ChristianHesse

Lot 501 – 550 | Hesse-Auktionen
Lot 501 – 550

501  Otto Rohse Presse – Angeschwemmt.

€ 120

Steinzeichnungen und Notizen von Hartmut Frielinghaus. Hamburg 1963–1964. Durchgehend lithographiert (Text und Illustrationen). Originalpappband, Vorder- und Rückendeckel mit einer Steingravur (Christian Zwang).

Privatdruck des späteren Druckers von Horst Janssen, »von ihm selbst in der Otto Rohse Presse verwirklicht«. – Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten.

22,9 : 26,7 cm. [32] Seiten. – Deckelränder minimal gebräunt.

Hack/Schwarz 1.51. – Spindler 44.29

502  Otto Rohse Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Briefe aus Venedig.

€ 500

Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1964. Mit 28 blattgroßen Kupferstichen. Flexibler Originalpergamentband mit vergoldetem Rückentitel (Christian Zwang). Im Originalschuber mit gestochenem Pressensignet.

Erster Druck der Otto Rohse Presse. – Eins der etwa 200 nummerierten und in Pergament gebundenen Exemplare der Gesamtauflage von 300, Teile der Restauflage wurden 25 Jahre später in Leder gebunden. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten, als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Otto Rohse (1925–2016) studierte an der Landeskunstschule Hamburg bei Richard von Sichowsky und übernahm 1961 ein Lehramt an der Werkkunstschule Offenbach. 1962 gründete er seine eigene Presse in Hamburg. – Die in Negativprägung vergoldete Zeichnung des Rückens und die gestochene Titelvignette stammen von Werner Bunz (1926–2009). Der Graphiker war in Stuttgart Schüler von Ernst Schneidler und 1954–1991 Professor an der Hamburger Hochschule für bildende Künste. In den frühen Jahren der Otto Rohse Presse finden sich zahlreiche gemeinsame Buchprojekte. – Dazu: Otto Rohse. Venezianische Skizzen. Die Vorzeichnungen für die Kupferstiche zu J. W. Goethes Briefen aus Venedig. Mit einem Essay von Berthold Hack und einer Übersicht über die Bildinhalte. Hamburg 1980. Zwei Originalleinenbände mit Rücken- und Deckelschild (Christian Zwang), zusammen im Schuber. Unnummerierter Druck der Otto Rohse Presse. Eins von 400 Exemplaren der deutschen Ausgabe, ohne den Kupferstich.

27,3 : 23,5 cm. [60] Seiten. – Schuber minimal fleckig und, wie die unteren Deckelecken, minimal bestoßen.

Hack/Schwarz 1.01 und 1.54. – Spindler 44.6

503  Otto Rohse Presse – Sieben Werke der Otto Rohse Presse

€ 450

Hamburg 1962–1995. Mit zahlreichen Holz- und Kupferstichen. Originalpappbände (Werkstatt Zwang).

Alle im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Je eins von 125 bzw. 150 Exemplaren, von V erschienen 350 Exemplare, von VII 190. – Alle auf Zerkall-Bütten. – I. 2. Druck: Gottfried Benn. Die Insel. 1962. Mit vier Holzstichen. – II. 8. Druck: Else Lasker-Schüler. Hebräische Balladen. 1968. Mit fünf farbigen Kupferstichen. – III. 19. Druck: Herman Melville. Cock-a-dooodle-doo! Or the crowing of the noble cock Beneventano. 1986. Mit elf Holzstichen im Text. – IV. 20. Druck: Johann Wolfgang von Goethe. Über den Granit 1986. Mit zwei farbigen Kupferstichen und drei Textholzschnitten. – V. 21. Druck: Johann Wolfgang von Goethe. Die Metamorphose der Pflanzen. Hamburg 1986. Mit einem farbigen Kupferstich. – VI. 35. Druck: Ovid. Cephalus und Procris. 1990. Mit sechs Holzstichen im Text. – VII. 48. Druck: Johann Wolfgang Goethe. Maximen und Reflexionen. 1995. Mit sechs Kupferstichen. Eins von 90 Exemplaren (Gesamtauflage 190). – Dazu: Ovid. Die Jagd auf den calydonischen Eber. Darmstadt 1984. Mit einer Holzstich-Titelvignette von Otto Rohse. Originalpappband mit Leder-Rückenschild. Achter Druck der Technischen Hochschule Darmstadt. Eins von 150 Exemplaren.

Hack/Schwarz 1.02, 8, 19, 20, 21 und 35; VII nicht mehr verzeichnet. – Hack/Schwarz 4.84

504  Otto Rohse Presse – Inge Westpfahl. Sapphische Strophe. – Eos und Tithonos.

€ 150

Hamburg 1963 und 1964. Mit Holzschnitt-Titel und Pressensignet (I) bzw. Titelkupferstich (II) und je zwei Radierungen auf dem Einband, alle von Werner Bunz. Originalhalbpergamentbände mit vergoldetem Rückentitel (Christian Zwang).

Dritter und vierter Druck der Otto Rohse Presse. – Je eins von 150 Exemplaren. – Die ersten beiden Bände einer geplanten Gesamtausgabe. Die Dichterin Inge von Holtzendorff (1896–1974, seit 1923 verheiratet mit Conrad Westphal) veröffentlichte 1920 und 1948 noch einige frühere Stücke.

26,2 : 18,6 cm. 22, [6] bzw. 28, [4] Seiten.

Hack/Schwarz 1.03 und 1.04. – Spindler 44.8 und 44.9

505  Otto Rohse Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Pandora.

€ 300

Hamburg 1965. Mit einem Kupferstichsignet von Werner Bunz und zwei Kupferstichen von Otto Rohse auf dem Einband. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel (Christian Zwang). Im Originalschuber.

Fünfter Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

26,2 : 19,3 cm. 42, [2] Seiten.

Hack/Schwarz 1.05. – Spindler 44.10. – Isphording II, 773

506  Otto Rohse Presse – Novalis. Heinrich von Ofterdingen.

€ 300

Das Märchen. Radierungen von Fritz Kreidt. Hamburg 1966. Mit 48 Radierungen, davon 16 blattgroß. Originalkalblederband mit vergoldetem Rückentitel und blindgeprägter Deckelvignette nach einer Radierung von Kreidt (Christian Zwang).

Sechster Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Barcham Green-Bütten. – Die feinlinigen Radierungen, teils ganzseitig, meist aber als Text- oder Ziervignetten, sind eine der frühesten der wenigen graphischen Folgen von Fritz Kreidt (1936–2020). In den vergangenen Jahrzehnten wurde er besonders durch seine Ansichten der inzwischen untergegangenen DDR-Industrielandschaften bekannt. – Im kleinen Format deutlich vom Reihencharakter abweichende Edition, hier in einer privaten, mit hellgrauem Bütten bezogenen, Kassette im üblichen Format der damaligen ORP-Bände.

19,9 : 11,5 cm. 95, [5] Seiten. – Rücken minimal nachgedunkelt.

Hack/Schwarz 1.06. – Spindler 44.11

507  Otto Rohse Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Epigramme.

€ 500

Venedig 1790. Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1967. Mit 18 ganzseitigen farbigen und mehrfarbigen Kupferstichen und je einer gestochenen Titel- und Schlussvignette. Originalhalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel und farbiger Kupferstich-Deckelvignette (Christian Zwang, Hamburg). Im Originalschuber.

Siebter Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – In seiner feinen Farbigkeit bis in die Einbandgestaltung humorvoll komponiert, Rohses kleinformatige Kupferstiche entsprechen der Leichtigkeit von Goethes Dichtungen. – Dazu: Otto Rohse. Venezianische Miniaturen. Fünf farbige Kupferstiche. 1967. Signiert. Mit Titelblatt lose in Originalhalbleinenmappe. Eins von 100 Exemplaren. – Auf vollrandigem Velin »BFK Rives«. Auswahl aus den 20 Kupferstichen des Buches, teilweise in veränderter Farbgebung.

17,7 : 24,3 cm. 60, [4] Seiten. – Mappe: 57,5 : 38,7 cm.

Hack/Schwarz 1.07. – Spindler 44.12. – Schwarz/Zeiske 38, 39, 41, 42, 46

508  Otto Rohse Presse – Heinrich von Kleist. Über das Marionettentheater.

€ 500

Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1969. Mit fünf Kupferstichen im Text, davon drei blattgroß und zwei farbig und doppelblattgroß. Cremefarbener Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und blindgeprägten Deckeln (Christian Zwang). Im Schuber.

Neunter Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 60 Exemplaren in Halbleder (Gesamtauflag 75). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Handsatz aus der Schneidler-Mediaeval. – Gedruckt auf Rives-Bütten, die Kupferstiche von Hartmut Frielinghaus auf der Handpresse. – Prämiert als eines der »Schönsten deutschen Bücher 1969«. – »Allerdings, gerade in der Beziehung von Text und Bild, Typographie und Illustration ist das ›Marionettentheater‹ ein Lehrstück außerordentlichen Ranges [… und …] fand spontan das Interesse von Kennern und Liebhabern, die in diesem Buch eines der Meisterwerk der Buchkunst unseres Jahrhunderts erkannten.« (Bertold Hack).

35,4 : 26,7 cm. [28] Seiten.

Hack/Schwarz 1.09. – Spindler 44.14

509  Otto Rohse Presse – Andreas Gryphius. Ausgewählte Sonette, Gedichte und Epigramme.

€ 750

Band I: Sonette. – Band II: Gedichte und Epigramme. Hamburg 1970 und 1977. Mit zusammen elf Kupfer- und elf Holzstichen von Otto Rohse, alle ganzseitig. Originalhalblederbände mit vergoldeten Titeln und blind geprägten Deckelvignetten nach einem Holzschnitt. Kopfgoldschnitt. Beide im Schuber. – Dazu: Suite I der signierten Stiche in Einzelabzügen, lose in Originalhalbleinenmappe mit blindgeprägtem Deckelbild.

Zehnter und elfter Druck der Otto Rohse Presse. – Buchausgaben: Je eins von 195 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Zerkall-Bütten. – Mappe: Eins von 25 Exemplaren, die zu der Vorzugsausgabe von Band 1 erschienen. – Enthält sieben der acht im Buch verwendeten Kupferstiche und alle fünf Holzstiche, sämtlich signiert und nummeriert. – Die Holzstiche auf dünnem Japan in Passepartout, jeweils mit einem grauen Büttenblatt hinterlegt. – Der fünfte Kupferstich ist in der Extrasuite nicht enthalten. – Eine weitere Mappe erschien auch zu Band II.

Bücher: 28,7 : 19,0 cm. 59, [1] Seiten bzw. [5]–52, [4] Seiten. – Mappe: 57,0 : 28,2 cm.

Hack/Schwarz 1.10/11. – Spindler 44.15/16

510  Otto Rohse – Heinrich von Kleist. Das Erdbeben in Chili.

€ 300

Holzstiche von Otto Rohse. Hamburg 1981. Mit elf Holzstichen, davon drei blattgroß. Schwarzolivfarbener Originaloasenziegenlederband mit Negativ-Blindprägung (Christian Zwang, Hamburg). Im Originalschuber.

[13.] Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 45 Exemplaren der, im Druckvermerk nicht erwähnten, Vorzugsausgabe im Ledereinband, weitere 300 Exemplare erschienen in Pappbänden für den Deutschen Bücherbund. – Vom Künstler signiert.

26 : 19 cm. [5]–38, [4] Seiten. – Rücken minimal verfärbt.

Hack/Schwarz 1.13. – Spindler 44.18

511  Otto Rohse Presse – Yoshida Kenkô. Betrachtungen aus der Stille. Tsurezuregusa.

€ 300

Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1982. Mit fünf farbigen Kupferstichen und zwei weiteren auf dem Einband. Originalhalbpergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel (Christian Zwang). Im Originalschuber.

14. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren (Gesamtauflage 155). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gedruckt auf Hahnemühle-Kupferdruck-Bütten. – Blockbuch.

28,4 : 18,8 cm. [42] Seiten.

Hack/Schwarz 1.14. – Spindler 44.19

  512    Otto Rohse Presse – Rumpelstilzchen.

€ 100

Ein Märchen der Brüder Grimm. Holzstiche von Marcus Behmer und von Otto Rohse nach Marcus Behmer. Hamburg 1983. Mit fünf Holzstichen im Text und einer Holzstich-Titelvignette. Originalpappband (Christian Zwang).

16. Druck der Otto Rohse Presse (versehentlich als 15. bezeichnet). – Eins von 99 Exemplaren (Gesamtauflage 110). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gesetzt aus der Alten Schwabacher, eine typographische Reminiszenz an Marcus Behmer. Dieser konnte 1925 nur zwei der sechs Stöcke fertigstellen. Otto Rohse stach 1983 die weiteren vier nach Behmers Zeichnungen auf den Stöcken.

13,3 : 10,8 cm. [3]–21, [5] Seiten.

Hack/Schwarz 1.16. – Haucke 54. – Spindler 44.21

513  Otto Rohse Presse – Toscana.

€ 450

Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1985. Mit 25 farbigen Kupferstichen, davon sieben blatt- und 17 doppelblattgroß. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel, Vorder- und Rückendeckel mit zwei Kupferstichen (Christian Zwang). Im Schuber.

17. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 175 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Text auf Gerippt Zerkall-Bütten, die Stiche, gedruckt von Till Verclas, auf handgeschöpftem getönten Japan. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

31,0 : 19,0 cm. [104] Seiten.

Hack/Schwarz 1.17. – Spindler 44.22

514  Otto Rohse Presse – Frühe griechische Lyrik.

€ 500

Sappho. Alkaios. Ankreon. Korinna. Erinna. Holzschnitte von Otto Rohse. Initialen von Werner Bunz. Hamburg 1984. Mit sechs blattgroßen Holzschnitten von Otto Rohse und Initialen von Werner Bunz. Weißer Originalpappband mit silber- bzw. blindgeprägten Titeln (Christian Zwang). Im Schuber.

[18.] Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 120 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Auf Zerkall-Bütten. – Diese Ausgabe hatte Richard von Sichowsky ursprünglich für die Grillen-Presse vorbereitet. Der Band erschien allerdings erst neun Jahre nach seinem Tod, ediert von Otto Rohse. – Dazu: Folge der Japan-Abzüge vor Auflage des Pressendruckes. Sechs Holzschnitte. 1984. 31,4 : 18,0 cm. Signiert und nummeriert. Lose im Originalumschlag. Eins von 30 Exemplaren.

25,4 : 16,3 cm. 62, [6] Seiten.

Hack/Schwarz 1.18. – Spindler 44.23

515  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. Toscanische Blumen.

€ 300

13 Kupferstiche. Zugleich ein botanisches Goethe-Lesebuch. Hamburg 1987. Mit 13 farbigen Kupferstichen im Text, davon neun blattgroß, und je einem auf den Deckeln. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel (Christian Zwang). Im Schuber mit Kupferstichvignette.

23. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 175 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Zusammengestellt, mit Anmerkungen und Nachwort von Bertold Hack.

30,9 : 18,8 cm. [3]–65, [6] Seiten.

Hack/Schwarz 1.23. – Spindler 44.28

516  Otto Rohse Presse – Kleine Drucke der Otto Rohse Presse, Serien I [bis] IV.

€ 450

Hamburg 1988–1992. Mit zusammen 26 Holzstichen. 19 Originalbroschuren in vier Originalschubern.

Vollständige Folge der vier Kassettenausgaben. – Serie I in der Normalausgabe, die übrigen in der Vorzugsausgabe. – Alle Druckvermerke vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten.
Serie I, 24. bis 27. Druck. Alte Geschichten, neue Balladen. 1988. Mit insgesamt fünf Holzstichen. – I. Herodot/Schiller. Der Ring des Polykrates. – II. Lukian/Goethe. Der Zauberlehrling. – III. Der Prophet Daniel/Heinrich Heine. Belsazar. – IV. Deutsche Balladen im 20. Jahrhundert. – Je eins von 150 Exemplaren.
Serie II, 28. bis 32. Druck. Griechische Epigramme aus fünfzehn Jahrhunderten. 1988–1990. Mit insgesamt sechs Holzstichen im Text. – I. Philosophia. – II. Physis. – III. Symposion. – IV. Eros. – V. Thanatos. – Eins von 40 Vorzugsexemplaren mit zusätzlichen Abzügen aller Holzstiche.
Serie III, 37. bis 41. Druck. Hundert deutsche Gedichte. 1991–1992. Mit insgesamt fünf Titel-Holzstichen. – I. Barock. – II. Goethe. – III. Zeitgenossen Goethes. – IV. 19. Jahrhundert. – V. 20. Jahrhundert. – Eins von 45 Vorzugsexemplaren mit zusätzlichen Abzügen der Holzstiche. – Mit dem Begleitheft.
Serie IV, 42. bis 46. Druck. Réflexions. Französischer Geist im 17. und 18. Jahrhundert. 1992. Mit insgesamt zehn Holzstichen im Text und zwölf Initialen. – I. Pascal. – II. La Rochefoucauld. – III. La Bruyere. – IV. Vauvenargues. – V. Chamfort. – Eins von 45 Vorzugsexemplaren mit insgesamt 14 zusätzlichen Abzüge der Holzstiche.

26,4 : 19,2 cm, Kassette III etwas kleiner. – Schuber IV etwas stockfleckig, sonst tadellos.

Hack/Schwarz 1.24–27, 28–32 und 37–41 (IV nicht mehr verzeichnet)

517  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. Kretische Reise.

€ 300

Kupferstiche, Holzstiche und Skizzen. Hamburg 1989. Mit zwei Holzstichen, sechs Kupferstichen und 20 blattgroßen Illustrationen. Originalhalblederband mit je einem farbigen Kupferstich auf den Deckeln (Christian Zwang). Im Schuber mit Blindprägung.

34. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Neben den Bildern Otto Rohses enthält der Band Philipp Hackerts »Über die Landschaftsmalerei« und Goethes Anmerkungen zu Hackerts Fragmenten.

33 : 24 cm. [42] Seiten. – Schuber minimal fleckig.

Hack/Schwarz 1.34

518  Otto Rohse Presse – Heinrich von Kleist. On puppet-shows.

€ 750

Copper engravings by Otto Rohse. Translated by David Paisey. Hamburg 1991. Mit fünf Radierungen, drei blatt-, zwei doppelblattgroß und farbig. Bordeauxroter Originalmaroquinband mit blindgeprägtem Rückentitel, beide Deckel mit ganzflächigen Blindprägungen vom Liniensatz (Christian Zwang). Im Originalschuber mit blindgeprägtem Pressensignet.

36. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 45 Exemplaren in dem schönen Lederband (Gesamtauflage 75). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf Litho-Bütten. – Kleists »Im Marionettentheater« hat im Laufe von zwei Jahrhunderten zahlreiche Künstler zu Illustrationen angeregt. Otto Rohse hatte bereits 1969 eine deutsche Ausgabe als neunten Druck seiner Presse ediert (siehe KatNr. 508).

35,6 : 26,7 cm. [20] Seiten.

Hack/Schwarz 1.36

519  Otto Rohse Presse – Provence.

€ 800

Im mittäglichen Frankreich. 34 Kupferstiche und Radierungen von Otto Rohse. Mit Texten von Malern und Dichtern, Forschern und Reisenden. Hamburg 1994. Mit 32 blattgroßen, teils mehrfarbigen Kupferstichen und Radierungen und je einem doppelblattgroßen Kupferstich auf den Vorsätzen. Dunkelgrüner Originaloasenziegenlederband mit Negativblindprägung, im Originalschuber.

47. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 80 Exemplaren in Ganzleder, weitere 20 wurden in Pappe gebunden. – Mit einem signierten Separatabzug des Kupferstichs, der bei den Pappbänden auf dem Bezugspapier verwendet wurde. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Zerkall-Bütten. – Nachwort von Bertold Hack, der auch die Auswahl der Texte von Francesco Petrarca, Peter Handke, Benno Reifenberg, Vincent van Gogh, Rainer Maria Rilke, Wolfgang Koeppen, Friedrich Nietzsche, Jean-Henri Fabre und anderen übernahm.

31,0 : 19,4 cm. 143, [5] Seiten.

Nicht mehr bei Hack/Schwarz. – Isphording II, 804

520  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. Brücken.

€ 350

Zwölf zweifarbige Kupferstiche. 1987/1988. 24 : 35 cm (38 : 50 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 3/150. – Auf Velin d’Arches. – Das Textblatt, gleichsam das Inhaltsverzeichnis der Mappe, mit zwölf kurzen Erläuterungstexten von Klaus Stiglat. – In der Originalhalbleinenmappe mit einem 13. Kupferstich auf dem Vorderdeckel. – Die Folge erschien 1989 in gebundener Form als 33. Druck der Otto Rohse Presse, allerdings nur in einer Auflage von 25 Exemplaren. – Beilage: Begleitbrief von Otto Rohse zum abschließend übersandten »Text-Blatt zur Brücken-Mappe«.

Vorderdeckel mit drei winzigen Tuschespritzern.

Schwarz/Zeiske 172–184

521  Otto Rohse. Bilder aus Ostpreussen.

€ 300

14 farbige Kupferstiche. 1993–1994. 28,0 : 17,3 cm (40,0 : 28,5 cm). Signiert und nummeriert. [1993–1994].

Exemplar 4/150. – Die vollständige Folge. – Auf Kupferdruck-Bütten. – Lose in der Originalhalbleinenmappe mit einem 15. Kupferstich auf dem Vorderdeckel. – Mit Ansichten von Danzig, Tilsit, dem Dom in Königsberg, Frauenburg, Marienburg, Allenstein und Insterburg (dem Geburtsort des Künstlers). – Dazu: Otto Rohse. Wind- und Wassermühlen. Briefmarkenentwürfe. Fünf Kupferstiche mit zweifarbiger Tonplatte. 1996[?]. 15.5 : 15,5 cm (29,8 : 19,0 cm). Signiert und nummeriert. Exemplar 5/50. Lose im bedruckten Originalumschlag. Die fünf dekorativen Entwürfe wurden 1997 als Wohlfahrtsmarkensatz realisiert.

Schwarz/Zeiske 247-261

522  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. 16 Holzstiche zu »Physiologus«.

€ 250

1999. 20,5 : 20,5 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 2/30 der Suitenausgabe auf feinstem Japanpapier. – Nach Notizen der Vorbesitzerinnen die vollständige Folge, die Otto Rohse in drei Partien auslieferte. – 1999 erschien als 49. Druck der Otto Rohse Presse »Der Physiologus. Reda umbe diu tier.« mit zwölf Holzstichen und zwölf Holzstichinitialen, ein dreizehnter wurde auf dem Einband verwendet. – Die erste Lieferung in einem vom Künstler signierten und nummerierten Umschlag. – Sehr selten.

523  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. Einhundert Holzstiche.

€ 500

Cent gravures sur bois. One Hundred Wood Engravings. – Werkverzeichnis der Kupferstiche 1963–1995. Hamburg 1990 und 1995. Mit 100 blattgroßen Holzstichen (I) bzw. zahlreichen Abbildungen (II). Zwei Originalmaroquinbände mit Negativ-Blindprägung auf dem Vorderdeckel, ein Rückentitel blind-, einer goldgeprägt (Christian Zwang). Beide im Originalschuber.

Beide in der absoluten Vorzugsausgabe, in Leder gebunden und mit signierten Extragraphiken als Beilage (fünf Holzstiche und vier Kupferstiche). – Eins von 75 bzw. 100 Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler signiert (Gesamtauflagen 1845 bzw. 1400). – I. Mit einer Einleitung von Eva-Maria Hanebutt-Benz und einem kurzen Verzeichnis der Drucke der Otto Rohse Presse. – Die Holzschnitte aus vier Jahrzehnten wurden von den Originalstöcken und mit bibliographischen Angaben gedruckt. – II. Das Werkverzeichnis erschien auch innerhalb der Zeitschrift »Sigill« (Folge XII, Hefte 1–3).

30,5 : 20,3 cm. 230, [2] Seiten. – 30,5 : 19,9 cm. 231, [6] Seiten.

Hack/Schwarz 1.71 (nur I)

524  Otto Rohse – Sigill.

€ 300

Blätter für Buch und Kunst. Folge I-XIII in 42 Heften. Hamburg 1969–1999. Mit zahlreichen, teils farbigen Originalgraphiken und Abbildungen. Originalbroschuren.

Vollständige Folge dieser exklusiven Zeitschrift der Otto Rohse Presse. – In unterschiedlichen Aufagen, einige Hefte mit zusätzlichen Graphiken. – Die Zeitschrift stellte junge Künstler vor und bot kunstwissenschaftlich interessante Beiträge. Mit Beiträgen und originalgraphischen Arbeiten über bzw. von Marcus Behmer, Friedrich Ahlers-Hestermann, Edwin Scharff, Karl Rössing, Roswitha Quadflieg, Gerhard Marcks, Jürgen Brodwolf, Ernst Ludwig Kirchner und vielen anderen. Mehrere Themenhefte zu Otto Rohse, Werner Bunz’ Römische Alphabete u. v. m. – Dazu: Das Portrait des Dichters. Herausgegeben von Bertold Hack. Hefte 1–8. Hamburg 1978–1992. Insgesamt acht signierte Blätter mit zahlreichen Holzstichen von Otto Rohse. Mit den Textblättern lose in Originalhalblederkassette. Je eins von 150 Exemplaren. – Inhalt: Annette von Droste-Hülshoff. – Goethe in Frankfurt. – Schiller und das Nationaltheater. – Friedrich Hölderlin. – Goethe und Shakespeare . – James Joyce. – Joseph Conrad. – Thomas Mann. – Die Reihe wurde fortgesetzt.

29,8 : 19,2 cm (Hefte). – Die Beilagen nicht kollationiert, angeboten wird eine »angereicherte« Normalausgabe. – Einige Rücken leicht gebräunt. – Jahrgangsweise im Schuber. – 27,5 : 34,0 cm (Kassette).

Hack/Schwarz 3 (bis Folge X). – Spindler 44.35 (bis IX/1). – Hack/Schwarz 1.56–60, 62, 64 und 66. – Spindler 44.33

525  Burgert Handpresse – Drei Drucke.

€ 300

Berlin 1973 und 1977. Alle mit teils farbigen originalgraphischen Illustrationen von Hans-Joachim Burgert. Zwei Originalleinenbände mit Deckelschild, eine fadengeheftete Originalbroschur.

I. Dschau Yä. Prinzessin Purpurjade. Eine chinesische Novelle. 1973. Eins von 140 Exemplaren. – II. Ludwig Tieck. Echo vom Felsen drüben. Sieben Reisegedichte eines Kranken. 1977. Eins von 200 Exemplaren. – III. Gustave Flaubert. Kleine Fantasia. Tagebuchnotizen aus Ägypten 1849–50. Textauswahl und Übersetzung von Konrad Bauer. 1977. Eins von 200 Exemplaren. – Alle als Blockbuch gedruckt und gebunden und im Druckvermerk vom Künstler/Herausgeber signiert.

Ca. 30 : 20 cm.

Spindler 154.12, 15 und 16

526  Burgert Handpresse – Zwei Drucke.

€ 300

Berlin 1987 und 1992. Beide mit teils farbigen originalgraphischen Illustrationen von Hans-Joachim Burgert. Halblederbände mit vergoldeten Rückentiteln, Büttenbezug und Schuber.

I. Gustave Flaubert. Wie Tau auf weißem Marmor. Entnommen der Erzählung »Herodias« 1877, übersetzt von Konrad Bauer. 1987 Mit neun signierten blattgroßen, farbigen Linolätzungen. Eins von 150 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler-Verleger signiert. – Der Text wurde nach der Kalligraphie Burgerts gesetzt. – II. Noah. In der Übersetzung Martin Luthers. 1992 Mit zehn farbigen Linolfräsungen, davon fünf blattgroß. Eins von 100 Exemplaren. – Die ursprünglichen Broschurumschläge wurden durch Einbände der Werkstatt Zwang ersetzt. – Tadellos erhalten.

32,7 : 15,5 cm. [6], 20, [6] Seiten. – 32,7 : 15,5 cm. [4], 28, [4] Seiten.

Spindler 154.28 (zählt 10 Graphiken)

527  Burgert Handpresse – Johannes Thurnau. Dächer des Laubs,

€ 600

ein Gedicht. – Mauern mit Gras. [Noch] ein Gedicht. Berlin 1989 und 1990. Illustriert von Hans Joachim Burgert mit elf Linolschnitten, sechs monogrammiert und fünf doppelblattgroß, bzw. neun Tuschzeichnungen, im handgeschriebenen Text. Halblederbände, Rückentitel in Blind- bzw. Silberprägung. Deckel- und Schuberbezüge aus Fabriano-Bütten.

Zwei in kleinster Auflage entstandene Unikatbücher. Hans Joachim Burgert schrieb die Texte mit schwarzer Tusche. – I. Eins von zehn Exemplaren. Gelbliches festes Japanpapier. Die Linolschnitte wurden mit der Handwalze abgezogen. – II. Eins von sechs Exemplaren. Weißes Velin d’Arches. Originaltuschzeichnungen. – Beide im Editionsvermerk vom Künstler signiert. – Makellos, solide gebunden.

33 : 23 cm. [4], 40 Seiten bzw. [6], 21, [5] Seiten.

  528    Burgert Handpresse – [Jakob und Wilhelm] Grimm. Vorzeiten.

€ 180

Zwei Märchen. Berlin 1989. Mit Illustrationen von Hans-Joachim Burgert. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel, Deckel mit Kork bezogen.

Eins von 200 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Herausgeber signiert. – Kalligraphie und Graphik von Hans-Joachim Burgert.

21,9 : 23,8 cm. [28] Seiten.

529  Raamin-Presse – Alle 29 Drucke der Raamin-Presse.

€ 9000

Hamburg 1973–2003.

Vollständige Folge alle von 1973–2003 erschienenen 29 Editionen. Die Drucke von Roswitha Quadflieg zählen zu den Meilensteinen des gesamtkünstlerischen Buchschaffens im ausgehenden 20. Jahrhundert: Satz, Illustration, Papierauswahl, Handpressendruck und Einbandentwurf lagen in den Händen der 1949 in Zürich geborenen Künstlerin. »Außerdem gehörte zu dem Unternehmen etliches an Angst und Mut, an Ahnungslosigkeit und Studiertheit. Das einzige Gründungskapital waren eine Handvoll vager Ideen. In der Raamin-Presse entstanden und entstehen Bücher aus Bildern und Schrift-Bildern, die miteinander korrespondieren zu Texten nach eigener Wahl […] Der klassische Pressendruck des ersten Drittels dieses Jahrhunderts ist für mich weder autoritärer Wegweiser noch unumstößlicher Maßstab, sondern nur – was seine korrekte Handwerklichkeit anbelangt – Ausgangspunkt für den Sprung ins Experiment der ›immer neuen Buchgestaltung‹, die ein Illusturator, Typograph, Setzer und Drucker in einer Person zu leisten vermag« (Roswitha Quadflieg).

Die nachfolgende nüchterne Aufzählung verbirgt den überaus vielfältigen ästhetischen Reiz der Drucke: Verschiedenste, teils farbige, teils japanische Papiere wurden verwendet. Die Einbände stammen ohne Ausnahme aus der Hamburger Werkstatt Thomas Zwang, die Pappbände meist mit farbigen Bezügen aus farbigen Büttenpapieren und wie die Lederbände meist mit Blindprägung und Auflagen aus Papier oder Leder. Alle Bände jeweils im originalen Schuber.

1. 1973. Raoul Tranchirer. Frau Grau. Vier Holzstiche. Umschlag. Eins von 170 Exemplaren.
2. 1973. Theodor Storm. Bulemanns Haus. Neun Radierungen. Pappband. Eins von 15 Exemplaren.
3. 1973. August Strindberg. Was der Tabakschuppen verbarg. Sechs Radierungen. Pappband. Eins von 23 Exemplaren.
4. 1974. Johannes Bobrowski. Mäusefest. Neun Holzstiche. Pappband. Eins von 140 Exemplaren (Gesamt 170).
5. 1974. Gustav Janouch. Heckmeck, ein Prager Nachtstück. 17 farbige Radierungen, kombiniert mit Linolschnitten. Pappband. Eins von 70 Exemplaren (Gesamt 110).
6. 1975. Christian Hofmann von Hofmannswaldau. Ausgewählte Gedichte. 21 Radierungen. Halblederband. Eins von 50 Exemplaren (Gesamt 60).
. 1975. Sechzehn Radierungen zu Am Kamin | Die Regentrude | Bulemanns Haus | Der Spiegel des Cyprianus von Theodor Storm. 16 signierte und nummerierte Radierungen. Eins von 30 Exemplaren. Lose in Originalhalbleinenmappe. Ungezählter Druck, da reine Graphikedition.7. 1976. Samuel Beckett. Der Ausgestoßene. Elf Holzstiche. Pappband. Eins von 150 Exemplaren (Gesamt 170).
8. 1977. Dylan Thomas. Die Nachgänger. 29 Radierungen. Pappband. Eins von 60 deutschen Exemplaren (Gesamt 80, 40 englische).
9. 1978. Friedrich Hölderlin. Patmos. In der Schreibweise der Handschrift. Fünf Farblinolschnitte. Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit signierter Suite der Linolschnitte (Gesamt 100).
10. 1979. Novalis. Fabeln. Acht zweifarbige Holzstiche. Oasenziegenlederband. Eins von 30 deutschen Vorzugsexemplaren mit signierter Suite der Holzstiche (Gesamt 150, 30 englische).
11. 1980. Georg Trakl. Gesang der Abgeschiedenen. Traum und Umnachtung. 14 farbige Kunstharzstiche. Pappband. Eins von 120 Exemplaren (Gesamt 125).
12. 1981. Adelbert von Chamisso. Salas y Gomez. Sieben Radierungen. Halblederband. Eins von 30 Vorzugsexemplaren mit beigelegter signierter Radierung (Gesamt 185).
13. 1982. Philipp Otto Runge. Van den Machandelboom. 15 farbige Holzstiche. Pappband. Eins von 140 Exemplaren (Gesamt 185).
14. 1983/84. Johann Wolfgang von Goethe. Der Zauberflöte zweiter Teil. Zehn farbige Radierungen. Kalblederband. Eins von 110 Exemplaren (Gesamt 155).
15. 1985/86. Traumalphabet. Ein Schrift-Bilder-Buch. 13 farbige Holz-, Kunstharz- und Linoleumstiche. Kalblederband. Eins von 155 Exemplaren (Gesamt 200).
16. 1987. August Strindberg. Gespenstersouper. Vier Radierungen. Pappband. Eins von 180 Exemplaren (Gesamt 185).
17. 1988. Jean-Henri Fabre. Der Abend des Nachtpfauenauges. 16 farbige Kunstharzstiche, kombiniert mit Linolschnitten. Pappband. Eins von 140 Exemplaren (Gesamt 185).
18. 1989. Yvan Goll. Der Neue Orpheus. Eine Dithyrambe. Sieben zweifarbige Astralonschnitte. Pappband. Eins von 140 Exemplaren (Gesamt 155).
19. 1990. Franz Kafka. Betrachtung. Fünf farbige Kunstharzstiche. Kalblederband. Eins von 135 Exemplaren (Gesamt 180).
20. 1991. Christian Morgenstern. Das Mittagsmahl. Fünf farbige Kunstharzstiche, kombiniert mit Linolschnitten. Broschur. Eins von 145 Exemplaren (Gesamt 190).
21. 1992. Historia von D. Johann Fausten. Acht farbige Kunstharzstiche, kombiniert mit Linolschnitten. Maroquinband. Eins von 150 Exemplaren (Gesamt 195).
22. 1994/95. Eugène Ionesco. Der Fußgänger der Luft. Fünf signierte, farbige Kunstharzstiche, kombiniert mit Miraclon. Pappbände in Plexiglaskassette. Eins von 120 Exemplaren (Gesamt 125).
23. 1996. Scardanelli (Friedrich Hölderlin). Die vier Jahreszeiten. Vier farbige Miraclonstiche, kombiniert mit Holzstichen. Pappband. Eins von 40 Exemplaren (Gesamt 155).
24. 1997. William Shakespeare. Venus und Adonis. Sechs farbige Radierungen, kombiniert mit Miraclon. Pappband. Eins von 40 Vorzugsexemplaren mit zwei signierten Farbstichen (Gesamt 165).
25. 1998. Roswitha Quadflieg. Die zwanzig Dichter der Raamin-Presse. 20 farbige Radierungen, kombiniert mit Miraclon. Halblederband. Eins von 100 Exemplaren (Gesamt 105).
1999–2003 folgten noch drei Drucke der »Neuen Reihe« mit Bildern Roswitha Quadflieg:
I. 1999. Hans Magnus Enzensberger. Ohne uns. Ein Totengespräch. Halbleinenbroschur in Halbleinenchemise.
II. 2000. Tankred Dorst. Ich will versuchen Kupsch zu beschreiben. Halbleinenband.
III. 2003. Samuel Beckett. Alles kommt auf so viel an. Pappband in Halbleinenchemise.

Beigabe: Friedrich von Hagedorn. Fabeln mit einer Radierung von Roswitha Quadflieg. Hamburg, Gesellschaft der Bücherfreunde 1977.

