50 Bakst.

Histoire de Leon Bakst. Écrite par André Levinson. Paris, Henry Reynaud 1924. Mit 68 meist farbigen Tafeln, darunter ein Porträt nach Modigliani, und zahlreichen, ebenfalls teils farbigen in den Text einmontierten Abbildungen. Lilafarbener Maroquinband mit reicher ornamentaler Filetenvergoldung (signiert: Elias P. v. B.).

Handeinband von Elias P. van Bommel

Beschreibung

Exemplar 74, eins von 150 der zweiten Vorzugsausgabe auf weißem »Vélin d’Arches« (Gesamtauflage 345). – Erste Ausgabe dieser ersten umfassenden Monographie des russischen Künstlers, erschienen in dessen Todesjahr. Leon Bakst (eigentlich: Rosenberg, 1866–1924) war Mitbegründer des Organs der russischen Moderne »Mir Isskusstwa (Weltkunst)« und wurde vor allem durch seine phantasievollen, schillernden Kostümentwürfe für das russische Ballett bekannt. Seit 1912 lebte er in Paris. – Die farbigen Kostüm- und Bühnenbildentwürfe nach Zeichnungen, Aquarellen und signiert von Bakst, wurden auf Kunstdruckpapier reproduziert und auf starke Büttenblätter aufgezogen. – Vorgebunden eine Subskriptionseinladung, dort mit dem Untertitel »L’Œuvre du maître«, mit dem Stempel des Amsterdamer Verlegers Allert de Lange. – Prachtvoll ausgestattet, opulent gedruckt und hier in einem hervorragend schönen Einband des Amsterdamer Buchbinders Elias P. van Bommel (1863–1944), der damals durch das Werbe-Plakat von Molkenboer (1897) und wegen seiner qualitativ hochwertigen Einbände sehr bekannt war: Die üppige Filetenvergoldung erstreckt sich über beide Deckel, Rücken und Innenkanten. Spiegel und Vorsätze mit brauner Moiré-Seide bezogen. Kopfschnitt vergoldet, zweifarbig handumstochene Kapitalbändchen.

36,8 : 29,0 cm. 242, [2] Seiten. 68 Tafeln. – Rücken fast unmerklich aufgehellt, die Bünde und Gelenke minimal berieben.