218 Eigenbrödler – Waldemar Bonsels. Kyrie eleison.

Mit sechs Radierungen von Käte Wilczynski. Berlin, Eigenbrödler 1922. Fliederfarbener Originalkalblederband mit reicher Vergoldung.

Schätzpreis: 250

Startpreis: 170

Ihr Gebot (zzgl. Aufgeld & MwSt.)

regelbesteuert, ermäßigte MwSt
Beschreibung

Eins von 510 Exemplaren, von denen die ersten 110 (und wohl einige mehr) besonders kostbar gebunden und die Radierungen signiert wurden. – Im Druckvermerk von der Künstlerin und dem Verfasser signiert. – Auf Bütten gedruckt bei Otto von Holten, Berlin. – Herausgegeben vom Künstlerdank (Clauss-Rochsstiftung). Der Schriftsteller Karl Wilczynski (1884–1954) war Geschäftsführer der Stiftung, Katerina (Käte) Wilczynksi (1894–1974) wohl seine Ehefrau. – Der in Ahrensburg bei Hamburg geborene Waldemar Bonsels war 1903/04 als Missionskaufmann in Indien. 1904 kehrte er nach Deutschland zurück und gründete in München einen eigenen Verlag, in dem unter anderem auch Heinrich Mann publizierte. 1912 veröffentlichte er seine bis heute bekannteste Erzählung »Die Biene Maja«. »Kyrie eleison«, Bonsels 1908 erstmals veröffentlichte Schilderung eines Sexualmordes, wurde 1910 vom Landgericht München verboten. – Über den Eigenbrödlerverlag, der 1919 in Berlin gegründet wurde und nach eigenem Bekunden »hauptsächlich Werke mit Radierungen in nummerierter oder unnummerierter Auflage« edieren wollte, finden sich in den einschlägigen Bibliographien keine Informationen. Nach dem Historischen Archiv des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels leiteten u. a. Robert Johndorff, Artur Lokesch, Willy Stuhlfeld sowie Ernst Nicolasund Paul Eipper zeitweise den Verlag. 1930 erfolgte die Umfirmierung in »Deutsch-Schweizerische Verlagsanstalt AG«. 1932 erlosch der Verlag durch Konkurs.

22,8 : 15,3 cm. [6], 54 Seiten. 6 Radierungen. – Rücken stark verblasst. Kanten etwas beriebn.

Hayn/Gotendorf IX, 76

Zusätzliche Information
Tax

regelbesteuert, ermäßigte MwSt

LOT Nr: 23-0218-33 Kategorie: