63 Friedrich Nietzsche. Also sprach Zarathustra.

Der seltene Privatdruck

Ein Buch für Alle und Keinen. Vierter und letzter Theil. Ohne Ort und Jahr [1885]. Halbleinenband mit Papierrückenschild. In dunkelgrüner Lederkassette.

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Description

Erste Ausgabe des abschließenden vierten Teils. – Eins von nur 45 Exemplaren, die Nietzsche im Frühjahr 1885 bei Naumann in Leipzig auf eigene Kosten drucken ließ. Im Februar hatte er an seinen Freund Gersdorff geschrieben: »Das Wort ›Öffentlichkeit‹ und ›Publikum‹ klingt mir, in Bezug auf meinen ganzen Zarathustra, ungefähr so wie ›Hurenhaus‹ und ›öffentliches Mädchen‹.« Nietzsche entschied deshalb, nur eine Kleinstauflage drucken zu lassen und die Bücher an seine Freunde zu verteilen. […] Das Geld für den Privatdruck erhielt Nietzsche im Herbst durch eine Ausgleichszahlung von Schmeitzner. Zu den ersten Empfängern zählten Nietzsches engste Freunde (Peter Gast, Carl von Gersdorff, Franz Overbeck) sowie seine Schwester Elisabeth und deren Ehemann Bernhard. Eine öffentliche Ausgabe erschien, ergänzt um die »Dionysos-Dithyramben«, erstmals 1891. – Nach früherer Auskunft des Vorbesitzers stammt das Exemplar aus dem Besitz des Berliner Literarhistorikers Richard Moritz Meyer (1860–1914), der Friedrich Nietzsches zum Klassiker erhob und als genialen Denker charakterisierte (vgl. Wolfgang Höppner, in NDB XVII). 1907/08 erschien seine Zarathustra-Rezension in »Neue Jahrbücher für das klassische Altertum«. Das Vorsatzblatt mit handschriftlichem Besitzvermerk »Meyer«, welcher allerdings auch von seinem Sohn stammen könnte.

22 : 14,5 cm. 136, [2] Seiten. – Leicht berieben, Vordergelenk minimal angeplatzt. Rückenschild verblasst. – Bindung vor der letzten Lage etwas gelockert.

Schaberg 39

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