231 Hermann Hesse. Tessiner Landschaft.

Aquarell und Tusche. 6,5 : 5,8 cm. Als Briefkopf auf einem maschinengeschriebenen Brief mit eigenhändiger Unterschrift.

Beschreibung

An Hans Conrad Bodmer (1891–1956, Arzt, Beethoven-Forscher und Mäzen von Hermann Hesse). – »Ich bin Ihnen so sehr, wie ich es nicht ausdrücken kann, dankbar für diese tröstliche Aussicht auf ein Haus. Ueber die Verwirklichung müssen wir nochmals sprechen […] denn wie man solch eine Operation wie den Kauf eines Grundstücks ausführt, davon habe ich keine Ahnung. […] ich möchte Sie selbst so wenig wie möglich plagen, das wäre ja mein eigener Schaden, denn in einigen Jahren, hoffe ich, sind Sie so weit, dass Sie uns alle kurieren können«. – Bodmer studierte zunächst Musik, ab 1928 dann Medizin, 1938 legte er nach krankheitsbedingter Unterbrechung das Staatsexamen ab. Ein Grundstück für ein Haus musste Hermann Hesse nie erwerben, vielmehr ließ das Ehepaar Bodmer, das zu den reichsten Familien der Schweiz zählte, 1931 in Montagnola ein Haus erbauen und stellten »Casa Rossa« (später »Casa Hesse«) dem Dichter und seiner dritten Frau Ninon auf Lebenszeit zur Verfügung. – Sehr schöner und für den Beginn des späten Lebensabschnitts Hesses wichtiger Brief an einen seiner größten Förderer.

Gefaltetes Doppelblatt: 22 : 14 cm. – Mit horizontaler Faltspur, rückseitig (von Bodmer?) mit Bleistift beschriftet »lag im Heftchen ›Kurz gefasster Lebenslauf‹«. – In Passepartout montiert.

LOT Nr: 25-0231-33 Kategorie: