62 Friedrich Nietzsche. Also sprach Zarathustra.

Ein Buch für Alle und Keinen. [Teile 1,] 2 [und] 3. Chemnitz, Ernst Schmeitzner 1883–1884. Dunkelviolette Leinenbände der Zeit mit vergoldetem Titel und Blindprägung auf den Deckeln. Die hellblauen Originalvorderumschläge sind eingebunden.

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Description

Alle drei Teile von Nietzsches wohl berühmtesten Werk in erster Ausgabe. – Gesetzt mit der von Nietzsche erbetenen schwarzen Einfassungslinie um den Satzspiegel und mit zweifarbigem Umschlag. – Der erste Teil entstand Ende Januar 1882. Nietzsche hatte »die Affäre mit Lou Salomé überwunden und daraus das goldene Vlies von ›Zarathustra I‹ geschaffen, ein tief persönliches und autobiographisches Buch. Seinem Chemnitzer Verleger kündigte er es als »kleines Werk«, »eine ›Dichtung‹ oder ein fünftes ›Evangelium‹ oder irgend Etwas, für das es noch keinen Namen giebt« an (zitiert nach Schaberg S. 125). – Die Teile 2 und 3 verfasste Nietzsche 1883, der Druck aller drei Teile verzögerte sich durch Unkorrektheiten des Chemnitzer Verlegers stark, was bei Nietzsche größte Verärgerung auslöste. – Im August 1886, also mehr als zwei Jahre nach Erscheinen, waren von jedem Band nur wenige Exemplare verkauft. Im August 1886 kehrte Nietzsche wieder zu seinem ursprünglichen Verleger Fritzsch zurück, der jeweils mehr als 900 (!) Restexemplare übernahm und für die erste Zarathustra-Sammelausgabe umarbeiten ließ. Von den Erstausgaben existierten also bereits zu Lebzeiten des Autors nicht mehr als 100 Exemplare. Alle drei Teile in derartig guter Erhaltung und mit den schönen Umschlägen sind extrem selten. – Provenienz: Ehemals Sammlung Martha Reif-Busse, Tochter von Otto Busse, einem Bewunderer Nietzsches, der mit dem Philosophen über verschiedene Werke korrespondierte (vgl. GSA 71). – Teil 3 mit Bleistiftnotiz der damaligen Besitzerin: »Erhalten am 24. Mai 1884«.

22,5 : 15 cm. 114; [4], 103, [1]; [4], 119, [1] Seiten. – Rücken verblasst. – In privaten Leinenkassetten mit rot-goldenem Deckelschild.

Schaberg 36–38. – Carter/Muir 370

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