52 Max Beckmann – Kasimir Edschmid. Die Fürstin.

Mit sechs Radierungen von Max Beckmann. Weimar, Gustav Kiepenheuer 1918. Mit sechs signierten Radierungen. Dunkelbrauner Originalmaroquinband. Rückentitel, Deckelvignette und Kantenfileten blindgeprägt (E. A. Enders, Leipzig, nach Entwurf von Else von Guaita).

Beschreibung

Exemplar 50, eins von 130 der Vorzugsausgabe auf starkem unbeschnittenem Zanders-Bütten mit den signierten Radierungen, davon wurden 95 Exemplare in Maroquin gebunden (Gesamtauflage 500). – Edschmid hatte Max Beckmann im Atelier seines Vetters Ugi Battenberg kennengelernt und berichtete davon in seinem Tagebuch: »Damals begann der neue Beckmann, der Beckmann jenseits des Titanic-Gemäldes«. – »Aufspießen, demaskieren, entlarven, hinter den ekstatischen Wortergüssen Edschmids die seelische Situation der Menschen sichtbar machen: das ist die Aufgabe, die sich Beckmann hier gestellt hat. Leidenschaftlich und erregt, gleichermaßen gedrängt und verkürzt wie die Prosa Edschmids, radierte er seine seitengroßen Bilder« (Jürgen Eyssen, in: Buchkunst in Deutschland, S. 163). – Der Einbandentwurf stammt von Else von Guaita, der Schülerin Henry van de Veldes, dessen ornamentaler Stil in der Deckelvignette noch deutlich sichtbar ist. – Eines der schönsten Beispiele expressionistischer Buchillustration. – »The embittered view of society that Beckmann developed during his hospital duty and subsequent nervous breakdown during World War I is reflected in prints« (Castleman). – Sehr schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe.

32,2 : 23,7 cm. 81, [3] Seiten, 6 Radierungen. – Rücken verblasst. Kapitale und Stehkanten leicht berieben. – Exlibris. Äußerste Ränder schwach gebräunt.

Hofmaier 111–116 Edition B (von C). – Jentsch 37. – Lang, Expressionismus 12. – Castleman 175