226 Julian Robinson – Weiberherrschaft.

Die Geschichte der körperlichen und der seelischen Erlebnisse des Julian Robinson, nachmaligem Viscount Ladywood. Von ihm aufgezeichnet zu einer Zeit wo er unter dem Pantoffel stand. Erste und vollständige Übertragung aus dem Englischen von Erich von Berini-Bell. Erster [bis] Dritter Band. Leipzig [Wien?] 1909. Mit sechs Tafeln und reichem Buchschmuck in Gelb und Schwarz nach Zeichnungen von Karl Maria Diez. Drei olivgrüne Originalkalblederbände, Vorderdeckel und Rücken mit reicher ornamentaler Vergoldung.

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Description

Erste und einzig vollständige deutsche Übertragung der englischen Originalausgabe »Gynecocracy«. – Exemplar 108 von 620 (Gesamtauflage 650). – »Eines der interessantesten und merkwürdigsten Bücher der erotischen Weltliteratur« (Hayn/Gotendorf); »Neben ›Venus in Indien‹ und ›Frank und ich‹ das beste moderne Erotikon Englands« (Bilder-Lexikon). – Die Lebensgeschichte des Hermaphroditen Julian Robinson, »der anonyme Autor hat sich bisher nicht ermitteln lassen; sein wahrer Name kann uns auch gleichgültig sein; soviel aber ist klar, dass er ein Mann von erlesener Bildung und bedeutender schriftstellerischer, wenn nicht künstlerischer Begabung war, und dass er den höheren Gesellschaftskreisen Englands angehörte, möglicherweise noch angehört« (Magnus Hirschfeld, in: Transvestiten, 1925, S. 222). – Auch der Künstlername scheint uns ein Pseudonym, seine fein verzierten Titelblätter, Bordüren der Textseiten und die sechs schönen Tafeln erscheinen in bester Jugendstilmanier. Besagter Diez illustrierte auch eine Ausgabe der »120 Tage von Sodom«.

21 : 14,5 cm. VIII, 162, [2]; [4], 160; [4], 152, je zwei Tafeln. – Rücken verfärbt, Kanten minimal berieben.

Hayn/Gotendorf VI, 487. – Bilder-Lexikon IV, 663. – Beide nennen Wien als Verlagsort, Hayn/Gotendorf dazu eine Auflage von 500 Exemplaren

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