ChristianHesse

Unikatbücher | Hesse-Auktionen
Unikatbücher

516  Unikatbücher – Eckhard Froeschlin – T. S. Eliot. Das wüste Land.

€ 600

Farbige Mixmediazeichnungen (Tusche, Aquarell,Fettkreide, Collage). 2003. 32,5 : 19,5 cm. 32 Seiten. Originalpappband und -schuber, beide aquarelliert. Auf dem letzten Blatt signiert.

Schönes Unikatbuch mit den farbkräftigen Malereien und dem mit Tuschpinsel geschriebenen Eliot-Text, dieser nach der Übersetzung von Eva Hesse. – Eckhard Froeschlin gründete 1990 die Edition Schwarze Seite für bibliophile Buch- und Mappenausgaben. »Durch Rückgriff auf Kunstgeschichte und Literatur sowie die Fülle des Erlebten und Gesehenen gelangt er zu einer eigenständigen Bild- und Formensprache, die auf poetisch-subtile bis explizit-eindeutige Weise Politik, Gesellschaft und Geschichte reflektiert. Diese kritische Auseinandersetzung mit der Welt findet sich auch in Froeschlins Buchkunst. In Zeiten von Laptop, Tablet und E-Book setzt er ganz auf die visuell-haptischen Qualitäten […]« (Peter Köster, talking-art.de, anlässlich einer Ausstellung in Remagen).

517  Unikatbücher – Eckhard Froeschlin – Lugares – Orte in Matagalpa.

€ 600

64 Aquarelle und Tuschpinselkalligraphien. 2009/2010. 26 : 22,5 cm. 64 Seiten. In Halblederband mit Jutesackdeckelbezügen. Auf dem letzten Blatt signiert.

Die Aquarelle und der Text entstanden während eines der regelmäßigen Aufenthalte Eckhard Froeschlins in Nicaragua, wo er Kurse für Graphik und Buchkunst organisierte. – In einem Brief an den Vorbesitzer beschreibt er die Arbeiten so: »In dieser Zeit sind etwa 45 kleine Aquarelle entstanden, die im ganzen eine Art Reisetagebuch sind […] Die Orte und Situationen sind unterschiedlich – entspannt auf dem Balkon in Matagalpa, lehrbegleitend und beobachtend an den Wasserfällen von Lagartillo während eines Aquarellkurses […]«. – Mit drei Briefbeilagen des Künstlers.

518  Unikatbücher – Axel Heibel. Buchobjekt – M.

€ 450 ( R7 )

Kartonschnitte und Aquarell. 1997. 36 : 27,5 : 2,8 cm. 64 Blätter in Halbleinenband. Auf dem hinteren Vorsatz signiert, datiert und betitelt.

Durch zunehmend größere Ausschnitte aus den Velinbogen transformiert sich der titelgebende Buchstabe M. Die meisten Blätter wurden von Heibel schwungvoll aber sparsam aquarelliert. – Axel Heibel (geboren 1943) befasste sich seit Mitte der 1970er Jahre mit Falttüchern und deren Bemalung. Diese Arbeit inspirierte ihn zu Buchobjekten, die seitdem in unregelmäßigen Abständen entstehen.

519  Unikatbücher – Christoph Meyer. Paul Celan

€ 2500

22 Aquarelle, mit Tusche überarbeitet. 2015. 55 : 33 cm. Auf dem letzten Aquarell signiert und als »Malerunikat« bezeichnet, monogrammiert und datiert. Als Buch gebunden.

Großartiges Malerbuch des Berliner Buchkünstlers. – Enthält das Gedicht »Chymisch« (aus »Niemandsrose«) und seinen bereits 1959 entstandenen Prosatext »Gespräch im Gebirg«. – Die Aquarelle, übermalt mit Tusche bzw. dem kalligraphierten Text, teils als Doppelseiten konzipiert. – Von Markus Rotman, Berlin, in Naturleinen gebunden und mit dem Silberfolienumschlag. Auch die beiden Innendeckel mit übermalten Aquarellen. – Christoph Meyer, geboren 1954 in Greifswald, studierte in Berlin. In den Jahren 2004–2007 entstanden seine zehn »James Joyce Unique Books«, jedes zu einem Gedicht des Künstlers. Die Reihe wurde 2011 in der Neuen Sächsischen Galerie in Chemnitz ausgestellt. In den letzten 15 Jahren schuf Meyer auch Unikatbücher zu Gedichten und Zyklen von Durs Grünbein, Bob Dylan, Peter Rühmkorf und Uwe Kolbe sowie zahlreiche Künstlerbücher zu Friedrich Nietzsche, Tom Waits, Paul Celan, Michel Houellebecq, Heiner Müller, Bertold Brecht, Johannes Bobrowski, Bert Papenfuß, Simone Schneider und Nelly Sachs. – Ausstellungen in Berlin, Frankfurt am Main und Peking. – Tadellos.

520  Unikatbücher – Gisela Mott-Dreizler – Brüder Grimm. Das Dietmarsische Lügenmärchen.

€ 800

Aquarell und Tuschfeder. 2002. 14,7 : 28,7 cm. 32 Seiten. Bemalter Pergamentband. Auf dem letzten Blatt signiert und datiert.

Gisela Mott-Dreizler, die Lebens- und künstlerische Partnerin vom Quetsche-Drucker und -Verleger Reinhard Scheuble, ist für ihre farbenfrohen Aquarelle zu deutschen Märchen bekannt, viele wurden im gemeinsamen Witzworter Pressenverlag verlegt. – Die auf ein altes plattdeutsches Tanzlied zurückgehende Dichtung berichtet vom Lahmen, Tauben und Blinden, die zusammen einen Hasen jagen, von ziegengroßen Fliegen, über Land segelnden Schiffe und anderen »Fake News«. – Auf Velin. – Der Text mit Tuschfeder kalligraphiert, die Illustrationen in Tusche und Aquarell. – Die Vorsätze und Einbanddeckel wurden ebenfalls mit Aquarell und Tusche bemalt. – Im einem illustrierten Schuber.

521  Unikatbücher – Manfred Prochotta. Göthe – Nähe des Geliebten.

€ 450 ( R7 )

48 Aquarelle, teils mit Fettkreide und Tusche überarbeitet. 1986–1987. 25,5 : 17,2 cm. Signiert und datiert. Als Buch gebunden.

Manfred Prochotta (1956–1991) war ein Schüler von Wilhelm Neufeld. 1980 gründete er gemeinsam mit Peter Malutzki und seiner Frau Heidi Hübner die FlugBlatt-Presse. Es entstanden im Laufe der Jahre mehrere Unikatbücher. Das vorliegende mit beidseitig aquarellierten Japanbüttenblättern, wodurch die dunklen, getuschten Partien eines Bildes zum Bestandteil des rückseitigen werden. Der Text des Goethe-Gedichts mit verschiedenfarbigen Fettkreiden kalligraphiert. – Für den Einband wurden Balsaholzdeckel mit Japanpapier bezogen und aquarelliert. – Makellos.

522  Unikatbücher – Thomas Rug – Andreas Glück. Die kleine Vampyrendesavouierung.

€ 400

18 Tuschfederzeichnungen, teils koloriert, und eigenhändig kalligraphierter Text. 1999. 18,5 : 13 cm. 24 Seiten. Büttenbroschur mit Deckelillustration. Auf dem Hinterumschlag signiert.

Auszug aus »Ich kann mich nur an jetzt erinnern« (Graz 1998). – Auf Büttenpapier (innen grau, Umschlag altrosa) von John Gerard, Rheinbach. – Kalligraphiert und mit großen, teils doppelblattgroßen Tuschzeichnungen von Thomas Rug (geboren 1953) seit 1993 Professor an der Kunsthochschule Halle (Burg Giebichenstein).

523  Unikatbücher – Ottfried Zielke. K. Malewitsch. 150 Lubok.

€ 900

145 Originalgouachen und fünf weitere auf der bemalten Originalbox. 2005. Ca. 11 : 16 cm, alle rückseitig monogrammiert.

Unikates Objekt, eine Hommage des Künstlers an die russischen »Lubki«, die in Russland vom 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert populären sozialkritischen und satirischen Bilderbogen. Die russischen Futuristen wie Gontscharowa, Larionow und Malewitsch ließen sich von den einfachen Darstellungen inspirieren. – Ottfried Zielke (1936–2016) bemalte 145 postkartengroße Blätter und Pappen in leuchtenden Farben und betitelt fast jede Darstellung mehr oder weniger ausführlich: Ich fahre einen T34 von Maybach. – Kohlenklau. – Blut + Ehre, Kampf dem Vergessen. – Gestern war’s da aß ich Ente. – Mücke fliegt Hund in den Mund und sticht ins Dada-Herz. – Manifest: Sei Lokomotive unter Volldampf. – Streichholz + 2 Nasenhaare. – Die BRD hat es NIE gegeben. – Skandal Faules Ei. Deutschland führte 1930 639 Millionen Eier ein. – Dr. J. G. Seine Kinder nannte er Helga Hilde Helmut Hedda Holde Heide. – Rückseitig durchgehend nummeriert 1–145, die übrigen fünf Gouachen zieren die Seiten und den Deckel der leinenkaschierten Holzbox (20 : 15 : 13 cm).