53 Max Beckmann – Stadtnacht.

Sieben Lithographien von Max Beckmann zu Gedichten von Lili von Braunbehrens. München, Piper & Co. 1921. Mit sieben Lithographien, einschließlich der Titellithographie. Originalhalbleinenband mit Buntpapierdeckelbezügen.

Beschreibung

Exemplar 372 von 500 (Gesamtauflage 600). – Im Druckvermerk von Max Beckmann signiert. – Lili, die damals zwanzigjährige Tochter des Major von Braunbehrens, hatte Beckmann 1915 bei dessen Frankfurter Freunden, dem Ehepaar Battenberg, kennen gelernt. Nach seinem Nervenzusammenbruch, in dessen Folge Braunbehrens die Entlassung Beckmanns aus dem Militärdienst erwirkt hatte, lebte dieser vier Jahre bei der Künstlerfamilie in Frankfurt. Den Text ihrer Gedichte stach Lili von Braunbehrens in Aluminiumtafeln, von denen dann direkt gedruckt wurde. »Die meisten dieser Stadtnacht-Lithografien haben etwas von der gefährlichen Lemurenatmosphäre der damaligen Großstadtunterwelt. Beckmann ist mit solchen Blättern in der Nachbarschaft von Grosz und Dix, obgleich ihm deren distanzierende Kälte fremd war […]« (Lothar Lang).

27,7 : 23,1 cm. 47, [5] Seiten. 7 Lithographien. – Einige Seiten schwach stockfleckig.

Hofmaier 164–170. – Jentsch 108. – Lang, Expressionismus 13. – Garvey 21