192 Mich[e]l Fingesten. Psychoanalytische Glossen.

Zwölf Radierungen. 1915. 12 : 8 bis 35 : 24,5 cm. Alle signiert.

Beschreibung

Wohl nur in kleinster Auflage entstandene bzw. unikal zusammengestellte Folge, mit einem signierten Aquarell als Titelbild, montiert in den Mappendeckel. – Die Radierungen mit sehr humorvollen Phantasien des Künstlers, fast alle in der Platte betitelt. – »F. gehört zu den phantasiebegabtesten, technisch vollendetsten Graphikern, die sich in der Gegenwart seriöser erotischer Kunst zuwandten« (Paul Englisch, in Bilder-Lexikon II, 378). – »Aus manchen seiner Schöpfungen wiederum strahlt die Sonne eines goldigen Humors, so wenn er beispielsweise einen geknickten Phallus personifiziert, der das Taschentuch vor die tröpfelnde imaginäre Nase haltend, in den Klageruf ausbricht: ›Kann nicht kommen, bin verschnupft!‹« (Paul Englisch, Irrgarten der Erotik, S. 256). – Eine inhaltlich ähnliche Folge, betitelt »Improvisationen über das Thema ›Liebe‹» stellte Fingesten für den Sammler Heinrich Stinnes zusammen (vgl. Der kalte Blick, SS. 270ff.) Michel Fingesten schuf auch von anderen seiner graphischen Folgen unikale Exemplare für einzelne, besonders wichtige Sammler. – Die Radierungen in verschiedenen Formaten in insgesamt neun Passepartouts.

Mappe: 50 : 35 cm, Aquarell: 22 : 18 cm. – Mappendeckel lichtrandig, ein Mappenflügel innen mit Kugelschreibernotizen.

Nechwatal 97 (gibt nur ein Plattenmaß an). – Nicht bei Hayn/Gotendorf

LOT Nr: 28-0192-33 Kategorie: