746 Georg Alexander Mathéy. Ohne Titel (Landschaft unter Wolken).

Zeichnung (Mischtechnik: Tusche, Fettkreide, Aquarell). 1923. 8,7 : 13,8 cm. Signiert und datiert, unleserlich betitelt »Mallorca« (?). – Rückseite: Eigenhändige Postkarte an Edwin Redslob.

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Beschreibung

Die Zeichnung entstand wohl während eines Ferienaufenthaltes von Mathey auf Mallorca, das wie auch andere Baleareninseln eine starke Anziehungskraft auf zeitgenössische Künstler ausübte. – Fast abstrakt, mit starkem, expressivem Gestus ausgeführt, lässt die Zeichnung eine felsige Küsten- oder Inselformation unter wolkenverhangenem Himmel erahnen. Mathèy hatte sich offensichtlich Blankopostkarten mit seiner Berliner Absenderadresse drucken lassen, um auf Reisen eigene gezeichnete Motive verschicken zu können. – »5.9.23 Soller (Mallorca) Lieber Herr Dr. Redslob! Ich sitze in einem kleinen Nest auf Mallorca und verdaue Eindrücke und spanische Küche – beides etwas ungewohnt, doch sind die Menschen hier reizend. Die Vorträge und meine Ausstellung sind Anfang Oktober, evtl. Nachricht erreicht mich in Barcelona, Consulado General Aleman, Calle de Mallorca«. – Edwin Redslob war 1919 zum Reichskunstwart ernannt worden und gab als eine der ersten Publikationen in dieser Funktion die Ergebnisse eines Briefmarkenwettbewerbs bekannt, bei dem Mathéys Entwurf für die 25-Pfennig-Marke gewonnen hatte. 1923 entwarf Mathéy erneut eine Briefmarke (Deutsche Flugpost – 10 Pfennige). – 1920 berief Walter Tiemann Georg A. Mathéy an die Staatliche Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Bis 1928 war er Leiter der dortigen Werkstätten für Buch- und Steindruck.

Zwischen Doppelglas freistehend gerahmt.

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