Verschiedene Formate: Rückenhöhen 22 – 41 cm.

Spindler 71

530  Kaldewey Press – Franz Blei. Grimod de la Reyniere.

€ 1200

Hamburg 1976. Originalpappband mit blindgeprägter Deckelillustration. In Originalpappkassette, Rücken und Innendeckel mit Metallfolie bezogen (Christian Zwang, Hamburg).

Erster, noch ungezählter Druck der Kaldewey-Press. – Eins von sechs Exemplaren der Ausgabe B auf altem gelbem Japan. Innerhalb der Gesamtauflage von 30 Exemplaren wurden fünf unterschiedliche Papiere verwendet. – Im Druckvermerk vom Verleger dem Sammler Hans Merkle dediziert. – Handsatz aus der Garamond kursiv, das einzige Buch von Gunnar Kaldewey in klassischer Typographie. »Es entstand dank der liebevoll-lehrreichen Beihilfe der Mitarbeiter der Waldkircher-Verlagsgesellschaft […] In Erinnerung an diese Tage ist jeder herzlich zu einer Flasche Champagner eingeladen, der den sich im Text eingeschlichenen Druckfehler findet« (Druckvermerk). – Dieses erste von Gunnar Kaldewey edierte Buch, mit Franz Bleis Essay über den berühmten französischen Gastrosophen, erschien noch in Hamburg, gefolgt 1977 von »New York«. Die Ausgaben der Kaldewey Press tragen seit 1982 das Imprint »Poestenkill, New York«. – Exlibris Feuerbacher Heide.

26,7 : 16,5 cm. [4], 14, [4] Seiten. – Kassette an den Gelenken leicht verblasst, die Silberfolie auf dem Rücken nicht mehr ganz makellos.

Von Lucius S. 51ff. – Spindler 168.1. – Dubansky/Strauss 45/0

531  Edition Tiessen – Erster [bis] 80. Druck der Edition Tiessen

€ 8000

[alles Erschienene]. Neu-Isenburg 1977–1995. Mit 376, häufig signierten Originalgraphiken in den Büchern und auf den Einbänden und 147 zusätzlichen in Suiten und Beilagen. Alle in Originaleinbänden und -broschüren, teils mehrteilig.

Vollständige Folge der bekannten Reihe. – Wolfgang Tiessen (1930–2017) wurde 1952 Assistent von Gotthard de Beauclair und arbeitete mit ihm und Hermann Zapf in Frankfurt. »In de Beauclairs Arbeit verbinden sich die besten Eigenschaften des deutschen Pressendrucks mit denen des französischen Malerbuches zur formvollendeten Buchkunst. Wolfgang Tiessen knüpfte dort an, ignorierte jedoch die formalen Eskapaden des französischen Malerbuches, indem er […] den Graphiker oder Bildhauer in die Disziplin eines durchdachten Buchkörpers einband« (Lothar Lang). – 52 Titel in der Vorzugsausgabe (meist etwa 50 Exemplare), die meist signierte Suiten oder zusätzliche Graphiken enthielten (hier insgesamt 147), zwei Vorzugsausgaben wurden in Leder gebunden. – Wir erwähnen ausgewählte Drucke: 1. Adalbert Stifter / Ferdinand Springer. Über das Große und Kleine. Drei signierte Farbradierungen, signierte Extrasuite und signierte farbige Tuschfederzeichnung. – 4. G. E. Lessing / Simon Dittrich. Fabeln. Fünf signierte Radierungen, signierte Extrasuite und signierte farbige Zeichnung. – 6. Aischylos / Eduardo Chillida. Die Perser. Eins von 100 Exemplaren mit den vier Holzschnitten im Buch. – 16. Friedrich Schiller. Die Gesetzgebung. Eins von 50 Exemplaren im Ledereinband von Theophil Zwang nach Entwurf von Kurt Londenberg. – 31. Martin Buber. Der Weg des Menschen. Eins von 35 Exemplaren im Ledereinband von Theophil Zwang. – 49. Thomas Bernhard / Bernhard Schultze. Die Mütze. Seltene Erstausgabe. – 57, 64, 71 und 72. Alle mit Holzstichen von Karl-Georg Hirsch in der Vorzugsausgabe mit signierter Suite. – Dazu vier Sonderdrucke der Edition Tiessen: I. Gotthard de Beauclair. Gedanken zum Ende der Ära Gutenbergs. 1977. – II. Friedrich Hölderlin. Aus der Hekuba des Euripides. Mit zwei Holzschnitten von Gerhard Marcks. 1979. – III. Horst Heiderhoff. Die Original-Janson-Antiqua. 1983. – IV. Wolfgang Tiessen. Vom Dienst am Autor und Leser. 1987.

»Diese Pressendrucke zeichnen sich allesamt durch eine ans Wunderbare grenzende Stimmigkeit in Text, Schrift, Druck, Papier, Einband und Illustration aus« (FAZ vom 26.05.94). – An der graphischen Ausgestaltung waren unter anderem folgende Künstler beteiligt: Ferdinand Springer, Horst Hussel, Simon Dittrich, Paul Eliasberg, Edurado Chillida, Otto Rohse, Imre Reiner, Friedrich Meckseper, Andreas Brylka, Esteban Fekete, Barbara Fahrner, Anton Watzl, Joachim Geilen, H. M. Erhardt, Rolf Escher, Wilhelm Neufeld, Bernhard Schultze, Anthony Canham, Karl-Georg Hirsch.

Verschiedene Formate und Einbände, alle tadellos erhalten. Einige wenige Suiten mit abweichender Exemplarnummer, da nachträglich oder getrennt erworben. – Nicht alle Drucke erschienen mit einer Vorzugsausgabe, von den edierten sind hier 24 nur als Normalausgabe vorhanden: 3, 6, 16, 17, 34, 36, 37, 39, 42, 44, 45, 49, 55, 56, 60, 61, 67, 73 und 75–80.

Lang, Die Edition Tiessen 1977–1995, Seite A10 und ausführliche Bibliographie Seite C3–13

532  The Bear Press.

€ 38000

Erster [bis] 45. Druck. Bayreuth 1980 bis 2013. Mit zahllosen Graphiken. 44 Originaleinbände, ein Halblederband.

1980 gründete der Literaturwissenschaftler Wolfram Benda in Bayreuth 1980 seine »Bären Presse«. Vom ersten Druck gab es wenige Vorzugsexemplare in Leder, die späteren Editionen erschienen meist in drei Ausgaben: Luxusedition (hier elf vorhanden) mit zusätzlicher Graphik und Originalarbeit, Vorzugsausgabe (19 vorhanden) mit zusätzlicher Graphik und eine »Edition de tête« (15 vorhanden). – Die vollständige Folge aller bis 2013 erschienenen Ausgaben. Wegen detaillierter Beschreibungen verweisen wir auf die Webseite des Verlegers und unseren Auktionskatalog 20/2, KatNrn. 307–380.

