67 Max Ernst. Une semaine de bonté

ou Les sept éléments capitaux. Roman. Premier [–] Dernier [cinquième] cahier. Paris, Jeanne Bucher 1934. Mit 182 Tafeln nach Collagen und Zeichnungen von Max Ernst. Fünf Originalbroschuren in Violett, Grün, Rot, Blau und Gelb. In weinroter Leinenkassette mit goldgeprägtem Rückentitel.

Beschreibung

Erste Ausgabe eines der Hauptwerke des Surrealismus, »the largest of Ernst’s inventive collage novels« (Castleman). – Exemplar 59 von 800 auf Papier »Navarre« (Gesamtauflage 816). – »Die ›Semaine de bonté‹ hat ihren Namen ironisch […] denn die Themen dieser fünf Bände kreisen um Verfolgung, Terror (es ist das Jahr 34 von Paris aus gesehen), um Katastrophen, Wassereinbrüche, Feuer, Verhexung, Überfall und Verbrechen. […] Da ist es, als ob die Sicherheit, welche das Lebensgefühl der ›belle époque‹ ausmacht, wie eine Eisdecke springe, sie splittert. Charme schlägt um in Entsetzen. […] Es sind böse Capriccios.« (Erhart Kästner in: Maler machen Bücher. München 1981). – »Im Gegensatz zu seinen früheren, additiv konstruierten dadaistischen Collagen dekonstruiert er hier – in seiner surrealistischen Phase – das Vorgefundene.« (Sybille Bock im Katalog der französischen Malerbücher der Sammlung Classen). – Erst in der Reproduktion der collagierten Ausschnitte aus »Gebrauchsliteratur des 19. Jahrhunderts […] in der die Schnittstellen und Farbnuancen der verschiedenen Teile nicht mehr zu erkennen sind, […] wurde jedes Bild vereinheitlicht und so erhielt der ganze Roman seine stilistische Einheit« (Béatrice Hernad in »Papiergesänge«).

28,0 : 22,5 cm. – Drei Umschläge und alle fünf leeren Vorblätter mit sehr kleinem Stempel »Printed in France«. Der Rücken des grünen Hefts 2 verblasst, die übrigen farbfrisch. Heft 5 mit kleinem Wasserfleck auf dem Vorderdeckel.

Lang, Surrealismus 30. – Papiergesänge 58. – Castleman 161. – Monod 4323. – Katalog Classen 17. – Brusberg 35 B