239 Lazarus Goldschmidt – Die heiligen Bücher des alten Bundes

übertragen durch Lazarus Goldschmidt. Erster Teil: Das Fünfbuch Moses. Zweiter Teil: Die ersten Propheten. Berlin, Erich Reiss 1921. Mit zahlreichen ausgemalten Initialen, davon elf große floral verziert, mehrfarbig koloriert und mit Gold gehöht. Schweinslederbände mit reicher Blindprägung und Kopfschnittvergoldung (signiert: Schnabel, Berlin). In Originalschubern.

Beschreibung

Eins von 300 Exemplaren. – Auf Bütten mit den hebräischen Worten »Heilige Schrift« als Wasserzeichen. – Schöner zweispaltiger Bibeldruck in einer eigens für diese Ausgabe entworfenen Schrift, »der Fust-Schöffer-Gotisch ziemlich ähnlich« (Rodenberg). Diese Schrift und die an der Gutenberg-Bibel orientierte Buchausstattung mit den prächtig verzierten Initialen stammt von Lazarus Goldschmidt, der also neben seiner bedeutenden Übersetzung auch für die gesamte Ausstattung verantwortlich zeichnete. – »Einzige Übertragung des AT, die nicht nur eine Übersetzung bietet, sondern auch die Eigenheiten des Textes im Geiste der Originalsprache deutlich wiedergibt, […] eine gedanklich treue Übersetzung […] wie sie nur ein wissenschaftlich geschulter, dabei aber mit der gesamten nachbiblischen talmudischen u. rabbinischen Literatur eng vertrauter Übersetzer zu erfassen imstande ist« (Pinczower). – Band I enthält das Pentateuch, Band II die Bücher Josua, Richter, Samuel 1/2 und Könige 1/2. – Ohne den erst 1925 erschienenen Band III (Die letzten Propheten), ein geplanter vierter Band ist nicht erschienen. – Dazu: Reden, Berichte und Weissagungen Jesajas aus dem Urtext übertragen durch Lazarus Goldschmidt. Berlin, Max Perl 1918. Mit illustriertem Doppeltitel, farbigem Buchschmuck und kolorierten Initialen von Lazarus Goldschmidt. Wildlederband mit Vergoldung. – Exemplar 95 von 200. – Auf starkem Japan-Bütten. – Erste Ausgabe dieser »Übertragung aus dem masoretischen Text unter besonderer Berücksichtigung der rabbinischen und karäischen Kommentare, als auch der modernen Textkritik«. – Mit Anmerkungen. – Der Buchschmuck und die Typographie, beides vom Übersetzer entworfen, »im Gepräge der illuminierten Bibelhandschriften«. – Beide innen tadellos.

32,3 : 23,2 cm. 201, [3]; 175, [1] Seiten. – Gelenke und Rücken minimal berieben, Rücken von I mit leichten »Putzschlieren«. – Exlibris Anton Leicher. – Beigabe: 35,5 : 26,0 cm. 86, [2] Seiten.

Halbey, Reiss 21.7. – Krieg, MNE I, 113. – Rodenberg 464 (nur I und II). – Pinczower/Porges 4650

LOT Nr: 26-0239-33 Kategorie: