1092 Rainer Maria Rilke. Duineser Elegien.

Leipzig, Insel 1923. Dunkelgrüner Originalmaroquinband mit rot-goldenem Rückenschild und kleinen roten Lederintarsien im Zentrum der rhombenförmigen vergoldeten Deckelfileten. Kopfschnitt, Rücken- und Innenkantenfileten ebenfalls vergoldet, leuchtend rote Kleisterpapiervorsätze.

Beschreibung

Erste Ausgabe. – Eins von 300 der Vorzugsausgabe auf Einhorn-Bütten von Zanders, von denen aber nur ein Teil in Ganzleder gebunden wurde. – Gesetzt aus der hier erstmals verwendeten Tiemann-Antiqua, gedruckt in Rot und Schwarz bei Gebrüder Klingspor, Offenbach. – Wie die »Sonette des Orpheus«, die ebenfalls 1923 erschienen, wurde neben dieser bibliophilen auch eine öffentliche Ausgabe (10.000 Exemplare) gedruckt. – Der Text folgt der Handschrift im Besitz der Fürstin Marie von Thurn und Taxis-Hohenlohe. Die Gedichte entstanden, als Rilke 1912 in dem Adria-Schloss Duino der Fürstin lebte, und wurden 1922 in Muzot in der Schweiz beendet. Rilke hat diese Gedichte zusammen mit den »Sonetten an Orpheus« als seine wichtigsten Arbeiten angesehen. 1931 erschien eine englische Übersetzung von V. und Edward Sackville-West in der Cranach-Presse. – Fast tadellos erhalten.

29,6 : 19,7 cm. [4], 52, [8] Seiten. – Stehkanten minimal berieben. Vorderdeckel mit unmerklicher, etwas dunklerer Druckspur. – Vorsatzblatt mit dezentem Besitzvermerk »Max Hoffmann«.

Mises 94. – Sarkowski 1338

LOT Nr: 23-1092-33 Kategorie: