48 Das Zelt.

Zeitschrift der Ehmcke-Klasse der Staatlichen Kunstgewerbeschule. Jahrgang I [bis] XII. München 1925–1938. Mit zahlreichen, teils originalgraphischen und signierten Tafeln und montierten Originalbeilagen. Halbpergamentbände mit schwarz-goldenem Rückenschild und Buntpapierdeckelbezug, alle Originalumschläge eingebunden.

Beschreibung

Vollständige Reihe aller erschienenen 100 Hefte. – Eines der außergewöhnlichsten Periodika zur Gebrauchsgraphik und Typographie der 1920er Jahre. – Fritz Helmuth Ehmcke (1878–1965) war eine der zentralen Figuren der deutschen Buchkunst. Nach seinem Studium in Berlin war er 1907 Mitbegründer des Deutschen Werkbundes. Von 1913 bis 1938 lebte und lehrte er in München an der Kunstgewerbeschule, der späteren Staatsschule für angewandte Künste. Dort betrieb er auch die von ihm gegründete Rupprecht-Presse. – Nicht nur durch seine Schriftentwürfe und Gebrauchsgraphiken, Einband- und Typographiegestaltungen, sondern auch durch seinen jahrelangen Unterricht und die durch ihn geprägten Schüler ist sein Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Buchkunst immens. – »Der Ehmcke-Kreis ist ein feststehender Begriff. […] ›Das Zelt‹, die Zeitschrift des Ehmcke-Kreises, hat viel zur fruchtbaren Verbindung innerhalb […] dieser Künstlergruppe beigetragen« (Georg Kurt Schauer, I, S. 70). – Die Zeitschrift erschien anfangs sicher nur in kleinster Auflage mit signierten Originalgraphiken von Schülern und anderen Beiträgen. Viele Sonderhefte widmen sich einzelnen Künstlern (Karl Rössing, Willi Geissler, F. H. Ehmcke, Susanne Ehmckes Kinderbüchern, Josef Weisz, Eugen Diederichs, Klasse Guggenberger, Albert Rüegg, Gladys York, Anna Simons) oder Themen (Pressa Köln, Städtereklame, Tabak, Pantomimen und Feste, Handeinbände, Rupprecht-Presse, Kalender, Verpackungen, Weinschilder, Schriftmale, Kinderspielzeug). – Heft 1 mit einer Widmungskarte (»dieses dritte Exemplar unserer ersten Ausgabe« der ersten Herausgeber Walter Dreesen, Hermann Huffert und Ruth Mathi. – Makellos erhalten.

24,5 : 17,5 cm. Etwa 3000 Seiten.

Nicht bei Söhn, HDO