716 Pablo Picasso – Pierre Reverdy. Le chant des morts.

Poèmes. Lithographies originales de Pablo Picasso. Paris, Tériade 1948. Mit 125 in Rot gedruckten Lithographien, davon zwei auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Halbleinenchemise mit dem aufgezogenen lithographierten Originalumschlag. In schwarzer Maroquinkassette mit Blindprägung und Pergamentrückenschild (Christian Zwang, Hamburg).

Beschreibung

Eins von 250 Exemplaren, daneben erschienen noch 20 Exemplare »hors commerce«. – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Auf Vélin d’Arches. – Unbeschnittene, gefalzte Bögen. – Der Text wurde bei Draeger Fréres nach der Handschrift Reverdys lithographiert gedruckt. – Die Lithographien Picassos, schwungvolle Übermalungen und Einrahmungen in leuchtendem Rot, erinnern an alte Symbol-, Runen- oder Keilschriften und wurden bei Mourlot eingedruckt. – In einer unikaten schwarzen Maroquinkassette mit je einer Blindprägung auf beiden Deckeln, diese wiederholen Ausschnitte aus zwei Lithographien des Buches. Innendeckel mit dunkelviolettfarbener Wildseide bezogen. – Eine der außerwöhnlichsten Illustrationsfolgen Picassos, in ihrer strikten Reduzierung auf Schwarz und Rot von großer Eindringlichkeit und zugleich von spielerischer Spontanität geprägt. – »Picasso perçoit l’écriture large de Reverdy qui remplit les pages sans les encombrer, comme un arrangement de petits signes noirs qu’il va compléter par de grands signes rouges rappelant la calligraphie orientale. Le manuscrit est ainsi enluminé, ce qui confère au livre un caractère rituel, religeux« (Herma Goeppert-Frank). – »Picasso surrounded the handwritten text with the branched and knotted bands that delineated forms in his paintings of the time« (Castleman).

42,7 : 32,5 cm. 2 leere Blätter, 117 Seiten, 4 Blätter, 1 leeres Blatt. Mit 123 Lithographien. – Teils leichter Abklatsch der Lithographien, stellenweise leicht stockfleckig.

Goppert/Cramer 50. – Bloch, Livres 50. – Rauch 70. – Castleman 63

LOT Nr: 23-0716-33 Kategorie: