202 Johann Wolfgang von Goethe – Todesanzeige vom 23. März 1832,

im Namen seiner Schwiegertochter Ottilie von Goethe und ihrer drei Kinder Walter, Wolf und Alma. Buchdruck auf Papier. 6,5 : 10,8 cm (9,7 : 15,5 cm).

Beschreibung

Die erste, verworfene Fassung, von der zwar einige Einzeldrucke angefertigt wurden und die am 27. März 1832 im »Weimarischen Wochenblatt« erschien, jedoch auf Wunsch der Schwiegertochter zurückgezogen und geändert wurde. – Außer dem Satzfehler des kopfstehenden »o« in »Wolfgang« und der als zu stark empfundenen Einfassungslinie wurde vor allem die Todesursache anders formuliert. Statt des »zurückgeworfenen« Katarrhalfiebers nannte die als Sendeblatt verschickte zweite Fassung ein »nervös gewordenes«. Erich Ebstein vermutete in seiner Untersuchung zum Thema (Kippenberg-Jahrbuch I, S. 313ff), Goethes behandelnder Arzt hätte befürchtet, die erste Formulierung könnte als rufschädigender »Rückfall« gedeutet werden. – Sehr gut erhalten, sehr selten. – Dazu: Carl Vogel. Die letzte Krankheit Goethe’s. Nebst einer Nachschrift von C. W. Hufeland. Berlin, G. Reimer 1833. Originalbroschur. Seltener Erstdruck, zeitlich im »Journal der praktischen Heilkunde« erschienen. Authentischer Bericht von Goethes Freund und Hausarzt. – Aus dem Nachlass Tomas Otto, Lübeck.

Anzeige: Makellos erhalten. – Beigabe: 18,3 : 10,7 cm. 40 Seiten. – Umschlag etwas lädiert, Heftung gelockert, etwas wasserrandig.

Slg. Kippenberg I, 1288 und 1342

LOT Nr: 25-0202-33 Kategorie: