Vorschau 24 : Kalligraphie Johann Holtz – Jesus Christus gestern und heute

und derselbe auch in Ewigkeit. Den Evangelien nacherzählt und geschrieben von Joh. Holtz. Handschrift mit Bildern, großen figürlichen Initialen und Buchschmuck in Farben und Gold. Roter Maroquinband mit reicher Goldprägung, farbigen Lederintarsien sowie vergoldeten Eckbeschlägen mit Ziersteinen und Emaillearbeiten (signiert: W. A. Petersen · Flensburg · Werkstatt für Buchkunst)

Überaus prächtige Handschrift des Flensburger Kalligraphen Johann Holtz (1875–1944), entstanden wohl Mitte der 1920er Jahre. – Jedes der fünf Kapitel mit einem besonders aufwendig ausgemalten und vergoldeten Zwischentitel: »In deo spes · Licht«; »In deo vis · Wort«, »In deo pax · Geist«, »In deo victoria · Tod« und »In deo gloria · Auferstehung«. – Am Ende ein Inhaltsverzeichnis. – Die reich illustrierten, kalligraphisch beeindruckenden und mit Blattgold und aufwendigen Einbänden verzierten Handschriften wirken wie die »Reinkarnation« der mittelalterlichen Evangeliare und Stundenbücher. – Die Anordnung der Texte, das Rankenwerk und die Bordürenrahmen sind ebenso wie die ganzseitigen, reich vergoldeten Zwischentitel- und Widmungsblätter und die ganzseitigen und im Text eingestreuten Miniaturen von der klösterlichen Schreibkunst dieser alten Zeit geprägt. Durch die Verwendung von modernen Stilelementen gewinnen Holtz’ Kalligraphien aber ihre über eine bloße Nachahmung hinausgehende künstlerische Selbstständigkeit. Einige seiner handschriftlichen Unikate wurden nachgedruckt bzw. faksimiliert.

ChristianHesse