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Zeitgenössische Literatur und Kunst | Hesse-Auktionen
Zeitgenössische Literatur und Kunst

842  Deutsche Lyriker*innen – Neun eigenhändige Gedichtmanuskripte, alle mit Unterschrift, einige mit Anschreiben.

€ 300

I. Ilse Aichinger (1921–2016). »Gebirgsrand« (sechs Zeilen, mit Anschreiben und Kuvert). – II. Horst Bienek (1930–1990). »Wörter« (zehn Zeilen, mit Widmung). – III. Elisabeth Borchers (1926–2013). »Das Reich der Lichter« (zwölf Zeilen). – IV. Albrecht Goes (1908–2000). »Aus ›Tagwerk‹« (acht Zeilen). – V. Manfred Hausmann (1898–1986). »Glück« (20 Zeilen). – VI. Martin Kessel (1901-1990). »Wenn es ihnen gut geht« (acht Zeilen). – VII. Heinar Kipphardt (1922–1982). »Der Schnee« (vier Zeilen, mit Widmung). – VIII. Eckart Kleßmann (geboren 1933). »Dermaleinst« (sieben Zeilen, mit Anschreiben). – IX. Erika Mitterer (1906–2001). »Das Lied« (acht Zeilen).

843  Aufbau – Außer der Reihe.

€ 300

Herausgegeben von Gerhard Wolf. Elf Bände [alles Erschienene]. Berlin und Weimar 1988–1991. Originalleinenbände mit illustriertem -schutzumschlag. – Sechs Widmungsexemplare.

Gerhard Wolf etablierte im Ostberliner Aufbau-Verlag »von 1988 an eine Bücherfolge, die zu einem besonderen Kapitel der DDR-Kulturpolitik geriet. Mit Literatur ›außer der Reihe‹ sollte sich die widerständige Szene-Literatur vom Prenzlauer Berg doch noch der offiziellen Linie fügen. Aber noch vor dem Mauerfall beendete der Verlag [vorübergehend] diesen Versuch, die Avantgarde der DDR gewissermaßen durch Anerkennung abzuwerten« (Berliner Morgenpost, 26.10.1997). – Alle in erster Ausgabe. – I. Bert Papenfuß-Gorek. Dreizehntanz. 1988. Titelblatt mit Widmung »Alle Menschen werden Schwestern«, eine Beilage mit signierter Widmungszeichnung. – II. Rainer Schedlinski. Die Rationen des Ja und des Nein. 1988. – III. Stefan Döring. Heutmorgestern. Gedichte. 1989. – IV. Jan Faktor. Georgs Versuche an einem Gedicht und andere positive Texte aus dem Dichtergarten des Grauens. 1989. Titelblatt mit Widmung. – V. Gabriele Kachold. Zügel los. Prosatexte. 1989. Mit zwei Illustrationen von Angela Hampel. Titelblatt mit Widmung und Zeichnung von Gabriele Stötzer (Kachold). – VI. Reinhard Jirgl. Mutter-Vater-Roman. 1990. – Titelblatt mit Widmung »Zur Erinnerung an die Lesung zum Alfred-Döblin-Preis«. – VII. Ulrich Preuß. Wer hat die Ratte Erwin umgebracht. 1990. – VIII. Peter Brasch. Rückblenden an Morgen. 1991. – IX. Ines Eck. Steppenwolfidyllen. 1991. Titelblatt mit Widmung. – X. Andreas Koziol. Mehr über Rauten und Türme. Gedichte. 1991. Vortitel mit Widmung. – XI. Dieter Kraft. Traumhaft. Theater Zinnober. Improvisationen, Spiele, Protokolle. 1991. Mit Fotos von Jochen Wehrmann. – Die illustrierten Schutzumschläge gestalteten Holger Hermann und Maja Nagel, ab VII dann Jürgen Wagner. – Mit einem Brief des Vorbesitzers an den Herausgeber, dessen Antwortzeile und zahlreichen Beilagen.

844  Otmar Alt – Wystan Hugh Auden. Die große Veränderung.

€ 250

München, Bruckmann 1973. Mit zehn Farbserigraphien und 13 ein- und mehrfarbig serigraphierten Vignetten. Originalleinenband mit -schutzumschlag, beide mit Serigraphie. Im Originalfolienumschlag.

Eins von 600 Exemplaren, bei denen die prächtigen Serigraphien mit Seidenglanzfarben gedruckt wurden (Gesamtauflage 800). – Tadellos schönes Exemplar.

41,5 : 38,0 cm. [30] Seiten, 10 gefalzte Doppelblätter.

Tiessen IV, 5

845  Karel Appel.

€ 250

Geh durch den Spiegel, Folge 29. Köln 1962. Mit vier Farblithographien von Karel Appel, eine davon als Umschlag, drei beigelegt, einer Strichätzung sowie fünf fotografischen Tafeln nach Ed van der Elsken. Illustrierter Originalpappband.

Eins von 350 Exemplaren. – Erschienen anlässlich der Ausstellung Anfang 1962. – Sehr schönes Exemplar des besonders wegen der großformatigen, bei Mourlot gedruckten, Lithographien gesuchten Bandes.

38,5 : 26,5 cm. [38] Seiten, 5 Tafeln, 3 Lithographien.

Usinger 29. – Spindler 153.73

846  [Christian Ludwig] Attersee | Gerhard Rühm. Komm mit nach Österreich.

€ 600

Ein Führer durch Österreich für außerirdische Wesen. Wien 1965 Grenchen, Konus-Presse 1976. Mit neun Texten von Gerhard Rühm, neun Faksimiledrucken nach Collagen und neun farbigen Serigraphien von Attersee. Kordelgehefteter illustrierter Originalleinenband.

Eins von 390 Exemplaren, daneben erschienen 96 Künstlerexemplare. – Im von Attersee illustrierten Druckvermerk von beiden Künstlern signiert und nummeriert. – Nach dem Motto von Franz Grillparzer »schaut ringsumher, wohin der blick sich wendet, lacht’s wie der Bräutigam der Braut entgegen« folgen neun Text-Bild-Paare, je eins zu jedem Bundesland Österreichs: Niederösterreich, Steiermark, Tirol, Oberösterreich, Kärnten, Salzburg, Burgenland, Vorarlberg und Wien. – Vor jedes Faksimile von Attersees grotesken Collagen aus Landschaftsfotografien und Serigraphien wurde eine »ergänzende« Serigraphie auf Transparentpapier geheftet.

32 : 35 cm. [22 und 9] Blätter.

847  [Christian Ludwig] Attersee. Die zweibeinige Gotik. Eine fünfhändige Bildliederei.

€ 1500

25 Farbserigraphien. 1988. 40,0 : 27,0 cm (Buchformat: 48,8 : 38,8 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 22/30 der Buchausgabe, daneben erschienen 30 Exemplare in Kassettenform. – Auf Velin de Rives. – Mit neun einfarbig serigraphierten Vor- und Zwischenblättern, darunter das ebenfalls signierte und nummerierte Titelblatt und die von Attersee gezeichneten Vignetten. – Erschienen bei der Edition Artelier, Graz. – Alle Blätter mit breitem, gefalztem Heftrand, kordelgeheftet im grauen Originalleinenband mit Schuber. – Dazu: Attersee. Das graphische Werk. Originalgraphiken, limitierte und signierte Kunstdrucke, Objektauflagen. 1965–1975. Büren/Aare 1975. Originalbroschur. Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der kolorierten Offsetlithographie »Wasserhahn«, vom Künstler signiert, datiert, nummeriert und bezeichnet.

Der Schuber leicht fleckig.

850  Thomas Bernhard. Frost.

€ 400

Frankfurt am Main, Insel [1983]. Originalleinenband mit -schutzumschlag und -bauchbinde.

Faksimile der Erstausgabe, verlegt anlässlich des 20. Erscheinungsjahres. – Eins von 1000 vom Autor signierten und nummerierten Exemplaren. – »Ich halte das Buch für eine der stärksten Talentproben, für eines der aufwühlendsten und eindringlichsten Prosawerke, die seit Peter Weiss von einem Autor der jüngeren Generation vorgelegt worden sind.« (Carl Zuckmaier, »Die Zeit« 1963, zitiert nach Dittmar, S. 52). – Sehr schönes Exemplar.

19,6 : 12,5 cm. 357, [3] Seiten.

Dittmar 21

851  Joseph Beuys – Drei Werke, von Beuys signiert.

€ 750

1979–1981.

I. Grasello. Bonn 1979. Mit Tafeln nach Fotografien von Buby Durini und Zeichnungen von Joseph Beuys. Originalbroschur. Auf dem Vorderdeckel signiert und nummeriert, zusätzlich mit dem Stempel »wählt die Grünen«. Eins von 80 Exemplaren der Ausgabe B, die von der Galerie Klein, Bonn, vertrieben wurden. Bilddokumentation einer Aktion, bei der Beuys eine Lastwagenladung Kalk von Pescara zu seinem Haus nach Düsseldorf fahren ließ. – II. lapis/arte. Chi è Joseph Beuys? Salerno 1981. Originalbroschur. Mit einem lose beiliegenden Faltblatt mit der deutschen Übersetzung des Textes von Arcangelo Izzo. Eins von 20 Künstlerexemplaren, auf dem Vorderdeckel signiert, nummeriert und mit dem Stempel »Free International University«. – III. Joseph Beuys. Multiplizierte Kunst 1965-1981. Sammlung Ulbricht. Eine Ausstellung in der ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland. Berlin Oktober 1981. Illustrierte Originalbroschur. Auf dem Umschlag signiert. – Dazu: Beuys / Wols. Gent 1988. Mit zahlreichen Abbildungen. Zwei Originalbroschuren, zusammen mit einem Portfolio mit zwölf Doppelblättern in Originalschachtel. Begleitpublikation zur Ausstellung »Signaturen« im Genter Museum für Gegenwartskunst.

Schellmann 311 b und 381 (nur I und II)

852  Heinrich Böll. Das Vermächtnis.

€ 200

Kurzroman. Mit einer Porträt-Lithographie von Celestino Piatti und einem Nachwort von Heinz Friedrich. München, Deutscher Taschenbuchverlag 1981. Mit einer signierten Lithographie in eingebundenem Passepartoutblatt. Originalpappband mit Deckel- und Rückenschild. Im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 400). – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Der bis dahin unveröffentlichte Kurzroman von Böll erschien anlässlich des 20. Jubiläums der Reihe »dtv-Taschenbücher« in bibliophiler Ausstattung und Großformat.

42,7 : 33,2 cm. 55, [5] Seiten, 1 Lithographie.

853  Uwe Bremer. Aviatika.

€ 250

Flug + Trug. Ordnung und Entropie. Text Carl-Jürgen Tohmfor. Gifkendorf, Merlin 2000. Mit 40 ganzseitigen Farbabbildungen nach Gemälden und weiteren Textabbildungen. Originalleinenband mit goldgeprägten Titeln.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten Farbradierung, diese und der Druckvermerk vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – Das Buch erschien anlässlich der Ausstellung im Landesmuseum Oldenburg und im Roemer-Pelizaeus-Museum in Hildesheim. Die Einleitungen stammen von David Galloway und Manfred Boetzkes.

28,5 : 24,7 cm. 110, [2] Seiten, 1 Radierung.

854  Rolf Dieter Brinkmann. Ihr nennt es Sprache.

€ 250

Achtzehn Gedichte. Leverkusen, Klaus Willbrand 1962. Rote Originalbroschur.

Erste Ausgabe der ersten selbständigen Veröffentlichung Brinkmanns. – Texte, Heft 1. – Eins der wenigen von Brinkmann im Druckvermerk signierten und nummerierten Exemplare. Der Druckvermerk kündigte 500 »handsignierte« an, wobei Brinkmann dies aus Verärgerung über die zahlreichen Druckfehler nur bei einem kleinen Teil der Auflage tat und eine weitere Auslieferung verhinderte. – Sehr selten.

21 : 20 cm. 29, [3] Seiten. – Rücken leicht verblasst.

Seinsoth 1. – Geduldig/Wehebrink 1

855  Rolf Dieter Brinkmann. Keiner weiß mehr.

€ 600 ( R7 )

Roman. Köln und Berlin, Kiepenheuer & Witsch 1968. Originalpappband mit -schutzumschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe von Brinkmanns erstem Roman, »der bis heute noch sperrig und provozierend in der westdeutschen Literatur steht« (Nicolas Born, zitiert nach Seinsoth). – Auf dem Vorsatzblatt die eigenhändige Widmung mit Zeichnung für Wilhelm Kuhrdt, den legendären Verlagsvertreter von Kiepenheuer & Witsch und späteren Antiquar in Bielefeld: »Mit freundlichem Gruß & vielen Dank für die Bemühungen um dieses Buch! | [kleine Zeichnung] | R. D. Brinkmann«. – Mit dem beiliegenden Revers, dass die Volljährigkeit des Käufers versicherte. – Tadellos.

19 : 12 cm. 307, [1] Seiten.

Seinsoth 11. – Geduldig/Wehebrink 66

856  Rolf Dieter Brinkmann. Standphotos.

€ 900

Vier zweiteilige Farbätzungen von Karolus Lodenkämper. Duisburg, Guido Hildebrandt 1969. Mit vier signierten, jeweils zweiteiligen Farbätzungen. Originalbroschur mit weißem Folienumschlag, im Originalschuber.

Hundertdruck VI. – Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Dichter signiert und nummeriert, jede der vier, jeweils in zwei Farbstellungen gedruckten, Farbätzungen wurde vom Künstler signiert. – »Vollends ästhetizistisch geriet ›Standphotos‹, großformatig und gefertigt aus transparenter PVC-Folie. Die Texte verschwimmen mit den Radierungen von Karolus Lodenkämper abgestuft ineinander. Dermaßen geschmackvoll verpackt wird Lyrik wieder zu einer esoterischen Angelegenheit. Um so überraschender, daß einige der hier enthaltenen Gedichte zu den freundlichsten und entspanntesten gehören« (Otto F. Riewoldt in KLG). – Die acht Farbätzungen und die 13 Textseiten wurden auf transparente Folien gedruckt. – Eine der seltensten Brinkmann-Editionen und einer der gesuchtesten Hundertdrucke. – Weitere Hundertdrucke unter KatNrn. 436–438.

40 : 27 cm. 13 Textfolien, 8 mit Radierungen. – Die weiße PVC-Folie wie bei der gesamten Auflage in der Höhe nicht ausreichend.

Seinsoth 16. – Geduldig/Wehebrink 128. – Spindler 157.6

857  Marcel Broodthaers. Tinaia 9 Box.

€ 450

Köln 1994. Buch, Plakat, Broschüren, CD und Beilagen zusammen in Originalleinenkassette und -schuber.

Eins von 1500 unnummerierten Exemplaren. – Die Leinenkassette enthält neben der Broodthaers-Monographie »Le poids d’une œuvre d’art« von Wilfried Dickhoff (mit Textbeiträgen von Dore Ashton, Freddy de Vree, Michael Compton, Dorothea Zwirner und Antje Quast) folgende Beilagen: »Carte du monde poétique« (Poster), das Faksimile »Modele: ceci n’est pas une pipe«, eine CD mit Interviews mit Freddy de Vree, die Broschüre »Projets« mit dem bisher unpublizierten Broodthaers-Text »Projet pour un texte« und das 1973 erstmals erschienene Künstlerbuch »Magie«.

31.5 : 31,5 : 7,4 cm (Box).

858  Michael Buthe. Die Sonne von Taormina.

€ 450

Übermalte Photographien von Wilhelm von Gloeden. Köln, Walter König und Dietmar Werle 1987. Mit 34 Farbtafeln. Originalpappband mit Blickfenster im Vorderdeckel. In gelber Originalkassette mit handschriftlichem Deckeltitel.

Eins von 20 Exemplarem der Vorzugsausgabe mit einem beigelegten, großformatigen Aquarell Buthes (30 : 39,5 cm, signiert, datiert). – Auf dem Vorblatt des Buches vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – »Gloeden bevorzugte […] ab 1890 vor allem seine geliebten sizilianischen Jungen, seiner homerischen Vision entsprechend nackt oder in antiker Bekleidung, zumeist im Freien. Niemand in Taormina nahm Anstoß an diesen Photos, ebenso wenig an Gloedens Homosexualiät. […] Buthes Übermalungen der Photos von Wilhelm von Groeben bedeuten keinen Eingriff in die ›wohlarrangierte‹ Wirklichkeit der Photographien, sondern setzen dieser eine eigene, selbstgeschaffene, magische Künstlichkeit von farbiger Prächtigkeit entgegen« (Alfred M. Fischer im Vorwort). – Das Buch erschien zu einer Ausstellung im Kölner Museum Ludwig. – Tadellos erhalten.

28,8 : 27,9 cm. [40] Blätter.

859  Michael Buthe. Primavera Pompeijana.

€ 300

Herausgegeben von Tilman Osterwold. [Katalogbuch] 22. Juni – 30. Juli 1989. Württembergischer Kunstverein Stuttgart. Stuttgart, Cantz 1989. Mit 75 meist farbigen Abbildungen. Goldfarbener Originalpappband mit -schutzumschlag und ebensolche Originalkassette, zusammen in -schuber.

Eins von 85 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten überarbeiteten Collage (ca. 75 : 30 cm, signiert, datiert und nummeriert, mit Serigraphie auf Transparentpapier und gefaltet). – Auf dem Vortitel des Katalogbuches vom Künstler signiert.

28,5 : 24,5 cm. 107, [5] Seiten. – Obere Ecken des Buches minimal bestoßen.

860  Martin Disler. Drei Skizzenbücher mit insgesamt etwa 350 Zeichnungen und Aquarellen.

€ 1500

1975–1976.

1975: Skizzenheft mit 18 Bleistiftzeichnungen. 22,2 : 17,5 cm. Blaue Broschur mit weißem Papierumschlag. Auf dem Vorderumschlag eine weitere Zeichnung und signiert »Martin Disler 1975«. In diesem Jahr unternahm der Künstler mehrere Italienreisen. – 1976: Skizzenbuch mit 44 Blättern kariertem Papier, beidseitig mit Bleistift- und Kugelschreiberzeichnungen, Aquarellen, Textnotaten etc. 14,5 : 10,0 cm. Schwarze Originalbroschur (Biella-Notizbuch), auf dem vorderen Innendeckel signiert, datiert und mit »Pisa« bzw. »Jammertal« bezeichnet. Hinterer Innendeckel mit signierter Farbstiftzeichnung »pane e coperto«. – 1976: Skizzenbuch mit 189 Blättern mit Bleistiftzeichnungen, Kugelschreiberzeichnungen, Aquarellen, Collagen etc. 16,5 : 10,5 cm. Roter Halbleinenband mit schwarzen Deckelbezügen (Notizbuch »Flying Eagle«). Auf den Innendeckeln signiert und datiert »11. Okt. […] 14. Oktober 1976«. – Der Autodidakt Martin Disler (1949–1996), der als Minimal- und Konzeptkünstler eine Art expressive Bildsprache entwickelte, die schon auf eine Verwandtschaft mit den »Jungen Wilden« in Berlin, Köln und Hamburg hinwies, gelangte 1980 durch die Ausstellung »Invasion durch eine falsche Sprache« in der Kunsthalle Basel schlagartig auf eine internationale Bühne neben Künstler wie Sandro Chia, Francesco Clemente und Georg Baselitz.

861  Martin Disler. Fünf Skizzenhefte mit insgesamt etwa 160 Zeichnungen und Aquarellen.

€ 2000

1977–1979.

1977: Skizzenbuch »Flug durch den Boden«, mit 122 Tuschzeichnungen, Aquarellen und Notaten. 15,3 : 10,8 cm. Schwarzer Kunstlederband. Auf dem vorderen Vorsatz bezeichnet mit »Dislers Flug durch den Boden« und »low price«, auf dem hinteren mit »Jan. 77 California […]«, signiert und einer späteren Widmung für die Schweizer Galeristen Brigitte und Pablo Stähli. – 1977: Skizzenheft mit acht Bleistiftzeichnungen. 21,5 : 15,0 cm. Übermalte Broschur. Auf dem hinteren Innendeckel signiert, monogrammiert und datiert. Mit einem kleinen beigehefteten Blatt mit Bleistiftzeichnung und Notat »MD lebt ab heute als Wolfskind«. 1977 unternahm Martin Disler mit Rolf Winnewisser eine Studienreise in die USA. – 1977: Skizzenheft mit sieben Bleistift- und Tuschzeichnungen, Aquarellen und Notaten. 21,0 : 15,5 cm. Blauer Umschlag, beide Deckel bemalt, Fadenheftung. Auf dem vorderen Innendeckel signiert und datiert. Eine Zeichnung ist bezeichnet »Disler Martin in Africa […] und hinten wieder hinaus«, eine weitere mit »Martin Disler in Australien (beim Hüpfen) in america durch europa mit asiatischem lächeln«. – 1978: Skizzenheft mit 20 Blättern liniertem Papier mit 18 Bleistift- und Tuschzeichnungen, teils mit Goldfarbe übermalt. 21,9 : 17,5 cm. Graue Broschur, Vorderdeckel bemalt und bezeichnet mit »© Disler«, Hinterdeckel mit Widmung für das Galeristenpaar Stähli. Nach der letzten Zeichnung im Heft ein Textblatt: »wird nach meinem Tod aus sich selbst + durch sich selbst zu Ende geführt / MDisler Schatten eines Schattens«, hinterer Innendeckel mit Einklebung. – 1979: Skizzenbuch »regalo«. Zwölf Blätter Zeichenkarton mit teils blatt-, teils doppelblattgroßen Zeichnungen (roter und schwarzer Kugelschreiber, schwarze Fettkreide, teilweise mit Gouache). 14,7 : 20,6 cm. Blaugrauer Kartonumschlag, auf dem vorderen Umschlagdeckel betitelt. Auf dem letzten Blatt eine Zeichnung mit eigenhändiger und datierter Widmung »regalo per stähli martin D. juni 79«.

862  Martin Disler. Invasion durch eine falsche Sprache.

€ 300

Zürich, Galerie & Edition Stähli 1979. 44 Fotolithographien nach Zeichnungen. Originalpappband mit illustriertem Schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigebundenen Originalzeichnung (signiert und nummeriert) (Gesamtauflage 500). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung in der Kunsthalle Basel. – Dazu: Martin Disler. Das Meeer schwitzt & ich auch. Olten und Zürich 1976. Mit drei ganzseitigen Fotolithographien nach Zeichnungen. Originalbroschur. Eins von 100 Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Martin Disler. Amazonas. Olten 1976. Originalbroschur. Eins von 150 Exemplaren. – Eine Beigabe.

29,7 : 21,0 cm. [48] Blätter.

863  Flug/FluxBlattzeitung.

€ 400

Stuttgart. Dietrich Albrecht 1969–1970. Fünf Originalbroschuren, teils mit Klemmschiene geheftet.

Fünf Ausgaben der wichtigen, von den Auseinandersetzungen um die Programmatik des Kölner Kunstmarktes bestimmten Fluxus-Zeitschrift. – Nr. 3. Sidney Simon. Wolf Vostell’s Aktionsbildsprache. Sonderdruck. – Nr. 9. Enthält die Blätter 1-14, die während des 3. Kölner Kunstmarkts täglich als Einzelblätter erschienen. Auf dem Hinterumschlag vom Herausgeber signiert, datiert und nummeriert (?) »30/40«. – Nr. 10. Manifeste, Kulturflugblätter, Stellungnahmen, Polemiken, Zitate aus Zeitungen, Meinungen zum dritten Kunstmarkt 1969 Köln. – Nr. 13. Art Workers Coalition. – Nr. 14. Ben Vautier. A little Book of Ben. 1970. Farbige Kopien nach Vautiers illustriertem Manuskript. – Dazu: Interfunktionen. No. 11 und 12. Köln 1974–1975.

30 : 22 cm, Heft 14 15 : 22 cm.

864  Felix Martin Furtwängler. Stur.

€ 1000

Rudolstadt 1995. 40 blattgroße Farbholzschnitte, davon zwei auf dem Originalhalbpergamentband. Im Originalschuber.

13. Druck der Burgart-Presse von Jens Henkel. – Eins von 20 Exemplaren der Ausgabe A mit einem doppelblattgroßen übermalten Holzschnitt als Beilage (Gesamtauflage 70). – Im Druckvermerk vom Künstler nummeriert, signiert und dem Vorbesitzer gewidmet. – Felix Martin Furtwängler kombinierte hier einmal mehr Bild- und Schriftelemente zu eindrucksvollen Kompositionen, die durch den Druck mit Ölfarben auf dem festen Velin ihre kraftvolle Wirkung entfalten. Einige Holzschnitte sind als Doppelseiten konzipiert, einige werden wiederholt für die Vorsätze verwendet. – Blockbuch. – Gedruckt wurden die Holzschnitte von Winfried Henkel, die Einbände fertigte Ludwig Vater.

43,0 : 37,0 cm. [36] Seiten, 1 Holzschnitt.

865  Felix Martin Furtwängler. Ohne Titel.

€ 500

Bemalter Holzstock. 1996. 39,8 : 29,5 cm. Signiert und datiert.

Großformatiger Druckstock aus Birkenholz. Die druckenden Partien mit schwarzer Tusche eingefärbt, die freigeschnittenen mit verschiedenen Farben und Goldbronze bemalt. – Am Unterrand signiert und datiert. – Die Verwendung innerhalb des graphischen Œuvres konnten wir nicht ermitteln. – Dazu: Fünf Ausstellungskataloge und Publikationen zu Furtwänglers Schaffen, davon zwei mit beigelegter Originalgrafik, einer mit Widmung des Künstlers.

866  Felix Martin Furtwängler. Ort.

€ 600

12 Graphiken. 1996. 40 : 30 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 3/18. – Erschienen in der Berliner Privatpresse »Fur Sub Rosa« des Künstlers. – Die vollständige Folge enthält ein Titelblatt mit Vignette, ein Textblatt, beide in einfarbigem Hochdruck sowie zehn signierte Linol- bzw. Holzschnitte, davon fünf farbig und teils übermalt. – Lose in Originalkassette, der Vorderdeckel mit farbiger Collage, die Innendeckel mit Stempeldruckpapier. – Selten.

867  Felix Martin Furtwängler – Gottfried Benn. Der Stadtarzt

€ 1000

mit Holzschnitten von Felix Martin Furtwängler. Schriesheim, Frank Albrecht 1996. Mit 23 Farbholzschnitten, davon 17 blattgroß und signiert. Rot-grauer Originalhalblederband von Roland Meuter, Ascona, mit montiertem Holzstock auf dem Vorderdeckel. In Originalleinenkassette.

Dritter Druck der Edition Frank Albrecht. – Eins von zehn römisch nummerierten Vorzugsexemplaren mit den signierten Holzschnitten, dem Originaldruckstock und einem »Entwurf« (Folie und farbiger Karton) als Frontispiz (Gesamtauflage 70). – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Buchgestaltung und -druck von Klaus Raasch, Hamburg. – Die Holzschnitte sind Handdrucke des Künstlers. – Wohl eins der schönsten Holzschnittbücher des Künstlers und zugleich eines der schönsten Malerbücher der letzten 20 Jahre. – Der Band vereint erstmals alle Gedichte des Arztes und Dichters, in denen er sich mit medizinischen Themen auseinandersetzt. – Tadellos erhalten.

33,0 : 25,0 cm. [64] Seiten.

Isphording II, 168. – Solman/Albrecht 38

868  Felix Martin Furtwängler. Poeta wohin?

€ 450

Neun Farbholzschnitte, einer übermalt. 2002. 29 : 79,5 cm (31,5 : 79,5 cm). Signiert und nummeriert.

Eins von 15 Exemplaren. – Friesähnlicher Bilderzyklus. – Auf Kupferdruckkarton. – Oben rechts signiert. – In der originalen Halbleinenmappe. – Ein Holzschnitt mit verschiedenen Farben übermalt, einer als Zusammendruck verschiedener Stöcke der Folge und bezeichnet »Unica 1 v 15«, die übrigen sieben nummeriert »10/100«. Nach Auskunft des Künstlers wurden nur 15 vollständige Mappen ediert, die Restauflage der Holzschnitte wurde im Laufe der Zeit umgearbeitet. – Die Holzschnitte entstanden als Beilage zur Vorzugsausgabe des umfangreichen monographieartigen Kataloges »Poeta wohin?« (Wolfenbüttel u. a. 2002–2004), der sich besonders dem buchkünstlerischen Œuvre Furtwänglers widmet. Der Katalog (Exemplarnummer 10/100, im Auflagenvermerk signiert) liegt bei.

869  Felix Martin Furtwängler – Christian Saalberg. Stille, nichts als Stille.

€ 400

Gedichte. Collage und Farbholzschnitt Felix M Furtwängler. Mainz, Gutenberg-Museum 2006. Mit zahlreichen, teils blattgroßen Farbholzschnitten und zweifarbigen Offsetdrucken nach Collagen. Originalpappband im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von zehn Künstlerexemplaren, von Furtwängler im letzten Holzschnitt nummeriert und signiert. Es erschienen 123 nummerierte Exemplare in drei Ausgaben. – Die Holzschnitte wurden in der Technik der verlorenen Form gedruckt. – Auf starkem Bütten. – Dazu: Bleiben und Gehen. Leporello mit 14 Farbholzdrucken, diese mit einzelnen Druckformen zusammengedruckt. 30 : 20,5 cm. Auf dem Vorderdeckel eigenhändig betitelt, auf der Rückseite des letzten Blattes signiert und als »e.a.« bezeichnet.

27,5 : 19,8 cm. 52, [4] Seiten.

870  Felix Martin Furtwängler. Jahresmappen 1–5 für Sub Rosa Berlin.

€ 1500

Berlin 2003–2007. Zusammen 45 signierte Originalgraphiken. Lose in fünf farbigen Originalleinenmappen.

Jeweils Exemplar 2/24. – Jede Mappe mit signiertem Titelblatt und neun signierten Originalgraphiken, meist Radierungen, teils übermalt oder mit Kombinationsdrucken. Die Graphiken auf unterschiedlichen Papieren, teils auf Kartonblätter montiert, stammen zum Teil aus Arbeiten des Künstlers aus dem entsprechenden Jahr. – Jede Mappe mit eigenem Titel: Arkanum, Basis, Chaos, Donner und Epos. – Für die Leinenbezüge der fünf Mappen wählte Furtwängler ein berühmtes Vorbild: Violett, Grün, Rot, Blau und Gelb sind die Umschlagfarben von Max Ernsts berühmten fünfteiligen Bildroman »Une semaine de bonté« (1934). – Tadellos erhalten. – Vollständige Folge in grauer Originalleinenbox (39,0 : 28,5 : 7,5 cm).

871  Klaus Fußmann – Wittich Rohleder. Tage.

€ 450

Sieben Gedichte mit acht Originallithographien von Klaus Fußmann. Karlsruhe, Beate Nieschlag [1980]. Mit acht doppelblattgroßen Lithographien, davon vier aquarelliert und eine signiert. Lose Doppelblätter in Originalchemise und -schuber.

Eins von 20 »handcolorierten« Vorzugsexemplaren (Gesamtauflage 110). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert, zwei aquarellierte Lithographien zusätzlich signiert und nummeriert. – Die abstrakten Illustrationen ergänzte Fußmann um kalligraphierte Zitate aus den Gedichten. – Gedruckt von Peter Boll, Berlin, ediert von der Inhaberin der Karlsruher Galerie »Haus 11«. – Makellos und in der kolorierten Fassung sehr selten.

32,8 : 24,8 cm. [24] Seiten.

Gierig 86

872  Johannes Geuer. Drei Unikatbücher.

€ 1500

1968–1970

I. Der Möbelkatalog. 1968. Neun geheftete Doppelblätter mit 30 Collagen, teils mit Bleistiftzeichnungen. 29,7 : 21,0 cm. Vorderdeckel mit collagiertem Ausschnitt aus einem Möbelkatalog, auf den Innenseiten jeweils ein Ausschnitt aus verschiedenen Papieren (Geschenkpapier, Tapeten, Folien etc.) in Form eines Sessels. Jede Collage mit Schreibmaschine in absurder Ernsthaftigkeit betitelt. Auf dem hinteren Umschlag signiert und datiert. – II. The Sherrif. 1969. Collagierte Temperazeichnung als Titel und 26 Blätter mit Faserstiftzeichnungen. 29,7 : 21 cm. Bildgeschichte in der Art eines Comicbooks, jedes Blatt mit sechs Bildern, einige noch leer. Auf der Rückseite von Blatt 1 eigenhändige Anmerkungen über die Entstehung der Bildgeschichte: »Das ist die Bestätigung einer alten Bauernregel, was ? In der Zeit wo der Kiesow einen Plattenspieler aufbaut kann der Geuer schon einen Comic zeichnen (alte Regel) 29.6.69 bei Kiesow 19 20«. – III. Landscape 1 vs. Landscape 2. Etwa 1970. 29,7 : 21,0 cm. Titelblatt und fünf Zeichnungen (Filz- und teils Bleistift). Die Bildfolge schildert die Verwandlung eines »Skyscrapers« zum »Elefantscraper«. Alle Zeichnungen am Unterrand beschriftet. – Die Blätter in etwas unfrischen Klarsichthüllen, diese mit Klebestreifen geheftet. – Dazu zwei Beigaben, u. a. ein Ausstellungskatalog von 1972, der allerdings auch keine biographischen Anhaltspunkte zu Johannes Geuer bietet. Der Künstler, geboren 1949, arbeitet im Umfeld von Jan Voss.

873  Dieter Goltzsche. Weintal Unstrut.

€ 300 ( R19 )

Neun Zinkographien. 1974/75. 35,7 : 48,7 cm. Signiert.

Laut Deckelschild (dort »8 Zinkographien«) und Inhaltsverzeichnis eins von 36 Exemplaren. – Auf Bütten. – Mit handgeschriebenem Inhaltsverzeichnis. – Lose Blätter in Originalhalbleinenmappe mit lithographiertem Deckelschild. – Jedes Blatt verso nummeriert und mit Stempel der »Akademie für Geisteswissenschaften beim Zentralkomitee der SED«. – Ob die Auflage je ausgedruckt wurde, ist nicht bekannt, wir konnten kein weiteres Exemplar nachweisen.

874  Dieter Goltzsche – Dieter Hoffmann. Neue Nymphen.

€ 300 ( R7 )

Gedichte. Zeichnungen von Dieter Goltzsche. Berlin 2000. Mit 26 ganzseitigen Strichätzungen nach Zeichnungen, alle koloriert und signiert. Originalpappband und -mappe. Zusammen im schuber.

Neuntes Graphikbuch der Berliner Graphikpresse. – Eins von zwölf Exemplaren der Luxusausgabe, bei der die Illustrationen aquarelliert und signiert sowie vier originale Tuschzeichnungen beigelegt wurden. – Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Dieter Goltzsche (geboren 1934) war von 1992 bis 2000 Professor für Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Neben zahlreichen freien Blättern zur Literatur entstanden literaturbezogene Zeichnungen und grafische Arbeiten, die der Künstler in mehr als 60 illustrierten Büchern publizierte. Er und der Dichter Dieter Hoffmann kennen sich seit ihrer gemeinsamen Dresdner Schulzeit.

31,7 : 23,9 cm. 105, [3] Seiten.

875  Johannes Grützke. Werkverzeichnis der Druckgraphik 1978–1998.

€ 180

Bearbeitung Arnulf Siebeneicker. Bremen u. a., Büchergilde Gutenberg 1999. Mit etwa 250 ganzseitigen, teils farbigen Abbildungen. Originalbroschur.

Eins von 70 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe mit zwei signierten Lithographien als Beigabe (Schreibende Faust und Modellierende Faust, 1997, 25 : 20 cm, signiert, datiert und nummeriert, WD 342 und 343). Weitere 150 Vorzugsexemplare enthielten nur eine Lithographie. – Die beiden Lithographien in schwarzer Kartonmappe und mit dem Buch in ebensolchem Schuber. – Die Fortsetzung des ersten Werkverzeichnisses über die Jahre 1964–1978 wurde von der Ladengalerie Urbanstraße herausgegeben.

25,5 : 21,0 cm. ca. 320 Seiten.

876  Peter Handke. Über die Dörfer.

€ 120

Dramatisches Gedicht. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1981. Originalbroschur. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Titelblatt mit langer eigenhändiger Widmung Handkes »für Gerold Göhlke [sic!]«: »Vor allem habe Zeit und nimm Umwege. Laß dich ablenken. […] Geh über die Dörfer. Ich komme dir nach.« – Die Widmung entstand am 15.1.1988. Anlässlich einer Lesung traf der dorthin eilende Sammler den Dichter bereits auf dem Weg und bat – noch auf der Straße – um eine Widmung. Handke, der Widmungswünsche eher ablehnte, lud den verblüfften Sammler in das serbische Restaurant ein und schrieb die opulente Widmung in das vorgelegte Buch. Danach hüllte er sich in demonstratives Schweigen.

24,7 : 16,5 cm. 105, [7] Seiten.

877  Keith Haring – Brion Gysin. Fault lines.

€ 600 ( R7 )

München und New York, Edition Schellmann 1986. Mit 52 ganzseitigen Illustrationen nach Zeichnungen von Keith Haring. Originalleinenband, Titel und Deckelillustration goldgeprägt. Im schwarzen Originalschuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 200 Vorzugsexemplaren auf Rives Bütten, im Druckvermerk von Keith Haring signiert und nummeriert sowie mit Stempelsignatur des Verfassers Brion Gysin, der kurz vor Erscheinen des Buches verstorben war.

22,5 : 28,5 cm. [112] Seiten.

878  Hanns H. Heidenheim. Ijob. – Das Lied der Lieder.

€ 400

Holzschnitte zu biblischen Schriftrollen. Düsseldorf, Ursus-Presse 1965–1971. Zwei Bände mit zusammen 40 signierten Holzschnitten. Eine Originalbroschur mit Lederumschlag, ein Originallederband, beide mit Blindprägung. In den Originalumschlägen und -kassetten.

Jeweils eins von 300 Exemplaren, es erschienen darüber hinaus jeweils 15 römisch nummerierte Belegexemplare sowie von Band II zehn kolorierte Vorzugsexemplare. – Neben den Holzschnitten jeder Band mit einem typographischen Holzschnitt-Titel und -Druckvermerk. – Alle auf handgeschöpftem Gifu-Japan, beide als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Vorderumschläge jeweils mit einem Prägedruck vom Titelholzschnitt. – Mit den Textbeilagen, darunter die Nachdichtung des Hohenliedes von Max Brod. – Heidenheims Bibelzyklen wurden 2002 in St. Petersburg in die Ausstellung »Die schönsten Bücher der Welt« aufgenommen.

35,0 : 26,5 cm. [56] Seiten; [44] Seiten. – Rücken von II verblasst.

Nicht bei Spindler und Tiessen

879  Bernhard Heisig Retrospektive.

€ 250

Herausgegeben von Jörn Merkert und Peter Pachnicke. München, Prestel 1989. Mit etwa 500, meist farbigen Abbildungen. Originalleinenband mit -schutzumschlag. – Widmungsexemplar mit Zeichnung und signierter Lithographie.

Eins von 130 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigegebenen Lithographie (Selbstbildnis, 28,5 : 21,4 cm, signiert, nummeriert). Die Lithographie in blauer Kartonmappe und diese mit dem Buch im ebensolchen Schuber. – Auf dem Titel eine Kugelschreiberzeichnung Heisigs (Selbstporträt mit Radiernadel) und eigenhändige Widmung für den Leipziger Buchhändler Dieter Bürnheim (1949–2019), signiert und datiert »14.4.99«. – Der monumentale Werkkatalog erschien anlässlich der gleichnamigen Wanderausstellung, die 1989/1990 in der Berlinischen Galerie und dann in Bonn, München, Hannover und Oberhausen gezeigt wurde.

30,5 : 24,0 cm. 408, [2] Seiten, 1 Lithographie.

880  Bernhard Heisig – Theodor Fontane. Schach von Wuthenow.

€ 250

Erzählungen aus der Zeit des Regiments Gensdarmes. Mit 15 Steinzeichnungen von Bernhard Heisig. Berlin, Brusberg 1998. Mit 15 ganzseitigen Illustrationen. Originalhalbleinenband mit Deckelvignette.

Eins von 111 Exemplaren der Vorzugsausgabe B mit der doppelblattgroßen signierten Lithographie (Selbstbildnis mit Fontane) als Beilage (Gesamtauflage 699). – Tadelloses Exemplar.

28,5 : 23,0 cm. 114, [2] Seiten, 1 Lithographie.

881  Herfurths schönste Seiten.

€ 300

Das buchgraphische Werk 1972–2008. Eine Bibliographie von Herbert Kästner mit einem Essay von Lothar Lang. Rudolstadt, Burgart-Presse 2009. 27 lose Graphiken, zusammen mit dem Originalpappband und einem Textblatt in farbig illustrierter Originalkassette.

Achter bibliographischer Druck der Burgart-Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer Bleistiftzeichnung und insgesamt 26 Originalgraphiken (Gesamtauflage 400). Die beiliegenden Originalarbeiten jeweils signiert und betitelt. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Das Gesamtverzeichnis der von Egbert Herfurth illustrierten Bücher erschien anlässlich seines 65. Geburtstags. – Tadellos erhalten.

32,3 : 22,8 cm (Kassette). 143, [1] Seiten (Buch), 27 Graphiken, 1 Blatt.

882  Dieter Hoffmann. Aufzücke deine Sternenhände.

€ 200

Gedichte. [Dresden], Privatdruck 1953. Originalbroschur. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe des Erstlingswerks. – Illegaler Privatdruck, hergestellt in 300 Exemplaren. – Dieter Hoffmann (geboren 1934) verließ 1957 die DDR, nachdem ihm dort Berufsverbot erteilt worden war. – Gedruckt in Türkis, Titel und Umschlag in Rot. – Mit einer kleinen eigenhändigen Korrektur. – Innendeckel mit Widmung des Verfassers für »Herbert Kästner mit herzlichem Dank, daß er dieses Bändchen gerettet hat – Dieter Hoffmann, Sept. 2005«.

12,3 : 12,3 cm. [34] Blätter, das letzt leer. – Umschlag minimal, ebenso eine Seite.

883  Leiko Ikemura – Matsuo Bashô. Hundertelf Haiku.

€ 450

Ausgewählt, übersetzt und mit einem Begleitwort versehen von Ralph-Rainer Wuthenow. Zeichnungen: Leiko Ikemura. Zürich, Ammann 1987. Mit zahlreichen ganzseitigen Illustrationen nach Kohlezeichnungen. Schwarzer Originalleinenband in schwarzer Originalkassette mit Rückenschild.

Eins von 22 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage der Vorzugsausgaben: 572) mit einer beigelegten Kohlezeichnung (19 : 12 cm, Vorlage für eine der im Buch reproduzierten, rückseitig signiert und datiert, in Passepartout montiert. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Leiko Ikemura (geboren 1951 in Japan) studierte in Spanien. Sie lebt und arbeitet seit etwa 1980 in der Schweiz. 1988 stellte sie in der Dumont Kunsthalle mit Zeitgenossen wie Martin Kippenberger, Sigmar Polke, Rosemarie Trockel u. a. aus.

19,3 : 12,3 cm. 131, [1] Seiten (Buch), 40,5 : 30,0 cm (Kassette).

884  Leiko Ikemura – Matsuo Bashô. Hundertelf Haiku.

€ 400

Ausgewählt, übersetzt und mit einem Begleitwort versehen von Ralph-Rainer Wuthenow. Zeichnungen: Leiko Ikemura. Zürich, Ammann 1987. Mit zahlreichen ganzseitigen Illustrationen nach Kohlezeichnungen. Schwarzer Originalleinenband in schwarzer Originalkassette.

Exemplar »e.a.« von der Künstlerin im Druckvermerk signiert und – wie 50 Vorzugsexemplare – mit einer signierten Kaltnadelradierung als Beilage (18,7 : 12,0 cm / 37,8 : 27,2 cm, signiert und mit »e.a.« bezeichnet). – Die Graphik zusammen mit dem Buch in der Originalkassette. – Dazu: Drei von Leiko Ikemura illustrierte Bücher (u. a. Wild Cats and domesticated Cats, Zürich 1983) sowie fünf Ausstellungskataloge.

885  Bernhard Jäger – Einar Schleef. Vom Leichtfuß.

€ 200

Mit Bildern von Bernhard Jäger. Berlin 1998. Mit Farbholzschnitten und Klischeedrucken. Illustrierter Originalpappband (Sabine Nerlinger).

Erste Ausgabe. – Eins von zehn Vorzugsexemplaren, denen jeweils ein signierter aquarellierter Klischeedruck beigelegt wurde (Gesamtauflage 130). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Als 97. Publikation der Berliner Mariannenpresse gedruckt in Witzwort vom Quetsche-Verleger Reinhard Scheuble und unter Beteiligung des Künstlers. – Der Text des Theatermenschen Einar Schleef (1944–2001) ist eine humorvolle Zahlengeschichte, die Bernhard Jäger kongenial illustrierte. – Tadellos erhalten.

31,6 : 22,1 cm. [52] Seiten.

886  Horst Egon Kalinowski – Haiku.

€ 400

12 übersetzte japanische Gedichte, illustriert. Hannover, Brusberg 1965. Mit 13 Farbradierungen von Horst Egon Kalinowski. Lose Doppelblätter in schwarzem Originalumschlag und orangefarbener Original-Wildseidenkassette (Atelier Palm, Hamburg).

Eins von zehn römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 60), auf dem Frontispiz vom Künstler signiert und nummeriert. – Auf Vélin d’Arches. – Neben dem »Sonnengesang« des Franz von Assisi die früheste publizierte graphische Folge von Horst Egon Kalinowski (1924–2013), der kurz danach an die Staatliche Akademie nach Karlsruhe berufen wurde. – Je ein Gedicht und eine Farbradierung auf zwölf Doppelblättern, dazu Titel mit Radierungen und Druckvermerk. – Auf Wunsch des Künstlers wurden die Radierungen nicht einzeln signiert.

35,3 : 34,0 cm. [28] Blätter.

Spindler 62.4

887  Mikhail Karasik – Josif Brodsky. Isaak i Abraam

€ 450

(russisch: Isaak und Abraham). St. Petersburg, Izdatelstvo M.K. 1994. Mit fünf Farblithographien von Mikhail Karasik, davon eine doppelblattgroß als Titel, die übrigen blattgroß, drei monogrammiert und datiert. Leporello mit Originalpappdeckeln, -schuber und vom Künstler beschrifteter Originalkarton.

Eins von 47 Exemplaren. – Druckvermerk vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – Der russische Dichter Joseph Brodsky (1940–1996), der seit Ende der 1950er Jahre erste Gedichte veröffentlichte, wurde 1964 verhaftet und 1972 aus der UdSSR ausgebürgert. Mit Unterstützung von W. H. Auden gelangte er in die USA und erhielt 1987 den Literaturnobelpreis. – Mikhail Karasik, geboren 1953, zählt zu den wichtigsten Buchkünstlern der UdSSR. Von ihm illustrierte Bücher, meist in kleinsten Auflagen und im Eigenverlag erschienen, finden sich in bekannten internationalen Sammlungen.

29,3 : 15,7 cm. [34] Seiten.

888  Mikhail Karasik – Daniil Charms. Sluchai III.

€ 450

(russisch: Vorfälle 3). St. Petersburg, Kharmsizdat [Charms Verlag] 1994. Mehrteilige farbige Lithographien von Mikhail Karasik, beidseitig montiert auf achtteiliges Leporello. In Originalhalbleinenschuber mit lithographiertem Deckelschild und Originalkarton.

Eins von 21 Exemplaren, beim Auflagenvermerk vom Künstler mit roter Tusche signiert und nummeriert. – Die insgesamt 16 lithographierten Papiersegmente wurden auf dreieckige Kartons montiert, die sich, durch Leinenfälze verbunden, zu einem dreidimensionalen Körper formen lassen. Die Lithographie der Innenseite wurde in Weiß und Grau auf schwarzes Papier, die andere mehrfarbig auf hellbraunes Papier gedruckt. – Die Texte von Charms, herausgegeben von Anna Gerasimowa, entstanden bereits in den 1930er Jahren und sind zum Teil vorher nicht veröffentlicht worden. Sie wurden nach der Handschrift Karasiks – und von ihm illustriert – in verschiedenen Farben lithographiert.

40 : 25 cm, offen etwa Durchmesser 80 cm.

889  Friedhard Kiekeben – Friedrich Hebbel. Aphoristische Unterhaltung mit mir selbst.

€ 450 ( R7 )

Aus den Tagebüchern. Mit sechs Original-Radierungen von Friedhard Kiekeben. Neu-Isenburg, Edition Tiessen 1992. Mit fünf Radierungen im Text, davon drei blattgroß. Originalpappband mit der sechsten Radierung als Prägedruck auf dem Vorderdeckel. Im Originalschuber.

68. Druck der Edition Tiessen. – Eins von acht Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 125) mit zwei signierten Extrasuiten der Radierungen, eine »ohne Farbe auf kräftigerem Büttenpapier«, eine weitere wie im Buch. – Auch im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Kiekebens Radierungen kombinieren abstrakte Formen mit verschieden großen rechteckigen Rastern. Die farblosen Abdrucke reduzieren die Wahrnehmbarkeit auf die als Prägedruck sichtbaren Rasterfelder. – Tadellos schönes Exemplar der besonderen Ausgabe.

32,4 : 22,9 cm. [36] Seiten.

Tiessen ET 68

890  Sarah Kirsch. Landaufenthalt. – Zaubersprüche. – Rückenwind.

€ 450

Berlin und Weimar, Aufbau 1967, 1973 und 1976. Originalleinenband und zwei Originalpappbände, alle mit Schutzumschlag. – Widmungsexemplare.

Erste Ausgaben. – Alle mit eigenhändiger Widmung, »Rückenwind« zudem mit eigenhändigem Gedichtzitat, für einen Berliner Leser und Sammler, entstanden bei Lesungen nach 1980. – Dazu vier weitere Erstausgaben, alle mit Widmungen: Drachensteigen. Ebenhausen, Langewiesche-Brandt 1979. – La Pagerie. Stuttgart, DVA 1980. – Erdreich. 1982. – Irrstern. 1986. – Die Widmungen teils mit Zitaten und kleiner Zeichnung. – Interessantes Konvolut mit dem Erstling Sarah Kirsch’s, ihrem letzten vor ihrer Ausreise in die BRD erschienenen Gedichtband und der ersten Publikation in Westdeutschland nach ihrer Übersiedlung. – 1976 gehörte Sarah Kirsch zu den Mitunterzeichnern der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann. Seitdem von der Staatssicherheit überwacht, entschloss sie sich 1977 zur Ausreise in die BRD. – »Sarah Kirsch ist von uns fortgegangen, weil sich hier keine Zeile mehr fügen wollte, und keine Zeitung, kein Rundfunkkommentar, keine Aktuelle Kamera hat (oder irre ich mich doch?) es für nötig befunden, diese Tatsache unserem Publikum mitzuteilen […] allein die große Mehrheit unseres Publikums wird wohl mit mir der Meinung sein, daß die Tatsache des Weggangs von Sarah Kirsch einer Meldung wert gewesen wäre, ganz zu schweigen von einer Bekundung ehrlicher Trauer über diesen unersetzbaren Verlust und ehrlichem Nachdenken über seine Gründe« (Franz Fühmann 1977 in einem erst 1990 veröffentlichten »Offenen Brief« an den Leiter der Abteilung Buchhandel im Ministerium für Kultur der DDR, Klaus Höpcke). – Dazu: Zaubersprüche. 2., erweiterte Ausgabe. 1976. Widmungsexemplar. – Alle gut und sehr gut erhalten.

Die drei Schutzumschläge der Aufbau-Ausgaben mit winzigen Randeinrissen.

891  Sarah Kirsch und Kurt Mühlenhaupt. Zwischen Herbst und Winter.

€ 300

Köln, Middelhauve 1983. Mit 28 ganzseitigen Farbillustrationen, teils als Doppelblatt konzipiert, nach Aquarellen von Kurt Mühlenhaupt. Farbig illustrierter Originalpappband. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Ein Teil der Erstausgabe erschien als limitierte Auflage, nummeriert und von beiden Künstlern signiert, mit dem Stempel der Middelhauve-Künstlerhilfe. – Beim Druckvermerk mit eigenhändiger Widmung der Dichterin und einer signierten Widmungszeichnung von Kurt Mühlenhaupt. – Tadellos. – Beilage: Sarah Kirsch und Kurt Mühlenhaupt im Atelier bei Signieren der Auflage. Fotografie. 1983. 18 : 13 cm.

27,8 : 21,8 cm. [28] Seiten.

892  Jiri Kolár – Konrad Balder Schäuffelen. Bilderspiegel.

€ 250

Mit einem Spiegel von Jiri Kolár. Köln,Wolfgang Hake 1966. Mit einer signierten Collage und mehreren Blätter mit quadratischem Ausschnitt. Weiße Originalbroschur.

Eins von 100 Exemplaren. – Tangenten, Nummer 4. – Bei dem quadratischen Taschenspiegel wurde die rückseitige Beschichtung aufgekratzt und bemalt. Unterhalb des montierten Spiegels signiert und datiert. – Der Text Schäuffelens bezieht sich auf die künstlerische Bearbeitung des Spiegels.

20,0 : 20,0 cm. [18] Blätter, 1 Blatt Transparentpapier.

Spindler 15810

893  Berliner Graphikpresse – Uwe Kolbe. Texte,

€ 200 ( R7 )

radiert von Sabine [sic!] Grzimek. Berlin 1990. Mit 14 Text-Bild-Radierungen, davon je eine auf den Deckblättern und deren Innenseiten. Japanische Kordelbindung.

Erstes Graphikbuch der Berliner Graphikpresse. – Eins von 130 Exemplaren. – Auf dem Hinterumschlag von Dichter und Künstlerin signiert. – Herausgegeben von Peter Röske und Ekkehard Hellwich. – Die Radierungen enthalten die kalligraphierten Texte und die Illustrationen. – Auf Kupferdruckkarton und als Blockbuch gebunden. – Die Galerie der Berliner Graphikpresse wurde 1990 gegründet und hat sich seitdem als Spezialist für Kunst der DDR bzw. Ostdeutschlands einen Namen gemacht. – Beiliegend das Typoskript zum Buch. – Sabina Grzimek (geboren 1942) studierte Bildhauerei an der Akademie der Künste, Berlin, bei Fritz Cremer. Seit 1972 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. – Uwe Kolbe (geboren 1957) konnte durch Fürsprache Franz Fühmanns einige erste Texte in »Sinn und Form« veröffentlichen. 1979 erschien sein Erstling »Hineingeboren«. Es folgten Jahre faktischen Publikationsverbotes, seine Gedichtbände erschienen nur in Westdeutschland. 1988 verließ Kolbe die DDR.

45,5 : 30,5 cm. [10] Seiten.

894  Konzepte.

€ 100

Hefte 1–26. Stuttgart, Manus Presse 1970–1978. Je vier lose Doppelblätter, Text und Illustrationen in meist mehrfarbigem Offsetdruck.

Je eins von 1000 Exemplaren. – Illustrationen von Walter Stöhrer, Max Ernst, Eduard Bargheer, Richard Lindner, H. M. Erhardt, Thomas Lenk, Paul Wunderlich, Zoran Music, Antonio Saura u. v. a.

41 : 29 cm.

895  Willi Kraus. Ohne Titel.

€ 1200

Zwölf Zeichnungen. 1986. 26,5 : 20,0 cm. Alle signiert, die erste rückseitig und dort auch datiert.

Unikatbuch. – Die Malereien mit Ölfarbe, Gold und Firnis auf Transparentpapier. Die zwölf Originale auf Büttenblätter (44,5 : 34,4 cm) montiert und diese, zusammen mit einem Titelblatt und zwei leeren Blättern, fadenheftet und zwischen Graupappdeckel gebunden. – Titel und Vorderdeckel signiert und mit je zwei Stempeln, u. a. »Wärmezone West«. Auf dem Titelblatt datiert »23 01 86«. – Willi Kraus, geboren 1959 in Kroatien, war u. a. Schüler von Joseph Beuys. Unschwer erkennt man in den eigenwilligen Malereien dieses Unikatbuches Motive des Meisters, so z. B. Hase und Hirschkuh, auch der Stempel ähnelt dem der »Fluxuszone West« von Beuys.

896  Helge Leiberg – William Shakespeare. Sonette.

€ 600

Deutsche Übersetzung Simone Katrin Paul. Radierungen Helge Leiberg. Zug und München, Prospero Presse 1998. Mit 14 signierten Farbradierungen, davon zwei doppelblattgroß, und zahlreichen Farbhochdrucken im Text. Gelber Originalleinenband mit blau geprägter Deckelvignette, in Pappschuber.

Dritter Druck der Prospero-Presse. – Eins von 60 Exemplaren (Gesamtauflage 77). – Außer dem Druckvermerk wurden bei diesem Exemplar auch alle Radierungen signiert. – In der von Ernst Piper begründeten Prospero-Presse erschien zunächst ein Künstlerbuch von Felix Martin Furtwängler, gefolgt von einer Graphik von Schang Hutter. – Der großartige Pressendruck kombiniert die Kreationen des Dresdner Künstlers mit den großzügig gesetzten Texten. 28 Sonnette sind im Original und deutscher Nachdichtung enthalten.

41,1 : 31,2 cm. [68] Seiten.

897  Erich Loest. Jungen die übrig blieben.

€ 150

Roman. Leipzig, Volk und Buch 1950. Originalhalbleinenband mit illustriertem -schutzumschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe von Loests erster Buchveröffentlichung. – Titelblatt mit eigenhändiger Widmung »nach 38 Jahren mit herzlichem Gruße«, datiert »Literaturhaus Berlin 1988«. – Erich Loest (1926–2013) hatte mit seinem autobiographischen Erstling Zustimmung der SED-Kulturwächter gefunden: »Wir haben lange nach dem jungen Dichter gerufen, der vom Schicksal jener Generation spricht«. Als Vorsitzender des Schriftstellerverbandes Leipzig blieb er bis zum Aufstand am 17. Juni 1953 auf Parteilinie. Seine dann folgende scharfe Kritik führte zu Partei-Austritt, Verhaftung, Anklage und Verurteilung. 1981 übersiedelte er in die Bundesrepublik. – Dazu: Liebesgeschichten. Leipzig, Volk und Buch 1951. Originalhalbleinenband. Mit Widmung, datiert 1981. – Das Jahr der Prüfung. Roman. Halle 1954. Mit Schutzumschlag, dessen Typographie von Wolfgang Mattheuer. – Pistole mit sechzehn. Erzählungen. Hamburg 1979. Signiert.

21,0 : 13,8 cm. 301, [3] Seiten. – Schutzumschlag mit winzigen Randeinrissen. Vorderes Innengelenk gelockert.

898  Thomas Lüchinger. 60 Tagebuchblätter.

€ 600

Zürich, Eigenverlag 1981. 62 Offsetltihographien, davon ein Titel mit Aquarell und applizierten Federn und ein Blatt Druckvermerk. Lose in Umschlagmappe.

Exemplar 6/15. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Zeichenkarton. – Beilagen: Eine Offsetlithographie auf Bütten, bezeichnet mit »Papiermuster« und fünf Originalaquarelle. – Der Schweizer Künstler Thomas Lüchinger (geboren 1953) wurde zunächst zum Zeichenlehrer ausgebildet. Mehrere eidgenössische Stipendien ermöglichten ihm einen Aufenthalt in New York. Nach seiner Rückkehr wandte er sich der Filmproduktion zu.

899  Urs Lüthi.

€ 400

[Ausstellungsbuch] Museum Folkwang Essen. Galerie Isy Brachot, Bruxelles. Galerie Stadler, Paris. Galerie und Edition Stähli, Zürich. Zürich 1978. Mit 108 fotografischen Abbildungen. Originalpappband mit farbig illustriertem Schutzumschlag.

Eins von 100 auf dem Vortitel signierten und nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, mit einer lose beigelegten Collage aus zwei Farbfotografien (8,7 : 17,5 cm), auf dem Passepartout signiert, nummeriert »8/10« und datiert »77«. – Dreisprachige Ausgabe, mit einem Nachwort von Zdenek Felix. – Die umfangreiche Ausstellung stand am Ende der viel beachteten Fotokunst Lüthis. Der 1947 in Kriens geborene Künstler wandte sich ab 1980 der Malerei und Installationskunst zu.

24,3 : 34,5 cm. [68] Blätter.

900  Bea Maddock. Artifacts from Tromemanner.

€ 600

Launceston 1990. Mit 48 kolorierten Radierungen. Originalleinenband.

Eins von nur 25 Exemplaren. – Auf dem Titelblatt von der Künstlerin signiert und nummeriert. – Auf Japanbütten gedruckt und als Blockbuch gebunden. – Auf den Radierungen »dokumentiert« die tasmanische Künstlerin Bea Maddock (1934–2016) Faustkeile und andere Werkzeuge, jeweils umlaufend mit ebenfalls radiertem Text. Die Funde sind für die Künstlerin Zeugen der Kultur der Aborigines in ihrer Heimat. Die einleitende Textzeile »Parrawemmenne meemurrer peoora mienteina« verwendete Bea Maddock auch in einem Bilderzyklus.

24,5 : 21,0 cm. [52] Seiten.

901  Wolfgang Mattheuer. Texte.

€ 600

Leipzig, Edition m 1996. Mit sieben blattgroßen Linolschnitten. Schwarzer Originalpappband in gelbem Originalwellpappschuber.

Eins von 80 im Druckvermerk signierten Exemplaren (Gesamtauflage 130). – Auf Fabriano-Designo Bütten. – Dass Wolfgang Mattheuer (1927–2004), einer der bekanntesten Künstler der DDR, auch literarisch tätig war, ist weitgehend unbekannt. Nicht nur seine symbolhaft-realistische Malerei, auch die hier gesammelten Texte aus den Jahren 1967–1988 waren den Herrschenden suspekt. Mattheuer wurde Jahrzehnte lang von der Staatssicherheit bespitzelt. Am 7. Oktober 1988 trat er nach 30 Jahren aus der SED aus. – Textbeispiel: Im September 1968, nach der Niederschlagung des Prager Frühlings: »Hinter den Bergen spielt die Freiheit. Hinfahren sollte man. Sehen müsste man’s mit eigenen Augen, das Schöne: die Freiheit spielt mit bunten Luftballons. Und andere fuhren hin mit Panzern und Kanonen – um nachzuschauen. Und die Freiheit spielt nicht mehr am Himmel: Dort schiebt der Wind die Wolken«. – Typographisch abwechslungsreich gestaltet, Handsatz aus verschiedenen Schriften.

41,5 : 29,3 cm. [48] Seiten. – Schuber mit kleinen Druckstellen, sonst tadellos.

902  Unikatbücher – Hansjörg Mayer. Bis zum Umfallen – just Ice.

€ 400 ( R7 )

Unikat Buch Druck Buch. 222 Seiten Buchdruck. 1988. 24,8 : 17,4 cm. Originalbroschur, am Ende signiert. Ohne Ort 1988.

Im hinteren Innendeckel signiert und mit »book 18 | printed january 1988« bezeichnet. – Ein Beilagezettel erläutert Idee und Herstellung: »Unbefestigter Bleisatz. Es wurde solange gedruckt, bis die letzte Letter umfiel und sich am Ende eine leere Seite ergab.« – »Der in London lebende Drucker, Lehrer und Verleger Hansjörg Mayer wurde mit seinen drucktechnischen Experimenten und seiner ›edition hansjörg mayer‹ zu einem der wichtigsten Protagonisten der Konkreten Poesie und der Kunst der 1960er Jahre.« (Webseite der Kunstbibliothek der Staatlichen Kunstsammlungen Berlin, zur Ausstellung »Hansjörg Mayer. Typoems und Künstlerbücher«). – Der Dieter Roth-Freund und -Verleger erfreut den Betrachter mit diesem »Verschwinden« eines vollständigen ABC. Die letzte Seite mit Prägedruck (wohl der umgestürzten Lettern).

903  Christoph Meckel. Tandalon.

€ 300 ( R7 )

Linolschnitte Axel Hertenstein. Pforzheim, Hertenstein-Presse 2005. Mit 13 Linolschnitten, davon vier blattgroß, alle in Blau gedruckt. Originalbroschur mit Deckelvignette.

Erste Ausgabe. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einem beigelegten signierten dreifarbigen Linolschnitt (Gesamtauflage 110). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Der Dichter und Graphiker Christoph Meckel (1935–2020) wurde wenige Tage vor seinem Tod mit dem Antiquaria-Preis der Stadt Ludwigsburg ausgezeichnet. – Tadellos erhalten, selten.

35,5 : 24,7 cm. [20] Seiten.

904  Cecilia de Medeiros. Die moderne Hausfrau.

€ 600

Attempt at Understanding a Society through its Needs and the Ways in which they are Conjured. 1991. 15 farbige Digitaldrucke auf Karton. Zusammen mit Titelblatt in blauer Originalleinenkassette mit goldgeprägten Titeln.

Eins von 25 Exemplaren. – Die Tafeln rückseitig signiert und nummeriert. – Cecilia de Medeiros, geboren 1962 in Rio de Janeiro, studierte in ihrer Heimatstadt. 1991 wurde »Die moderne Hausfrau« dort als ihre erste Einzelausstellung gezeigt. 1992 nahm Cecilia de Medeiros als Schülerin von Antonio Dias an der Salzburger Sommerakademie teil und lebte im Anschluss einige Jahre in Köln. 1992 wurde »Die moderne Hausfrau« auch in Deutschland gezeigt (Künstlerdorf Münsterland). – Ein Katalog absurd wirkender praktischer Erfindungen für den Haushalt, wie wir sie aus Versandkatalogen der 1970er/80er Jahre kennen: Eierköpfer, Socken-Dispenser, Kerzenspitzer, Brillen-Ständer, Schlüssel-Stein, Sichtschutzfolie, Gürtelhalter, Sicherheitsgriff für die Dusche, Schuh-Spikes, Mückenfutsch, Hunde-Teufel, Türschuh, Grabstein-Neu u. v. m. – Alle Bildzitate stammen aus dem selben Warenkatalog und wurden stark vergrößert im Inkjet-Verfahren auf weißen Karton gedruckt. – Das Titelblatt wurde im Handsatz aus Klebebuchstaben hergestellt.

46 : 32 cm (Kassette). – Ein Gelenk der Kassette leicht angeplatzt.

905  Gaspare (Chasper) Otto Melcher. Faust Sonder.

€ 400

Berlin, Eigenverlag 1983. Mit 64 Linolschnitten, davon 18 farbig, teils blatt- und doppelblattgroß. Originalleinenband mit Lederintarsie im Vorderdeckel.

Eins von 25 Exemplaren, zuvor entstanden sieben Probedrucke. – Im Druckvermerk von Melcher signiert, nummeriert und datiert (»85«). – Auf festem Kunstdruckkarton gedruckt. – Monumentale Bildgeschichte um den Wissenschafter und Poeten Faust Sonder, der die Omnipräsenz der »aurischen« Spirale entdeckt und am Nervensystem von Primaten experimentiert sowie die erste Zeit-Raum-Maschine erfunden hatte, bevor er von seiner Magd Lucifera verraten wird. – Der Text in Italienisch und Deutsch. – Mit einem Einleitungstext von Gerolf Fritsch. – Der Schweizer Künstler Gaspare Otto Melcher (geboren 1945) »hatte 1972 mit einer Einzelausstellung im Goethe-Institut erstmals auf sich aufmerksam gemacht. Hier lernt er Künstler wie Johannes Gachnang, Markus Lüpertz, Markus Raetz und André Thomkins kennen. 1975 übersiedelt Melcher nach Livorno (Italien). […] Wichtige Impulse bezieht Melcher aus der Auseinandersetzung mit dem fragmentierten Erzählstil der italienischen Kunst des Trecento sowie von den Phänomenen der Alltagskultur wie etwa den italienischen Comicstrips, den Fumetti, deren narrativen Erzählstrom er mit seinen Ideogrammen übermalt. […] 1983 schliesst Melcher die Fumetti-Bearbeitungen mit der vielteiligen, monumentalen Linolschnitt-Folge ›Faust Sonder‹ ab.« (sikart.ch).

58,5 : 44,7 cm. [62] Seiten.

906  Harald Metzkes – Peter Bock. Polpossen.

€ 450 ( R7 )

Farbholzschnitte von Harald Metzkes. Berlin 1996. Mit elf signierten Farbholzschnitten, davon fünf blattgroß, und einer Holzschnittvignette. Taubenblauer Originalpappband in -schuber.

Fünftes Graphikbuch der Berliner Graphikpresse. – Eins von 30 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, hier das Exemplar I, überraschender Weise mit einer signierten Extrasuite aller Holzschnitte unter Passepartout, statt dem im Druckvermerk erwähnten, übermalten Holzschnitt (Gesamtauflage 100). – Im Druckvermerk von Künstler und Autor signiert. – Auf Gekko Hodomura. – Harald Metzkes (geboren 1929) war unter anderem Meisterschüler von Otto Nagel. Seit 1959 lebte er als freischaffender Künstler in Ostberlin.

41,5 : 30,5 cm. 20 Blätter.

907  Harald Metzkes – William Shakespeare [und] Karl Simrock. Walpurgisnachtstraum.

€ 1000 ( R7 )

Fünfter Aufzug. Mit zehn Radierungen von Harald Metzkes. Berlin 2001. Mit zehn kolorierten und signierten Radierungen. Farbig illustrierter Pappband in Originalkassette mit Deckelschild.

Zehntes Graphikbuch der Berliner Graphikpresse. – Herausgegeben von Peter Röske und Monika Redloff. – Eins von zehn Exemplaren der Luxusausgabe mit einer signierten Zeichnung, den vom Künstler übermalten und signierten Radierungen im Buch und einer Extrasuite (Gesamtauflage 100). – Harald Metzkes (geboren 1929) studierte Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und an der Akademie der Künste in Berlin. Er war Mitbegründer der »Berliner Malschule«, in der DDR galt er als der »Cécannist vom Prenzlauer Berg«. »Metzkes hatte sich schon früh vom sogenannten ›Sozialistischen Realismus‹ distanziert. Nachdem Staats- und Parteichef Walter Ulbricht Anfang der 50er-Jahre getobt hatte, er wolle keine abstrakten Bilder mehr sehen, weder ›Bilder von Mondlandschaften noch von faulen Fischen‹, hatte Metzkes einige Jahre später in dunklen Farbtönen ein Stillleben mit einem toten Hai auf einem weiß gedeckten Tisch gemalt. […] Hartnäckig verteidigte er den Autonomie-Anspruch der Kunst und nahm dafür in Kauf, lange eine Randexistenz im DDR-Kunstbetrieb zu spielen« (Nov 2018, maz-online.de).

42,0 : 31,0 cm. 29, [11] Seiten, 10 Radierungen.

908  Christoph Meyer – Bertolt Brecht. Der Paß.

€ 1000

Zeichnungen von Christoph Meyer. Berlin, Alligatorpess 2007. Mit fünf farbigen Zeichnungen. Originalbroschur mit grünem Büttenumschlag.

Edition mote 1. – Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – Den Text druckte Peter Rensch auf der Andante Handpresse, die Illustrationen zeichnete der Künstler in Rot und Schwarz mit Kugelschreiber und Tusche. Jedes Exemplar innerhalb der Auflage ist somit ein Original. »In der Wiederholung entwickeln sich Variationen […] so dass jedes Exemplar unverwechselbar gezeichnet ist – anders als der Pass, der den Menschen durch eine Reihe von normierten Aspekten identifiziert« (Michsel Lailach, in einem Werbetext der Edition).

32,8 : 24,3 cm. [12] Seiten.

909  Christoph Meyer – Nelly Sachs. Faustschlag.

€ 700

Zeichnungen von Christoph Meyer. Berlin, Alligatorpress 2008. Mit fünf Zeichnungen. Originalbroschur.

Edition mote 2 – Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – Den Text druckte Peter Rensch auf der Andante Handpresse, die Illustrationen fügte der Künstler mit rotem, bei einer Zeichnung zusätzlich mit blauem, Kugelschreiber ein. Jedes Exemplar innerhalb der Auflage ist somit ein Original.

32,8 : 24,3 cm. [12] Seiten.

910  Christoph Meyer – Ernst Jandl. Erwarte von Wörtern nichts.

€ 1200

Berlin, Edition B.L.4 2015. Mit drei farbigen Zeichnungen (Tusche und Aquarell) und vier farbigen Walzendrucken. Roter Originalleinenband mit silbergeprägtem Rückentitel. Im Originalschuber mit blindgeprägtem Monogramm.

Edition mote 11. – Künstlerexemplar »(E.A) 3«, neben der Auflage von gerade einmal zehn Exemplaren. – Der Text im Buchdruck, die Illustrationen von Hand eingezeichnet. – Als Blockbuch gebunden.

32,0 : 24,8 cm. [14] Seiten.

911  Christoph Meyer – Ossip Mandelstam. [Vier Gedichte].

€ 2500

[Berlin] 2015. 22 Zeichnungen (farbige Tuschen, Tempera, Kugelschreiber), davon zehn als Doppelseiten konzipiert. Grauer Originalleinenband mit blaugeprägtem Titel.

Unikatbuch. – Auf gefalzten, unbeschnittenen Velinbögen. Fadengeheftet als großformatiges Buch. – Auf dem hinteren Innendeckel signiert, datiert und als »Künstlerunikat« bezeichnet. – Enthält vier Gedichte Mandelstams, unter anderem »Bett aus schwülen Finsternissen« (Nachdichtung von Paul Celan), das Liebesgedicht an Olga Waksel »Das Leben fiel, ein Wetterblitz« (in Russisch) und »Phädra« (in Russisch und Deutsch), kalligraphiert mit Deckweiß, Bleistift und Tusche.

51,5 : 33,5 cm. [20] Seiten.

912  Helmut Middendorf. Sechzehn Richtige.

€ 600

16 Graphiken (teils kolorierte Offsetlithographien). 1978. 28,3 : 21,2 cm (37,5 : 28.0 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 25/29. – Auf Büttenkarton. – Ediert vom Rainer Verlag, Berlin. – Mit dem Titelblatt und einem illustrierten Druckvermerk, dieser vom Künstler nummeriert und mit »Good luck!« gewidmet, lose in farbig lithographierter Originalleinenmappe. – Die Blätter der schönen Graphikfolge sind wie folgt betitelt (teils in der Platte): »Portrait«, »Siegessäule«, »Zukunftsmusik«, »Ostblock«, »Bleistifthand«, »Warum weigert sich der Affe«, »Alpenwelt«, »UV-Licht«, »Bierwolke«, »Palettenwald, gefällt«, »Tubenwunder«, »Empire State Building, gepfeffert«, »King Kong malt…«, »Tür«, »Ohne Titel« und »Palettenuntergang«. – Helmut Middendorf (geboren 1953) zählte neben Salomé, Rainer Fetting und Bernd Zimmer zu den Exponenten der »Neuen Wilden«, des deutschen Neoexpressionismus. – Tadellos erhalten.

913  Robert Motherwell – Octavio Paz. Tres poemas. Three poems. Litografias por / Lithographs by Robert Motherwell.

€ 1800

New York, The Limited Editions Club 1987. Mit 27 Lithographien. Originalleinenband mit einer Lithographie auf dem Vorderdeckel, in Originalleinenkassette.

Eins von 750 Exemplaren (Gesamtauflage 820). – Im Druckvermerk vom Künstler monogrammiert und vom Verfasser signiert. – Gedruckt auf »mould made paper« von Magnani, die Lithographien auf verschiedene Japanpapiere gedruckt und aufgewalzt. – Großartiges Malerbuch mit 27 Lithographien des amerikanischen Künstlers Robert Motherwell (1915–1991), der im Laufe seines Lebens nur vier Bücher originalgraphisch illustrierte. Die drei Gedichte des Literaturnobelpreisträgers Octavio Paz erschienen bereits 1979, das dritte Gedicht ist Motherwell gewidmet. – Für die Ausgabe des New Yorker Bibliophilenclubs wurden die Texte von Hand aus der Bodoni der Bauerschen Gießerei gesetzt und je ein Gedicht bei Wild Carrot Letterpress, Stamperia Valdonega und Heritage Printers gedruckt. Der spanische Text wurde in Rot, die englischen Nachdichtungen in Schwarz gedruckt. – Die Lithographien druckte Trestle Editions (Bruce Porter) von Aluminiumplatten. – Inhalt: »Nocturno de San Ildefonso / San Ildefonso Nocturne« mit acht Lithographien auf »Japan Ganpi«. – »Vuelta / Return« mit sieben Lithographien auf Japan Yame, davon drei nahezu doppelblattgroß. – »Piel / Sonido del mundo · Skin / Sound of the World« mit elf Lithographien auf Japan Masa Dosa, davon eine nahezu doppelblattgroß und vier zweifarbig gedruckt. – Tadellos schönes Exemplar des hervorragenden Künstlerbuchs.

55,0 : 46,0 cm. [132] Seiten. – Kassettengelenk mit kleinem Einriss.

Engberg/Banach 387.1–27

914  Hermann Naumann – Luthers Tischreden.

€ 450

Zusammengestellt von Jürgen Henkys und mit einem Essay von Walter Jens. – Zehn Punzenstiche von Hermann Naumann. Leipzig, Faber & Faber 2003. Mit 14 Abbildungen nach Punzenstichen, davon zehn ganzseitig. Originalleinenband. Mit zehn losen signierten Punzenstichen und einem Textblatt zur Suite in der Originalleinenkassette.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe A mit zehn signierten, großformatigen Punzenstichen. – Die Stiche auf Hahnemühle-Bütten gedruckt. – Die Suite der seltenen Vorzugsausgabe enthält die ganzseitig im Buch abgebildeten Graphiken, darunter »Der Teufel verursacht Naturkatastrophen«, »Verachtung des Todes«, »Christus zum Teufel – regiere Du!« und »Tischgespräche«. – Hermann Naumann, geboren 1930, hatte sich bereits in den 1950er Jahren der alten und in Vergessenheit geratenen graphischen Technik des Punzenstichs zugewandt. »Über die Jahre blieb neben anderen Techniken der Punzenstich immer faszinierend für mein Werk. Die 14 Punzenstiche zu Luthers Tischreden werden sicher der Abschluß meiner Punzenstiche in zyklischer Form sein« (Vorwort). – Eindrucksvolles Spätwerk des Künstlers.

25,3 : 17,0 cm. 237, [3] Seiten (Buch), 39,5 : 27,0 cm (Stiche), 41,5 : 28,5 cm (Kassette).

915  Nam June Paik.

€ 300

Werke 1946–1976. Musik – Fluxus – Video. Köln 1976. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur mit Kugelschreiberzeichnung und Widmung.

Ausstellungskatalog des Kölnischen Kunstvereins, Redaktion Wulf Herzogenrath. – Das Foto auf dem Vorderumschlag (Nam June Paik in der Galerie René Block, New York) ergänzte der Künstler mit einer kleinen signierten Zeichnung, auf dem Hinterdeckel seine eigenhändige Widmung für »W. B., for an old friend Paik«. – Aus dem Nachlass von Willi Bongard (1931–1985), Wirtschafts- und Kulturjournalist, mit seinem Besitzvermerk auf dem Titelblatt. Beilage: Faltblatt mit der Ausstellungsliste, mit wohl eigenhändigen Anmerkungen von Willi Bongard zu Preisen u. a. – Dazu: John G. Hanhardt. Nam June Paik. Whitney Museum of American Art. New York 1982. – Nam June Paik. Art for 25 Million People. Berlin 1984. Zur DAAD-Ausstellung »Good Morning, Mr. Orwell.

20,5 : 15,0 cm. 168 Seiten.

916  Frank Paluch. Heading West. A Souvernir Album.

€ 450

Madison, Perimeter Press 1977. Mit montierten Originalfotografien und farbigen Prägedrucken. Spiralbuchbindung, Deckelbezüge aus Paperworks mit Appilkationen. In Originalkassette, deren Deckel mit Folie bezogen, mit Siebdrucktitel und Abziehbildchen.

Eins von 50 Exemplaren. – Im Druckvermerk signiert und nummeriert. – Künstlerbuch in Form eines Reise-Foto-Tagebuchs. Neben zahlreichen Originalfotos illustrierte Paluch die 22 Seiten mit farbig geprägten Zwischentitlen (»Hollywood«, »Texas« usw.), schematischen Landkarten und einigen amerikanischen Bildikonen (Burger, Jeans etc.). – Introduction: » ›Heading West‹ is a phrase most of us are familiar with. For some it conjures up images from the week or two spent living in cars or campers while rolling toward Yellowstone Park, the Grand Canyon, or perhaps Los Angeles. Along the way many people document their experiences in hundreds of snapshots and trunkloads of souvenirs. […]«. – Frank Paluch gründete die Perimeter Press und die gleichnamige Galerie in Chicago.

25,2 : 28,8 cm. [22] Seiten.

917  A. R. Penck. Welt des Adlers.

€ 600

466 Zeichnungen. Berlin, Rainer 1984. Mit 466 Faksimiletafeln. Roter Originalleinenband mit -schutzumschlag und -schuber.

Eins von 300 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gegenüber dem Titelblatt eine formatfüllende Bleistiftzeichnung Pencks, signiert und betitelt »WDA«. – Die Zeichnungen vom Künstler paginiert bis 472, einige Nummern wurden übersprungen (oder in Selbstzensur ausgesondert).

28,5 : 21,5 cm. [6 und 466] Seiten.

918  A. R. Penck. Graphik Ost | West.

€ 400

Kunstverein Braunschweig. Braunschweig und München 1986. Mit zahlreichen ganzseitigen, teils farbigen Abbildungen. Originalleinenband mit Schutzumschlag. – Ralf Winkler (a. r. penck). 94 drawings 1956–1962 [und] 99 Zeichnungen 1956–1964. Zürich, Edition Stähli 1985/86. Zwei Bände. Mit mehr als 200 ganzseitigen Abbildungen. Originalleinenbände mit Schutzumschlag, zusammen im Schuber.

I. Ausstellungskatalog mit umfangreichem Katalog des graphischen Œuvres. Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten Radierung (signiert und nummeriert). – II. Doppelkatalog zum zeichnerischen Frühwerk, Teil 1 in Englisch und Spanisch, Teil 2 in Deutsch. Beide Bände mit einem Abzug der selben Radierung, einer signiert und nummeriert »VIII/X«, ein Band auf dem Vorsatzblatt signiert und datiert »1986«. Wohl Künstler- oder Belegexemplar in der Ausstattung der 30 Vorzugsexemplare. – Alle tadellos erhalten.

919  A. R. Penck – Sarah Kirsch. Lyrik.

€ 500

A. R. Penck. Zeichnungen. Berlin [1987]. Kalligraphierter Text und Illustrationen, durchgehend farbig serigraphiert. Serigraphierter Originalumschlag mit Kordelheftung. Im serigraphierten Schuber.

Zweites Buch der Edition Malerbücher. – Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren, weitere 50 kamen nicht in den Handel. – Im Druckvermerk von Künstler und Dichterin signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Texte wurden von Penck handgeschrieben und, zusammen mit den meist ganzseitigen Illustrationen, als Siebdrucke in fünf verschiedenen Farben gedruckt. – Es finden sich zahlreiche der vertrauten Penck-Motive: Strichmännchen, Löwe, Panther, Bär, Stalin, Marx und Engels. – Die Lyrikerin Sarah Kirsch hatte 1977, nachdem sie – wegen ihres Protestes gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns – aus der SED und dem Schriftstellerverband ausgeschlossen worden war, die DDR verlassen. Ihr Text, illustriert vom 1980 ebenfalls ausgereisten A. R. Penck, erschien in der Edition des 1990 von Wolf Biermann als Stasi-Informant enttarnten Sascha Anderson.

33,6 : 24,0 cm. [36] Doppelblätter.

Spindler 102.2

920  A. R. Penck – Sascha Anderson. Jewish Jetset.

€ 800

A. R. Penck Radierungen. München und Berlin 1989. Mit acht Farbradierungen. Rot-schwarzer Originalhalbleinenband in rotem Pappschuber.

Eins von 40 Exemplaren, weitere fünf erschienen als Sonderausgabe. – Im Druckvermerk von beiden Künstlern, alle Radierungen von Penck in der Platte signiert. – Auf Velin »BFK Rives«, das rote Bezugspapier für Schuber und Deckel schöpfte John Gerard. – Satz aus der schmalen Futura, Buchdruck und Einbandarbeiten erfolgten in den Werkstätten des BBK Berlin. – Herausgegeben von Sascha Anderson in Zusammenarbeit mit dem Maximilianverlag München und der Galerie Springer, Berlin. – Die Texte Andersons übersetzte Karen Margolis ins Englische. – Das opulente Künstlerbuch erschien, als Sascha Anderson noch der gefeierte Underground-Dichter und Promotor der ostdeutschen Samisdat-Literatur war. 1991 wurde er durch Jürgen Fuchs und Wolf Biermann enttarnt.

46.3 : 35,0 cm. [16] Seiten, 8 Radierungen auf 4 gefalzten Doppelblättern. – Schuber etwas lädiert, die obere Ecke des Vorderdeckels minimal angestoßen.

921  Otto Piene – Rose Ausländer. Inventar.

€ 900

Otto Piene. 4 mehrfarbige Siebdrucke. Duisburg 1972. Mit vier signierten Farbserigraphien, eine davon auf dem Umschlag. Originalbroschur mit Lithographie- und bedrucktem Folienumschlag.

Hundertdruck XIII. – Eins von 100 Exemplaren. – Die Graphiken vom Künstler, das Impressum von der Autorin signiert. – Die Texte setzte Guido Hildebrandt aus der Egizio von Novarese, gedruckt wurden sie in verschiedenen, mit denen der Serigraphien korrespondierenden, Farben. – Auf Kupfertiefdruckbütten gedruckt und als Blockbuch gebunden. – Weitere Hundertdrucke unter KatNrn. 436–438.

39,2 : 26,5 cm. [32] Seiten.

Spindler 157.13

922  Unikatbücher – Manfred Prochatta. Sehnsucht.

€ 600 ( R7 )

27 mehrteilige farbige Pastellkreidezeichnungen. 1983. 41,2 : 41,0 cm. Als Buch gebunden, dieses am Ende signiert.

Künstlerische Adapation des Kinderliedes »Wenn ich ein Vöglein wär«. – Das Buch besteht aus zwei übereinander montierten Buchblöcken, alle Blätter und die Vorsatzpapiere wurden bemalt. Durch wahlweises Umblättern der »halben« Buchseiten ergeben sich Textverschiebungen und Wiederholungen sowie seltsame Bildkonstellationen. – Am Ende mit dem signierten Editionsvermerk »geschrieben + gezeichnet am 20-IX-1983 in Berlin & 26-IX-1983 in Frankfurt«. – Der Pappband wurde mit schwarzer Tusche und Farbkreiden bemalt und fixiert. – Manfred Prochotta (1956–1991) war ein Schüler von Wilhelm Neufeld. 1980 gründete er gemeinsam mit Peter Malutzki und seiner Frau Heidi Hübner die FlugBlatt-Presse. Im Laufe der Jahre enstanden mehrere Unikatbücher.

41,5 : 21,4 cm (Buchformat).

923  Unikatbücher – Manfred Prochatta. Stefan George Lieder I–VI.

€ 750 ( R7 )

25 Aquarelle über Tuschzeichnung. 1985. 49 : 31 cm. Als Buch gebunden, dieses am Ende signiert.

Beeindruckendes Künstlerbuch. – Jedes der sechs Lieder mit einem Zwischentitel, dem kalligraphiertem Text mit Bildelementen und einem großen Aquarell. – Davor »Vorklang« (fünf Seiten mit Text und Bildern), Vortitel und Haupttitel, am Ende der signierte Editionsvermerk »geschrieben + gezeichnet im November 1985 in Berlin und Frankfurt«. – Auf Japanbütten, als Blockbuch gebunden. – Der Einband wurde mit schwarzem Papier bezogen und dieses mit Tempera und Deckweiß bemalt und beschriftet.

50,2 : 31,5 cm. [28] gefalzte Doppelblätter. – Bezugspapier am Vordergelenk mit kleinem Einriss.

924  Unikatbücher – Manfred Prochatta. Karl Philipp Moritz. Anton Reiser’s Brief an R.

€ 450 ( R7 )

44 Aquarelle. 1986. 23 : 15 cm (34,5 : 24,0 cm). Als Buch gebunden, dieses am Ende signiert.

Bild-Text-Reihung, wobei jeweils vor einer schwarzen Tafel bis zu drei Figuren erscheinen, gefolgt von einer Textseite, bei der Prochatta den Text mit Deckweiß auf die, einer Schultafel gleichende, schwarze Fläche schrieb. – Am Ende mit dem signierten Editionsvermerk »gezeichnet + geschrieben Frankfurt Mai–August 1986«. – Auf Velin. – Der Einband wurde mit schwarzem Papier bezogen und dieses mit Tempera und Deckweiß bemalt und beschriftet. – Beilage: Drei Figuren. Tuschezeichnung, laviert. 1986. Signiert und datiert. Offensichtlich die drei, nun monochromen, Protagonisten des Buches.

35,2 : 24,3 cm.

925  Unikatbücher – Manfred Prochatta. Matthias Claudius. Der Tod und das Mädchen.

€ 400 ( R7 )

Aquarell und Tusche. 1987. 24,8 : 13,0 cm (Buchformat). Signiert.

Der Einband, bezogen mit aquarelliertem Japanpapier und mit schwarzer Tusche kalligraphiert, enthält ein achtseitiges Leporello mit kalligraphiertem Text und ein großformatiges Aquarell (ca. 93 : 63 cm). Letzteres ist mehrfach gefaltet und ebenfalls als Leporello einmontiert. – Durch das vewendete dünne Japanpapier sind die Farbflächen, Tuscherahmungen und Texte auch auf den Rückseiten sichtbar und ergeben beim Auseinanderfalten neue Bildkompositionen. – Hinterer Innendeckel mit dem signierten Editionsvermerk »gezeichnet & geschrieben April 1987 Frankfurt«. – Tadellos.

926  Markus Raetz. Stähli-Mappe.

€ 1200

30 Graphiken und ein Papierobjekt. 1970. 29,7 : 21,0 cm. Teils monogrammiert.

Exemplar 15/200. – Auf dem Mappendeckel und zwei Blättern der Suite von Rätz monogrammiert und nummeriert. – Ediert von der Galerie Stähli, Zürich. – Vollständiges Exemplar der frühen Folge, alle 31 Teile lose in der gelben Originalmappe mit dem montierten Deckelschild. – Zwischen den 30 Offsetdrucken auf verschiedenen Papieren findet sich die geklebte und gestempelte »Atti«-Tüte – Markus Raetzs Antwort auf die wegweisende Ausstellung »When attitude becomes form« von Harald Szeemann in der Berner Kunsthalle (1969).

Die Mappe leicht angestaubt.

Mason 58-88

927  Markus Raetz. Die Buecher.

€ 500

I. [bis] III. Zürich, Galerie + Edition Stähli 1975. Mit 360 ganzseitigen Abbildungen nach Zeichnungen und Handschriften. Drei braune Originalleinenbände in serigraphiertem Schuber.

Exemplar »E. A. XVIII/XL, vom Künstler im Druckvermerk so bezeichnet und signiert. – Eins von 40 Künstlerexemplaren, neben der Auflage von 600. – Beilage: Liebespaar. Holzschnitt. 1975. 10,2 : 15,1 cm (38,3 : 28,3 cm). Monogrammiert, datiert und nummeriert »299/500«. Laut Druckvermerk wurde den Kassettenexemplaren 91–600 dieser Holzschnitt beigelegt, was aber der Nummerierung und der Angabe im Werkverzeichnis widerspricht. – Faksimile von drei Notizbüchern, eins der schönsten Bücher des Künstlers.

16,5 : 12,3 cm. [112, 152, 96] Seiten. – Tadellos erhalten.

Mason 154

928  Vernon Watkins / Ceri Richards. Elegica sonnet

€ 450

con due litografie. Mailand, M’Arte Edizioni 1970. Mit zwei signierten Farblithographien von Ceri Richards. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Immagini e testi 3. – Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 149) mit einer zweiten Folge der beiden Lithographien, abgezogen auf großformatigem Japanpapier, beide ebenfalls signiert und nummeriert, lose in Originalhalbleinenmappe. – Auf Velin. – Enthält drei Gedichte, jeweils in Italienisch und Englisch. Das titelgebende erste Gedicht, Dylan Thomas gewidmet, ist sowohl gedruckt als auch nach der Handschrift des Dichters faksimiliert enthalten. Mit bio-bibliographischen Anmerkungen. – Dazu: André Pieyre de Mandiargues / Enrico Bay. Le lièvre de la lune con due acqueforti. Mailand 1970. Mit zwei signierten Farbradierungen von Enrico Bay. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -chemise und -schuber. – Immagini e testi 2. – Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 149), ohne die Suite. – Auf Velin. – Das Gedicht gedruckt, in Französisch und Italienisch, und nach der Handschrift des Dichters faksimiliert, dieses Blatt von Mandiargues signiert.

929  Eberhard Schlotter. Aquarelle. – Stilleben.

€ 400

– Herausgegeben von Bernd und Elisabeth Krimmel [bzw.] Irena Stiefel. Darmstadt, Justus von Liebig 2000 und 2003. Mit zusammen 136 Farbdrucken auf Aquarellpapier. Originalleinenbände in -schubern.

Je eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgaben mit den aufwendigen Reproduktionen, jedes Vorzugsexemplar mit einer signierten und nummerierten Farbradierung als Beilage. – Beide im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Dazu: Werkverzeichnis der Radierungen von 1968–1978. Herausgegeben von der Galerie Stübler, Hofheim. 1978. Mit zahlreichen Abbildungen. Originaleinband. Eins von 50 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe, der vier signierte Radierungen beigelegt wurden (WV 1549, 1554, 1557, 1576).

28,5 : 24,5 cm. 151, [1] bzw. 158, [2] Seiten, 2 Radierungen.

930  Peter Schmidt. Rot a Prints.

€ 600

Stuttgart und London, Hansjörg Mayer 1968. Mit 156 meist farbigen Offsetlithographien auf 78 Blättern. Bemalter und collagierter Originalfolieneinband.

Eins von 26 mit Buchstaben bezeichneten Exemplaren, weitere zehn arabisch nummerierte erschienen für den Künstler. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Dem gleichaltrigen Künstler Dieter Roth gewidmet, den Peter Schmidt am Watford College, wo er unterrichtete, kennenlernte. »In January 1968 a new person and a new machine appeared at Watford. Both worked badly (well). I learned some new words: beauties, refreshing, verfänglichkeit, and was advised not to worry. This book is the result of these new aquaintances« (Einführung des Künstlers, wie Titel, Widmung und Druckvermerk nach seiner Handschrift gedruckt. – Schmidt (1930–1981), der im Kindesalter seine Heimat verlassen musste und mit seiner Mutter nach England emigrierte, war unter anderem mit dem Musiker Brian Eno eng befreundet. – Farblich sehr subtiles Künstlerbuch, die Bilder entstanden durch Übereinanderdrucke auf einer Rotationspresse.

21,0 : 29,2 cm. [82] Blätter.

931  Wolfgang Schmitz – Heinrich Heine. Aus dem »Buch Le Grand«.

€ 300 ( R7 )

Mit zwölf Lithographien von Wolfgang Schmitz. Neu-Isenburg 1988. Mit elf Lithographien im Text, davon zwei blatt- und zwei doppelblattgroße, eine signiert. Originalpappband mit Deckellithographie im Originalschuber.

53. Druck der Edition Tiessen. – Eins von 45 Vorzugsexemplaren, mit drei zusätzlichen signierten Lithographien (Gesamtauflage 161). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Beilage: Zwei Originalzeichnungen von Wolfgang Schmitz, eine mit Stuttgart-Bezug (Schwabtunnel, Rotebühlbau).

32,3 : 22,9 cm. 29, [3] Seiten, 5 Beilagen.

Tiessen ET 53 – Tiessen VI, 2

932  Bernard Schultze. Die Welt der Migofs.

€ 300

Bilder und Objekte aus 25 Jahren. Hannover, Brusberg 1975. Mit einer Radierung und zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur. – Widmungsexemplar.

Brusberg-Dokumente 8. – Eins von 1000 Exemplaren mit einer Radierung (Gesamtauflage 1200) und hier mit einer signierten Migof-Bleistiftzeichnung auf dem Titelblatt, die beigebundene Radierung mit Gefälligkeitssignatur. – Der Künstler erklärte einmal, dass seine zunächste als Skulpturen entstandenen »Migofs« »zwischen den anderen Geschöpfen stehen, zwischen Tier, Pflanze, Mensch.« »›Migof‹ ist eine Worterfindung wie ›Merz‹, aber mit Schwitters hat Schultze nichts zu tun, es sei denn, man denke an die Kühnheit der Verwendung gegebener Materialien und an den Reichtum der Vorstellungen« (Will Grohmann, 1966, zitiert nach Heuer).

32,8 : 22,4 cm. 47, [1] Seiten.

Heuer 172

933  Emil Schumacher – Johann Wolfgang von Goethe. Das Tagebuch

€ 1000 ( R7 )

mit sechs Kupfern von Emil Schumacher. Köln, DuMont Schauberg 1963. Mit sechs ganzseitigen Radierungen. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und hellgrauer Leinenkassette.

Exemplar 13/100. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Auf Velin d’Arches. – Herausgegeben und mit einem Nachwort von Friedrich Bayl. – Druck des Titels in Rot und Schwarz. – Schumachers frühe Radierungen bilden eine künstlerische Ausnahme in der Vielzahl der häufig naiv-naturalistischen Illustrationen zu Goethes Eroticon. – Sehr selten und tadellos erhalten.

29,8 : 23,0 cm. [36] Seiten.

Katalog Beck & Eggeling, S. 18. – Tiessen III, 1

934  Pravoslav Sovak – Heinrich Böll. Du fährst zu oft nach Heidelberg.

€ 900 ( R7 )

Radierungen von Pravoslav Sovak. Mailand, Grafica Uno 1983. Mit fünf signierten ganzseitigen Farbradierungen. Hellgrüner Leinenband mit Lederrückenschild, Leinenchemise und -schuber, alle drei mehrfarbig bemalt.

Eins von 36 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer signierten Extrasuite der fünf Radierungen auf »Duchêne Papier« (Gesamtauflage 135). – Im Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – Auf Velin d’Arches. – Die Erzählung, 1977 erstmals veröffentlicht, basiert auf Mitteilungen des Heidelberger Graphikers Klaus Staeck, dem Böll diesen Text widmete. Der Band enthält eine italienische Übersetzung der Erzählung. – Pravoslav Sovak (geboren 1926) verließ 1968 seine tschechische Heimat und lebt seither in der Schweiz. Unter den Radierungen findet sich ein Porträt des zwei Jahre später verstorbenen Heinrich Böll.

35,0 : 31,0 cm. [4], 31, [9] Seiten, 5 Radierungen.

935  Spektrum.

€ 600

Vierteljahresschrift für Originalgraphik und Dichtung. Herausgeber: Felix Rellstab und Erwin Sven Knebel. 48 Hefte der Reihe. Zürich 1958–1972. Mit hunderten, teils farbigen und meist signierten Originalgraphiken. Lose Doppelblätter in illustrierten Originalumschlägen.

Fast lückenlose Folge der ersten 14 Jahrgänge. Bis Heft 57 fehlen lediglich die Nummern 17, 20, 29, 33, 35, 40, 43, 51 und 56. – Fast alle Hefte aus der sogenannten »Gönner-Ausgabe«, von der anfangs nur 30, später bis zu 120 Exemplare gedruckt wurden. In diesen Vorzugsexemplaren waren die Graphiken meist signiert, zudem wurde vielfach eine zusätzliche signierte Graphik beigelegt. – Die wichtige originalgraphische Zeitschrift der Nachkriegszeit enthält literarische und künstlerische Beiträge (teilweise Erstdrucke) von H. C. Artmann, Peter Bichsel, Paul Celan, Max Frisch, Pablo Neruda, Nelly Sachs, Albin Zollinger, HAP Grieshaber, Hansen-Bahia u. v. a.

44,0 : 31,0 cm. Je 16 Seiten.

936  Daniel Spoerri. Zehn Suppenrezepte.

€ 450

(geschrieben + schnell illustriert von) Fritz Schwegler. Verona, Francesco Conz 1984. Zehn signierte farbige Serigraphien mit Text. Lose Doppelblätter mit Titelblatt in grüner Originalleinenkassette.

Eins von 16 römisch nummerierten Künstlerexemplaren. – Das Titelblatt mit den Korrekturen und der Signatur Spoerris, letztere wie auf allen Textblättern mit rotem Filzstift geschrieben. Fritz Schwegler signierte und nummerierte alle Serigraphien und ebenso das Titelblatt. – Die berühmte Serie »Rezepte« von Spoerri enthielt neben den Suppen- auch Hirn-, Hoden-, Fuss-, Herz-, Blut- und Kuttelnrezepte. Jede Folge wurde von einem anderen Künstler illustriert. – Jedes Doppelblatt mit einem Rezept und der »künstlerischen Abulvenz« Schweglers dazu. – Daniel Spoerri kreierte in den 1960er Jahren die »Eat-Art«, um künstlerischen Ausdruck und Rezeption auf den Geschmackssinn zu erweitern. Er erfüllte damit die neodadaistische Forderung nach einem verstärkten Einbezug der Lebenswirklichkeit in die Kunst. – Tadellos erhalten.

47,5 : 32,5 cm. 11 Blätter, 10 gefalzt.

937  Spur III.

€ 800

29 Originallithos der Gruppe Spur […] und Asger Jorns. München 1960. 27 Lithographien, davon eine doppelblattgroß. Originalbroschur mit zwei Lithographien.

Exemplar 21 von 700, hier zusätzlich zur Nummerierung auf der ersten, leeren Seite von allen vier Spur-Künstlern H. Sturm, H. Peter Zimmer, H. Prem und L. Fischer signiert und mit dem roten Stempel der Künstlergruppe, darunter mit eigenhändiger Widmung »Viele Grüße Prem | Lothar Fischer«. – Vertrieben von der Münchner Galerie van de Loo und der Buchhandlung Beck-Haile. – Insgesamt erschienen sieben Hefte der Gruppe Spur. – »Nicht umsonst zählte die ›Spur‹ von 1957 bis 1965 zu den wichtigsten Gruppierungen in der Münchener und in der deutschen Nachkriegsszene, die sie mit ihren Pamphleten, Manifesten und öffentlichen Auftritten schockiert … « (Katalog »Aufbrüche«, Köln 1984, S. 137). – Dazu: Spur im Exil. Heft 6. München 1961. Mit verschieden- und mehrfarbigen Serigraphien von Prem, Zimmer, Kunzelmann, Asger Jorn u. a. Serigraphierte Originalbroschur. – Nach dem sogenannten »Bense-Skandal« und dem Prozess wegen Gotteslästerung in München »flohen« einige Spur-Mitglieder zur ehemaligen skandinavischen Sektion.

28,0 : 29,0 cm. [56 bzw. 40] Seiten. – Umschlagränder leicht fleckig, einige Blattecken geknickt. – Heft 6: Knickfalten.

938  Kurt Steinel – Gotthold Ephraim Lessing. Tierfabeln.

€ 600

Original-Lithographien von Kurt Steinel. Frankfurt am Main 1965. Mit 13 signierten Lithographien, davon acht blatt-, vier doppelblattgroß. Grüner Originalmaroquinband mit appliziertem braun-goldenen Rücken. Deckel- und Innenkantenfileten sowie der Kopfschnitt vergoldet (Theophil Zwang, Offenbach/M.). Im Originalschuber mit Lederkanten, intarsiertem Leder-Deckelschild mit vergoldetem Titel.

Eins von drei Exemplaren in grünem Maroquin, weitere 17 Exemplare wurden in Pergament, Oasenziegenleder bzw. als Edelpappband gebunden (Gesamtauflage 500). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Privatdruck der Schriftgießerei Ludwig & Mayer, gesetzt aus der Candida Werkschrift, gedruckt auf Zerkall Kupferdruck-Bütten. – Kurt Steinel (1929–2005) wurde 1971 Professor für figürliches Zeichnen und Illustration an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und ab 1974 deren Rektor. – Üppig gestaltet und prachtvoll gebunden, als Vorzugsausgabe sehr selten.

34,9 : 26,3 cm. [80] Seiten.

939  Hugo Suter. El Motivo.

€ 500

[Beinwil am See, Eigenverlag 1984]. 86 Klischeedrucke. Originalhalbleinenband mit silbergeprägter Deckeltitelvignette.

Auf dem hinteren Innendeckel goldgeprägt »Nr. 5« (wohl eins von 20 Exemplaren) und »Handarbeit«. – In Zusammenarbeit mit Hansjörg Keller und Martin Röthlin entstandenes Künstlerbuch. Die Drucke entstanden als Handabzüge von Gusseisen und Zinkklischees aus einer alten Zigarrenfabrik.

26,5 : 21,0 cm. [86] Blätter. – Einige Blätter gelöst.

940  Hugo Suter. [Tagebücher].

€ 600

Multiple (Fotokopien, Metall). 1985. 37,0 : 27,5 : 24,5 cm. Dreifach signiert, datiert und nummeriert.

Je Exemplar 1/5. – Drei Kopiebücher, jeweils mit etwa 120 Blättern im A4-Format. Jedes Blatt vorderseitig mit einer kopierten Doppelseite mit Zeichnungen, Zeitungsauschnitten, Aquarellen, Fotografien, Collagen u. a. – Jedes Buch wurde in eine farbige und eine marmorierte Kartondecke gebunden, alle drei montierte der Künstler in eine Telefonbuch-Halterung einer Schweizer Telefonzelle. – Am Ende jeder der drei Bände signiert, nummeriert und datiert »Seengen August 85«.

941  Hugo Suter. Hommage à F. A. Forel.

€ 300

Brüssel, Camille von Scholz Editions Camomille 1992. Mit farbig serigraphierten Abbildungen nach Fotografien und drei Pop-up-Elementen von Marianne Suter. Originalbroschur in Originalwachstuchtasche.

Eins von sechs Künstler-Exemplaren, von Hugo Suter signiert und nummeriert »H.C. 6/6«, die Tasche ebenfalls nummeriert. – Daneben erschienen 35 Exemplare, die auch eine Collage enthielten. – Mit einem Text von Forel, einer Nachbemerkung von Botho Strauss.

23,5 : 17,0 cm. [32] Seiten.

942  Hugo Suter. Das Eine im Andren.

€ 400

Herausgegeben von Beat Wismer. Aarau, Aargauer Kunsthaus 1997. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Originalbroschur in Pappkassette.

Eins von elf Vorzugsexemplaren des Katalogbuchs, im Druckvermerk vom Künstler bezeichnet »VZA 10/11«, signiert und datiert. – Mit geschnitztem Holzrelief »Nach einem Gemälde« (signiert, datiert und betitelt). Im Buchformat als Beilage der Vorzugsedition in Kassette.

30,0 : 24,0 cm. 224 Seiten, 1 Holzplatte.

943  Antoni Tàpies – Ein Spiel von Spiegeln.

€ 600 ( R7 )

Katalanische Lyrik des 20. Jahrhunderts. Katalanisch und deutsch. Herausgegeben von Tilbert Stegmann. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1987. Mit zehn doppelblattgroßen Farbabbildungen, nach Farbzeichnungen und Collagen von Antoni Tàpies. Originalpappband mit -schutzumschlag und -schuber.

Eins von 230 Vorzugsexemplaren mit einer beigelegten signierten Farblithographie, von denen 130 Exemplare im Leipziger Reclam Verlag erschienen.

24,5 : 20,5 cm. 224, [4] Seiten.

944  André Thomkins. Die Druckgrafik und Monotypisches.

€ 400

Zürich, Stähli 1977. Mit 146 Abbildungen. Originalleinenband mit Schutzumschlag mit Holzschnitt und bedrucktem Pergaminumschlag.

Eins von 100 Vorzugsexemplaren, mit der beiliegenden Vernis-mou-Radierung »I promessi sposi« (16,0 : 20,8 cm, signiert, datiert und nummeriert), im Druckvermerk signiert und nummeriert und dem monogrammierten Holzschnitt auf dem Schutzumschlag monogrammiert. – Dazu: André Thomkins. Permanentszene. Zeichnungen, Aquarelle, Bilder, Collagen, Objecte und Texte von 1946-1977. Stuttgart und London, Hansjörg Mayer 1978. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit Schutzumschlag und Leinenschuber. Eins von 30 Exemplaren einer nicht angegebenen Vorzugsausgabe mit dem beiliegenden monogrammierten und nummerierten Linolschnitt »Drummer«. – Beide tadellos erhalten.

30,3 : 22,0 cm. [184] Seiten. – 23,4 : 17,3 cm. 240 Seiten.

945  Günther Uecker – Eugen Gomringer. Wie weiß ist wissen die Weisen.

€ 4500 ( R7 )

Hommage à Uecker. Zirndorf, Verlag für Moderne Kunst 1975. Mit vier signierten Prägedrucken von Günther Uecker, einem fünften als Umschlag, ebenfalls signiert, und zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur und die Mappe mit den vier Prägedrucken in schwarzer Originalleinenkassette.

Eins von 200 Exemplaren mit vier signierten Prägedrucken von Günther Uecker, rückseitig nummeriert und mit der Blattnummer bezeichnet, als Suite. – Der Text von Eugen Gomringer, entstanden 1972, wurde durch einen Computer in 720 Kombinationen wiedergegeben. – Die Abbildungen dokumentieren Werke Ueckers aus den Jahren 1957 bis 1974. – Das Exemplar wurde auf der Innenseite des Umschlags vom Künstler und auf dem Titel vom Verfasser signiert. – Tadellos erhalten.

32 : 23 cm. [88] Seiten, 4 Prägedrucke.

Van der Koelen L 7505

946  Victor Vasarely. Naissances.

€ 300

Köln, Galerie Der Spiegel 1971. Mit zwei signierten Serigraphien und 37 Strichätzungen nach Zeichnungen auf Transparentpapier. Schwarze Originalbroschur mit weißem Deckeltitel.

Dritte Auflage. – Eins von 650 Exemplaren, zuvor waren schon Auflagen von 450 und 550 Exemplaren erschienen. – Die beiden signierten und nummerierten Serigraphien, eine Schwarz auf Weiß, eine Weiß und Schwarz auf Grau, liegen lose bei. – Das Vorwort von Vasarely in Deutsch und Französisch.

30,5 : 21,5 cm. [18] Seiten, 37 Strichätzungen, [6] Seiten, 2 Serigraphien, 1 Tafel.

947  Victor Vasarely · Michel Butor. Octal.

€ 250

Traduction Allemande et Postface par / Übertragung ins Deutsche und Nachwort von / Helmut Scheffel. München, Bruckmann 1972. Mit neun Farblithographien nach Vasarely und acht Folienblättern. Zweifarbig illustrierter Originalleinenband mit weißbedrucktem Folienumschlag.

Eins von 850 Exemplaren, auf dem Vortitel von Künstler und Schriftsteller signiert (Gesamtauflage 1015). – Der französische Text auf grauem Bütten, die deutsche Nachdichtung in Blau auf Folien gedruckt. – Zu den außergewöhnlichen Lithographien – aufwendig gedruckt bei Matthieu, Dielsdorf bei Zürich, nach Originalwerken Vasarelys – schrieb Wolfgang Tiessen 1972 in einem beiliegenden Angebot: »Überraschend sind die Lithos, weil man in ihnen nicht jenen Vasarely wieder erkennt, den man heute so viel sieht. Die Lithos sind farblich und kompositorisch schön bis wunderschön!«.

48,5 : 40,5 cm. [20] Blätter, 9 Lithographien. – Der Originalumschlagkarton etwas bestoßen.

948  Victor Vasarely. Folklore planetaire.

€ 300

München, Studio Bruckmann 1973. Mit einer signierten Farbserigraphie und einer Siebdruckfolie, beides beiliegend, und zahlreichen, meist farbigen Illustrationen. Originalpappband mit -schutzmschlag.

Nach der Nummerierung der Graphik (»I/X«) eins von nur zehn Exemplaren einer im Buch nicht erwähnten Vorzugsausgabe mit der signierten Farbserigraphie, diese im Format des Buches, mit dem Prägestempel »Studio Bruckmann«. – Außergewöhnlich schöne, künstlerisch gestaltete Dokumentation, »wie ein kleiner mittelalterlicher Landflecken in der Provence sich in ein Zentrum für moderne kinetische Plastizität verwandelt«. – Dreisprachige Ausgabe. Die Fotografien von Stefan Moses wurden, gestaltet von Peter Wilhelm, mit farbigen Abbildungen von Werken des Künstlers kombiniert.

24,5 : 23,3 cm. 88 Seiten, 2 Beilagen. – Die Serigraphie schön gerahmt. – Schutzumschlag mit hinterlegtem Einriss, sonst sehr gut erhalten.

949  Emilio Vedova – Isaak Babel. Drei Welten.

€ 750

Mit 10 signierten Original-Lithographien von Emilio Vedova. Köln, DuMont Schauberg [1964]. Zwölf lose Doppelblätter in Umschlag, zusammen in Originalleinenkassette mit montiertem Deckelschild.

Eins von 100 Exemplaren. – Auch im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Velin d’Arches. – Die signierten Radierungen, gedruckt in der Werkstatt des Künstlers, wurden auf Doppelblätter montiert, die auf der jeweils gegenüberliegenden Seite gedruckten Texte wurden dem Buch »Budjonnys Reiterarmee« entnommen. – Mit einem Nachwort von Friedrich Bayl. – Isaak Babels in den 1920er Jahren entstandenen »Reitergeschichten« gerieten während der Stalinistischen Herrschaft auf den Index. Dem jungen italienischen Maler Vedova (1919–2006), der als Partisan gegen die deutschen Besatzer kämpfte, fiel während des Krieges eine italienische Übersetzung von 1932 in die Hände. 1945 entwarf er erste Zeichnungen zu den Texten, die 1962 als Vorlage für die Lithographien dieser Ausgabe dienten.

30,3 : 24,0 cm. [48] Seiten. – Die Kassette unfrisch.

950  Texte und Zeichen.

€ 250

Eine literarische Zeitschrift. Herausgegeben von Alfred Andersch. Erstes [bis] Drittes Jahr. Erstes [bis] 16. Heft [alles Erschienene]. Berlin und Neuwied, Hermann Luchterhand 1955–1957. Mit zahlreichen Abbildungen. Ein Originalleinenband (Jahrgang 1955) und zwölf Originalbroschuren, lose in Originaleinbandecken.

Vollständiges Exemplar der legendären Literaturzeitschrift. – Mit Beiträgen unzähliger namhafter Schriftsteller und Künstler, darunter Hans Arp, Paul Celan, Hans-Magnus Enzensberger, Günter Grass, Werner Heldt, Wolfgang Hildesheimer, Walter Jens, Wolfram Koeppen, Siegfried Lenz, Golo Mann, Jean-Paul Sartre, Arno Schmidt, Martin Walser u.v.a. – »Das, was die Zeitschrift TEXTE UND ZEICHEN ausdrücken wollte, hat sie durch sich selbst ausgedrückt, durch die in ihr enthaltenen prosaischen, dramatischen, lyrischen und kritischen Arbeiten. Über ihren Wert als literarisches Dokument wird die Geistesgeschichte zu entscheiden haben« (Alfred Andersch im letzten Heft).

Ca. 22,5 : 16 cm. – Heft 8: Ausriss im Umschlag und größerer Verlust am unteren Rand der ersten sechs Seiten.

951  Video-Kunst – Land Art.

€ 300

Katalog zur Fernsehausstellung der Fernsehgalerie Berlin Gerry Schum. Berlin 1969. Mit zahlreichen Abbildungen und Textblättern. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Die Sendung enthielt Filme zu Jan Dibbets, Dennis Oppenheim, Barry Flanagan, Richard Long, Robert Smithson, Walter de Maria, Michael Heizer, Marinus Boezem, sie entstand im Auftrag des Senders Freies Berlin und wurde am 15. April 1969 ausgestrahlt. – Die Dokumentation in Buchform enthält mehr als 180 Fotografien aus den gezeigten Filmen sowie Beiträge von und über die Künstler. Die Textblätter meist auf Transparentpapier gedruckt. – Schums Versuch, mit diesem Format das Fernsehen als Kunstmedium zu etablieren, scheiterten. Bereits die dritte von vier geplanten Sendungen wurde nicht mehr ausgestrahlt. – Aus dem Nachlass des Wirtschafts- und Kunstjournalisten Willi Bongard (1931–1985), mit einem Brief des Produzenten und Filmemachers Gerry Schum (1938–1973) und einem Werbeblatt. – Sehr gut erhalten.

14,8 : 20,8 cm. Ca. 360 Seiten.

952  Video-Kunst – Zwölf Publikationen und Kataloge.

€ 400

1973–1984. Alle mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschuren.

I. Trigon 73. Audiovisuelle Botschaften. Dreiländerbiennale Italien, Jugoslawien, Österreich. Graz 1973. – II. Video Tapes. Video Bänder. Herausgegeben von Wulf Herzogenrath. Köln 1974. – III. Castelli-Sonnabend. Videotapes and Filmes. Volume I, No. 1. New York 1974. – IV. Video Art. Institute of Contemporary Art University of Pennsylvania. Philadelphia 1975. – V. Video Katalog. Oppenheim Studio. Köln 1975. – VI. Foto-Film-Video. Deutsch-französisches Symposium und Ausstellung in Neuenkirchen 1975. – VII. Video by Artists. Edited by Peggy Gale, designed by AA Bronson. New York 1976. Auflage 1000. – VIII. Peter Weibel. An annotated videography 1969–1976. Innsbruck 1977. – IX. Gregory Battcock. New Artists Video. A Critical Anthology. New York 1978. – X. Buky Schwartz. Videotapes. 1978–80. Jerusalem 1980. – XI. Videokunst in Deutschland 1963–1982. Herausgegeben von Wulf Herzogenrath. Köln u. a. 1982. – XII. Art + Telecommunication. Wien 1984.

953  Jan Voss. Die vor die Perlen geworfenen Säue.

€ 600

Unikatbuch mit zwölf Collagen. 1969. 29,7 : 21,0 cm. Zweifach betitelt und signiert sowie datiert.

Unikatbuch. – Sehr frühe Arbeit des Künstlers, der damals an der Kunstakademie Düsseldorf, unter anderem bei Dieter Roth, studierte. – Papierausschnitte, mit Filzstift konturiert, wurden mit Filmoplast auf die zwölf Blätter geklebt. – Bildgeschichte: Eine Schachtel öffnet sich, daraus steigt ein Tuch hervor, das einen fülligen Frauentorso umhüllt. Nach dem Verschwinden der Figur faltet sich das Tuch zusammen und verschwindet wieder in der Schachtel. – Die Blätter mit Filmoplast in einen mit Folie bezogenen Umschlag montiert. Auf dem Vorderdeckel und dem hinteren Innendeckel bezeichnet. – Mit materialbedingten Alterungsspuren.

Nicht in der Allbummel-Bibliographie

954  Jan Voss. Das Kanalisationsproblem zu lösen: das Kanalisationsproblemlösungsbuch.

€ 900

Unikatbuch mit vier Zeichnungen und sechs Collagen. 1969. 24 : 22 cm. Betitelt, datiert und zweifach signiert.

Unikatbuch, eine der ersten Arbeiten des damals 24jährigen K. – Auf einfachem Papier, das teils mehrlagig zusammengeklebt wurde. – Bildgeschichte: Während eines Toilettengangs erscheint ein Vogel, der das problematische Stoffwechselprodukt »entführt« und dann über dem Meer entsorgt. – Der Vogel wurde aus schwarzem Papier ausgeschnitten und mit Filmoplast auf die Tuschzeichnungen geklebt. Im zweiten Teil bilden Buntpapierflächen den Hintergrund. – Die Blätter mit Filmoplast in einen mit Folie bezogenen Umschlag montiert. Auf dem Vorderdeckel und dem hinteren Innendeckel bezeichnet. – Mit materialbedingten Alterungsspuren. – Dazu: Young Voss. 4 Geschichten. Düsseldorf 1971. Mit zahlreichen, teils farbigen Illustrationen. Originalbroschur. Eins von 300 Exemplaren. Enthält »Dürer und ich«, »Morgens bis abends«, »Das Kanalisationsproblem …« und »Kanalisationsproblemlösungsbuch« (entspricht dem obigen Unikat).

Vgl. Allbummel-Bibliographie 2

955  Jan Voss. Fußnoten.

€ 500

113 Zeichnungen (1973/74). Faksimileausgabe. Berlin, Rainer Verlag, und Zürich, Edition Stähli 1975. Mit 113 ganzseitigen Abbildungen nach Bleistiftzeichnungen. Originalleinenband.

Eins von 180 Exemplaren, aber wie die 20 Vorzugsexemplare (Gesamtauflage 220) mit einer beigelegten Originalarbeit: Anmerkung. Aquarell und Bleistift auf Notenpapier. 1975. 34 : 27 cm. Signiert, datiert und betitelt. Montiert in ein Umschlagblatt mit Ausrissen. – Druckvermerk des Buches ebenfalls signiert.

35,5 : 27,8 cm. [116] Blätter.

Allbummel-Bibliographie 10

956  Jan Voss. Treibsatz.

€ 300

Unikatbuch (Multiple) mit 72 kleinen Aquarellen. 1974. 21,0 : 15,2 cm. Betitelt, signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 11/15, wobei jedes Exemplar ein Unikat ist. – Auf 36 gefalzten Blättern, die nach Art japanischer Blockbücher gebunden wurden, jeweils vorder- und rückseitig ein vignettengroßes Aquarell, ein- und zweifarbig, meist mit schwarzem Filzstift um den Text ergänzt. – Die Bildergeschichte ohne Bilder liefert, zerlegt in einzelne Worte den Satz »Wenn die Flut kommt, strandet mit ihren Wellen allerlei Zeug, und es ist ein Vergnügen, sich aufzumachen, und dem Samen zu folgen, und die Gegenstände aufzulesen, und sie für ein paar Gezeiten mit sich zu tragen, bevor der Sog der Ebbe sie zurückzieht ins Meer.« – Mit Klebestreifen als Buchrücken zwischen zwei Pappdeckel gebunden. Auf dem Vorderdeckel betitelt, auf dem hinteren Innendeckel signiert, datiert und nummeriert.

Bindung aufgebrochen.

Allbummel-Bibliographie 7

957  Jan Voss. Türme.

€ 300

41 Graphiken. Berlin, Rainer Verlag 1976. Mit 41 ganzseitigen Farboffsets und einem Fotoporträt. Originalbroschur.

Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einem beigelegten Aquarell (Blei- und Farbstifte, Deckweiß. Signiert und datiert) (Gesamtauflage 500). – Der kleinformatige Band enthält Reproduktionen von 41 Zeichnungen.

15,2 : 10.0 cm. [44] Blätter.

Allbummel-Bibliographie 16

958  Jan Voss. (Kein) Vorsatzpapier.

€ 350

Zürich, Seedorn 1980. Mit mehr als 400 ganzseitigen Illustrationen nach Zeichnungen und Notaten. Originalbroschur mit farbig illustriertem Schutzumschlag.

Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe, im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert (Gesamtauflage 220). – Druckvermerk: »Die Exemplare 1–20 enthalten etwas Besonderes!«, in diesem Fall einen zusätzlichen Leinenumschlag, der auf der Innenseite mit Acrylfarbe bemalt und auf der Außenseite vom Künstler beschriftet wurde. – Auf hellgrünem Papier gedruckt.

17,4 : 11,0 cm. [432] Seiten.

Allbummel-Bibliographie 36

959  Jan Voss. Strandhotel.

€ 400

Zürich, Seedorn 1983. 86 Offsetgraphiken in Irisdruck, vier Textblätter. Illustrierter Originalkartondeckelband.

Eins von 151 unikal zusammengestellten Exemplaren. – Im Druckvermerk von Voss mit Farbstiften signiert und nummeriert. – Jedes Exemplar enthält eine Auswahl von 86 der insgesamt 12.986 Irisdrucke, jedes Blatt rückseitig mit einem Paginierstempel gezählt. – Voss teilte die gemeinsam mit Jan Kooiman, Cornelia Hoedeman, Jost Maus und Dieter Schwarz auf der Druckerpresse der Fundatie Amsterdam mehr als 12.000mal abgezogene runenhafte Darstellung in 151 Sammlungen auf. Die komplette Druckfolge wurde auch als Schmalfilm und Video aufgenommen. – Siehe auch KatNr. 961.

32,8 : 31,0 cm. [90] Blätter.

960  Jan Voss. Af en toe. – Offset-Gymnastiek.

€ 600

Amsterdam, Fundatie 1984 und 1988. Mit zahlreichen farbigen Offsetdrucken. Originalpappband mit Packpapierumschlag und Originalbroschur.

I. 36 teils farbige Blätter. 30 : 43 cm. – Exemplar 6/40. – Auf dem Umschlag signiert, betitelt und nummeriert. – II. 225 farbige Offsets. 42,5 : 29,8 cm. – Exemplar 19/56. – Im Druckvermerk signiert, datiert nummeriert und »als verfolg op ›af den toe‹ « bezeichnet.

961  Jan Voss. Katteloch.

€ 300

Berlin, Petersen Press 1985. 82 Offsetgraphiken in Irisdruck, ein Textblatt. Illustrierte Originalbroschur.

Eins von 111 Exemplaren. – Jedes Exemplar enthielt eine Auswahl von 82 der insgesamt 9.102 Irisdrucke, jedes Blatt am Unterrand mit einem Paginierstempel gezählt. – Jedes Blatt zeigt den gleichen Umriss einer sitzenden Katze, nur die Farbigkeit wechselt. Die komplette Druckfolge wurde auch als Trickfilm aufgenommen. – Das Buch erschien zu einer Ausstellung in der Galerie Petersen.

31,0 : 21,7 cm. [83] Blätter.

962  Jan Voss. Blue Men Blue Ten.

€ 600

Unikatbuch (Multiple) mit zehn ganzseitigen Aquarellen und 14 kleinen zweifarbig aquarellierten Vignetten. 1988. 34,0 : 26,3 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 2/15, wobei aus naheliegenden Gründen jedes Exemplar ein Unikat ist. – Auf Bütten. – Der maschinengeschriebene Auflagenvermerk »erscheint im Selbstverlag, Hjalteyri, 1988« signiert und nummeriert. – Die gefalzten Doppelblätter in einem Umschlag, auf dem Vorderdeckel zehn kleine aquarellierte Blumen und eine blaue »10«. – Die Aquarellfolge auf der rechten Seite jeweils mit einer blauen Männerfigur, links die kleinen Blumen. – Schönes, auf der zweisprachigen Wortspielerei beruhendes Künstlerbuch.

Einige der zehn Doppelblätter lose.

963  Jan Voss. 200 virages serrés.

€ 800

Unikatbuch (Multiple) mit 200 Farboffsets und einer mehrseitigen Zeichnung. 1988. 20,7 : 12,0 cm. Signiert und nummeriert. 200 Farboffsets, davon 13 mit Bleistift und Tempera ergänzt. Originalbroschur.

Eins von sechs Künstlerexemplaren neben der Auflage von 35, alle in unikaten Ausführungen. – Mit eigenhändigem Titel und Druckvermerk, dort auch nummeriert und signiert. – Erschienen in der Edition Camomille der Galerie Camille von Scholz, Brüssel. – Der Druckvermerk verweist auf den Unikatcharakter: »chaque exemplaire diffère par l’impression et content un dessin original«. – Das originelle Künstlerbuch besteht aus 200 jeweils leicht verschoben gefalzten Doppelseiten. Durch die Bildverschiebung entsteht aus der identischen Szene eine Art »Daumenkino«: Ein rotes Auto »fährt« von links kommend über den Buchschnitt zur rechten Bildkante. In dieses serielle Geschehen bettete Jan Voss von Exemplar zu Exemplar unterschiedliche Non-Sense-Geschichten ein: Hier erscheinen nach etwa dem ersten Drittel, eingemalt mit Bleistift und Deckweiß, ein Flugzeug, ein Tramper und ein Hund. Das Flugzeug stürzt ab, trocknende Wäschestücke verwandeln sich.

964  Jan Voss. Duden / Ich diesen.

€ 300

Buchobjekt. 1988. 18,5 : 12,5 : 7,0 cm. Zweifach signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 12 einer kleinen, aber nicht spezifizierten Auflage. – Beide Bücher auf dem hinteren Innendeckel signiert, datiert und nummeriert. Das Buchpaar, das vom Wortspiel der Rückentitel lebt, erschien im Selbstverlag des Künstlers. – Voss stellt der deutschen Grammatik des »Grossen Duden« (hier eine Originalausgabe von 1935) seine eigene »Bildgrammatik« gegenüber: Der zweite Band des Objekts, eine gelbe Broschur mit eigenhändigem Rückentitel, enthält 254 beidseitig bedruckte Graphiken, in vielfachen Überdrucken variierend und mit Irisverlauf.

Der gelbe Kartonschuber und ein Gelenk des Duden mit Einrissen.

965  Jan Voss. Detour.

€ 450

Amsterdam, Köln u. a. 1989. Durchgehend illustriert nach Zeichnungen. Originalhalbleinenband, ohne Deckel. Im Originalschuber.

Eins von 28 Vorzugsexemplaren, »verlängert mit 1 Originalzeichnung«. – Auf dem Leinenrücken vom Künstler signiert, nummeriert und als Exemplar der Vorzugsausgabe bezeichnet. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Erschienen bei Boekie Woekie, Walther König, Hansjörg Mayer und der Edition Stähli. – Das Buch besteht aus einem schier unendlich langen »cadavre exquis«: Voss’ Zeichnung führt jeweils zum nächsten Blatt und es ergibt sich eine phantastische Bildgeschichte. – Die den Vorzugsexemplaren vorbehaltene »Verlängerung« besteht aus zwei Blättern mit insgesamt vier Tuschzeichnungen, die zwischen den Seiten 16 und 17 einmontiert wurden.

23,5 : 16,8 cm. [360] Seiten.

966  Jan Voss. Drei »Daumenkino«-Bücher.

€ 750

1989–1990.

I. Seitensprung. Spielart A. – II. Seitensprung Spielart B. – Beide: Ohne Ort, Selbstverlag 1989.10,0 : 10,6 bzw. 5,0 cm. Ca. 280 Blätter, beidseitig bedruckt. In Form eines Notizblocks an einer Seite mit Papierrücken verleimt. Je eins von 35 Exemplaren. Auf dem Rücken betitelt, signiert, datiert und nummeriert. Die zu animierenden Bildgeschichten lassen einen Mann wahlweise von Bild und Buchschnitt verschwinden oder dort erscheinen. – III. Frischer Wind. Amsterdam, Selbstverlag 1990. 14,8 : 10,4 cm. Ca. 170 Blätter, alle einseitig blau bedruckt. Originalbroschur. Eins von 150 Exemplaren. Auf dem Rückdeckel monogrammiert und nummeriert. Bildgeschichte eines Ventilators.

967  Jan Voss. Tägliche Einfalt.

€ 300

Amsterdam, Selbstverlag 1990. Mit 31 doppelblattgroßen Irisdrucken und 31 doppelblattgroßen Illustrationen nach Zeichnungen. Zwischen Graukartondeckel heftet.

Eins von 100 stempelnummerierten Exemplaren. – Das farblich zarteste, fast japonisierend wirkende Buch des Künstlers enthält 31 große, mittig gefalzte Irisdrucke, jeweils am linken Unterrand mit Drucker- und Verlagsangabe, rechts oben mit dem wiederholten Buchtitel. Mit Paginierstempel wurden die Irisdrucke rechts unten nummeriert (182–212), mit den entsprechenden Tagen eines Jahres (1. bis 31. Juli) datiert sowie jeweils mit der Exemplarnummer versehen.– Jeder Irisdruck wurde auf der Innenseite mit einer, meist mehrfarbig reproduzierten Zeichnung des Künstlers bedruckt.

42,0 : 30,5 cm. [124] Seiten.

968  Jan Voss. Der gute Rufname.

€ 200

(’n paar pro viele). Odenthal, Felix Verlag 1991. Durchgehend illustriert. Zweifarbig illustrierte Originalbroschur.

Eins von 20 Vorzugsexemplaren mit einer originalen Kugelschreiberzeichnung auf einem Vorsatzblatt, von Voss signiert, datiert und nummeriert (Gesamtauflage 250). – Klappentext: »Dieses Buch enthält die Vornamensliste des gängigen Reclamhefts (ich hoffe der Gebrauch wird verziehen) und, quergeschrieben, mir geläufige Vornamen vieler meiner Bekannter – zu Namensportraits entwickelt. Alle Ähnlichkeit ist selbstverständlich, und wie Tarzan an seiner Liane, schwingt auch der Autor an Linien und fertigt bei einer durch Nachfrage bestimmten Anzahl dieser Bücher auf Seite 1 ein Namenportrait auf Käuferwunsch an.« – Hier Nr. 18 mit dem »Wunschporträt« des Zürcher Galeristen Pablo Stähli.

21,0 : 14,2 cm. [234] Seiten.

969  Jan Voss. Fünf Bücher.

€ 500

Düsseldorf u. a. 1970-1978.

I. Platz für Schwerbeschädigte. [Düsseldorf, Fred Jahn 1970]. Mit 22 ganzseitigen Illustrationen. Illustrierte Originalbroschur. Exemplar 132/500. Signiert, datiert und nummeriert. Mit einem Nachwort von Emil Schult. – II. Über das Ende | About the End. Bildergeschichte | Picturestory. [Düsseldorf, Fred Jahn 1970]. Leporello mit zwölf zweifarbigen Serigraphien. In serigraphiertem Umschlag. Exemplar 110/250. Signiert und nummeriert. Die Landmassen der Erde lösen sich auf und formen Alltagsgegenstände. Mit einem Text von Emil Schult. – III. [Türenbuch]. Reykjavik und Amsterdam, Sizzer Press 1974. 20 Blätter mit Illustrationen. Geheftet, ohne Umschlag. Exemplar 52/100. Signiert, datiert und nummeriert. – IV. Bilder vom rauchenden Lauf. Stuttgart, London, Reykjavik, Hansjörg Mayer 1975. Durchgehend mit Texten und Bildern illustriert. Farbige Originalbroschur. Exemplar 441/500. – V. Ohne Titel (Band 8). 1978. Einfacher Papierumschlag, dort signiert, datiert und betitelt »(Umschlag) Band 8«. 26,5 : 19,0 cm. 100 Seiten. Ähnlich den »Ideogrammen« von Dieter Roth, wiederholt sich hier Seite für Seite die selbe Anordnung von 666 Augen, insgesamt also 66.600 Augen. Die Seiten vom Künstler eigenhändig paginiert von 369 bis 468.

Allbummel-Bibliographie 3, 4, 9, 13 und 22

970  Jan Voss. 25 Bücher, Kataloge und Publikationen.

€ 900

1976–1992. Alle mit Illustrationen, alle im Originaleinband.

Meist in kleinen und nummerierten Auflagen erschienen, teils im Druckvermerk signiert. – Detaillierte Liste auf Anfrage. – Titelauswahl: Türme (1976). – Seitenstrasse (1976). – Pause (1977). – Coversation (1977). – Steter Heisser (1978). – Frühstück, Speck drum (1978). – Can (1979). – Birne (1979). – Brief Marks (1979). – Nadruk (1984). – Wartelist (1984). – Möbiusbandet (1986). – Me, row? (1987). – Endless sunset (1987). – Au! Auto / Autor (1987). – Wisch Wasch (1988). – Change (1989). – Ade (1990). – Der gute Rufname (1991). – Notizen 1990/1991 Band 1 (1992).

971  Andy Warhol. The Philosophy of Andy Warhol

€ 1000

(from A to B and Back Again). New York und London, Harcourt Brace Jovanovich 1975. Gelbroter Originalhalbleinenband mit Rückentitel, Vorderdeckel mit Warhols Monogramm und illustriertem Originalschutzumschlag. .

Erste Ausgabe. – Auf dem Vortitel die eigenhändige Filzstiftzeichnung der berühmten Dose Campbells Tomato Soup, von Andy Warhol signiert und datiert »Oct 1975« sowie »to Peter K. Wehrli« gewidmet. – Der Schweizer Filmemacher und Schriftsteller Wehrli erhielt die Widmung anlässlich eines Filmprojekts für das Schweizer Fernsehen, das ihn 1975 nach New York führte. – Die von Warhol für Widmungen oft verwendete Campbells-Dose ist eines der bekanntesten Motive in der Kunst des 20. Jahrhunderts. – Tadellos.

21,8 : 14,3 cm. [14], 241, [1] Seiten.

972  David Weiss. Wandlungen.

€ 450

Zürich, Galerie und Edition Stähli [1976]. Mit 74 ganzseitigen Abbildungen nach Zeichnungen. Originalleinenband im -schuber.

Eins von 200 Exemplaren, im Druckvermerk signiert und nummeriert. – Der Schweizer Künstler David Weiss (1946 – 2012) bildete mit Peter Fischli ein höchst einflussreiches Künstlerduo. – Tadellos.

30,2 : 21,5 cm. [80] Seiten.

973  Rolf Winnewisser. Drei Skizzenbücher mit insgesamt etwa 100 Zeichnungen und Aquarellen.

€ 1500

1971–1976.

1971: Skizzenbuch, auf dem Innendeckel bezeichnet »Venedig: 27.12.71 – 30.12.71«. 16 Bleistiftzeichnungen, je ca. 5 : 8 cm. In einem Fotoeinsteckalbum mit 30 Einsteckblättern. Mit einem lose beiliegenden Papierzuckersäckchen (leer) und einem Vaporetto-Ticket. Dunkelgrüner Kunstlederband. – Entstanden in der Schlussphase von Winnewissers Ausbildung an der Luzerner Schule für Gestaltung. – 1972: Skizzenbuch, auf dem Umschlag bezeichnet »Zeichnungen: Cap Ferret Juni 72« und mit dem gestempelten Namen des Künstlers. 22 Kugelschreiberzeichnungen. 21,2 : 13,5 cm. Schreibblock, hellgraues Papier, jedes Blatt vorderseitig mit Zeichnung. – 1976: Zehn Aquarelle und 50 Tuschfederzeichnungen. Lose Blätter, 9 : 13 cm bzw. 10,6 : 14,7 cm. In grauer Plastikhülle. Die Aquarelle über Federvorzeichnungen auf hellbeigem Vergépapier, das erste Blatt rückseitig bezeichnet »Serie gemalt 5.2.76 Rolf W«. Die fünfzig Tuschzeichnungen auf Bütten, das erste Blatt rückseitig bezeichnet »Serie gemalt 4.2.76 Rolf W«. Die Bildfolge nummeriert von 1–28, dabei Nummer 27 in 23 Variationen. – Rolf Winnewisser (geboren 1949) nahm 1972 auf Einladung von Harald Szeemann und Jean-Christophe Ammann an der documenta 5 teil. In den Folgejahren hatte er einen Lehrauftrag an der ETH Zürich und lebte, arbeitete und lehrte in verschiedenen Ländern der Erde.

974  Rolf Winnewisser. Skizzenbuch, ein Unikatbuch, eine Aquarellfolge.

€ 1500

Zusammen etwa 140 Aquarelle und Zeichnungen. 1976–1998.

1976: Skizzenbuch, auf dem Innendeckel datiert und signiert »15.Sept.76 – 28.9.76 Rolf W.« 98 Zeichnungen und Aquarelle, teils mit Goldfirnis gehöht. 20,5 : 16,2 cm. Schreibbuch »Flying Eagle«, roter Halbleinenband mit montiertem Aquarell auf dem Vorderdeckel. Liniertes Papier, auf jeder Doppelseite eine Zeichnung. Schwarzer Kunstlederband mit rotem Rücken, auf den Vorderdeckel ein Orig.-Aquarell aufgezogen. – 1994: Aquarelle. Essay und Aquarelle von Rolf Winnewisser. Zürich, Edition Howeg 1994. Mit 15 montierten Originalaquarellen (je 13,5 : 9,5 cm). Mit Titel und Druckvermerk, zusammen 17 lose Doppelblätter in Originalumschlag und -schuber. Eins von 50 nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk von Winnewisser signiert. Druckvermerk: »Die einzelnen Aquarelle sind Originale aus einem Bogen gerissen«. – 1998: 24 Aquarellen. 13,7 : 18,8 cm. Auf festem, handgeschöpftem Papier, lose eingelegt in eine Kartonkassette, das erste Aquarell auf den Deckel der Kassette aufgezogen. – Alle Aquarelle in der Darstellung mit Paginierstempel nummeriert »240–263. Das auf den Kassettendeckel montierte Aquarell mit Datumsstempel »1998« und Stempelsignatur »Wiwi.R.«. Alle Blätter wurden mit Stempelbuchstaben betitelt.

975  Dagmar Zemke. Chaos Welt. Weisheiten aus dem Tarot.

€ 250

Linoldrucke. [Chemnitz] 2003. 28 zweifarbige Linolschnitte, davon acht Textblätter, einschließlich Titel und Druckvermerk. Originalhalbleinenband mit Linolschnittdeckelvignette.

Eins von 13 Exemplaren. – Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Das erste graphische Buch der 1958 geborenen Künstlerin. Dagmar Zemke studierte von 1978 bis 1982 an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, unter anderem bei Werner Klemke und Volker Pfüller. In den 1980er Jahren reiste sie in die BRD aus. Seit 1999 lebt und arbeitet sie wieder in ihrer Heimatstadt Chemnitz. – Mit ihren leuchtend-farbigen und expressiven Graphiken steht sie anderen sächsischen Graphikern wie Klaus Süß und Frank Eißner nahe. – Tadellos und selten.

37 : 33 cm. 28 Blätter.

976  ZET.

€ 300

Das Zeichenheft [… und] Das Zeichenbuch für Literatur und Graphik. Herausgeber Wolfgang Rothe. [Zwölf Hefte und drei Bände]. Heidelberg 1973–1975 und 1985–1987. Mit insgesamt 25, teils signierten Originalgraphiken. Originalbroschuren.

Alles Erschienene, hier auch mit den drei Fortsetzungsbänden. – Alle Text- und Bildbeiträge waren Erstveröffentlichungen. – Zeichenhefte: Mit Graphiken von Günther Uecker (Nagelprägebild), Peter Ackermann, Stefan Wewerka, Christoph Meckel, Bernard Schultze, Heinz Knoke, Ursula Schultze, Eduardo Paolozzi, Michael Schoenholtz und Joachim Schmettau (Radierungen), HAP Grieshaber (Farbholzschnitt) und H. E. Kalinowski (Lithographie). – Zeichenbücher: Mit zwei signierten Originalgraphiken als Beilage sowie elf eingebundenen Originalgraphiken, teils signiert, und zahlreichen Offsetlithographien. Jahrgänge II und III jeweils eins von 100 Vorzugsexemplaren B mit den beigelegten signierten Graphiken von Bernhard Schultze und Gerhard Hoehme. Im Druckvermerk vom Herausgeber signiert.

34 : 24 cm bzw. 26 : 16 cm.

Spindler 164.1–15

977  79 Künstlerbücher und Publikationen zeitgenössischer Künstler

€ 4500

meist aus der Schweiz oder Deutschland. Um 1970–1990.

Umfangreiche Sammlung teils seltener Drucke, da in kleinen nummierten und signierten Auflagen erschienen. – Aus dem Besitz des Schweizer Galeristen und Verlegers Peter Stähli. – Enthalten sind Bücher von Thom Barth, Suzanne Baumann, Michael Biberstein, George Brecht, Hannes Brunner, Günter Brus (2), Francesco Clemente, Dieter Dressler, Henriette van Egten (4), Peter Emch (5), Peter Fischli, Hegli Progils Fridjónsson (2), Pier Geering, Karl Gerstner, Dorothy Iannone, Hannes Jähnn, Alfred Klinkan, Willi Kraus, Vollard Kutscher, Urs Lüthi (7), Christa Näher, A. R. Penck, Markus Raetz (9), Edward Ruscha, Hans Schärer (5), Hubert Schatz, Philippe Schibig (2), Fritz Schwegler, Daniel Spoerri (2), Dominik Steiger, Hugo Stuter (4), André Thomkins, Runa Thorkalsdottir (3), Klaus Tinkel, Ingrid Wald, Aldo Walker, Markus Walker, Peter K. Wehrli, David Weiss, Rolf Winnewisser (3) und Paul V. Zitz. – Alle gut erhalten.