134 Rudolf Schlichter – Oscar Wilde. The Ballad of Reading Gaol.

München, O. C. Recht [1923]. Mit 61 Radierungen von Rudolf Schlichter. Originalhalbpergamentband mit Kopfgoldschnitt.

Beschreibung

Exemplar XVII von 65 der Vorzugsausgabe B mit den von »leichtverstählten« Platten gedruckten Radierungen auf Altem Holländischen Bütten (Gesamtauflage 200). – Die erste Radierung wurde signiert, die 60 folgenden monogrammiert. – »Off all editions of the Ballad it is the most profusely illustrated: […] Each page is decorated with an etched headpice […] The large number of illustrations has enabled the artist to give artistic expression to all the situations in the Ballad, from the murder to the purification of the malefactor« (Horodisch), – Nahezu zeitgleich erschienen die Ausgaben mit Holzschnitten von Frans Masereel und Radierungen von Otto Pankok. – Rudolf Schlichter (1890–1955) gilt als wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit, er liebte das Exzentrische, das Antibürgerliche. 1920 nahm er an der ersten Dada-Messe teil. Seine Puppe in Uniform mit Schweinsgesicht führte zur einer Anklage wegen Beleidigung der Reichswehr gegen Schlichter, George Grosz, Wieland Herzfelde, John Heartfield und den Galeristen Otto Burchard und schlussendlich zur Schließung der Ausstellung.

23,0 : 18,5 cm. 66, [6] Seiten. – Deckel am Oberrand leicht gebräunt und mit wenigen Gebrauchsspuren.

Horodisch, Wilde’s Ballad, S. 46ff