1101 Karl Wilhelm Diefenbach. Per aspera ad astra.

Schattenfries entstanden unter Mithilfe seines ehemaligen Schülers Fidus. Leipzig und Berlin, Teubner 1913. Leporello mit 34 Tafeln, jede mit Abbildung nach Scherenschnitt und Text. Originalhalbleinenband im Schuber mit separatem Textheft.

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Beschreibung

Zweite Auflage, erste mit der Nennung des Namens Fidus. – Der Fries »Per aspera ad astra«, im Original 68 Meter lang, entstand seit 1875, zuletzt, da Diefenbach krankheitsbedingt kaum noch den Pinsel halten konnte, unter Mitwirkung seines ehemaligen Schülers Hugo Höppener, dem Diefenbach den Künstlernamen »Fidus« verliehen hatte. Das Panorama von Jugend, Schönheit und Harmonie wurde 1893 in Baden bei Wien erstmals gezeigt und fünf Jahre später in Wien auch öffentlich ausgestellt. – Der Maler Karl Diefenbach (1851–1913) missionierte vor 130 Jahren als Vegetarier, Nudist und Pazifist. Beim Anblick des Sonnenaufgangs hatte er 1882 auf dem Hohenpeißenberg in Oberbayern ein spirituelles Erweckungserlebnis. Diefenbach verstand sich nunmehr als Prophet, steckte aber permanent in finanziellen Nöten. Er gilt heute als einer der einflussreichen Vorreiter alternativer Bewegungen um 1900. Fidus (1868–1948) folgte den Auffassungen seines Lehrers künstlerisch und in seiner Lebensgestaltung. – Die großformatige Originalausgabe des Frieses, eines lebhaften Zuges tanzender Knaben und Mädchen, begleitet von zahlreichen heimischen und außereuropäischen Tieren, ist ein wichtiges Zeugnis der Reformpädagogik und wurde vielfach nachgedruckt.

21 : 26 cm. Textheft 13 Seiten. – Schuber leicht beschädigt.

LOT Nr: 28-1101-33 Kategorie: