212 Officina Serpentis – Platon. Tres Epistolae.

Berlin 1926. Mit sechs vergoldeten und teils in Rot ornamentierten Initialen von Hanns Thaddäus Hoyer. Ziegelroter Maroquinband mit blindgeprägten Deckel- und Innenkantenfileten sowie vergoldetem Rücken- und Deckeltitel und Kopfschnitt (signiert: Hans Glökler, Berlin). In Halbleinenschuber mit Pergamentkanten.

Schätzpreis: 4.000

Startpreis: 2.800

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Beschreibung

Eins von sieben Exemplaren auf Pergament mit vergoldeten Initialen. Es erschienen weitere 333 Exemplare auf Zerkall-Bütten, bei denen die Initialen nur in Rot gedruckt wurden. – Gesetzt aus der Griechischen Tischendorf-Type von Schelter & Giesecke, die hier erstmals für einen fortlaufenden Text verwendet wurde, und der Elzevir-Cursiv von Gentzsch & Heyse, Hamburg. – Handpressendruck. – Hanns Thaddäus Hoyer, Lehrer an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbe-Museums entwarf auch den Titel. – Der Druck wurde von A. Axter, Fr. Hohmeyer, H. Th. Hoyer, W. Janke, E. Kyriß, P. Rauert, A. Renker, F. Rothe, H. Steinwachs und E. W. Tieffenbach den Mitgliedern der Maximilian-Gesellschaft gestiftet. – Die Auswahl der drei Briefe Platons erfolgte auf Grundlage der wissenschaftlichen Forschung um die Echtheit der Autorenschaft, die Übertragung stammt von Helene Simon-Eckardt auf Grundlage der Übersetzung von O. Apelt. – »Alle Kritiker vollends zum Verstummen bringen sollte die Ausgabe der ›Tres Epistolae Platonis‹ (1926). Angesichts der Harmonie dieser Seiten im sorgfältig ausgependelten Gleichgewicht der Satzblöcke […] und den beiden beschwingten, ›geschrieben‹ wirkenden Initialen, ist es wohl erlaubt, von einer typographischen Höchstleistung zu sprechen« (Jürgen Eyssen).

38,6 : 28 cm. 43, [5] Seiten. – Rücken minimal verblasst. Unteres Kapital berieben.

Backe/Köppen 114. – Rodenberg II, 517 (ihm blieb die Pergamentauflage unbekannt). – Deutsche Bibliophilie 1898–1930, Seite 130. – Eyssen Seite 90ff. mit doppelblattgroßer Abbildung

LOT Nr: 23-0212-33 Kategorie: