ChristianHesse

Lot 451 – 500 | Hesse-Auktionen
Lot 451 – 500

  451    Hundertwasser is painting. Hundertwasser malt. Hundertwasser peint.

€ 400

[Ausstellungskatalog]. Glarus, Gruener Janura 1979/80. Mit 35 Farbabbildungen. Originalhalbleinenband mit je einem Metallfolie-Prägedruck auf Vorder- und Hinterdeckel.

Eins von 500 Exemplaren der Vorzugsausgabe, auf dem Innendeckel vom Künstler mit weißer Farbe signiert und nummeriert (Gesamtauflage 5.000). – Der Künstler gestaltete dieses Katalogbuch anlässlich einer Ausstellungstournee seiner neuen Bilder in New York, Tokyo, Hamburg, Oslo, Paris, London und Wien in den Jahren 1979–1981. – Die Abbildungen wurden in neun Farben auf schwarze Kartonblätter gedruckt und die Gemälde dabei im Verhältnis ihrer tatsächlichen Größen reproduziert. »Die Breite der Seiten verjüngt sich fächerartig, so daß sich beim Blättern durch Überschneidungen jeweils unterschiedliche Ansichten der Doppelseiten ergeben« (Werkverzeichnis). – Mit einem Essay des Künstlers und bio-bibliographischen Anmerkungen.

28,0 : 24,0 cm. [22] Seiten. – Die mittleren zwei Kartonblätter aus der Bindung gelöst.

Werkverzeichnis APA 192 (Œuvre 824E)

452  Fritz Janschka. Ulysses-Alphabet

€ 600

zu ausgewählten Passagen aus dem Roman von James Joyce. Sechsundzwanzig Original-Farbradierungen. Frankfurt, Berlin und Wien, Propyläen 1973. 26 Farbradierungen, alle signiert, datiert und nummeriert, lose eingelegt. Originalleinenband mit eingelegtem Leder-Deckelschild in Originalleinenkassette (Helmuth Halbach, Königstein).

Eins von 60 Exemplaren (Gesamtauflage 75). – Auf Zerkall-Bütten. – Der Wiener Maler, Graphiker und Bildhauer Fritz Janschka (1919–2019) gilt als Vertreter der Wiener Schule für phantastischen Realismus, eine dem Surrealismus nahestehende Kunstströmung, deren Lehrer Albert Paris Gütersloh war. Rudolf Hausner begründete 1946 mit Edgar Jenè eine surrealistische Gruppe im Wiener Art Club, der sich auch Janschka anschloss. Die Künstler grenzten sich von der abstrakten Malerei ab, schulten sich aber an der technischen Perfektion Alter Meister. – Selten.

49,0 : 35,0 cm (Kassette). [60] Seiten, 26 Radierungen.

  453    Gerhard Marcks – Philipp Otto Runge. Von dem Fischer un syner Fru.

€ 150

Hamburg, Grillen-Presse 1955. Mit elf Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text. Schwarz-grüner Originalbüttenpappband im Schuber.

Fünfter Druck der Grillen-Presse. – Eins von 830 Exemplaren, davon 650 für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft Hamburg. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Satz aus der Garamond der Lettergieterij Amsterdam. – Gedruckt auf Hahnemühle Kupferdruck-Bütten. – Tadellos schönes Exemplar. – Den ersten Textholzschnitt dieses Buches (»Der Fischer im Kahn«) wählte Edith Achilles 2010 als Signet für die Achilles-Stiftung. Sie erinnerte damit an gemeinsame »Fischzüge« von Mutter und Tochter auf Auktionen und Buchmessen und dokumentierte zugleich ihrer beider Verehrung für zwei mit Hamburg verbundene Künstler: Philipp Otto Runge und Gerhard Marcks.

23,7 : 17,7 cm. 21, [5] Seiten.

Lammek 486, 1–11. – Spindler 43.7. – Schauer II, 154

454  Gerhard Marcks – Homer. Fvenf Gesaenge der Odyssee.

€ 750

Holzschnitte von Gerhard Marcks. Hamburg, Galerie Rudolf Hoffmann 1963. Mit 71 Holzschnitten (darunter Initialen und Zierleisten). Hellbrauner Originallederband mit Strukturprägung auf den Deckeln (Christian Zwang, Hamburg). In Halblederkassette.

Eins von 300 Exemplaren, weitere 35 kamen nicht in den Handel. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Der großartige Pressendruck vereint die 1958–1963 entstandenen Holzschnitte von Gerhard Marcks mit den Textauszügen in der klassischen Fassung von Johann Heinrich Voss. – Zu den insgesamt 71 Holzschnitten gehören 52 Illustrationen sowie Mäanderleisten, Initialen und Titelzeilen. – Vollständig in Versalien gesetzt. – Druck bei Paul Hartung, Hamburg, auf eigens für diese Edition handgeschöpftem Hahnemühle-Bütten. – Laut Lammek wurden nur etwa 80 Exemplare bei Christian Zwang, Hamburg, gebunden bzw. in Kassetten ausgeliefert. – Die Prägung des Vorderdeckels mit dem schemenhaften Titel »Odyssee«.

39,8 : 29,0 cm. [140] Seiten. – Kassettendeckel leicht angestaubt. Rücken und Ränder minimal verfärbt.

Lammek 488, 1–71

  455    Gerhard Marcks – Aesop Tierfabeln des Aesop.

€ 150

Köln, Lempertz 1980. Mit 35 Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text, davon sieben Initialen, sowie einem Holzschnitttitel. Originalhalbpergamentband mit Holzschnitttitel. Im Schuber.

Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 700) der Neuausgabe durch Henrik Hanstein, mit einem beigegebenen signierten Separatabdruck des Holzschnitts »Wolf« (Lammek 484.12). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Übertragen von August Hausrath. – Gedruckt auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten. – Sehr schönes Exemplar.

33,4 : 23,4 cm. 31, [5] Seiten.

Lammek 484.1–33

456  Gerhard Marcks – Hommage à Gerhard Marcks.

€ 300

Herausgegeben von Henrik Rolf Hanstein. Köln, Galerie Lempertz Contempora 1980. Mit einer Lithographie und einem verkleinertem Klischeedruck nach einem Holzschnitt, beide signiert, sowie zwei Holzschnittvignetten auf dem Umschlag, alle von Gerhard Marcks sowie einer Tafel nach Henry Moore. Originalbroschur in hellbraunem Kalbledereinband mit blindgeprägtem Deckeltitel.

Eins von 270 Exemplaren. – Herausgegeben anlässlich der Kölner Ausstellung zum 90. Geburtstags von Gerhard Marcks. Am Anfang des Buches die ganzseitige und signierte Reproduktion seines Holzschnitts »Kölner Engel« und ein faksimilierter Brief. – Dazu: Thomas Merton. The Tower of Babel. [Hamburg für James Laughlin, Norfolk und New York, 1957]. Mit sechs Holzschnitten von Gerhard Marcks, darunter zwei Schriftzüge. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel (Theophil Zwang, Hamburg). Im Schuber mit Deckelschild. Eins von 250 Exemplaren. Gedruckt für den Verleger James Laughlin.

41,7 : 28,7 cm. [16] Seiten; 38, 4 : 26, 8 cm. 30, [6] Seiten. – Rücken minimal verfärbt.

Lammek L 150 und H 479 und 489.35, vgl. H 162. – Beigabe: H 487, 2–7

  457    Harald Metzkes. Polpossen.

€ 300

Farbholzschnitte. Texte von Peter Bock. Berlin, Galerie der Berliner Graphikpresse 1996. Mit zwölf signierten Farbholzschnitten, sechs davon blattgroß. Originalpappband und -mappe im Originalschuber.

Eins von 30 Exemplaren der römisch nummerierten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 100) mit dem zusätzlich beigelegten überarbeiteten Holzschnitt, signiert und datiert »1997«. – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Handpressendruck auf Gekko Hodomura. – Harald Metzkes (geboren 1929) war unter anderem Meisterschüler von Otto Nagel. Seit 1959 lebt er als freischaffender Künstler in Ostberlin.

41,5 : 30,5 cm. [1], 9, [3] Blätter, 6 Holzschnitte; 1 Holzschnitt.

458  Harald Metzkes – William Shakespeare [und] Karl Simrock. Walpurgisnachtstraum.

€ 400

Fünfter Aufzug. Mit zehn Radierungen von Harald Metzkes. Berlin 2001. Mit zehn signierten Radierungen. Farbig illustrierter Pappband.

Zehntes Graphikbuch der Berliner Graphikpresse. – Herausgegeben von Peter Röske und Monika Redloff. – Eins von 56 Exemplaren (Gesamtauflage 100). – Harald Metzkes (geboren 1929) studierte in Dresden und Berlin. Er war Mitbegründer der »Berliner Malschule«, in der DDR galt er als der »Cézannist vom Prenzlauer Berg«. »Metzkes hatte sich schon früh vom sogenannten ›Sozialistischen Realismus‹ distanziert. Nachdem Staats- und Parteichef Walter Ulbricht Anfang der 50er-Jahre getobt hatte, er wolle keine abstrakten Bilder mehr sehen, weder ›Bilder von Mondlandschaften noch von faulen Fischen‹, hatte Metzkes einige Jahre später in dunklen Farbtönen ein Stillleben mit einem toten Hai auf einem weiß gedeckten Tisch gemalt« (Nov 2018, maz-online.de).

42,0 : 31,0 cm. 29, [11] Seiten, 10 Radierungen.

  459    Jürgen Meyer Jurkowski – Alexander Puschkin. Der Sargmacher.

€ 250

Mit sechs Holzschnitten von Jürgen Meyer Jurkowski. Hamburg, M & M 1998. Mit sechs Farbholzschnitten, drei blatt-, zwei doppelblattgroß. Schwarzer Originalmaroquinband mit Blindprägung und rotgeprägtem Rückentitel (Ludwig Vater, Jena). Im Halbleinenschuber.

Eins von 40 Exemplaren, davon wohl nur fünf in Leder gebunden. – Vom Künstler-Verleger im Druckvermerk signiert. – Auf starkem Velin »BFK Rives«. – Die expressiven Holzschnitte des Hamburger Künstlers in Schwarz und kräftigem Rot gedruckt, diese Zweifarbigkeit wurde auch im Text aufgegriffen: rote Titelzeile, Initiale und Zierleisten. – Selten und makellos.

38,5 : 28,5 cm. 23, [1] Seiten.

460  Hermann Naumann – Zwei Bücher mit Punzenstichen, eine Folge Lithographien.

€ 400

[Hamburg und Düsseldorf], Claassen 1969 bis 1976.

Hermann Naumann, geboren 1930, hatte sich bereits in den 1950er Jahren der alten und in Vergessenheit geratenen graphischen Technik des Punzenstichs zugewandt. »Seine Punzenstiche und Radierungen faszinieren in ihrer symbolhaften Dekorativität oder erschrecken in ihrer schonungslosen, auf Schönheit und Beschönigung verzichtenden Direktheit« (Ulrich von Kritter). – I. Meine jüdischen Augen. Grafischer Zyklus. Jiddische Dichtung aus Polen übertragen und zusammengestellt von Hubert Witt. 1969. Mit 13 signierten Punzenstichen. Originallederband mit montiertem Punzenstich auf dem Vorderdeckel. Im Originalschuber. Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 1.000). – II. Arthur Rimbaud. Gedichte. Französisch – Deutsch. Mit 10 Radierungen und 8 Punzenstichen. 1976. Hellgrüner Originalmaroquinband mit Blindprägung. Eins von 200 Vorzugsexemplaren. Druck der Radierungen in Schwarz, der Punzenstiche in Grün. – III. Elf Lithographien zu Luis de Góngora y Argote »Soledades«. 1968/1974. 27 : 21 cm (48,7 : 36,7 cm). Signiert, datiert und nummeriert. 1974. Lose in Originalhalbpergamentkassette. Exemplar 78/150. Die Kassette enthält auch die Buchausgabe mit den Übertragungen der Gedichte von Erich Arendt und Reproduktionen der Lithographien.

Rücken von I leicht verfärbt.

Tiessen V, 7 und IV, 6. – Kritter 56 (zu II)

461  Renée Nele – Henry Miller. Obszönität und Reflektion.

€ 200

Mit zehn Radierungen von Renée Nele. Köln, Galerie Der Spiegel 1960. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, -pappchemise mit Rückenschild. Im Schuber.

Eins von 45 Exemplaren. – Auf Kupferdruck-Bütten. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Der Text wurde der Zeitschrift »Das Lot« entnommen. – Sehr frühe graphische Folge von Eva Renée Nele (geboren 1932), Tochter des Begründers der documenta Armin Brode. Seit 1965 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Frankfurt am Main.

23,8 : 21,5 cm. [32] Seiten, 10 Radierungen.

  462    Pablo Picasso – Camile José Cela. Geschichten ohne Liebe.

€ 250

Aus dem Spanischen von Rainer Specht. Mit 32 Farbillustrationen von Pablo Picasso. Berlin, Propyläen 1968. Mit 32 farbigen Illustrationen. Violetter Originalziegenlederband mit vergoldetem Rückentitel und blindgeprägtem Signet auf dem Vorderdeckel (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt). Im Schuber.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder. – Typographie und Einbandgestaltung von Gotthard de Beauclair. – Die Illustrationen Picassos zu diesem Buch entstanden am 13. Juni 1960 in Cannes.

35,5 : 25,9 cm. 153, [5] Seiten.

Vgl. Kibbey 1372

463  Imre Reiner – Maxim Gorki. Die Geschichte eines Verbrechens.

€ 150

Stuttgart, Julius Hoffmann 1922. Mit sechs Holzschnitten von Imre Reiner. Originalpappband mit Buntpapierdeckelbezügen und Rückentitel.

Vierter Druck der Juniperuspresse. – Eins von 100 Exemplaren. – Die zweite Illustrationsfolge des Ungarn Imre Reiners (1900–1987), der in den 1920er Jahren unter seinem eingedeutschen Vornamen Emmerich bei F. H. Ernst Schneidler in Stuttgart studierte. Bereits während der ersten Studienjahre erschienen drei von ihm illustrierte Werke in der dortigen Juniperuspresse. Die Gesamtherstellung lag bei den Werkstätten der Württembergischen Staatlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart.

31,1 : 23,6 cm. 40, [4] Seiten. 6 Holzschnitte. –.

Reiner III, 2. – Tiessen II, 2. – Rodenberg 98, 4

464  Imre Reiner – Miguel de Cervantes. Szenen aus Don Quixote.

€ 850

Mit einundzwanzig Holzstichen von Imre Reiner und einem Nachwort von Hermann Kienzle. Basel, Holbein 1941. Mit 21 in Braun gedruckten Textholzstichen. Blauer Maroquinband mit vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Bütten. – Gedruckt bei Gebr. Fretz, Zürich, auf Bütten. – Von Imre Reiner im Druckvermerk signiert. – Exemplar aus dem Besitz des Künstlers: Mit einer Original-Tuschzeichnung zum Don Quixote (monogrammiert), einer Extrasuite von 20 signierten Probeabzügen der Holzstiche in verschiedenen Farben und auf verschiedene Papiere gedruckt, und dem Verlagsprospekt zum Buch. Dieser mit dem eigenhändigen Hinweis des Künstlers »der einzige mir verbliebene Prospekt«. – Beiliegend ein Notizzettel des Künstlers mit Angaben zu dieser Ausgabe. – Buch, die losen Holzstiche und Beigaben in Leinenkassette.

26,5 : 19,5 cm. 48, [4] Seiten.

Reiner III, 6. – Tiessen II, 6

465  Imre Reiner – Voltaire. La Princesse de Babilone.

€ 1500

Bois gravés de Imre Reiner. Bern, Les Belles Feuilles 1942. Mit zwölf, teils blattgroßen Textholzschnitten, gedruckt in Schwarz bzw. Braun, und elf zweifarbigen Holzschnitt-Initialen. Dunkelroter Maroquinband mit Deckelillustration in Lederapplikation, Blindprägung und vergoldeten Fileten. Rückentitel, Stehkantenfileten und Kopfschnitt (gepunzt) vergoldet (signiert: R. Meuter, Ascona). Mit Leinenmappe in Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel.

Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren »hors commerce«, wie die 30 Vorzugsexemplare auf »Japon Imperial« und mit einer Extrasuite aller Holzschnitte. – So sehr selten und hier zudem in einem prachtvollen Einband des Asconaer Meisters Roland Meuter. – Voltaires Märchen, erstmals 1768 in Genf erschienen, wird von Reiner »in überaus abwechslungsreicher, doch zurückhaltender Weise mit Holzstichen illustriert, die das Werk rhythmisch auflockern« (Kritter).

32,0 : 25,5 cm. [6], 115, [11] Seiten.

Reiner III, 8. – Tiessen II, 8. – Kritter 110

466  Imre Reiner – [Johann Wolfgang von] Goethe. Novelle.

€ 450

Mit einem Nachwort von Emil Staiger und Original-Holzstichen von Imre Reiner. Basel, Benno Schwabe 1943. Mit zehn signierten blattgroßen Holzstichen. Dunkelgrüner Oasenziegenlederband mit eingebundenem Original-Schutzumschlag.

Zweiter Druck der Petri-Presse. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe A auf handgeschöpftem Japan und mit einer Extrasuite von 13 signierten Holzstichen auf Japan, weitere 200 Exemplare auf Bütten (siehe KatNr. 405) und 600 auf Werkdruckpapier. – Der Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Die Extrasuite enthält auch drei im Buch nicht verwendete Stiche, diese von Imre Reiner entsprechend bezeichnet. Vorliegendes Exemplar stammt wohl aus dem Besitz des Künstlers, der eingebundene Schutzumschlag mit seinem Vermerk »der orig. Schutzumschlag« und signiert. – Sehr selten.

31,8 : 21,5 cm. 63, [5] Seiten. – Rücken von Einband und Suitenmappe verblasst. Blätter der Suite und Buchseiten Seiten durchgehend etwas stockfleckig.

Reiner III, 9. – Tiessen II, 9. – Schauer II, 132

467  Imre Reiner – Aristophanes. Die Vögel.

€ 4500

Übertragen von Christian Voigt mit 37 Holzstich-Illustrationen von Imre Reiner. Hamburg, Maximilian-Gesellschaft 1965. Mit 37 Holzstichen im Text, acht davon blattgroß. Weißer Schweinslederband und weißer Halbschweinslederband, zusammen in Doppelschuber mit Pergamentkanten (signiert Legatoria Artistica Ascona 1972).

Eins von zwölf römisch nummerierten Künstlerexemplaren. – Druckvermerk vom Künstler mit Rotstift signiert und nummeriert. – Dieses auch innerhalb der kleinen Künstlerauflage ganz unikate Exemplar enthält zusätzlich: sieben Originalzeichnungen (Tusche und Aquarell) und 25 Holzstiche als Probedrucke. Die Zeichnungen, teils Gouachen und Aquarelle, teils aquarellierte Tuschzeichnungen, und 13 der Probedrucke auf Japan sind auf eingebundene Blätter am Ende des Bandes montiert, 12 Probedrucke liegen lose bei. Alle »Beigaben« signiert, meist auch datiert und betitelt, die Holzstiche als »Probedrucke« oder »épreuve« bezeichnet. – Besonders die farbenfrohen Aquarelle überraschen in ihrem Gegensatz zu den – zumindest auf den ersten Blick – strengen Holzstichen. – Besonders bemerkenswert die zweite Beigabe: Sechs in Rot gedruckte Aquatintaradierungen in deutlich größerem Format als das Buch, jede signiert und mit «Probeabzug (Die Vögel)« bezeichnet. Die Radierungen auf Kartonblätter montiert, diese gebunden in Halbschweinslederband. Auf dem Vorsatzblatt die eigenhändige Anmerkung Reiners: »Es war meine Absicht, das Buch in diesem Format zu planen und mit Radierungen zu illustrieren, die Umstände wollten es anders. Statt Radierungen machte ich Holzstiche u. somit änderte sich auch das Format. I. R.« – Das Buch erschien als Jahresgabe der Maximilian-Gesellschaft für 1964 in einer Auflage von 1500 Exemplaren. Die Typographie stammt von Richard von Sichowsky, gedruckt wurde bei Hans Christians, Hamburg, auf Hahnemühle Kupferdruckpapier. Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Einbände stammen von J. Stemmle, der 1965 in Ascona die »Legatoria artistica« eröffnet hatte. Aus dieser ging später die Stiftung »Centro del bel libro Ascona« hervor. – Die künstlerische Entstehungsgeschichte der Illustrationen lässt sich kaum besser nachvollziehen als an diesem Exemplar aus dem Nachlass des Künstlers.

30,0 : 21,5 cm (Buch), 39,0 : 27,5 cm (Suitenmappe), 40,0 : 28,0 cm (Schuber).

Tiessen II, 30. – Spindler 49.13. – Reiner III, 33

468  Imre Reiner – Hesiod. Werke und Tage.

€ 400

Aus dem Griechischen übertragen von Albert von Schirnding. Mit zweiunddreißig Holzstichen von Imre Reiner. München, Hanser 1966. Mit 31 Holzstichen im Text und einem auf dem Vorderdeckel. Originalhalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg). Im Schuber. – Widmungsexemplar.

Zweiter Hanser Pressendruck. – Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 190). – Auf Hahnemühle-Bütten. – Mit einer Tuschfederzeichnung betitelt »für Hesiod ›Werke und Tage‹« und mit Widmung für »W. Brand zur Erinnerung an viele Jahre die uns verbinden. | Imre Reiner | IX. 69«. – Aus der Sammlung Peter Wilhelm Brand (Hauswedell & Nolte 1979, Auktion 229, KatNr. 1425).

40,4 : 31,0 cm. 50, [6] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 35. – Spindler 63.2

469  Imre Reiner – [Johann Wolfgang von] Goethe. Das Märchen.

€ 400

Mit Holzstichen von Imre Reiner. Basel, Petri Presse 1972. Mit 21 Holzstichen im Text. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel. In Originalkassette mit Buntpapierbezug.

Eins von 80 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf handgeschöpftem Umbria-Bütten und mit einer Extrasuite der Stiche in Rötel auf Shiohara-Japan (Gesamtauflage 300). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Dazu: Heinrich von Kleist. Sul teatro di marionette. Acquaforti di Imre Reiner. Ascona, Rovio 1980. Mit sieben ganzseitigen Aquatintaradierungen. Lose Doppelbögen in Originalumschlag und Schuber. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit einer Suite der Radierungen (Gesamtauflage 109). Gedruckt auf Velin d’Arches.

36,2 : 26,2 cm. 61, [7] Seiten; 33,8 : 26,0 cm. 47, [9] Seiten.

Reiner III, 42 und 50. – Tiessen IV, 39 und V, 42

470  Eberhard Schlotter – Karl von Holtei. Nur einmal saht Ihr blühen die Rosen hier am Rhein.

€ 400

Radierungen von Eberhard Schlotter. Darmstadt, Josef Gotthard Bläschke Presse 1965. Mit zwölf signierten Aquatintaradierungen, davon eine farbig. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Furnierpapierbezügen, der vordere illustriert.

