128 Hundertdrucke – Friedrich Hölderlin. Hyperion

oder Der Eremit in Griechenland. München, Hyperion 1911. Schwarzer Kalblederband mit vergoldetem Rückentitel, vergoldeter Deckelvignette und Kopfschnittvergoldung (signiert: nauhaus).

Beschreibung

Achter Druck für die Hundert. – Eins von 100 römisch nummerierten Exemplaren, gedruckt für Herbert von Garvens-Garvensburg, Hannover, auf Hundertbütten bei Otto von Holten, Berlin. – Die Druckaufsicht lag bei Ernst Schulte-Strathaus. – Der Einband stammt von dem Buchbinder Wilhelm Nauhaus (1899–1979). Er war Schüler von Walter Klemm und Ernst Schneidler. Von den Auffassungen Walter Gropius’ beeinflusst, wurde er Buchbinderlehrling bei Walther Frickmann in Erfurt und wechselte nach seiner Gesellenprüfung zu Otto Dorfner nach Weimar. Die Meisterprüfung legte Nauhaus 1924 nach weiterer Ausbildung unter Paul Kersten an der Kunstgewerbeschule Berlin-Charlottenburg ab. In den folgenden Jahren leitete Nauhaus die Handbinderei Brockhaus in Elberfeld und wurde 1928 als Dozent für künstlerischen Handeinband an die Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst (die später Staatliche Hochschule für bildende Künste) in Berlin-Charlottenburg berufen. – Der Einband entstand wohl in den 1920er Jahren als Auftrag des damaligen Besitzers Herbert von Garvens (1883–1957). Garvens war 1916 Mitbegründer der Kestner-Gesellschaft und eröffnete 1920 seine Galerie, die bis 1923 vor allem durch Ausstellungen von Dadaisten, Merzkünstlern und Bauhäuslern wie Walter Dexel, Kurt Schwitters und George Grosz berühmt wurde. Der größte Teil seines Nachlasses wurde 1955 versteigert. – Exlibris Hanns Rabe (deutscher Homöopath, 1890–1959).

28,1 : 19,4 cm. [3]-231, [7] Seiten. – Ecken leicht bestoßen. Vorderdeckel mit einigen schwachen Kratzern.

Rodenberg 411, 8. – Schauer II, 60

LOT Nr: 23-0128-33 Kategorie: