ChristianHesse

Pressendrucke nach 1945 | Hesse-Auktionen
Pressendrucke nach 1945

477  Officina Bodoni – Cecco Angiolieri. Sonette.

€ 300

Verona, Officina Bodoni 1944. Originalhalbleinenband mit Buntpapierdeckelbezügen. Im Originalschuber.

Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – Eins von 165 Exemplaren. – Der breitrandige Handpressendruck auf Bütten entstand im Auftrag von Rudolf Freiherr von Simolin. – Gesetzt aus einem Neuschnitt der Schriften von Francesco Griffo. – Italienisch-deutscher Paralleltext. – Mit einer biographischen Übersicht und Anmerkungen.

28,6 : 20,0 cm. 354, [10] Seiten.

Schmoller/Mardersteig 64

478  Officina Bodoni – Robert Burns. Lieder.

€ 400

In das Schweizerdeutsche übertragen von August Corrodi. Verona 1949. Mit einer kolorierten Holzschnitt-Titelvignette. Originalschweinslederband mit blindgeprägten Fileten und goldgeprägtem Rückenschild. Im Originalschuber. – Mit Widmung des Herausgebers.

Eins von 100 Exemplaren. – Privatdruck, im Auftrag des Winterthurer Mäzens Georg Reinhart entstanden und nicht für den Handel bestimmt. – Der schottisch-schweizerdeutsche Paralleltext war 1870 erstmals erschienen. Der Übersetzer August Corrodi (1826–1885), Zeichenlehrer, Kinderbuchillustrator, Musiker und eben auch Mundartdichter, argumentiert in seiner Vorrede, dass einzig das zürichdeutsche Alemannisch geeignet sei, Burns Poesie adäquat wiederzugeben. – Auf dem Vorsatzblatt eigenhändige Widmung »Herrn Dr. Niggli freundlichst überreicht Ostern 1950 Georg Reinhart«.

20,3 : 13,3 cm. 119, [5] Seiten. – 2 Blätter mit Knickfalte, sonst tadellos.

Mardersteig 93

  479    Eggebrecht-Presse – Des Melachos bukolische Episteln.

€ 200

Deutsche Nachdichtung von Aloysius X. Weintraub. Aufgefunden und neu herausgegeben von Urs Usenbenz. Mit 19 Farbholzschnitten von Hanns Studer. Mainz 1955. Mit 19 Farbholzschnitten im Text, zehn davon blattgroß. Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Oleographiepapierdeckelbezügen (signiert: R. Meuter Ascona).

Hinter den Pseudonymen des Nachdichters und Herausgebers verbarg sich Walter Widmer (1903–1965), der Vater von Urs Widmer. – Auf Zerkall-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – »In dem Schweizer Hanns Studer hat die Presse einen [zweiten] Illustrator von Format, einen Meister des farbigen Holzschnittes gefunden, wie sich an ›Des Melachos bukolischen Episteln‹ (1955) zeigt.« (Georg K. Schauer). – Albert Eggebrecht (1910–1946) hatte in Mainz bei Christian Heinrich Kleukens studiert und an dessen Pressen mitgearbeitet. 1936 gründete er seine eigene Presse, der junge Verleger starb aber bereits 1946. Seine Witwe setzte sein Werk 1947 fort. Hanns Studer (1920–2018) illustrierte später auch mehrere Ausgaben der Bear Press.

22,7 : 14,3 cm. 34, [6] Seiten.

Spindler 37.8. – Schauer I, 249

480  Gotthard de Beauclair – Almanach der Letternkunst.

€ 400

Für das Jahr 1951 herausgegeben und den Freunden des Hauses gewidmet von der Schriftgießerei D. Stempel AG Frankfurt a. M. Frankfurt am Main [1950]. Roter Originalsaffianlederband mit vergoldetem Rückentitel und vergoldeten Deckelkantenfileten (Gudrun von Hesse, signiert: GvH).

Wohl nur in kleiner Auflage in der Hausdruckerei der D. Stempel AG gedruckt. – Gebunden wurde diese Ausgabe von Gudrun von Hesse, die kurze Zeit später (1951) Hermann Zapf heiratete. – Mit eigenhändiger Widmung des Mitherausgebers und -gestalters Gotthard de Beauclair auf dem Vorsatzblatt »Für Siegfried ein Häpplein Prosa (S. 5/6)«, mit Paraphe »G«. – Diese Einleitung signiert, der Druckvermerk mit eigenhändigem Zusatz »Mitgestaltet und eingeleitet von G. B.« – 1951 wurde Beauclair zusammen mit Hermann Zapf und Georg Kurt Schauer in die künstlerische Leitung der Frankfurter Schriftgießerei berufen. 1962 gründete der passionierte Buchgestalter nach langjähriger Tätigkeit für Insel, Propyläen und Trajanus-Presse seinen eigenen Verlag. – Der Almanach vereint verschiedene Aphorismen und Sinnsprüche zur Buchkunst mit einem Kalendarium unter Verwendung von Schriften von Rudolf Koch, Friedrich Wilhelm Kleukens, Hermann Zapf und vielen anderen Hausschriften. – Gedruckt in Rot, Blau, Gelb und Schwarz auf gelblichem Werkdruckpapier. – Selten.

20,7 : 11,7 cm. [116] Seiten.

481  Trajanus-Presse – Werner Bergengruen. Die drei Falken.

€ 600

Eine Novelle. Mit Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. Frankfurt am Main 1956. Mit sieben Holzschnitten im Text, davon vier blattgroß, und einer Titel- und Schlussvignette. Senffarbener Maroquinband mit Blindprägung auf Rücken und Deckelkanten. Im Schuber. – Widmungsexemplar.

Siebter Druck der Trajanus-Presse. – Unnummeriertes Exemplar, über die Auflage von 350 hinaus gedruckt und als »Belegstück« bezeichnet. – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung des Verlegers Gotthard de Beauclair »Seinem lieben Mitarbeiter und Freunde WOLFGANG TIESSEN zum 1. Dezember 1956 herzlichst zugeeignet«. – Dazu: Hugo von Hofmannsthal. Lucidor. Frankfurt am Main 1959. Mit zwölf Holzstichen von Felix Hoffmann, davon acht blattgroß. Originalhalbpergamentband mit fliederfarbenen Seidenbezügen und vergoldetem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalschuber. Zehnter Druck der Trajanus-Presse. – Eins von 500 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Japanpapier. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Erschienen anlässlich des 30. Todestages des Dichters. – Beigabe: Trilussa. Die bekehrte Schlange und siebenzwanzig andere Fabeln. Aus dem römischen Volksdialekt übertragen von Hans von Hülsen. Wiesbaden, Insel 1952. Illustrationen von Werner vom Scheidt. Originalhalbleinenband. Dritter Druck der Trajanus-Presse.

28,8 : 18,8 cm. [10], 61, [12] Seiten. – Rücken nachgedunkelt.

Spindler 40.7 und 10

482  Gotthard de Beauclair – Trajanus-Presse – Das Evangelium des Johannes.

€ 300

Griechisch und Deutsch. Frankfurt am Main 1960. Anthrazitfarbener Originalkalblederband mit ornamentaler Blindprägung und grün-goldenem Rückenschild (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalpappschuber.

Elfter Druck der Trajanus-Presse. – Eins von 150 Exemplaren. – Auf Trajanus-Bütten von Hahnemühle. – Zweispaltiger Druck: Die deutsche Übertragung nach dem Luthertext von 1566 wurde aus der Aldus-Antiqua gesetzt, der griechische Originaltext aus der Heraklit. – Beide Schriften entwarf Hermann Zapf.

31,5 : 20,5 cm. 50, [6] Seiten. – Rücken leicht verblasst und mit kleinem Farbfleck. Schuberkanten teils leicht berieben.

Spindler 40.11

  483    Trajanus-Presse – Vier Drucke der Trajanus-Presse.

€ 300

Frankfurt am Main 1958–1976. Mit Originalgraphiken. Originaleinbände.

I. 15. Druck: Der Roman von Tristan und Isolde. Erneut von Joseph Bedier, in der Übertragung Rudolf G. Bindings. Mit 14 kolorierten Textholzschnitten von Fritz Kredel. Originalpappband mit rot-goldenem Lederrückenschild im Originalschuber. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 500). Im Druckvermerk vom Künstler signiert. Auf Bütten. – Gesetzt aus der hier erstmals verwendeten »Jabon« von Jan Tschichold.
II. 16. Druck: Jean Moréas. Ausgewählte Gedichte. Übertragen und herausgegeben von Gotthard de Beauclair. 1972. Mit fünf Radierungen von Willy Meyer-Osburg. Originalhalbpergamentband mit blindgeprägter Deckelvignette und vergoldetem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalpappschuber. – Der letzte Druck der Trajanus-Presse. – Das erste von 100 arabisch nummerierten Exemplaren, die für die D. Stempel AG vorgesehen waren (Gesamtauflage 185). Entgegen dem Druckvermerk hier mit allen fünf Radierungen (statt nur einer), diese jedoch nicht signiert. Im Druckvermerk vom Verleger signiert. Auf Velin »BFK Rives«.
III. Ada Battke. Palomar. Gedichte. 1958. Leinenband mit Rückenschild und goldgeprägtem Rückentitel. – Gabe für die Freunde der Trajanus-Presse zur Jahreswende 1958/59. – Eins von 250 Exemparen. – Erste Ausgabe des letzten Werkes der Autorin, erschienen kurz vor ihrem Tod, mit eigenhändiger Widmung. – Auf Bütten.
IV. Gotthard de Beauclair. Zeit · Überzeit. Versnoten und Bildgedichte. 1976. Originalleinenband mit Blindprägung nach Entwurf von Marc Tobey und vergoldetem Leder-Rückenschild (Willy Pingel, Heidelberg). – Ungezählter Druck der Trajanus-Presse. Eins von 150 Exemplaren.

Rücken von I verblasst, sonst sehr gut erhalten.

Spindler 40.15, 16, 17 und 20

484  Ars librorum – Canticum Canticorum.

€ 600

Das Hohe Lied. Mit dreißig Lithographien von Gerhart Kraaz. Frankfurt am Main, Ars libri 1962. Mit 28 Lithographien im Text, davon acht doppelblattgroß. Brauner Originalmaroquinband mit vergoldetem Rücken- und blindgeprägtem Deckeltitel (Christian Zwang, Hamburg). In Originalleinenkassette (Willy Pingel, Heidelberg).

Erster (noch unbezeichneter) Ars librorum Druck. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe im Ledereinband und mit vier zusätzlichen signierten Lithographien (Gesamtauflage 325). – Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf gelblichem Hahnemühle-Bütten. – Den Text druckte Hans Christians, Hamburg; die Lithographien Paul Robert Wilk, Frankfurt am Main. – Die Übersetzung von Gotthard de Beauclair fußt auf dem hebräischen Urtext. – Bei der Lederausgabe entfielen die beiden Lithographien auf dem Umschlag. – Tadellos. – Der passionierte Buchgestalter Gotthard de Beauclair (1907–1992) gründete 1962 nach langjähriger Tätigkeit für den Insel-, den Propyläen-Verlag und die Trajanus-Presse seinen eigenen Verlag. Mit »Ars librorum« konnte er seine Vorstellungen von buchgestalterischer Qualität und dem Buch als Gesamtkunstwerk realisieren.

48,0 : 33,0 cm. [2], 40, [6] Seiten.

Löffler B 8a. – Spindler 40.21. – Tiessen II, 15

  485    Ars librorum – Acht Ars librorum Drucke.

€ 400

Frankfurt am Main 1962–1968. Mit zahlreichen Originalgraphiken. Originaleinbände.

I. Zweiter Druck: Das unschätzbare Schloß in der afrikanischen Höhle Xa Xa. Ein altes deutsches Volksbuch. Mit dreißig Illustrationen. 1962. Illustrationen von Wilfried Blecher. Originalleinenband, Originalschuber. 900 (1000) Exemplare.
II. Vierter Druck: Apuleius. Amor und Psyche. 1963. Radierungen von Felix Hoffmann. Originalbroschur. 150 (175) Exemplare.
III. Sechster Druck: Garten im Herbst. Acht zumeist zweifarbige Original-Lithographien von Imre Reiner zu einer Gedichtfolge von Paul Appel. 1964. Originalhalblederband. 130 (165) Exemplare, hier unnummeriert.
IV. Siebter Druck: Die Sonnengesänge des Echnaton und des Franz von Assissi. 1964. Mit fünf Linolschnitten von Otto Nebel, einer auf dem Originalpappband, im Originalschuber. 215 (250) Exemplare.
V. Achter Druck: Hölderlins Verstummen. Selbstzeugnisse aus seinem Werk und der Bericht der Madame de S . . . . . y. 1964. Originalleinenband. 300 Exemplare.
VI. Neunter Druck: Adalbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte. 1964. Mit neun Holzstichen von Imre Reiner, davon einer blattgroß. Illustrierter Originalleinenband im -schuber. 215 (250) Exemplare.
VII. 15. Druck: Eduard Mörike. Lucie Gelmeroth. Novelle. 1966. Mit sechzehn Holzstichen von Imre Reiner. Originalleinenband im -schuber. 650 (675) Exemplare.
VIII. 17. Druck: Georg Büchner. Leonce und Lena. Ein Lustspiel. 1968. Mit 15 zweifarbigen Illustrationen von Imre Reiner. Originalhalbpergamentband im -schuber. 150 (500).
Sechs Druckvermerke vom jeweiligen Künstler signiert, bei III nur vom Dichter, V unillustriert und deshalb unsigniert. – Alle tadellos erhalten.

Spindler 40.22, 24, 26, 27, 28, 29, 35 und 37

486  Ars librorum – Laudate Dominum.

€ 600

Laudes matutinae et vespertinae. Psalmen und Lobgesänge. Lateinisch-deutsche Ausgabe. Frankfurt am Main 1963. Weißer Originalschweinslederband mit vergoldeten Titeln und vergoldeter Deckelillustration. In roter Originalleinenkassette mit vergoldetem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg).

Dritter Ars librorum Druck. – Eins von 20 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren im Ledereinband (Gesamtauflage 950). – Im Druckvermerk vom Verleger signiert und mit seiner Empfehlungskarte als Beilage. – Auf Velin. – Gesetzt aus der Hammer-Unziale und der Aldus-Buchschrift. – Gedruckt in Schwarz und Rot, die deutschen Übertragungen in Grün. – Schönes Beispiel der typographischen Meisterschaft de Beauclairs. – Die Einbandzeichnung stammt von Hermann Zapf, sie wurde auch für die Papp- und Leinenbände der Normalausgabe verwendet.

30,3 : 22,1 cm. [6], XXII, [8] Seiten.

Spindler 40.23. – Tiessen Beauclair 160, 1

  487    Ars librorum – Georg Trakl. Helian. – Ezra Pound. The Seafarer.

€ 300

Frankfurt am Main 1963 und 1965. Mit fünf signierten Lithographien von Hans Fronius bzw. einer signierten Porträtlithographie von Oskar Kokoschka. Originalpappband bzw. -mappe.

I. Fünfter Ars librorum Druck. Eins von 99 Exemplaren. Die Lithographien wurden von Emanuel Kafunek, Wien, auf dünnes Papier gedruckt und auf die Büttenbogen montiert. Den Text druckte Hans Christians, Hamburg. – II. Elfter Ars librorum Druck. Eins von 165 (Gesamtauflage 220). – Auf Velin d’Arches. – Auf dem Vortitel vom Dichter signiert.

I: 51,5 : 37,0 cm. 12, [4] Seiten. Rücken etwas verblasst, Deckel mit schwachem Lichtrand. – II: 52,0 : 40,7 cm. XIII, [3] Seiten.

Spindler 40.25 und 31. – I: Rethi L 146–151. – II: Wingler/Welz 293

488  Ars librorum – Albert Camus. Der Gast.

€ 450

Mit acht Originalradierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main 1965. Mit acht Kaltnadelradierungen, davon sieben blattgroßen. Lose Doppelblätter in illustriertem Originalumschlag und -leinenkassette mit Deckelillustration (Helmuth Halbach, Königstein).

Zehnter Ars librorum Druck. – Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 300 und zehn Künstlerexemplare). Im Druckvermerk wird diese Vorzugsausgabe nicht erwähnt. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf Velin d’Arches. – Die Umschlag- und Vorderdeckelillustration wurde nach einem Aquarell Bargheers gedruckt. – Die Übersetzung stammt von Guido G. Meister.

44,7 : 32,3 cm. [2], 43, [7] Seiten.

Spindler 40.30. – Tiessen II, 2. – Rosenbach 199–206

489  Ars librorum – Platon. Das Gastmahl

€ 300

oder Über die Liebe. In der Übertragung von Rudolf Kassner. Mit neun Original-Radierungen von Heinz Battke. Frankfurt am Main 1965. Mit drei blattgroßen Radierungen und fünf radierten Vignetten. Lose Doppelblätter in Originalhalbleinenchemise mit Radierung auf dem Vorderdeckel. In Originalleinenkassette mit gold-braunen Lederschildern auf Vorderdeckel und Rücken (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt).

Zwölfter Ars librorum Druck. – Eins von 300 Exemplaren, zusätzlich wurden 25 Verlegerxemplare gedruckt. – Im Druckvermerk von Verleger und Künstler signiert. – Auf Velin »BFK Rives«. – Heinz Battke (1900–1966) war in jungen Jahren Schüler von Karl Hofer. Von den Nationalsozialisten als »entartet« abgelehnt, arbeitete er seit 1935 in Florenz. Nach Kriegsende kehrte er nach Frankfurt zurück und lehrte an der Städelschule. Die Platon-Radierungen entstanden 1963 und 1964 und zählen zum reifen Spätwerk. Sie sind zugleich die ersten und einzigen Buchillustrationen des Künstlers. – Makellos.

47,0 : 33,2 cm. 68, [4] Seiten.

Spindler 40.32. – Tiessen II, 1. – Cüppers 470–478

490  Ars librorum – Genesis. Die Schöpfung der Welt.

€ 450

Im deutschen Wortlaut der Zürcher Bibel. Frankfurt am Main 1965. Mit acht blattgroßen Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. Dunkelblauer Nigerziegenleder-Holzdeckelband mit zwei großen vergoldeten Deckelvignetten. Im Originalpappschuber.

13. Ars librorum Druck. – Eins von 400 (Gesamtauflage 475). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Janson-Antiqua, die 1685 von dem Ungarn Miklós Kis in Amsterdam geschnitten wurde. – Die großformatigen Holzschnitte Hoffmanns illustrieren die Trennung von Licht und Finsternis, Land und Wasser sowie die Schöpfung der Pflanzen, der Sterne, der Fische, der Vögel, der Tiere des Feldes und des Menschen. Ein neunter Holzschnitt wurde für den hier nicht vorhandenen Pappband verwendet. – Exlibris »Feuerbacher Heide«, Sammlung Hans L. Merkle.

40,5 : 25,3 cm. [26] Seiten.

Spindler 40.33. – Tiessen II, 53. – Tiessen Beauclair 161, 13

491  Ars librorum – Johann Wolfgang von Goethe. Goethes Buch Suleika

€ 900

gefolgt vom Schenkenbuch. Dem Westöstlichen Divan entnommen und mit vierzehn auf den Stein gezeichneten Farblithographien versehen von Max Peiffer Watenphul. Frankfurt am Main 1966. Mit 13 farbigen Lithographien im Text, davon fünf blattgroßen. Rehbrauner Originalmaroquinband mit montierter Farblithographie auf dem Vorderdeckel und vergoldetem Rückentitel. In Originalhalblederkassette, ebenfalls mit vergoldetem Rückentitel (Helmuth Halbach, Königstein).

14. Ars librorum Druck. – Eins von 370 Exemplaren, zusätzlich erschienen zehn Verlegerexemplare. Innerhalb der Auflage existieren verschiedene Einbandvarianten: Maroquin-, Halbpergament- und Leinenbände, laut Spindler wurden nur etwa 20 Exemplare in Leder gebunden. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf Velin d’Arches. – Gesetzt von Gotthard de Beauclair und Wolfgang Tiessen aus der Dante-Antiqua. – Peiffer Watenphuls zarttonige Lithographien illustrieren teils blattgroß, teils in den großzügigen Satzspiegel eingedruckt, Goethes Dichtungen.

41,0 : 27,7 cm. 37, [3] Seiten. – Lederband mit kleinen und leichten milchigen Schlieren.

Spindler 40.34. – Tiessen III, 1. – Watenphul/Pasqualucci D 76–89

492  Ars librorum – Sophokles. Antigone.

€ 400

In der Übersetzung von Karl Reinhardt. Mit zehn Radierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main 1967. Mit neun blattgroßen Radierungen, davon vier im Rötelton gedruckt. Lose Doppelblätter in Originalleinenchemise mit einer Radierung auf dem Vorderdeckel und in Originalleinenkassette (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt).

16. Ars librorum Druck. – Eins von 175 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – In Bargheers Œuvre spielt die mediterrane Landschaft, sei sie nun tatsächlich erlebt oder mystisch vorgestellt, besonders auch als Handlungsort der antiken Dramen eine zentrale Rolle. Nach Jürgen Eyssen bannte Bargheer »die tragische Ausweglosigkeit der antiken Schicksalstragödie in grandiose Masken«. – Tadellos.

44,3 : 31,5 cm. 81, [3] Seiten.

Spindler 40.36. – Rosenbach 242–251. – Tiessen III, 3

493  Edition de Beauclair – Reden und Gleichnisse des Tschuang-Tse.

€ 1200

Übertragen von Martin Buber. Mit fünf mehrfarbigen Radierungen von Ferdinand Springer. Frankfurt am Main 1970. Mit fünf signierten blattgroßen Farbradierungen. Grüner Maroquinband mit Blindprägung und ornamentaler Lederapplikation auf den Deckeln (signiert: R. Meuter Ascona). In Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel.

Edition de Beauclair 11. – Eins von 120 Exemplaren, hier mit einem zusätzlich eingebundenen zweiten Abdruck der vierten Radierung in anderer Farbstellung »e. a.«. Es erschienen weitere 90 Suitenausgaben ohne Text. – Auf Auvergne-Bütten. – Stilistisch und handwerklich eindrucksvoller Einband.

41,5 : 29,0 cm. [2], 44, [4] Seiten.

Spindler 40.47 (irrtümlich als 14. Druck bezeichnet). – Tiessen IV, 10. – Höfchen 252-256

  494    Sauerländer-Drucke – Die sieben Todsünden.

€ 300

Sieben Radierungen von Felix Hoffmann. Mit Versen aus dem »Narrenschiff« von Sebastian Brant. – Magnus Gottfried Lichtwer. Fabeln in vier Büchern. Mit vierundvierzig Zeichnungen von Frank-Arno Grüttner. Aarau, Sauerländer 1969 und 1971.

Erster und zweiter Sauerländer-Druck, mehr offenbar nicht erschienen. – Beide auf Bütten und im Druckvermerk vom Künstler signiert. – I. Originalhalbpergamentband. Eins von 40 römisch nummerierten Exemplaren mit Handabzügen der Radierungen, weitere 400 Exemplare enthielten nur Offsetdrucke. – II. Mit vier Radierungen als Beilage und 44 ganzseitigen Illustrationen im Text. Originalhalblederband. Eins von 16 römisch nummerierten Künstler-Vorzugsexemplaren (Gesamtauflage 160) mit beigelegten Radierungen (Handabzüge auf Japan, signiert, datiert und nummeriert sowie mit dem Monogrammstempel des Künstlers).

30, 4 : 22, 5 cm. 34, [6] Seiten. – 32,8 : 26,8 cm. 286, [14] Seiten.

495  Grillen-Presse – Iona.

€ 300

In der Übertragung von Martin Luther mit neun Holzschnitten von Gerhard Marcks. Berlin, Henssel 1950. Mit neun Holzschnitten im Text. Blauschwarzer Maroquinband mit vergoldetem Rücken- und blindgeprägtem Deckeltitel (signiert: Christian Zwang).

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Dritter Druck der Grillen-Presse. – Eins von 300 Exemplaren, davon nur wenige in Leder gebunden. – Druck von Richard von Sichowsky in der Landeskunstschule Hamburg, auf Hahnemühle-Bütten. – Der Holzschnitt »Der Prophet als Bußprediger« wurde in dieser Ausgabe vom Klischee (seitenverkehrt) gedruckt. – Den Holzschnitt-Titel, der auf den Originalumschlägen wiederholt wurde, nutzte Christian Zwang für den Prägedruck des Vorderdeckels. – Tadellos erhalten.

33,2 : 23,7 cm. [16] Seiten.

Spindler 43.3. – Lammek H 485, 1–9

496  Grillen-Presse – Philipp Otto Runge. Von dem Fischer un syner Fru.

€ 300

Hamburg, Grillen-Presse 1955. Mit elf Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text. Schwarzer Maroquinband mit goldgeprägtem Rückentitel (signiert: Christian Zwang). Im Schuber.

Fünfter Druck der Grillen-Presse. – Eines der seltenen Vorzugsexemplare im Ledereinband (Gesamtauflage 850). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Hahnemühle Kupferdruck-Bütten.

23,7 : 17,7 cm. 21, [5] Seiten.

Spindler 43.7 und 49.5. – Schauer II, 154. – Lammek 486, 1–11

  497    Otto Rohse – Friedrich Rückert. Fünf Versmärchen für Kinder.

€ 150

Mit Holzstichen von Otto Rohse. Hamburg 1954. Mit 21 Holzstichen im Text und einem auf dem Umschlag. Originalbroschur mit Papierumschlag.

Die erste Buchillustrationsfolge von Otto Rohse. – Eins von 300 Exemplaren für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft anlässlich der Tagung in Hamburg 1954. – Druck der Landeskunstschule im Auftrag der Grillen-Presse, auf Zerkall-Bütten.

21,7 : 12,4 cm. 29, [4] Seiten. – Umschlag leicht lichtrandig, Vorsatzblätter mit Filmoplast-Spuren.

Hack/Schwarz 4.67

  498    Otto Rohse – Renata Klée Gobert. Die Geschichte des Hauses »Die Bost«

€ 250

[Hamburg 1700 bis 1956]. [Bielefeld 1956]. Mit neun Holzstichen von Otto Rohse, davon fünf blattgroß. Originalpappband im illustrierten -schuber (Werkstatt Theophil Zwang).

Privatdruck der Firma R. A. Oetker, laut Schwarz 600 Exemplare. – Auf Bütten. – Eins der frühesten Werke mit Holzstichen von Otto Rohse, der in diesem Jahr gerade sein Studium bei Richard von Sichwosky an der Landeskunstschule in Hamburg abgeschlossen hatte. Mit Paul Herzogenrath, dem künstlerischen Berater Rudolf Oetkers, erörterte Otto Rohse seinen »Pressen-Plan«. – Dazu: Marianello Marianelli. Die Eroberung Hamburgs. Aufstand der Blumen. Das Musenschiff. Hamburg, Lichtwark-Stiftung 1957. Mit zwei Holzstichen von Otto Rohse im Text. Originalpappband mit Holzstich auf dem Vorderdeckel (Theophil Zwang).

12,3 : 18,2 cm. 16, [4] Seiten. – 20,9 : 12,1 cm. 43, [5] Seiten.

Hack/Schwarz 2.12 und 4.66

  499    Otto Rohse – [Marianne und Otto Rohse]. Pet, der Fisch.

€ 200

Eine Bildgeschichte. Hamburg, Grillen-Presse 1960. Mit 16 Holzstichen von Otto Rohse. Originalpappband mit farbiger Deckelillustration (Christian Zwang). Im illustrierten Schuber.

Sechster Druck der Grillen-Presse. – Eins von 150 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Zerkall-Bütten. – Die Holzstiche zur Geschichte vom Fisch, der fliegen lernte, entstanden in den Jahren 1954 bis 1959. – »Der Holzstecher hat in seinem Metier die Meisterschaft erreicht« (Schwarz, S. 29).

13,0 : 18,4 cm. [28] Seiten. – Rücken etwas verfärbt, am Gelenk angeplatzt. – Vorsatz und Druckvermerk mit Sammlerstempel.

Schwarz 2.13. – Tiessen II, 10. – Spindler 43, 8

  500    Otto Rohse Presse – Drei Werke zeitgenössischer Schriftsteller mit Holzstichillustrationen von Otto Rohse.

€ 250

1961–1982.

I. Heinrich Böll. Billard um halb Zehn. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1961. Mit sieben Textholzstichen. Rotbrauner Maroquinband mit blindgeprägtem Rückentitel. Von 1960 bis 1968 erschienen fünf Böll-Titel mit Holzstichen von Otto Rohse in der Büchergilde Gutenberg.
II. Johannes Bobrowski. Vier Erzählungen. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1980. Mit elf Textholzstichen, davon vier blattgroß. Illustrierter Originalpappband. Druck der Otto Rohse Presse für die Büchergilde Gutenberg. – Eins von 300 Exemplaren, davon 45 als zwölfter Druck der Otto Rohse Presse. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert.
III. Siegfried Lenz. Fast ein Triumph. Aus einem Album. Hamburg 1982. Mit elf Holzstichen im Text, zwei weitere auf dem Einband. Originalpappband im Schuber. 15. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 195 Exemplaren (Gesamtauflage 240). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert.

Hack/Schwarz 4.05, 4.11 und 1.15

501  Otto Rohse Presse – Angeschwemmt.

€ 120

Steinzeichnungen und Notizen von Hartmut Frielinghaus. Hamburg 1963–1964. Durchgehend lithographiert (Text und Illustrationen). Originalpappband, Vorder- und Rückendeckel mit einer Steingravur (Christian Zwang).

Privatdruck des späteren Druckers von Horst Janssen, »von ihm selbst in der Otto Rohse Presse verwirklicht«. – Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten.

22,9 : 26,7 cm. [32] Seiten. – Deckelränder minimal gebräunt.

Hack/Schwarz 1.51. – Spindler 44.29

502  Otto Rohse Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Briefe aus Venedig.

€ 500

Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1964. Mit 28 blattgroßen Kupferstichen. Flexibler Originalpergamentband mit vergoldetem Rückentitel (Christian Zwang). Im Originalschuber mit gestochenem Pressensignet.

Erster Druck der Otto Rohse Presse. – Eins der etwa 200 nummerierten und in Pergament gebundenen Exemplare der Gesamtauflage von 300, Teile der Restauflage wurden 25 Jahre später in Leder gebunden. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten, als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Otto Rohse (1925–2016) studierte an der Landeskunstschule Hamburg bei Richard von Sichowsky und übernahm 1961 ein Lehramt an der Werkkunstschule Offenbach. 1962 gründete er seine eigene Presse in Hamburg. – Die in Negativprägung vergoldete Zeichnung des Rückens und die gestochene Titelvignette stammen von Werner Bunz (1926–2009). Der Graphiker war in Stuttgart Schüler von Ernst Schneidler und 1954–1991 Professor an der Hamburger Hochschule für bildende Künste. In den frühen Jahren der Otto Rohse Presse finden sich zahlreiche gemeinsame Buchprojekte. – Dazu: Otto Rohse. Venezianische Skizzen. Die Vorzeichnungen für die Kupferstiche zu J. W. Goethes Briefen aus Venedig. Mit einem Essay von Berthold Hack und einer Übersicht über die Bildinhalte. Hamburg 1980. Zwei Originalleinenbände mit Rücken- und Deckelschild (Christian Zwang), zusammen im Schuber. Unnummerierter Druck der Otto Rohse Presse. Eins von 400 Exemplaren der deutschen Ausgabe, ohne den Kupferstich.

27,3 : 23,5 cm. [60] Seiten. – Schuber minimal fleckig und, wie die unteren Deckelecken, minimal bestoßen.

Hack/Schwarz 1.01 und 1.54. – Spindler 44.6

503  Otto Rohse Presse – Sieben Werke der Otto Rohse Presse

€ 450

Hamburg 1962–1995. Mit zahlreichen Holz- und Kupferstichen. Originalpappbände (Werkstatt Zwang).

Alle im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Je eins von 125 bzw. 150 Exemplaren, von V erschienen 350 Exemplare, von VII 190. – Alle auf Zerkall-Bütten. – I. 2. Druck: Gottfried Benn. Die Insel. 1962. Mit vier Holzstichen. – II. 8. Druck: Else Lasker-Schüler. Hebräische Balladen. 1968. Mit fünf farbigen Kupferstichen. – III. 19. Druck: Herman Melville. Cock-a-dooodle-doo! Or the crowing of the noble cock Beneventano. 1986. Mit elf Holzstichen im Text. – IV. 20. Druck: Johann Wolfgang von Goethe. Über den Granit 1986. Mit zwei farbigen Kupferstichen und drei Textholzschnitten. – V. 21. Druck: Johann Wolfgang von Goethe. Die Metamorphose der Pflanzen. Hamburg 1986. Mit einem farbigen Kupferstich. – VI. 35. Druck: Ovid. Cephalus und Procris. 1990. Mit sechs Holzstichen im Text. – VII. 48. Druck: Johann Wolfgang Goethe. Maximen und Reflexionen. 1995. Mit sechs Kupferstichen. Eins von 90 Exemplaren (Gesamtauflage 190). – Dazu: Ovid. Die Jagd auf den calydonischen Eber. Darmstadt 1984. Mit einer Holzstich-Titelvignette von Otto Rohse. Originalpappband mit Leder-Rückenschild. Achter Druck der Technischen Hochschule Darmstadt. Eins von 150 Exemplaren.

Hack/Schwarz 1.02, 8, 19, 20, 21 und 35; VII nicht mehr verzeichnet. – Hack/Schwarz 4.84

504  Otto Rohse Presse – Inge Westpfahl. Sapphische Strophe. – Eos und Tithonos.

€ 150

Hamburg 1963 und 1964. Mit Holzschnitt-Titel und Pressensignet (I) bzw. Titelkupferstich (II) und je zwei Radierungen auf dem Einband, alle von Werner Bunz. Originalhalbpergamentbände mit vergoldetem Rückentitel (Christian Zwang).

Dritter und vierter Druck der Otto Rohse Presse. – Je eins von 150 Exemplaren. – Die ersten beiden Bände einer geplanten Gesamtausgabe. Die Dichterin Inge von Holtzendorff (1896–1974, seit 1923 verheiratet mit Conrad Westphal) veröffentlichte 1920 und 1948 noch einige frühere Stücke.

26,2 : 18,6 cm. 22, [6] bzw. 28, [4] Seiten.

Hack/Schwarz 1.03 und 1.04. – Spindler 44.8 und 44.9

505  Otto Rohse Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Pandora.

€ 300

Hamburg 1965. Mit einem Kupferstichsignet von Werner Bunz und zwei Kupferstichen von Otto Rohse auf dem Einband. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel (Christian Zwang). Im Originalschuber.

Fünfter Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

26,2 : 19,3 cm. 42, [2] Seiten.

Hack/Schwarz 1.05. – Spindler 44.10. – Isphording II, 773

506  Otto Rohse Presse – Novalis. Heinrich von Ofterdingen.

€ 300

Das Märchen. Radierungen von Fritz Kreidt. Hamburg 1966. Mit 48 Radierungen, davon 16 blattgroß. Originalkalblederband mit vergoldetem Rückentitel und blindgeprägter Deckelvignette nach einer Radierung von Kreidt (Christian Zwang).

Sechster Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Barcham Green-Bütten. – Die feinlinigen Radierungen, teils ganzseitig, meist aber als Text- oder Ziervignetten, sind eine der frühesten der wenigen graphischen Folgen von Fritz Kreidt (1936–2020). In den vergangenen Jahrzehnten wurde er besonders durch seine Ansichten der inzwischen untergegangenen DDR-Industrielandschaften bekannt. – Im kleinen Format deutlich vom Reihencharakter abweichende Edition, hier in einer privaten, mit hellgrauem Bütten bezogenen, Kassette im üblichen Format der damaligen ORP-Bände.

19,9 : 11,5 cm. 95, [5] Seiten. – Rücken minimal nachgedunkelt.

Hack/Schwarz 1.06. – Spindler 44.11

507  Otto Rohse Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Epigramme.

€ 500

Venedig 1790. Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1967. Mit 18 ganzseitigen farbigen und mehrfarbigen Kupferstichen und je einer gestochenen Titel- und Schlussvignette. Originalhalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel und farbiger Kupferstich-Deckelvignette (Christian Zwang, Hamburg). Im Originalschuber.

Siebter Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – In seiner feinen Farbigkeit bis in die Einbandgestaltung humorvoll komponiert, Rohses kleinformatige Kupferstiche entsprechen der Leichtigkeit von Goethes Dichtungen. – Dazu: Otto Rohse. Venezianische Miniaturen. Fünf farbige Kupferstiche. 1967. Signiert. Mit Titelblatt lose in Originalhalbleinenmappe. Eins von 100 Exemplaren. – Auf vollrandigem Velin »BFK Rives«. Auswahl aus den 20 Kupferstichen des Buches, teilweise in veränderter Farbgebung.

17,7 : 24,3 cm. 60, [4] Seiten. – Mappe: 57,5 : 38,7 cm.

Hack/Schwarz 1.07. – Spindler 44.12. – Schwarz/Zeiske 38, 39, 41, 42, 46

508  Otto Rohse Presse – Heinrich von Kleist. Über das Marionettentheater.

€ 500

Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1969. Mit fünf Kupferstichen im Text, davon drei blattgroß und zwei farbig und doppelblattgroß. Cremefarbener Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und blindgeprägten Deckeln (Christian Zwang). Im Schuber.

Neunter Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 60 Exemplaren in Halbleder (Gesamtauflag 75). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Handsatz aus der Schneidler-Mediaeval. – Gedruckt auf Rives-Bütten, die Kupferstiche von Hartmut Frielinghaus auf der Handpresse. – Prämiert als eines der »Schönsten deutschen Bücher 1969«. – »Allerdings, gerade in der Beziehung von Text und Bild, Typographie und Illustration ist das ›Marionettentheater‹ ein Lehrstück außerordentlichen Ranges [… und …] fand spontan das Interesse von Kennern und Liebhabern, die in diesem Buch eines der Meisterwerk der Buchkunst unseres Jahrhunderts erkannten.« (Bertold Hack).

35,4 : 26,7 cm. [28] Seiten.

Hack/Schwarz 1.09. – Spindler 44.14

509  Otto Rohse Presse – Andreas Gryphius. Ausgewählte Sonette, Gedichte und Epigramme.

€ 750

Band I: Sonette. – Band II: Gedichte und Epigramme. Hamburg 1970 und 1977. Mit zusammen elf Kupfer- und elf Holzstichen von Otto Rohse, alle ganzseitig. Originalhalblederbände mit vergoldeten Titeln und blind geprägten Deckelvignetten nach einem Holzschnitt. Kopfgoldschnitt. Beide im Schuber. – Dazu: Suite I der signierten Stiche in Einzelabzügen, lose in Originalhalbleinenmappe mit blindgeprägtem Deckelbild.

Zehnter und elfter Druck der Otto Rohse Presse. – Buchausgaben: Je eins von 195 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Zerkall-Bütten. – Mappe: Eins von 25 Exemplaren, die zu der Vorzugsausgabe von Band 1 erschienen. – Enthält sieben der acht im Buch verwendeten Kupferstiche und alle fünf Holzstiche, sämtlich signiert und nummeriert. – Die Holzstiche auf dünnem Japan in Passepartout, jeweils mit einem grauen Büttenblatt hinterlegt. – Der fünfte Kupferstich ist in der Extrasuite nicht enthalten. – Eine weitere Mappe erschien auch zu Band II.

Bücher: 28,7 : 19,0 cm. 59, [1] Seiten bzw. [5]–52, [4] Seiten. – Mappe: 57,0 : 28,2 cm.

Hack/Schwarz 1.10/11. – Spindler 44.15/16

510  Otto Rohse – Heinrich von Kleist. Das Erdbeben in Chili.

€ 300

Holzstiche von Otto Rohse. Hamburg 1981. Mit elf Holzstichen, davon drei blattgroß. Schwarzolivfarbener Originaloasenziegenlederband mit Negativ-Blindprägung (Christian Zwang, Hamburg). Im Originalschuber.

[13.] Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 45 Exemplaren der, im Druckvermerk nicht erwähnten, Vorzugsausgabe im Ledereinband, weitere 300 Exemplare erschienen in Pappbänden für den Deutschen Bücherbund. – Vom Künstler signiert.

26 : 19 cm. [5]–38, [4] Seiten. – Rücken minimal verfärbt.

Hack/Schwarz 1.13. – Spindler 44.18

511  Otto Rohse Presse – Yoshida Kenkô. Betrachtungen aus der Stille. Tsurezuregusa.

€ 300

Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1982. Mit fünf farbigen Kupferstichen und zwei weiteren auf dem Einband. Originalhalbpergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel (Christian Zwang). Im Originalschuber.

14. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren (Gesamtauflage 155). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gedruckt auf Hahnemühle-Kupferdruck-Bütten. – Blockbuch.

28,4 : 18,8 cm. [42] Seiten.

Hack/Schwarz 1.14. – Spindler 44.19

  512    Otto Rohse Presse – Rumpelstilzchen.

€ 100

Ein Märchen der Brüder Grimm. Holzstiche von Marcus Behmer und von Otto Rohse nach Marcus Behmer. Hamburg 1983. Mit fünf Holzstichen im Text und einer Holzstich-Titelvignette. Originalpappband (Christian Zwang).

16. Druck der Otto Rohse Presse (versehentlich als 15. bezeichnet). – Eins von 99 Exemplaren (Gesamtauflage 110). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gesetzt aus der Alten Schwabacher, eine typographische Reminiszenz an Marcus Behmer. Dieser konnte 1925 nur zwei der sechs Stöcke fertigstellen. Otto Rohse stach 1983 die weiteren vier nach Behmers Zeichnungen auf den Stöcken.

13,3 : 10,8 cm. [3]–21, [5] Seiten.

Hack/Schwarz 1.16. – Haucke 54. – Spindler 44.21

513  Otto Rohse Presse – Toscana.

€ 450

Kupferstiche von Otto Rohse. Hamburg 1985. Mit 25 farbigen Kupferstichen, davon sieben blatt- und 17 doppelblattgroß. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel, Vorder- und Rückendeckel mit zwei Kupferstichen (Christian Zwang). Im Schuber.

17. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 175 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Text auf Gerippt Zerkall-Bütten, die Stiche, gedruckt von Till Verclas, auf handgeschöpftem getönten Japan. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

31,0 : 19,0 cm. [104] Seiten.

Hack/Schwarz 1.17. – Spindler 44.22

514  Otto Rohse Presse – Frühe griechische Lyrik.

€ 500

Sappho. Alkaios. Ankreon. Korinna. Erinna. Holzschnitte von Otto Rohse. Initialen von Werner Bunz. Hamburg 1984. Mit sechs blattgroßen Holzschnitten von Otto Rohse und Initialen von Werner Bunz. Weißer Originalpappband mit silber- bzw. blindgeprägten Titeln (Christian Zwang). Im Schuber.

[18.] Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 120 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Auf Zerkall-Bütten. – Diese Ausgabe hatte Richard von Sichowsky ursprünglich für die Grillen-Presse vorbereitet. Der Band erschien allerdings erst neun Jahre nach seinem Tod, ediert von Otto Rohse. – Dazu: Folge der Japan-Abzüge vor Auflage des Pressendruckes. Sechs Holzschnitte. 1984. 31,4 : 18,0 cm. Signiert und nummeriert. Lose im Originalumschlag. Eins von 30 Exemplaren.

25,4 : 16,3 cm. 62, [6] Seiten.

Hack/Schwarz 1.18. – Spindler 44.23

515  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. Toscanische Blumen.

€ 300

13 Kupferstiche. Zugleich ein botanisches Goethe-Lesebuch. Hamburg 1987. Mit 13 farbigen Kupferstichen im Text, davon neun blattgroß, und je einem auf den Deckeln. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel (Christian Zwang). Im Schuber mit Kupferstichvignette.

23. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 175 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Zusammengestellt, mit Anmerkungen und Nachwort von Bertold Hack.

30,9 : 18,8 cm. [3]–65, [6] Seiten.

Hack/Schwarz 1.23. – Spindler 44.28

516  Otto Rohse Presse – Kleine Drucke der Otto Rohse Presse, Serien I [bis] IV.

€ 450

Hamburg 1988–1992. Mit zusammen 26 Holzstichen. 19 Originalbroschuren in vier Originalschubern.

Vollständige Folge der vier Kassettenausgaben. – Serie I in der Normalausgabe, die übrigen in der Vorzugsausgabe. – Alle Druckvermerke vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten.
Serie I, 24. bis 27. Druck. Alte Geschichten, neue Balladen. 1988. Mit insgesamt fünf Holzstichen. – I. Herodot/Schiller. Der Ring des Polykrates. – II. Lukian/Goethe. Der Zauberlehrling. – III. Der Prophet Daniel/Heinrich Heine. Belsazar. – IV. Deutsche Balladen im 20. Jahrhundert. – Je eins von 150 Exemplaren.
Serie II, 28. bis 32. Druck. Griechische Epigramme aus fünfzehn Jahrhunderten. 1988–1990. Mit insgesamt sechs Holzstichen im Text. – I. Philosophia. – II. Physis. – III. Symposion. – IV. Eros. – V. Thanatos. – Eins von 40 Vorzugsexemplaren mit zusätzlichen Abzügen aller Holzstiche.
Serie III, 37. bis 41. Druck. Hundert deutsche Gedichte. 1991–1992. Mit insgesamt fünf Titel-Holzstichen. – I. Barock. – II. Goethe. – III. Zeitgenossen Goethes. – IV. 19. Jahrhundert. – V. 20. Jahrhundert. – Eins von 45 Vorzugsexemplaren mit zusätzlichen Abzügen der Holzstiche. – Mit dem Begleitheft.
Serie IV, 42. bis 46. Druck. Réflexions. Französischer Geist im 17. und 18. Jahrhundert. 1992. Mit insgesamt zehn Holzstichen im Text und zwölf Initialen. – I. Pascal. – II. La Rochefoucauld. – III. La Bruyere. – IV. Vauvenargues. – V. Chamfort. – Eins von 45 Vorzugsexemplaren mit insgesamt 14 zusätzlichen Abzüge der Holzstiche.

26,4 : 19,2 cm, Kassette III etwas kleiner. – Schuber IV etwas stockfleckig, sonst tadellos.

Hack/Schwarz 1.24–27, 28–32 und 37–41 (IV nicht mehr verzeichnet)

517  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. Kretische Reise.

€ 300

Kupferstiche, Holzstiche und Skizzen. Hamburg 1989. Mit zwei Holzstichen, sechs Kupferstichen und 20 blattgroßen Illustrationen. Originalhalblederband mit je einem farbigen Kupferstich auf den Deckeln (Christian Zwang). Im Schuber mit Blindprägung.

34. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Neben den Bildern Otto Rohses enthält der Band Philipp Hackerts »Über die Landschaftsmalerei« und Goethes Anmerkungen zu Hackerts Fragmenten.

33 : 24 cm. [42] Seiten. – Schuber minimal fleckig.

Hack/Schwarz 1.34

518  Otto Rohse Presse – Heinrich von Kleist. On puppet-shows.

€ 750

Copper engravings by Otto Rohse. Translated by David Paisey. Hamburg 1991. Mit fünf Radierungen, drei blatt-, zwei doppelblattgroß und farbig. Bordeauxroter Originalmaroquinband mit blindgeprägtem Rückentitel, beide Deckel mit ganzflächigen Blindprägungen vom Liniensatz (Christian Zwang). Im Originalschuber mit blindgeprägtem Pressensignet.

36. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 45 Exemplaren in dem schönen Lederband (Gesamtauflage 75). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf Litho-Bütten. – Kleists »Im Marionettentheater« hat im Laufe von zwei Jahrhunderten zahlreiche Künstler zu Illustrationen angeregt. Otto Rohse hatte bereits 1969 eine deutsche Ausgabe als neunten Druck seiner Presse ediert (siehe KatNr. 508).

35,6 : 26,7 cm. [20] Seiten.

Hack/Schwarz 1.36

519  Otto Rohse Presse – Provence.

€ 800

Im mittäglichen Frankreich. 34 Kupferstiche und Radierungen von Otto Rohse. Mit Texten von Malern und Dichtern, Forschern und Reisenden. Hamburg 1994. Mit 32 blattgroßen, teils mehrfarbigen Kupferstichen und Radierungen und je einem doppelblattgroßen Kupferstich auf den Vorsätzen. Dunkelgrüner Originaloasenziegenlederband mit Negativblindprägung, im Originalschuber.

47. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 80 Exemplaren in Ganzleder, weitere 20 wurden in Pappe gebunden. – Mit einem signierten Separatabzug des Kupferstichs, der bei den Pappbänden auf dem Bezugspapier verwendet wurde. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Zerkall-Bütten. – Nachwort von Bertold Hack, der auch die Auswahl der Texte von Francesco Petrarca, Peter Handke, Benno Reifenberg, Vincent van Gogh, Rainer Maria Rilke, Wolfgang Koeppen, Friedrich Nietzsche, Jean-Henri Fabre und anderen übernahm.

31,0 : 19,4 cm. 143, [5] Seiten.

Nicht mehr bei Hack/Schwarz. – Isphording II, 804

520  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. Brücken.

€ 350

Zwölf zweifarbige Kupferstiche. 1987/1988. 24 : 35 cm (38 : 50 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 3/150. – Auf Velin d’Arches. – Das Textblatt, gleichsam das Inhaltsverzeichnis der Mappe, mit zwölf kurzen Erläuterungstexten von Klaus Stiglat. – In der Originalhalbleinenmappe mit einem 13. Kupferstich auf dem Vorderdeckel. – Die Folge erschien 1989 in gebundener Form als 33. Druck der Otto Rohse Presse, allerdings nur in einer Auflage von 25 Exemplaren. – Beilage: Begleitbrief von Otto Rohse zum abschließend übersandten »Text-Blatt zur Brücken-Mappe«.

Vorderdeckel mit drei winzigen Tuschespritzern.

Schwarz/Zeiske 172–184

521  Otto Rohse. Bilder aus Ostpreussen.

€ 300

14 farbige Kupferstiche. 1993–1994. 28,0 : 17,3 cm (40,0 : 28,5 cm). Signiert und nummeriert. [1993–1994].

Exemplar 4/150. – Die vollständige Folge. – Auf Kupferdruck-Bütten. – Lose in der Originalhalbleinenmappe mit einem 15. Kupferstich auf dem Vorderdeckel. – Mit Ansichten von Danzig, Tilsit, dem Dom in Königsberg, Frauenburg, Marienburg, Allenstein und Insterburg (dem Geburtsort des Künstlers). – Dazu: Otto Rohse. Wind- und Wassermühlen. Briefmarkenentwürfe. Fünf Kupferstiche mit zweifarbiger Tonplatte. 1996[?]. 15.5 : 15,5 cm (29,8 : 19,0 cm). Signiert und nummeriert. Exemplar 5/50. Lose im bedruckten Originalumschlag. Die fünf dekorativen Entwürfe wurden 1997 als Wohlfahrtsmarkensatz realisiert.

Schwarz/Zeiske 247-261

522  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. 16 Holzstiche zu »Physiologus«.

€ 250

1999. 20,5 : 20,5 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 2/30 der Suitenausgabe auf feinstem Japanpapier. – Nach Notizen der Vorbesitzerinnen die vollständige Folge, die Otto Rohse in drei Partien auslieferte. – 1999 erschien als 49. Druck der Otto Rohse Presse »Der Physiologus. Reda umbe diu tier.« mit zwölf Holzstichen und zwölf Holzstichinitialen, ein dreizehnter wurde auf dem Einband verwendet. – Die erste Lieferung in einem vom Künstler signierten und nummerierten Umschlag. – Sehr selten.

523  Otto Rohse Presse – Otto Rohse. Einhundert Holzstiche.

€ 500

Cent gravures sur bois. One Hundred Wood Engravings. – Werkverzeichnis der Kupferstiche 1963–1995. Hamburg 1990 und 1995. Mit 100 blattgroßen Holzstichen (I) bzw. zahlreichen Abbildungen (II). Zwei Originalmaroquinbände mit Negativ-Blindprägung auf dem Vorderdeckel, ein Rückentitel blind-, einer goldgeprägt (Christian Zwang). Beide im Originalschuber.

Beide in der absoluten Vorzugsausgabe, in Leder gebunden und mit signierten Extragraphiken als Beilage (fünf Holzstiche und vier Kupferstiche). – Eins von 75 bzw. 100 Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler signiert (Gesamtauflagen 1845 bzw. 1400). – I. Mit einer Einleitung von Eva-Maria Hanebutt-Benz und einem kurzen Verzeichnis der Drucke der Otto Rohse Presse. – Die Holzschnitte aus vier Jahrzehnten wurden von den Originalstöcken und mit bibliographischen Angaben gedruckt. – II. Das Werkverzeichnis erschien auch innerhalb der Zeitschrift »Sigill« (Folge XII, Hefte 1–3).

30,5 : 20,3 cm. 230, [2] Seiten. – 30,5 : 19,9 cm. 231, [6] Seiten.

Hack/Schwarz 1.71 (nur I)

524  Otto Rohse – Sigill.

€ 300

Blätter für Buch und Kunst. Folge I-XIII in 42 Heften. Hamburg 1969–1999. Mit zahlreichen, teils farbigen Originalgraphiken und Abbildungen. Originalbroschuren.

Vollständige Folge dieser exklusiven Zeitschrift der Otto Rohse Presse. – In unterschiedlichen Aufagen, einige Hefte mit zusätzlichen Graphiken. – Die Zeitschrift stellte junge Künstler vor und bot kunstwissenschaftlich interessante Beiträge. Mit Beiträgen und originalgraphischen Arbeiten über bzw. von Marcus Behmer, Friedrich Ahlers-Hestermann, Edwin Scharff, Karl Rössing, Roswitha Quadflieg, Gerhard Marcks, Jürgen Brodwolf, Ernst Ludwig Kirchner und vielen anderen. Mehrere Themenhefte zu Otto Rohse, Werner Bunz’ Römische Alphabete u. v. m. – Dazu: Das Portrait des Dichters. Herausgegeben von Bertold Hack. Hefte 1–8. Hamburg 1978–1992. Insgesamt acht signierte Blätter mit zahlreichen Holzstichen von Otto Rohse. Mit den Textblättern lose in Originalhalblederkassette. Je eins von 150 Exemplaren. – Inhalt: Annette von Droste-Hülshoff. – Goethe in Frankfurt. – Schiller und das Nationaltheater. – Friedrich Hölderlin. – Goethe und Shakespeare . – James Joyce. – Joseph Conrad. – Thomas Mann. – Die Reihe wurde fortgesetzt.

29,8 : 19,2 cm (Hefte). – Die Beilagen nicht kollationiert, angeboten wird eine »angereicherte« Normalausgabe. – Einige Rücken leicht gebräunt. – Jahrgangsweise im Schuber. – 27,5 : 34,0 cm (Kassette).

Hack/Schwarz 3 (bis Folge X). – Spindler 44.35 (bis IX/1). – Hack/Schwarz 1.56–60, 62, 64 und 66. – Spindler 44.33

525  Burgert Handpresse – Drei Drucke.

€ 300

Berlin 1973 und 1977. Alle mit teils farbigen originalgraphischen Illustrationen von Hans-Joachim Burgert. Zwei Originalleinenbände mit Deckelschild, eine fadengeheftete Originalbroschur.

I. Dschau Yä. Prinzessin Purpurjade. Eine chinesische Novelle. 1973. Eins von 140 Exemplaren. – II. Ludwig Tieck. Echo vom Felsen drüben. Sieben Reisegedichte eines Kranken. 1977. Eins von 200 Exemplaren. – III. Gustave Flaubert. Kleine Fantasia. Tagebuchnotizen aus Ägypten 1849–50. Textauswahl und Übersetzung von Konrad Bauer. 1977. Eins von 200 Exemplaren. – Alle als Blockbuch gedruckt und gebunden und im Druckvermerk vom Künstler/Herausgeber signiert.

Ca. 30 : 20 cm.

Spindler 154.12, 15 und 16

526  Burgert Handpresse – Zwei Drucke.

€ 300

Berlin 1987 und 1992. Beide mit teils farbigen originalgraphischen Illustrationen von Hans-Joachim Burgert. Halblederbände mit vergoldeten Rückentiteln, Büttenbezug und Schuber.

I. Gustave Flaubert. Wie Tau auf weißem Marmor. Entnommen der Erzählung »Herodias« 1877, übersetzt von Konrad Bauer. 1987 Mit neun signierten blattgroßen, farbigen Linolätzungen. Eins von 150 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler-Verleger signiert. – Der Text wurde nach der Kalligraphie Burgerts gesetzt. – II. Noah. In der Übersetzung Martin Luthers. 1992 Mit zehn farbigen Linolfräsungen, davon fünf blattgroß. Eins von 100 Exemplaren. – Die ursprünglichen Broschurumschläge wurden durch Einbände der Werkstatt Zwang ersetzt. – Tadellos erhalten.

32,7 : 15,5 cm. [6], 20, [6] Seiten. – 32,7 : 15,5 cm. [4], 28, [4] Seiten.

Spindler 154.28 (zählt 10 Graphiken)

527  Burgert Handpresse – Johannes Thurnau. Dächer des Laubs,

€ 600

ein Gedicht. – Mauern mit Gras. [Noch] ein Gedicht. Berlin 1989 und 1990. Illustriert von Hans Joachim Burgert mit elf Linolschnitten, sechs monogrammiert und fünf doppelblattgroß, bzw. neun Tuschzeichnungen, im handgeschriebenen Text. Halblederbände, Rückentitel in Blind- bzw. Silberprägung. Deckel- und Schuberbezüge aus Fabriano-Bütten.

Zwei in kleinster Auflage entstandene Unikatbücher. Hans Joachim Burgert schrieb die Texte mit schwarzer Tusche. – I. Eins von zehn Exemplaren. Gelbliches festes Japanpapier. Die Linolschnitte wurden mit der Handwalze abgezogen. – II. Eins von sechs Exemplaren. Weißes Velin d’Arches. Originaltuschzeichnungen. – Beide im Editionsvermerk vom Künstler signiert. – Makellos, solide gebunden.

33 : 23 cm. [4], 40 Seiten bzw. [6], 21, [5] Seiten.

  528    Burgert Handpresse – [Jakob und Wilhelm] Grimm. Vorzeiten.

€ 180

Zwei Märchen. Berlin 1989. Mit Illustrationen von Hans-Joachim Burgert. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel, Deckel mit Kork bezogen.

Eins von 200 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Herausgeber signiert. – Kalligraphie und Graphik von Hans-Joachim Burgert.

21,9 : 23,8 cm. [28] Seiten.

529  Raamin-Presse – Alle 29 Drucke der Raamin-Presse.

€ 9000

Hamburg 1973–2003.

Vollständige Folge alle von 1973–2003 erschienenen 29 Editionen. Die Drucke von Roswitha Quadflieg zählen zu den Meilensteinen des gesamtkünstlerischen Buchschaffens im ausgehenden 20. Jahrhundert: Satz, Illustration, Papierauswahl, Handpressendruck und Einbandentwurf lagen in den Händen der 1949 in Zürich geborenen Künstlerin. »Außerdem gehörte zu dem Unternehmen etliches an Angst und Mut, an Ahnungslosigkeit und Studiertheit. Das einzige Gründungskapital waren eine Handvoll vager Ideen. In der Raamin-Presse entstanden und entstehen Bücher aus Bildern und Schrift-Bildern, die miteinander korrespondieren zu Texten nach eigener Wahl […] Der klassische Pressendruck des ersten Drittels dieses Jahrhunderts ist für mich weder autoritärer Wegweiser noch unumstößlicher Maßstab, sondern nur – was seine korrekte Handwerklichkeit anbelangt – Ausgangspunkt für den Sprung ins Experiment der ›immer neuen Buchgestaltung‹, die ein Illusturator, Typograph, Setzer und Drucker in einer Person zu leisten vermag« (Roswitha Quadflieg).

Die nachfolgende nüchterne Aufzählung verbirgt den überaus vielfältigen ästhetischen Reiz der Drucke: Verschiedenste, teils farbige, teils japanische Papiere wurden verwendet. Die Einbände stammen ohne Ausnahme aus der Hamburger Werkstatt Thomas Zwang, die Pappbände meist mit farbigen Bezügen aus farbigen Büttenpapieren und wie die Lederbände meist mit Blindprägung und Auflagen aus Papier oder Leder. Alle Bände jeweils im originalen Schuber.

1. 1973. Raoul Tranchirer. Frau Grau. Vier Holzstiche. Umschlag. Eins von 170 Exemplaren.
2. 1973. Theodor Storm. Bulemanns Haus. Neun Radierungen. Pappband. Eins von 15 Exemplaren.
3. 1973. August Strindberg. Was der Tabakschuppen verbarg. Sechs Radierungen. Pappband. Eins von 23 Exemplaren.
4. 1974. Johannes Bobrowski. Mäusefest. Neun Holzstiche. Pappband. Eins von 140 Exemplaren (Gesamt 170).
5. 1974. Gustav Janouch. Heckmeck, ein Prager Nachtstück. 17 farbige Radierungen, kombiniert mit Linolschnitten. Pappband. Eins von 70 Exemplaren (Gesamt 110).
6. 1975. Christian Hofmann von Hofmannswaldau. Ausgewählte Gedichte. 21 Radierungen. Halblederband. Eins von 50 Exemplaren (Gesamt 60).
. 1975. Sechzehn Radierungen zu Am Kamin | Die Regentrude | Bulemanns Haus | Der Spiegel des Cyprianus von Theodor Storm. 16 signierte und nummerierte Radierungen. Eins von 30 Exemplaren. Lose in Originalhalbleinenmappe. Ungezählter Druck, da reine Graphikedition.7. 1976. Samuel Beckett. Der Ausgestoßene. Elf Holzstiche. Pappband. Eins von 150 Exemplaren (Gesamt 170).
8. 1977. Dylan Thomas. Die Nachgänger. 29 Radierungen. Pappband. Eins von 60 deutschen Exemplaren (Gesamt 80, 40 englische).
9. 1978. Friedrich Hölderlin. Patmos. In der Schreibweise der Handschrift. Fünf Farblinolschnitte. Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit signierter Suite der Linolschnitte (Gesamt 100).
10. 1979. Novalis. Fabeln. Acht zweifarbige Holzstiche. Oasenziegenlederband. Eins von 30 deutschen Vorzugsexemplaren mit signierter Suite der Holzstiche (Gesamt 150, 30 englische).
11. 1980. Georg Trakl. Gesang der Abgeschiedenen. Traum und Umnachtung. 14 farbige Kunstharzstiche. Pappband. Eins von 120 Exemplaren (Gesamt 125).
12. 1981. Adelbert von Chamisso. Salas y Gomez. Sieben Radierungen. Halblederband. Eins von 30 Vorzugsexemplaren mit beigelegter signierter Radierung (Gesamt 185).
13. 1982. Philipp Otto Runge. Van den Machandelboom. 15 farbige Holzstiche. Pappband. Eins von 140 Exemplaren (Gesamt 185).
14. 1983/84. Johann Wolfgang von Goethe. Der Zauberflöte zweiter Teil. Zehn farbige Radierungen. Kalblederband. Eins von 110 Exemplaren (Gesamt 155).
15. 1985/86. Traumalphabet. Ein Schrift-Bilder-Buch. 13 farbige Holz-, Kunstharz- und Linoleumstiche. Kalblederband. Eins von 155 Exemplaren (Gesamt 200).
16. 1987. August Strindberg. Gespenstersouper. Vier Radierungen. Pappband. Eins von 180 Exemplaren (Gesamt 185).
17. 1988. Jean-Henri Fabre. Der Abend des Nachtpfauenauges. 16 farbige Kunstharzstiche, kombiniert mit Linolschnitten. Pappband. Eins von 140 Exemplaren (Gesamt 185).
18. 1989. Yvan Goll. Der Neue Orpheus. Eine Dithyrambe. Sieben zweifarbige Astralonschnitte. Pappband. Eins von 140 Exemplaren (Gesamt 155).
19. 1990. Franz Kafka. Betrachtung. Fünf farbige Kunstharzstiche. Kalblederband. Eins von 135 Exemplaren (Gesamt 180).
20. 1991. Christian Morgenstern. Das Mittagsmahl. Fünf farbige Kunstharzstiche, kombiniert mit Linolschnitten. Broschur. Eins von 145 Exemplaren (Gesamt 190).
21. 1992. Historia von D. Johann Fausten. Acht farbige Kunstharzstiche, kombiniert mit Linolschnitten. Maroquinband. Eins von 150 Exemplaren (Gesamt 195).
22. 1994/95. Eugène Ionesco. Der Fußgänger der Luft. Fünf signierte, farbige Kunstharzstiche, kombiniert mit Miraclon. Pappbände in Plexiglaskassette. Eins von 120 Exemplaren (Gesamt 125).
23. 1996. Scardanelli (Friedrich Hölderlin). Die vier Jahreszeiten. Vier farbige Miraclonstiche, kombiniert mit Holzstichen. Pappband. Eins von 40 Exemplaren (Gesamt 155).
24. 1997. William Shakespeare. Venus und Adonis. Sechs farbige Radierungen, kombiniert mit Miraclon. Pappband. Eins von 40 Vorzugsexemplaren mit zwei signierten Farbstichen (Gesamt 165).
25. 1998. Roswitha Quadflieg. Die zwanzig Dichter der Raamin-Presse. 20 farbige Radierungen, kombiniert mit Miraclon. Halblederband. Eins von 100 Exemplaren (Gesamt 105).
1999–2003 folgten noch drei Drucke der »Neuen Reihe« mit Bildern Roswitha Quadflieg:
I. 1999. Hans Magnus Enzensberger. Ohne uns. Ein Totengespräch. Halbleinenbroschur in Halbleinenchemise.
II. 2000. Tankred Dorst. Ich will versuchen Kupsch zu beschreiben. Halbleinenband.
III. 2003. Samuel Beckett. Alles kommt auf so viel an. Pappband in Halbleinenchemise.

Beigabe: Friedrich von Hagedorn. Fabeln mit einer Radierung von Roswitha Quadflieg. Hamburg, Gesellschaft der Bücherfreunde 1977.

Verschiedene Formate: Rückenhöhen 22 – 41 cm.

Spindler 71

530  Kaldewey Press – Franz Blei. Grimod de la Reyniere.

€ 1200

Hamburg 1976. Originalpappband mit blindgeprägter Deckelillustration. In Originalpappkassette, Rücken und Innendeckel mit Metallfolie bezogen (Christian Zwang, Hamburg).

Erster, noch ungezählter Druck der Kaldewey-Press. – Eins von sechs Exemplaren der Ausgabe B auf altem gelbem Japan. Innerhalb der Gesamtauflage von 30 Exemplaren wurden fünf unterschiedliche Papiere verwendet. – Im Druckvermerk vom Verleger dem Sammler Hans Merkle dediziert. – Handsatz aus der Garamond kursiv, das einzige Buch von Gunnar Kaldewey in klassischer Typographie. »Es entstand dank der liebevoll-lehrreichen Beihilfe der Mitarbeiter der Waldkircher-Verlagsgesellschaft […] In Erinnerung an diese Tage ist jeder herzlich zu einer Flasche Champagner eingeladen, der den sich im Text eingeschlichenen Druckfehler findet« (Druckvermerk). – Dieses erste von Gunnar Kaldewey edierte Buch, mit Franz Bleis Essay über den berühmten französischen Gastrosophen, erschien noch in Hamburg, gefolgt 1977 von »New York«. Die Ausgaben der Kaldewey Press tragen seit 1982 das Imprint »Poestenkill, New York«. – Exlibris Feuerbacher Heide.

26,7 : 16,5 cm. [4], 14, [4] Seiten. – Kassette an den Gelenken leicht verblasst, die Silberfolie auf dem Rücken nicht mehr ganz makellos.

Von Lucius S. 51ff. – Spindler 168.1. – Dubansky/Strauss 45/0

531  Edition Tiessen – Erster [bis] 80. Druck der Edition Tiessen

€ 8000

[alles Erschienene]. Neu-Isenburg 1977–1995. Mit 376, häufig signierten Originalgraphiken in den Büchern und auf den Einbänden und 147 zusätzlichen in Suiten und Beilagen. Alle in Originaleinbänden und -broschüren, teils mehrteilig.

Vollständige Folge der bekannten Reihe. – Wolfgang Tiessen (1930–2017) wurde 1952 Assistent von Gotthard de Beauclair und arbeitete mit ihm und Hermann Zapf in Frankfurt. »In de Beauclairs Arbeit verbinden sich die besten Eigenschaften des deutschen Pressendrucks mit denen des französischen Malerbuches zur formvollendeten Buchkunst. Wolfgang Tiessen knüpfte dort an, ignorierte jedoch die formalen Eskapaden des französischen Malerbuches, indem er […] den Graphiker oder Bildhauer in die Disziplin eines durchdachten Buchkörpers einband« (Lothar Lang). – 52 Titel in der Vorzugsausgabe (meist etwa 50 Exemplare), die meist signierte Suiten oder zusätzliche Graphiken enthielten (hier insgesamt 147), zwei Vorzugsausgaben wurden in Leder gebunden. – Wir erwähnen ausgewählte Drucke: 1. Adalbert Stifter / Ferdinand Springer. Über das Große und Kleine. Drei signierte Farbradierungen, signierte Extrasuite und signierte farbige Tuschfederzeichnung. – 4. G. E. Lessing / Simon Dittrich. Fabeln. Fünf signierte Radierungen, signierte Extrasuite und signierte farbige Zeichnung. – 6. Aischylos / Eduardo Chillida. Die Perser. Eins von 100 Exemplaren mit den vier Holzschnitten im Buch. – 16. Friedrich Schiller. Die Gesetzgebung. Eins von 50 Exemplaren im Ledereinband von Theophil Zwang nach Entwurf von Kurt Londenberg. – 31. Martin Buber. Der Weg des Menschen. Eins von 35 Exemplaren im Ledereinband von Theophil Zwang. – 49. Thomas Bernhard / Bernhard Schultze. Die Mütze. Seltene Erstausgabe. – 57, 64, 71 und 72. Alle mit Holzstichen von Karl-Georg Hirsch in der Vorzugsausgabe mit signierter Suite. – Dazu vier Sonderdrucke der Edition Tiessen: I. Gotthard de Beauclair. Gedanken zum Ende der Ära Gutenbergs. 1977. – II. Friedrich Hölderlin. Aus der Hekuba des Euripides. Mit zwei Holzschnitten von Gerhard Marcks. 1979. – III. Horst Heiderhoff. Die Original-Janson-Antiqua. 1983. – IV. Wolfgang Tiessen. Vom Dienst am Autor und Leser. 1987.

»Diese Pressendrucke zeichnen sich allesamt durch eine ans Wunderbare grenzende Stimmigkeit in Text, Schrift, Druck, Papier, Einband und Illustration aus« (FAZ vom 26.05.94). – An der graphischen Ausgestaltung waren unter anderem folgende Künstler beteiligt: Ferdinand Springer, Horst Hussel, Simon Dittrich, Paul Eliasberg, Edurado Chillida, Otto Rohse, Imre Reiner, Friedrich Meckseper, Andreas Brylka, Esteban Fekete, Barbara Fahrner, Anton Watzl, Joachim Geilen, H. M. Erhardt, Rolf Escher, Wilhelm Neufeld, Bernhard Schultze, Anthony Canham, Karl-Georg Hirsch.

Verschiedene Formate und Einbände, alle tadellos erhalten. Einige wenige Suiten mit abweichender Exemplarnummer, da nachträglich oder getrennt erworben. – Nicht alle Drucke erschienen mit einer Vorzugsausgabe, von den edierten sind hier 24 nur als Normalausgabe vorhanden: 3, 6, 16, 17, 34, 36, 37, 39, 42, 44, 45, 49, 55, 56, 60, 61, 67, 73 und 75–80.

Lang, Die Edition Tiessen 1977–1995, Seite A10 und ausführliche Bibliographie Seite C3–13

532  The Bear Press.

€ 38000

Erster [bis] 45. Druck. Bayreuth 1980 bis 2013. Mit zahllosen Graphiken. 44 Originaleinbände, ein Halblederband.

1980 gründete der Literaturwissenschaftler Wolfram Benda in Bayreuth 1980 seine »Bären Presse«. Vom ersten Druck gab es wenige Vorzugsexemplare in Leder, die späteren Editionen erschienen meist in drei Ausgaben: Luxusedition (hier elf vorhanden) mit zusätzlicher Graphik und Originalarbeit, Vorzugsausgabe (19 vorhanden) mit zusätzlicher Graphik und eine »Edition de tête« (15 vorhanden). – Die vollständige Folge aller bis 2013 erschienenen Ausgaben. Wegen detaillierter Beschreibungen verweisen wir auf die Webseite des Verlegers und unseren Auktionskatalog 20/2, KatNrn. 307–380.

1. 1980. Jean Paul. Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch. Mit vier signierten Radierungen von Caspar Walter Rauh. Weinroter Kalblederband. Eins von 15 Vorzugsexemplaren in Ganzleder (Gesamt 50).
2. 1981. E. T. A. Hoffmann. Signor Formica. Mit zwei signierten Radierungen von Caspar Walter Rauh. Halblederband. Eins von 100 Exemplaren (Gesamt 135).
3. 1982. Oscar Wilde. Die Nachtigall und die Rose. Mit vier Radierungen von Peter Klitsch. Weinroter Oasenziegenlederband. Eins von zehn Luxusexemplaren auf Pergament (Gesamt 210).
4. 1983. Ernst Jünger. Flugträume. Mit sechs Holzschnitten von Jürgen Wölbing. Crèmefarbener Oasenziegenlederband. Eins von zehn Luxusexemplaren auf Pergament und mit dem sechsten signierten Holzschnitt (Gesamt 210).
5. 1984. Marcel Schwob. Lebensbilder. Mit sieben Kaltnadelradierungen von Hans Fronius. Halbmaroquinband. Eins von 55 Exemplaren (Gesamt 75).
6. 1985. William Beckford. Vathek. Mit elf kolorierten Radierungen von Gottfried Helnwein. Zitronengelber Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren in Ganzleder mit der elften Radierung (Gesamt 200).
7. 1986. Johann Wolfgang von Goethe. Epigramme Venedig 1790. Mit 13 Radierungen von Wilhelm M. Busch. Rostfarbener Oasenziegenlederband. Eins von zehn Luxusexemplaren mit einer Suite von sieben nicht im Buch enthaltenen Graphiken (Gesamt 100).
8. 1986. Bassompierre · Goethe · Hofmannsthal. Erlebnis des Marschalls v. Bassompierre. Eine Erinnerung aus dem Jahre 1606. Mit signiertem Holzschnitt von Jürgen Wölbing. Ziegelroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren in Ganzleder (Gesamt 200).
9. 1987. Edgar Allan Poe. Schatten. Mit drei Holzstichen von Fritz Eichenberg. Flaschengrüner Oasenziegenlederband. Eins von zehn Luxusexemplaren mit einer Suite von fünf Holzstichen, davon wurden zwei nicht im Buch enthaltene signiert. (Gesamt 150).
10. 1988. Simson. Mit sieben Farbholzschnitten von Hanns Studer. Blauvioletter Halblederband. Eins von 115 Exemplaren (Gesamt 150).
11. 1988. Hans Henny Jahnn. Die Nacht aus Blei. Mit zwölf Radierungen von Klaus Böttger. Mausgrauer Kalblederband. Eins von 115 Exemplaren (Gesamt 150).
12. 1989. Honoré de Balzac. Das unbekannte Meisterwerk. Mit 13 Radierungen von Eberhard Schlotter. Halbpergamentband. Eins von 115 Exemplaren (Gesamt 150).
13. 1990. Heinrich von Kleist. Ueber das Marionettentheater. Mit sieben Farbholzschnitten von Hanns Studer. Sienabrauner Ziegenhalblederband. Eins von 115 Exemplaren (Gesamt 150).
14. 1991. Goethe. Römische Elegien. Mit 18 Holzstichen von Andreas Brylka. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einer Bleistiftzeichnung und dem zusätzlichen 18. Holzstich, jedoch in privatem Halbledereinband (Gesamt 150).
15. 1992. H. C. Artmann. Gesänge der Hämmer. Mit zwei Farbradierungen und je 14 blattgroßen Holzschnitten, Holzschnittinitialen und Absatzzeichen von Uwe Bremer. Eins von 25 Vorzugsexemplaren in Ganzleder mit einer zusätzlichen Farbradierung (Gesamt 155).
16. 1993. Robert Louis Stevenson. Markheim. Mit 16 Radierungen von Hubert Sommerauer. Anthrazitfarbener Kalblederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der 16. Radierung (Gesamt 150).
17. 1994. Christoph Martin Wieland. Ein Wintermährchen. Mit 30 Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Hellbeiger Pergamentband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
18. 1995. Hugo von Hofmannsthal. Reisebilder. Mit 15 Farbholzschnitten von Hanns Studer. Dunkelblauer Ziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem 15. Holzschnitt (Gesamt 150).
19. 1995. Apuleius. Amor vnnd Psyche. Mit 16 Radierungen von Harry Jürgens. Taubenblauer Pergamentband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit den kolorierten Radierungen einschließlich der zusätzlich beigelegten signierten (Gesamt 150).
20. 1996. Georg Heym. Der Metallene Tag. Mit elf Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Schiefergrauer Ziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem zwölften Holzschnitt (Gesamt 150).
21. 1997. William Beckford. Venedig. Mit 18 Lithographien von Rolf Escher. Bordeauxroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit einer zusätzlich beigelegten Lithographie (Gesamt 150).
22. 1996. Christoffel von Grimmelshausen. Der erste Beernhäuter. Mit zwölf Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Kaffeebrauner Schweinslederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem zwölften Holzstich (Gesamt 150).
23. 1998. Franz Kafka. Ein Bericht für die Akademie. Mit elf Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Violetter Ziegenlederband. Eins von 18 Vorzugsexemplaren mit dem elften Holzschnitt (Gesamt 50).
24. 1998/2011. Jorge Luis Borges. Rose & Blau. Mit 31 Acrylstichen von Bettina Rulf nach Vorzeichnungen für Holzschnitte von Jürgen Wölbing. Türkiser Oasenziegenlederband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einer Zeichnung und zwei zusätzlichen Holzschnitten (Gesamt 150).
25. 1999. Lukian. Hetärengespräche. Mit 16 Zweifarb-Radierungen von Eberhard Schlotter. Halbpergamentband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
26. 2000. Joseph von Eichendorff. Mondnacht. Mit 18 Farbholzschnitten von Hanns Studer. Burgunderroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem 18. Holzschnitt (Gesamt 150).
27. 2003. Albert Ehrenstein. Tubutsch. Mit neun zweifarbigen Acrylstichen von Karl-Georg Hirsch. Schwarzer Oasenziegenlederband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einem aquarellierten Acrylstich und einer Zeichnung (Gesamt 150).
28. 2001. Anton Tschechow. Kaschtanka. Mit elf Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Königsblauer Oasenziegenlederband. Eins von 18 Vorzugsexemplaren mit dem zusätzlichen elften Holzschnitt (Gesamt 150).
29. 2002. Arno Schmidt. Seelandschaft mit Pocahontas. Mit 18 Radierungen von Eberhard Schlotter. Rotbrauner Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der zusätzlichen 18. Radierung (Gesamt 150).
30. 2002. Wolfgang Hildesheimer. Bericht einer Reise. Mit 18 Radierungen von Paul Mersmann. Kupferfarbener Halbpergamentband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
31. 2005. Alfred de Musset und Wolf von Niebelschütz. Rondo. Mit sieben Radierungen von Peter Klitsch. Aprikotfarbener Pergamentband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einer aquarellierten Radierung und einer Zeichnung (Gesamt 150).
32. 2004. Frühlingsnacht. Chinesische Übertragungen von Günter Eich. Mit 15 Farbholzschnitten von Hanns Studer. Rostroter Oasenziegenhalblederband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
33. 2004. Eduard Mörike. Mozart auf der Reise nach Prag. Mit elf Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Weinroter Ziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit dem zusätzlichen elften Holzschnitt (Gesamt 65).
34. 2005. Gustave Flaubert. Bücherwahn. Mit 15 Radierungen von Paul Mersmann. Rotbrauner Oasenziegenhalblederband. Eins von 83 Exemplaren (Gesamt 120).
35. 2005. Ludwig Tieck. Die Gemälde. Mit 20 Radierungen von Eberhard Schlotter. Meerblauer Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der zusätzlichen 20. Radierung (Gesamt 150).
36. 2009. Gottfried Keller. Der Schmied seines Glücks. Mit 17 Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Grauer Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit einem zusätzlich beigelegten Holzstich (Gesamt 150).
37. 2006. Die dritte Reise Sindbads des Seefahrers. Mit zehn Farbholzschnitten von Esteban Fekete. Roter Oasenziegenhalblederband. Eins von 33 Exemplaren (Gesamt 70).
38. 2007. Goethes Faust in ursprünglicher Gestalt. Mit 19 Radierungen von Eberhard Schlotter. Roter Oasenziegenhalblederband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
39. 2008. Jean Paul. Die wunderbare Geselschaft in der Neujahrsnacht. Mit sechs Schablithographien von Rolf Münzner. Halbpergamentband. Eins von 113 Exemplaren (Gesamt 150).
40. 2009. Theodor Storm. Bulemann’s Haus. Mit 19 Radierungen von Paul Mersmann. Weinroter Oasenziegenhalblederband. Eins von 83 Exemplaren (Gesamt 112).
41. 2009. Wolf von Niebelschütz. Ein Geisterfrühstück in Paris. Mit 19 Lithographien von Rolf Escher. Hellbrauner Ecrasélederband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit den aquarellierten Lithographien, einschließlich der zusätzlichen 19. (Gesamt 150).
42. 2011. Hugo von Hofmannsthal. Der Tod des Tizian. Mit 13 Radierungen von Eberhard Schlotter. Karmesinroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit einer zusätzlich beigelegten Radierung (Gesamt 150).
43. 2012. Friedrich Georg Jünger. Blaue Fahrt. Mit 20 Radierungen von Hubert Sommerauer. Blauer Oasenziegenlederband. Eins von zwölf Luxusexemplaren mit einer zusätzlichen Zeichnung und der zusätzlichen 20. Radierung (Gesamt 150).
44. 2013. H. C. Artmann. Allerleirausch. Mit 21 Radierungen von Uwe Bremer. Scharlachroter Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der zusätzlichen 21. Radierung (Gesamt 110).
45. 2013. Paul Meersmann. Nachtfenster. Mit 20 Radierungen von Paul Mersmann. Grauer Oasenziegenlederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit der zusätzlichen 20. Radierung (Gesamt 120).

Dazu vier Sonderdrucke, die stets unillustriert und in einer Auflage von 350 Exemplaren erschienen. Wenige Vorzugsexemplare wurden in Leder gebunden.
4. Robert Lewis Stevenson. Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Tiefblauer Kalblederband. Eins von 23 Vorzugsexemplaren.
10. Quirinus Kuhlmann. D. Funffzehn Gesänge. Beiger Kalblederband. Eins von 25 Vorzugsexemplaren.
14. Hugo von Hofmannsthal. Weltgeheimnis. Pappband. Eins von 320 Exemplaren.
15. Wolf von Niebelschütz. Die weiße Kunst. Weißer Kalblederband. Eins von 30 Vorzugsexemplaren.

Rücken von 8, 11, 12, 28 leicht verfärbt. Bei 24 stärker verfärbt, Vorsatzblatt mit kleinem Einriss (1 cm).

  533    Sisyphos-Presse – Christa Wolf. Das Leben der Schildkröten in Frankfurt am Main.

€ 250

Ein Prosagedicht. Mit sechs Radierungen von Alfred Hrdlicka. Frankfurt a. M. und Wien, Büchergilde Gutenberg 1989. Mit sechs blattgroßen Radierungen. Originalpappband mit silbergeprägten Titeln. In der Originalkassette mit der silbernen Banderole.

Dritter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333), hier eins der für die Büchergilde bestimmten. – Auf dem Titel vom Künstler signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

97,8 : 25,3 cm. [32] Seiten.

Nicht mehr bei Spindler und Lewin

  534    Sisyphos Presse – Christoph Hein. Die Vergewaltigung.

€ 150

Sechs Erzählungen. Dieter Tucholke. Sechs Originalradierungen. Berlin 1991. Mit sechs signierten Radierungen mit Prägedrucken. Originalhalbpergamentband mit blindgeprägter Deckelvignette. Im Originalschuber mit geprägtem Pressensignet.

Fünfter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Die Texte sind Erstdrucke aus dem erzählerischen Werk Christoph Heins, »Bilder ungewöhnlicher menschlicher Schicksale aus der Kriegs- und Nachkriegszeit unseres baufälligen Jahrhunderts«, illustriert von Dieter Tucholke, »Jahrgang 1934, frühzeitiger Antipod offizieller Kunstrichtungen und vielseitiger Experimentator mit graphischen Strukturen« (Elmar Faber im Nachwort).

40,5 : 32,5 cm. 28, [4] Seiten, 6 Radierungen.

535  Edition Balance – Das Gleichmaß der Unruhe.

€ 250

Texte und Grafiken zur veränderten Landschaft – Deutschland 1991. Berlin 1991. Mit neun signierten Originalgraphiken. Originalhalblederband.

Erster Druck der Edition Balance. – Eins von 170 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Im Druckvermerk vom Herausgeber signiert. – Gedruckt auf Roma-Bütten, als Blockbuch gebunden. – Mit je einer Radierung von Dieter Goltzsche, Lusici und Birgit Meyer, je einem Holzschnitt von Guillermo Deisler, Christoph Nies, Ulrich Tarlatt und Ruth Tesmar, einem Siebdruck von Gil Schlesinger und einer Spritz-Collage von Wolf Spies. – Die Graphiken entstanden zu Texten von 15 Schriftstellern, darunter Kerstin Hensel, Sarah Kirsch, Gabriele Wohmann, Jörg Kowalski, F. C. Delius und anderen. – Henry Günter gründete die Edition Balance 1990 in Berlin und knüpfte damit sowohl an die Tradition von Privatpressen, die das bibliophile Buch mit anspruchsvollem Inhalt dem lieblos gestalteten Massenbuch entgegensetzten, als auch des Künstlerbuchs der DDR an und setzt sie fort. »Ob diese Bücher nun in der DDR, der Wendezeit oder im vereinten Deutschland entstanden, eines sollte sie alle zum Ausdruck bringen: Die Befindlichkeit in einem Land, von dem Christa Wolf im November 1989 sagte, daß ›einem die Worte im Mund veralten‹. Zu welcher gelungenen Symbiose hierbei Texte von bekannten Autoren und Graphiken von teils bekannten Künstlern zusammengeführt werden, zeigt uns das Beispiel vom I. Druck der Edition Balance ›Das Gleichmaß der Unruhe‹« (Thomas Glöß, Neue Bildende Kunst, I/1995).

31,0 : 21,9 cm. [60] Seiten, 9 Graphiken. – Rücken etwas verfärbt.

  536    Edition Balance – Gabriele Wohmann. Sidonie.

€ 250

Erzählung. Guillermo Deisler Originalgrafiken. Berlin 1992. Mit drei signierten Farbradierungen und acht Siebdrucken. Originalhalblederband mit blindgeprägten Titeln. Im Originalschuber mit Lederkanten.

Dritter Druck der Edition Balance. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlich beigelegten Zeichnung (Gesamtauflage 112). – Im Druckvermerk von Autorin und Künstler signiert. – Als Blockbuch gedruckt auf der Presse der »Edition Sirene«, Berlin.

32,8 : 24,5 cm. 32, [4] Seiten, 3 Radierungen, 1 Zeichnung.

  537    Edition Balance – Johannes Jansen. Ausflocken.

€ 250

Ein Abwasch. Wolf Spies Zeichnungen. Berlin 1992. Mit zehn signierten Zeichnungen (Tusche, farbige Tinte, Aquarell). Illustrierter Originalhalbpergamentband in -leinenkassette.

Zweiter Druck der Edition Balance. – Unikatbuch. – Eins von 35 Exemplaren (Gesamtauflage 40). – Von Autor und Künstler im Druckvermerk signiert. – Satz und Gesamtgestaltung von Henry Günther.

36,0 : 27,0 cm. 38, [4] Seiten.

  538    Edition Balance – Privileg.

€ 250

Ein Tagebuch in Zeit-Collagen. 9. bis 14. September 2001 NYC. Henry Günther, Marion Günther-Bonsack, Jörn Lies. Gotha, Leipzig und New York 2003. Fotografien, Prägungen und Radierung. Originalhalblederband in -halbleinenkassettte.

Balance Press IV. – Eins von 45 Exemplaren. – Mit einer beigegebenen Fotografie. – Von allen drei Beteiligten im Impressum signiert. – Das Künstlerbuch vereint Texte und Gedichte der Eheleute Günther mit den Fotografien des Sohnes. Vater und Sohn erlebten den 11. September 2001 in New York und verarbeiteten Ängste und Eindrücke in diesem »Plädoyer, aus den eigenen Ängsten zu lernen und nicht einfach weiterzumachen in der Sprache von Gewalt, Hass und Ausgrenzung.« – Typographie und Buchgestaltung von Henry Günther.

32,7 : 18,1 cm. [60] Seiten. – Kassette mit kleinen Kratzspuren.

  539    Edition Balance – Kants Affe. Ein Todtengespräch.

€ 250

Karl Mickel. Nuria Quevedo. Friedrich Schenker. Berlin 1993. Mit neun signierten blattgroßen Radierungen von Nuria Quevedo und drei signierten blattgroßen Notenschriften von Friedrich Schenker im Text. Originalhalbpergamentband mit schwarz geprägten Titeln. Im Schuber.

Vierter Druck der Edition Balance. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 60). – Das Libretto für eine Oper, ein Gespräch zwischen Immanuel Kant und dem Marquis de Sade, stammt von Karl Mickel, die Vertonung von Friedrich Schenker. Nuria Quevedo schuf dazu die Radierungen. – Die Texte wurden entnommen aus Kants »Kritik der praktischen Vernunft« und de Sades »Philosophie im Boudoir«. – Nuria Qevedo (geboren 1938), Tochter spanischer Emigranten, war Meisterschülerin von Werner Klemke.

36,9 : 27,5 cm. 49, [5] Seiten. – Schuber mit einigen schwachen Schabspuren.

  540    Edition Balance – Bianca Döring. Tag Nacht Helles Verlies.

€ 300

Neue Gedichte. Zeichnungen und Collagen von Wolf Spies. Gotha/Berlin 1995. Mit neun Originalzeichnungen und Collagen. Originalpappband mit geprägter Deckelzeichnung. In Leinenkassette mit Acrylglasdeckel.

Achter Druck der Edition Balance. – Eins von 35 Exemplaren mit Unikatcharakter (Gesamtauflage 40). – Von Autorin und Künstler im Druckvermerk signiert. – Herausgegeben und gestaltet von Henry Günther. – Handgeschöpftes Einbandpapier von John Gerard.

35,8 : 26,5 cm. – Einband am Oberrand etwas verblaast.

  541    Edition Balance – Sechs Drucke.

€ 900

Berlin und Gotha 1994–2006. Fünf Originalhalblederbände, eine Broschur.

I. 5. Druck: Johannes Jansen. Hans Hiob. Ein Auszug. Berlin 1994. Mit einer Zeichnung und sechs signierten Siebdrucken von Johannes Jansen. – II. 12: Marion Günter. Augen Blicke. Gotha und Berlin 1999. Mit Farblithographien von Sabine Cornelia Sauermilch.– III. 13: Jörg Kowalski. Hyle. Gotha und Berlin 2000. Mit Holzschnitten von Albrecht Genin. In Zusammenarbeit mit der Galerie Horst Dietrich. Vorzugsexemplar mit einem zusätzlich beigelegten signierten Holzdruck. – IV. 14: John Yau. Russian Letter. Russischer Brief. Thomas Offhaus. Etchings. Radierungen. Gotha 2003. – V. 15: Marion Günther. Rauhreif. Liebesgedichte. 2006. Farbholzschnitte von Frank Eißner. Mit einer zusätzlich beigegebenen aquarellierten Zeichnung. – Dazu: Allen Ginsberg. Waking-Erwachen in New York.Leipzig und Gotha, Atelier Buchkunst 1996. Mit Farbholzschnitten von Christiane Baumgartner. – Alle in kleinster Auflage erschienen, von den Künstlern in den Druckvermerken signiert. – III, IV und die Beigabe in Originalleinenkassette.

Rücken von I verfärbt.

  542    Sonnenberg-Presse – Das Hohelied.

€ 350

Mit Holzschnitten von Andrea Lange. Aus dem Hebräischen von Alisa Stadler. Mit einem Nachwort von Rainer Stöckli. Kemberg, Sonnenberg-Presse 2011. Mit 21 meist farbigen Holzschnitten, 15 blatt- und sechs doppelblattgroß. Originalpappband mit einem der doppelblattgroßen Holzschnitte, dieser zweigeteilt auf dem Schuber wiederholt.

Eins von 30 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Velin. – Handsatz und Handdruck durch die Künstlerin, unterstützt durch Klaus Arnold. – Die fulminante Ausgabe eines der meist illustrierten Texte der Weltliteratur entstand auf Anregung von Hubert Witt, die Holzschnitte stammen meist aus den Jahren 1999 und 2003. – Andrea Lange wurde 1970 in Dresden geboren und gründete 1998 zusammen mit Bettina Haller in Chemnitz die Sonnenberg-Presse, die 2001 ins brandenburgische Kemberg verlegt wurde.

40 : 35 cm. 64 Seiten.

  543    Edition Phi – Vier Ausgaben der »Collection 26 x 35«

€ 400

Echternach, später Herborn 1988–1991. Orignalleinenbände und ein Originalpappband, alle in farbig serigraphiertem Originalschuber.

Abwechslungsreich und farbenfroh gestaltete Editionen des luxemburgischen Kleinverlages. – Je eins von 100 Exemplaren, weitere zehn kamen nicht in den Handel. – Im Druckvermerk vom Künstler, bei II–IV auch vom Verfasser signiert. – Die nach der Buchgröße benannte Reihe wurde fortgesetzt. – I. Giorgos Seferis. Geheime Gedichte. 1988. Mit sieben Farbserigraphien von Robert Brandy. – II. Pierre Garnier. Nativité. 1989. Mit einem farbigen Prägedruck und farbig serigraphierten Illustrationen und Text von Théo Kerg. – III. Emile Hemmen. J’ecoute tes yeux. 1989 Mit fünf ganzseitigen Farbserigraphien von Henry Kraus. – IV. Jacinto Luis Guereña. Orages de l’apaisement. Poèmes. Théo Kerg. 1991 Mit einem farbigen Prägedruck und acht blattgroßen Farbserigraphien von Théo Kerg.

544  Aldus-Presse – Horst Locher. Über Kunst und Kunstsammeln.

€ 250

Radierungen von Volker Sammet. Reicheneck 1990. Mit fünf signierten Radierungen. Originalhalblederband mit serigraphierten Deckelillustrationen. Im Schuber.

51. Ausgabe der Aldus Presse. – Eins von 111 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Buchgestalter Arno Piechorowski signiert. – Gedruckt auf Bütten, die Radierungen als Handdrucke des Künstlers auf rosa Kupferdruckkarton. – Die Radierungen, die zu den Aphorismen Lochers entstanden, sind betitelt: Auktionsangler. – Die Jury. – Kammerforellenquartophonett. – Vernissagendemagoge. – Newstilservice. – Mit Widmung des Verfassers auf dem Vortitelblatt.

32,3 : 24,5 cm. [3], 6, [3] Blätter, 5 Radierungen.

  545    Antinous Presse – Konstantin Wecker. Der alte Kaiser.

€ 200

Sieben Gedichte. Mit drei Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Garching, Antinous Presse 1992. Schwarzer Originalpappband mit Blindprägung. Im Schuber.

Dritter Druck der Antinous Presse von Matthias Loidl. – Eins von 120 Exemplaren im Pappband (Gesamtauflage 205). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Auf schwarzem Bütten und Giju Shoju Japanpapier. – Die Einbanddecke, gearbeitet von Roland Meuter, mit blindgeprägtem Text nach Weckers Handschrift bzw. in Typographie. – Sehr reizvolles Künstlerbuch.

23 : 26 cm. [48] Seiten, 3 Holzstiche.

Kästner/Lübbert A 84.1

546  Antinous Presse – Thomas Mann. Der Tod in Venedig.

€ 800

Einleitung: Wolfgang Koeppen. Die Beschwörung der Liebe. Nachwort: Terence James Reed. Dichternöte – ein Spiel mit Leben und Tod. Textvarianten aus der früheren Fassung. Unterreit bei Wasserburg 1993. Mit acht signierten Radierungen von Kurt Steinel. Blauer Halblederband mit silbergeprägtem Rückentitel und marmorierten Deckelbezügen (signiert: Thomas Zwang, Hamburg). Im dunkelblauen Schuber.

Vierter Druck der Antinous Presse Matthias Loidl. – Erworben als eins von zehn Rohbogen-Exemplaren (Gesamtauflage 115) und im Auftrag von Edith Achilles in Hamburg gebunden. – Im Druckvermerk von Wolfgang Koeppen, Thomas Reed und Kurt Steinl signiert. – Gesetzt bei SchumacherGebler, gedruckt in der Offizin Haag-Drugulin. – Die Radierungen druckte Johann Peter Baum in der Werkstatt der Hochschule für Gestaltung, Offenbach. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Der Text folgt dem Erstdruck in der »Neuen Deutschen Rundschau« von 1912, die Varianten zur Hundertdruckausgabe (siehe Katalognummer 132) werden ausführlich kommentiert. – Dazu: Thomas Mann. Der Kleiderschrank. Eine Geschichte voller Rätsel. Garching 1991. Mit zwei ganzseitigen Holzstichen von Andreas Brylka. Originalpappband mit Oleographiepapierbezügen. Zweiter Druck der Prosa-Blätter der Antinous-Presse. – Eins von 90 Exemplaren (Gesamtauflage 145). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Wohl erste Einzelausgabe der 1898 entstandenen Erzählung (vgl. Potempa E 10).

40,3 : 31,8 cm. 95, [5] Seiten. 8 Radierungen.

547  Kurt Steinel – Thomas Mann. Mario und der Zauberer.

€ 1500

Ein tragisches Reiseerlebnis. Mit sieben Farbradierungen von Kurt Steinel. Ascona und Unterreit, Antinous Presse 1998. Mit sieben signierten Farbradierungen. Zweifarbiger Originalmaroquinband mit blindgeprägter Vorderdeckelillustration und silbergeprägtem Rückentitel; Halbledermappe mit montierter signierter Deckelradierung. Zusammen in Originalhalblederkassette mit vergoldetem Rückentitel.

Siebter Druck der Antinous Presse. – Eins von 25 Exemplaren der in Ganzleder gebundenen Vorzugsausgabe mit einer signierten und nummerierten Extrasuite aller acht Radierungen (einschließlich einer im Buch nicht verwendeten) sowie zwei Abzügen der Deckelradierung, die nur in der Vorzugsausgabe enthalten ist (Gesamtauflage 115). – Im Druckvermerk vom Künstler und den Autoren des Vor- bzw. Nachworts, Elisabeth Mann Borgese und Hans Mayer, signiert. – Enthält auch einen Text von Dino Buzatti (Gabrielli, das Urbild Cipollas) in der Übersetzung von Ulrich Kocher. – Gedruckt auf Zerkall-Kupferdruckbütten. – Üppig gesetzt, opulent gedruckt, ausgestattet und gebunden. – Abgesehen von der Kassette makellos erhalten.

39 : 28 cm. [2], 71, [7] Seiten, 7 Radierungen. – Mappenrücken an den Rändern etwas verfärbt.

548  Antinous Presse – Ascona Presse – Robert Walser. Sieben Prosastücke.

€ 700

Hanns Studer Farbholzschnitte. Mit einem Essay von Wolfgang Koeppen. Unterreit und Ascona 2003. Mit zwölf Farbholzschnitten, davon fünf blatt-, sieben doppelblattgroß. Halblederband mit Rücken- und Kopfschnittvergoldung und Holzschnitt-Deckelbezügen (Roland Meuter, Ascona). Im Schuber mit Lederkanten und Holzfurnierbezug.

Gemeinschafts-Projekt: Neunter Druck der Antinous Presse, 16. Druck der Ascona Presse. – Eins von 20 Belegexemplaren. (Gesamtauflage 90). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Texte auf farbige Tonflächen gedruckt, die wie die Illustrationen von Hanns Studer in Holz geschnitten wurden. – Inhalt: Der Pavillon. – Der Maskenball. – Porzellan. – Aufsatz über Löwenbändigung. – Das Kaffeehaus. – Die Büffetdame und ihr Page. – Festzug. – Die Auswahl erschien anlässlich des 125. Geburtstags von Robert Walser. Der Essay von Wolfgang Koeppen erschien erstmals am 15. April 1978, anlässlich Walsers 100. Geburtstag.

40,0 : 25,8 cm. [60] Seiten.

549  Ascona Presse – Hermann Hesse. Zwei Märchen.

€ 350

Radierungen von Frank Bruggisser. Ascona 1986. Mit zwei signierten Farbradierungen. Dunkelroter Originalsaffianlederband mit Deckelillustration aus blindgeprägten Fileten und farbigen Lederintarsien, Kopfschnitt vergoldet und gepunzt (Roland Meuter, Ascona). Im Originalschuber.

Erster Druck der Ascona Presse. – Eins von 20 Vorzugsexemplaren in Ganzleder (Gesamtauflage 80). – Handsatz von Ireneo Nicora, Druck auf seiner Handpresse. – Auf Rives-Bütten. – Angeregt wurde die Gründung der Presse durch Gunther Böhmer, der eigentlich diesen Druck illustrieren wollte, aber 1986 verstarb.

22,5 : 16,0 cm. [6], [32], [6] Seiten. 2 Radierungen. – Rücken leicht verblasst.

Spindler 78.1

550  Ascona Presse – Henry Jaeger. Der Sieger

€ 300

oder Weit ist der Weg nach Marathon. Mit sechs Lithographien von Alban Welti. Ascona, Ascona-Presse 1993. Mit sechs farbigen, ganzseitigen Lithographien. Roter Originalhalbmaroquinband mit Oleographiepapierbezügen und vergoldetem Rückentitel (Roland Meuter, Ascona). Im Schuber.

Zehnter Druck der Ascona Presse von Roland Meuter. – Eins von 30 Exemplaren in Halbleder (Gesamtauflage 65). – Im Druckvermerk von Künstler und Autor signiert. – Auf Arches-Bütten. – Dazu: Trude Stadler. Unterwegs. Ascona 1991. Texte und sechs signierte Farblithographien. Originalpappband mit Bezug aus Oleographiepapier, blindgeprägtem Deckel- und goldgeprägtem Rückentitel (Roland Meuter, Ascona). Sechster Druck der Ascona Presse. – Eins von 40 Exemplare (Gesamtauflage 65). – Von der Künstlerin auch im Druckvermerk signiert. – Auf Arches-Bütten. – Die Oleographiepapiere, die Roland Meuter für die meisten seiner Halblederbände verwendete, fertigte seine Ehefrau Beatrice Meuter.

30,2 : 20,4 cm. [32] Seiten. – 25,5 : 18,8 cm. [32] Seiten.

551  Bibliothek SG.

€ 450

Bände 1 bis 34. München 1974–2010. Originalpappbändchen mit Deckel- und Rückenschildern.

Vollständige Folge aller bisher erschienenen Bände. 1. Johann Wolfgang Goethe. Balladen. 1974. Baskerville. – 2. Jean Paul. Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch. 1975. Bodoni. – 3. Johann Peter Hebel. Briefe an Gustave Fecht. 1976. Modern Extended. – 4. Adalbert Stifter: Abdias. 1977. Garamond-Antiqua. – 5. Clemens Brentano. Geschichte vom braven Kasperl. 1978. Unger-Fraktur, Walbaum-Antiqua. – 6. Gottfried Keller. Romeo und Julia auf dem Dorfe. 1979. Centaur und Arrighi. – 7. Franz Grillparzer. Der arme Spielmann. 1980. Lutetia. – 8. Wilhelm Raabe. Zum wilden Mann. 1981. Van Dijck. – 9. Theodor Fontane. Gedichte. 1982. Bell-Antiqua. – 10. Wilhelm Hauff. Die Karawane. 1983. Alte Fraktur und Poliphilus. – 11. Regina Ullmann. Goldner Griffel und andere Erzählungen. 1984. Fournier. – 12. Christian Morgenstern. Galgen- und andere Lieder. Perpetua. – 13. Friedrich Schiller. Der Verbrecher aus verlorener Ehre. 1986. Didot. – 14. Annette von Droste-Hülshoff. Die Judenbuche. 1987. Sabon. – 15. Johann Wolfgang Goethe. Sankt-Rochus-Fest zu Bingen. 1988. Luthersche Fraktur. – 16. Konrad Weiß. Süddeutsche Reisebilder. 1989/1990. Bembo. – 17. Kleist in Thun – Ein Tryptychon. Heinrich von Kleist/Robert Walser. 1991. Walbaum-Antiqua. – 18. Carl Schurz. Die Befreiung Gottfried Kinkels aus dem Zuchthaus in Spandau. 1992. Mediäval und Mediäval-Kursiv. – 19. Ferdinand Gregorovius. Ein Dreigestirn. 1993. Italian Old Style. – 20. Marie von Ebner-Eschenbach. Krambambuli. 1994. French Old Style. – 21. Hugo von Hofmannsthal. Andreas. 1995. Dante. – 22. Franz Kafka. Kurze Prosa aus dem Nachlaß. 1996. Akzidenz Grotesk, Serie 215. – 23. Carl Jacob Burckhardt. Freundschaften und Begegnungen. 1997/1998. Imprint. – 24. Klaus Mann. Kinderjahre in München. 1999. Perpetua-Antiqua. – 25. Stefan Zweig. Die unsichtbare Sammlung. 2000. Barbou mit Kursiv. – 26. Eva Strittmatter. Morgens, abends – Gedichte. 2001. Bulmer-Antiqua. – 27. Hermann Hesse. Eine Stunde hinter Mitternacht. 2002. Times Serie 327 und 727. – 28. Friedrich Dürrenmatt. Die Panne. 2003. Romulus. – 29. Heinrich Böll. Dr. Murkes gesammeltes Schweigen. 2004. Ehrhardt. – 30. Peter Härtling. Die Lebenslinie. 2005. Fontana. – 31. Alle Jahre wieder. Die schönsten Weihnachtserzählungen. 2006. Poliphilus und Blado. – 32. Gotthold Ephraim Lessing. Fabeln – Drey Bücher. 2007. Bembo und Breitkopf-Fraktur. – 33. Arthur Schnitzler. Leutnant Gustl und andere Erzählungen. 2008. Goudy Old Style. – 34. Joseph Roth. Der Diener Jaques. 2010. Pierre Didot.

Die Bände wurden bis 1993 in der Druckerei Schumacher-Gebler gedruckt, seitdem in der Traditionsfirma Offizin Haag-Drugulin. In Handsatz und klassischem Buchdruck hergestellt, waren sie zunächst als Jahresgaben für Freunde und Kunden gedacht. Für jedes Buch wurde eine andere Schrift gewählt, wobei die fast vollständig vorhandene Monotype-Kollektion es erlaubte, auch von hierzulande beinahe unbekannten Schnitten zu drucken, wie zum Beispiel der Bell, der Barbou, der Bulmer, der Spectrum oder der Pierre Didot, die es sonst nirgends mehr gibt. Ab Band 4 beschreibt jeweils ein Essay die Geschichte, den Entwerfer und die Besonderheiten der verwendeten Type. »Die von Gutenberg erfundene Technik des Setzens und Druckens mit Bleibuchstaben ist längst passé. Computer und moderner Offsetdruck sind schon lange an die Stelle des alten Handwerks getreten. […] Bleisatz und Buchdruck sind heute selten geworden, schon deswegen sind sie eine Kostbarkeit. Zudem beherrschen diese Technik nur noch ganz wenige Druckereien.« (Eberhard SchumacherGebler). Die Reihe ist ein Beispiel, dass es auch im 21. Jahrhunderts noch »Büchermacher« gibt, die mit Erfahrung und Begeisterung und zusammen mit ebenso »besessenen« Fachleuten die traditionellen Satz- und Druckmethoden weiterführen. In diesem Sinne bleiben Schriftgestalter, Typographen, Setzer, Drucker und Buchbinder aber auch Autoren, Illustratoren und Verleger sowie Leser und Sammler gemeinsam auf der Suche und auf dem Weg zum »Idealen Buch«.

21,4 : 12,8 cm.

552  Quetsche – E. T. A. Hoffmann. Eine gräßlich gespenstische Geschichte.

€ 400

Mit illuminierten Radierungen von Ulikasten. Berlin 1986. Mit vier signierten blattgroßen Radierungen, davon drei farbig, und einem radierten Porträt. Originalhalblederband mit Rückenschild und blindgeprägtem Deckeltitel (Julia Büttelmann). Im Schuber.

Erster Druck der Quetsche. – Eins von 95 Exemplaren (Gesamtauflage 100). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Textseiten mit farbiger ornamentaler Kopfleiste. – Uli Kasten (1933–2004), Maler, Graphiker und Bühnenbildner, war » […] ein begnadeter Lehrer, ein genialer Buchillustrator, eine männliche Muse, so der wohlwollende Spott der Schriftstellerfreunde. Leben musste er vom Sozialamt, und von spärlichen Stipendien« (Der Tagesspiegel, 26.11.2004). – Reinhard Scheuble (1946–2020), Buchdrucker, Buchkünstler, Buchverleger, war von 1980 bis 1989 Werkstattleiter in der Druckwerkstatt des Berufsverbandes Bildender Künstler Berlins, anschließend ging er als Meisterdrucker an die Städelschule in Frankfurt am Main. 1985 gründete er seinen Verlag »Quetsche«. Inzwischen erschienen 85 Bücher mit Originalgraphik, die Auflagenzahlen variieren zwischen 10 und 100 Exemplaren.

30,0 : 20,8 cm. 35, [5] Seiten.

Spindler 101.1

553  Quetsche – Nikolai W. Gogol. Schreckliche Rache.

€ 300

Gisela Mott-Dreizler. Linolschnitte. Berlin 1987. Mit 20 blatt- und drei doppelblattgroßen Farblinolschnitten. Grün-schwarzer Originalhalblederband, Rückentitel in Negativblindprägung. Im Schuber.

Zweiter Druck der Quetsche. – Eins von 95 Exemplaren (Gesamtauflage 100). – Von der Künstlerin im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf Hahnemühle Kupferdruckbütten.

37,2 : 26,4 cm. 87, [3] Seiten.

Spindler 101.2

  554    Quetsche – Iwan Turgenjew. Phantome.

€ 250

Lithografien von Gisela Mott-Dreizler. Berlin, Quetsche 1988. Mit lithographiertem Titelblatt und elf blattgroßen Lithographien, zwei davon koloriert, alle signiert, datiert und nummeriert. Handbemalter Originalleinenband mit silbergeprägtem Titel. Im Schuber.

Vierter Druck der Quetsche. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 65). – Auch im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Rives-Bütten. – Die Vorsatzpapiere und der Einband wurden von Gisela Mott-Dreizler bemalt, so dass jedes Exemplar der Auflage ein Unikat darstellt.

37,9 : 54,3 cm. 50, [2] Seiten.

555  Quetsche – Adelbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte.

€ 900

Zu dieser Erzählung hat Hanefi Yeter 12 Textzeichnungen und 5 colorierte Radierungen angefertigt. Berlin 1989. Mit fünf kolorierten Radierungen über jeweils vier Seiten und zwölf Textillustrationen. Originalpappband, Vorder- und Rückendeckel mit kolorierter Radierung und Silberprägung. Im Schuber.

Fünfter Druck der Quetsche. – Eins von zwei Künstlerexemplaren, wie die fünf Luxusexemplare mit zwei zusätzlichen farbigen Zeichnungen (Gesamtauflage 137). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten, Druck der Radierungen auf Hahnemühle-Bütten. Die beiden Zeichnungen (Tempera und Tuschfeder auf Papier bzw. Gouache und Tuschpinsel auf Leinen) liegen in einem Extraschuber bei. – Hanefi Yeter (geboren 1947) studierte in Instanbul, seit 1973 lebt und arbeitet er in Berlin.

33,2 : 24,4 cm. 97, [4] Seiten.

  556    Quetsche – [Jakob und Wilhelm] Grimm. [Drei Märchen].

€ 200

Berlin und Witzwort 1990/1991. Illustrationen von Hanna Mott. Illustrierte Originalleinenbände, zusammen im illustrierten Schuber.

8., 12. und 14. Druck der Quetsche. – Jeweils eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 120). – Das singende springende Loeweneckerchen. Mit sechs kolorierten Lithographien. – Der Räuberbräutigam und Die Alte im Walde. Mit sechs kolorierten Farblinolschnitten. – Die Gänsemagd. Mit fünf kolorierten Radierungen. – Die damals etwa zehnjährige Hanna Mott ist die Tochter von Gisela Mott-Dreizler, der Lebens- und Schaffenspartnerin von Reinhard Scheuble, die viele Bücher der Quetsche illustrierte. – Dazu: Brüder Grimm. Des Herrn und des Teufels Getier. 1999. Mit 26 meist doppelblattgroßen Linolätzungen von Gisela Mott-Dreizler, davon zwei farbig. Originalpappband mit Linolätzung. 33. Druck der Quetsche. – Alexander Puschkin. Die Märe vom Pfaffen und Töffel, seinem Arbeitsmanne. Übertragen von Viktor Adolf Lierse. 2007 Mit sechs farbigen Holzschnitten im Text und einem eingebundenen Holzschnitt-Leporello von Gisela Mott-Dreizler. Originalhalbleinenband mit farbigem Titelholzschnitt. – Je eins von 40 Exemplaren, im Druckvermerk von der Künstlerin signiert und nummeriert.

28 : 20 cm. 32, 32, 28 Seiten.

557  Quetsche – Christoph Martin Wieland. Prinz Biribinker.

€ 1500

Versehen mit neun farbigen Kaltnadelradierungen von Gisela Mott-Dreizler. Berlin 1990. Mit neun ganzseitigen signierten Farbradierungen. Originalpergamentband mit farbigem Rückenschild (Julia Büttelmann). Im Originalschuber.

Neunter Druck der Quetsche. – Das erste von 45 Exemplaren der Ausgabe A (Gesamtauflage 67), hier jedoch ähnlich den fünf Vorzugsexemplaren B mit einer Suite von sieben nicht im Buch verwendeten Farbradierungen, alle signiert und nummeriert 1/5, lose in Umschlag und Schuber. – Gesetzt aus der Cicero Walbaum, gedruckt auf Arches-Bütten. – Die klassisch-strenge Typographie des Buches steht in reizvollem Gegensatz zu den farbenfreudigen Radierungen der Künstlerin.

36,5 : 24,5 cm. 91, [5] Seiten, 7 Radierungen.

558  Quetsche – E. T. A. Hoffmann. Das öde Haus.

€ 400

Mit zwölf Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Berlin 1991. Mit zwölf Holzstichen im Text. Originalhalblederband. Rückentitel silber-, Deckeltitel blindgeprägt (Ricarda Rau, Darmstadt). Im Schuber.

Zehnter Druck der Quetsche. – Eins von 110 Exemplaren der Ausgabe A, hier jedoch mit zwei zusätzlichen signierten Holzstichen der Folge, bezeichnet »e. a.« (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Velinbütten von Arches. – Welcher Pressenverleger in Deutschland konnte seit den 1960er Jahren der Faszination der Holzstiche des Leipziger Meisters widerstehen?.

38,9 : 29,2 cm. [36] Seiten, 2 Holzstiche.

Kästner/Lübbert A 73.1

559  Quetsche – Springen wir den Reigen. Carmina Burana.

€ 1500

Mit zehn übermalten Radierungen von Gisela Mott-Dreizler. Berlin 1991. Mit sieben übermalten Radierungen und sechs Originalaquarellen und -temperamalereien. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel (Ricarda Rau, Berlin). Im Schuber.

Elfter Druck der Quetsche. – Das erste von zehn unikalen Exemplaren, zusätzlich entstanden zwei Künstlerexemplare. – Entgegen der Angabe auf dem Titel (und in Reinhard Scheubles Pressenkatalog) enthält dieses Exemplar insgesamt 13 blatt- bzw. doppelblattgroße Tempera- und Aquarellarbeiten, davon die beiden ersten signiert und nur sechs mit deutlichem Abdruck einer Radierplatte. Der Werkkatalog erwähnt dafür eine Einbandbemalung. – Gedruckt auf handgeschöpftem Bütten von John Gerard, Berlin.

36,5 : 26,0 cm. [10], 45, [9] Seiten.

560  Quetsche – Isaac Bashevis Singer. Die Hexe.

€ 1000

Mit zehn Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Berlin 1992. Mit zehn Holzstichen im Text. Dunkelgrüner Originalmaroquinband mit Blind- und Grauprägungen (Ricarda Rau, Darmstadt). In Originalhalbleder-Kassette.

13. Druck der Quetsche, auch Reinhard Scheuble unterdrückte diese Nummer in der Zählung. – Künstlerexemplar »e. a.«, wie die fünf Exemplare der Ausgabe C mit einer beigelegten signierten Tuschzeichnung und einer Suite von acht signierten Holzstichen, alle in Extra-Leinenmappe (Gesamtauflage 150). – Auf Zerkall-Bütten. – Gedruckt wurde auf der Andruckpresse der Städelschule in Frankfurt.

33,0 : 24,3 cm. 45, [3] Seiten.

Kästner/Lübbert A 83.1

561  Quetsche – Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Lebensbeschreibung der Erzbetrügerin und Landstörzerin Courasche.

€ 600

Versehen mit neunzehn farbigen Holzschnitten von Gisela Mott-Dreizler. Berlin 1993. Mit 19 signierten doppelblattgroßen Farbholzschnitten. Originalpappband, bezogen mit übermaltem Holzschnitt (Ricarda Rau, Darmstadt). Im Schuber.

16. Druck der Quetsche. – Künstlerexemplar »E. A.« der absoluten Vorzugsausgabe C (7 Exemplare) mit sechs zusätzlichen Farbholzschnitten, drei übermalt, alle signiert (Gesamtauflage 107). – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert und bezeichnet. – Gedruckt auf Aqualana-Bütten. – Text und Holzschnitte druckte Reinhard Scheuble auf der Andruckpresse der Frankfurter Städelschule.

34,5 : 25,0 cm. 165, [3] Seiten.

562  Quetsche – Augusto Monterroso. Das gesamte Werk und andere Fabeln.

€ 750

Harald Metzkes. Mit fünf vollen Bildern. [Berlin] 1993. Mit fünf signierten doppelblattgroßen Aquarellen. Bemalter Originalleinenband (Ricarda Rau). Im Schuber.

17. Druck der Quetsche. – Das erste von nur zehn Exemplaren und zwei für die Künstlerin, jedes ein Unikat. – Ein zusätzliches signiertes Aquarell, mit dem Motiv der Einbandbemalung, wurde beigelegt. – Gedruckt auf handgeschöpftem Bütten von John Gerard. – Handpressendruck von Reinhard Scheuble in der Städelschule, Frankfurt. – Die Sammlung »Das schwarze Schaf und andere Fabeln« des guatemaltekischen Schriftstellers Augusto Monterroso (1921–2003) erschien in deutscher Fassung erstmals 1969.

37,4 : 27,3 cm. [56] Seiten.

563  Quetsche – Theodor Storm. Bulemanns Haus.

€ 450

Grafiken von Gisela Mott-Dreizler. [Berlin] 1994. Mit zahlreichen Graphiken im Text, vier davon farbig und doppelblattgroß. Originalhalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel (Ricarda Rau, Darmstadt). Im Schuber.

19. Druck der Quetsche. – Eins von 40 Vorzugsexemplaren im Halbledereinband und mit zwei beigelegten signierten kolorierten Graphiken (Gesamtauflage 270). – Die Graphiken im Buch sind Kombinationsdrucke von Klischeeätzungen und Holzschnitten. Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Der erste Quetsche-Druck mit einem Text von Theodor Storm. Es folgten sieben weitere, fünf davon unter KatNrn. 566, 569, 573 und 577.

33,0 : 24,3 cm. [2], 38, [4] Seiten.

564  Quetsche – William Shakespeare. Der Sturm.

€ 500

Mit 13 Kaltnadelradierungen von Harald Metzkes. Witzwort 1994. Mit elf blattgroßen Radierungen und zwei doppelblattgroßen als Vorsätze. Blauer Originalecrasélederband. Im Originalschuber mit Lederkanten.

20. Druck der Quetsche. – Eins von zehn Vorzugsexemplaren mit zwei zusätzlichen signierten Radierungen (Gesamtauflage 121), hier wurde noch eine dritte Radierung beigelegt, bezeichnet als »E.A.«, alle datiert »1995«. – Im Auflagenvermerk nummeriert und vom Künstler signiert. – Die deutsche Fassung stammt von Erich Fried. – Titel und Kolumnentitel wurden aus der Optima von Hermann Zapf gesetzt, der Text aus der Palatino. – Auf Hahnemühle-Bütten.

36,7 : 27,0 cm. 87, [5] Seiten. – Rücken leicht verfärbt.

565  Quetsche – Hugo Ball. Die Sonne.

€ 900

Originalmalerei von Gisela Mott-Dreizler. [Berlin] 1995. Mit fünf doppelblattgroßen signierten und weiteren 18 im, auf und neben dem Text, teils mit Collagen und Stempelungen. Farbig bemalter und bedruckter Originalpappband (Ricarda Rau, Darmstadt). Im bedruckten Originalhalbleinenschuber.

24. Druck der Quetsche. – Eins von zwei Künstlerexemplaren, darüber hinaus erschienen neun Exemplare, alle elf als Unikat. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – »Der wurde aus der Beowolf-Type gesetzt, auf Transparentpapier ausgedruckt und von diesen Vorlagen im Siebdruck »in Szene gesetzt« (Druckvermerk). – Auch die Illustrationen wurden teils als Serigraphie gedruckt und von Hand eingemalt. – Auf handgeschöpftem Papier von John Gerard.

36,8 : 27,0 cm. [56] Seiten.

566  Quetsche – Theodor Storm. Der Schimmelreiter.

€ 750

Otto Beckmann. Radierungen. Witzwort 1997. Mit 15 doppelseitigen Aquatintaradierungen und durchgehend untergedruckten Radierungen auf allen Textseiten. Originalpappband mit einer Radierung als Bezugspapier (Markus Rottmann, Berlin). Im Originalschuber.

28. Druck der Quetsche. – Unnummeriertes Exemplar neben der Gesamtauflage von 62 Exemplaren. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Die Radierungen und die unter dem Text sichtbaren Unterdrucke wurden auf der Radierpresse gedruckt. – Gerade durch die Kombination der strengen und doch leichten Futura-Schrift, grob-flächigen Radierungen und fiktiven Landschaftsbildern der grün-grauen Unterdrucke eines der reizvollsten Werke der »Quetsche«.

38,0 : 29,4 cm. 133, [3] Seiten. – Der Schuber minimal berieben.

  567    Quetsche – Theodor Fontane. Landpartien.

€ 250

Harald Metzkes. Lithografien. Witzwort 1999. Mit zwei doppelblattgroßen Farblithographien und elf blattgroßen einfarbigen. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel (Markus Rottmann, Berlin). Im Originalschuber.

32. Druck der Quetsche. – Eins von 22 Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage 50). – Hier als Beilage eine signierte Farblithographie (Exemplar 14/18 und somit aus der Ausgabe B). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Die Zwischentitel und eine durchgehende Zierlinie wurden farbig gedruckt.

27,5 : 16,7 cm. 173, [11] Seiten.

568  Quetsche – Sintflut.

€ 750

Das erste Buch Moses. Kapitel 6 bis 9. Witzwort, Quetsche 2000. Mit Farbradierungen von Hans-Ruprecht Leiß (Band I), Farbholzschnitten von Otto Beckmann (Band II) und Farblithographien von Falko Behrendt. Drei Originalpappbände (Christian Zwang, Hamburg) in -schuber.

36.–38. Druck der Quetsche. – I. Elberfelder Übersetzung von 1984. Mit sechs Radierungen, davon fünf mehrfarbig und vier doppelblattgroß, von Hans-Ruprecht Leiß. – II. Luther-Übersetzung von 1545. Mit fünf doppelblattgroßen Farbholzschnitten von Otto Beckmann. – III. Verdeutschung von Martin Buber und Franz Rosenzweig 1928. Mit fünf doppelblattgroßen Farblithographien von Falko Behrendt. – Je eins von je 27 Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage je 60). – Die Trilogie stellt drei berühmte deutsche Bibelübersetzungen nebeneinander, jede illustriert von einem Künstler. – Jeder Band mit zwei originalgraphischen Vorsatzpapieren des jeweiligen Künstlers. – Alle Bände von den Künstlern signiert und nummeriert. – Buchgestaltung von Matthias Gubig, Berlin. – Auf Somerset-Bütten.

37,6 : 24,2 cm. – Rücken minimal verblasst.

569  Quetsche – Theodor Storm. Pole Poppenspäler.

€ 350

Linolschnitte und Linolätzungen von Gisela Mott-Dreizler. Witzwort 2002. Mit sieben doppelblattgroßen signierten Farblinolätzungen und 27 einfarbigen Linolschnitten im Text. Originalhalblederband mit zweifarbig geprägter Deckelvignette. Im Originalschuber.

41. Druck der Quetsche. – Unnummeriertes Exemplar, wie die 34 der Ausgabe C (Gesamtauflage 55). – Von der Künstlerin im Auflagenvermerk signiert und datiert. – Die vierte Storm-Edition der Quetsche.

40,0 : 28,0 cm. 77, [3] Seiten.

570  Quetsche – Li Feng-Lan. Wie ich zu malen begann.

€ 600

Florian Haas. Linolschnitte. Witzwort 2003. Mit zwölf Farblinolschnitten, davon vier doppel- und acht blattgroß. Originalhalblederband mit farbigen Deckelbezügen und rote Suitenmappe in leuchtend rotem Schuber.

44. Druck der Quetsche. – Unnummeriertes Künstlerexemplar. Wie die zehn Vorzugsexemplare auf Hadernbütten und mit einer Suite signierter Linolschnitte (drei aus dem Buch hier nicht enthalten) und einer farbigen Originalvorlagenzeichnung (zum ersten Linolschnitt) (Gesamtauflage 40). Entgegen dem Werkkatalog der Presse in Halbleder gebunden. – Auflagenvermerk vom Künstler signiert und datiert. – Florian Haas widmet das Buch und seine, an Propagandaplakate erinnernden, Linolschnitte der chinesischen Landarbeiterin Li, die wie tausende sogenannte »Bauernmalerinnen« im Auftrag der KP Chinas das Landleben glorifizieren sollte. Florian Haas schildert im ausführlichen Nachwort, wie er als Jugendlicher die autobiographische Skizze in einer chinesischen Illustrierten entdeckte.

43,0 : 30,3 cm. [56] Seiten, 9 Linolschnitte, 1 Aquarell.

571  Quetsche – Kerstin Hensel. Spiele des neuen Jahrhundert.

€ 800

Gedichte. Klaus Süß Holzschnitte. Witzwort 2005. Mit elf blattgroßen Farbholzschnitten. Bemalter Originalpergamentband in -leinenkassette (signiert: Thomas Zwang).

47. Druck der Quetsche. – Eins von elf Exemplaren (laut Druckvermerk nur neun) der Luxusausgabe mit einem bemalten Druckstock, bemalten Deckeln, einem Handabzug vom Holzstock und einer signierten und nummerierten Extrasuite der Farbholzschnitte (Gesamtauflage 45). – Von Künstler und Autorin im Druckvermerk signiert. – Erstveröffentlichung des Gedichts von Kerstin Hensel. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten.

43,7 : 33,0 cm. [32] Seiten, 12 Holzschnitte, 1 Holzstock.

572  Quetsche – Spiele des neuen Jahrhundert.

€ 450

Kerstin Hensel. Gedichte. Klaus Süß. Holzschnitte. Witzwort 2005. Mit elf ganzseitigen signierten Farbholzschnitten und zwei einfarbigen Titelholzschnitten. Originalpappband mit farbigem Deckelbild und Holzschnitt-Titel. Im Originalhalbleinenschuber mit zwei Holzschnitten.

48. Buch der Quetsche. – Eins von 26 Exemplaren (Gesamtauflage 45). – Im Druckvermerk von Dichterin und Künstler signiert. – Auf schwerem Zerkall-Bütten. – Jede Doppelseite mit einem Gedicht und einem Holzschnitt in leuchtender Farbigkeit. Die Holzschnitte wurden, typisch für Klaus Süß, in der Technik der verlorenen Form gedruckt, bei der der Stock durch wiederholtes Umschneiden nach dem letzten Druckgang unbrauchbar (»verloren«) ist. – Vorsatzblatt mit großer Bleistiftzeichnung von Klaus Süß und eigenhändiger Widmung.

41,4 : 28,0 cm. [32] Seiten. – Schuber mit kleinem Fleck.

573  Quetsche – Theodor Storm. Hinzelmeier.

€ 1000

Gisela Mott-Dreizler. Linolätzungen. Witzwort 2006. Mit elf farbigen Linolätzungen, davon neun blatt- und zwei doppelblattgroß, und zehn farbigen Kapitelüberschriften. Originalpergamentband (Thomas Zwang, Hamburg), handbemalt, bedruckt und signiert von Gisela Mott-Dreizler. Mit Originalpappmappe im -halbleinenschuber.

51. Druck der Quetsche. – Künstlerexemplar, wie die acht Vorzugsexemplare mit einer signierten Suite der Graphiken auf Japan und hier zusätzlich ein signierter Abzug einer nicht im Buch enthaltenen Linolätzung (Gesamtauflage 82). – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf sehr dünnem Japan Gampi G 2, als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Im gegensätzlichen Zusammenspiel des feinen Japanpapiers und der groben Flächen der Linolätzungen besonders reizvoll.

35,5 : 22,7 cm. 60, [2] Seiten.

574  Quetsche – Hans Arp. Auf einem Bein.

€ 1000

Zwölf Farbradierungen und vier Buchdruckgrafiken von Bernhard Jäger. Witzwort 2008. Mit zwölf blattgroßen Farbradierungen, die beiden Titelradierungen und die Vorsätze überdruckt. Originalhalblederband, die Pergamentdeckel vom Künstler bemalt, bedruckt und signiert. Mit Suitenmappe im Originalhalbleinenschuber.

55. Druck der Quetsche. – Eins von acht Exemplaren der Vorzugsausgabe im bemalten Unikateinband und einer signierten Suite von zehn Radierungen (Gesamtauflage 58). – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Buchgestaltung übernahm Matthias Gubig. Der langjährig erfahrene Buchgestalter und Typograph studierte an der Leipziger Hochschule und zeichnet auch für viele Publikationen des Leipziger Bibliophilenabends verantwortlich. – Berhard Jäger (geboren 1935) gründete vor unfassbaren 60 Jahren zusammen mit Thomas Bayrle die Gulliverpresse. Ernst Jandls »Hosi-Anna« erschien dort 1965, von beiden Künstlern gemeinsam illustriert. Bernhard Jägers Editionen, darunter mehrere als »Schönste Bücher des Jahres« ausgezeichnet, zählen zu den Höhepunkten der deutschen Nachkriegs-Künstlerbücher.

42,0 : 27,2 cm. 44 Seiten.

575  Quetsche – Johann P. Tammen. Sags dem Meer.

€ 1000

Widmungstexte. Holzschitte Lothar Seruset. Nachwort Hugo Dittberner. Witzwort 2009. Mit 15 Farbholzschnitten, sieben doppel- und acht blattgroß, und 13 einfarbigen im Text. Blauer Originallederband mit Tempera über beide Deckel bemalt und vom Künstler signiert. Mit der Suitenmappe in der Originalhalbleinenkassette (Michael Knop, Berlin).

56. Druck der Quetsche. – Eins von acht Vorzugsexemplaren A im bemalten Ledereinband und mit einer signierten Suite der Farbholzschnitte, alle übermalt (Gesamtauflage 70 Exemplare). – Zwei doppelblattgroße Graphiken aus dem Buch (»Willi-Brandt-Haus Berlin« und »Alpenüberquerung«) sind in dieser Suite nicht enthalten, letzterer diente als Vorlage für die Einbandbemalung. – Die Suitenmappe mit einem Holzschnitt auf dem Deckel. – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Von Reinhard Scheuble gestaltet und auf Somerset-Bütten in den Witzworter Werkstätten gedruckt.

42,8 : 27,5 cm. 105, [3] Seiten.

576  Quetsche – Augenschmaus.

€ 600

Wortkunst · Bildkunst · Kochkunst · Buchkunst. Herausgegeben von Dirk Kruse. Mit Rezepten bereichert von Susanne Wilkat. Witzwort 2012. Mit 28 farbigen Originalgraphiken und zahlreichen Illustrationen. Originalecrasélederband mit farbig geprägten Titeln und Verzierungen sowie intarisertem Titelschild. Mit Suitenmappe in Originalkassette, beides bezogen mit rostfarbener Seide, die Kassette mit Lederrücken (Roland Meuter, Ascona).

65. Druck der Quetsche in Zusammenarbeit mit der Ascona Presse von Roland Meuter. – Eins von 22 Vorzugsexemplaren in Ganzleder (Gesamtauflage 80) mit fünf beigelegten aquarellierten Tuschzeichnungen von Hans-Ruprecht Leiß (vier in Passepartouts, alle signiert und datiert) und Extradrucken der Rezepte. – Das literarische Kunst-Kochbuch erschien als Jubiläumsdruck der Quetsche: 22 Dichter lieferten jeweils einen kleinen Text um Essen, Kochen, Trinken und Genuss und ein Rezept, jeder Beitrag wurde von einem Künstler illustriert. Zu den Vorzugsexemplaren steuerte jeweils einer dieser Künstler Originalarbeiten bei. Die Anthologie wird durch einen Text von Christa Wolf eingeleitet und ein Gedicht von Günter Grass abgeschlossen. Die Texte wurden von insgesamt 24 Künstlern illustriert, dabei je eine opulente doppelseitige Originalgraphik. – Am Ende jedes Gemeinschaftswerkes von den Beteiligten signiert. – Unter anderem waren folgende Schriftsteller und Künstler beteiligt: Matthias Gubig, Katrin Stangl, Klaus Süss, Hans-Rupprecht Leiß, Ingrid Noll, Gisela Mott-Dreizler, Robert Menasse, Klaus Waschk, Günter Kunert, Kerstin Hensel, Steffen Volmer, Herbert Rosendorfer und Hans Ticha. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Beiliegend eine CD-ROM mit den Rezepten.

44 : 33,5 : 10,5 cm (Kassette).

577  Quetsche – Theodor Storm. Der kleine Häwelmann.

€ 1200

Holzschnitte von Gisela Mott-Dreizler. Witzwort 2013. Mit 21 doppelblattgroßen Farbholzschnitten. Bemalter Originallederband (Michael Knop, Berlin) in gelber Originalleinenkassette.

67. Buch der Quetsche. – Künstlerexemplar, wie die acht Vorzugsxemplare im bemalten Unikateinband und mit einer beigelegten farbigen Mixed media-Graphik (Häwelmanns Fall. Tempera über Holzschnitt. 33 : 21 cm. Signiert und datiert). Es erschienen insgesamt 40 nummerierte Exemplare. – Die farbenprächtigen Holzschnitte von Gisela Mott-Dreizler füllen die gesamten Seiten aus und bilden sowohl ganzseitige Illustration als auch Untergründe für den von Klischees gedruckten Text. – Auf starkem Hahnemühle-Bütten. – Wohl leider die letzte von sechs Theodor Storm-Ausgaben, die Reinhard Scheuble im Laufe von 25 Jahren edierte.

38 : 25 cm. [44] Seiten.

578  Quetsche – Schön- & Widerdrucke.

€ 450

Die Pressendrucke der Quetsche von 2009 bis 2015. Witzwort 2015. Mit zahlreichen Farbabbildungen. Originalbroschur und sechs Farbholzschnitte in Originalhalbleinenkassette.

Eins von 40 Exemplaren der Vorzugsausgabe, der laut Editionsvermerk signierte Farbholzschnitte von Otto Beckmann, Gisela Mott-Dreizler, Hans-Ruprecht Leiß, Lothar Seruset und Anja Tchepets beigelegt wurden. Hier als sechstes Blatt ein Farbholzschnitt von Manuel Knortz. – Alle sechs Graphiken zweifach gefaltet, also »dreiblattgroß«. – Der Katalog bildet die Fortsetzung zu »Pressendrucke aus 25 Jahren« und enthält eine ausführliche Beschreibung der Drucke 60 bis 74, der zehn Sonderdrucke und ein Gesamtverzeichnis. – Dazu: Dirk Kruse. Beichte eines Mörders. Witzwort 2010. Mit farbigen Abbildungen nach Graphiken von Anja Tchepets. Originalpappband. Eins von 450 Exemplaren auf Munken Pure (Gesamtauflage 500).

Holzschnitte: ca. 60 : 34 cm. Buch: 29,0 : 18,5 cm. 83, [5] Seiten, 6 Graphiken.

579  Svato Verlag – Zwei Vorzugsausgaben.

€ 300

Hamburg, Svato 1991. Mit farbigen Originalgraphiken von Svato Zapletal. Originalpapp- bzw. Originalleinenband.

I. 17. Buch. Gahse · Schöne · Bittrich · Amann. Einsame Liebschaften. Mit acht Farblinolschnitten. Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einem zusätzlich beigelegten Farblinolschnitt (Gesamtauflage 140). – II. 19. Buch. Simon Traston. Raubzüge. Mit 13 farbigen Graphiken im Text, davon zwölf blattgroß. Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe B mit beigelegter signierter Graphik »Raubzüge« (Gesamtauflage 90). – Der Berliner Briefträger Gerd Micha Simon veröffentlichte unter dem Pseudonym Simon Traston bereits seit Anfang der 1960er Jahre. 1949–1956 stand er mit Gottfried Benn im Briefkontakt. – Beide auf Bütten gedruckt, alle Graphiken signiert und nummeriert. Jeweils im Druckvermerk von Künstler und Verfassern signiert.

26,5 : 17,5 cm. 52, [4] Seiten, 1 Graphik; 28,7 : 18,3 cm. 75, [5] Seiten, 1 Graphik. – Einige Seiten von I mit wenigen schwachen Stockflcken.

580  Svato Verlag – Gottfried Benn. Blaue Stunde.

€ 500

Hamburg, Svato 1992. Mit 15 meist blattgroßen Farblinolschnitten. Originalkalblederband mit farbig geprägten Titeln und Deckelillustration. Im Schuber.

20. Buch. – Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe A im Ganzledereinband mit einem zusätzlichen Farblinolschnitt, signiert und nummeriert, wie auch alle Graphiken im Buch (Gesamtauflage 120). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Rives Bütten. – Die Auswahl der 41 Gedichte besorgte Svato Zapletal.

31,8 : 21,5 cm. 68, [8] Seiten. – Rücken verfärbt.

581  Svato Verlag – Charles Baudelaire. Kleine Gedichte in Prosa.

€ 450

Eine Auswahl. Hamburg, Svato 1993. Mit elf signierten meist blattgroßen Farblinolschnitten im Text von Svato Zapletal. Lose Doppelblätter und Originalpappband, zusammen in Kassette.

23. Buch. – Das Buch, ein Exemplar im Bütteneinband, ausgestattet wie die 20 römisch nummerierten Vorzugsexemplare mit einem zusätzlichen Farbholzschnitt, einer Suite aller Graphiken, vier Vorzeichnungen und dem gelben Druckstock vom achten Linolschnitt, alle signiert und nummeriert (Gesamtauflage 120). Die Nummerierung der Beigaben abweichend von der des Buches.

34,7 : 24,5 cm. 48, [8] Seiten.

  582    Svato Verlag – Bohumil Hrabal. Schizophrenes Evangelium.

€ 250

Beatrice. Protokoll. Hamburg, Svato [1994]. Mit neun signierten ganzseitigen Farblinolschnitten und drei Klischeezeichnungen im Text. Originalhalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel (Jirina Halfarová, Prag).

24. Buch. – Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Halbleder gebunden und mit einem zusätzlich beigelegten Farblinolschnitt, bezeichnet und wie alle Graphiken im Buch signiert und nummeriert (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Bohumil Hrabals Texte aus den 1950er bis 1970er Jahren durften in seiner tschechischen Heimat erst nach 1990 erscheinen.

29,6 : 19,9 cm. [4], 65, [7] Seiten, 1 Graphik.

583  Svato Verlag – Simon Traston. Tod und Leben.

€ 450

Berlin 1945. Bericht eines Sechzehnjährigen. Hamburg, Svato 1995. Mit 21 Linolschnitten von Svato Zapletal, davon sieben farbig und ganzseitig. Schwarzer Originalmaroquinband mit Lederintarsien und rotgeprägten Titeln. In Originalleinenkassette.

26. Buch. – Erste Ausgabe. – Eins von nur drei Exemplaren der Luxusausgabe A in Ganzleder gebunden, mit einer zusätzlich beigelegten Collage und Graphik sowie einer Suite der Graphiken, alle signiert und nummeriert (Gesamtauflage 110). – »Der eindringliche Seelenbericht eines Kindes aus den letzten Kriegstagen 1945 in Berlin, das die Erschießung des eigenen Vaters miterlebt. … Die literarische Reflexion des Geschehens ist bemerkenswert. Auf tragisch verletzte Menschlichkeit folgt das jähe Verlassen der Kindheit des Jungen, noch ohne erwachsen zu sein« (Svato Zapletal).

28,0 : 17,9 cm. 92, [4] Seiten.

584  Svato Verlag – Manfred Hausin. Gute Besserung.

€ 450

Zweiundvierzig Gedichte. Hamburg, Svato 1995. Mit zehn signierten und nummerierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Grüner Originallederband mit Blau- und Schwarzprägung, zusammen mit Suite in Originalleinenkassette.

25. Buch. – Eins von nur sieben Exemplaren der Luxusausgabe A in Ganzleder gebunden, mit einer zusätzlich beigelegten Graphik, einer Suite der Graphiken, alle signiert und nummeriert, sowie diversen Beigaben – Zeichnungen, Skizzen, handschriftlicher Text – (Gesamtauflage 110). – »Die Kritik lobt Hausins hintergründige Poesie, die Präzision seiner Sprache, seine prägnante Ausdruckskraft, die Meisterschaft seiner Wortakrobatik. Die Leser lieben seinen Wortwitz, den schwarzen Humor und die verbale Treffsicherheit.« svato.de).

27,8 : 19,5 cm. 57, [7] Seiten.

  585    Svato Verlag – [Johann Wolfgang von] Goethe. Walpurgisnacht.

€ 200

Bühnenfassung von Albrecht Schöne. Hamburg, Svato 1996. Mit 21 Farblinolschnitten und Klischeezeichnungen von Svato Zapletal. Hellbrauner Originallederband mit geprägten Titeln. Im Originalschuber.

27. Buch. – Eins von 15 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren der Ausgabe B in Ganzleder und mit einer zusätzlich beigelegten signierten Graphik (Gesamtauflage 150). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf handgeschöpftem Bütten, mit grau eingedruckten Faksimiles einer Faustausgabe von 1810.

29,0 : 21,5 cm. 47, [5] Seiten. 1 Linolschnitt.

  586    Svato Verlag – Ich bin nur Flamme.

€ 200

Gedichte des Expressionismus. Hamburg 1999. Mit 18 Farblinolschnitten und elf Linolschnitt-Skizzentafeln, alle signiert. Illustrierter Originalpappband mit Büttenpapierbezügen. Im Originalschuber.

32. Buch. – Eins von 15 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe B mit einem zusätzlich beigelegten Doppelblatt mit signiertem Farblinolschnitt und Gedicht von Hugo Kersten (Gesamtauflage 90). – Eine Anthologie der expressionistischen Dichtung.

32,1 : 25,9 cm. 56 Seiten, 1 Graphik.

  587    Svato Verlag – Doris Dörrie. Der aufblasbare Mann.

€ 300

Eine Erzählung. Hamburg, Svato 2001. Mit zwölf signierten Farbholz- bzw. Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Originalpappband mit farbigem Büttenpapierbezug. Im illustrierten Originalschuber.

36. Buch. – Erste Ausgabe. – Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe B (Gesamtauflage 150) mit einer beigelegten signierten Graphik. – Im Druckvermerk von Autorin und Künstler signiert. – »Doris Dörrie beschreibt das Alleinsein einer jungen Frau, die keinen besseren Weg aus ihrer Einsamkeit findet, als sich einen aufblasbaren Ersatzmann anzuschaffen. […] es ist der liebevolle Blick auf die Menschen, der Dörries Geschichten eigen ist« (Svato Zapletal).

29,2 : 23,8 cm. 48, [4] Seiten, 1 Graphik.

  588    Svato Verlag – Václav Havel. Familienabend.

€ 300

Tragödie in einem Akt. Hamburg, Svato 2003. Mit zwölf signierten farbigen Graphiken von Svato Zapletal. Farbig bedruckter Originalpappband mit Büttenpapierbezug. Im Schuber.

39. Buch. – Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 30 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlich beigelegten signierten Graphik. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Der tschechische Dramatiker Václav Havel – und bis 2003 auch Präsident der Tschechischen Republik – hat die Weltöffentlichkeit beeindruckt, wenn auch der Politiker den Dramatiker Havel etwas in den Hintergrund drängte« (Svato Zapletal).

31,2 : 23,0 cm. 57, [3] Seiten. – Vier kleine Schabstellen an den Gelenken.

  589    Svato Verlag – Wie das Hippo ins Wasser kam.

€ 250

Eine botswanische Erzählung. Aufgeschrieben und aus dem Englischen übersetzt von Susanne Wogart. Hamburg, Svato 2005. Mit signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Originalpappband mit farbigem Büttenpapierbezug. Im illustrierten Originalschuber.

42. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe B in Büttenpapier gebunden und mit einem Pop-up-Bild (Gesamtauflage 90). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Seit Jahren trug ich mich mit dem Gedanken, ein Kinderbuch zu machen, zu illustrieren, es auch als Pressendruck herauszugeben. […] Da der Autor nicht mehr zu ermitteln ist, werden 10% des Reinerlöses an die botswanische Feuerwehr in Maun überwiesen« (Svato Zapletal).

25,5 : 24,2 cm. [44] Seiten.

590  Svato Verlag – Robert Walser. Kleist in Thun.

€ 450

Heinrich von Kleist. Briefe aus Thun. Dramen – in Beispielen. Hamburg, Svato 2006. Mit elf signierten, teils blattgroßen Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Zweifarbig schablonenkolorierter Originalmaroquinband mit schwarzgeprägten Titeln. In farbig bedruckter Originalkassette.

45. Buch. – Exemplar »EA«, wie die zwölf Vorzugsexemplare in Ganzleder gebunden und mit zwei zusätzlichen Farblinolschnitten und zwei farbigen Kreidezeichnungen, alle vier signiert. Darüber hinaus liegen hier 14 Farbkopien mit den unten beschriebenen Entwurfsstadien der Linolschnitte bei, davon drei signiert (Gesamtauflage 100, davon zehn nicht für den Handel). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Alt-Meißen-Bütten. – Zweispaltiger und zweifarbig gedruckter Text: Links Walser, rechts Kleist. – »›Schreiben scheint vom Zeichnen abzustammen‹ schrieb Robert Walser. Und er schrieb zuletzt in einer seltsam winzigen Schrift, die nicht mal ein Millimeter groß und mit dem bloßen Auge nicht zu entziffern ist, vermutlich auch für Walser selbst nicht. […] ich versuchte es auch ›Methode‹ für meine Entwürfe anzuwenden: ich machte fingernagelgroße Zeichnungen, flüchtig hinskizziert, eher um den Mikrogestus zu erforschen. Dann wählte ich aus und vergrößerte es an einem Farbkopierer, zeichnete es immer wieder um, modifizierte es in etlichen Varianten und vergrößerte es erneut: Alle zehn Bilder jeweils in circa vier Stufen, bis die endgültige Größe erreicht war.« (Svato Zapletal). – Unikales Exemplar, tadellos erhalten.

29,0 : 25,0 cm. [4], 41, [7] Seiten, 2 Linolschnitte, 2 Zeichnungen, 14 Blätter Entwurfskopien.

591  Svato Verlag – So tanze meine Seele.

€ 300

Prosa und Gedichte des Expressionismus. Herausgegeben von Simon Traston und Svato Zapletal. Hamburg, Svato 2007. Mit 13 signierten und nummerierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Illustrierter Originalpappband mit farbigem Büttenpapierbezug. Im illustrierten Originalschuber.

47. Buch. – Eins von 15 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe B (Gesamtauflage 60) auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten mit einem beigelegten signierten Doppelblatt mit Farblinolschnitt und Gedicht. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Entgegen dem Druckvermerk enthielten die Exemplare der Ausgabe B keine Linolschnittplatte (siehe svato.de). – »25 Dichter sind in diesem Band versammelt. Dass neben einer frühen, fast surrealistisch (1912!) anmutenden Kurzerzählung von Gottfried Benn oder Albert Ehrensteins Prosastück […] die fast unbekannte Erzählung von Sophie van Leer oder Betrachtungen von Georg Kulka stehen, macht den Reiz dieser Ansammlung aus« (Svato Zapletal).

32,2 : 21,8 cm. [2], 67, [7] Seiten, 1 Graphik.