Dritter Druck der Josef Gotthard Bläschke Presse. – Eins von 84 Exemplaren (Gesamtauflage 110). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Handsatz aus der Original-Janson-Antiqua, gedruckt auf Bütten.

27,2 : 25,7 cm. 54, [4] Seiten.

Spindler 68.3. – Schlotter Werkverzeichnis 464–475

471  Eberhard Schlotter – Arno Schmidt. Orpheus.

€ 900

Mit siebenundzwanzig Radierungen von Eberhard Schlotter. Frankfurt am Main, Berlin und Wien, Propyläen 1974. Mit 27 signierten Radierungen, davon 17 ganzseitig. Originalhalbleinenband mit Rückenschild (Helmuth Halbach, Königstein/Taunus). Im Schuber.

Eins von 125 Exemplaren der Serie A 2 (Gesamtauflage 150). – Breitrandiger Pressendruck auf Kupferdruckbütten. – Blockbuchbindung. – Der Text entstammt wortgetreu der Erzählung »Caliban über Setebos« von Arno Schmidt. – Schlotter – seinerseits selbst »Orpheus an der Staffelei« genannt (FAZ) – zeigt hier sein ganzes Können, jedes Blatt ist ein eigenes Kunstwerk von außerordentlicher Qualität. Mehr als vierzig Jahre alt, bis heute aber unverändert frisch und überaus präzise in der Ausführung.

45,5 : 32,0 cm. 76, [4] Seiten.

Schlotter Werkverzeichnis 1109–1135

472  Pravoslav Sovak – Heinrich Böll. Du fährst zu oft nach Heidelberg.

€ 750

Radierungen von Pravoslav Sovak. Mailand, Grafica Uno 1983. Mit fünf ganzseitigen und rückseitig unbedruckten, signierten Radierungen. Lose, gefalzte Doppelbogen in Originalumschlag und Originalhalbleinenkassette.

Eins von 36 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer signierten Extrasuite der fünf Radierungen auf »Duchêne Papier«. Daneben erschienen 99 Exemplare ohne Suite. – Im Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – Die Erzählung, 1977 erstmals veröffentlicht, basiert auf Mitteilungen des Heidelberger Graphikers Klaus Staeck, dem Böll diesen Text gewidmet hat. Geschildert wird der nahezu unaufhaltsame Aufstieg des mustergültigen Helden, der einen einzigen, seine Karriere gefährdenden Makel hat: Er betreut an der Heidelberger Universität eine Gruppe von Exil-Chilenen. – Der Band enthält eine italienische Übersetzung der Erzählung. – Der tschechische Künstler Pravoslav Sovak (geboren 1926) schuf die Graphiken zu dieser Ausgabe, darunter ein Porträt des zwei Jahre später verstorbenen Heinrich Böll. – Das letzte Buch, das Mutter und Tochter Achilles gemeinsam auf einer Auktion erworben haben – in unserer Auktion 1 im Mai 2010.

35,0 : 31,0 cm. 31, [9] Seiten.

473  Kurt Steinel – Johann Wolfgang [von] Goethe. Reineke Fuchs. In 12 Gesängen.

€ 750

Offenbach am Main, Kumm 1962. Mit 20 signierten Lithographien von Kurt Steinel. Bordeauxroter Halbmaroquinband mit vergoldetem Rückentitel und Batikpapier-Deckelbezügen (signiert: R. Meuter, Ascona).

Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Mit signierter Zeichnung von Steinel auf dem Vortitelblatt. – Die Lithographien wurden in der Werkkunstschule Offenbach auf Büttenkupferdruckpapier gedruckt. – Kurt Steinel (1929–2005) wurde 1971 Professor für figürliches Zeichnen und Illustration an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, ab 1974 Rektor der Hochschule. Bekannt wurde er durch Publikationen, Buchillustrationen und illustrierte Mappenwerke mit Originalgraphik. Steinels Reineke-Illustrationen erinnern im Stil an die Arbeiten von Joseph Hegenbarth.

30,0 : 24,0 cm. 132, [4] Seiten, 20 Lithographien.

474  Günther Uecker – Eugen Gomringer. Wie weiß ist wissen die Weisen.

€ 400

Hommage à Uecker. Zirndorf, Verlag für Moderne Kunst 1975. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur, Umschlag mit Prägedruck von Günther Uecker.

Der Text von Eugen Gomringer, entstanden 1972, wurde durch einen Computer in 720 Kombinationen wiedergegeben. – Die Abbildungen dokumentieren Werke Ueckers aus den Jahren 1957 bis 1974.4.

32 : 23 cm. [88] Seiten.

Van der Koelen L 7505

  475    Victor Vasarely · Michel Butor. Octal.

€ 250

Traduction Allemande et Postface par / Übertragung ins Deutsche und Nachwort von / Helmut Scheffel. München, Bruckmann 1972. Mit neun Farblithographien nach Vasarely und acht Folienblättern. Zweifarbig illustrierter Originalleinenband mit weißbedrucktem Folienumschlag.

Eins von 850 Exemplaren, auf dem Vortitel von Künstler und Schriftsteller signiert (Gesamtauflage 1015). – Der französische Text auf grauem Bütten, die deutsche Nachdichtung in Blau auf Folien gedruckt. – Zu den außergewöhnlichen Lithographien – aufwendig gedruckt bei Matthieu, Dielsdorf bei Zürich, nach Originalwerken Vasarelys – schrieb Wolfgang Tiessen 1972 in einem beiliegenden Angebot: »Überraschend sind die Lithos, weil man in ihnen nicht jenen Vasarely wieder erkennt, den man heute so viel sieht. Die Lithos sind farblich und kompositorisch schön bis wunderschön!«.

48,5 : 40,5 cm. [20] Blätter, 9 Lithographien. – Das erste Folienblatt aus der Bindung gelöst.

  476    Ein Dutzend illustrierte Bücher.

€ 500

Teils in Vorzugsausgaben. 1956 bis 1995. Teils originalgraphisch illustriert und oft signiert. Alles Originaleinbände.

I. Helmut Ackermann – Johann Wolfgang von Goethe. Novelle. Mit neun Kaltnadelradierungen. Memmingen, Edition Curt Visel 1982. Originalhalbpergamentband. Eins von 90 (Gesamtauflage 100).
II. Peter Ackermann – Gustave Flaubert. Jules und Henry oder Die Schule des Herzens. Berlin, Propyläen 1971. Mit 25 Radierungen, eine signiert. Originalpappband. Eins von 500 Exemplaren der Ausgabe B (Gesamtauflage 1000).
III. Uwe Bremer – Erlkönigs Tochter oder Uwe Bremers kleine Balladengalerie. Gifkendorf, Merlin 1981. Mit 12 Radierungen. Originalpappband. Eins von 125 Exemplaren (Gesamtauflage 171).
IV. Gertrude Degenhardt – Das sind unsere Lieder. Frankfurt a. M., Büchergilde Gutenberg 1977. Mit zahlreichen Illustrationen. Originalleinenband und -mappe. Eins von 250 Exemplaren der Vorzugsausgabe beigelegter Farbradierung.
V. Irmgard Flemming – Du Stein, ich aber singe. Darmstadt, Saalbau-Galerie 1984. Sieben Radierungen, eine davon auf dem Vorderdeckel, lose in Originalpappchemise. Eins von 50 Exemplaren.
VI. Peter Germann – Rainer Maria Rilke. Notizen zur Melodie der Dinge. Bern, Bären Presse 1993. Mit fünf Papierschnitt-Collagen. Originalhalblederband. Sechster Druck der Bären Presse. Eins von 50 Exemplaren.
VII. Günther Harmsen – Heinrich Heine. Die Nordsee aus dem Buch der Lieder. Hamburg, Abakus Presse 1988 Mit 28 zweifarbigen Radierungen, davon zehn blattgroß. Originalpappband. Erster Druck der Abakus Presse. – Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 175).
VIII. Alfred Mahlau – Westfälische Drahtindustrie 1856–1956. Text von Ernst Schnabel. Hamm [1956]. Mit 17 Abbildungen nach Zeichnungen. Originalpappband.
IX. Cornelia von Mengershausen – Friedrich Hölderlin. Der Archipelagus. Mit sechs Farbradierungen. California, Ettan Press 1978. Originalkalblederband. Eins von 20 Exemplaren (Gesamtauflage 90).
X. Klaus Raasch – Die Werkstatt. Hamburg, Schwarze Kunst 1995. Mit drei signierten Originalgraphiken. Originalleinenmappe. Eins von 400 Exemplaren, die Graphiken 1/30.
XI. Oskar Schlemmer – Heinrich von Kleist. Über das Marionettentheater. Rom, Dieter Grauer 1983. Mit sechs Illustrationen. Originalpappband. Eins von 150 Exemplaren.
XII. Günther Stiller – Nacht mit Gästen. Mit Original-Linolschnitten. Wiesbaden, Offizin Parvus 1966. Illustrierter Originalpappband. Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 300).

Rücken von VI verfärbt.

477  Officina Bodoni – Cecco Angiolieri. Sonette.

€ 300

Verona, Officina Bodoni 1944. Originalhalbleinenband mit Buntpapierdeckelbezügen. Im Originalschuber.

Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – Eins von 165 Exemplaren. – Der breitrandige Handpressendruck auf Bütten entstand im Auftrag von Rudolf Freiherr von Simolin. – Gesetzt aus einem Neuschnitt der Schriften von Francesco Griffo. – Italienisch-deutscher Paralleltext. – Mit einer biographischen Übersicht und Anmerkungen.

28,6 : 20,0 cm. 354, [10] Seiten.

Schmoller/Mardersteig 64

478  Officina Bodoni – Robert Burns. Lieder.

€ 400

In das Schweizerdeutsche übertragen von August Corrodi. Verona 1949. Mit einer kolorierten Holzschnitt-Titelvignette. Originalschweinslederband mit blindgeprägten Fileten und goldgeprägtem Rückenschild. Im Originalschuber. – Mit Widmung des Herausgebers.

Eins von 100 Exemplaren. – Privatdruck, im Auftrag des Winterthurer Mäzens Georg Reinhart entstanden und nicht für den Handel bestimmt. – Der schottisch-schweizerdeutsche Paralleltext war 1870 erstmals erschienen. Der Übersetzer August Corrodi (1826–1885), Zeichenlehrer, Kinderbuchillustrator, Musiker und eben auch Mundartdichter, argumentiert in seiner Vorrede, dass einzig das zürichdeutsche Alemannisch geeignet sei, Burns Poesie adäquat wiederzugeben. – Auf dem Vorsatzblatt eigenhändige Widmung »Herrn Dr. Niggli freundlichst überreicht Ostern 1950 Georg Reinhart«.

20,3 : 13,3 cm. 119, [5] Seiten. – 2 Blätter mit Knickfalte, sonst tadellos.

Mardersteig 93

  479    Eggebrecht-Presse – Des Melachos bukolische Episteln.

€ 200

Deutsche Nachdichtung von Aloysius X. Weintraub. Aufgefunden und neu herausgegeben von Urs Usenbenz. Mit 19 Farbholzschnitten von Hanns Studer. Mainz 1955. Mit 19 Farbholzschnitten im Text, zehn davon blattgroß. Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Oleographiepapierdeckelbezügen (signiert: R. Meuter Ascona).

Hinter den Pseudonymen des Nachdichters und Herausgebers verbarg sich Walter Widmer (1903–1965), der Vater von Urs Widmer. – Auf Zerkall-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – »In dem Schweizer Hanns Studer hat die Presse einen [zweiten] Illustrator von Format, einen Meister des farbigen Holzschnittes gefunden, wie sich an ›Des Melachos bukolischen Episteln‹ (1955) zeigt.« (Georg K. Schauer). – Albert Eggebrecht (1910–1946) hatte in Mainz bei Christian Heinrich Kleukens studiert und an dessen Pressen mitgearbeitet. 1936 gründete er seine eigene Presse, der junge Verleger starb aber bereits 1946. Seine Witwe setzte sein Werk 1947 fort. Hanns Studer (1920–2018) illustrierte später auch mehrere Ausgaben der Bear Press.

22,7 : 14,3 cm. 34, [6] Seiten.

Spindler 37.8. – Schauer I, 249

480  Gotthard de Beauclair – Almanach der Letternkunst.

€ 400

Für das Jahr 1951 herausgegeben und den Freunden des Hauses gewidmet von der Schriftgießerei D. Stempel AG Frankfurt a. M. Frankfurt am Main [1950]. Roter Originalsaffianlederband mit vergoldetem Rückentitel und vergoldeten Deckelkantenfileten (Gudrun von Hesse, signiert: GvH).

Wohl nur in kleiner Auflage in der Hausdruckerei der D. Stempel AG gedruckt. – Gebunden wurde diese Ausgabe von Gudrun von Hesse, die kurze Zeit später (1951) Hermann Zapf heiratete. – Mit eigenhändiger Widmung des Mitherausgebers und -gestalters Gotthard de Beauclair auf dem Vorsatzblatt »Für Siegfried ein Häpplein Prosa (S. 5/6)«, mit Paraphe »G«. – Diese Einleitung signiert, der Druckvermerk mit eigenhändigem Zusatz »Mitgestaltet und eingeleitet von G. B.« – 1951 wurde Beauclair zusammen mit Hermann Zapf und Georg Kurt Schauer in die künstlerische Leitung der Frankfurter Schriftgießerei berufen. 1962 gründete der passionierte Buchgestalter nach langjähriger Tätigkeit für Insel, Propyläen und Trajanus-Presse seinen eigenen Verlag. – Der Almanach vereint verschiedene Aphorismen und Sinnsprüche zur Buchkunst mit einem Kalendarium unter Verwendung von Schriften von Rudolf Koch, Friedrich Wilhelm Kleukens, Hermann Zapf und vielen anderen Hausschriften. – Gedruckt in Rot, Blau, Gelb und Schwarz auf gelblichem Werkdruckpapier. – Selten.

20,7 : 11,7 cm. [116] Seiten.

481  Trajanus-Presse – Werner Bergengruen. Die drei Falken.

€ 600

Eine Novelle. Mit Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. Frankfurt am Main 1956. Mit sieben Holzschnitten im Text, davon vier blattgroß, und einer Titel- und Schlussvignette. Senffarbener Maroquinband mit Blindprägung auf Rücken und Deckelkanten. Im Schuber. – Widmungsexemplar.

Siebter Druck der Trajanus-Presse. – Unnummeriertes Exemplar, über die Auflage von 350 hinaus gedruckt und als »Belegstück« bezeichnet. – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung des Verlegers Gotthard de Beauclair »Seinem lieben Mitarbeiter und Freunde WOLFGANG TIESSEN zum 1. Dezember 1956 herzlichst zugeeignet«. – Dazu: Hugo von Hofmannsthal. Lucidor. Frankfurt am Main 1959. Mit zwölf Holzstichen von Felix Hoffmann, davon acht blattgroß. Originalhalbpergamentband mit fliederfarbenen Seidenbezügen und vergoldetem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalschuber. Zehnter Druck der Trajanus-Presse. – Eins von 500 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Japanpapier. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Erschienen anlässlich des 30. Todestages des Dichters. – Beigabe: Trilussa. Die bekehrte Schlange und siebenzwanzig andere Fabeln. Aus dem römischen Volksdialekt übertragen von Hans von Hülsen. Wiesbaden, Insel 1952. Illustrationen von Werner vom Scheidt. Originalhalbleinenband. Dritter Druck der Trajanus-Presse.

28,8 : 18,8 cm. [10], 61, [12] Seiten. – Rücken nachgedunkelt.

Spindler 40.7 und 10

482  Gotthard de Beauclair – Trajanus-Presse – Das Evangelium des Johannes.

€ 300

Griechisch und Deutsch. Frankfurt am Main 1960. Anthrazitfarbener Originalkalblederband mit ornamentaler Blindprägung und grün-goldenem Rückenschild (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalpappschuber.

Elfter Druck der Trajanus-Presse. – Eins von 150 Exemplaren. – Auf Trajanus-Bütten von Hahnemühle. – Zweispaltiger Druck: Die deutsche Übertragung nach dem Luthertext von 1566 wurde aus der Aldus-Antiqua gesetzt, der griechische Originaltext aus der Heraklit. – Beide Schriften entwarf Hermann Zapf.

31,5 : 20,5 cm. 50, [6] Seiten. – Rücken leicht verblasst und mit kleinem Farbfleck. Schuberkanten teils leicht berieben.

Spindler 40.11

  483    Trajanus-Presse – Vier Drucke der Trajanus-Presse.

€ 300

Frankfurt am Main 1958–1976. Mit Originalgraphiken. Originaleinbände.

I. 15. Druck: Der Roman von Tristan und Isolde. Erneut von Joseph Bedier, in der Übertragung Rudolf G. Bindings. Mit 14 kolorierten Textholzschnitten von Fritz Kredel. Originalpappband mit rot-goldenem Lederrückenschild im Originalschuber. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 500). Im Druckvermerk vom Künstler signiert. Auf Bütten. – Gesetzt aus der hier erstmals verwendeten »Jabon« von Jan Tschichold.
II. 16. Druck: Jean Moréas. Ausgewählte Gedichte. Übertragen und herausgegeben von Gotthard de Beauclair. 1972. Mit fünf Radierungen von Willy Meyer-Osburg. Originalhalbpergamentband mit blindgeprägter Deckelvignette und vergoldetem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalpappschuber. – Der letzte Druck der Trajanus-Presse. – Das erste von 100 arabisch nummerierten Exemplaren, die für die D. Stempel AG vorgesehen waren (Gesamtauflage 185). Entgegen dem Druckvermerk hier mit allen fünf Radierungen (statt nur einer), diese jedoch nicht signiert. Im Druckvermerk vom Verleger signiert. Auf Velin »BFK Rives«.
III. Ada Battke. Palomar. Gedichte. 1958. Leinenband mit Rückenschild und goldgeprägtem Rückentitel. – Gabe für die Freunde der Trajanus-Presse zur Jahreswende 1958/59. – Eins von 250 Exemparen. – Erste Ausgabe des letzten Werkes der Autorin, erschienen kurz vor ihrem Tod, mit eigenhändiger Widmung. – Auf Bütten.
IV. Gotthard de Beauclair. Zeit · Überzeit. Versnoten und Bildgedichte. 1976. Originalleinenband mit Blindprägung nach Entwurf von Marc Tobey und vergoldetem Leder-Rückenschild (Willy Pingel, Heidelberg). – Ungezählter Druck der Trajanus-Presse. Eins von 150 Exemplaren.

Rücken von I verblasst, sonst sehr gut erhalten.

Spindler 40.15, 16, 17 und 20

484  Ars librorum – Canticum Canticorum.

€ 600

Das Hohe Lied. Mit dreißig Lithographien von Gerhart Kraaz. Frankfurt am Main, Ars libri 1962. Mit 28 Lithographien im Text, davon acht doppelblattgroß. Brauner Originalmaroquinband mit vergoldetem Rücken- und blindgeprägtem Deckeltitel (Christian Zwang, Hamburg). In Originalleinenkassette (Willy Pingel, Heidelberg).

Erster (noch unbezeichneter) Ars librorum Druck. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe im Ledereinband und mit vier zusätzlichen signierten Lithographien (Gesamtauflage 325). – Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf gelblichem Hahnemühle-Bütten. – Den Text druckte Hans Christians, Hamburg; die Lithographien Paul Robert Wilk, Frankfurt am Main. – Die Übersetzung von Gotthard de Beauclair fußt auf dem hebräischen Urtext. – Bei der Lederausgabe entfielen die beiden Lithographien auf dem Umschlag. – Tadellos. – Der passionierte Buchgestalter Gotthard de Beauclair (1907–1992) gründete 1962 nach langjähriger Tätigkeit für den Insel-, den Propyläen-Verlag und die Trajanus-Presse seinen eigenen Verlag. Mit »Ars librorum« konnte er seine Vorstellungen von buchgestalterischer Qualität und dem Buch als Gesamtkunstwerk realisieren.

48,0 : 33,0 cm. [2], 40, [6] Seiten.

Löffler B 8a. – Spindler 40.21. – Tiessen II, 15

  485    Ars librorum – Acht Ars librorum Drucke.

€ 400

Frankfurt am Main 1962–1968. Mit zahlreichen Originalgraphiken. Originaleinbände.

I. Zweiter Druck: Das unschätzbare Schloß in der afrikanischen Höhle Xa Xa. Ein altes deutsches Volksbuch. Mit dreißig Illustrationen. 1962. Illustrationen von Wilfried Blecher. Originalleinenband, Originalschuber. 900 (1000) Exemplare.
II. Vierter Druck: Apuleius. Amor und Psyche. 1963. Radierungen von Felix Hoffmann. Originalbroschur. 150 (175) Exemplare.
III. Sechster Druck: Garten im Herbst. Acht zumeist zweifarbige Original-Lithographien von Imre Reiner zu einer Gedichtfolge von Paul Appel. 1964. Originalhalblederband. 130 (165) Exemplare, hier unnummeriert.
IV. Siebter Druck: Die Sonnengesänge des Echnaton und des Franz von Assissi. 1964. Mit fünf Linolschnitten von Otto Nebel, einer auf dem Originalpappband, im Originalschuber. 215 (250) Exemplare.
V. Achter Druck: Hölderlins Verstummen. Selbstzeugnisse aus seinem Werk und der Bericht der Madame de S . . . . . y. 1964. Originalleinenband. 300 Exemplare.
VI. Neunter Druck: Adalbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte. 1964. Mit neun Holzstichen von Imre Reiner, davon einer blattgroß. Illustrierter Originalleinenband im -schuber. 215 (250) Exemplare.
VII. 15. Druck: Eduard Mörike. Lucie Gelmeroth. Novelle. 1966. Mit sechzehn Holzstichen von Imre Reiner. Originalleinenband im -schuber. 650 (675) Exemplare.
VIII. 17. Druck: Georg Büchner. Leonce und Lena. Ein Lustspiel. 1968. Mit 15 zweifarbigen Illustrationen von Imre Reiner. Originalhalbpergamentband im -schuber. 150 (500).
Sechs Druckvermerke vom jeweiligen Künstler signiert, bei III nur vom Dichter, V unillustriert und deshalb unsigniert. – Alle tadellos erhalten.

Spindler 40.22, 24, 26, 27, 28, 29, 35 und 37

486  Ars librorum – Laudate Dominum.

€ 600

Laudes matutinae et vespertinae. Psalmen und Lobgesänge. Lateinisch-deutsche Ausgabe. Frankfurt am Main 1963. Weißer Originalschweinslederband mit vergoldeten Titeln und vergoldeter Deckelillustration. In roter Originalleinenkassette mit vergoldetem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg).

Dritter Ars librorum Druck. – Eins von 20 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren im Ledereinband (Gesamtauflage 950). – Im Druckvermerk vom Verleger signiert und mit seiner Empfehlungskarte als Beilage. – Auf Velin. – Gesetzt aus der Hammer-Unziale und der Aldus-Buchschrift. – Gedruckt in Schwarz und Rot, die deutschen Übertragungen in Grün. – Schönes Beispiel der typographischen Meisterschaft de Beauclairs. – Die Einbandzeichnung stammt von Hermann Zapf, sie wurde auch für die Papp- und Leinenbände der Normalausgabe verwendet.

30,3 : 22,1 cm. [6], XXII, [8] Seiten.

Spindler 40.23. – Tiessen Beauclair 160, 1

  487    Ars librorum – Georg Trakl. Helian. – Ezra Pound. The Seafarer.

€ 300

Frankfurt am Main 1963 und 1965. Mit fünf signierten Lithographien von Hans Fronius bzw. einer signierten Porträtlithographie von Oskar Kokoschka. Originalpappband bzw. -mappe.

I. Fünfter Ars librorum Druck. Eins von 99 Exemplaren. Die Lithographien wurden von Emanuel Kafunek, Wien, auf dünnes Papier gedruckt und auf die Büttenbogen montiert. Den Text druckte Hans Christians, Hamburg. – II. Elfter Ars librorum Druck. Eins von 165 (Gesamtauflage 220). – Auf Velin d’Arches. – Auf dem Vortitel vom Dichter signiert.

I: 51,5 : 37,0 cm. 12, [4] Seiten. Rücken etwas verblasst, Deckel mit schwachem Lichtrand. – II: 52,0 : 40,7 cm. XIII, [3] Seiten.

Spindler 40.25 und 31. – I: Rethi L 146–151. – II: Wingler/Welz 293

488  Ars librorum – Albert Camus. Der Gast.

€ 450

Mit acht Originalradierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main 1965. Mit acht Kaltnadelradierungen, davon sieben blattgroßen. Lose Doppelblätter in illustriertem Originalumschlag und -leinenkassette mit Deckelillustration (Helmuth Halbach, Königstein).

Zehnter Ars librorum Druck. – Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 300 und zehn Künstlerexemplare). Im Druckvermerk wird diese Vorzugsausgabe nicht erwähnt. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf Velin d’Arches. – Die Umschlag- und Vorderdeckelillustration wurde nach einem Aquarell Bargheers gedruckt. – Die Übersetzung stammt von Guido G. Meister.

44,7 : 32,3 cm. [2], 43, [7] Seiten.

Spindler 40.30. – Tiessen II, 2. – Rosenbach 199–206

489  Ars librorum – Platon. Das Gastmahl

€ 300

oder Über die Liebe. In der Übertragung von Rudolf Kassner. Mit neun Original-Radierungen von Heinz Battke. Frankfurt am Main 1965. Mit drei blattgroßen Radierungen und fünf radierten Vignetten. Lose Doppelblätter in Originalhalbleinenchemise mit Radierung auf dem Vorderdeckel. In Originalleinenkassette mit gold-braunen Lederschildern auf Vorderdeckel und Rücken (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt).

Zwölfter Ars librorum Druck. – Eins von 300 Exemplaren, zusätzlich wurden 25 Verlegerxemplare gedruckt. – Im Druckvermerk von Verleger und Künstler signiert. – Auf Velin »BFK Rives«. – Heinz Battke (1900–1966) war in jungen Jahren Schüler von Karl Hofer. Von den Nationalsozialisten als »entartet« abgelehnt, arbeitete er seit 1935 in Florenz. Nach Kriegsende kehrte er nach Frankfurt zurück und lehrte an der Städelschule. Die Platon-Radierungen entstanden 1963 und 1964 und zählen zum reifen Spätwerk. Sie sind zugleich die ersten und einzigen Buchillustrationen des Künstlers. – Makellos.

47,0 : 33,2 cm. 68, [4] Seiten.

Spindler 40.32. – Tiessen II, 1. – Cüppers 470–478

490  Ars librorum – Genesis. Die Schöpfung der Welt.

€ 450

Im deutschen Wortlaut der Zürcher Bibel. Frankfurt am Main 1965. Mit acht blattgroßen Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. Dunkelblauer Nigerziegenleder-Holzdeckelband mit zwei großen vergoldeten Deckelvignetten. Im Originalpappschuber.

13. Ars librorum Druck. – Eins von 400 (Gesamtauflage 475). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Janson-Antiqua, die 1685 von dem Ungarn Miklós Kis in Amsterdam geschnitten wurde. – Die großformatigen Holzschnitte Hoffmanns illustrieren die Trennung von Licht und Finsternis, Land und Wasser sowie die Schöpfung der Pflanzen, der Sterne, der Fische, der Vögel, der Tiere des Feldes und des Menschen. Ein neunter Holzschnitt wurde für den hier nicht vorhandenen Pappband verwendet. – Exlibris »Feuerbacher Heide«, Sammlung Hans L. Merkle.

40,5 : 25,3 cm. [26] Seiten.

Spindler 40.33. – Tiessen II, 53. – Tiessen Beauclair 161, 13

491  Ars librorum – Johann Wolfgang von Goethe. Goethes Buch Suleika

€ 900

gefolgt vom Schenkenbuch. Dem Westöstlichen Divan entnommen und mit vierzehn auf den Stein gezeichneten Farblithographien versehen von Max Peiffer Watenphul. Frankfurt am Main 1966. Mit 13 farbigen Lithographien im Text, davon fünf blattgroßen. Rehbrauner Originalmaroquinband mit montierter Farblithographie auf dem Vorderdeckel und vergoldetem Rückentitel. In Originalhalblederkassette, ebenfalls mit vergoldetem Rückentitel (Helmuth Halbach, Königstein).

14. Ars librorum Druck. – Eins von 370 Exemplaren, zusätzlich erschienen zehn Verlegerexemplare. Innerhalb der Auflage existieren verschiedene Einbandvarianten: Maroquin-, Halbpergament- und Leinenbände, laut Spindler wurden nur etwa 20 Exemplare in Leder gebunden. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf Velin d’Arches. – Gesetzt von Gotthard de Beauclair und Wolfgang Tiessen aus der Dante-Antiqua. – Peiffer Watenphuls zarttonige Lithographien illustrieren teils blattgroß, teils in den großzügigen Satzspiegel eingedruckt, Goethes Dichtungen.

41,0 : 27,7 cm. 37, [3] Seiten. – Lederband mit kleinen und leichten milchigen Schlieren.

Spindler 40.34. – Tiessen III, 1. – Watenphul/Pasqualucci D 76–89

492  Ars librorum – Sophokles. Antigone.

€ 400

In der Übersetzung von Karl Reinhardt. Mit zehn Radierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main 1967. Mit neun blattgroßen Radierungen, davon vier im Rötelton gedruckt. Lose Doppelblätter in Originalleinenchemise mit einer Radierung auf dem Vorderdeckel und in Originalleinenkassette (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt).

16. Ars librorum Druck. – Eins von 175 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – In Bargheers Œuvre spielt die mediterrane Landschaft, sei sie nun tatsächlich erlebt oder mystisch vorgestellt, besonders auch als Handlungsort der antiken Dramen eine zentrale Rolle. Nach Jürgen Eyssen bannte Bargheer »die tragische Ausweglosigkeit der antiken Schicksalstragödie in grandiose Masken«. – Tadellos.

44,3 : 31,5 cm. 81, [3] Seiten.

Spindler 40.36. – Rosenbach 242–251. – Tiessen III, 3

493  Edition de Beauclair – Reden und Gleichnisse des Tschuang-Tse.

€ 1200

Übertragen von Martin Buber. Mit fünf mehrfarbigen Radierungen von Ferdinand Springer. Frankfurt am Main 1970. Mit fünf signierten blattgroßen Farbradierungen. Grüner Maroquinband mit Blindprägung und ornamentaler Lederapplikation auf den Deckeln (signiert: R. Meuter Ascona). In Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel.

Edition de Beauclair 11. – Eins von 120 Exemplaren, hier mit einem zusätzlich eingebundenen zweiten Abdruck der vierten Radierung in anderer Farbstellung »e. a.«. Es erschienen weitere 90 Suitenausgaben ohne Text. – Auf Auvergne-Bütten. – Stilistisch und handwerklich eindrucksvoller Einband.

41,5 : 29,0 cm. [2], 44, [4] Seiten.

Spindler 40.47 (irrtümlich als 14. Druck bezeichnet). – Tiessen IV, 10. – Höfchen 252-256

  494    Sauerländer-Drucke – Die sieben Todsünden.

€ 300

Sieben Radierungen von Felix Hoffmann. Mit Versen aus dem »Narrenschiff« von Sebastian Brant. – Magnus Gottfried Lichtwer. Fabeln in vier Büchern. Mit vierundvierzig Zeichnungen von Frank-Arno Grüttner. Aarau, Sauerländer 1969 und 1971.

Erster und zweiter Sauerländer-Druck, mehr offenbar nicht erschienen. – Beide auf Bütten und im Druckvermerk vom Künstler signiert. – I. Originalhalbpergamentband. Eins von 40 römisch nummerierten Exemplaren mit Handabzügen der Radierungen, weitere 400 Exemplare enthielten nur Offsetdrucke. – II. Mit vier Radierungen als Beilage und 44 ganzseitigen Illustrationen im Text. Originalhalblederband. Eins von 16 römisch nummerierten Künstler-Vorzugsexemplaren (Gesamtauflage 160) mit beigelegten Radierungen (Handabzüge auf Japan, signiert, datiert und nummeriert sowie mit dem Monogrammstempel des Künstlers).

30, 4 : 22, 5 cm. 34, [6] Seiten. – 32,8 : 26,8 cm. 286, [14] Seiten.

495  Grillen-Presse – Iona.

€ 300

In der Übertragung von Martin Luther mit neun Holzschnitten von Gerhard Marcks. Berlin, Henssel 1950. Mit neun Holzschnitten im Text. Blauschwarzer Maroquinband mit vergoldetem Rücken- und blindgeprägtem Deckeltitel (signiert: Christian Zwang).

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Dritter Druck der Grillen-Presse. – Eins von 300 Exemplaren, davon nur wenige in Leder gebunden. – Druck von Richard von Sichowsky in der Landeskunstschule Hamburg, auf Hahnemühle-Bütten. – Der Holzschnitt »Der Prophet als Bußprediger« wurde in dieser Ausgabe vom Klischee (seitenverkehrt) gedruckt. – Den Holzschnitt-Titel, der auf den Originalumschlägen wiederholt wurde, nutzte Christian Zwang für den Prägedruck des Vorderdeckels. – Tadellos erhalten.

33,2 : 23,7 cm. [16] Seiten.

Spindler 43.3. – Lammek H 485, 1–9

496  Grillen-Presse – Philipp Otto Runge. Von dem Fischer un syner Fru.

€ 300

Hamburg, Grillen-Presse 1955. Mit elf Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text. Schwarzer Maroquinband mit goldgeprägtem Rückentitel (signiert: Christian Zwang). Im Schuber.

Fünfter Druck der Grillen-Presse. – Eines der seltenen Vorzugsexemplare im Ledereinband (Gesamtauflage 850). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Hahnemühle Kupferdruck-Bütten.

23,7 : 17,7 cm. 21, [5] Seiten.

Spindler 43.7 und 49.5. – Schauer II, 154. – Lammek 486, 1–11

  497    Otto Rohse – Friedrich Rückert. Fünf Versmärchen für Kinder.

€ 150

Mit Holzstichen von Otto Rohse. Hamburg 1954. Mit 21 Holzstichen im Text und einem auf dem Umschlag. Originalbroschur mit Papierumschlag.

Die erste Buchillustrationsfolge von Otto Rohse. – Eins von 300 Exemplaren für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft anlässlich der Tagung in Hamburg 1954. – Druck der Landeskunstschule im Auftrag der Grillen-Presse, auf Zerkall-Bütten.

21,7 : 12,4 cm. 29, [4] Seiten. – Umschlag leicht lichtrandig, Vorsatzblätter mit Filmoplast-Spuren.

Hack/Schwarz 4.67

  498    Otto Rohse – Renata Klée Gobert. Die Geschichte des Hauses »Die Bost«

€ 250

[Hamburg 1700 bis 1956]. [Bielefeld 1956]. Mit neun Holzstichen von Otto Rohse, davon fünf blattgroß. Originalpappband im illustrierten -schuber (Werkstatt Theophil Zwang).

Privatdruck der Firma R. A. Oetker, laut Schwarz 600 Exemplare. – Auf Bütten. – Eins der frühesten Werke mit Holzstichen von Otto Rohse, der in diesem Jahr gerade sein Studium bei Richard von Sichwosky an der Landeskunstschule in Hamburg abgeschlossen hatte. Mit Paul Herzogenrath, dem künstlerischen Berater Rudolf Oetkers, erörterte Otto Rohse seinen »Pressen-Plan«. – Dazu: Marianello Marianelli. Die Eroberung Hamburgs. Aufstand der Blumen. Das Musenschiff. Hamburg, Lichtwark-Stiftung 1957. Mit zwei Holzstichen von Otto Rohse im Text. Originalpappband mit Holzstich auf dem Vorderdeckel (Theophil Zwang).

12,3 : 18,2 cm. 16, [4] Seiten. – 20,9 : 12,1 cm. 43, [5] Seiten.

Hack/Schwarz 2.12 und 4.66

  499    Otto Rohse – [Marianne und Otto Rohse]. Pet, der Fisch.

€ 200

Eine Bildgeschichte. Hamburg, Grillen-Presse 1960. Mit 16 Holzstichen von Otto Rohse. Originalpappband mit farbiger Deckelillustration (Christian Zwang). Im illustrierten Schuber.

Sechster Druck der Grillen-Presse. – Eins von 150 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Zerkall-Bütten. – Die Holzstiche zur Geschichte vom Fisch, der fliegen lernte, entstanden in den Jahren 1954 bis 1959. – »Der Holzstecher hat in seinem Metier die Meisterschaft erreicht« (Schwarz, S. 29).

13,0 : 18,4 cm. [28] Seiten. – Rücken etwas verfärbt, am Gelenk angeplatzt. – Vorsatz und Druckvermerk mit Sammlerstempel.

Schwarz 2.13. – Tiessen II, 10. – Spindler 43, 8

  500    Otto Rohse Presse – Drei Werke zeitgenössischer Schriftsteller mit Holzstichillustrationen von Otto Rohse.

€ 250

1961–1982.

I. Heinrich Böll. Billard um halb Zehn. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1961. Mit sieben Textholzstichen. Rotbrauner Maroquinband mit blindgeprägtem Rückentitel. Von 1960 bis 1968 erschienen fünf Böll-Titel mit Holzstichen von Otto Rohse in der Büchergilde Gutenberg.
II. Johannes Bobrowski. Vier Erzählungen. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1980. Mit elf Textholzstichen, davon vier blattgroß. Illustrierter Originalpappband. Druck der Otto Rohse Presse für die Büchergilde Gutenberg. – Eins von 300 Exemplaren, davon 45 als zwölfter Druck der Otto Rohse Presse. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert.
III. Siegfried Lenz. Fast ein Triumph. Aus einem Album. Hamburg 1982. Mit elf Holzstichen im Text, zwei weitere auf dem Einband. Originalpappband im Schuber. 15. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 195 Exemplaren (Gesamtauflage 240). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert.

Hack/Schwarz 4.05, 4.11 und 1.15