793 Werner Siedhoff. Eigenhändige Brief- und eigenhändige Ansichtskarte, beide mit Unterschrift.

Donaueschingen, 26. Juli 1926, und Weimar, 3. April 1929. 9 : 15 bzw. 14 cm. Zusammen drei Seiten.

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Beschreibung

Werner Siedhoff (1899–1976) begann seine künstlerische Laufbahn als Darsteller, Tänzer und Pantomime auf der Bauhaus-Bühne in Dessau, unter anderem in Aufführungen von Oskar Schlemmer. Dort lernte er Alma Buscher kennen, die seit 1922 am Bauhaus studierte. Sie entwarf das Kinderzimmer für das Musterhaus Am Horn und mehrere Spiele, Wurfpuppen und Bastelbögen. 1926 heiratete das Paar. – Beide Karten an seine Ehefrau Alma Siedhoff-Buscher (1899–1944). – I. Eindringlicher Gruß mit zahlreichen Erwähnungen von Künstlerfreunden, teils mit Bauhaus-Bezug: »Liebste! Alles drunter u. drüber. Kaum noch Kräfte [?] Kriege Geld von Oscar [Schlemmer], wann reise, noch unbestimmt […] Es baden gleich in der Breg: Oscar, Tut [Oskar Schlemmers Ehefrau Helena], […] Lilli Schulz [Emaille-Künstlerin Burg Giebichenstein, studierte 1924/25 am Bauhaus], Frau Hindemith [Gertrud, die Ehefrau von Paul Hindemith] […] Heute Ballettwiederholung [die 2. Aufführung von Schlemmers »Triadischem Ballett« anlässlich der Donaueschinger Kammermusiktagen, wobei eine Neukomposition von Paul Hindemith zur Aufführung kam], nachher Tanz in kleinem Kreise. … Du bist ein kleiner dummer Schnugg mit deinen ›Trennungsabsichten‹ oder Bedenken; liebstes Frauken!«. – II. »liebe alma! also kandinsky-seminar ohne mich. schade, – hier aber auch schön: lene skala, else wagenfeld [Ehefrau von Wilhelm Wagenfeld] in neuer wohnung, mit neuem kind, hirschfeld [Ludwig Hirschfeld-Mack] auch flüchtig gesehen, zog schon ein. alle entbehrten dich […]«. – Rückseitig eine Fotografie »Ambach am Starnberger See«.

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