1. 1980. Jean Paul. Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch. Mit vier signierten Radierungen von Caspar Walter Rauh. Weinroter Kalblederband. Eins von 15 Vorzugsexemplaren in Ganzleder (Gesamt 50).
2. 1981. E. T. A. Hoffmann. Signor Formica. Mit zwei signierten Radierungen von Caspar Walter Rauh. Halblederband. Eins von 100 Exemplaren (Gesamt 135).
3. 1982. Oscar Wilde. Die Nachtigall und die Rose. Mit vier Radierungen von Peter Klitsch. Weinroter Oasenziegenlederband. Eins von zehn Luxusexemplaren auf Pergament (Gesamt 210).
4. 1983. Ernst Jünger. Flugträume. Mit sechs Holzschnitten von Jürgen Wölbing. Crèmefarbener Oasenziegenlederband. Eins von zehn Luxusexemplaren auf Pergament und mit dem sechsten signierten Holzschnitt (Gesamt 210).
5. 1984. Marcel Schwob. Lebensbilder. Mit sieben Kaltnadelradierungen von Hans Fronius. Halbmaroquinband. Eins von 55 Exemplaren (Gesamt 75).
6. 1985. William Beckford. Vathek. Mit elf kolorierten Radierungen von Gottfried Helnwein. Zitronengelber Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren in Ganzleder mit der elften Radierung (Gesamt 200).
7. 1986. Johann Wolfgang von Goethe. Epigramme Venedig 1790. Mit 13 Radierungen von Wilhelm M. Busch. Rostfarbener Oasenziegenlederband. Eins von zehn Luxusexemplaren mit einer Suite von sieben nicht im Buch enthaltenen Graphiken (Gesamt 100).
8. 1986. Bassompierre · Goethe · Hofmannsthal. Erlebnis des Marschalls v. Bassompierre. Eine Erinnerung aus dem Jahre 1606. Mit signiertem Holzschnitt von Jürgen Wölbing. Ziegelroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren in Ganzleder (Gesamt 200).
9. 1987. Edgar Allan Poe. Schatten. Mit drei Holzstichen von Fritz Eichenberg. Flaschengrüner Oasenziegenlederband. Eins von zehn Luxusexemplaren mit einer Suite von fünf Holzstichen, davon wurden zwei nicht im Buch enthaltene signiert. (Gesamt 150).
10. 1988. Simson. Mit sieben Farbholzschnitten von Hanns Studer. Blauvioletter Halblederband. Eins von 115 Exemplaren (Gesamt 150).
11. 1988. Hans Henny Jahnn. Die Nacht aus Blei. Mit zwölf Radierungen von Klaus Böttger. Mausgrauer Kalblederband. Eins von 115 Exemplaren (Gesamt 150).
12. 1989. Honoré de Balzac. Das unbekannte Meisterwerk. Mit 13 Radierungen von Eberhard Schlotter. Halbpergamentband. Eins von 115 Exemplaren (Gesamt 150).
13. 1990. Heinrich von Kleist. Ueber das Marionettentheater. Mit sieben Farbholzschnitten von Hanns Studer. Sienabrauner Ziegenhalblederband. Eins von 115 Exemplaren (Gesamt 150).
14. 1991. Goethe. Römische Elegien. Mit 18 Holzstichen von Andreas Brylka. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einer Bleistiftzeichnung und dem zusätzlichen 18. Holzstich, jedoch in privatem Halbledereinband (Gesamt 150).
15. 1992. H. C. Artmann. Gesänge der Hämmer. Mit zwei Farbradierungen und je 14 blattgroßen Holzschnitten, Holzschnittinitialen und Absatzzeichen von Uwe Bremer. Eins von 25 Vorzugsexemplaren in Ganzleder mit einer zusätzlichen Farbradierung (Gesamt 155).
16. 1993. Robert Louis Stevenson. Markheim. Mit 16 Radierungen von Hubert Sommerauer. Anthrazitfarbener Kalblederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der 16. Radierung (Gesamt 150).
17. 1994. Christoph Martin Wieland. Ein Wintermährchen. Mit 30 Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Hellbeiger Pergamentband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
18. 1995. Hugo von Hofmannsthal. Reisebilder. Mit 15 Farbholzschnitten von Hanns Studer. Dunkelblauer Ziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem 15. Holzschnitt (Gesamt 150).
19. 1995. Apuleius. Amor vnnd Psyche. Mit 16 Radierungen von Harry Jürgens. Taubenblauer Pergamentband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit den kolorierten Radierungen einschließlich der zusätzlich beigelegten signierten (Gesamt 150).
20. 1996. Georg Heym. Der Metallene Tag. Mit elf Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Schiefergrauer Ziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem zwölften Holzschnitt (Gesamt 150).
21. 1997. William Beckford. Venedig. Mit 18 Lithographien von Rolf Escher. Bordeauxroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit einer zusätzlich beigelegten Lithographie (Gesamt 150).
22. 1996. Christoffel von Grimmelshausen. Der erste Beernhäuter. Mit zwölf Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Kaffeebrauner Schweinslederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem zwölften Holzstich (Gesamt 150).
23. 1998. Franz Kafka. Ein Bericht für die Akademie. Mit elf Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Violetter Ziegenlederband. Eins von 18 Vorzugsexemplaren mit dem elften Holzschnitt (Gesamt 50).
24. 1998/2011. Jorge Luis Borges. Rose & Blau. Mit 31 Acrylstichen von Bettina Rulf nach Vorzeichnungen für Holzschnitte von Jürgen Wölbing. Türkiser Oasenziegenlederband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einer Zeichnung und zwei zusätzlichen Holzschnitten (Gesamt 150).
25. 1999. Lukian. Hetärengespräche. Mit 16 Zweifarb-Radierungen von Eberhard Schlotter. Halbpergamentband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
26. 2000. Joseph von Eichendorff. Mondnacht. Mit 18 Farbholzschnitten von Hanns Studer. Burgunderroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem 18. Holzschnitt (Gesamt 150).
27. 2003. Albert Ehrenstein. Tubutsch. Mit neun zweifarbigen Acrylstichen von Karl-Georg Hirsch. Schwarzer Oasenziegenlederband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einem aquarellierten Acrylstich und einer Zeichnung (Gesamt 150).
28. 2001. Anton Tschechow. Kaschtanka. Mit elf Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Königsblauer Oasenziegenlederband. Eins von 18 Vorzugsexemplaren mit dem zusätzlichen elften Holzschnitt (Gesamt 150).
29. 2002. Arno Schmidt. Seelandschaft mit Pocahontas. Mit 18 Radierungen von Eberhard Schlotter. Rotbrauner Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der zusätzlichen 18. Radierung (Gesamt 150).
30. 2002. Wolfgang Hildesheimer. Bericht einer Reise. Mit 18 Radierungen von Paul Mersmann. Kupferfarbener Halbpergamentband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
31. 2005. Alfred de Musset und Wolf von Niebelschütz. Rondo. Mit sieben Radierungen von Peter Klitsch. Aprikotfarbener Pergamentband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einer aquarellierten Radierung und einer Zeichnung (Gesamt 150).
32. 2004. Frühlingsnacht. Chinesische Übertragungen von Günter Eich. Mit 15 Farbholzschnitten von Hanns Studer. Rostroter Oasenziegenhalblederband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
33. 2004. Eduard Mörike. Mozart auf der Reise nach Prag. Mit elf Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Weinroter Ziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem zusätzlichen elften Holzschnitt (Gesamt 65).
34. 2005. Gustave Flaubert. Bücherwahn. Mit 15 Radierungen von Paul Mersmann. Rotbrauner Oasenziegenhalblederband. Eins von 83 Exemplaren (Gesamt 120).
35. 2005. Ludwig Tieck. Die Gemälde. Mit 20 Radierungen von Eberhard Schlotter. Meerblauer Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der zusätzlichen 20. Radierung (Gesamt 150).
36. 2009. Gottfried Keller. Der Schmied seines Glücks. Mit 17 Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Grauer Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit einem zusätzlich beigelegten Holzstich (Gesamt 150).
37. 2006. Die dritte Reise Sindbads des Seefahrers. Mit zehn Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Roter Oasenziegenhalblederband. Eins von 33 Exemplaren (Gesamt 70).
38. 2007. Goethes Faust in ursprünglicher Gestalt. Mit 19 Radierungen von Eberhard Schlotter. Roter Oasenziegenhalblederband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
39. 2008. Jean Paul. Die wunderbare Geselschaft in der Neujahrsnacht. Mit sechs Schablithographien von Rolf Münzner. Halbpergamentband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
40. 2009. Theodor Storm. Bulemann’s Haus. Mit 19 Radierungen von Paul Mersmann. Weinroter Oasenziegenhalblederband. Eins von 83 Exemplaren (Gesamt 112).
41. 2009. Wolf von Niebelschütz. Ein Geisterfrühstück in Paris. Mit 19 Lithographien von Rolf Escher. Hellbrauner Ecrasélederband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit den aquarellierten Lithographien, einschließlich der zusätzlichen 19. (Gesamt 150).
42. 2011. Hugo von Hofmannsthal. Der Tod des Tizian. Mit 13 Radierungen von Eberhard Schlotter. Karmesinroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit einer zusätzlich beigelegten Radierung (Gesamt 150).
43. 2012. Friedrich Georg Jünger. Blaue Fahrt. Mit 20 Radierungen von Hubert Sommerauer. Blauer Oasenziegenlederband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einer zusätzlichen Zeichnung und der zusätzlichen 20. Radierung (Gesamt 150).
44. 2013. H. C. Artmann. Allerleirausch. Mit 21 Radierungen von Uwe Bremer. Scharlachroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der zusätzlichen 21. Radierung (Gesamt 110).
45. 2013. Paul Meersmann. Nachtfenster. Mit 20 Radierungen von Paul Mersmann. Grauer Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der zusätzlichen 20. Radierung (Gesamt 120).

Dazu vier Sonderdrucke, die stets unillustriert und in einer Auflage von 350 Exemplaren erschienen. Wenige Vorzugsexemplare wurden in Leder gebunden.
4. Robert Lewis Stevenson. Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Tiefblauer Kalblederband. Eins von 23 Vorzugsexemplaren.
10. Quirinus Kuhlmann. D. Funffzehn Gesänge. Beiger Kalblederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren.
14. Hugo von Hofmannsthal. Weltgeheimnis. Pappband. Eins von 320 Exemplaren.
15. Wolf von Niebelschütz. Die weiße Kunst. Weißer Kalblederband. Eins von 30 Vorzugsexemplaren.

Rücken von 8, 11, 12, 28 leicht verfärbt. Bei 24 stärker verfärbt, Vorsatzblatt mit kleinem Einriss (1 cm).

  533    Sisyphos-Presse – Christa Wolf. Das Leben der Schildkröten in Frankfurt am Main.

€ 250

Ein Prosagedicht. Mit sechs Radierungen von Alfred Hrdlicka. Frankfurt a. M. und Wien, Büchergilde Gutenberg 1989. Mit sechs blattgroßen Radierungen. Originalpappband mit silbergeprägten Titeln. In der Originalkassette mit der silbernen Banderole.

Dritter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333), hier eins der für die Büchergilde bestimmten. – Auf dem Titel vom Künstler signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

97,8 : 25,3 cm. [32] Seiten.

Nicht mehr bei Spindler und Lewin

  534    Sisyphos Presse – Christoph Hein. Die Vergewaltigung.

€ 150

Sechs Erzählungen. Dieter Tucholke. Sechs Originalradierungen. Berlin 1991. Mit sechs signierten Radierungen mit Prägedrucken. Originalhalbpergamentband mit blindgeprägter Deckelvignette. Im Originalschuber mit geprägtem Pressensignet.

Fünfter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Die Texte sind Erstdrucke aus dem erzählerischen Werk Christoph Heins, »Bilder ungewöhnlicher menschlicher Schicksale aus der Kriegs- und Nachkriegszeit unseres baufälligen Jahrhunderts«, illustriert von Dieter Tucholke, »Jahrgang 1934, frühzeitiger Antipod offizieller Kunstrichtungen und vielseitiger Experimentator mit graphischen Strukturen« (Elmar Faber im Nachwort).

40,5 : 32,5 cm. 28, [4] Seiten, 6 Radierungen.

535  Edition Balance – Das Gleichmaß der Unruhe.

€ 250

Texte und Grafiken zur veränderten Landschaft – Deutschland 1991. Berlin 1991. Mit neun signierten Originalgraphiken. Originalhalblederband.

Erster Druck der Edition Balance. – Eins von 170 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Im Druckvermerk vom Herausgeber signiert. – Gedruckt auf Roma-Bütten, als Blockbuch gebunden. – Mit je einer Radierung von Dieter Goltzsche, Lusici und Birgit Meyer, je einem Holzschnitt von Guillermo Deisler, Christoph Nies, Ulrich Tarlatt und Ruth Tesmar, einem Siebdruck von Gil Schlesinger und einer Spritz-Collage von Wolf Spies. – Die Graphiken entstanden zu Texten von 15 Schriftstellern, darunter Kerstin Hensel, Sarah Kirsch, Gabriele Wohmann, Jörg Kowalski, F. C. Delius und anderen. – Henry Günter gründete die Edition Balance 1990 in Berlin und knüpfte damit sowohl an die Tradition von Privatpressen, die das bibliophile Buch mit anspruchsvollem Inhalt dem lieblos gestalteten Massenbuch entgegensetzten, als auch des Künstlerbuchs der DDR an und setzt sie fort. »Ob diese Bücher nun in der DDR, der Wendezeit oder im vereinten Deutschland entstanden, eines sollte sie alle zum Ausdruck bringen: Die Befindlichkeit in einem Land, von dem Christa Wolf im November 1989 sagte, daß ›einem die Worte im Mund veralten‹. Zu welcher gelungenen Symbiose hierbei Texte von bekannten Autoren und Graphiken von teils bekannten Künstlern zusammengeführt werden, zeigt uns das Beispiel vom I. Druck der Edition Balance ›Das Gleichmaß der Unruhe‹« (Thomas Glöß, Neue Bildende Kunst, I/1995).

31,0 : 21,9 cm. [60] Seiten, 9 Graphiken. – Rücken etwas verfärbt.

  536    Edition Balance – Gabriele Wohmann. Sidonie.

€ 250

Erzählung. Guillermo Deisler Originalgrafiken. Berlin 1992. Mit drei signierten Farbradierungen und acht Siebdrucken. Originalhalblederband mit blindgeprägten Titeln. Im Originalschuber mit Lederkanten.

Dritter Druck der Edition Balance. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlich beigelegten Zeichnung (Gesamtauflage 112). – Im Druckvermerk von Autorin und Künstler signiert. – Als Blockbuch gedruckt auf der Presse der »Edition Sirene«, Berlin.

32,8 : 24,5 cm. 32, [4] Seiten, 3 Radierungen, 1 Zeichnung.

  537    Edition Balance – Johannes Jansen. Ausflocken.

€ 250

Ein Abwasch. Wolf Spies Zeichnungen. Berlin 1992. Mit zehn signierten Zeichnungen (Tusche, farbige Tinte, Aquarell). Illustrierter Originalhalbpergamentband in -leinenkassette.

Zweiter Druck der Edition Balance. – Unikatbuch. – Eins von 35 Exemplaren (Gesamtauflage 40). – Von Autor und Künstler im Druckvermerk signiert. – Satz und Gesamtgestaltung von Henry Günther.

36,0 : 27,0 cm. 38, [4] Seiten.

  538    Edition Balance – Privileg.

€ 250

Ein Tagebuch in Zeit-Collagen. 9. bis 14. September 2001 NYC. Henry Günther, Marion Günther-Bonsack, Jörn Lies. Gotha, Leipzig und New York 2003. Fotografien, Prägungen und Radierung. Originalhalblederband in -halbleinenkassettte.

Balance Press IV. – Eins von 45 Exemplaren. – Mit einer beigegebenen Fotografie. – Von allen drei Beteiligten im Impressum signiert. – Das Künstlerbuch vereint Texte und Gedichte der Eheleute Günther mit den Fotografien des Sohnes. Vater und Sohn erlebten den 11. September 2001 in New York und verarbeiteten Ängste und Eindrücke in diesem »Plädoyer, aus den eigenen Ängsten zu lernen und nicht einfach weiterzumachen in der Sprache von Gewalt, Hass und Ausgrenzung.« – Typographie und Buchgestaltung von Henry Günther.

32,7 : 18,1 cm. [60] Seiten. – Kassette mit kleinen Kratzspuren.

  539    Edition Balance – Kants Affe. Ein Todtengespräch.

€ 250

Karl Mickel. Nuria Quevedo. Friedrich Schenker. Berlin 1993. Mit neun signierten blattgroßen Radierungen von Nuria Quevedo und drei signierten blattgroßen Notenschriften von Friedrich Schenker im Text. Originalhalbpergamentband mit schwarz geprägten Titeln. Im Schuber.

Vierter Druck der Edition Balance. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 60). – Das Libretto für eine Oper, ein Gespräch zwischen Immanuel Kant und dem Marquis de Sade, stammt von Karl Mickel, die Vertonung von Friedrich Schenker. Nuria Quevedo schuf dazu die Radierungen. – Die Texte wurden entnommen aus Kants »Kritik der praktischen Vernunft« und de Sades »Philosophie im Boudoir«. – Nuria Qevedo (geboren 1938), Tochter spanischer Emigranten, war Meisterschülerin von Werner Klemke.

36,9 : 27,5 cm. 49, [5] Seiten. – Schuber mit einigen schwachen Schabspuren.

  540    Edition Balance – Bianca Döring. Tag Nacht Helles Verlies.

€ 300

Neue Gedichte. Zeichnungen und Collagen von Wolf Spies. Gotha/Berlin 1995. Mit neun Originalzeichnungen und Collagen. Originalpappband mit geprägter Deckelzeichnung. In Leinenkassette mit Acrylglasdeckel.

Achter Druck der Edition Balance. – Eins von 35 Exemplaren mit Unikatcharakter (Gesamtauflage 40). – Von Autorin und Künstler im Druckvermerk signiert. – Herausgegeben und gestaltet von Henry Günther. – Handgeschöpftes Einbandpapier von John Gerard.

35,8 : 26,5 cm. – Einband am Oberrand etwas verblaast.

  541    Edition Balance – Sechs Drucke.

€ 900

Berlin und Gotha 1994–2006. Fünf Originalhalblederbände, eine Broschur.

I. 5. Druck: Johannes Jansen. Hans Hiob. Ein Auszug. Berlin 1994. Mit einer Zeichnung und sechs signierten Siebdrucken von Johannes Jansen. – II. 12: Marion Günter. Augen Blicke. Gotha und Berlin 1999. Mit Farblithographien von Sabine Cornelia Sauermilch.– III. 13: Jörg Kowalski. Hyle. Gotha und Berlin 2000. Mit Holzschnitten von Albrecht Genin. In Zusammenarbeit mit der Galerie Horst Dietrich. Vorzugsexemplar mit einem zusätzlich beigelegten signierten Holzdruck. – IV. 14: John Yau. Russian Letter. Russischer Brief. Thomas Offhaus. Etchings. Radierungen. Gotha 2003. – V. 15: Marion Günther. Rauhreif. Liebesgedichte. 2006. Farbholzschnitte von Frank Eißner. Mit einer zusätzlich beigegebenen aquarellierten Zeichnung. – Dazu: Allen Ginsberg. Waking-Erwachen in New York.Leipzig und Gotha, Atelier Buchkunst 1996. Mit Farbholzschnitten von Christiane Baumgartner. – Alle in kleinster Auflage erschienen, von den Künstlern in den Druckvermerken signiert. – III, IV und die Beigabe in Originalleinenkassette.

Rücken von I verfärbt.

  542    Sonnenberg-Presse – Das Hohelied.

€ 350

Mit Holzschnitten von Andrea Lange. Aus dem Hebräischen von Alisa Stadler. Mit einem Nachwort von Rainer Stöckli. Kemberg, Sonnenberg-Presse 2011. Mit 21 meist farbigen Holzschnitten, 15 blatt- und sechs doppelblattgroß. Originalpappband mit einem der doppelblattgroßen Holzschnitte, dieser zweigeteilt auf dem Schuber wiederholt.

Eins von 30 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Velin. – Handsatz und Handdruck durch die Künstlerin, unterstützt durch Klaus Arnold. – Die fulminante Ausgabe eines der meist illustrierten Texte der Weltliteratur entstand auf Anregung von Hubert Witt, die Holzschnitte stammen meist aus den Jahren 1999 und 2003. – Andrea Lange wurde 1970 in Dresden geboren und gründete 1998 zusammen mit Bettina Haller in Chemnitz die Sonnenberg-Presse, die 2001 ins brandenburgische Kemberg verlegt wurde.

40 : 35 cm. 64 Seiten.

  543    Edition Phi – Vier Ausgaben der »Collection 26 x 35«

€ 400

Echternach, später Herborn 1988–1991. Orignalleinenbände und ein Originalpappband, alle in farbig serigraphiertem Originalschuber.

Abwechslungsreich und farbenfroh gestaltete Editionen des luxemburgischen Kleinverlages. – Je eins von 100 Exemplaren, weitere zehn kamen nicht in den Handel. – Im Druckvermerk vom Künstler, bei II–IV auch vom Verfasser signiert. – Die nach der Buchgröße benannte Reihe wurde fortgesetzt. – I. Giorgos Seferis. Geheime Gedichte. 1988. Mit sieben Farbserigraphien von Robert Brandy. – II. Pierre Garnier. Nativité. 1989. Mit einem farbigen Prägedruck und farbig serigraphierten Illustrationen und Text von Théo Kerg. – III. Emile Hemmen. J’ecoute tes yeux. 1989 Mit fünf ganzseitigen Farbserigraphien von Henry Kraus. – IV. Jacinto Luis Guereña. Orages de l’apaisement. Poèmes. Théo Kerg. 1991 Mit einem farbigen Prägedruck und acht blattgroßen Farbserigraphien von Théo Kerg.

544  Aldus-Presse – Horst Locher. Über Kunst und Kunstsammeln.

€ 250

Radierungen von Volker Sammet. Reicheneck 1990. Mit fünf signierten Radierungen. Originalhalblederband mit serigraphierten Deckelillustrationen. Im Schuber.

51. Ausgabe der Aldus Presse. – Eins von 111 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Buchgestalter Arno Piechorowski signiert. – Gedruckt auf Bütten, die Radierungen als Handdrucke des Künstlers auf rosa Kupferdruckkarton. – Die Radierungen, die zu den Aphorismen Lochers entstanden, sind betitelt: Auktionsangler. – Die Jury. – Kammerforellenquartophonett. – Vernissagendemagoge. – Newstilservice. – Mit Widmung des Verfassers auf dem Vortitelblatt.

32,3 : 24,5 cm. [3], 6, [3] Blätter, 5 Radierungen.

  545    Antinous Presse – Konstantin Wecker. Der alte Kaiser.

€ 200

Sieben Gedichte. Mit drei Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Garching, Antinous Presse 1992. Schwarzer Originalpappband mit Blindprägung. Im Schuber.

Dritter Druck der Antinous Presse von Matthias Loidl. – Eins von 120 Exemplaren im Pappband (Gesamtauflage 205). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Auf schwarzem Bütten und Giju Shoju Japanpapier. – Die Einbanddecke, gearbeitet von Roland Meuter, mit blindgeprägtem Text nach Weckers Handschrift bzw. in Typographie. – Sehr reizvolles Künstlerbuch.

23 : 26 cm. [48] Seiten, 3 Holzstiche.

Kästner/Lübbert A 84.1

546  Antinous Presse – Thomas Mann. Der Tod in Venedig.

€ 800

Einleitung: Wolfgang Koeppen. Die Beschwörung der Liebe. Nachwort: Terence James Reed. Dichternöte – ein Spiel mit Leben und Tod. Textvarianten aus der früheren Fassung. Unterreit bei Wasserburg 1993. Mit acht signierten Radierungen von Kurt Steinel. Blauer Halblederband mit silbergeprägtem Rückentitel und marmorierten Deckelbezügen (signiert: Thomas Zwang, Hamburg). Im dunkelblauen Schuber.

Vierter Druck der Antinous Presse Matthias Loidl. – Erworben als eins von zehn Rohbogen-Exemplaren (Gesamtauflage 115) und im Auftrag von Edith Achilles in Hamburg gebunden. – Im Druckvermerk von Wolfgang Koeppen, Thomas Reed und Kurt Steinl signiert. – Gesetzt bei SchumacherGebler, gedruckt in der Offizin Haag-Drugulin. – Die Radierungen druckte Johann Peter Baum in der Werkstatt der Hochschule für Gestaltung, Offenbach. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Der Text folgt dem Erstdruck in der »Neuen Deutschen Rundschau« von 1912, die Varianten zur Hundertdruckausgabe (siehe Katalognummer 132) werden ausführlich kommentiert. – Dazu: Thomas Mann. Der Kleiderschrank. Eine Geschichte voller Rätsel. Garching 1991. Mit zwei ganzseitigen Holzstichen von Andreas Brylka. Originalpappband mit Oleographiepapierbezügen. Zweiter Druck der Prosa-Blätter der Antinous-Presse. – Eins von 90 Exemplaren (Gesamtauflage 145). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Wohl erste Einzelausgabe der 1898 entstandenen Erzählung (vgl. Potempa E 10).

40,3 : 31,8 cm. 95, [5] Seiten. 8 Radierungen.

547  Kurt Steinel – Thomas Mann. Mario und der Zauberer.

€ 1500

Ein tragisches Reiseerlebnis. Mit sieben Farbradierungen von Kurt Steinel. Ascona und Unterreit, Antinous Presse 1998. Mit sieben signierten Farbradierungen. Zweifarbiger Originalmaroquinband mit blindgeprägter Vorderdeckelillustration und silbergeprägtem Rückentitel; Halbledermappe mit montierter signierter Deckelradierung. Zusammen in Originalhalblederkassette mit vergoldetem Rückentitel.

Siebter Druck der Antinous Presse. – Eins von 25 Exemplaren der in Ganzleder gebundenen Vorzugsausgabe mit einer signierten und nummerierten Extrasuite aller acht Radierungen (einschließlich einer im Buch nicht verwendeten) sowie zwei Abzügen der Deckelradierung, die nur in der Vorzugsausgabe enthalten ist (Gesamtauflage 115). – Im Druckvermerk vom Künstler und den Autoren des Vor- bzw. Nachworts, Elisabeth Mann Borgese und Hans Mayer, signiert. – Enthält auch einen Text von Dino Buzatti (Gabrielli, das Urbild Cipollas) in der Übersetzung von Ulrich Kocher. – Gedruckt auf Zerkall-Kupferdruckbütten. – Üppig gesetzt, opulent gedruckt, ausgestattet und gebunden. – Abgesehen von der Kassette makellos erhalten.

39 : 28 cm. [2], 71, [7] Seiten, 7 Radierungen. – Mappenrücken an den Rändern etwas verfärbt.

548  Antinous Presse – Ascona Presse – Robert Walser. Sieben Prosastücke.

€ 700

Hanns Studer Farbholzschnitte. Mit einem Essay von Wolfgang Koeppen. Unterreit und Ascona 2003. Mit zwölf Farbholzschnitten, davon fünf blatt-, sieben doppelblattgroß. Halblederband mit Rücken- und Kopfschnittvergoldung und Holzschnitt-Deckelbezügen (Roland Meuter, Ascona). Im Schuber mit Lederkanten und Holzfurnierbezug.

Gemeinschafts-Projekt: Neunter Druck der Antinous Presse, 16. Druck der Ascona Presse. – Eins von 20 Belegexemplaren. (Gesamtauflage 90). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Texte auf farbige Tonflächen gedruckt, die wie die Illustrationen von Hanns Studer in Holz geschnitten wurden. – Inhalt: Der Pavillon. – Der Maskenball. – Porzellan. – Aufsatz über Löwenbändigung. – Das Kaffeehaus. – Die Büffetdame und ihr Page. – Festzug. – Die Auswahl erschien anlässlich des 125. Geburtstags von Robert Walser. Der Essay von Wolfgang Koeppen erschien erstmals am 15. April 1978, anlässlich Walsers 100. Geburtstag.

40,0 : 25,8 cm. [60] Seiten.

549  Ascona Presse – Hermann Hesse. Zwei Märchen.

€ 350

Radierungen von Frank Bruggisser. Ascona 1986. Mit zwei signierten Farbradierungen. Dunkelroter Originalsaffianlederband mit Deckelillustration aus blindgeprägten Fileten und farbigen Lederintarsien, Kopfschnitt vergoldet und gepunzt (Roland Meuter, Ascona). Im Originalschuber.

Erster Druck der Ascona Presse. – Eins von 20 Vorzugsexemplaren in Ganzleder (Gesamtauflage 80). – Handsatz von Ireneo Nicora, Druck auf seiner Handpresse. – Auf Rives-Bütten. – Angeregt wurde die Gründung der Presse durch Gunther Böhmer, der eigentlich diesen Druck illustrieren wollte, aber 1986 verstarb.

22,5 : 16,0 cm. [6], [32], [6] Seiten. 2 Radierungen. – Rücken leicht verblasst.

Spindler 78.1

550  Ascona Presse – Henry Jaeger. Der Sieger

€ 300

oder Weit ist der Weg nach Marathon. Mit sechs Lithographien von Alban Welti. Ascona, Ascona-Presse 1993. Mit sechs farbigen, ganzseitigen Lithographien. Roter Originalhalbmaroquinband mit Oleographiepapierbezügen und vergoldetem Rückentitel (Roland Meuter, Ascona). Im Schuber.

Zehnter Druck der Ascona Presse von Roland Meuter. – Eins von 30 Exemplaren in Halbleder (Gesamtauflage 65). – Im Druckvermerk von Künstler und Autor signiert. – Auf Arches-Bütten. – Dazu: Trude Stadler. Unterwegs. Ascona 1991. Texte und sechs signierte Farblithographien. Originalpappband mit Bezug aus Oleographiepapier, blindgeprägtem Deckel- und goldgeprägtem Rückentitel (Roland Meuter, Ascona). Sechster Druck der Ascona Presse. – Eins von 40 Exemplare (Gesamtauflage 65). – Von der Künstlerin auch im Druckvermerk signiert. – Auf Arches-Bütten. – Die Oleographiepapiere, die Roland Meuter für die meisten seiner Halblederbände verwendete, fertigte seine Ehefrau Beatrice Meuter.

30,2 : 20,4 cm. [32] Seiten. – 25,5 : 18,8 cm. [32] Seiten.