109 Otto Nückel – Thomas Mann. Der kleine Herr Friedemann.

München, Phantasus 1920. Mit elf blattgroßen Holzschnitten und vier zweifarbigen Holzschnitt-Initialen von Otto Nückel-Aibling. Originalpergamentband mit Vergoldung (Carl Herkomer).

Beschreibung

Zweiter Phantasus-Druck. – Exemplar 40 von 50 der zweiten Vorzugsausgabe in »Antik-Kalbspergament«. Es erschienen ferner 20 römisch nummerierte Exemplare in Leder mit einer zusätzlichen signierten Folge der Holzschnitte auf Japan und weitere 150 Exemplare in Halbpergament. – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Auf handgeschöpftem Bütten. – Erste Einzelausgabe des Textes. 1898 erschien die Novelle erstmals in der gleichnamigen Sammlung und begründete den Ruhm des damals erst 23jährigen Schriftstellers. Seine Freundschaft zu dem Kunsthistoriker, Kunsthändler und Verleger Georg Martin Richter reicht bis in diese frühen Jahre zurück, 1919 erwarben die beiden zusammen das Haus »Villino« am Starnberger See, in dem Thomas Mann bis 1923 arbeitete. Nach dem vorliegenden Privatdruck verlegte Richter 1921 auch Thomas Manns »Wälsungenblut«. – Otto Nückel, Mitglied der Münchner Sezession und Mitarbeiter des »Simplicissimus« war 1914 erstmals durch seine Holzschnitte zu Freys Roman »Solneman« (KatNr. 107) aufgefallen. – Tadellos schönes Exemplar.

25,0 : 18,0 cm. [8], 58, [6] Seiten.

Sennewald 20,3. – Potempa E 4.2. – Rodenberg 457, 2. – Schauer II, 99