31 Der Blaue Reiter.

Herausgeber: Kandinsky [und] Franz Marc. München, R. Piper 1912. Mit vier kolorierten Tafeln und weiteren 30 schwarz-weißen, davon sieben doppelseitig, sowie vier Musikbeilagen, davon drei gefaltet, zahlreichen Abbildungen und acht Initialen bzw. Vignetten.

Beschreibung

Erste Ausgabe, erschienen in 1200 Exemplaren. – Der berühmte Almanach, namensgebend für die Künstlergruppe, hat die Auffassungen zur modernen Kunst wie kaum eine andere Publikation des 20. Jahrhunderts beeinflusst. – Für die vier Tafeln in leuchtendem Pochoirkolorit wählten die Herausgeber je ein eigenes Aquarell (Kandinsky »Entwurf zu Komposition 4« und Marc »Pferde«) sowie zwei volkskünstlerische Motive aus. Für den Einband schuf Wassily Kandinsky den berühmten Holzschnitt, der als Galvano in zwei (wie hier) oder drei Farben gedruckt wurde. Rücken und Hinterdeckel mit zwei Klischeedrucken nach Tuschzeichnungen Kandinskys, die Schwarzpartien zur Kandinsky-Tafel wurden ebenfalls von einem Klischee gedruckt und »handkoloriert«. – Die Textbeiträge lieferten neben den Herausgebern auch August Macke, Arnold Schönberg, David Durljuk und andere, die Illustrationen stammen von Arp, Kandinsky, Marc, Kirchner, Heckel, Nolde, Pechstein, Kubin, Klee u. v. a., die Musikbeilagen von Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton von Webern. Zu Unrecht selten erwähnt werden die von Franz Marc und Hans Arp entworfenen Initialen. – Eine der wichtigsten programmatischen Kunstpublikationen.

29,5 : 22,5 cm. [4], 140 Seiten, 34 Tafeln, 3 gefaltete Faksimiles und 2 Seiten Musiknoten, 1 Anzeigenblatt, [10] Seiten Anzeigen. – Rücken leicht brüchig, Hinterdeckel fleckig, sonst tadellos in privater Kassette.

Roethel 141 II (von III) und Anhang V, 13–14 und Seite 450. – Jentsch 5. – Garvey 139

LOT Nr: 26-0031-33 Kategorie: