456 Hugo Sonnenschein – Sonka. Drei Erstausgaben,

dabei ein Widmungsexemplar. 1919–1930. Originaleinbände.

Description

I. Slovakische Lieder. Wien und Berlin, Genossenschaftsverlag 1919. Originalbroschur, Entwurf Artur Berger. – II. Die Legende vom weltverkommenen Sonka. Leipzig, Wien und Zürich, E. P. Tal 1920. Originalhalbleinenband, Vorderdeckel und Vorsätze mit Lithographien von Artur Berger. – III. Der Bruder Sonka und die allgemeine Sache oder Das Wort gegen die Ordnung. Berlin, Wien und Leipzig, Paul Zsolnay 1930. Originalleinenband. Mit eigenhändiger Widmung des Verfassers für »Dr. Hugo Glaser, der einzig fühlenden Brust aus meiner ›N.W.T.‹-Zeit, in aufrichtiger Hochschätzung und Freundschaft«. Hugo Glaser (1881–1976) war Chefredakteur des Neuen Wiener Tageblattes. – Hugo Sonnenschein (1889–1953), sozialistischer Anarchist und Trotzkist, lebte nach Vagabundenjahren in Wien, wo er 1918 u. a. mit Alfred Adler, Albert Ehrenstein und Franz Werfel den »Genossenschaftsverlag« gründete. Als aktiver Kommunist wurde er 1934 aus Österreich ausgewiesen, 1943 von den Nationalsozialisten verhaftet und schließlich nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er 1945 befreit, aber bereits 1947 in der Tschechoslowakei, nun von den dort regierenden Kommunisten, erneut inhaftiert. Er verstarb während seiner Haft.

I: 19 : 12,5 cm. [2], 23, [3] Seiten. Rückenfalz etwas berieben. – II: 23,5 : 15,5 cm. 40, [4] Seiten.

Raabe/Hannich-Bode 282.5, 7 und 12. –

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