629  Joseph Roth. Radetzkymarsch. 1932

»Requiem auf Österreich« (F. Heer)

Roman. Berlin, Gustav Kiepenheuer 1932. Gelber Originalleinenband mit rotgedrucktem Rückenschild und illustriertem Originalschutzumschlag (Entwurf: Georg Salter).

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Beschreibung

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Erste Ausgabe. – »In seinem bekanntesten Roman stellt Roth den allmählichen Zerfall des Habsburgerreiches am wechselvollen Schicksal der vier Generationen einer Familie dar […] Roth geht es […] um die Demonstration der ›Spiegel-Bildlichkeit des Individuellen‹ (Walter Jens) […] Sein Leitmotiv ist der Radetzkymarsch, der jeden Sonntag vor dem Haus des Bezirkshauptmanns gespielt wird: Er versinnbildlicht die Idee der Einheit des Vielvölkerstaats, die schließlich nur noch so wenig in der Wirklichkeit begründet ist, daß die ironische Formulierung ›Einmal in der Woche war Österreich‹ nur scheinbar paradox ist.« (KLL X, 7972ff.) – »Die Gestaltung des Schutzumschlags durch den erfahrenen Georg Salter […] war aus evokativen Elementen komponiert: das kaiserliche Schloß Schönbrunn mit seinem Gartenparterre, davor ein verdorrter Baum, der einen Schatten in Form des Doppeladlers wirft, zu der elegischen Grundstimmung des Romans passend.« (Heinz Lunzer und Victoria Lunzer-Talos, 1994, zitiert nach Holstein, Salter, S. 104 mit Abbildungen beider Umschlägen). – Exemplare mit Schutzumschlag sind selten zu finden, hier zudem die erste Fassung mit dem Werbetext auf dem Vorderdeckel. – Der Einband noch immer leuchtend gelb, der Umschlag fast tadellos.

Holstein, Salter 135. – Holstein, Blickfang S. 14 (die zweite Fassung)

18,5 : 11,2 cm. 582, [2] Seiten. – Schutzumschlag oben mit kleinen Einrissen und zwei winzigen Fehlstellen

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