179 Franz von Bayros – Die Bonbonnière.

Galante und artige Sammlung erotischer Phantasien. Von Choisy le Conin [Franz v. Bayros], mit Paraphrasen in Poesie und Prosa von Amadée de la Houlette [Franz Blei]. Lieferung [1–5, davon 3–5 unter dem Titel] Der Hirschpark. Galante und artige Sammlung duftiger Phantasien von Emil Sartori, mit Paraphrasen in Poesie von Amadée de la Houlette [Franz Blei]. Wien und Leipzig, C. W. Stern 1907. Mit zwölf Radierung von Franz von Bayros und 18 von Emil Sartori. Lose Doppelblätter und Radierungen in fünf Originallieferungsumschlägen.

Description

Vollständiges Exemplar mit allen fünf erschienenen Lieferungen und allen 30 Radierungen. – Exemplar 226 von 500 Exemplaren (Gesamt 530). – Privatdruck, nur für Subskribenten herausgegeben und nicht im Handel erschienen. – Die Radierungen werden begleitet von erotischen Texten von Franz Blei. Allein Emil Sartori erscheint unter seinem Klarnamen. Die Poesien bzw. Radierungen der fünf Teile tragen folgende Titel: I. Introduction; Kinder; Ringwerfen; Der Dienst; Judith; Rissa. – II. Die Klavierlehrerin; Der Besuch; Die Fliege; Die Nashornjägerin; Schlangenzauber; Nun sprich! – III. Die Jungfrau; Die Tänzerin; Minie; Die Pfauenfeder; Haremsfest; Urteil der Parisia. – IV. Die Pinguine; Der Freund; Die Äpfel; Huberta; Lockung; Die Forelle. – V. Die Beute; Souper; Erschöpfung; Der Antrag; Der junge Wald; Die beiden Alten. – Beilage: Verlagsanzeige an die Subskribenten, dass die Hefte 3ff. unter dem Titel »Der Hirschpark« erschienen werden. Auch wird der Wechsel des Künstlers angezeigt, nicht ohne eine unverhohlene Kritik an Bayros: »Die Illustrationen sind von einem ersten Wiener Radierer und es ist uns gelungen, weit Wertvolleres als in den ersten zwei Heften zu bieten.« Die hier noch angekündigte sechste Lieferung ist nie erschienen. – Texte auf Japan, die Radierungen auf Velin. – Unbeschnitten, lose eingelegt in die fünf typographisch betitelten Originalumschläge. – Die Radierungen der ersten drei Lieferungen mit feinen Seidenvorblättern mit floralem Muster. – Aus der Bibliothek des Heidelberger Verlegers Carl Winter mit dessen »Des Knaben Wunderhorn-Exlibris« in den Umschlägen 1 und 2. – Vollständig und so gut erhalten sehr selten.

34,5 : 29,5 cm. [2], 67 Blätter, 30 Radierungen. – Umschläge leicht fleckig und mit vereinzelten Einrissen, Hinterumschlag von III und V mit Wasserrand. – Ganz vereinzelt minimal fingerfleckig, 1 Radierung mit Randknick.

Brettschneider 33 (ungenau). – Hayn/Gotendorf IX, 43 (korrigiert auf 5 Lieferungen). – Stern-Szana 239 (»Das Werk ist jetzt sehr selten«, er selbst besaß nur die ersten drei Lieferungen)

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