-Presse. – Eins von 150 ERxemplaren. – Auf Trajanus-Bütten von Hahnemühle. – Zweispaltiger Druck: Die deutsche Übertragung nach dem Luther-Text von 1566 wurde aus der Aldus-Antiqua gesetzt, der griechische Originaltext aus der Heraklit. – Beide Schriften entwarf Hermann Zapf.

31,5 : 20,5 cm. 50, [6] Seiten. – Kanten leicht berieben.

Spindler 40.11

761  Edition Tiessen – Martin Buber. Der Weg des Menschen nach der chassidischen Lehre.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 260

Mit einer Kaltnadel-Radierung von Jochen Geilen. Neu-Isenburg 1983. Mit einer blattgroßen signierten Radierung. Brauner Originalkalblederband mit Blindprägung, Rückenschild und vergoldeten Titeln (Theophil Zwang, Oberroden). Im Schuber.

31. Druck der Edition Tiessen. – Eins von 35 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Leder (Gesamtauflage 161). – Die Radierung mit einem Porträt Bubers.

29,9 : 20,3 cm. 29, [3] Seiten. – Deckelränder vom straffen Schuber schwach berieben.

Spindler 41.31. – Tiessen VI, 9

762  The Bear Press – Bassompierre · Goethe · Hofmannsthal. Erlebnis des Marschalls v. Bassompierre.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Eine Erinnerung aus dem Jahre 1606. Holzschnitt von Jürgen Wölbing. Bayreuth 1986. Mit einem monogrammierten blattgroßen Holzschnitt. Originalhalbpergamentband mit marmorierten Deckelbezügen und vergoldetem Rückentitel.

Achter Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 170 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Auf Zerkall-Bütten. – Im Druckvermerk vom Herausgeber signiert. – Sehr schönes Exemplar, ohne den Schuber.

26,0 : 17,5 cm. [4], 39, [5] Seiten.

Spindler 73.8

763  The Bear Press – Hans Henny Jahnn. Die Nacht aus Blei.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Radierungen von Klaus Böttger. Bayreuth 1988. Mit zwölf blattgroßen Radierungen. Blau-grauer Originalkalblederband mit Blindprägung (Werner G. Kießig, Berlin/Ost).

Elfter Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 115 Exemplaren (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Trump-Mediaeval, gedruckt auf Sandwich-Bütten.

26,0 : 17,0 cm. [8], 123, [9] Seiten. – Rücken verfärbt und etwas fleckig.

Spindler 73 »in Vorbereitung«

764  The Bear Press – Heinrich von Kleist. Ueber das Marionettentheater.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Farbholzschnitte von Hanns Studer. Bayreuth 1990. Originalhalbmaroquinband mit vergoldetem Rückentitel und Batikpapierbezügen (Werner G. Kießig, Berlin).

13. Druck der Bear Press von Wolfram Benda. – Eins von 115 Exemplaren (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Van-Dijck-Antiqua, auf Xuan-Chinapapier gedruckt und als Blockbuch gebunden. – Kleists Text folgt dem Erstdruck von 1810 in den »Berliner Abendblättern«. – Ohne den Schuber, ansonsten tadellos erhalten.

25,8 : 15,2 cm. [2], 37, [3] Seiten.

765  Officina Bodoni – Pietro Bembo. De Aetna Liber.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 250

Der Aetna. Verona 1970. Grüner Originalhalbmaroquinband mit vergoldetem Rückentitel und Deckelsignet sowie Kopfgoldschnitt.

Erste deutsche Übersetzung. – Eins von 125 Exemplaren. – Auf Cernobbiopapier. – Gesetzt aus der »Aetnaschrift«, die von Francesco Griffo aus Bologna für Aldus Manutius geschnitten wurde. Dessen Erstdruck (Venedig 1491) gilt es als eines der schönsten Bücher seiner Zeit. – Von Pietro Bembo, dem venezianischen Humanisten, stammt die erste ausführliche Beschreibung des feuerspeienden Vulkans. Die Gespräche über dessen Besteigung mit seinem Freund Angelo Gabriele beschrieb er in Form eines lateinischen Dialogs.

23,7 : 16,2 cm. [4], 169, [7] Seiten, 1 Tafel. – Rücken leicht verfärbt. – Kleiner Sammlerstempel auf dem vorderen Vorsatz und Titelblatt.

Mardersteig 167

766  Burgart-Presse – Harald Gerlach. Einschlüsse. Aufbrüche.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Blätter zu sechs Monaten deutscher Geschichte. Rudolstadt 1991. Mit sieben kolorierten signierten Radierungen von Alfred Traugott Mörstedt. Originalpappband mit Buntpapierbezug (Ludwig Vater, Jena).

Vierter Druck der Burgart-Presse. – Eins von 130 Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage 230). – Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – Die Radierungen auf Hahnemühle-Bütten. – Das Bezugspapier des Einbands entwarf der Künstler. – Harald Gerlach (1940–2001) »kommentiert« mit seinen Texten vom 8. Oktober 1989 bis zum 18. März 1990 den Umbruch in der DDR vom Mauerfall bis zur ersten freien Volkskammerwahl. »Das große chinesische Reich wurde ein Opfer der Mauer, die es bewahren sollte. Scheitern heißt, Gewohnheiten annehmen«.

27,3 : 31,3 cm. [36] Seiten, 7 Radierungen.

767  Burgart-Presse – Arkanum.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Aus den nachgelassenen Papieren des Herrn R* herausgegeben von Jörg Kowalski. Linolschnitte von Klaus Süß. Rudolstadt 1992. Mit neun farbigen Linolschnitten. Farbig illustrierter Originalpappband.

Siebter Druck der Burgart-Presse. – Eins von 30 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 180). – Impressum von Autor und Künstler signiert. – Die Linolschnitte wurden von Klaus Göbel, Chemnitz, auf der Handpresse gedruckt. Teils auf schwarzen Velinkarton, teils auf Folien gedruckt. – »Im alchimistischen Sinne ist ›Arkanum‹ das Geheimnis eines Wissens von unendlicher Tragweite, im weiten Sinne ein Mittel, das alle Krankheiten und Leiden zu heilen vermag. Die vom Autor ›erfundenen‹ Papiere eines seltsamen alten Mannes fügen sich zu einem Text, der geprägt ist von Fiktion und Spiel. […] Der Chemnitzer Künstler Klaus Süß hat diese Bildwelt in faszinierende Farblinolschnitte umgesetzt, die in der seltenen Technik des ›verlorenen Schnittes‹ gedruckt sind.« (Burgart-Presse).

40,5 : 32,0 cm. 21 Blätter, 4 Folien.

768  Burgart-Presse / Quetsche – Arno Schmidt. Tina

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausrufpreis/Starting bid: € 300

oder Über die Unsterblichkeit. Lithographien von Helge Leiberg. Witzwort und Rudolstadt 1994. Mit zahlreichen, teils blatt- und doppelblattgroßen, teils farbigen Lithographien. Originalpappband mit farbiger Lithographie über beide Deckel. Im Originalschuber.

Gemeinschaftswerk: Zehnter Druck der Burgart-Presse bzw. 18. Druck der Quetsche. – Eins von 20 Exemplaren der Ausgabe B mit einer beigelegten zusätzlichen Lithographie und hier getrüffelt mit einer weiteren, beide Blätter wie auch der Druckvermerk vom Künstler signiert (Gesamtauflage 130). – Schöner Pressendruck von Jens Henkel und Reiner Scheuble. Helge Leibergs impulsive Lithographien umrahmen, verdecken und ergänzen den von Hand gesetzten Text. – Tadellos erhalten.

47,0 : 33,0 cm. [24] Blätter.

769  Burgart-Presse – Felix Martin Furtwängler. Stur.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 330

Rudolstadt 1995. 40 blattgroße Farbholzschnitte, davon zwei auf dem Originalhalbpergamentband.

13. Druck der Burgart-Presse von Jens Henkel. – Eins von 30 Exemplaren der Ausgabe B (Gesamtauflage 70). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Felix Martin Furtwängler kombinierte hier einmal mehr Bild- und Schriftelemente zu eindrucksvollen Kompositionen, die durch den Druck mit Ölfarben auf dem festen Velinpapier ihre kraftvolle Wirkung entfalten. Einige Holzschnitte sind als Doppelseiten konzipiert, einige werden wiederholt für die Vorsätze verwendet. – Als Blockbuch gebunden. – Für uns eines der prächtigsten Holzschnittbücher des 20. Jahrhunderts.

43,0 : 37,0 cm. [36] Seiten. – Tadellos erhalten.

