A-239 Michel Fingesten – Alfred Kerr. Krämerspiegel.

Zwölf Gesänge für eine Singstimme mit Klavierbegleitung komponiert von Richard Strauß. Opus 66. Berlin, Paul Cassirer 1921. Mit lithographiertem Titelblatt und zwölf lithographierten Vignetten von Michel Fingesten. Originalhalbpergamentband mit Rückenvergoldung.

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Beschreibung

Exemplar 41 von 90 auf Zandersbütten (Gesamtauflage 120). – Im Druckvermerk von Künstler und Komponist signiert. – »Die zwölf Lieder dieses Werkes erschienen nur in dieser einmaligen Ausgabe. Die Textschrift entwarf E. R. Weiß. Das ganze Werk wurde bei M. W. Lassally in Berlin auf der Handpresse gedruckt« (DV). – Nachdem der Verlag Bote & Bock ganze zwölf Jahre vergeblich auf die mit Strauß vertraglich vereinbarte Lieferung von sechs (der insgesamt zwölf) Liedkompositionen warten musste, zogen die Verleger 1918 vor Gericht, um den Komponisten zur Vertragserfüllung zu zwingen. Dies gelang auch, jedoch tat Strauß alles dafür, dass der Verlag daraus keinerlei Profit schlagen sollte. Er engagierte den Theaterkritiker Alfred Kerr, ihm Texte zu verfassen, in denen prominente deutsche Musikverleger verspottet werden. Gleich das Eröffnungslied ist dem Verleger Bock »gewidmet«, das zweite dessen Teilhaber Bote, andere richten sich an Breitkopf & Härtel, den Dreimasken-Verlag, B. Schott’s Söhne und Reineke. An öffentliche Aufführungen oder eine gewinnbringende Vermarktung der Lieder war nicht zu denken, da die Musikverleger für diesen Fall Verleumdungsklagen androhten.

44,0 : 32,5 cm. 48 Blätter. – Einbandränder etwas gebräunt. Bezugspapier stellenweis e gewellt und gelockert. – Handschriftliche Besitzvermerke auf dem Vorsatzblatt.

Feilchenfeldt/Brandis 191.B

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LOT Nr: 24-0239-33 Kategorie: