46 Der Blaue Reiter.

Herausgeber: Kandinsky [und] Franz Marc. München, R. Piper 1912. Mit vier kolorierten Tafeln, weiteren 30 schwarz-weißen, davon sieben doppelseitig, vier Musikbeilagen, davon drei gefaltet, zahlreichen Abbildungen und acht Initialen bzw. Vignetten. Neuer Halbpergamentband, der Originalbroschurumschlag eingebunden.

Beschreibung

Erste Ausgabe, erschienen in 1200 Exemplaren. – Der berühmte programmatische Almanach, namensgebend für die Künstlergruppe, hat die Auffassungen zur modernen Kunst wie kaum eine andere Publikation des 20. Jahrhunderts beeinflusst. – Gewidmet wurde das Werk Hugo von Tschudi, dem im Vorjahr verstorbenen Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. – Für die vier Tafeln in leuchtendem Pochoirkolorit wählten die Herausgeber je ein eigenes Aquarell (Kandinsky seinen »Entwurf zu Komposition 4« und Franz Marc »Pferde«) sowie zwei volkskünstlerische Motive aus. Für den Einband schuf Wassily Kandinsky den berühmten Holzschnitt, der nach Galvanisierung in Blau und Schwarz gedruckt wurde, für die Leinen- und Luxusausgaben zusätzlich noch in Orange. Die Schwarzpartien zur Kandinsky-Tafel wurden ebenfalls von einem Klischee gedruckt und »handkoloriert«. – Die Textbeiträge lieferten neben den Herausgebern August Macke, Arnold Schönberg, David Durljuk und andere, die Illustrationen stammen von Arp, Kandinsky, Marc, Kirchner, Heckel, Nolde, Pechstein, Kubin, Klee u. v. a., die Musikbeilagen von Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton von Webern. Zu Unrecht selten erwähnt werden die von Franz Marc und Hans Arp entworfenen Initialen.

29,5 : 22,5 cm. [4], 140 Seiten, 34 Tafeln, 5 Blätter Musiknoten, 1 Anzeigenblatt, [10] Seiten Anzeigen.

Roethel 141 II (von III), Anhang V, 12–14 und Seite 450. – Jentsch 5. – Garvey 139