770  Burgart-Presse – Felix Martin Furtwängler. Schnitt in Zeit. Lautungen.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Rudolstadt 2001. 16 mehrfarbige Papiercollagen in Passepartouts und das Buch in Originalpappkassette (Ludwig Vater, Jena).

25. Druck der Burgart-Presse. – Eins von 20 Exemplaren der Ausgabe A mit der Papierschnittfolge »Lautungen« (Gesamtauflage 94). – Die großformatigen Papierschnittcollagen wurden paarweise in Klapppassepartouts montiert: Links jeweils ein Schriftbild, rechts die figürlichen Darstellungen, die vom Künstler signiert wurden. – Auch das Kolophon des Begleitbuchs vom Künstler signiert und nummeriert. – Einmal mehr beweist Furtwängler mit dieser Edition, die durch die Originalarbeiten weit über den Begriff »Pressendruck« hinausreicht, den souveränen Blick auf Schrift und Typographie als Bildelemente. – Tadellos erhalten und sehr selten.

52 : 37 cm (Kassette), 30 : 21 cm (Collagen).

771  Dürer-Presse – Unaulutu.

Schätzpreis/Estimate: € 3000

Ausrufpreis/Starting bid: € 2000

Steinchen im Sand. Ein Malerbuch von Frieder Heinze und Olaf Wegewitz. Herausgegeben von Hans Marquardt. Leipzig, Reclam 1985/86. Mit 68, teils signierten graphischen Blättern und Originalarbeiten sowie Annotationen der Künstler und 26 Reproduktionen nach Zeichnungen der Karaja-Indianer. Mit »Spielelementen« wie Schwirrholz, Reiskörnern, Schilfrohr, Flechtwerk von Palmblättern, Bambus, handgefertigtem Papier aus Rindenbast und Brennesseln. Handgefertigte Bindung mit Lederstreifen, Schilfrohren, Metallösen und reisgefüllten Holzleisten-Seidenpapierdeckeln. In Originalschuber und -jutesack.

6. Druck der Dürer-Presse. – Eins von 55 Exemplaren, die im Leipziger Reclam Verlag erschienen, weitere 55 erschienen in der Galerie Brusberg, West-Berlin, darüber hinaus 25 Künstlerexemplare. – Mit gestempeltem Auflagenvermerk, dort von Frieder Heinze signiert, nummeriert und datiert. – Sicher eines der ungewöhnlichsten Bücher der letzten Jahrzehnte und zumindest die Leipziger Exemplare waren trotz des für DDR-Sammler enormen Preises von 3.000 DDR-Mark sofort vergriffen. – Das Buch lebt von der Vielzahl der verwendeten Materialien und Techniken. Holzschnitte, Lithographien, Serigraphien wechseln sich mit Textseiten im Buchdruck, Fototafeln und den berühmten »Spielelementen« ab. – Die Konstruktion des »Einbandes« lässt die Demontage des Buches zu. »Das Buch entpuppte sich als eine Ausstellung, die man im Beutel tragen kann […] Wer sich mit dem Objekt beschäftigt, wird bald festellen, daß seine jüngste Tradition auf die Mitte der sechziger Jahre weist. Damals zeichnete sich etwa mit Michael Buthe und Dieter Rot eine ›Metamorphose‹ des Buches ab: Buch nicht als Informationsmittel herkömmlicher Art, sondern als Kunstobjekt, und zwar auch jenseits des ästhetisch sublimierten Malerbuches, das aus Paris kam.« (Lothar Lang, in »Die Weltbühne«, Heft 36/1986, S. 1067). – Unter den Texten verschiedene Abhandlungen zur indianischen Dichtung und Mythologie sowie die Rede »Wir sind ein Teil dieser Erde«, gehalten 1855 von Häuptling Seattle vor dem damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Franklin Pierce. – Frieder Heinze (geboren 1950) studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, war Meisterschüler bei Werner Tübke und Bernhard Heisig, seit 1977 freischaffend in Leipzig. Olaf Wegewitz (geboren 1949) arbeitet seit 1975 als freischaffender Künstler. Beide waren Mitveranstalter des legendären »1. Leipziger Herbst-Salon«.

Ca. 51 : 45 : 9 cm.

Spindler 67.7. – Isphording II, 160

772  Olaf Wegewitz. Mikrokosmos.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Huy, Eigenverlag 1992. Mit acht Originalzeichnungen, 18 Originalgraphiken und 15 Lichtdrucken. Originalholzdeckelband in Originalleinenhülle, diese bedruckt und nummeriert.

Eins von 60 Exemplaren, weitere zehn nicht für den Handel. – Auflagenvermerk vom Künstler signiert und datiert. – Im Selbstverlag des Künstlers erschienen. – Mit zehn Lithographien, drei Siebdrucken, 15 Lichtdrucken und fünf Holzschnitten sowie »acht Handzeichnungen für jedes Exemplar«. Auf verschiedenen Japan-, Bütten-, Velin- und Transparentpapieren gedruckt, einige Blätter mehrfach gefaltet. – Das Buch ist das Ergebnis eines Stipendienaufenthaltes des Künstlers in der Herzog August-Bibliothek Wolfenbüttel und adaptiert Ausschnitte aus vier Handschriften des 15. Jahrhunderts mit Graphiken des Künstlers. – Die Zusammenstellung und Gestaltung erinnert an ein zehn Jahre früher – noch zu DDR-Zeiten – erschienenes Buchprojekt des Leipziger Künstlers: »unaulutu – Steinchen im Sand«. – Der Einband, vom Künstler selbst angefertigt, stellt in seiner massiven Gewichtigkeit ein interessantes Gegenstück zu der bei »unaulutu« mit Reis gefüllten Konstruktion aus Holzleisten und dünnem Papier dar.

45 : 35 cm.

773  Herzattacke.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 2000

Literatur- und Kunstzeitschrift. Herausgegeben von Maximilian Barck. 53 (von 57 bis 2014 erschienenen) Ausgaben. Berlin 1989–2014. Mit etwa 1000 signierten Zeichnungen, Collagen, Grafiken, Fotografien und anderen »Originalarbeiten«. Originalhalbleinenbände, viele bedruckt oder bemalt, teils in Jahrgangsschubern.

Umfangreiche Folge einer der legendärsten und außergewöhnlichsten »Post-Samisdat«-Publikationen, die meisten Bände in einer Auflage von 95 Exemplaren erschienen. – Bis 2014 fehlen lediglich aus Jahrgang I (1989) die Nummern 2–4 und in Jahrgang XXII (2010) die Nummer 1. Die aufwändig ausgestattete Zeitschrift wurde 1989 von Maximilian Barck gegründet. Nach dem unerwartet frühen Tod des Herausgebers (1962–2013) übernahm sein Sohn Malte die Fortführung. – Alle mit Originalgraphiken (meist Linolschnitte und Serigraphien, aber auch Fotografien) aber auch mit Unikaten (Zeichnungen, Collagen und verschiedenen graphischen Mischtechniken) von Strawalde, Klaus Zylla, Lothar Böhme, Schlesinger, Michael Jastram, Felix Martin Furtwängler, Rolf Szymanski, Sabine Jahn, Mikos Meininger, Andreas Rost, Claus Bach, Gisela Rieffert, Michael Würzberger, Horst Hussel, Thomas Günther und vielen anderen, alle signiert. – Die Texte stammen von Wolfgang Hilbig, Bert Papenfuß, Lothar Klünner, Gert Neumann, Christian Saalberg, Matthias Zarbock, Ina Strelow, Simone Katrin Paul, dem Herausgeber, teils unter seinem Pseudonym »Maldoror« und vielen anderen. – Die Einbände wurde graphisch gestaltet mit Farbserigraphien, Zeichnungen und Lithographien von Jens Steinberg, Horst Hussel, Mikos Meininger, Thomas H. Weber u. a. – »Die Dichtung der Franzosen, das Denken der Surrealisten, überhaupt die Sprachkunst seit Baudelaire und Lautreamont, die hatten es ihm angetan. Sein Hauptheld hieß Bataille. In Deutschland fand er Heiner Müller. […] Foto, Grafik, Zeichnung, Übermalung. Fast allem stand die ›Herzattacke‹ offen. […] Er betreute diese Reihe wie ein Sammler der – einen Traum verfolgend – ohne kuratorisch abgedeckten Besserwiss, seine Sammelstücke überschaut. MBs aus literarischer Kentniss und schlussfolgernder Analyse bevorzugtes Handeln und Verstehen ging nach meiner (nicht sehr gesicherten) Beobachtung davon aus, dass weder Aberwitz noch Wahn aus den Gruppierungen und den Massen, die sie tragen, verschwunden sind, wohl aber leicht verschoben – aus einem altertümlichen in den modernen Wartesaal. Der Ausbruch steht uns allemal bevor. So dachte er. Vielleicht benannte er auch deshalb seine Edition nach einer ›Herzattacke‹?« (Gerd Sonntag, Max Barck und die Edition HERZATTACKE, 2013, www.adaponte de). – »Die bis 1989 erschienenen Künstlerbücher sind unter gesellschaftlichen Bedingungen erschienen, die eigentlich das Erscheinen dieser Bücher nicht vorsahen. […] Diese Bedingungen sind Vergangenheit. Die Künstlerbücher bis 1989 hatten etwas mitzuteilen; die Bücher der nun folgenden Jahre werden diese sensiblen Leser zu suchen haben. Ob die ungewohnte Freiheit auch weiterhin eine Bibliophilie der ›Andersdenkenden‹ hervorbringt, ist offen.« (Jens Henkel 1991).

29,7 : 21,0 cm.

Henkel/Russ Z 12

774  Herzattacke.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 260

Literatur- und Kunstzeitschrift. Herausgegeben von Maximilian Barck. Neun Bände der Reihe. Berlin 1991–2009. Mit zahlreichen, meist signierten Originalgraphiken, Zeichnungen und Collagen. Farbig illustrierte Originalhalbleinenbände.

I. Doppelnummer 2-3/1991. – II. Nr. 4/1991. – III. Nr. 2/1992. – IV. Nr. 2/1996. – V. Sondernummer 1/1998. – VI. Sondernummer 2005. – VII. Nr. I/2007 – VIII. Nr. II/2007. – IX. Sondernummer 2009. – Mit Originalgraphiken (meist Linolschnitte und Serigraphien, aber auch Fotografien) und Originalzeichnungen, Collagen und verschiedenen graphischen Mischtechniken von Mikos Meininger, Thomas Günther, Michael Würznerger, Strawalde, Lothar Böhme, Klaus Zylla, Rolf Szymanski, Michael Jastram und anderen. – Texte von Klaus Staeck, Gert Neumann, Bernhard Schlichter, Simone Katrin Paul, Wolfgang Hilbig und anderen. – Dazu zwei Dubletten (VIII und IX).

775  Edition Dschamp – Heiner Müller. Dschamp 11.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 140

Berlin, Galerie auf Zeit 1995. Mit 26 Text-Graphiken von Hartmut Sörgel, vier davon farbig, sowie drei montierten Fotografien. Originalhalbleinenband mit serigraphierten Deckeln.

Erste Ausgabe. – Eins von elf römisch nummerierten Künstlerexemplaren »e.a.« mit einer lose beigelegten signierten, datierten und nummerierten Text-Graphik (Gesamtauflage 51). – Im Druckvermerk von Künstler und Herausgeber signiert. – Die Fotografien entstanden während der Ausstellungseröffnung am 2. 9. 1995. – »Dschamp erscheint als original-graphische Edition der Galerie auf Zeit; die Nummer 11 ist anläßlich der ›Pfeil-Ausstellung‹ von Hartmut Sörgel entstanden« (Druckvermerk).

39,8 : 29,9 cm. [38] Seiten, 1 Graphik.

776  Edition Dschamp – Ronald Galenza. An ungewißen Molen.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Zeichnungen von Oskar Manigk zu Gedichten. Berlin 2006. Mit 19 Illustrationen nach Zeichnungen, elf blatt-, zwei doppelblattgroßgroß, eine signiert. Farbig illustrierter Halbleinenband.

Erste Ausgabe. – Originalgraphisches Künstlerbuch. – Eins von 50 Exemplaren, im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Buchidee, Auswahl der Texte und Graphiken von Thomas Günther. – Oskar Manigk (geboren 1934) lebt als freischaffender Künstler in Ückeritz (Usedom). 2005 erhielt er den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

33,5 : 26,0 cm. [46] Seiten.

777  Edition Dschamp – Thomas Günther. My Obsession is your Obsession.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

– A Book about the Rolling Stones. Berlin 2006. Zwei Originalleinenbände mit montiertem Deckelbild (Markus Rottmann). Zusammen im Schuber.

Sonderausgabe der Edition Dschamp. – Eins von 95 Exemplaren. – Mit Originalgraphiken, Collagen, Fotographien und Textbeiträgen von Thomas Günther, Claus Bach, Klaus Zylla, Pontus Carle, Michael Würzberger, Strawalde, Harald-Alexander KLimek, Peter Stupar, Uta Hünniger, Sabine Jahn, Jörg Wähner und anderen.

30,0 : 21,5 cm.

778  Edition Dschamp – Vier Künstlerbücher.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 260

Berlin 1999–2011. Mit zahlreichen Originalgrafiken. Illustrierte Originalhalbleinenbände, zwei im Schuber.

Alle im Druckvermerk vom jeweiligen Künstler signiert, II und III auch von Autor und Herausgeber. – I. Thomas Brasch. Zwei offne Fenster oder Ein liebes Paar. 1999. Mit zwölf blattgroßen Serigraphien von Strawalde. Künstlerexemplar, neben der Auflage von 60 Exemplaren. – II. Kurt Bartsch. Mein schönes Gegenüber. Mit acht Algrafien von Angela Hampel. 2004. Eins von 50 Exemplaren. – III. Bert Papenfuß. Es gibt keine Freiheit. 2005. Mit sechs Farbradierungen von Christoph Meyer, eine davon lose, signiert und nummeriert. Eins von 40 Exemplaren. – IV. Staatsstreich. Jochen Berg Gedichte. Strawalde Standbilder und Zeichnungen. 2011. Mit zahlreichen Abbildungen nach Fotos und Zeichnungen. Eins von 40 Exemplaren. – Thomas Günther wurde 2003 für die seit 1993 herausgegeben Bücher der »Edition Dschamp« mit dem V. O .Stomps-Preis ausgezeichnet. Die Verbindung von erstpublizierten Texte, Original-Graphik und Fotografie bildet ein Spannungsverhältnis, das sich oft nicht an klassische bibliophile Muster und Vorstellungen hält.

779  Edition Maldoror – Fünf Werke der Edition.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Berlin 1990–2010. Alle mit Originalgraphik. Drei farbig illustrierte Originalhalbleinen-, zwei Originalpappbände.

I. Maximilian Barck. Der ewige Redner. 1990. Mit neun monogrammierten Linolschnitten von Martin Barber. Titelblatt von Autor und Künstler signiert. – II. Spiegelglas auf Stein. Eine Anthologie unter Stalin ermordeter sowjet-jiddischer Literaten. Gedichte und Prosa. 1992. Mit neun signierten Graphiken. Unnummeriertes Künstlerexemplar (Gesamtauflage 100). – III. Reinhard Gehret. Nerventheateranstalt. (Fölmen). 1996. Mit 16 signierten Graphiken. Eins 150 Exemplaren. – IV. Ilona Stumpe-Speer. Das Gedächtnis der Vögel. Gedichte. Mit fünf signierten Siebdrucken von Strawalde. 2009. Eins von 25 Exemplaren. – V. Jürgen Wellbrock. Schattenjagd. Mit vier Siebdrucken von Thomas H. Weber. Eins von 22 Exemplaren »hc« mit einem zusätzlich beigelegten Siebdruck (Gesamtauflage 41). Impressum vom Autor signiert. – Dazu: Miscellanea. Herzsprung II. Jahrgang. Berlin, Edition Wahre Größe [1996]. Mit Originalgraphik, Collagen und Zeichnungen. Originalhalbleinenband. Eins von 40 Exemplaren. Maximilian Barck zum 35. Geburtstag gewidmet.

780  Edition Maldoror – Fünf Künstlerbücher mit Texten von Gert Neumann.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Berlin 1993–2000. Farbig illustrierte Originalpappbände (Markus Rottmann).

I. Produktionsgewässer. 1993. Mit acht signierten Fotografien von Andreas Rost. – II. Das nabeloonische Chaos. 1993. Mit neun signierten Fotografien von Andreas Rost. – III. Tunnelrede. 1996. Mit sechs signierten Siebdrucken von Kai Selbar. – IV. Dresdner Vorlesungen. 1999. Mit acht signierten Serigraphien von Frank Herrmann. – V. Das Gespräch im Osten. Mit 15 signierten Serigraphien von Volker Mehner. – Jeweils eins von 50 bzw. 30 (III) Exemplaren. Von Autor und Künstler, IV nur vom Autor, im Druckvermerk signiert.

I. Papier der Fotoseiten an den Rändern mit schwachen Knickspuren. – II. Ränder leicht gewellt.

781  Edition Maldoror – Lothar Klünner. Stumme Muse submarin.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 1000

33 Liebesgedichte aus 5 Jahrzehnten. Radierungen von Walter Stöhrer. Berlin 1997. Mit zehn signierten und nummerierten Radierungen. Bemalter Originalleinenband im Schuber.

Eins von zehn römisch nummerierten Vorzugsexemplaren im bemalten Einband (Gesamtauflage 40), jedoch ohne die im Druckvermerk erwähnte zusätzliche Graphik. – Von Künstler und Dichter im Druckvermerk signiert. – Die bibliophile Edition vereint Liebesgedichte, die in den Jahren 1947–1995 entstanden. Lothar Klünner (1922–2012) wurde auch mit Nachdichtungen aus dem Französischen bekannt; mit René Char verband ihn eine langjährige Freundschaft. – Sehr schönes Exemplar. – Dazu zwei weitere Werke von Lothar Klünner aus der Edition Maldoror: I. Nachtseite. Gedichte. Mit fünf signierten Lithographien von Strawalde. Für Lothar Klünner zum achtzigsten Geburtstag. Originalhalbleinenband. Berlin 2002. Eins von 20 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 70). Zusätzlich mit einer eigenhändigen Zeichnung und Widmung von Strawalde auf dem Vorsatzblatt. – II. Die Suche nach dem Wasser. Gedichte. Berlin 2004. Mit fünf Radierungen von Rolf Szymanski, eine davon auf den Vorderdeckel montiert, vier signiert. Originalleinenband. Eins von 10 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 35). – Beide im Impressum von Künstler und Autor signiert.

45,6 : 35,4 cm. [40] Seiten, 10 Radierungen.

782  Edition Maldoror – Zwei Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 260

Berlin 2001 und 2010. Lose Blätter und Graphiken in Originalleinenmappen, der Vorderdeckel von II handbemalt.

I. Wolfgang Hilbig. Gedichte mit fünf Radierungen von Volker Mehner. 2001. – Künstlerexemplar. Auf dem Titelblatt von Autor und Künstler signiert. Die Radierungen illustrieren fünf nach Hilbigs Manuskripten faksimilierte Gedichte. – II. Philipp Passeur. Verrücktes Vergessen. Graphiken von Klaus Zylla. 2010. Mit vier Serigraphien und einer Radierung, alle signiert. Eins von 10 Exemplaren.

31,3 : 22,6 cm (Mappenformat). 6 Blätter, 5 Radierungen; 5 Blätter, 5 Graphiken.

783  Edition Maldoror – René Char. Zerfaserung des Jutesacks.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Berlin, Edition l’Imagination au Pauvoir 2003. 34 Siebdrucke von Mikos Meininger. Farbig illustrierter Originalhalbleinenband (Markus Rottmann).

Eins von 20 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 60). – Herausgegeben von Maximilian Barck. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Aus dem Französischen übertragen von Lothar Klünner. – Künstlerische Gestaltung und Druck von Mikos Meininger im Atelier der »Herzattacke«. – Durchgehend farbig in Siebdruck gestaltete Seiten, Texte in Schreibschrift in die Graphik integriert.

28,5 : 44,7 cm. [34] Seiten.

784  Edition Maldoror – Wolfgang Hilbig. Unsicheres Ufer. – Verläßliches Geleit.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Gedichte. Berlin 2003 und 2004. Mit sechs signierten Radierungen von Strawalde bzw. mit sieben Radierungen von Lothar Böhme, davon sechs im Buch und signiert. Originalleinenband bzw. Originalpappband, beide mit montierter Deckelradierung.

Erste Ausgaben. – Je eins von 20 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 80 bzw. 50). – Beide im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Tadellos erhalten. – Da Hilbigs Dichtungen in seiner Heimat, der DDR, nicht erscheinen durften, erschien sein erster Lyrikband »Abwesenheit« 1979 in Westdeutschland. In Folge wurde der Dichter zu einer Geldstrafe wegen »Devisenvergehens« verurteilt. Nach Fürsprache Franz Fühmanns erschien 1983 »Stimme Stimme« im Leipziger Reclam Verlag.

38 : 28,0 cm. 27, [1] Seiten. – [16] Seiten, 6 Radierungen.

785  Edition Maldoror – Lothar Klünner. Die Suche nach dem Wasser.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Gedichte. Radierungen von Rolf Szymanski. Berlin 2004. Mit vier signierten Radierungen. Originalleinenband.

Eins von 25 Exemplaren (Gesamtauflage 35). Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Dazu: Ilona Stumpe-Speer. Das Gedächtnis der Vögel. Gedichte. Berlin 2009. Mit fünf signierten farbigen Siebdrucken von Strawalde. Illustrierter Originalhalbleinenband. Eins von 15 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 40). Von der Autorin im Druckvermerk signiert.

38,0 : 28,0 cm. 24 Seiten, 4 Radierungen. – 29,8 : 21,3 cm. [24] Seiten, 5 Siebdrucke.

786  Edition Maldoror – Wolfgang Hilbig. Der Gegner.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 180

Mit Serigraphien von Siko. Berlin, Edition Maldoror 2006. Mit sechs farbigen signierten, blattgroßen Serigraphien. Illustrierter Originalpappband (Markus Rottmann).

Eins von 30 Exemplaren (Gesamtauflage 45). – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Herausgegeben von Maximilian Barck. – Dazu: Wolfgang Hilbig. Stimme Stimme. Gedichte und Prosa. Leipzig, Philipp Reclam jun. 1983. Originalbroschur. Erste Ausgabe. – Wolfgang Hilbig (1941–2007), »Kostgänger in vielen Arbeiterberufen, zählt zu den markantesten Erscheinungen der deutschen Literatur im letzten Jahrzehnt«. Sein erster Gedichtband (»Abwesenheit«, 1979) erschien im westdeutschen S. Fischer-Verlag und veranlasste Franz Fühmann, den Mentor und Förderer missliebiger junger Autoren in der DDR, zu einem Essay, in dem er den Dichter einem Verleger als Geschenk anbot und sich die Wandlung eines Buchstabens wünschte: »Anwesenheit«.

19,9 : 14,8 cm. 29, [1] Seiten. – 18,8 : 11,9 cm. 123, [1] Seiten.

787  Edition Maldoror – Zwei Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 180

Berlin 2007 und 2010. Mit signierten Originalgraphiken. Originaleinbände im Schuber.

I. Gerd Henniger. Beute im Licht. Gedichte mit fünf Serigraphien von Lothar Böhme. Illustrierter Originalpappband. Eins von 25 Exemplaren. – II. Guillaume Apollinaire. Poèmes à Madeleine. Gedichte an Madeleine. Strawalde Lithographien. Bemalter Originalpappband, in bemaltem Schuber. Eins von zehn Vorzugsexemplaren »hc« mit handbemaltem Einband (Gesamtauflage 45). Im Druckvermerk von Künstler und Übersetzer signiert.

42,0 : 29,8 cm. 42; 27, [3] Seiten, 4 Lithographien.

788  Edition Maldoror – Jacob Lehcie. Anschwellender Schrei.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Graphiken von Lothar Böhme. Berlin 2008. Mit drei Serigraphien und zwei Radierungen, alle signiert. Lose Blätter in handbemalter Originalleinenmappe.

Eins von zehn Exemplaren. – Erschien anlässlich des 70. Geburtstages des Künstlers Lothar Böhme. – Dazu: Maximilian Barck. Die scheinbar unzeitgemässen weiblichen Ikonen des Strawalde oder Das Gedächtnis des Herzens ist dauerhaft. 2009. Mit sechs signierten Serigraphien von Strawalde. Lose Blätter in handbemalter Originalleinenmappe. Eins von 25 Exemplaren (vgl. KatNr. 792). – Im Druckvermerk vom Autor signiert.

31,5 : 22,5 cm. 7 Blätter, 5 Graphiken; 8 Blätter, 6 Serigraphien.

789  Edition Maldoror – Zwei Werke mit Graphiken von Lothar Böhme.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 260

Berlin 2008 und 2009. Lose Blätter und Graphiken in Originalleinenmappen mit handbemaltem Vorderdeckel.

I. Jacob Lehcie. Anschwellender Schrei. Lothar Böhme zum siebzigsten Geburtstag. 2008. Mit fünf signierten Serigraphien. Eins von zehn Exemplaren. – II. Bernhard Schlichter. Solipsistische Sentenzen. 2010. Mit drei Serigraphien und zwei Radierungen, alle signiert. Eins von 20 Exemplaren.

31,2 : 22,4 cm (Mappenformat). Jeweils 7 Blätter, 5 Graphiken.

790  Edition Maldoror – Zwei Werke mit Graphiken von Lothar Böhme.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Berlin 2008 und 2009. Zehn signierte Originalgraphiken und Textblätter lose in Originalleinenmappen mit bemaltem Vorderdeckel.

I. Jacob Lehcie. Anschwellender Schrei. Lothar Böhme zum siebzigsten Geburtstag. 2008. Mit fünf signierten Serigraphien. Eins von zehn Exemplaren. – II. Bernhard Schlichter. Feldberger Fragmente. 2009. Mit fünf signierten Graphiken. Eins von 20 Exemplaren. – Beide auf dem Titelblatt nummeriert.

31,2 : 22,4 cm (Mappenformat). 7 Blätter, 5 Serigraphien; 8 Blätter, 5 Graphiken.

791  Edition Maldoror – Zwei Werke mit Graphiken von Strawalde.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 260

Berlin 2008 und 2009. Zehn signierte Graphiken und Textblätter lose in Originalleinenmappen mit bemalten Deckeln.

I. Bernhard Schlichter. Opulente Obstination. 2008. Mit fünf signierten Graphiken. Eins von 20 Exemplaren. – II. Philipp Haberkorn. Marseiller Majuskeln. 2009. Mit fünf signierten Graphiken. Eins von 20 Exemplaren. – Beide auf dem Titelblatt nummeriert.

31,5 : 22,6 cm (Mappenformat). Jeweils 7 Blätter, 5 Graphiken.

792  Edition Maldoror – Maximilian Barck. Die scheinbar unzeitgemässen weiblichen Ikonen des Strawalde

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 260

oder Das Gedächtnis des Herzens ist dauerhaft. Berlin 2009. Mit sechs signierten Serigraphien von Strawalde, eine doppelblattgroß. Lose Blätter in handbemalter Originalleinenmappe.

Eins von zehn römisch nummerierten Exemplaren. – Ohne das Blatt Editionsvermerk, hier auf dem Titelblatt vom Autor signiert und nummeriert. – Dazu: Jacob Lehcie. Anschwellender Schrei. Lothar Böhme zum siebzigsten Geburtstag. 2008. Mit fünf signierten Serigraphien von Lothar Böhme. Eins von zehn Exemplaren.

31,5 : 22,5 cm. 7 Blätter, 6 Serigraphien; 7 Blätter, 5 Serigraphien.

793  Edition Quatre en Samisdat – Zwei Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Ausrufpreis/Starting bid: € 330

Berlin 2003. Signierte Fotografien und Textblätter in zwei Originalleinenmappen, jede mit montierter Fotografie auf dem Vorderdeckel.

I. Gert Neumann. Berührt. Fünf Gedichte und fünf Tagebuchblätter. Mit fünf signierten Fotografien von Andreas Rost. Eins von 25 Exemplaren. Von Künstler und Dichter im Druckvermerk signiert. – II. René Daumal. Gedichte und sechs Fotografien von Klaus Elle. Ohne Druckvermerk.

31,2 : 22,6 cm (Mappenformat). – In II zwei Fotos und zwei Textblätter doppelt bzw. dreifach beigelegt.

794  A. R. Penck – Sarah Kirsch. Lyrik.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 420

A. R. Penck. Zeichnungen. Berlin [1987]. 72 Seiten farbig serigraphierter Text und Illustrationen. Serigraphierter Originalumschlag mit Kordelheftung. Im -schuber.

Zweites Buch der Edition Malerbücher. – Erste Ausgabe. – Eins von 50 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler und der Dichterin signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Texte wurden von Penck handgeschrieben und, zusammen mit den meist ganzseitigen Illustrationen, als Siebdrucke in fünf verschiedenen Farben gedruckt. – Es finden sich zahlreiche der vertrauten Penck-Motive: Strichmännchen, Löwe, Panther, Bär, Stalin, Marx und Engels. – Die Lyrikerin Sarah Kirsch hatte 1977, nachdem sie – wegen ihres Protestes gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns – aus der SED und dem Schriftstellerverband ausgeschlossen worden war, die DDR verlassen. Ihr Text, illustriert vom 1980 ebenfalls ausgereisten A. R. Penck, erschien in der Edition des 1990 von Wolf Biermann als Stasi-Informant enttarnten Sascha Anderson.

33,6 : 24,0 cm. [36] Doppelblätter.

Spindler 102.2

795  Klaus Raasch – Jens Sparschuh. Schreib-Akte

Schätzpreis/Estimate: € 180

Ausrufpreis/Starting bid: € 120

mit fünf Holzschnitten von Klaus Raasch. Leipzig 2011. Mit fünf signierten Farbholzschnitten. Originalhalblederband mit Deckelschild.

Erster Druck der Reihe »SchriftBild«, herausgegeben von Herbert Kästner. – Eins von 20 römisch nummerierten Künstler- und Verlegerexemplaren, wie die 25 Vorzugsexemplare mit sechs signierten Farbholzschnitten, davon einer beigelegt, und in Halbleder gebunden (Gesamtauflage 140). – Im Druckvermerk vom Dichter und dem Buchgestalter Thomas Glöß signiert.

31,0 : 20,5 cm. 63, [1] Seiten, 6 Holzschnitte.

796  Cornelia Schleime – Bert Papenfuß. Nebelebene.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 270

Versuch einer Poetologie des Anstatt anhand dreier Streiflichter aus der wissenschaftlich-phantastischen Revue WINKE PINKE. Cornelia Schleime Grafiken. Berlin, Edition Rothahndruck 2009. Mit 13 Farbserigraphien und einer serigraphierten Titelvignette. Originalhalbleinenband mit Farbserigraphie auf dem Vorderdeckel.

Erste Ausgabe. – Eins von 50 Exemplaren. – Von Autor und Künstlerin im Druckvermerk signiert. – Auf Bütten.

43,3 : 32,8 cm. [24] Seiten. – Vorsatzpapier vorn an einer Ecke gelöst.

797  Strawalde – Volker Braun. Strafkolonie.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 420

Berlin, Galerie auf Zeit 2007. Mit sieben signierten Radierungen von Strawalde. Originalleinenband mit farbig geprägten Titeln.

Erste Einzelausgabe. – Eins von 40 Exemplaren. – Impressum von Künstler und Autor signiert. – »›Das Kapital gewinnt an Selbstbewusstsein‹, so beginnt Brauns groß angelegtes, hochaktuelles, poetisches Resümee über das Scheitern sowohl eines allumfassenden Machtanspruches als auch einer konkreten Utopie. Braun verknüpft die historische Situation mit der bohrenden Frage Kafkas nach unserer eigentlichen Existenzbestimmung. […] Strawalde, der abstrahierend-konkrete Maler und Chiffren-Grafiker, hat für ›den eisernen Stachel‹, der ›durch die Stirn geht‹ (V.B.), entsprechende Bilder gefunden. Ein Künstlerbuch ist entstanden, mit dem im Handsatz postulierten Text, in seiner verfänglichsten Art« (Buchankündigung).

53,2 : 39,3 cm. [18] Seiten, 7 Radierungen. – Vorderdeckel mit kleinem, schwachem Fleck.

798  Uwe Warnke und Guillermo Deisler. Found Poetry.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 650

Berlin 1992. 48 signierte Collagen. Originalhalbleinenband.

Unikatbuch, das zwischen dem 20. August 1991 und dem 14. März 1992 entstand. »Während dieser Zeit reiste dieses Buch ständig […] zwischen Berlin und Halle.« – Abwechselnd wurden die Seiten des Buches mit Collagen aus Kassenzetteln, Gebrauchsanweisungen, Briefmarken, Fotografien, Eintrittskarten, Zeitungsausschnitten u. a. »Dokumenten« aus DDR- und Wendezeit gestaltet. Jede Collage vom jeweiligen Künstler signiert, das gestempelte Titelblatt von beiden Künstlern signiert. – Mit handgeschriebenem Editionsvermerk von Uwe Warnke auf dem hinteren Innendeckel. – Guillermo Deisler war 1973 aus Chile in die DDR emigriert. Von dort wurde er nach einer Verhaftung zunächst nach Bulgarien »abgeschoben«, kehrte aber 1986 wieder zurück. Kurz vor dem Untergang der DDR erhielt er deren Staatsbürgerschaft. Bekannt wurde er vor allem durch seine visuelle Poesie. Uwe Warnke widmete sich in den 1990er Jahren als Verleger und Ausstellungsmacher verstärkt diesem Gebiet.

24,2 : 21,5 cm. [50] Blätter.

799  Uwe Warnke – Gerhild Ebel. Cut.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Berlin 1999. 32 Seiten mit Ausstanzungen und Papierschnitten. Originalpappband (Cornelia Ahnert, Chemnitz).

Eins von 35 Exemplaren, weitere zehn als Künstlerexemplare. – Im Editionsvermerk von der Künstlerin signiert und nummeriert. – Gerhild Ebel (geboren 1965) wurde 2001 mit dem V.O.Stomps-Preis ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Künstlergruppe 13+ und Herausgeberin der original-graphischen Zeitschrift »quartett«. Ihr eigenwilliges Künstlerbuch suggeriert Inhaltsleere als Folge von zensuralen Eingriffen. Statt Text und Bild sind nur deren Umrisse sichtbar. Das Buch erschien zur Ausstellung im Kunstmuseum Ystad/Schweden.

31,0 : 27,0 cm. [38] Seiten.

800  Klaus Zylla. Vieh Guren.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 280

20 Siebdrucke. Berlin 1988. 19 teils farbige Serigraphien. Originalbroschur in schwarzem -umschlag, auf diesem die erste Serigraphie in Weiß wiederholt.

Eins von 20 Exemplaren der ersten Buchedition Zyllas. – Im serigraphierten Druckvermerk signiert und nummeriert. – Teils farbig, teils auf farbigem Papier gedruckt. – Thomas Günter, langjähriger Galerist und Verleger des Künstlers: »Alles begann mit einem Sprachspiel: ›Vieh Guren‹ hieß der erste Versuch einer auf die noch wackeligen Künstlerbeine gestellten eigenverantwortlichen Buchproduktion. Es war 1988, als so etwas durchaus noch der Ruch des Verbotenen anhaftete. […] selbst gebunden und das Impressum mit der Hand geschrieben – das war der ganze Stolz«. – Sehr selten.

40,0 : 30,4 cm. [28] Seiten. – Kleine Druckstelle am Unterrand.

Katalog Würth 2003, Seite 96. – Henkel/Russ 186

801  Klaus Zylla – Thomas Bernhard. Die Irren. Die Häftlinge.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Gedichte. Klaus Zylla · Zeichnungen. Berlin, Galerie auf Zeit 1994/1997. Mit 25 ganzseitigen Serigraphien, davon sechs farbig übermalt, signiert und datiert »97«. Originalhalbleinenband mit montierter Titelserigraphie auf dem Vorderdeckel.

Eins von 80 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Auf schwerem Kupferdruckpapier. – Der gesamte Text, geschrieben von Zylla, und alle Illustrationen wurden serigraphiert. Durch die sechs in Gouache übermalten Blätter, die von Exemplar zu Exemplar wechselten, entstanden 80 Unikatbücher. – Erschienen anlässlich der gleichnamigen Ausstellung in der »Galerie auf Zeit«, die im Dezember 1994 eröffnet wurde. Die Auflage wurde erst im Laufe der Folgejahre fertiggestellt. – Beilage: Ausstellungsplakat. Serigraphie und Offset. Eins von 100 signierten Exemplaren.

52,5 : 76,5 cm. [28] Seiten.

Katalog Würth 2003, Seite 116ff

802  Klaus Zylla – Bertolt Brecht. Vom Mitmensch.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 250

Zeichnungen Klaus Zylla. [Berlin,] Galerie auf Zeit 1997. Mit Siebdrucken nach Zeichnungen und Handschrift. Originalpappband im illustrierten -schuber (Markus Rottmann).

Eins von 50 Exemplaren. – Impressum vom Künstler signiert. – Herausgegeben von Thomas Günther. – Serigraphiert nach der Handschrift und den Zeichnungen von Klaus Zylla. – Der Text von Bertold Brecht wurde zum ersten Mal 1927 in seiner »Hauspostille« veröffentlicht. – »Zylla schuf zuerst ein Unikat-Buch mit wilden Figuren und überschwänglicher Sinnlichkeit. Ich zeigte es Barbara Schall, der Tochter von Bertolt Brecht. Als Inhaberin der Rechte wachte sie gewöhnlich streng über das Werk ihres Vaters, doch das Zylla’sche Unikat überzeugte sie auf Anhieb« (Thomas Günther).

43,0 : 29,5 cm. [20] Seiten.

Katalog Würth 2003, Seite 107. – Isphording II, 205

803  Klaus Zylla – Ernst Jünger. Weiße Nächte.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Vorwort Heino Schwilk. Grafik und Schrift Klaus Zylla. Berlin, Galerie auf Zeit 1997. Mit elf signierten blattgroßen Serigraphien. Weißer Originalleinenband mit serigraphiertem Vorderdeckel. Im Originalschuber mit Deckeltitel.

Eins von 103 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Der Text wurde nach der Handschrift Klaus Zyllas serigraphiert. – Die Texte sind den Kapiteln »Weiße Nächte« und »Opium« aus Ernst Jüngers Buch »Annäherungen. Drogen und Rausch« entnommen.

46,0 : 34,4 cm. [28] Seiten.

Katalog Würth 2003, Seite 120ff

804  Klaus Zylla – Antonin Artaud. Fragmente eines Höllentagebuchs.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausrufpreis/Starting bid: € 300

Serigraphien und Text von Klaus Zylla. Berlin, Edition L’imagination au pouvoir 1998. Mit 32 blattgroßen Farbserigraphien. Illustrierter Originalhalbleinenband.

Eins von 50 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Übersetzung des Textes aus »Le pèse-nerfs« stammt von Gerd Henniger. – Gedruckt von Thomas H. Weber im Atelier Herzattacke. – Auf Zerkall-Bütten. – Die Serigraphien vereinen die Bilder und den von Zylla handgeschriebenen Text. – »Einerseits wird die poetische und literarische Botschaft mit dem zugleich konkretesten wie abstraktesten Mittel – der Schrift – in die Anschaulichkeit übersetzt, andererseits lösen sich die Mittel der Malerei – Form und Farbe – gleichzeitig immer mehr von der dingverhafteten Darstellung bis hin zu rein ungegenständlichen Bildern. […] Klaus Zylla gehört ganz einfach zu jenen hellsichtigen künstlerischen Geistern, die dem lebenslänglichen Hiersein dadurch standhalten, dass sie sich Bilder vom versteckten Irrsinn machen, den wir in unserem närrisch-betriebsamen Alltag übersehen.« (Jörn Merkert, in: Klaus Zylla, Bilder und Künstlerbücher in der Sammlung Würth, Künzelsau 2003).

29,0 : 44,0 cm. [34] Seiten.

Katalog Würth 2003, Seite 124ff

805  Klaus Zylla – Sinn Wahn stiftend all …

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Gedichte und Fragmente von Maximilian Barck. Lithographien von Klaus Zylla. Berlin, Edition Maldoror 1999. Mit sechs signierten Farblithographien. Originalleinenband mit montierter Lithographie auf dem Vorderdeckel (Markus Rottmann).

Eins von 70 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Satz von Rainer Tschernay aus der Caslon. – Den Text druckte Klaus Regel, die Lithographien Steffen Tschesno. – Aus Hahnemühle-Velin »Alt Worms«. – Dazu: Eberhard Häfner. Ballade a la Baise. Berlin, Edition Maldoror 2003. Mit sechs signierten Radierungen von Klaus Zylla. Originalpappband. Eins von 20 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 50). Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert.

40,0 : 34,3 cm. [16] Seiten. 6 Lithographien.

806  Klaus Zylla – Eberhard Häfner. Ballade a la Baise.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Mit sechs Radierungen von Klaus Zylla. Berlin, Edition Maldoror 2003. Mit sechs signierten Radierungen. Originalpappband.

Eins von 20 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 50). – Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Dazu: Klaus Zylla. – Sinn Wahn stiftend all … Gedichte und Fragmente von Maximilian Barck. Lithographien von Klaus Zylla. Berlin, Edition Maldoror 1999. Mit sechs signierten Farblithographien. Originalleinenband mit montierter Lithographie auf dem Vorderdeckel. Eins von 70 Exemplaren. Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

38,2 : 28,5 cm. [16] Seiten, 6 Radierungen.

807  Klaus Zylla – Thomas Brasch. Den eigenen Worten aus dem Sinn.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 260

Gedichte. Klaus Zylla · Zeichnungen. Berlin, Galerie auf Zeit 2004. Mit 25 ganzseitigen Serigraphien und zwölf serigraphierten Textblättern. Originalpappband mit serigraphierter Deckelillustration (Markus Rottmann).

Eins von 30 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Illustrationen auf starkem Büttenkarton, die zwölf Gedichte in Rot auf Transparentpapier serigraphiert. – Die farbigen Vorsätze mit einem Begleittext »Der andere Thomas« des Herausgebers Thomas Günther.

50,0 : 35,0 cm. [28] Seiten, [12] Blätter.

808  Klaus Zylla – Egon Günther. Fritz und Lou betreten den Raum – eine Liebesgeschichte –

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

oder Friedrich und Lou – ein Traktat. Grafik Klaus Zylla. Berlin, Galerie auf Zeit 2007. Mit 16, meist ganzseitigen Serigraphien. Originalhalbleinenband mit serigraphierter Deckelvignette (Markus Rottmann).

Eins von 40 Exemplaren (Gesamtauflage 60). – Im Impressum von Autor und Künstler signiert. – »Die Idee dieses Künstlerbuches geht zurück auf das Friedrich-Nietzsche-Filmprojekt ›Das Messer (Nietzsche – Liebe, Tod, Verklärung)‹ von Egon Günther. Der hier vorliegende Prosatext wurde – in Form dieser Erstveröffentlichung – eigens für dieses Buch geschrieben. Durchaus beabsichtigte orthografische Eigenheiten folgen den Intentionen des Autors« (Druckvermerk). – Auf ungefalzten Velinbögen. Zylla zeichnete seine Illustrationen auf Andruckbogen eines spanischen Kataloges, dessen Textfragmente mitserigraphiert wurden.

64,5 : 52,5 cm. [34] Seiten.

809  Eremiten-Presse – Broschur.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Nummern 1–100, meist in den signierten Vorzugsausgaben, in 92 Bänden. Düsseldorf 1969–1980. Mit zahlreichen, teils farbigen Originalgraphiken. Originalbroschuren, meist illustriert.

Umfangreiche Folge, bis zum Jubiläumsband 100 nahezu vollständig – es fehlen nur die Nummern 31 und 95. – Von den meisten Bände erschien eine von Autor und/oder Künstler signierte Vorzugsausgabe. In dieser Art hier 29 Bände, weitere vier in der absoluten Vorzugsausgabe mit einer beigelegten signierten Originalgraphik. – Mit Texten von Gerd Hoffmann, Christa Reinig, Peter O Chotjewitz, Gerhard Rühm, Ernst Jandl, Martin Walser, Gabriele Wohmann, Christoph Meckel, Max Maetz, Mascha Kaleko, Friederike Mayröcker u. a. m. – Sehr gut erhalten. – Eine Beigabe.

19,0 : 12,5 cm.

810  Eremiten-Presse – 19 Werke der Presse.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 580

Stierstadt 1957–1967.

Interessantes Konvolut mit einigen sehr seltenen und frühen Ausgaben: I. Günter Bruno Fuchs. Nach der Haussuchung. Gedichte und Holzschnitte. 1957. Mit fünf blattgroßen Klischeedrucken und einem sechsten auf dem Umschlag. Originalbroschur. – II. Ali Schindehütte. Hampelmaennleins Koerperschule. [1962]. Mit 13 Linolschnitten und einem weiteren auf dem Umschlag. Originalwellpappeinband. Eins von 100 Exemplaren. Auf Packpapier gedruckt. Eine der frühesten eigenständigen Veröffentlichungen Schindehüttes. Widmung auf dem Titelblatt. – III. Publius Ovid Naso. Metamorphosos. 1966. Mit acht farbigen Maschinenmalereien (Materialdrucken) von Hannelore Köhler. Eins von 350 Exemplaren. Deutsch nach Aloys Blumauer. Delikatessen, herausgegeben von Dieter Huelsmanns, 1. – IV. Stierstädter Gesangbuch. Böse Lieder. Herausgegeben von Friedolin Reske. 1968 [1967]. Mit 21 Originalgraphiken, meist farbige Offsetlithographien, von Jäger, Endrikat, Degenhardt, Schultze u. a. – 15 weitere Werke (Liste auf Anfrage).

Spindler 1.112, 175, 242 u. 244. – Reske 92, 176, 214 und 231

811  Eremiten-Presse – 32 Werke der Presse,

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

teils in signierter Vorzugsausgabe, teils mit beigelegter signierter Extragraphik. Düsseldorf 1971–1982. Meist mit originalgraphischen Illustrationen. Originalbroschuren.

Alle in kleinen, teils nummerierten Auflagen erschienenen. – 19 Ausgaben im Druckvermerk von Autor und/oder Künstler signiert, davon sechs als Vorzugsausgaben. – Unter den Autor/inn/en Gabriele Wohmann (7), Marie Luise Kaschnitz (4), Bele Bachem (2), Margarete Hannsmann (2) u. a., die Illustrationen von Christoph Meckel, Klaus Endrikat, Axel Hertenstein, Bernhard Schultze, HAP Grieshaber u. a. – Meist als Blockbücher gedruckt und gebunden. – Sehr gut erhalten. – Vollständige Titelliste auf Anfrage.

30 : 21 cm.

812  Eremiten-Presse – Christa Reinig. Die Ballade vom blutigen Bomme.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Original-Linol- und Holzschnitte von Christoph Meckel. Düsseldorf 1972. Mit acht doppelblattgroßen signierten Originalgraphiken. Illustrierter Originalhalbleinenband.

Erste Ausgabe. – Eins von 180 Exemplaren. – Außergewöhnlich schönes und originell gestaltetes Künstlerbuch. Die Schnitte wurden jeweils in ein asymmetrisch gefalztes Büttenblatt gedruckt, auf der Außenseite jeweils Text und Nummerierung. – Auf festem Velin. – Handsatz aus der Block schmal, gedruckt von Rolf Dettling, gebunden bei Emil Weiland. – Dazu: Es braust mein Blut in blühender Brunst. Originalholzschnitte von Peer Wolfram zu Texten von Richard Wagner. Düsseldorf 1974. Mit 14 signierten Holzschnitten. Illustrierter Originalhalbleinenband. Eins von 200 Exemplaren. Die Holzschnitte entstanden bereits 1965. Abgedruckt auf gefalzte weiße Maschinenbüttenblätter, die Texte in Blau auf fliederfarbenem Papier. – Beigabe: Zehn weitere Editionen der Presse. 1967–1983. Unter anderem zwei signierte Erstausgaben von Gerhard Rühm.

33,5 : 24,5 cm. – Unterkante minimal bestoßen.

Spindler 90.19 und 90.25. – Reske 299 und 334

813  Kaldewey Press – John Eric Broaddus. Sphinx and the bird of paradise.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 750

Düsseldorf und New York, Edition Gunnar A. Kaldewey 1981–1991. 14 Blätter mit Ausschnitten, teils mit Farbkopien beklebt. Originalpappband mit montiertem Deckelbild, in Chemise mit silbergeprägtem Rückentitel und Schuber.

Edition Kaldewey 3. – Erste Ausgabe. – Eins von 20 Exemplaren im Pappband (Gesamtauflage 25 von 30 gedruckten). – John Eric Broaddus war ein exzentrischer Performance Künstler, der durch seine Kostüme die New Yorker Disco Szene (Studio 54 etc.) in Erstaunen setzte. Ausserdem machte er sehr sorgfältig ausgeführte und farbenprächtige Unikat-Bücher. Dieses ist das einzige Buch zu seinen Lebzeiten, welches in einer – wenn auch kleinen – Auflage erschien. Durch die komplizierten Ausschnitte in den Seiten, die John Eric nur selber ausführen konnte, zog sich die Herstellung über Jahre hin. Er starb 1990 an Aids, nur 5 Exemplare waren fertig, die ich als Vorzugsausgabe in Leder binden liess«. (Gunnar A. Kaldewey). Bei den übrigen Exemplaren blieben die letzten drei Seiten unbeschnitten. – Mit datiertem Schenkungsvermerk des Herausgebers.

30,9 : 28,9 cm. 14 Blätter, [4] Seiten. – Innenseite der Chemise mit kleiner Schabstelle.

Dubansky/Strauss 69 und 103. – Kat. WLB Stuttgart 29

814  Kaldewey Press – ABC.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 1600

New York 1983. 26 Typographiken und eine Serigraphie. Hellgrauer Originalkalblederband mit Silberprägungen (Christian Zwang). In der grauen Originalleinenbox.

