132 Rainer Maria Rilke. Duineser Elegien.

Leipzig, Insel 1923. Dunkelgrüner Originalmaroquinband mit rot-goldenem Rückenschild und kleinen roten Lederintarsien im Zentrum der rhombenförmigen vergoldeten Deckelfileten. Kopfschnitt, Rücken- und Innenkantenfileten ebenfalls vergoldet, leuchtend rote Kleisterpapiervorsätze.

Beschreibung

Erste Ausgabe. – Exemplar 106 von 300 der Vorzugsausgabe auf Einhorn-Bütten von Zanders, von denen aber nur ein Teil in Ganzleder gebunden wurde. – Gesetzt aus der hier erstmals verwendeten Tiemann-Antiqua, gedruckt in Rot und Schwarz bei Gebrüder Klingspor, Offenbach. – Wie die »Sonette des Orpheus«, die ebenfalls 1923 erschienen, wurde neben dieser bibliophilen auch eine öffentliche Ausgabe (10.000 Exemplare) in abweichendem Format und einfacher Ausstattung gedruckt. – Der Text folgt der Handschrift im Besitz der Fürstin Marie von Thurn und Taxis-Hohenlohe. Die Gedichte entstanden, als Rilke 1912 in dem Adria-Schloss Duino der Fürstin lebte, und wurden 1922 in Muzot in der Schweiz beendet. Rilke hat diese Gedichte zusammen mit den »Sonetten an Orpheus« als seine wichtigsten Arbeiten angesehen. – Fast tadellos erhalten.

29,6 : 19,7 cm. [4], 52, [8] Seiten. – Rücken minimal verblasst. Deckel mit schwachen Putzschlieren. Stehkanten ganz leicht berieben.

Mises 94. – Sarkowski 1338