673 Friedrich Hermann Ernst Schneidler. 19 Zeichnungen (Aquarell, Tempera, Tusche).

Um 1924–1949. Ca. 12 : 15 cm – 30 : 20 cm. Teils signiert.

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Beschreibung

Abwechslungsreiche Folge, die Schneidlers Bandbreite neben seinen kalligraphischen Arbeiten vorstellt. – Inhalt: Abstrakt. Bleistift, Aquarell. 1924/29. Signiert. – Kalligraphie. Farbige Tuschen. 1925-44. – Abstrakt. Pastellkreide. 1925. Signiert. – Marken. Aquarell. 1927. Rückseitig mit Aufkleber der Buchkunst-Ausstellung Leipzig 1927 und einem Provenienz-Vermerk von Julius Rodenberg (»gehört Peter Schneidler«). – Figurenbild. Tempera. 1927/1946. Signiert. – Landschaft. Aquarell. 1932. Signiert. – Bühnenszene. Tempera. 1936. – Kalligraphie. Tusche rot-schwarz. 1941-43. – Kalligraphie. Tusche rot-schwarz. 1943. – Kalligraphie. Tusche braun-schwarz. 1943. – Kalligraphie. Tusche rot-blau-schwarz. 1944. – Abstrakt. Tusche. 1947/49. – Undatiert: Landschaft. Farbkreide. – Landschaft. Tempera. – Landschaft. Tempera. – Abstrakt. Pastellkreide. – Weihnachtsmarkt. Tempera. – Landschaft. Tusche. Stempelsignatur. – Bühnenszene. Tempera. – F. H. Ernst Schneidler (1882–1956) hatte in Düsseldorf studiert und dort Peter Behrens und Fritz Helmuth Ehmcke kennengelernt, die wohl für seine spätere Hinwendung zur Typographie verantwortlich waren. 1920 wurde er als Nachfolger Cissarz’ an die Staatliche Kunstgewerbeschule in Stuttgart berufen, wo er die nächsten Jahrzehnte unterrichtete. Bahnbrechend engagierte er sich für die Entwicklung von Schrift, Kalligraphie und Typographie. 1922 gründete er an der Kunstgewerbeschule die Juniperus-Presse. – »Landschaft, Bühnenbild, Dörfer, Bäume, Zäune, Schuppen als Kulissen, erweitert noch um das Thema Schrift – das sind komprimiert die Stichworte, die die bevorzugten Motive Schneidlers benennen, denen er sich malerisch näherte. Stilistisch ist er ein Suchender, der mit unterschiedlichen Gestaltungsweisen experimentiert: mit der Flächigkeit und Ornamentverbundenheit des Jugendstils, […] der Vielansichtigkeit und kleinteiligen Farbfeldmalerei des Kubismus und den dekorativen Bilderwelten des Rokoko, eine Stilepoche, die er liebte« (Angela Zieger). – Die Arbeiten erwarb Christian Scheffler für seine private Sammlung wohl am Rande der Übernahme eines umfangreichen Konvoluts aus dem Nachlass des Künstlers für das Klingspor-Museums. Der dortige Bestand enthält mehrere sehr ähnliche Arbeiten (vgl. Büttner/Koch/Zieger, 2013, S. 255ff.). – Alle passepartouriert, zusammen mit fünf Zeichnungen (Figurinen und Stillleben. Aquarell, Tempera, Tusche, Bleistift) von Elisabeth Schwarz, der Schülerin und späteren Schwiegertochter von Ernst Schneidler.

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