57 Lovis Corinth – [Johann Wolfgang von] Goethe. Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der eisernen Hand.

Berlin, Erich Steinthal 1922. Mit 27 Kaltnadelradierungen von Lovis Corinth, davon elf ganzseitig, fünf Initialen und eine auf dem Titel. Blauer Maroquinband mit vergoldeten Fileten auf Deckel-, Steh- und Innenkanten sowie den sechs Rückenfeldern; Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

Beschreibung

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Exemplar XXXII von 51 römisch nummerierten der Vorzugsausgabe auf Velin »JWZAnders«, die Radierungen dieser Exemplare von den noch unverstählten Platten gedruckt (Gesamtauflage 129). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Nach Ausdruck der Auflage für die Vorzugsexemplare wurden die »Randeinfälle« (Remarquen) abgeschliffen und die Platten verstählt. – Jeder der fünf Aufzüge mit einer Kopf- und Schlussvignette und einer figürlichen Initiale sowie den großen Radierungen, die auf Extrablätter gedruckt wurden. – Der Text folgt der Fassung von 1771 nach der Sophien-Ausgabe. – Gesetzt von Margarete Hoffmann aus der Alten Schwabacher. Rudolf Koch schnitt die Schriften für Titel und Zwischentitel in Holz und entwarf wohl auch die Verlagsvignette, Werner Tieffenbach, der Leiter der Officina Serpentis, druckte das Buch auf seiner Presse. – »Der idealen Zusammenarbeit dieser drei Künstler [Corinth, Koch u. Tieffenbach] ist ein Werk von beeindruckender formaler Geschlossenheit zu danken« (Jürgen Eyssen, S. 154). – 1920 hatte Fritz Gurlitt bereits Corinths Lithographien zum Götz ediert.

34,5 : 28,8 cm. [6], 148, [4] Seiten, 11 Radierungen. – Rücken etwas verfärbt.

Müller 512–538. – Backe 64. – Rodenberg 115. – Schauer II, 87