B-15 Paul Goesch. Drei Porträts.

Farbige Kreide und Tusche. 1919. Ca. 16 : 20 cm. Signiert und bezeichnet.

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Beschreibung

I. Kopf. 1919. Blaue Kreide und schwarze Tusche. – II. Kopf. 1919. Bleistift und Kreide (rosa, grün, blau) über schwarzer Tusche. – III. Frauenkopf. 1919. Tusche. – Alle in Passepartout, dort signiert, datiert und betitelt, Zeichnung I und III zudem monogrammiert, I auf dem Passepartout nochmals bezeichnet »Goesch, im Irrenhaus gezeichnet 1918/19«. – Paul Goesch (1885–1940) hatte sich nach seinem Architekturstudium der bildenden Kunst zugewandt. »Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er zur avantgardistischen Kunstszene Berlins, war Mitglied der Novembergruppe, des Arbeitsrates für Kunst und der Gläsernen Kette.« Bereits 1917–1919 war er wegen »Nervosität« Patient in einer Klinik in Schwetz, Westpreußen, ab 1920 lebte er dauerhaft in verschiedenen psychiatrischen Anstalten, bevor er 1940 Opfer des NS-Euthanasieprogramms wurde. »In der Kunst ist Paul Goesch bis heute ein Grenzgänger geblieben. Obgleich er in der Gläsernen Kette ein gleichwertiges Mitglied neben u.a. Bruno Taut, Walter Gropius und Hans Scharoun war, blieb seine Rezeption wegen seiner Psychiatrisierung zögerlich« (https://prinzhorn.ukl-hd.de/ausstellungen/rueckschau/paul-goesch/). 2017 wurden Arbeiten von Paul Goesch innerhalb einer Ausstellung der berühmten Sammlung Prinzhorn in Heidelberg gezeigt.

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