Laut Druckvermerk eins von 15 der »Special Edition« (Gesamtauflage 42). – Mit einer in Silber gedruckten Serigraphie (Poestenkill Tower) auf Folie, mit Sprühlack in drei Farben getönten Vorsatzpapieren und den 26 Typographiken zu den Buchstaben des Alphabets in Blau und Violett, bei den »special copies« gedruckt auf grünes, gelbes und rosafarbenes Luftpostpapier (onion skin paper) von Edgeworth. – Das erste Buch von Gunnar Kaldewey, welches er im Turm seines Landsitzes druckte. Er hatte zahlreiche alte Schriften und ebenso das dünne, grellfarbige Papier von einer Druckerei in Saratoga Springs erworben. Das Buch bildet eine »typographische tour de force«. Nach Erinnerung Kaldeweys im Stuttgarter Katalog wurden von der Special Edition laut Gunnar Kaldewey nur fünf Exemplare korrekt gebunden. – Eine der seltensten Ausgaben der Kaldewey Press. – Am Ende mit Widmung »Pauline | aus den Poestenkiller Anfängen das schönste Buch | Dein Paul«.

43,5 : 28,0 cm. [30] Blätter. – Vorderdeckel am Seitenrand leicht verfärbt, ansonsten tadellos.

von Lucius 63. – Dubansky/Strauss 95 und 111. – Kat. WLB Stuttgart 14. – Spindler 168.4

815  Kaldewey Press – Marguerite Duras. Hiroshima mon amour.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Synopsis sur un papier original de Ann Sperry. New York 1985–1986. Mit Papiergüssen. Lose Doppelblätter in Originalleinenkassette mit vergoldetem Deckelsignet.

Edition Kaldewey 10. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 60). – Im Druckvermerk von der Künstlersin signiert. – Auf rosa Papier, mit roten und grauen Einschlüssen, teils geschnitten und gefaltet, mit Gold belegt, geschöpft von Ann Sperry und Gunnar Kaldewey. – Marguerite Duras’ Drehbuch beschreibt das Erleben, Erinnern und Erleiden der traumatisierten Protagonistin dieser ebenso kunstvollen wie intensiven Anklage gegen den Krieg. Der Film gilt als Meisterwerk der Nouvelle Vague, Duras erhielt dafür einen Oscar. Die Entwürfe von Ann Sperry erfassen anschaulich den Ernst, die Trauer und Sinnlichkeit des Textes. – Letzte Seite Widmung »Für Pauline 17/4/87 NYC Dein Paul«.

49,2 : 32,5 cm. [32] Seiten.

von Lucius 165. – Dubansky/Strauss 74 und 105. – Kat. WLB Stuttgart 35. – Spindler 168.16

816  Quetsche – Gilgamesch.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 380

Ein Epos aus Babylonien-Assyrien. Helge Leiberg Hochdruckätzungen & Übermalungen. Witzwort 1996. Mit farbigen Illustrationen und Übermalungen, vier davon doppelblattgroß, eine signiert. Originalpappband mit bemaltem Deckelschild (Ricarda Rau, Darmstadt). Im Schuber.

26. Druck der Quetsche. – Exemplar 4 von insgesamt 22 Exemplaren, davon 17 für den Verkauf. – Vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Für die Übermalungen wurden Probedrucke für das Helge Leiberg-Buch »Arno Schmidt. Tina« verwendet.

44,1 : 31,1 cm. [56] Seiten.

817  Quetsche – Theodor Fontane. Landpartien.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 1600

Harald Metzkes. Lithografien. Witzwort 1999. Mit drei signierten Aquarellen, zwei doppelblattgroßen farbigen und elf blattgroßen einfarbigen Lithographien. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel (Markus Rottmann, Berlin). Im Schuber.

32. Druck der Quetsche. – Eins von acht Exemplaren der Vorzugsausgabe A. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gedruckt auf Rivoli-Papier. – Die Zwischentitel und eine durchgehende Zierlinie wurden farbig gedruckt.

27,5 : 16,7 cm. 173, [11] Seiten, 3 Aquarelle. – Rücken etwas verfärbt-.

818  Herbert Post-Presse – Hugo von Hofmannsthal. Ein Brief.

Schätzpreis/Estimate: € 120 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 80

Mit einem Nachwort von Hartmut Zelinsky. München 1966. Originalpappband mit Lederrückenschild (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt).

Eins von 80 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Verleger signiert. – Die Titelschrift ist ein Holzschnitt von Herbert Post. – Gesetzt aus der Post-Mediaeval, gedruckt von Carl-Ottmar Schönhuth, Bad Mergentheim, auf handgeschöpftem englischen Bütten. – Der »Chandos-Brief« von Hofmannsthal wurde 1902 erstmals in der Zeitschrift »Der Tag« abgedruckt. In dem fiktiven Antwortschreiben von Philipp Lord Chandos an Francis Bacon schildert er sein lyrisches Verstummen.

34,5 : 23,4 cm. 29, [3] Seiten. – Rücken gebräunt.

Spindler 54.24

819  Rabenpresse Grit Anton – H. C. Artmann. Der handkolorierte Menschenfresser.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 220

Mit elf farbigen Holzschnitten von Grit Anton. Leipzig 1991. Mit neun ganzseitigen Farbholzschnitten sowie Holzschnittvorsätzen und -deckelvignette. Originalpappband.

Eins von 22 Exemplaren. – Von der Künstlerin im Impressum signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Alle Arbeiten an dem Buch wurden von Grit Anton in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig selbst ausgeführt. Dort hatte sie 1990 Diplomarbeiten vorgelegt. Die Artmann-Edition entstand während ihres Meisterstudiums und wurde von der Stiftung Buchkunst mit einer »lobenden Anerkennung« ausgezeichnet. – Tadellos.

28,5 : 24,5 cm. [30] Seiten.

Seyfert/Weise S. 207

820  Rabenpresse Grit Anton – Ernst Jandl. Gedichte.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Mit Holzschnitten von Grit Anton. Leipzig 1992. Mit zehn, meist blattgroßen Farbholzschnitten. Originalpappband mit Japanpapierbezug.

Eins von 40 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Sämtliche Arbeiten an dieser Buchausgabe besorgte Grit Anton in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. – Die Gedichte wurden aus Ernst Jandls »Dingfest« ausgewählt. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Ausgezeichnet als eins der schönsten Bücher des Jahres 1992.

42,7 : 30,7 cm. [44] Seiten, 4 Zwischenblätter.

Seyfert/Weise S. 208

821  Sisyphos Presse – Franz Fühmann. Dreizehn Träume.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Mit sechs Originallithographien von Nuria Quevedo. Hamburg, Hoffmann und Campe 1985. Mit sechs signierten Lithographien. Originalpappband mit violettem Rücken und Rückentitel in Schwarzprägung, Deckel mit schwarzem Büttenbezugspapier. Im Originalschuber und -kassette (Dorfner-Werkstatt, Weimar).

Erster Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 330). – Die Auflage erschien zum Teil in der Edition Leipzig, zum Teil bei Hoffmann und Campe. – Der Text wurde von Hand gesetzt und auf grauem Bugra-Bütten gedruckt, die Lithographien auf Hahnemühle-Kupferdruckkarton. – Die buchkünstlerische Gestaltung leitete Volker Küster, Hamburg. – Mit diesem Werk begründete der Verlag Edition Leipzig eine der anspruchsvollsten Pressen der ehemaligen DDR. – Die Texte wählte Franz Fühmann (1922–1984) aus den seit 1960 entstandenen Traumtagebüchern aus. Der Autor verstarb vor dem Erscheinen des Bandes. – »Ein Realist, der niemals aufhörte, seine Träume der Wirklichkeit auszusetzen. Er ist darin weit gegangen. Und dass er sich an seinem Lebensende als Gescheiterten ansah, heißt nur, dass er die trügerischen Illusionen allen (scheinbaren) Gelingens endgültig hinter sich gelassen hat.« (Gunnar Decker in »Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie«, Rostock 2009).

35,5 : 25,4 cm. 51, [1] Seiten. – Schuber mit schwachem Lichtrand.

Spindler 66.1. – Nicht bei Schöpke

822  Sisyphos-Presse – Wolfgang Kohlhaase. Erfindung einer Sprache.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 210

Mit fünf Originallithographien und vier Federzeichnungen von Bernhard Heisig. Leipzig, Faber & Faber 2005. Mit fünf signierten Lithographien und vier Illustrationen auf den Textblättern. Lose in Originalleinenkassette.

15. Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 112). – Herausgegeben von Elmar Faber. – Die Lithographien wurden auf der Taborpresse, Berlin, gedruckt.

49,0 : 37,5 cm. 7, [1] Seiten, 5 Lithographien.