35a Georg Gustav Wieszner. Visitenkarte mit eigenhändigem Gruß und eigenhändige Briefkarte, beide mit Unterschrift.

Nürnberg, ohne Datum und 28. September 1932.

Das Bauhaus arbeitet in Berlin weiter

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Beschreibung

An Rudi (Rudolf) Ortner in Nürnberg, der dort seine Bauzeichner- und Maurerlehre abgeschlossen hatte und sich offenbar für ein Studium am Bauhaus in Dessau interessierte (siehe KatNrn. 20 und 21). – Georg Gustav Wieszner (1893–1969) war von 1921 bis 1934 Dozent an der Städtischen Volkshochschule Nürnberg und stand seit Anfang der 1920er Jahre im Kontakt zum Bauhaus in Weimar. Er lud Kandinsky und Moholy-Nagy zu Vorträgen nach Nürnberg ein. Ob einer dieser beiden Bauhaus-Meister die Typographie von Wieszners Briefkarte entwarf, konnten wir nicht nachweisen. 1929 erschien sein von Moholy-Nagy ausgestattetes Buch »Pulsschlag der deutschen Stilgeschichte«. – Zunächst teilt er Ortner mit, »von Kandinsky habe ich noch keine Nachricht« und nennt eine Alternative: Das »[Neue] Frankfurt scheint sehr zu empfehlen zu sein. Auch die Stadt erweitert geistige Perspektiven«. – Postkarte vom 28. September: »Eben bekomme ich von Kandinsky Nachricht, daß das Bauhaus in Berlin weiterarbeitet. Anmeldungen sind jetzt nach Dessau zu richten […]«. – Ende August 1932 hatte der Gemeinderat Dessau auf Antrag der NSDAP-Fraktion die Schließung des Bauhauses beschlossen. Die Nachfolgeeinrichtung in Berlin-Steglitz sollte nur noch wenige Monate existieren, bereits am 11. April 1933 besetzten Polizei und SA das dortige Gebäude und das Institut wurde geschlossen. – Wichtige Dokumente zum »Bauhaus-Start« des Architekten Rudolf Ortner.

Die Visitenkarte mit einem, die Briefkarte mit zwei Heftlöchern, die Briefkarte mit Marke und Poststempel.

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