592  Svato Verlag – Hermann Harry Schmitz. Das verliehene Buch.

€ 250

Die vorzügliche Kaffeemaschine. Hamburg, Svato 2008. Mit neun signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal, sieben blatt-, zwei doppelblattgroß. Burgunderroter illustrierter Originallederband mit farbigem Linolschnittumschlag. In Originalkassette.

48. Buch. – Eins von zehn römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe A mit einem zusätzlichen signierten Linolschnitt und einer Zeichnung (Gesamtauflage 140). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Geschichten »hätten nicht bis in unsere heutige Zeit überdauern können, wäre nicht Schmitz’ Stil so neu und frisch, wären die stets ironischen und absurden Geschichten nicht so klar in der Abrechnung mit der spießigen Welt des Kleinbürgers« (Svato Zapletal).

25,0 : 13,5 cm. 37, [3] Seiten. 1 Linolschnitt, 1 Zeichnung.

593  Svato Verlag – Daniil Charms. Die neugierigen alten Frauen

€ 400

und andere Geschichten. Hamburg, Svato 2008. Mit elf signierten blattgroßen Farblinolschnitten und farbigem Buchschmuck von Svato Zapletal. Schablonenkolorierter Originaloasenziegenlederband mit rot geprägten Titeln. In farbig serigraphierter Originalkassette.

49. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren in Ganzleder und mit zwei zusätzlich beigelegten Farblinolschnitten, einer auf Doppelblatt mit Text, sowie eine farbige Kreidezeichnung, alle drei signiert (Gesamtauflage 60). – Zusätzlich wurde ein dritter Linolschnitt auf transparentem Papier und eine Linolplatte beigegeben. – Tadelloses, getrüffeltes Exemplar.

34,3 : 23,3 cm. 55, [5] Seiten, 3 Linolschnitte, 1 Zeichnung, 1 Linolplatte.

594  Svato Verlag – Franz Kafka. Ein Landarzt.

€ 300

Das Urteil. Hamburg, Svato 2009. Mit neun Farblinolschnitten und 35 Holzschnitten von Svato Zapletal, alle signiert. Originalpappband mit farbigem Büttenpapierbezug. Im illustrierten Originalschuber.

51. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe B (Gesamtauflage 50) mit zwei beigelegten signierten Graphiken und einer Linolschnittplatte. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Die Mehrschichtigkeit der Texte ist offensichtlich, deshalb wählte ich auch eine Mehrschichtigkeit der Illustrationen« (Svato Zapletal).

28,5 : 19,8 cm. 45, [3] Seiten, 2 Graphiken, 1 Linolschnittplatte. – Am Rücken kleine Fehlstelle im Bezugspapier.

595  Svato Verlag – Svato Zapletal. Franz Kafka. Ein Landarzt. Das Urteil.

€ 300

37 Holzschnitte und drei Farblinolschnitte. Hamburg, Svato 2009.

Mappenausgabe zum 51. Buch. – Eins von elf Exemplaren. – Mit drei Farblinolschnitten, die auch im Buch verwendet wurden, 37 Holzschnitten (schwarz abgezogen) und einem Kafka-Porträt, ein Linolschnitt von 1998. – Zusammen mit den Textseiten lose in Umschlag mit Lederkanten und zwischen zwei MDF-Holzstöcken als Einbanddeckel. – Die Textseiten sind PC-Ausdrucke.

30,0 : 19,0 cm. 41 Graphiken, 10 Textblätter.

596  Svato Verlag – Joachim Ringelnatz. Die Krokusgeheimnisse

€ 300

oder Die Prinzipien und weitere Ringelnaschereien. Hamburg, Svato 2010. Mit 44 signierten farbigen Linolschnittvignetten von Svato Zapletal. Blauer Originallederband mit schwwarzgeprägten Titeln und schablonenkolorierter Deckelillustration. Im illustrierten Originalschuber.

52. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren in Ganzleder mit zwei beigelegten Gedichtblättern mit farbigen Linolschnitten bzw. einer Bleistiftzeichnung, beide signiert, sowie einer Linolschnittplatte (Gesamtauflage 124). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Tadelloses Exemplar.

23,0 : 15,0 cm. 46, [6] Seiten. 1 Graphik, 1 Zeichnung, 1 Linolschnittplatte.

597  Svato Verlag – Hans Henny Jahnn. Polarstern und Tigerin.

€ 450

Der Gärtner. Hamburg, Svato 2010. Mit elf signierten farbigen Linolschnitten von Svato Zapletal. Dunkelgrüner Originallederband mit grüngeprägten Titeln und schablonenkolorierter Deckelillustration. In Originalleinenkassette. – Widmungsexemplar.

54. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren in Ganzleder mit zwei beigelegten farbigen Linolschnitten, zwei Zeichnungen, alle signiert, und zwei Linolschnittplatten (Gesamtauflage 64). – Auf einem hinteren leeren Blatt eigenhändige Widmung und Zeichnung des Künstlers. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Einerseits ist der Mensch, die Natur, das Lebendige und das Schöne das, was der Mensch vernichtet, die Liebe, das Lebendige aber nicht vernichten kann (die Liebesgeschichte Polarstern und Tigerin). Andererseits ist der Mensch, die Natur selber das Unbegreifliche und das Erschreckende (Der Gärtner). Mit diesem Widerspruch kämpft Jahnn Zeit seines Lebens« (Svato Zapletal). – Tadelloses Exemplar.

30,0 : 20,2 cm. 40, [6] Seiten. 1 Graphik, 1 Zeichnung, 1 Linolschnittplatte.

598  Svato Verlag – Leo Perutz. Der Tod des Meisters der Materie.

€ 400

Hamburg, Svato 2010. Mit sieben signierten Farbholzschnitten von Svato Zapletal. Stahlblauer Originallederband mit vergoldeter Deckelvignette und schwarzgeprägten Titeln.

55. Buch. – Exemplar »EA«, wie die Luxusausgabe in Ganzleder und mit drei beigelegten signierten und nummerierten Holzschnitten. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die vergoldeten Verzierungen auf dem Vorderdeckel wurden nach alten kolumbianischen Vorlagen gegossen.

29,0 : 20,0 cm. 32, [4] Seiten, 3 Holzschnitte. – Ränder etwas fleckig, Rücken minimal verfärbt.

599  Svato Verlag – Matthias Politycki. Freischwimmer.

€ 450

Drei Erzählungen. Hamburg 2011. Mit elf blattgroßen, signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Blauer Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. In der Originalleinenkassette.

57. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A (Gesamtauflage 72), beigelegt wurden sechs farbige Zeichnungen, ein weiterer farbiger Linolschnitt sowie eine Linolschnittplatte. – Die Vorzugsausgabe wurde auf bläulichem, eigens für dieses Buch geschöpften Krupka-Bütten gedruckt. Alle Linolschnitte und der Druckvermerk sind vom Künstler signiert. – »Politycki […] gilt als Weltreisender unter den deutschen Autoren. [… Er] propagierte immer wieder eine ›Neue Lesbarkeit‹ der Deutschen Literatur und löste damit eine breite Feuilletondebatte aus« (Svato Zapletal). – Tadellos erhaltenes Exemplar.

30,8 : 21,0 cm. 48, [4] Seiten, 1 Linolschnitt, 6 Zeichnungen, 1 Linolschnittplatte.

600  Svato Verlag – Dietmar Bittrich. Glücklich trotz Kunst.

€ 300

Überleben in der Hochkultur. Hamburg, Svato 2013. Mit neun farbigen Graphiken und 31 Klischeevignetten von Svato Zapletal. Gelber Originallederband mit Farbdruck und rotgeprägten Titeln. Im Originalschuber.

61. Buch. – Eins von 20 römisch nummerierten Luxusexemplaren A (Gesamtauflage 72), beigelegt wurden eine Zeichnung und ein farbiger Linolschnitt auf einem Faltblatt mit einem Text von Dietmar Bittrich. – »Der Hamburger Satiriker beobachtet mit scharfem Blick, Sachverstand und viel Verständnis. Dietmar Bittrich trifft uns kultivierte Menschen in vielleicht etwas unkultivierten aber gar nicht so seltenen Situationen der Hochkultur an, in denen wir nicht gerne beobachtet werden wollen – er tut es trotzdem« (Svato Zapletal).

601  Svato Verlag – Joseph Roth. April.

€ 450

Die Geschichte einer Liebe. Hamburg, Svato 2013. Mit elf blattgroßen signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Anthrazitfarbener Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. In der Originalleinenkassette.

62. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder (Gesamtauflage 44), beigelegt wurden sieben Zustandsdrucke, ein weiterer farbiger Linolschnitt sowie eine Linolschnittplatte. – Die Vorzugsausgabe wurde auf bläulichem, eigens für dieses Buch geschöpften Krupka-Bütten gedruckt. – Alle Linolschnitte und der Druckvermerk sind vom Künstler signiert.

30,8 : 21,7 cm. 43, [] Seiten, 1 Linolschnitt, 7 Blätter, 1 Linolschnittplatte.

602  Svato Verlag – Li Tai-Pe. Singende Gespenster.

€ 350

Hamburg, Svato 2013. Mit farbigen signierten Holzschnitten von Svato Zapletal. Illustrierte Umschlagdecken aus Ziegenpergament mit japanischer Kordelbindung.

63. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Pergament (Gesamtauflage 36), beigelegt wurden eine Zeichnung und zwei weitere farbige Holzschnitte, alle signiert. – 25 Gedichte in der Übersetzung von Klabund. »Li Tai-Pe lebte in China von 701 bis 762 nach Christi Geburt. Als ewig trunkener, heiliger Wanderer wandert er durch die chinesische Welt. Kunstsinnige Herrscher beriefen den erlauchten Vagabunden an ihren Hof« (Svato Zapletal).

32,7 : 22,9 cm. 31, [5] Seiten, 1 Holzschnitt, 1 Zeichnung.

603  Svato Verlag – Martin Heidegger. Der Feldweg.

€ 400

Hamburg, Svato 2015. Mit elf signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Sandfarbener Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. In der Originalleinenkassette.

66. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder (Gesamtauflage 50), beigelegt wurden vier Zeichnungen und ein weiterer farbige Linolschnitt, alle signiert. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – »Die Metapher des Weges zieht sich durch Heideggers Gesamtwerk: 1973 z. B. zitiert Heidegger in einer Rede Kant, der davon spricht, dass sich ›Das Feld des Denkens‹ auf drei Fragen ›Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?‹ bringen ließe und zur letzten Frage ›Was ist der Mensch?‹ führe« (Svato Zapletal).

25,2 : 19,8 cm. 32, [4] Seiten, 4 Zeichnungen, 1 Linolschnitt.

604  Svato Verlag – William Shakespeare. 22 Sonette.

€ 600

Hamburg, Svato 2015. Mit zwölf signierten Farblinolschnitten und zwölf Klischeedrucken von Svato Zapletal. Dunkelroter Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. In der Originalleinenkassette.

67. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder (Gesamtauflage 36). Beigelegt wurden sechs Zeichnungen, weitere 13 Graphiken, ein Leporello mit dem Text des 18. Sonetts in vier verschiedenen Übertragungen, alle signiert, sowie eine Linolschnittplatte. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Deutsch/englischer Paralleltext. – Text, Linolschnitte und Klischees wurden auf unterschiedlich mehrfarbig gestaltetem Papier gedruckt , so dass jedes der Exemplare Unikat-Charakter hat. – »Shakespeare schrieb 154 Sonette, von denen ich 22 in diesem Buch veröffentliche. Shakespeares Sonette – das ist ein einziger Gesang über die Liebe. Die Liebe in vielen Facetten, die der große Dramatiker mit einer ungeheuren Intensität besingen konnte […] Die Sonette erscheinen in englischer Originalfassung sowie in deutscher Übertragung« (Svato Zapletal).

33,5 : 23,7 cm. 154, [4] Seiten, diverse Beigaben.

605  Svato Verlag – Paul Renner. Alphabet in Futura.

€ 350

Hamburg, Svato 2016. Mit 26 farbigen Linolschnitten von Svato Zapletal. Halblederband mit Ausstanzung in den Deckeln und Büttenpapierbezug. Im Schuber.

68. Buch. – Eins von 13 römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Halbleder mit einer zusätzlichen Suite der Linolschnitte (Gesamtauflage 39). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf handgeschöpftem hellgrauem Bütten mit Buchstaben-Einschlüssen. – Die Linolschnitte wurden in den Spektralfarben gedruckt. – Auf den Schuber wurden zwei der benutzten Linolplatten montiert. – »Die Lieblingsschrift unter den serifenlosen war in den sechziger, siebziger Jahren die Futura. Jede Setzerei hatte sie. Auch ich bekam und benutzte sie ausgiebig, nachdem die Bleischriften nach und nach entsorgt wurden. Ich mochte ihre gewagte geometrische Klarheit und die dabei doch eleganten Rundungen« (Svato Zapletal).

31,5 : 27,2 cm. [33] Seiten, 26 Linolschnitte.

606  Svato Verlag – Kurt Tucholsky. Augen in der Großstadt.

€ 450

Hamburg, Svato 2016. Mit sieben signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Roter Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. In der Originalleinenkassette.

69. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder (Gesamtauflage 36). Beigelegt wurden zwei Zeichnungen, weitere drei Linolschnitte, alle signiert, und eine Linolschnittplatte. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – »Tucholsky war einer der großen Satiriker und Zeitkritiker der zwanziger und dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts. Bei der Zusammenstellung der Texte interessierte mich die Breite seiner publizistischen und schriftstellerischen Tätigkeit« (Svato Zapletal).

31,2 : 24,6 cm. 49, [3] Seiten, 2 Zeichnungen, 3 Linolschnitte, 1 Linolschnittplatte.

607  Svato Verlag – Hans Magnus Enzensberger. Heureka!

€ 450

Hamburg, Svato 2016. Mit 24 signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Brauner Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. In der Originalleinenkassette.

70. Buch. – Eins von 20 römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder mit je zwei beigelegten signierten Zeichnungen und Linolschnitten (Gesamtauflage 70). – Erste Ausgabe. – Von Autor und Künstler im Druckvermerk signiert. – Alle Seiten sind mit farbigen Hintergrundbildern versehen. – »Der Text von Hans Magnus Enzensberger ist ein fiktiver Dialog zwischen Alexander von Humboldt und seinem Freund und Kollegen François Arago. […] Mir war hinsichtlich der Illustrationen bald klar, dass ich hier mit meinem Hang zur figurativen Darstellung nicht weiterkomme. […] Die Linien in den Grafiken stellen abstrahierte Abbildungen verschiedener ›Abläufe‹ dar: Herzfrequenz, Daxkurve, Teil eines Flusslaufes, Neutrino-Spuren« (Svato Zapletal).

31,5 : 23,3 cm. 58, [4] Seiten, 2 Zeichnungen, 2 Linolschnitte.

608  Svato Verlag – Christian Morgenstern. Die Mitternachtsmaus.

€ 450

Galgenlieder & Notturnos. Hamburg, Svato 2017. Mit zwölf signierten Farblinolschnitten und weiteren Klischeedrucken von Svato Zapletal. Schwarzer Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. In der mit Malerfilz bezogenen Originalkassette.

71. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder (Gesamtauflage 44). Beigelegt wurden zwei Zeichnungen, vier Linolschnitte, alle signiert, sowie drei kleinen Linolschnittplatten. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – »Ich komme aus der freien Kunst und mag das Heitere: In unserer Morgenstern-Ausgabe, Auszüge aus den ›Galgenliedern‹, die ich illustriert und gesetzt habe, kann ich zum Beispiel herumblödeln. […] In den ›Galgenliedern‹ kommt die Mitternachtsmaus vor, darum ist das Buch in Malerfilz gebunden – Mäuse lieben es, sich aus filzigem Material ein Nest zu bauen« (Svato Zapletal).

24,0 : 17,6 cm. 53, [3] Seiten, 2 Zeichnungen, 4 Linolschnitte.

609  Svato Verlag – Joseph Conrad. Herz der Finsternis

€ 450

in Auszügen. Hamburg, Svato 2017. Mit neun signierten Farblinolschnitten und Klischeedrucken von Svato Zapletal. Roter Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. In der Originalleinenkassette.

72. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder (Gesamtauflage 44) mit zwei beigelegten Zeichnungen, vier Linolschnitten, alle signiert, sowie einer Linolschnittplatte. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Beiliegend auch eine Buchausgabe des Anaconda-Verlags mit dem vollständigen Text der Erzählung. – »Der Conrad-Klassiker Herz der Finsternis ist mehr als eine Parabel über die Verwandlung von Zivilisation in Barbarei. Es ist eine düstere Geschichte des Ichs, seiner Grenzüberschreitungen und Selbstauflösung« (Svato Zapletal).

32,9 : 23,0 cm. 49, [3] Seiten, 2 Zeichnungen, 4 Linolschnitte, 1 Linolschnittplatte.

610  Svato Verlag – Karl Marx. Gedichte.

€ 350

Hamburg, Svato 2018. Mit neun signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Gelber Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. Im Originalleinenschuber.

73. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder (Gesamtauflage 52) mit einer beigelegten Zeichnung und einem Linolschnitt auf einem Faltblatt mit weiterem Gedicht, beide signiert. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Karl Marx »verfasste in seinen jungen Jahren unzählige Gedichte, meist romantische Balladen von beträchtlicher Länge, einige Liebesgedichte für seine zukünftige Frau Jenny, Gedichte für seinen Vater. Aber auch einige, in denen er mit Gott und der Welt hadert. […] für das Zusatzblatt wählte ich einen Auszug aus einer romantischen Ballade, ein feines Gedicht über die Elfen« (Svato Zapletal).

25,3 : 20,0 cm. 38, [2] Seiten, 1 Zeichnung, 1 Linolschnitt.

611  Svato Verlag – Robert Musil. Das verzauberte Haus.

€ 450

Hamburg, Svato 2018. Mit 13 signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Schwarzer Originaloasenziegenlederband mit Farbdruck und -prägung. In der Originalleinenkassette.

74. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder (Gesamtauflage 40) mit fünf beigelegten Zeichnungen, einem Linolschnitt, alle signiert, sowie einer Linolschnittplatte. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert.

32,2 : 23,0 cm. 44, [4] Seiten, 5 Zeichnungen, 1 Linolschnitt, 1 Linolschnittplatte.

612  Svato Verlag – Heinrich von Kleist. Über das Marionettentheater.

€ 450

Hamburg, Svato 2018. Mit sieben signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Schwarzer Originaloasenziegenlederband mit Gold- und Rotprägung. In der Originalleinenkassette.

75. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren A in Ganzleder (Gesamtauflage 40) mit fünf beigelegten Zeichnungen, einer Graphik, alle signiert, und einem farbigen Linolschnitt auf Klarsichtfolie. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – »Ich halte diese essayistische Erzählung für die ›modernste‹ seiner Erzählungen – und in der Aussage unserer Zeit am nächsten. […] Es geht um Grazie, Anmut und Schönheit, um Verlust der Unschuld durch Selbstverliebtheit und um Selbstinszenierung« (Svato Zapletal).

32,2 : 23,0 cm. 44, [4] Seiten, 5 Zeichnungen, 1 Linolschnitt, 1 Linolschnittplatte.

613  Svato Verlag – 23 Bücher des Verlags.

€ 750

Hamburg 1976 bis 2014. Ab 1982 mit farbigen Originalgraphiken und Illustrationen von Svato Zapletal. Originaleinbände und -broschuren.

Der Student Svato Zapletal gründete 1976 mit einem Kommilitonen seinen bis heute produktiven Verlag. Mehr als 70 Bücher sind seitdem erschienen. »1982 druckte und verlegte ich das erste nur von mir gestaltete Buch im Svato Verlag. Ich meinte dort anfangen zu müssen, wo die moderne deutsche Dichtung für mich begann: bei den Expressionisten. […] So entstand als Auftakt das Buch ‹Nachtgesang‹ mit meinen Farblinolschnitten zu den Gedichten von Georg Heym« (Svato Zapletal).

1. Solke Kirchschlag. Dronte Dudu. 1976. Das erste Buch des Verlages. – 8. Georg Heym. Nachtgesang. 1982. Das erste von Zapletal illustrierte Buch. – 10. Georg Trakl. Sebastian im Traum. 1983. – 11. Ernst Stadler. Leoncita. 1985. – 12. Jacques Prévert. Blutorange. 1987. – 13. Brian Fitzgibbon. Bilder für alle Tage. 1987. – 14. Jost Nickel. Nachtausgang. 1988. – 15. Klabund. Der Seiltänzer. 1989. – 29. Carmina Burana. Lieder aus Benediktbeuren. 1997. – 30. Günter Bruno Fuchs. Sandomir und Ti. 1998. – 31. Erik Satie. Memoiren eines Gedächtnislosen. 1998. – 33. Cees Nooteboom. Absinth und Ambre Solaire. 2000. – 37. August Stramm. Diamanten wandern übers Wasser. 2002. – 40. Georg Heym. Umbra vitae. 2004. – 41. Peter Rühmkorf. Ansteckendes Pfeifen. 2004. – 43. Arno Schmidt. Kühe in Halbtrauer. 2005. – 46. Artur Schütt. Nebelhandschriften. 2007. – 50. François Villon. Balladen. 2009. – 56. Siegfried Lenz. Unter Dampf gesetzt. 2011. – 59. Rotkäppchen und die Wölfe. 2012. – 60. Erik Satie. Gedankengänge eines Dickkopfes. 2012. – 64. Traumland. Drei Erzählungen. 2014. – 65. Lewis Caroll. Alice hinter den Spiegeln. 2014.

Alle in kleiner Auflage erschienen (20 – 200 Exemplare) und jeweils im Druckvermerk vom Verleger/Künstler signiert. – Dazu: 40 Jahre · 70 Bücher. Hamburg, Svato 2016. Katalog der Bücher des Verlages erschienen anlässlich der Ausstellung in der Achilles-Stiftung, Hamburg. Exemplar der Vorzugsausgabe mit etlichen beigelegten Graphiken, alle signiert und nummeriert.

7 illustrierte Leinenbände (15, 29, 31, 37, 43, 60, 65), 6 Pappbände (teils mit illustriertem Schutzumschlag, 10, 11, 12, 13, 30, 56) und drei illustrierte Broschuren (1, 40, 50).

614  Offcina Ludi – Claus Lorenzen. Druck ist im Spiel.

€ 300

25 Jahre Offcina Ludi. Von der Handpresse zum Kleinverlag – eine Wegbeschreibung. Mit einem Nachwort von Jürgen Bönig. Großhansdorf 2015. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Originalhalblederband mit changierendem Bezugspapier. Mit der Suitenmappe im Originalschuber.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe im Handeinband von Thomas Zwang, Hamburg, und neun signierten Originalgraphiken als Beilage. – Die Graphiken stammen von den neun Künstlern, die Bücher der Officina Ludi illustriert haben, unter anderem Klaus Ensikat, Egbert Herfurth und Hannes Binder. – Claus Lorenzen bezeichnete sich selbst »Als Seiteneinsteiger zur Schwarzen Kunst«. 14 der 16 von 1989 bis 2018 erschienenen Bücher waren im Besitz der Sammlerinnen Achilles und werden hier wie folgt verteilt angeboten:
I. Kusenberg, Ordnung muss sein. 1989. KatNr. 619
II. Brecht, Haifische. 1991 (hier Neuauflage 2003, Vorzugsausgabe). KatNr. 620
III. Kusenberg, Jedes dritte Streichholz. 1995. (Vorzugsausgabe mit Widmung). KatNr. 619
V. Grass, Ein Schnäppchen namens DDR. 2000. KatNr. 619
VI. Süskind, Amnesie in litteris. 2001. KatNr. 620
VII. Wie weiß ist wissen die weisen. 2006. KatNr. 615
IX. Eggebrecht, Katzen. 2007. Luxusausgabe. KatNr. 619
X. Hildesheimer, Das Ende der Welt. 2009. Vorzugsausgabe. KatNr. 618
XI. Das schwarze Geheimnis. 2010. KatNr. 616
XII. Arno Schmidt, Seelandschaft mit Pocahontas. 2012. Luxusausgabe. KatNr. 620
XIII. Tucholsky, Der Hund als Untergebener. 2013. Luxusausgabe. KatNr. 619
XIV. Thomas Mann. Mario und der Zauberer. 2014. Vorzugsausgabe. KatNr. 620
XV. Am Golde hängt doch alles. 2016. Vorzugsausgabe. KatNr. 617
XVI. Voltaire, Candide. 2018. Luxusausgabe. KatNr. 619.

615  Officina Ludi – Wie weiß ist wissen die Weisen.

€ 300

Lyrik und Prosa zur Farbe Weiß. Weiß illustriert von John Gerard, Anne von Karstedt, Thomas Marutschke, Joseph Johannes Visser, Svato Zapletal. Großhansdorf 2006. Weiße Originalbroschur mit -umschlag. Im Originalschuber mit blindgeprägtem Titel.

Eins von 30 Künstlerexemplaren, wie die 25 Vorzugsexemplare mit drei beigelegten Originalgraphiken (Gesamtauflage 180). – »Das vorliegende Buch mit Texten zur Farbe Weiß wurde nicht gedruckt, sondern in verschiedenen Präge-, Stanz- und Lasertechniken hergestellt« : Heißfolienprägung, mehrdimensionale Reliefprägung und Laser-Feinpapierstanzung unter Verwendung von Feinpapier »Medley pure white« von Zanders. Die Prägearbeiten wurden auf dem historischen Victoria-Tiegel und dem Heidelberger Zylinderautomaten im Hamburger Museum der Arbeit durchgeführt. – Der Titel des Buches entstammt dem gleichnamigen Buch von Eugen Gomringer, die Texte von Hans Magnus Enzensberger, Peter Huchel, Thomas Mann, Rose Ausländer, Joseph Johannes Visser (Erstdruck), Christian Morgenstern, Georg Trakl, Georg Heym und anderen.

31,5 : 21,5 cm. [40] Seiten, 4 Blätter.

616  Officina Ludi – Das schwarze Geheimnis.

€ 300

Lyrik und Prosa zur Farbe Schwarz. Schwarz illustriert von Hannes Binder, John Gerard, Anne von Karstedt, Thomas Marutschke, Klaus Raasch, Felix Scheinberger, Joseph Johannes Visser, Svato Zapletal. Großhansdorf 2010. Mit signierten Originalgraphiken. Originalbroschur mit -umschlag (Christian Zwang, Hamburg). Im Schuber mit Seidensatinbezug mit blindgeprägtem Titel.

Eins von 125 Exemplaren, von den Künstlern signiert (Gesamtauflage 180). – Die Texte und ein Großteil der Graphik wurde mit Relieflack im Siebdruckverfahren auf schwarzen Feinpapieren Gmund colours und Tatjana Atlas Satine der Papierfabrik Gmund gedruckt. Weiterhin wurden verschiedene Veredelungsechniken angewendet: Heißfolien- und Blindprägung, Laserstanzung und Flockdruck. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Eingebunden eine Papierschöpfung in Schwarztönen. – Gegenstück zu dem »Weißbuch« von 2006. – Mit Texten von Hoffmann von Fallersleben, Nelly Sachs, Max Dauthendey, Paul Zech, Stefan George, Goethe (Zur Farbenlehre!), Eugen Gomringer und anderen.

31,6 : 21,6 cm. [44] Seiten, 2 Blätter.

617  Officina Ludi – … am Golde hängt doch alles.

€ 450

Lyrik und Prosa zur Farbe Gold. Großhansdorf 2016. Mit Illustrationen in Heißfolienprägung, Blindprägung, Lasergravur, Papierschöpfung u. a. Goldfarbene Originalbroschur mit Stanzungen in Goldbatistschuber (Thomas Zwang, Hamburg).

Eins von 30 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren mit vier zusätzlich beigelegten signierten Originalgraphiken von Thomas Maruschke, Kat Menschik, Svato Zapletal und Jacob Romers (Gesamtauflage 200). – Claus Lorenzen: »Vor zehn Jahren hatte ich bereits ein rundum weißes Werk mit Prosa und Lyrik zur Farbe Weiß gedruckt, ohne Farbe, nur mit Blind-, Relief- und Folienprägungen sowie Lasergravuren. Sechs Jahre später dann das schwarze Gegenstück. […] Beide Bücher waren große Erfolge, nicht nur wegen der namhaften Künstler, die daran beteiligt waren, sondern auch, weil hier moderne Techniken der Druckveredelung eingesetzt wurden, die in der traditionellen Buchkunst bis dahin nicht üblich waren. Mit diesen beiden komplementären Büchern sollte es eigentlich sein Bewenden haben, obwohl es immer wieder Anregungen gab […]. Aber vielleicht Gold? Lyrik und Prosa zum Thema Gold waren rasch zu finden, von Shakespeare über Schiller bis zu Trakl und Tucholsky, und insgesamt elf Künstler aus fünf Nationen waren spontan bereit, an einem rundum goldenen Pressendruck auf goldenem italienischem Feinstpapier (Inapa Shyne) mitzuwirken.« – Die drucktechnische Herausforderung löste der Verleger mit einer digitalen »Scodix«-Druckmaschine, die farblosen Relieflack mit feinsten Düsen auf das Papier sprüht. Dieser wird mit UV-Licht bestrahlt und vergoldet. Die Arbeiten dauerten fast ein Jahr. – Mit Texten und Illustrationen von Georg Heym/Felix Scheinberger, E. A. Poe/Kat Menschik, Ludwig Tieck/Albrecht von Bodecker, Paul Fleming/Artur Dieckhoff, Hermann Löns/Thomas Maruschke, Heinrich Heine/Hannes Binder, Koran/Thomas Maruschke, Rainer Maria Rilke/John Gerard, E. T. A. Hoffmann/Klaus Ensikat, William Shakespeare/Joseph Johannes Visser und Georg Trakl/Svato Zapletal. – Mit den vom Verleger empfohlenen golden Batist-Handschuhen. – Tadellos.
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31,5 : 21,5 cm. [48] Seiten, 1 Papierschöpfung, 4 Graphiken.

  618    Officina Ludi – Wolfgang Hildesheimer. Das Ende einer Welt.

€ 250

Illustriert von Anne von Karstedt. Großhansdorf 2009. Mit kolorierten Strichätzungen nach Federzeichnungen. Türkisblauer Originalkalblederband mit blindgeprägter Deckelillustration. Im illustrierten Originalleinenschuber.

Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe A (Gesamtauflage 1000). In den 25 Luxusexemplaren wurden die Farben nicht als Linolschnitte gedruckt, sondern alle Strichätzungen von der Künstlerin handkoloriert. Die Luxusausgabe wurde in Leder gebunden und erhielt als Beilage eine ebenfalls kolorierte Strichätzung. – Druckvermerk von der Künstlerin signiert und nummeriert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Anne von Karstedt (geboren 1970) leitet die graphische Werkstatt im Hamburger Museum der Arbeit. Die Erzählung ist Hildesheimers Erstlingswerk »Lieblose Legenden« entnommen.

32,5 : 29,5 cm. [36] Seiten, 1 Graphik. – Rücken leicht verfärbt.

619  Officina Ludi – Drei Luxusausgaben mit Illustrationen von Klaus Ensikat.

€ 300

Großhansdorf 2009–2018. Mit zahlreichen Illustrationen nach kolorierten Federzeichnungen. Originaleinbände im Schuber.

I. Axel Eggebrecht. Katzen. Mit einem Nachwort von Günter Kunert. 2009. Exemplar »e.a.«, wie 25 Luxusexemplare in Ganzleder. Wie die Vorzugsausgabe mit einer kolorierten Strichätzung, signiert.
II. Kurt Tucholsky. Der Hund als Untergebener. Bissiges über Hunde und ihre Halter. 2013. Eins von 25 Luxusexemplaren in Ganzleder. Mit einer farbigen Graphik und einer kolorierten Federzeichnung, beide signiert.
III. Voltaire. Candide oder der Optimismus. Neu übersetzt von Tobias Roth. 2018. Eins von 30 Luxusexemplaren in Ganzleder. Mit einer kolorierten Graphik und einer kolorierten Federzeichnung, beide signiert.
Klaus Ensikat, geboren 1937, zählt neben Egbert Herfurth, Karl-Georg Hirsch, Horst Hussel und Hans Ticha zu den bekanntesten künstlerischen Buchillustratoren der ehemaligen DDR. – Dazu drei frühe und sehr seltene Editionen der Officina Ludi: Kurt Kusenberg. Ordnung muss sein. Mit zwei signierten Graphiken von Karsten Zink. 1989. Originalbroschur. Eins von 100 Exemplaren. – Kurt Kusenberg. Jedes dritte Streichholz. Mit Acrylstichen von Egbert Herfurth. 1995. Originalpappband. Eins von 100 Exemplaren, hier mit Widmung des Künstlers und einem signierten Probedruck. – Günter Grass. Ein Schnäppchen namens DDR. Mit Illustrationen nach Fotografien von Siegfried Wittenburg. 2000. Eins von 200 Exemplaren.

  620    Officina Ludi – Fünf Bücher,

€ 200

davon drei Vorzugsausgaben Großhansdorf 2003–2014. Mit Originalgraphik und vielen Illustrationen. Originaleinbände im Schuber.

I. Bertolt Brecht/Albrecht von Bodecker. Wenn die Haifische Menschen wären. 2003. Leinenband im Schuber. Eins von 100 Vorzugsexemplaren mit kolorierte Strichätzung. – II. Arno Schmidt/Felix Scheinberger. Seelandschaft mit Pocahontas. 2012. Kalblederband im Schuber. Eins von 25 Luxusexemplaren mit Graphik und aquarellierter Federzeichnung. – III. Thomas Mann/Kat Menschik. Mario und der Zauberer. 2014. Lederband. Eins von 30 Exemplaren mit zwei signierten Graphiken. – Alle drei im Druckvermerk signiert. – IV. Patrick Süskind/Joachim Jansong. Amnesie in litteris. 2001. Eins von 100 Exemplaren. – V. Wolfgang Hildesheimer/Annette von Karstedt. Das Ende einer Welt. 2009. Eins von 975 Exemplaren.

621  Elke Rehder Presse – Slawomir Mrozek. Schach

€ 450

mit sechs Radierungen von Elke Rehder. Hamburg 1994. Mit einer Originalpapiercollage und sechs ganzseitigen Farbradierungen, jede signiert, nummeriert, datiert und betitelt. Schwarzer Originaloasenziegenlederband mit Negativblindprägung auf beiden Deckeln und dem Rücken (Thomas Zwang, Hamburg). Im Originalschuber.

Eins von 30 Exemplaren, darüber hinaus sechs Künstlerexemplare. – Jedes der 30 Exemplare enthält eine Originalcollage auf einem lose beigelegten Doppelblatt, dieses, die Radierungen und der Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Kupferdruckbütten. – Das Thema »Schach« bearbeitete die Künstlerin, deren Bücher sämtlich im Eigenverlag erschienen, in mehreren Editionen. – Dazu: Springer schlägt Turm. Radierungen und [handgeschriebene] Gedichte von Elke Rehder. Hamburg 1994. Mit vier signierten blattgroßen Radierungen. Originalleinenband mit zweifarbiger Papiercollage im Originalschuber. Eins von fünf Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 45), im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Gottlieb Konrad Pfeffel. Das Schachspiel. Barsbüttel/Hamburg 1997. Mit sieben signierten Farbholzschnitten von Elke Rehder. Originalhalblederband. Zwölfter Druck der Elke Rehder Presse. Eins von 20 Vorzugsexemplaren mit den kolorierten Holzschnitten und im Halblederband. Druckvermerk von Elke Rehder signiert.

24,7 : 24,2 cm. [38 Blätter], 6 Radierungen.

  622    Elke Rehder Presse – Ernst Jünger. Rehburger Reminiszenzen

€ 250

mit Holzschnitten von Elke Rehder. Barsbüttel/Hamburg 1998. Mit dreizehn Holzschnitten, meist farbig, teils blatt- bzw. doppelblattgroß, einer auf beiden Vorsätzen, einer auf Vorder- und Hinterdeckel. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel.

15. Druck der Elke Rehder Presse. – Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Bütten. – Elke Rehder verlegt seit 1993 Künstlerbücher, meist mit eigenen originalgraphischen Illustrationen. – Dazu: Stefan Andres. Der Granatapfel. 1995. Mit sieben signierten Farbholzschnitten von Elke Rehder. Originalpappband (Thomas Zwang, Hamburg). Eins von 60 Exemplaren der Ausgabe B (Gesamtauflage 100). – Gottfried August Bürger. Der Kaiser und der Abt mit zwei Radierungen von Elke Rehder. [1997]. Originalbroschur. Eins von 40 Exemplaren. Beide Radierungen mit eigenhändigem Textzitat.

33,0 : 24,5 cm. [32] Seiten.

  623    Hirundo Press – Martin Mosebach. Das Land der Dichtung.

€ 120

Über Inspiration. Hamburg 2012. Mit zwei signierten und nummerierten Farbradierungen von Caroline Saltzwedel. Originalbroschur mit farbigem Holzschnitt auf dem Umschlag.

Druck No. 1 der Kleinen Reihe. – Eins von 120 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Autor und Künstlerin signiert. – Der Text ist ein Vortrag von Martin Mosebach, gehalten am 17. April 2012 in der Freien Akademie der Künste in Hamburg. – Die Hirundo Press wurde 1998 von Caroline Saltzwedel gegründet. Unter dem Zeichen der Rauchschwalbe (Hirundo rustica) verlegt sie Künstlerbücher in kleinen Editionen. Vor allem entstehen Radierungen in Simultanfarbdruck. Ihre Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen.

27,0 :  19,5 cm. 28, [2] Seiten.

624  Hanfried Wendland – Bertolt Brecht. Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration.

€ 450

Mit Linolschnitten und Collagen von Hanno Wendland. Berlin 1988. Mit 13 Holzschnitten und 13 Collagen. Originalseidenband mit illustrierten Vorsätzen. In Originalchemise mit Deckelschild.

Privatdruck. – Eins von 23 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Holzschnitte illustrieren die Stationen der Reise, eine durchgehende Collage aus dünnen Papierstreifen symbolisiert den Weg. – Handsatz von Harald Weller, Berlin, Druck von Reinhard Scheuble, Berlin. – »Die eindrückliche, expressive Bildsprache der Graphiken Hanfried Wendlands ist zumeist zwischen zwei Buchdeckeln verschlossen. […] Seit Mitte der 80er Jahre erscheint jährlich mindestens eine Edition aus der Hand Wendlands, reich ausgestattet mit Linol- und Holzschnitten, von Hand gebunden, in kleinen, kostbaren Auflagen« (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Dessau-Roßlau, Band 17). – Dazu: Ingeborg Bachmann. Die Geheimnisse der Prinzessin von Kagran. 1991. Mit neun blattgroßen Farblinolschnitten von Hanfried Wendland. Originalleinenband im Schuber. – Seltener Privatdruck. – Eins von nur neun Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler/Herausgeber signiert.

44,0 : 32,9 cm. [32] Seiten.

625  Hanfried Wendland – Sieben Drucke.

€ 1200

Berlin 1993–1999. Mit mehrfarbigen, blatt- und doppelblattgroßen Holz- und Linolschnitten von Hanfried Wendland. Illustrierte Originaleinbände im Schuber.

Alle vom Künstler/Herausgeber im Druckvermerk signiert. – Gedruckt von Peter Rensch auf der Andante Handpresse, Berlin. – In kleiner Auflage erschienen, meist eins von 30 Exemplaren, daneben wenige Belegexemplare.
8. Tschingis Aitmatov. Das Märchen von der gehörnten Hirschmutter. 1993. Mit 14 Farbholz- und Farblinolschnitten. Halbleinenband.
9. Theodor Fontane. Die Brück am Tay. 1994. Mit sieben Farblinolschnitten. Pappband.
10. H. C. Artmann. Die Sonne war ein grünes Ei. 1995 Mit 15 Farbholzschnitten. Halbleinenband.
11. Friedrich Dürrenmatt. Der Tunnel. 1996. Mit 16 Farbholzschnitten. Pappband.
12. Tschingis Aitmatow. Der Junge und das Meer. 1997. Mit 20 Farbholzschnitten. Leinenband.
13. Hans Christian Andersen. Die roten Schuhe. 1998. Mit zehn Farbholzschnitten. Halblederband.
14. Bertolt Brecht. Legende vom toten Soldaten. 1999. Mit zehn Farbholzschnitten. Pappband.

Meist ca. 40 : 31 cm (8 und 9 abweichend). – Ein Rücken minimal verblasst (9), eine Deckelkante mit kleinem Fleck (12), sonst tadellos.

626  Hanfried Wendland – Vier NeueKleiderDrucke.

€ 750

Berlin 2001–2007. Mit mehrfarbigen, blatt- und doppelblattgroßen Holz- und Linolschnitten von Hanfried Wendland. Illustrierte Originaleinbände im Schuber.

Seit 2001 bezeichnete der Künstler-Verleger die Editionen als »Neue Kleider Drucke«. – Vom Künstler/Herausgeber im Druckvermerk signiert. – Handsatz und Druck auf der Andante Handpresse, Berlin, von Peter Rensch.
17. Oscar Wilde. Der Fischer und seine Seele. 2001. Mit 15 Farbholzschnitten und sechs Linolschnittvignetten. Halblederband. Eins von 30 Exemplaren (Gesamtauflage 35).
18. Heinrich von Kleist. Das Erdbeben von Chili. 2002. Mit 13 Farbholzschnitten. Halblederband. Eins von 30 Exemplaren (Gesamtauflage 35).
21. Wilhelm Müller. Winterreise. Ein Gedichtzyklus. 2004 Mit 13 kombinierten Farbholz- und Linolschnitten und 14 einfarbigen Linolschnitten. Halbleinenband. Eins von 20 Exemplaren (Gesamtauflage 37). Jede Illustration besteht aus zwei Teilen, dem einfarbig auf Transparentfolie gedruckten »Wanderer« und der mehrfarbigen Landschaft, die dieser sieht.
25. Joseph, seine Brüder und Ägypten. Vier Kapitel aus dem Alten Testament / 1. Buch Mose. Textzitate aus Thomas Mann »Joseph und seine Brüder«. 2007. Mit 18 Holz- und Linolschnitten. Pappband mit farbigen Holzschnitten. Widmungsexemplar mit Tuschzeichnung. Eins von zwölf Exemplaren.

Schuber von 25 mit kleiner Schabstelle, sonst tadellos.

627  Hanfried Wendland – Wilhelm Hauff. Die Geschichte von dem Gespensterschiff.

€ 600

Elf Original-Übermalungen von Hanfried Wendland. Berlin 2005. Mit elf signierten blattgroßen Übermalungen von Farbholzschnitten. Originalhalblederband mit übermalter Holzschnitt-Deckelvignette. Im Schuber.

23. Druck von Hanfried Wendland NeueKleiderDrucke. – Exemplar »E. A.«, eins von fünf unikaten Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler/Herausgeber signiert. – Gestaltung, Handsatz und Druck auf der Andante Handpresse, Berlin, von Peter Rensch. – Blockbuchbindung. – Die übermalten Holzschnitte wurden auf beidseitig unbedruckte Blätter montiert.

40,0 : 32,3 cm. 48, [4] Seiten.

628  Hanfried Wendland – Vier NeueKleiderDrucke,

€ 1000

eine Vorzugs- und drei Normalausgaben. Berlin 2007–2015. Mit mehrfarbigen, blatt- und doppelblattgroßen Holz- und Linolschnitten von Hanfried Wendland. Illustrierte Originaleinbände im Schuber.

Alle in kleiner Auflage erschienen, meist 15 Normalausgaben und wenige Vorzugsexemplare. – Vom Künstler/Herausgeber im Druckvermerk signiert. – Meist auf Alt-Lünen-Bütten.
29. Wilhelm Müller. Die schöne Müllerin. 2009. Mit 25 Farbholzschnitten. Halbleinenband. Eins von 15 Exemplaren.
34. Rudyard Kipling. Toomai, der Liebling der Elefanten. Mit 19 Holzschnitten und vier Linolschnitt-Vignetten. Halblederband. Eins von 15 Exemplaren.
38. H. C. Artmann. Fünf Geschichten von der Erschaffung der Welt. 2014. Mit elf Holzschnitten. Halbleinenband. Eins von 15 Exemplaren.
39. Thomas Mann. Der Kleiderschrank & Anekdote. 2015. Mit zehn Linolschnitten. Halblederband. Eins von sechs Vorzugsexemplaren mit zwei signierten zusätzlichen Linolschnitten.

629  Hanfried Wendland – Marion Gräfin Dönhoff. Ritt durch die Masuren,

€ 350

aufgeschrieben 1941 für meinen Bruder Dietrich. Original-Linolschnitte von Hanfried Wendland. Berlin 2011. Mit zehn Farblinolschnitten, davon sechs doppelblattgroß, und zwei Linolschnittvignetten. Originalhalblederband mit Linolschnitt. Im Originalschuber.

33. NeueKleiderDruck. – Eins von acht Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 32) mit einer signierten Suite aller zehn Linolschnitte aus dem Buch und zwei zusätzlichen. Die ungefalzten Blätter im Querformat der Doppelseiten lose in Originalhalbledermappe und zusammen mit dem Buch im Schuber. – Als Vorsatzpapier wurde eine Karte der Masuren gedruckt. »Im Oktober 1941 unternahm die 21-jährige Gräfin Dönhoff zusammen mit ihrer Cousine Karin von Lehndorff, genannt Sissy, einen fünftägigen Ritt durch Masuren, von Allenstein über Nikolaiken nach Steinort. […] ›Herr Gott, wie schön diese Welt ist – sein könnte‹, ruft sie aus.« (Verlagskatalog).

Buch: 39,7 : 30,5 cm. [52] Seiten. Mappe: 39,7 : 55,5 cm. 10 Graphiken.

630  Hanfried Wendland – Bertolt Brecht. Die Ausnahme und die Regel.

€ 350

Lehrstück. Farbholzschnitte von Hanfried Wendland. Berlin 2016. Mit zwölf signierten Farbholzschnitten, davon zwei doppelblattgroß. Originalhalblederband mit farbigem Deckelholzschnitt (Christian Klünder). Im Originalschuber mit Holzschnitt.

41. NeueKleiderDruck. – Eins von sechs Vorzugsexemplaren mit einer Suite aller Holzschnitte, jeder signiert und nummeriert, lose in Kartonumschlag (Gesamtauflage 28). – Der Druckvermerk von Hanfried Wendland signiert, datiert und nummeriert. – Gedruckt von Peter Rensch auf der Andante Handpresse.

39,7 : 30,0 cm. 77, [3] Seiten, 12 Graphiken.

631  Hanfried Wendland – Friedrich Schiller. Der Verbrecher aus verlorener Ehre.

€ 350

Eine wahre Geschichte. Farbholzschnitte von Hanfried Wendland. Berlin 2017. Mit 21 signierten Farbholzschnitten, davon zwei doppelblattgroß. Originalhalblederband mit farbigem Deckelholzschnitt (Christian Klünder). Im Originalschuber mit Holzschnitt.

43. NeueKleiderDruck. – Eins von sechs Vorzugsexemplaren mit einer Suite aller Holzschnitte, jeder signiert und nummeriert, lose in Kartonumschlag (Gesamtauflage 28). – Der Druckvermerk von Hanfried Wendland signiert, datiert und nummeriert. – Gedruckt von Peter Rensch auf der Andante Handpresse.

39,5 : 30,4 cm. 94, [6] Seiten. 21 Graphiken.

632  Hanfried Wendland – Theodor Fontane. Gedichte.

€ 450

Linolschnitte von Hanfried Wendland. Berlin 2018. Mit 13 signierten Farblinolschnitten. Originalhalblederband mit farbigem Deckellinolschnitt (Christian Klünder). Im Originalschuber mit Linolschnitt.

45. NeueKleiderDruck. – Eins von sechs Vorzugsexemplaren mit einer Suite von vier signierten Linolschnitten aus dem Buch, einfarbig gedruckt und koloriert. Jeder dieser vier Linolschnitte zusammen mit dem jeweiligen Gedicht auf einem gefalzten farbigen Papierguss von John Gerard. Die vier Linolschnitte signiert und nummeriert, jeder Papierguss von John Gerard signiert. – Der Druckvermerk von Hanfried Wendland signiert, datiert und nummeriert. – Das Buch auf Hahnemühle-Bütten. – Gedruckt von Peter Rensch auf der Andante Handpresse.

40,3 : 30,5 cm. [56] Seiten, 4 Graphiken.

1012  Hans Ticha – Ernst Jandl. Aus dem wirklichen Leben.

€ 400

Gedichte und Prosa. Mit 66 Grafiken von Hans Ticha. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 2000. Mit 66 Farboffsetlithographien. Originalleinenband und -mappe im -schuber.

Eins von 100 Exemplaren der besten Vorzugsausgabe D mit drei signierten Farboffsetlithographien, die in einer Mappe beigelegt wurden. Weitere 150 Exemplare enthielten je eine der drei Graphiken. – Auf dem Vortitel von Ticha signiert. – Die Normalausgabe erschien 1999 bei Luchterhand. – Dazu: Erich Kästner. Gedichte. Hans Ticha. Bilder. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 2003. Mit Illustrationen nach farbigen Zeichnungen von Hans Ticha. Originalleinenband mit -mappe und -schuber. Eins von 99 Exemplaren der Vorzugsausgabe A mit einer beigelegten aquarellierten Tuschzeichnung (Tretmühle. 20 : 13 cm. Signiert und betitelt). Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Bertolt Brecht. Flüchtlingsgespräche. Mit 12 Holzschnitten von Hans Ticha. Leipzig 1997. Originalbroschur im -schuber. Siebenter Leipziger Druck. Eins von 30 römisch nummerierten Verlegerexemplaren (Gesamtauflage 190). Im Druckvermerk vom Künstler und dem Buchgestalter Gert Wunderlich signiert. Vom Bleisatz als Blockbuch gedruckt und gebunden, die zwölf Holzschnitte auf gelbem Popset-Papier. – Alle tadellos erhalten.

Ca. 22 : 14 cm.