25 Franz Roh. Der Fisch verstum(m)t am Altar der Gewalt.

Collage auf schwarzem Karton. 1934. 21,5 : 15,7 cm (23,5 : 16,6 cm). Monogrammiert, datiert und betitelt.

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Beschreibung

Aus dem Nachlass des Künstler, rückseitig mit dem Nachlass-Stempel. – Drei Ausschnitte (je ein architektonisches und anatomisches Detail und eine Stahlstichillustration aus einem alten Lexikon) auf schwarzes Tonpapier montiert, dieses auf Malpappe aufgezogen. – Die Collagen von Franz Roh (1890–1965) sind sowohl stilistisch als auch von den verwendeten Materialien mit den berühmten Arbeiten von Max Ernst vergleichbar, wobei Franz Roh auch Fotoelemente in seine Collagen einbaute. Er gilt als einer der wenigen deutschen Vertreter dieser surrealistischen Kunstform. – 1925 war Franz Rohs Buch »Nach-Expressionismus« erschienen, mit dem er den Begriff »Magischer Realismus« in die Kunstwissenschaft einführte. 1929 publizierte er gemeinsam mit Jan Tschichold den legendären Band »Foto-Auge«. – Die vorliegende Collage kann man als Ausdruck künstlerischer und beruflicher Isolierung nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten interpretieren, die mit Terror und Willkürjustiz auch die deutsche Kunst- und Kulturszene unterjochten und bald darauf zu großen Teilen als »entartet« diffamierten. – Sehr selten.

Vgl. Herta Wescher, Die Collage. Geschichte eines künstlerischen Ausdrucksmittels., Köln 1968, S. 226 (mit einer Franz Roh-Collage von 1933 zum Vergleich).

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