12 Karl Hofer. Der Wächter.

Bleistift und Kohle, teils gewischt. 35 : 36 cm (55 : 46 cm). Monogrammiert.

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Beschreibung

Entstanden in den 1930er Jahren. – »Sie wundern sich, daß in meinem Werk viel Vorahnung des Kommenden sich findet. Der Künstler ist eben ein Seismograph, der das Unheil vorausregistriert«, schrieb Karl Hofer in dieser Zeit an Hans-Carsten Hager. – Christina Thomson schrieb zu dem Gemälde »Die Wächter« von 1936: »Erinnerungen an Hofers dreijährige Internierung als Kriegsgefangener in Frankreich während des Ersten Weltkriegs schwingen […] ebenso mit wie seine Erfahrungen als verfemter Künstler im nationalsozialistischen Deutschland. 1934 mit Mal- und Berufsverbot belegt und aus der Hochschule in Berlin entlassen, war er – wie die Wächter – in jenen Jahren zu Untätigkeit, Einsamkeit und seelischem Rückzug verdammt«. »Die Wächter« sind wachsame Männer in apokalyptischer Landschaft, bewaffnet und doch verharrend. Der Blick des Mannes in der vorliegenden Zeichnung ist von Entschlusskraft geprägt, die Fäuste zu Fäusten geballt. – Die sorgfältig ausgeführte Zeichnung gewinnt, besonders durch die gewischten Kohlepartien, im Ganzen eine bildmäßige Wirkung.
Provenienz: Erworben 1982 in der Galerie Elfriede Wirnitzer, Baden-Baden (Katalog Frühjahr 1982, Nr. 2). – Badische Privatsammlung.

Vom weißen rechten Blattrand etwa 10 cm nach hinten umgeschlagen. – Im Randbereich mit leichten Gebrauchsspuren.

https://recherche.smb.museum/detail/962995/die-waechter (zuletzt aufgerufen am 29.10.22)

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