738 Ottfried Zielke. 85 Malerbriefe (Tempera, Tusche, Collage) an Christian Scheffler.

Berlin und Gabow, 1994–2010. Gabow.

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Beschreibung

Christian Scheffler über Ottfried Zielke: »Das ist Buchkunst, die prall gefüllt ist mit Leben von heute«. – Umfangreiche Sammlung großformatiger, reich illustrierter Malerbriefe des Berliner Cartoonisten Ottfried Zielke (1936–2016). 1989 hatte dieser den Verleger Uwe Warnke kennengelernt und in dessen DDR-Untergrund-Kunstzeitschrift »Entwerter/Oder«, die seit 1982 erschien, einige erste Beiträge veröffentlicht. Es begann eine mehrjährige Zusammenarbeit. Anlässlich einer Ausstellung im Schloss Burgk schrieb Christian Scheffler über den Künstler und dessen bis dahin entstandene 23 Bücher: »Zielkes Bücher können farbig sein wie eine Frühlingswiese und bunt sein wie ein Herbstwald, es kann auch stinken wie Hundekot und bissig sein wie ein Tiger. […] So richtig in seinem Element ist Zielke, wenn er sich mit visueller Poesie beschäftigt. […] Hier wird die Handschrift zum graphischen Bild.« – 1998 erschien eines der bekanntesten Zielke-Bücher, sein »Rein-Ekel Fuchs«. 500 Jahre nach dem ersten deutsche Reineke-Fuchs-Buch gedruckt, musste dieses ihn zwangsläufig mit dem Reineke-Sammler Christian Scheffler zusammenbringen. – 85 Briefe zu Buchprojekten, Ausstellungen, aber auch persönliche Grüße zu Weihnachten (»Weihnachtssachse«), Ostern (»Am 8. Tag schuf Gott die Primel und […] sprach Karascho, lasst uns Ostern feiern« und vieles mehr. – Die meisten Briefe, alle in Zielkes außergewöhnlicher Handschrift mit Tusche geschrieben, üppig be- und übermalt mit Tempera und Aquarell. – Man wünscht dem Konvolut Publikation und Ausstellung.

LOT Nr: 23-0738-33 Kategorie: